Heiliger Abend 2019 mit unseren Schützlingen!

Dienstag, 24.12.2019 - Heilig Abend, unser gemeinsamer Abend mit unseren Schützlingen beginnt um 16 Uhr mit Transporter ausräumen und alles im Saal richten und starten. Dieter Nöbauer (Wirt zur ew'gen Ruh' - vis a vis Barbarafriedhof) sponserte uns ganz, ganz viele Getränke und unterstützte uns bei vielen Leihgaben wie z.B. Besteck. Rafaela Stumptner sammelte Spenden in ihrem Freundeskreis und brachte heute zu unserer Weihnachtsfeier 80 Gutscheine à € 2,- (einzulösen bei Leberkas Pepi) mit. Vielen Herzlichen Dank für diese tolle Geste! Gerry (vom Verein Miteinander, wo wir Dank Ulli Aglas bereits zum 2. Mal nach 2018 herzlichst aufgenommen und wir die Weihnachtsfeier machten durften), startete Punkt 16 Uhr seine Musikmaschine und machte für uns den DJ. Klasse gemacht! Christian, der Betreuer von Miteinander half uns tatkräftigst, alles am schnellsten Weg starten zu können. Gaby Lehermayr & Ferdinand (die diese Weihnachtsfeier plante und alles organisierte - Lieben Dank dafür liebe Gaby) brachten viele, viele Getränke, Gebäck und Brot, und ganz viele Knabbereien mit, die Gaby und Ferdinand auch noch sponserten. Herzlichen Dank! Maria Fleischanderl brachte Tischgestecke mit, Ingrid Strassl lieferte uns heute Vormittag schon das überdrüber-sensationelle Gulasch, es wurde gesponsert und gekocht vom Mostheuriger am Hochfeld (Bad Schallerbach, Sibylle und Herbert Sittenthaler) und organisiert von unserer Ingrid ... recht herzlichen Dank und Vergelt's Gott. Ferdinand kümmert sich großartig um Würstel und Gulasch, Maria Fleischanderl, Gerhard & Elisabeth, Gaby Lehermayr und Rena Meinhart unterstützen das Team organisatorisch bzw. kümmern sich um den reibungslosen Ablauf. Nachdem ausnahmslos alle vom Gulasch begeistert und gesättigt waren, ging es ohne Umwege zu Kaffee und Kuchen/Torte/Süßes. Chris Spielhofer der mit seiner Schwester Marion Stierschneider und Mutter aus Melk zu Besuch kam, sponserte 2 Stangen Zigaretten für unsere Schützlinge (lieben Dank, Chris). Marion Stierschneider brachte einen großen, kalten Schweinsbraten mit Senf & Kren mit, recht lieben Dank liebe Marion. Nach Kaffee und Kuchen ging's ans singen. Unsere Singprofies Gaby, Elisabeth und Rena intonierten und alle folgten singend der Melodie von "Stille Nacht". Insgesamt waren es dann 5 Lieder die wir sangen, Gerhard und Gaby lasen noch tolle Kurzgeschichten, bevor alle unsere Gäste zur Bescherung nach vorne kamen und jede/r sich mit leuchtenden Augen ein Weihnachtsgeschenk abholte. Da die Öffies ab 20 Uhr den Dienst einstellen mussten viele unserer Gäste schon vorher gehen. Es war uns allen, dem gesamten Team der Obdachlosenhilfsaktion, ein großes Vergnügen, diese Weihnachtsfeier zu machen. Lieben Dank all unseren Kuchen- und Keksemachern, die uns auch heuer wieder so großartig und überaus reichlich mit köstlichen Schmackhaftigkeiten unterstützten - HERZLICHEN DANK! Um 21Uhr verließ der letzte Gast unsere Weihnachtsfeier und wir begannen alles in den Transporter zu räumen. Markus Empacher war hier eine große Hilfe. Auf dem Nach-Hause-Weg wollten Rena und ich noch am Bahnhof/Terminal vorbeischauen und dort Getränke, Kuchen u.a. auszuteilen. Franziska und Gaby nahmen unser Angebot gerne an und deckten sich mit Mineralwasser bzw. Cola ein. Auch Kuchen und Knabbereien waren gefragt, also deckten wir unsere Schützlinge vom kalten Terminal noch mit vielen Gustostückerln ein. Auf dem Heimweg wurde mir bewusst, was Manfred der Obdachlosensprecher mir etwa 1 Stunde vorher sagte, nämlich dass Erwin, ein Obdachloser, den ich letzten Freitag noch ein Lächeln abringen konnte, am Samstag verstorben ist. Erwin war ein grader Michl, kein lauter Mensch, ein leiser, freundlicher und angenehmer Mensch. Ich werde sein Lächeln und seine leise Stimme mit scharfem Sinn vermissen. Erwin war es damals, der mir vor gut einem halben Jahr half, den Wasserwagenspritzer vom Linzer Terminal, der die schlafenden Obdachlosen von den Bänken spritzte, dazuzubringen, das Weite zu suchen. Erwin mach's gut, ich werde mich immer an dich erinnern - VERSPROCHEN! Und so war meine Stimmung sehr gedrückt, als wir heimkamen, und doch waren es schöne Stunden, die wir vorher gemeinsam verbrachten. DANKE an ALLE, für diesen heiligen Abend. VERGELT'S GOTT UND DANKESCHÖN!

