26.3.2020 – Verteil-Donnerstag mit strikten Auflagen!

Heute, Donnerstag 26.3.2020, unser Verteil-Donnerstag ist zurzeit alles andere als „normal“. Viele, viele Menschen, Gönner, Einrichtungen und Entscheidungsträger waren nötig, um heute unsere Verteilaktion überhaupt machen zu dürfen, machen zu können. An dieser Stelle vielen Dank an den Kommandanten des Polizeipostens Bahnhof für die Erlaubnis unter strengen Vorsichtsmaßnahmen, und einen ganz lieben Dank an Frau L. vom Krisenmanagement des Landes O.Ö., die uns ebenfalls mit strengen Auflagen aber mit gutem Gewissen ihre Erlaubnis gab. Allen anderen Entscheidungsträgern ebenfalls ein demütiges Vergelt’s Gott und eine tiefe Verneigung, DANKE für die Unterstützung, dass wir das machen können, was wir Woche für Woche tun, HELFEN! Das erste Telefonat diesbezüglich fand für diese Woche am vergangenen Dienstag mit der Polizei Bahnhof statt, mit der Auflage mich am Donnerstag früh nochmal zu melden, bekam ich am Dienstag das vorläufige OK, und heute früh das endgültige OK. Gleich danach freute sich Frau L. vom O.Ö. Landeskrisenmanagement „schön, dass Sie auf unsere Ärmsten nicht vergessen“ und gab uns das definitive Landes-OK. Viele Vorbereitungen waren zu machen, einiges noch zu organisieren, manches zu beschaffen. Desinfektionsmittel, bekamen wir großartiger und dankbarer Weise von der Apotheke St. Martin gespendet, vielen lieben Dank, ffp3 Mundmasken (Virenfest) sind seit Wochen in ganz Österreich vergriffen, die Firma SNP aus Pasching half uns mit 15 Stück dieser Masken aus und spendete sie, herzlichen Dank an dieser Stelle werter Hr. Bramberger. Die Firma Perovit in St. Valentin stellte uns noch genügend Einweghandschuhe stark vergünstigt zum Einkauf bereit, lieber Willi, Danke dafür. Die Fa. Lorenz aus Freistadt fertigt seit Montag spezielle Plexiglas-Schutzmasken, auf Facebook entdeckt, angerufen, 15 Stk. Bestellt am Dienstag, am Mittwoch hat unsere Maria sie abgeholt und am Donnerstag mit ins Lager gebracht. Zitat: „Bezahlen tun Sie dann, wenn Sie irgendwann vielleicht eine Rechnung bekommen, bis dahin freuen Sie sich bitte über diese Schutzmasken“. Lieben Dank und Vergelt’s Gott Hr. Lorenz.
Unser Tag heute begann mit der Fahrt ins Kühllager, da wir für den Verteil-Donnerstag Frischware austeilen wollen, wovon wir 2 Paletten von einem anonymen Spender bekamen. Eine großartige Geste, DANKESCHÖN. Genug Aufstriche, Gabelbissen, Wurstsalate, Nudelsalate, Humusaufstriche, Liptauer uvam. Einpacken, ab nach Haid, Brot und Gebäck abholen, dann um 10.15Uhr ins Lager, all die Spenden der letzten Tage auf- bzw. einräumen/einlagern. Zu 4. Schafften wir diese Mammutaufgabe bis 13Uhr und alles war wieder aufgeräumt und der Bus mit den vorgepackten Lebensmittelsackerl vollgestopft. Noch alles Zusätzliche wie Gurken, Salate, einpacken, und fertig ist der Bus. Die Temperatur ist mit 7° und eiskaltem Wind alles andere als angenehm, aber da müssen wir durch. Angekommen in Linz mussten wir feststellen, dass alle Parkplätze besetzt sind, nach ein paar Minuten warten fanden wir einen für diesen Andrang zufriedenstellenden Parkplatz und öffneten unsere Türen. Kaum waren die Türen geöffnet, besuchte uns Frau Hageneder und brachte uns besonders spezielle Schokolade für unser Team und einen ganzen Karton frischer, selbstgemachter Nuss- und Mohnschnecken vorbei, für unsere Schützlinge. „Danke dass Sie das machen“, sagte Frau Hageneder noch zu uns und entschwand um die Ecke. Ganz lieben Dank für diese tolle Spende, DANKE! JDann mussten wir beginnen, unsere Schützlinge durchzusortieren und zu ordnen, in Reihe zu bringen, das war anfangs schwerer als bei einem Sack Flöhe, jeder machte was er/sie wollte, bis ich sie alle darauf aufmerksam machte, um was es heute geht, nämlich um den Entzug der Erlaubnis, Spenden verteilen zu dürfen, wenn die Auflagen und Vorgaben von Polizei und Krisenmanagement nicht eingehalten werden. Schon bald wurde es ruhig und sortiert, jeder hielt sich an die Vorgaben, und alle waren sehr, sehr dankbar, dass wir nach wie vor jede Woche nach Linz fahren, um Spenden zu verteilen. Diese Dankbarkeit wurde dann schnell gut sichtbar. Ein einzelner musste immer wieder „beruhigt“ werden, da er Angst hatte, nichts mehr zu bekommen, aber auch ihn konnten wir dann überzeugen, dass wir genug für alle dabei haben. Etwa 70 Schützlinge kamen heute und holten sich ihr Lebensmittelsackerl, holten sich Gebäck und Brot, Wurst und Frischware und suchten danach sofort das Weite um alle Auflagen einzuhalten. Um 17.30 Uhr kam der letzte Besucher, und nachdem uns der eiskalte Wind schon in sämtlichen Gliedern hing und uns fror, beschlossen wir um 17.40Uhr, zusammenzupacken und uns ins Lager zu begeben. Dort alles wieder ausladen, einlagern und wegräumen. Einen großen Dank an das gesamte Team von heute,
Beate Loeffler, Barbara Nowecki, Barbara Schwingenschuh, Martina Wiesinger und Rena Meinhart, danke dass Ihr all die Auflagen heute mitgetragen habt und auch diesen Tag wieder zu einem „Erfolg“ gemacht habt. Danke auch dem Team vom Vormittag, das sagenhaftes leistete, danke Maria Fleischanderl, Beate Loeffler, Bettina Schachinger und Ingrid Strassl, Vergelt’s Gott. Und wie immer der besonders große Dank an all unsere Spender und Gönner, die wie jede Woche uns erst diese Möglichkeit geben, zu helfen, ohne Euch wäre das alles nicht möglich. VERGELT’S GOTT und unendlichen Dank! So geht ein langer Tag zu Ende, an dem viele Gedanken durchlebt, und viele Worte verschwiegen wurden. Im Dienste unserer Mitmenschen, mit Nächstenliebe und immer einem offenen Ohr! Schön dass es Euch alle gibt. Bitte bleibt uns gewogen, bleibt uns treu und schaut nicht weg. DANKE!

