30.7.2020 – Disziplinierte Verteil-Aktion!

Heute, Donnerstag 30.7.2020 ... nach 1 Woche Pause stand heute wieder unser Verteil-Donnerstag auf dem Kalender. Ein Wiedersehen mit unseren Schützlingen, auf das sich das gesamte Team heute freute. Die Vorbereitungen begannen ja gestern schon mit den Verpackungen im Kühllager in Pasching, das wir dank Hr. Lehner G. kostenlos nutzen dürfen, an dieser Stelle eine tiefe Verneigung und ein herzliches DANKESCHÖN für diese tolle Geste. Ohne dieses Kühllager und Tiefkühllager wäre vieles unmöglich, deshalb ist es für unsere Donnerstagsaktion immens wichtig. Also gestern schon vorbereiten und auch genug Käsekugeln (Käsewurst) und Pizzasalami aus dem -40° Tiefkühllager, ebenfalls bei der Spedition Transdanubia, holen und auftauen lassen. Die ganze Aktion planen, wieviel Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel u.a. wir einpacken und mitnehmen. Unsere Helferinnen Ingrid Strassl, Brigitte Stadler und Maria Fleischanderl sowie Barbara Schwingenschuh planen am Donnerstag Nachmittag vor der Abfahrt nach Linz auch teilweise noch selbstständig die Lebensmittel, die sie selbst ausgeben werden. Dann gingen wir den Donnerstag heute früh um 9 Uhr an, Christian Jung, der an vielen, vielen Tagen mit mir im Lager steht und bei den meisten Arbeiten dabei ist, schickte schon um 8.40Uhr ein sms "bin schon da". Also auf und hurra in den Tag hinein, kurz vor 9 Uhr früh im Lager, dann zuerst ein neues Regal zusammenbauen und aufstellen, einräumen, bevor es um 9.45 Uhr nach Haid ging, Obst, Gemüse, Brot und Gebäck abzuholen. Anschließend auf ins Kühllager, alles Vorbereitete von gestern abholen, zwischendurch noch tanken, einkaufen und ab ins Lager nach Ansfelden. Dort angekommen den ganzen Bus ausladen, sämtliche Rollwagen aus dem Lager bereitstellen für den Nachmittag, um dann alles flott einzuladen. Zwischendurch noch Mittagessen beim Mäcki nebenan und dann geht es ans Transporter einladen, durchschauen und aussortieren. Maria und Wolfgang waren schon um 13 Uhr im Lager, so konnten wir alle wichtigen Arbeiten im Ansfeldener Lager noch machen, bevor alle anderen Helfer heute um 14 Uhr ins Lager kamen. Zuerst kommen unsere ehemaligen Eierwagerl in den Transporter, hier müssen wir unbedingt zu 4. sein, um diese einzuladen, wegen großer Kipp- und Verletzungsgefahr. Wir sind schon großartig eingeübt, eingespielt, sodass das Beladen des Transporters ziemlich schnell geht. Dann noch unseren tollen, neuen Humer-Anhänger bestücken und ab geht’s ans anhängen an den Transporter. Punkt 15 Uhr, Abfahrt mit unserem Gespann nach Linz bei genau 32° und blauen Himmel, fast schon kitschig, wir genießen die Vorfreude auf unsere Schützlinge. Ankunft in Linz, etwa 10-12 unserer Schützlinge warten schon und Wolfgang hält uns immer wieder die benötigten Parkplätze frei. Heute haben wir wieder verschärfte Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen, die Auflagen von Polizei und Krisenstab des Landes O.