18.6.2020 – ein toller Tag voller Dankbarkeit!

Heute, Donnerstag 18.6.2020 .... wir hatten heute natürlich wieder die an strenge Regeln gebundene Genehmigungen von Krisenstab des Landes O.Ö. und der Polizei, für unseren Verteil-Donnerstag. Der eigentliche Tag begann schon gestern mit der Einlagerung des gespendeten Obst und Gemüses, der vielen Schokolade und der ganzen Frischware aus Wien. Vielen Dank an dieser Stelle an den Sozialmarkt Foodpoint, der uns immer wieder im Abstand von 14 Tagen mit wertvollen und dringend notwendigen Lebensmitteln versorgt, lieben Dank an dieser Stelle an Marius Aigner 🙂 . Danke auch an unseren Christian Jung der mir immer Wochentags behilflich ist bei all der Lagerarbeit, bei all den Spendenabholungen oder Spendenlieferungen. Ich bin stolz dich in unserem Team zu haben. Hier möchte ich anmerken, dass wir großartige und tolle Helfer/innen haben, unser Team ist hochkompetent, einfühlsam und immer wertschätzend gegenüber unseren Schützlingen. Ich bin MEGASTOLZ auf EUCH ALLE. Schön dass es EUCH gibt! 🙂 <3 Heute Donnerstag früh wie gewohnt Brot und Gebäck in Haid abholen, dann weiter ins Kühllager zur Fa. Transdanubia, wo wir dank Hr. Lehner Günther kostenlose Palettenstellplätze im Kühl- sowie im Tiefkühllager nutzen dürfen. Eine so wertvolle Geste für die ich am liebsten täglich DANKE sage. Im Kühllager alles vor-kommissionieren und auf Palette schlichten, anschließend alles in unseren Bus räumen und auf zu meinem Lieblings-Hofer Mittagessen kaufen und auf dem Heimweg noch schnell volltanken und dann aber schnellstens den Herd für das schnelle Mittagessen wärmen. Manchmal, so wie heute, verdamme ich mein Handy, weil es mich oft nicht einmal fertig essen lässt, heute aber war es ein Anruf mit der Info über den Tod einer guten Freundin. Eine langjährige Spenderin und Wegbegleiterin unserer Obdachlosenhilfsaktion verstarb gestern während einer Routineoperation im Krankenhaus. Vielen lieben Dank an dieser Stelle, liebe Anita Zischka für all deine Unterstützung, deine Hilfe, deine Stunden in unserem Lager, deine Emotionen und deine immer gut gemeinten Ratschläge, Danke für deine Schützlinge die wir auch weiterhin gut versorgen werden. Wir werden dich nicht vergessen. 😢
Um 13 Uhr Ankunft im Lager, Maria Fleischanderl wartete schon auf mich, Wolfgang kam direkt nach Maria, wir luden den Transporter aus, die ganze Frischware in den Kühlboxen sowie in der neuen, transportablen Kühl- Gefrierkombi verstauen, Pizzasalami aufschneiden und verpacken, Ingrid Strassl war inzwischen schon am einpacken wichtiger Kleidungsstücke, Schuhe, Decken usw., Barbara Schwingenschuh half mit beim einladen und hatte den Überblick was an Gemüse und Obst wo eingeladen wird. Brigitte Stadler räumte ihr Hygiene-lager um und bestückte noch schnell die Wagerl mit notwendigen Sachen. Gerlinde Körner tauschte sich mit allen noch aus, einige Neuigkeiten werden noch abgeglichen und vervollständigt. Zu 4. wird alles aufgeteilt in Anhänger und Transporter, 15 Uhr, der Anhänger wird angekoppelt und Wolfgang vergattert um nachzuschauen dass wir nirgendwo schrammen. Barbara und Wolfgang fahren mit mir im Transporter und wir alle sind gespannt was heute los sein wird, wieviele Schützlinge heute kommen werden, ob es Vorfälle geben wird etc.. Um 15.15 Uhr sind wir auf unserem Platz, etwa 25 Schützlinge warten zu diesem Zeitpunkt schon auf uns, gesamt am Ende werden es 72 Schützlinge sein, die wir heute wieder mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, neuen Schuhen und Kleidung, Schlafsäcken und Isomatten sowie Decken und vielem anderen versorgen. Es macht große Freude tief drinnen im Herzen, helfen zu können, helfen zu dürfen. Alle sind diszipliniert, wie immer streitet Harald (ein Schützling) um den 1. Platz bei Ausgabebeginn. Wir bauen den Anhänger um und schlichten alles aus Bus und Anhänger, machen uns fertig um pünktlich um 16 Uhr beginnen zu können. Da kommt mir grade noch M. recht, da ich in den letzten Wochen merkte dass M. nicht mehr an seine Chance im Leben glauben möchte, weil er nur gepiesackt wird von Behörden und Ämtern, nicht ernst genommen wird und eigentlich nur hier leben möchte. Man stellt ihm aus fadenscheinigen Gründen keine Papiere aus, nicht einmal einen Ausweis bekommt er, geschweige denn von Arbeitspapieren. M. ist weder Asylwerber noch Flüchtling, das Schicksal hat ihn nach Österreich gebracht. Er spricht sehr gutes Deutsch und bekommt keine Chance, sich zu etablieren, sich ein Leben aufzubauen. Er schläft in der Notschlafstelle und geht oft einen ganzen Vormittag in eine Linzer Sozial-Einrichtung arbeiten, um €12,- den ganzen Vormittag. Ich möchte ihm helfen, weil er ein großartiger Mensch, ein toller Mann ist. Nach dem Telefonat mit einem Freund von mir hat er Freudentränen in den Augen, er darf ihm helfen, darf kleine Dinge erledigen. Ich bin glücklich solche Freunde zu haben, die nicht wegschauen! M. bedankte sich gefühlte 100 Mal, ich musste mich dann wieder um die einzelnen Ausgabestellen kümmern und alles im Blick haben. Alles ruhig, alle zufrieden, alle glücklich und dankbar. Die Zeit verging im Flug, 17.50 Uhr, wir beginnen alles zusammenzuräumen und alles einzupacken. 18.05 Uhr Abfahrt ins Lager, dort alles ausräumen und wieder einlagern, anschließend gab es noch mit Beate Loeffler (die die ganze Frischware vorbildlich an den Mann/die Frau brachte), Gerlinde und Maria Fleischanderl eine von usn so geliebte Nachbesprechung beim McDonalds nebenan. Bis 21.15Uhr wurde die Besprechung ausgedehnt und viele Themen wurden nochmal besprochen, zerpflückt und wieder zusammengepuzzelt. Es war ein toller Tag mit Euch, DANKE! Vielen, vielen Dank wie immer an all unsere Spender/innen und Gönner/innen, das wir diese, unsere Aktion jede Woche in dieser Form machen dürfen und machen können, dank EURER Unterstützung. IHR SEID GROSSARTIG UND EINZIGARTIG! Schön dass Ihr den Weg mit uns geht und uns immer wieder so toll helft. DANKESCHÖN 🙂 <3 Was bleibt sind jetzt noch Stunden, die ich brauche um alles aufzuarbeiten was den ganzen Tag liegen blieb. 🙂