19.3.2020 – Verteil-Donnerstag einmal anders!

Heute, Donnerstag 19.3.2020 ... ein absolut ungewöhnlicher Verteil-Donnerstag! Corona hält die Welt, hält Österreich, hält auch uns in Atem. Absolute Vorsicht ist geboten, keine Leichtsinnigkeiten, keine Fehltritte, alles muss stimmen. Vergangenen Montag als das Versammlungsverbot ausgerufen wurde, war mein erster Anruf bei der Polizei am Bahnhof, ob wir unsere Verteilaktion unter massiven Sicherheitsvorkehrungen am Donnerstag machen dürfen... JA, war die Antwort, Ja, das ist ja Hilfe für Menschen, und die ist erlaubt. Danke Herr Oberinspektor E.. Als sich im Laufe der Woche die Situation zunehmend verschärfte fuhr ich gestern, Mittwoch nochmal persönlich zur Polizei am Bahnhof, und fragte nochmal nach, mit Verweis auf die Erlaubnis vom Montag, erlaubte auch Hr. Inspektor P. unsere Aktion, mit der Ansage, unseren Verteil-Donnerstag beim Krisenmanagement des Landes O.Ö. anzumelden, damit wir keinen Ärger bekommen. Also ging ich auf direktem Wege von der Polizei zum Landesdienstleistungszentrum, wo mich der Portier eine ganze Stunde hinhielt bis ich ihm über die Fernsprechanlage sagte "ich muss jetzt fahren", worauf er mir entgegenete "bitte fahren Sie zum Landhaus und verlangen Sie das Krisenmanagement". Gesagt - Getan! Nach 1 Stunde warten am LDZ nun ins Landhaus, der Portier dort schickte mich einmal ums ganze Landhaus, um mich dann per Handy zu lotsen. Beim Portier angekommen, wurden Name, Anliegen und Telefonnummer aufgeschrieben und ich wurde mit der Bemerkung "Sie bekommen im Laufe der Woche einen Rückruf" weggeschickt. Dass wir dringend eine Antwort brauchen von jemand kompetenten, der/die auch Zugeständnisse machen darf, verhallte im Vorraum. Kopfschüttelnd ging ich zum Auto und fuhr heim. Genehmigung von der Polizei in der Tasche, Landesregierung....tja, na vielleicht kommt ja der Anruf noch rechtzeitig. Am Dienstag haben wir ja schon entschieden dass wir nicht unser "normales" Programm am Donnerstag fahren würden, sondern vorgefertigte Taschen mit Hygieneartikel und Lebensmittel ausgeben werden, und die Taschen haben wir in einer Sonderschicht Dienstag Nachmittag gepackt. Heute Donnerstag Vormittag, zuerst in die Apotheke Wiener Strasse Hand-Desinfektionsmittel kaufen, Mundmasken organisierte ich die letzten Tage schon. Wir bekamen von der Fa. Elfin 32 Gläser Heringshappen mit Zwiebel, vielen herzlichen Dank an dieser Stelle, die ich heute gleich abholte, anschließend wollte ich noch beim Hofer den bestellten Einkauf von 300 Dosen Tomatenfisch abholen. Leider ist der Tomatenfisch nicht lieferbar, tja, die Leibspeise unserer Schützlinge leider aus, so wie schon viele andere Sachen auch. Das Team vom Hofer Dauphinestrasse, das Beste das ich kenne und wirklich immer bemüht unsere Bestellungen zu unserer Zufriedenheit zu erledigen, aber wenn die Zentrale nicht liefern kann, ist das Team dort machtlos. Ohne Tomatenfisch Richtung Auto - Anruf Landesregierung O.Ö., kurze Erklärung unseres Anliegen, die zuständige Dame Fr. L. sagte uns sofort zu, ja klar dürfen Sie, bitte Sicherheitsvorkehrungen treffen, niemanden in Gefahr bringen und dann wünsch' ich Ihnen gutes gelingen und sagen Sie Ihrem Team liebe Grüße, schön von Ihrer Aktion zu hören. Also nun auch Zusage von der obersten Behörde, vom Krisenmanagement des Landes O.