Verteil-Donnerstag vom 16.1.2020 – immer mehr kommen!

Heute, Donnerstag, 16.1.2020 - Unser Verteil-Donnerstag stand auf dem Kalender. Der Tag begann um 6 Uhr früh mit Aussichten auf den 2. Tag meiner "Zuckerschulung" im Kepler Med Campus. Den gesamten Vormittag gut zuhören, in Wirklichkeit war ich bei all den Sachen die grade während dieser Schulung unerledigt bleiben und all die Vorbereitungen für den Verteil-Donnerstag heute Nachmittag. 11.15 Uhr - Schulung ist aus, schnell heim was essen, und schon geht es ab nach Haid Brot, Gebäck und Obst für Nachmittag abholen. Anschließend ins Lager, alles vorbereiten und herrichten zum einladen. Um 14 Uhr war ein Teil unseres Teams im Lager um gemeinsam anzupacken. Der Transporter war bald geladen und Barbara Schwingenschuh und Brigitte Stadler nehmen im Transporter Platz und fahren mit mir bei strahlendem Sonnenschein Richtung Linz. An unserem Platz angekommen standen schon etwa 25 Bedürftige und warteten auf uns. Hänger abgekoppelt und abgestellt, Transporter ebenso positioniert und von allen Seiten zugänglich gemacht. Recht bald stellte sich auch heute heraus dass wir wieder viele viele neue Gesichter zu Gast haben werden. Teilweise neue Obdachlose oder Menschen, die gerade delogiert wurden, wie auch schon die letzten Wochen viele neue Jugendliche bei uns zu Besuch waren. Die Zahlen bzw. die Anzahl der neuen Besucher bei unserem Bus erschreckt uns Woche für Woche wieder sehr. Unser Bus sollte abends leergeräumt sein, von unseren heutigen etwa 90 Besuchern. Die Schlange hörte nicht auf, immer neue Menschen kamen wieder und registrierten sich, ließen sich unsere Regeln erklären und stehen in der langen Schlange, um Lebensmittel, Hygieneartikel, neue Unterwäsche und Socken u.a. zu bekommen. Als es so gegen 17.30 Uhr schon dunkel war und wir eine kurze Verschnaufpause hatten, es uns schon fröstelte und fror, redeten wir von Besuchern, die schon lange nicht mehr da waren, da kam uns alle B. in den Sinn. B. war von Ihrem "Freund" der Kopf mit der Axt gespalten worden und kämpfte lange Zeit ums überleben. B. fehlt uns sehr und ihr Schicksal war heute Anlass für einige/viele Tränen im Team. Wir wollen sie nicht vergessen, warum nicht? Weil Sie es verdient hat, dass zumindest irgendjemand an Sie glaubt und hofft, dass Sie die Kurve ins Leben kriegt. Wir würden Ihr liebend gerne helfen dabei, aber wir können niemanden zwingen. Wir würden es uns so sehr wünschen. Auf Augenhöhe und mit ganz viel Wertschätzung reden wir über B., die keinen in unserem Team unberührt lässt. Es war viel los heute, und unser tolles Team meisterte heute wieder alles grandios. Ich bin richtig stolz auf unser GESAMTES TEAM! Schön dass es Euch gibt und schön dass wir gemeinsam diese schöne Aktion machen können. Um 18 Uhr zusammenpacken und Richtung Ansfelden/Lager fahren, heute müssen wir unsere Donnerstags-Wagerl im Bus angegurtet lassen und alles, was Flüssigkeiten betrifft, muss aus dem Bus ausgeladen werden und im warmen Lager zwischengelagert werden. Da unser Bus heute zur Werkstatt kam wo morgen und Montag eine große Reparatur gemacht werden muss, und der Bus lange im Freien steht, müssen wir dem einfrieren der Lebensmittel/Hygieneartikel vorbeugen. Ich sage wieder, so wie jeden Donnerstag, an all unsere Spender/innen und Gönner/innen, all unseren Wegbegleitern ein herzliches DANKE und VERGELT'S GOTT, dass wir heute fast 100 Menschen mit dem Nötigsten versorgen konnten. Danke Danke Danke an ALLE, die an uns glauben und uns immer so großartig moralisch unterstützen.