Ö. werden auf Punkt und Beistrich befolgt, die heißen, Mund/Nasenmaske, Gesichtsschild und Einweg-Handschuhe. Bei dieser Hitze wird das heute eine Tortur mit diesen Masken und Schildern. Aber Regeln und Gesetze sind zu befolgen, das sind wir unserem Team und all unseren Schützlingen schuldig. Ebenso musste wieder ein Abstand von 2 Meter eingehalten werden. Bei den Vorbereitungen in Linz schwoll die Schlange ziemlich schnell an und wurde ziemlich unübersichtlich, wir mussten heute des öfteren Disziplin einfordern und auch das eine oder andere Mal auch sagen, dass es nun genug ist, da manche Besucher eh schon 2-3 Sackerl voller Lebensmittel hatten. Der Transporter war proppenvoll, auch der Anhänger war übervoll, wir waren gut gerüstet, aber bei 88 Besuchern, die es heute gesamt waren, geht uns das Sortiment auch Mal aus, da alle Lebensmittel für 2-3 Wochen mitnehmen möchten. Da wir erst wieder in 4 Wochen am Donnerstag in Linz Lebensmittel verteilen, wird es für manche knapp werden. Aber auch wir müssen auf uns achten und da es seit der Wintersaison (1. Okt.- 2019 - 1.5.2020) erst 1 freie Woche gab, müssen wir eine kurze Sommerpause einlegen, da es niemandem helfen würde, wenn auch wir am Boden liegen würden, deshalb eine Sommerpause. Einige Schützlinge hatten dann auch wirklich schon große Angst, nicht genug Lebensmittel zu bekommen, wobei ich auch einmal sagen muss, dass eine Donnerstagsaktion etwa € 1000,- - € 1500,- (je nach Datum) ausmacht. Für einen kleinen Verein wie unseren, eine ganze Menge, und gerechnet übers ganze Jahr, muss das auch gerechnet werden. Eigentlich hätten wir heute die doppelte Menge an Lebensmitteln gebraucht, aber der Transporter hat eben nicht mehr Platz und unser Anhänger ebenso nicht. Viele neue Gesichter waren heute wieder dabei, auch Menschen die noch eine kleine Wohnung haben und die gesamte Rente für diese Wohnung/Zimmer aufwenden, aber keinen Strom mehr, kein Wasser und keine Lebensmitteln mehr haben. Auch diesen Menschen helfen wir, der Hunger dieser Menschen fühlt sich nicht anders an als der, der Obdachlosen. Trotzdem mussten wir auch 2 Schützlinge darauf hinweisen, dass sie bei uns Kleidung und neue Schuhe bekommen, wenn sie diese auch wirklich BRAUCHEN! Ein paar Besucher haben uns mit einer Boutique verwechselt, denen mussten wir halt deutlich sagen dass sie alles bekommen was sie brauchen, ABER nicht im Stil und im Lifestyle ihrer Wünsche, das geht nicht, das wollen wir auch gar nicht durchgehen lassen. Wenn jemand eine Unterhode benötigt, darf das keine Rolle spielen ob diese rot oder schwarz ist, ein T-Shirt einen V-Ausschnitt oder Rundkragen hat. Solche Dinge können wir nicht durchgehen lassen, sonst werden wir nicht fertig mit den Sonderwünschen. Aber wie gesagt, das waren 2-3 Ausrutscher, und denen haben wir es verdeutlicht dass das nicht geht. 88 Münder zu versorgen, das sahen wir heute deutlich, wird immer schwieriger, aber solange wir halbwegs unsere Verteilaktion machen können, machen wir diese auch. Die Hitze in Linz setzte uns allen enorm zu, unser Team leistete heute wieder großartige Arbeit, ich bin richtig stolz auf unsere Helfer und Helferinnen, IHR SEID KLASSE! Um 18 Uhr ging's dann ab Richtung Lager Ansfelden, wo alles schnell ausgeladen wurde, um der Nachbesprechung beim Mäcki nichts mehr in den Weg zu legen. Zu 5. trafen wir uns zum Nachgespräch bei Eis, Cola und Pommes. Ich danke jedem Tag den Herrgott, dass wir diese, unsere Aktion machen dürfen und können, und so treue Spender/innen wie EUCH als Wegbegleiter haben. Dafür eine tiefe Verneigung und ein demütiges Vergelt's Gott. Bei uns wird nun etwas Ruhe einkehren, wie gesagt, wegen einer kurzen Sommerpause, ich danke Euch allen für Eure Treue und Loyalität. Liebe Grüße an alle Spender/inner und an alle die uns begleiten. Schön dass es EUCH gibt!

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