Ö.. Vergelt's Gott und vielen herzlichen Dank für die Erlaubnis. Die ARGE-Obdachlose und die Sozialplattform haben ja auf ihren Facebookseiten publik gemacht dass auch ihre Schützlinge zu uns kommen können und sich Lebensmittel holen dürfen, deshalb rechneten wir mit 150-250 Menschen. Danke an dieser Stelle für die Zusammenarbeit ARGE-Obdachlose (Hr. W.Z.). Maria war heute vormittag schon im Lager, Salami aufschneiden, einpacken, Gebäck und Brot sortieren und einpacken, sie machte alles fertig, dass wir nur noch laden mussten. Ging schnell, dank der Hilfe von Barbara Nowecki Beate Loeffler Rena Meinhart und Maria Fleischanderl. Strahlender Sonnenschein auf dem Weg nach Linz, angekommen, warteten schon 5-6 Schützlinge auf uns. Wir sagten allen, worum es heute geht, nämlich um Abstand, um Disziplin und um Vorsicht. Jeder hielt sich daran. Um 16Uhr Ausgabe der ersten Lebensmitteltaschen, wir wickelten es vorne im Eilverfahren ab, hinten bei den Extrazugaben gings ebenso flott weiter. Wir hatten die Auflage nicht mehr als 5 (!!!) Personen gleichzeitig beim Bus, also mussten wir unsere Schützlinge dorthin leiten, wo sie noch Zugaben bekommen, und immer 2 Meter Abstand zu den anderen Schützlingen halten. Nicht leichtsinnig sondern absolut diszipliniert geht alles. Toll! Markus Obermayr regelte vorne den "Kundenverkehr", ich den hinteren, Dieter Nöbauer half uns heute auch, die Menschen im Auge zu behalten und notfalls einzugreifen. Vielen Dank lieber Dieter für deine Unterstützung und lieben Dank Markus. Großartig! Es ging alles toll und im Eilzugtempo von Statten, es kamen aber doch um viele weniger als wir rechneten. Auch gut so. Die heutigen 43 Schützlinge, die bei uns waren, dankten es mit einem Lächeln und einem aufrichtigen "DANKE, dass Ihr nicht auf uns vergesst!" Nein, wir vergessen Euch nicht, nicht heute und nicht in Zukunft! Kränklich und mit Mundmaske kam einer der nettesten Menschen die ich je kennenlernen durfte, lieber Herr Ingenieur P., wir lassen Sie und Ihre Freunde nicht im Stich! Auch Renate vom Bahnsteig 12 kam heute und holte sich Lebensmittel, das freute mich irgendwie, wenn sie auch voriges Jahr unser Angebot einer Wohnung ausgeschlagen hatte. Sie schaut gut aus, erholt und nicht mehr so kränklich wie voriges Jahr. Um 17.30 Uhr packten wir zusammen und beendeten unseren heutigen Verteil-Donnerstag früher als gewohnt, aber es war nirgendwo noch ein Schützling zu sehen. Ins Lager und Bus ausräumen und dann nach Hause. Die Situation wird zunehmend belastender, da das Vincistüberl ganz zugesperrt hat, und die anderen Einrichtungen auf Notprogramm runterschraubten. Die Bewohner des B37, der Notschlafstelle, das ist absolut positiv anzuerkennen, weil's einfach toll ist, dürfen nun 24 Stunden dort bleiben, müssen das Haus nicht wie gewohnt verlassen. DANKE B37 für diese menschliche Geste! Grossartig! Wir haben unseren Spendern aufrichtig zu danken, dass wir auch diesen Verteil-Donnerstag machen durften mit Eurer Unterstützung. Vergelt's Gott und lieben Dank allen Beteiligten, die den heutigen Tag erst möglich machten. Polizei Bahnhof, Krisenmanagement Land O.Ö., unser Team und alle Helfer. IHR SEID GROSSARTIG!

