20.11.2019 – Spendenlieferungen nach Salzburg – Teil 1

Heute, Mittwoch 20.11.2019 ... wir alle sehnten uns nach diesem heutigen Tag, weil all die Vorbereitungen der letzten 14 Tage viel Kraft, viel Zeit und noch mehr Raum in Anspruch nahmen. Wir bekamen vorübergehend von der Fa. TAB die Ausnahmegenehmigung, außerhalb unseres Lagers, nämlich am Lagergang die Paletten für die heutigen Spendenlieferungen zu platzieren. Doch kurz von Beginn an. Anfang Oktober, am 9.10.2019 kontaktierte mich eine private Einrichtung in Salzburg Stadt, und bat uns um haltbare Lebensmittel, um Hygieneartikel und warme Winterjacken sowie Schlafsäcke. Denn seit Monaten gäbe es kein Fertiggericht das sie aufwärmen könnten, und kochen dürfen sie nicht, weil keine Konzession vorliegt. Zu wissen da gibt es Einrichtungen, wo viele Menschen wenig bis gar nichts zum Essen haben, schnürte mir den Hals langsam zu und machte mir das Leben der letzten Wochen sehr schwer. Und Hunger tut in Salzburg genauso weh wie in Oberösterreich. So telefonierte ich herum und ließ mir erzählen, wie es wirklich um diese Problematik stand. Bald war klar, hier sind keine "Jammerer" unterwegs, sondern hier müssen wir handeln. Ich sagte 5 Einrichtungen in Salzburg/Stadt zu, zu helfen und mit Sachspenden nach Salzburg zu kommen. Gestern, Dienstag 19.11.2019 beluden wir Abends unseren Transporter mit den ersten 3 Anlaufstellen und packten auch 60 (30H/30D) Winterjacken für die 5. Einrichtung ein. Den heutigen Tag nahm sich Peter Hartlauer (www.peha.at ) Zeit und begleitete uns mit seinem Transporter und lud die 4. und 5. Einrichtung in seinen Bus. Vielen, vielen Dank Peter, dass Du Dir, trotz Hochsaison in deiner eigenen Firma, Zeit genommen hast, uns hier großartigst unter die Arme zu greifen. Nach 1 Stunde Schlaf schepperte unser Wecker um 4.40 Uhr, um 5.45 Uhr war Treffpunkt im Lager. Angekommen im Lager, war Peter schon da und wir begannen, seinen Transporter zu beladen. Brigitte Stadler Strummer Daniela Ingrid Strassl und Rena Meinhart waren heute unsere braven Helferleins, die alle schon sehr munter aussahen, früh morgens. Peters Transporter war dann um 6.30 Uhr geladen und wir einigten uns, in Salzburg Nord, vor unserer 1. Einrichtung, noch einen Kaffee zu trinken. Nach dem Kaffee ging es dann in die 1. Einrichtung, ins Salzburger Frauenhaus. Dort erwartete uns die Leiterin Frau Thaler-Haag schon. Jede Hand packte zu und im Nu waren die zugeteilten Spenden aus dem Transporter ausgepackt. Glücklich und froh, und immerzu dankend schaute Frau Thaler-Haag auf unsere Spendenlieferung und war sehr angetan. Wir wussten alle sofort, hier sind unsere Spenden bestens aufgehoben und wirklich notwendig. Dann ging's in die 2. Einrichtung, Frau Weninger von der "Sozialen Arbeit" erwartete uns ebenfalls schon ungeduldig in den "Startlöchern". Die Stimme vom Telefon passt genau zu dem kleinen, rastlosen Wesen dieser Frau. Volltreffer! Frau Weninger und Ihre Leute kümmern sich in Salzburg/Stadt um die einzige private Notschlafstelle, ein Tageszentrum und Übergangswohnheime. Unsere Spenden mussten per Lift (Gottseidank) in den 2. Stock, von wo sie dann in die Einrichtungen verteilt werden. Hier geht es um etwa 270 Klienten jede Woche, die versorgt werden müssen. Wir wussten, dass sich die vielen Arbeiten der letzten 14 Tage ausgezahlt haben und wir hier tolle Einrichtungen unterstützen, bei jeder einzelnen Anlaufstelle hatten wir das gute Gefühl, die Richtigen getroffen zu haben. Ein gutes Gefühl, wenn man weiß dass unsere direkte Hilfe auch dort ankommt, wo es sein muss, dafür stehen wir! Danke allen Spendern/innen, die uns diese außertourlichen Spendenlieferungen ermöglichten. Vergelt's Gott und lieben Dank! (Einrichtung 3, 4 und 5 kommen im nächsten Posting)