Wirtspaar

18.12.2018: Sachspende von 2 Paletten Hygienepapier!

Peter Hartlauer entschloss sich kurzerhand, uns 1 Palette Toilettenpapier und 1 Palette Zewarollen zu spenden. Bei der Bestellung sagte die Firma Perovit (St.Valentin) einfach, 1 Palette zahlen wir...so kam es dass Peter Hartlauer & die Firma Perovit uns je 1 Palette Hygienepapier spendeten. Genau gesagt sind das 864 Rollen Zewarollen und 1728 Rollen Toilettenpapier im Gesamtwert von € 670,-. Eine großartige Geste, WAHNSINN! Vielen, vielen Dank für diese tolle Spende! Vergelt's Gott!  

Rena

Ein ganz besonderer Tag 18 11 2018

Samstag
Um Mitternacht, Walter sitzt vor dem PC und verwaltet die FB Seiten und die Home Page, ich lümmele bequem auf der Couch und sehe fern, springt er plötzlich auf und sagt: „ Ich fahre nach Linz rein“. Waaas, jetzt, schau auf die Uhr, wieso willst du um diese Uhrzeit nach Linz fahren“, ist meine entgeisterte Antwort.
„Ich habe mich schon den ganzen Abend damit beschäftigt“ entgegnet er mir, „fährst du mit?“ – Manchmal redet er in halben Sätzen, den Rest darf ich mir zusammen reimen – manche Frauen unter euch kennen das wahrscheinlich.
„Ja, ich fahre mit, ich lass dich nicht allein um Mitternacht in Linz herum wandern, da könnt ja weis ich was passieren, ich zieh mich schnell an, ja?“ Ein Blick auf das Thermometer zeigt mir, dass es 1 ° hat, also ziemlich kalt ist. „Da sind eine Thermounterhose, ein Schal und warme Schuhe das Richtige“, denke ich. Gesagt, getan – innerhalb von 5 Minuten sind wir startklar und fahren los, Richtung Bahnhofviertel, parken am gewohnten Platz und suchen an bestimmten Orten nach Obdachlosen, die draußen schlafen.
Und – wir werden fündig. In einer überdachten Halle, die vorne und hinten offen ist, sodass dort dauernd der Wind durch pfeift, liegen
10 Menschen auf Bänken, teilweise in Schlafsäcke eingemummelt, teilweise mit einem Leintuch zugedeckt und einer sogar ohne alles.

Dieser ist gerade frisch delogiert worden und hat im B 37 keinen Unterschlupf gefunden. Wir sprechen ihn an und erkundigen uns, warum er hier ist und nichts hat. Bereitwillig und ziemlich geschockt gibt der Mann Auskunft.
Wir vereinbaren, dass wir heute, am Sonntag, wieder kommen und ihm einen Schlafsack und einige andere wichtige Dinge vorbei bringen.
Dann begegnen wir einer jungen Frau, die frierend auf einer Bank hockt und nur mit einer dünnen Jacke bekleidet ist. Auch ihr versprechen wir eine dicke Winterjacke, wenn sie am Abend wieder hier ist.
Walter postet in FB einige Bilder und erzählt was wir um halb ein Uhr in der Nacht mit den Obdachlosen erlebt haben, daraufhin bricht eine Lawine der Hilfsbereitschaft herein, die uns sehr freut. Jede Menge Schlafsäcke und Isomatten sind angekündigt, jetzt bräuchten wir noch dringend Herren Winterjacken und Herren Winterschuhe.