16.3.2020 – Tolle Lebensmittel aus den Skigebieten!

Montag, 16.2.2020 - Wir bekamen aus den Schigebieten rund um Wagrain und St.Johann im Pongau, Andreas Maurer & Isabelle von der Sonn-Alm (https://www.facebook.com/Sonn-Alm-258167567635683/) und Angi von der Pizzeria Pepperoni (www.hot-lounge.at ) jeweils frisch gekaufte Lebensmittel. Da die beiden Lokale wegen Corona geschlossen werden mussten, bekamen wir die tollen Lebensmittel, und Sandra Höller & ihr Gatte Hubert holten von den verschiedenen Almen die Lebensmittel ab und brachten diese auf direkten Weg nach Salzburg in die Wärmestube, zu Edi ! Vielen herzlichen Dank für diese tolle Spende an beide Lokale, eine großartige Geste, und vielen lieben Dank an Sandra Höller & Hubert, die Beiden transportierten alles kostenlos. Nochmals vielen, lieben Dank auch an all die tollen Kleiderspender aus 2019 aus dem Pongau! Vergelt's Gott und lieben Dank an alle Beteiligte! 🙂 <3

13.3.2020 – Spendenlieferung ins Welser Frauenhaus!

Freitag der 13.3.2020 ... Spendenlieferung ins Frauenhaus nach Wels...wir hatten haltbare Fertiggerichte, Nudeln, Reis, haltbare Milch, Essig, Speiseöl, Gemüse, Suppen, Hygieneartikel wie Duschgel, Shampoo, Zahnbürsten und Zahnpasta, Zewarollen & Toilettenpapier, WC Reiniger uva. mit dabei! Recht lieben Dank unseren treuen Spendern/innen, die uns immer wieder diese Spendenlieferungen ermöglichen! Vergelt's Gott und Danke!  

12.3.2020 – Sicherheit am Verteil-Donnerstag geht vor!

