5.3.2020 – Ein Verteil-Donnerstag mit viel Obst!

Heute, Donnerstag 5.3.2020, der Tag begann vormittags mit Gebäck- und Brotspenden einzuholen und aus unserem externen Lagerplatz noch 1 Palette Fertiggerichte in 3kg Dosen zu holen. Heute war Maria Fleischanderl dabei, sie entlastet mich künftig 14-tägig bei meinen Donnerstagseinholungen. Danke dafür liebe Maria . Bei der Rückfahrt bat mich Maria noch in St. Isidor im Hofladen vorbeizufahren, sie wolle Äpfel für unseren Verteil-Donnerstag einkaufen. Die Äpfel in einen Sack geklaubt stehen wir bei der Kassa, die vor uns an der Kassa stehende Dame dreht sich um un liest auf unseren Vereinsjacken unseren Namen Obdachlosenhilfsaktion.at, und fragte nach ob wir die Äpfel an die Obdachlosen direkt ausgeben würden, was Maria bejahte und worauf die überaus nette Dame die Kassierin anwies *Die Äpfel rechnen sie bitte bei mir dazu*. Das saß, wir freuten uns riesig, draussen am Auto der Dame vorbeigehend noch ein kurzer Dialog und die Dame zückte erneut ihre Geldtasche *hier haben Sie noch € 10,- für Äpfel am nächsten Donnerstag*, wumm, doppelt sprachlos und wir freuen uns wie kleine Kinder. Vergelt's Gott und Danke an die unbekannte Dame aus Gallneukirchen. Großartige menschliche Geste. Zu Hause angekommen, bringt uns Peter Hartlauer die bestellten Regenjacken und Rucksäcke vorbei, die wir bei ihm günstigst einkaufen dürfen. Vielen Dank dafür! Zu Mittag verschiedenes Gemüse schneiden für eine Kartoffelpfanne (ui, is de xund) und kochen. Danach noch schnell 20 Minuten auf die Couch und um 12.50Uhr scheppert der Wecker, kurz auf den Balkon *wie wird das Wetter?*, alles zusammengepackt und ab ins Lager, den Bus ausräumen, alles herrichten zum einladen.Um 14 Uhr sind alle Helferinnen da und wir legen los ... Wagerl 1 beladen...Wagerl 2 und 3 ebenso, fest verzurren, den Bus umdrehen und den Anhänger anhängen und beladen. Punkt 15 Uhr sind wir mit beladen fertig, früher als sonst. Wir fahren Richtung Linz, Barbara Schwingenschuh fährt mit mir, in Linz angekommen warten schon 16 Schützlinge, heute haben wir genug Parkplätze und alles schaut gut aus. Gleich zu Beginn kommt P. auf mich zu, der kommenden Montag zu arbeiten beginnt und bedankt sich noch gefühlte 20 Mal bei mir für die Vermittlung. Mach einfach das Beste draus, dann sind wir alle stolz auf dich, worauf er mir schwor mich nicht zu enttäuschen. In seinem Schlepptau ebenfalls ein Wohnungsloser, der arbeiten möchte, ebenfalls Stapler-schein hat aber wenig Praxis. Ich notiere mir Telefonnummer und Namen, ich werde mich bemühen auch für ihn eine Arbeit zu bekommen. J. der zweite Schützling, der letzten Montag schnuppern durfte, wird leider nicht aufgenommen. J. kam heute als einer der ersten zu mir und war wirklich den Tränen nahe *warum wollen mich die Menschen nicht arbeiten lassen*, er versteht es nicht warum er keinen Arbeitsplatz bekommt. Ich rede ihm gut zu und erzähl ihm von einer 2. Chance in der gleichen Firma, eventuell als LKW-Waschstrassenarbeiter. Diese Entscheidung wird nächste Woche gefällt, ob J. diesen Job bekommt. Wenn nicht, werde ich weitersuchen BIS WIR WAS GEFUNDEN HABEN! Aufgeben tun wir einen Brief, und sonst nix! Trotzdem beruhigte J. sich nicht und ging dann total resignierend vom Bus weg. Tut weh, sehr weh, wenn man immer nur Ablehnung erfährt, ich kenne das zu gut, leider. Unsere 40 Schützlinge heute sind diszipliniert und ruhig, kein lautes Wort und einfach angenehmes Austeilen. Die Rede kommt vor Ort immer wieder Team-intern auf unseren absolut desolaten Anhänger, aber dazu mehr in einem separaten Posting. Unser Team heute war wie immer wieder Klasse, danke für Euren Einsatz, Eure Zeit und Eure Hilfe. 17.50Uhr zusammenpacken, Platz sauber machen, Zigarettenstummeln zusammenklauben und in den Müll werfen, alle Verunreinigungen wegputzen, Anhänger anhängen und Richtung Lager aufbrechen. Schnell ausladen, wegräumen, um 19Uhr ist Treffpunkt Gasthaus Strauss in Freindorf für unseren Vereinsstammtisch. Ich freue mich riesig dass heute der Großteil der heutigen Mannschaft beim Stammtisch dabei ist. Geselligkeit, Verständnis und gute Gespräche, das schweisst ein Team zusammen. Heute war das deutlich zu spüren, welch tolles Team wir haben. Darauf bin ich sehr sehr stolz. Danke jeder/jedem, der dazu beiträgt, dass wir unsere Aktion in dieser Form machen können, das Leid ein wenig lindern können. Ein sehr treues Teammitglied, unsere Ingrid Strassl liegt leider krank zuhause und konnte heute nicht dabei sein, auf diesem Weg gute Besserung und alles liebe. Eine ganz wichtige Rolle spielen tagtäglich unsere Spender/innen und Gönner/innen, die uns immer wieder bestens unterstützen und all das erst möglich machen. DANKESCHÖN UND VERGELT'S GOTT jeder einzelnen Spenderin, jedem einzelnen Spender!