12.3.2020 – Sicherheit am Verteil-Donnerstag geht vor!

Heute, Donnerstag 12.3.2020, der Tag beginnt mit Regen und tief hängenden Regenwolken. Manchmal blinzelt die liebe Sonne durch, aber leider immer nur für Sekunden. Mein Vormittag ist ausgebucht, Kamera und Objektive aus der Reparatur holen, Brot & Gebäck in Haid abholen, in der Metro Desinfektionsmittel kaufen, Mundmasken organisieren und telefonisch Essen für Mittag ordern. Dann noch 1 Stunde auf die Couch und rasten. Alleine das rastlose Telefon hält mich von einem kurzen Mittagsschlaf ab..."nein, leider, wir können aus Platzmangel keine Kleider-spenden mehr annehmen...und nein, ich weiß nicht, wo man Altkleidung abgeben kann, wo diese nicht verkauft wird". Manchmal hab' ich das Gefühl, meine Postings in Facebook sind eigentlich umsonst, weil mich so viele Spender anrufen, die uns Kleidung spenden wollen, obwohl wir seit Monaten ein STOP haben. 2 Teammitglieder fallen aus heute, leider hatte ich keine Zeit mehr Ersatz zu suchen und zu finden. Um 13Uhr auf ins Lager, der Bus ist voll mit Obst, Gemüse und Gebäck....alles ausräumen....zwischendurch telefonieren und mich rechtfertigen müssen warum ich etwas gesagt habe...egal! Um 14 Uhr sind wir zu 4. und können den Bus laden, unsere Eierwagerl (in denen wir die Lebensmittel lagern am Verteil-Donnerstag) werden mit dem Hochhub-wagen geladen, fest verzurrt und der Rest ebenfalls in den Bus geräumt. Der Hänger wird in Position gebracht, um ihn anzuhängen wenn ich mit dem Bus umgedreht habe. Das ganze Obst und Gemüse findet Platz im Hänger, den wir eigentlich nicht mehr benützen dürften...weil die Schäden derart groß sind, dass es mir den Angstschweiß auf die Stirn treibt, wir haben leider noch keine Alternative, keinen Ersatz. Um 15.25 Uhr fahren wir los Richtung Linz, im Bus fahren Barbara Schwingenschuh und Eva Biermair mit, und besprechen nochmal den Plan für heute Nachmittag. Angekommen in Linz warteten schon etwa 15 Schützlinge, und als ich den Hänger abkoppelte kam Martin um die Ecke, unser Martin ist wieder in Linz, vorübergehend, das musste ich natürlich sofort unserer daheim gebliebenen Ingrid Strassl mit Foto berichten. Ingrid kümmerte sich immer mit dem ganzem Herzen um Martin, er war Ingrid immer ein ganz großes Anliegen. Als wir begannen den Bus und Hänger zu richten für die Ausgabe, redete ich noch auf unsere Schützlinge ein, Abstand zu halten und nicht unbedingt in die Richtung husten, in der andere Menschen stehen. Brigitte Stadler und Gerlinde, unsere beiden Bus-Damen, die aus dem Inneren des Busses die Lebensmittel bzw. Kleidung ausgeben, wurden von mir dazu "vergattert", eine Mundmaske zu tragen. Es wäre zu gefährlich wenn jemand in den Bus reinhustet und meine Helferinnen wären dem schutzlos ausgeliefert. Alles bleibt ruhig, besonnen und jede/r hält Abstand. Alle 65 Schützlinge von heute hatten Verständnis für diese Situation. Zwischendurch immer wieder mit Martin...mit Wolfgang....mit Franz und anderen geredet, und ja, alles im Auge zu behalten ist auch nicht immer leicht, aber jeden Donnerstag meine Aufgabe. Wir hatten heute ganz viele Mini-Frankfurter, Schinken, Streichwurst u.v.a. mit, die wir zur Gänze verteilen wollen. Das gelang uns. Punkt 18 Uhr verließen wir unseren Platz in Linz und machten uns auf den Weg Richtung Lager, ausräumen und wegräumen. Um 18.50 Uhr fertig, kurzes Plauscherl noch vor unserer Lagertür und dann gehen Beate und ich noch zum Mäckie, um zu "sündigen". Dieses Nachgespräch mit Beate ist mir immens wichtig, weil Sie eine durch und durch geerdete Frau ist, mit der ich viele Dinge im Verein oder Aktion besprechen kann. Es tut einfach gut, sich austauschen zu können. Danke liebe Beate Loeffler  Vielen Dank dem ganzen Team heute, ihr ward wieder großartig. Vergelt's Gott und großen Dank an all unsere tollen und treuen Spender, die uns diese Aktion jede Woche ermöglichen. DANKE!   Und jetzt an Euch alle noch einen erholsamen Abend und eine schöne Zeit.