Heute, Donnerstag 12.3.2020, der Tag beginnt mit Regen und tief hängenden Regenwolken. Manchmal blinzelt die liebe Sonne durch, aber leider immer nur für Sekunden. Mein Vormittag ist ausgebucht, Kamera und Objektive aus der Reparatur holen, Brot & Gebäck in Haid abholen, in der Metro Desinfektionsmittel kaufen, Mundmasken organisieren und telefonisch Essen für Mittag ordern. Dann noch 1 Stunde auf die Couch und rasten. Alleine das rastlose Telefon hält mich von einem kurzen Mittagsschlaf ab..."nein, leider, wir können aus Platzmangel keine Kleider-spenden mehr annehmen...und nein, ich weiß nicht, wo man Altkleidung abgeben kann, wo diese nicht verkauft wird". Manchmal hab' ich das Gefühl, meine Postings in Facebook sind eigentlich umsonst, weil mich so viele Spender anrufen, die uns Kleidung spenden wollen, obwohl wir seit Monaten ein STOP haben. 2 Teammitglieder fallen aus heute, leider hatte ich keine Zeit mehr Ersatz zu suchen und zu finden. Um 13Uhr auf ins Lager, der Bus ist voll mit Obst, Gemüse und Gebäck....alles ausräumen....zwischendurch telefonieren und mich rechtfertigen müssen warum ich etwas gesagt habe...egal! Um 14 Uhr sind wir zu 4. und können den Bus laden, unsere Eierwagerl (in denen wir die Lebensmittel lagern am Verteil-Donnerstag) werden mit dem Hochhub-wagen geladen, fest verzurrt und der Rest ebenfalls in den Bus geräumt. Der Hänger wird in Position gebracht, um ihn anzuhängen wenn ich mit dem Bus umgedreht habe. Das ganze Obst und Gemüse findet Platz im Hänger, den wir eigentlich nicht mehr benützen dürften...weil die Schäden derart groß sind, dass es mir den Angstschweiß auf die Stirn treibt, wir haben leider noch keine Alternative, keinen Ersatz. Um 15.25 Uhr fahren wir los Richtung Linz, im Bus fahren Barbara Schwingenschuh und Eva Biermair mit, und besprechen nochmal den Plan für heute Nachmittag. Angekommen in Linz warteten schon etwa 15 Schützlinge, und als ich den Hänger abkoppelte kam Martin um die Ecke, unser Martin ist wieder in Linz, vorübergehend, das musste ich natürlich sofort unserer daheim gebliebenen Ingrid Strassl mit Foto berichten. Ingrid kümmerte sich immer mit dem ganzem Herzen um Martin, er war Ingrid immer ein ganz großes Anliegen. Als wir begannen den Bus und Hänger zu richten für die Ausgabe, redete ich noch auf unsere Schützlinge ein, Abstand zu halten und nicht unbedingt in die Richtung husten, in der andere Menschen stehen. Brigitte Stadler und Gerlinde, unsere beiden Bus-Damen, die aus dem Inneren des Busses die Lebensmittel bzw. Kleidung ausgeben, wurden von mir dazu "vergattert", eine Mundmaske zu tragen. Es wäre zu gefährlich wenn jemand in den Bus reinhustet und meine Helferinnen wären dem schutzlos ausgeliefert. Alles bleibt ruhig, besonnen und jede/r hält Abstand. Alle 65 Schützlinge von heute hatten Verständnis für diese Situation. Zwischendurch immer wieder mit Martin...mit Wolfgang....mit Franz und anderen geredet, und ja, alles im Auge zu behalten ist auch nicht immer leicht, aber jeden Donnerstag meine Aufgabe. Wir hatten heute ganz viele Mini-Frankfurter, Schinken, Streichwurst u.v.a. mit, die wir zur Gänze verteilen wollen. Das gelang uns. Punkt 18 Uhr verließen wir unseren Platz in Linz und machten uns auf den Weg Richtung Lager, ausräumen und wegräumen. Um 18.50 Uhr fertig, kurzes Plauscherl noch vor unserer Lagertür und dann gehen Beate und ich noch zum Mäckie, um zu "sündigen". Dieses Nachgespräch mit Beate ist mir immens wichtig, weil Sie eine durch und durch geerdete Frau ist, mit der ich viele Dinge im Verein oder Aktion besprechen kann. Es tut einfach gut, sich austauschen zu können. Danke liebe Beate Loeffler  Vielen Dank dem ganzen Team heute, ihr ward wieder großartig. Vergelt's Gott und großen Dank an all unsere tollen und treuen Spender, die uns diese Aktion jede Woche ermöglichen. DANKE!   Und jetzt an Euch alle noch einen erholsamen Abend und eine schöne Zeit.

Mittwoch, 11.3.2020 – Spendenlieferung in die Notschlafstelle Steyr!

Heute, Mittwoch 11.3.2020 ... Spendenlieferung in die Notschlafstelle Steyr ... wir hatten haltbare Fertiggerichte, Nudeln, Reis, Kaffeebohnen, Löskaffee, Verdünnsäfte, Essig, Speiseöl, haltbare Milch, Marmelade, Kuchen, Chips, Schokolade und Lions-Riegel, viele Reinigungsmittel, Waschmaschinen- und Geschirrspülreiniger, Waschpulver, Toilettenpapier, Küchenrollen, Mineralwasser uva. mit dabei. Vielen Dank allen Spendern, die auch diese Spendenlieferung nach Steyr erst möglich machten. DANKE!

Verteil-Donnerstag 27.2.2020 – Ein ganz besonderer Tag!

Heute, Donnerstag 27.2.2020, der Tag begann sehr sehr schön, warum, werdet bald in einem separaten Posting hier erfahren. Heute Vormittag noch Brot und Gebäck abgeholt, dabei einen Kaffeeplausch gehalten und wieder viel neues erfahren. Zu Mittag nochmal die Papiere kontrollieren, alle Listen durchschauen auf Vollständigkeit und schnell noch eine Kleinigkeit essen und dann, 13Uhr, ab ins Lager, dort die gestern eingekauften Cabanossi eingelagert, alles aus dem Bus geladen und kurz etwas genauer hingeschaut im Lager, welche Sachen am ausgehen sind, die nachzukaufen sind. Viele! Alle Trollys und Wagerl rausfahren um sie dann mit dem elktr. Hochhubwagen einzuladen, alles herrichten, wenn unser Team kommt, wird eingeladen. Unterm einladen musste ich mich öfters wegen merkwürdiger Schwindelanfälle hinsetzen, unsere Damen bewiesen einmal mehr ihre Tatkraft und Energie. Nur, das ist so gar nicht meine Sache, "rumzusitzen" und unserm Team bei der Arbeit zuzuschauen...also aufstehen ... weitermachen .... nächste Schwindelattacke....kann doch gar ned sein...Barbara brachte mir eine Limonade und danach ging's gleich wesentlich besser. Also zugreifen und einladen, heute wird's vermutlich schwer mit Parkplatz bekommen. Heute ist das Fußballspiel Lask-Alkmaar (Europe-League) auf dem Stundenplan und es wird richtig eng zugehen in Linz. Zuerst 2 weit voneinander liegende Parkplätze bekommen, nach 5 Minuten warten konnten wir Bus und Hänger fast zusammenstellen und alles für die Ausgabe herrichten. Ich bin so stolz auf unser Team, es handelt absolut professionell und jede/r greift dem/der anderen unter den Arm und hilft, die ganze "Sache" rund zu machen. Gleich nach Beginn der heutigen Ausgabe, besuchte uns Sr. Lydia vom Orden der Oblatinnen des hl. Franz von Sales. Sr. Lydia hatte heute "ewige Profess", sie wurde heute fest in den Orden aufgenommen, auf Lebenszeit. Hier, bei dieser Feierlichkeit war es Sr. Lydia ein Anliegen, dass die geladenen Gäste eine kleine Spende einwarfen. So überbrachte uns Sr. Lydia heute eine großartige € 500,- Spende. Vielen, herzlichen Dank und eine tiefe Verneigung, Vergelt's Gott! Es war heute vereinbart, das "Thomas und Felix", 2 Obdachlose die 40 Stunden in einer Spedition arbeiten, und sich keine Wohnung leisten können, sondern am Bahnhof schlafen, sich beim Bus sehen lassen. Jeder von Beiden arbeitet um sage und schreibe € 800,- im Monat als Staplerfahrer. So wird sich vermutlich nie eine eigene Wohnung ausgehen, ich hätte für beide eine neue Arbeitsstelle gehabt, leider kamen beide nicht und hatten auch nicht angerufen. So frug ich unter den Schützlingen, ob jemand da wäre mit Staplerschein und der einfach eine tolle Chance in einem Ennser Betrieb haben möchte. Wir fanden insgesamt 3 Schützlinge, wobei der 3. seinen Staplerschein verloren hat und die Neuausstellung zur Zeit nicht finanzieren kann. Für die Beiden anderen hab ich morgen 8.30Uhr einen Termin, ich werde sie abholen und zu "Günther" bringen, der in dieser Sache vermittelt und dem es ebenso ein großes Anliegen ist. Als die Beiden das hörten, das sie eine echte Chance bekommen, warne beide nicht mehr zu halten, wir haben selten so viel Freude bei jemandem gesehen, einer tanzte und der andere begann zu singen, obwohl beide KEINE Alkoholiker und stocknüchtern waren. Einfach großartig anzusehen. Dem gesamten Team ging das Herz auf und manche weinten sogar vor Freude! TOLL! Ich machte allen dreien die Situation klar, dass ich es nicht akzeptiere, wenn jemand nach 3-4 Tagen das Handtuch wirft, ich redete allen ins Gewissen....und alle hatten eine riesen Freude, dass ihre Obdachlosigkeit bald ein Ende hat. M., der Vierte, ebenfalls ein Obdachloser im besten Alter, möchte gerne arbeiten, bekommt aber leider als Ukrainer keine Arbeitserlaubnis, so kann er nur bei versch. Einrichtungen um € 3,- je Stunde arbeiten und spätestens nach 4 Std. endet sein Arbeitstag mit Auszahlung der € 12,-, für den ganzen Vormittag. FRUSTRIEREND UND UNFAIR! Aber auch Ihn werden wir vermitteln, er ist ein braver, aufrichtiger, ein gut deutschsprechender Mann, der wirklich NUR eine Chance im Leben haben will. Die Ämter und Verwaltungen vertrösten ihn schon Monate, er ist so voller Tatendrang, er möchte so gerne arbeiten und darf nicht. Wir werden weiter berichten von M.. Der ganze Verteil-Donnerstag heute war ruhig, war still, es waren etwa 30-35 Schützlinge da und holten sich die wichtigsten Dinge. Leider mussten wir heute auch 2 "Schützlinge" wieder wegschicken, da sie uns in der Vergangenheit keine oder verfälschte Einkommensnachweise brachten, und die, die wir jetzt einforderten, zeigten dass beide weit über unserer festgelegten "Einkommensgrenze" waren. Sorry, aber unsere Spenden sind für jene, die diese auch wirklich dringend brauchen. Zwischendurch wurde es kurz laut weil die Fußball-Fans von Alkmaar fast direkt an uns vorbeigröhlten, in Polizeibegleitung und Fahnenschwingend. 30 Minuten später ging dann doch ruhig und besinnlich unser Donnerstag in Linz zu Ende. Stau am Heimweg ins Lager nach Ansfelden, schnell ausladen und zur "Nachbesprechung" zum "Mäckie", das muss sein. Zu 4. genossen wir die Zeit dort, bis unsere Ingrid Strassl einen Satz rausplubbern ließ, der uns kurz sprachlos machte. Zitat:" Es ist so schön Euch kennen zu dürfen". Ingrid, ein absoluter Herzensmensch, die wie alle mit ganz viel Herzblut bei uns mitmacht, überrascht manchmal mit solchen Sprüchen, die jeden MITTEN im HERZ treffen. Schön dass di gibt, Ingrid, schön dass es EUCH alle gibt, Andrea Dostl Barbara Nowecki Barbara Schwingenschuh Gilbert Zimmerbauer Rena Meinhart Gustl Beate Loeffler Gerlinde Körner Renate Peterseil Brigitte Stadler Markus Obermayr Maria Fleischanderl Jung Susanne Elisa Eisschiel-Backfrieder Eva Biermair Roswitha Krupa Gaby Lehermayr Reinhard Leibetseder Irene Lemp Mayr Klaus & Julie Claudia Rauter Strummer Daniela Bettina Schachinger Elfriede Schwarzmüller Manuela Tröbinger Martina Wiesinger Alexander Wieshofer Astrid Meßthaler Helmut Sandberger Michaela Aschenbrenner Thomas Kiefer Markus Empacher DANKE für alles was Ihr für die Menschen macht und gebt. Unseren Spendern/innen und Gönnern/innen gilt DER besondere Dank, ohne Eure tolle Unterstützung wäre das alles UNMÖGLICH! HABT GROSSEN DANK und eine tiefe Verneigung, für all die Hilfe. Ein langer Tag geht zu Ende, was bleiben sind die schönsten Erinnerungen an den heutigen Tag. Danke, Du da oben, dass wir diesen Tag heute so erleben durften.