Sonntagabend beladen wir unseren privaten PKW und fahren nach Linz, dort finden wir Rupert, der schon auf uns wartet. Er befindet sich heute die 4. Nacht auf der Straße, ihm ist kalt und er ist besonders dankbar für die guten, warmen Winterschuhe, die warme Jacke, die Iso Matte, den Schlafsack und noch viele Dinge, die man auf der Straße braucht, denn er besitzt nichts. Kommende Woche wird es kalt, da kann er alles brauchen.
Die junge Frau von gestern nennt sich Nadine und ist ein liebenswertes Geschöpf, dem das Leben schon übel mitgespielt hat. Ihre Mutter hat einen neuen Mann kennen gelernt und sich für ihn entschieden, als es zu Streitereien kam. Nadine lebt schon seit 2011 auf der Straße und ist sehr krank, sie hat Krebs und sollte schon vor 2 Jahren , lt. den Ärzten, gestorben sein. Sie erzählt auch, dass sie nach einer Abtreibung, die eine fürchterliche Erfahrung für sie war, da die OP nicht normal verlaufen ist, ins „Wagner Jauregg“ eingeliefert wurde, da sie durch gedreht hat.
Sie erzählt mit leiser, monotoner Stimme und in ihren Augen sieht man den Schmerz und das Fieber, das sie schüttelt. Arme Kleine, so jung und so krank. Vielleicht bekommt sie in nächster Zeit ein Zimmer im betreuten Wohnen. Ich werde Jesus bitten, dass sie dort unter kommen kann und möglicherweise ärztlich versorgt wird.

….und jetzt ist es saukalt und schneit, wir sind so froh, dass wir das gemütliche Heim verlassen und geholfen haben.
Autorin: Rena

Ein ganz besonderer Sonntag 18 11 2018
Rena

Donnerstag Direktausgabe 15 11 2018

Dienstag

Manfred, ein Verantwortlicher der Freikirche Traun und Freund, besucht uns am Vormittag, um sich den Vortrag über Armut und Obdachlosigkeit, den Walter am 21.11. 2018, um 19 Uhr, in der Freikirche Traun ,Tischlerstraße, halten wird, an zu schauen und etwaige Änderungen zu besprechen.

Am Nachmittag fangen wir, Walter, Brigitte, Brigitte (sie hat grad eine Bein OP hinter sich) und ich zur üblichen Zeit mit Arbeiten an. Die Boxen für die Direktausgabe am Donnerstag müssen wieder aufgefüllt werden.
Walter bekommt einen Anruf von der Notschlafstelle Steyr. Der Leiter ordert eine Menge Lebensmittel, die wir noch heute zusammenstellen, auf Rollwagen laden und in den Transporter bringen; morgen können wir dann direkt von zu Hause aus, weg fahren. Brigitte, Brigitte und Walter kümmern sich um die restliche Kleidung, dann machen sie sich an das Zusammenstellen der Spenden. Die Arbeit geht ihnen flott von der Hand, sie sind schon ein gut eingespieltes Team.
Plötzlich hört man ein: „Autsch“, vom Walter; er hat sich ein wenig den Kopf angeschlagen, der Arme. Vielleicht sollte er ein bisschen vom Gas runter gehen?

Ein wenig verspätet, kündigt sich Beate, unsere Tante Brause, an, lustig und mit einem frechen Spruch auf ihren Lippen.
Sie kommt mir gerade recht, denn ich brauche sie für einige Umräume Arbeiten, die ich alleine nicht bewältigen kann. 94²  Lager Raum sind nicht viel, daher müssen wir ständig umräumen und für ankommende Spenden Platz machen. Anscheinend mutiere ich zur „wo bring‘ ich das unter, Tante“.
Also krempeln wir die Ärmel auf und los geht’s. Als ich sie bitte auf die andere Leiter zu steigen, weigert sie sich zuerst, aber dann, als sie sieht, diese Arbeit kann man nur mit 2 Leitern schaffen, steigt sie hoch –und jammert dabei: „Heute büße ich alle meine Sünden ab“, seufzt und legt los. Tapfere Beate; sie verträgt keine Höhe und überwindet sich doch. Ja, sie macht sogar eine gute Figur auf der Leiter. Wir haben trotz flotten Arbeitens unseren Spaß dabei, mehr als einmal wäre ich fast vor Lachen  von der Leiter gefallen, weil Beate so ein „flottes“ Mundwerk hat – ich bleibe ihr auch nichts schuldig, wie ihr euch ja denken könnt.
In der Höhe ist es ganz schön heiß, die Heizung ist unter der Decke montiert, sodass mir die Zunge am Gaumen kleben bleibt und ich nach einer Erfrischung lechze. In der anschließenden Pause trinken wir bis zum Umfallen.
Als dann auch noch Sandra, die „Prinzessin“ herein schneit, sie kommt immer nach Arbeitsschluss vorbei, ist unser „Power Team“ komplett – da rührt sich was, da geht was weiter. Tralala und tralala, Kisten hin, Kisten her, Kisten schupfen ist nicht schwer. Unser Betriebsklima ist hervorragend.

Mittwoch

Um 9 Uhr fahren wir zu Kurt Traxl, dem Kaffeeröster und Menschenfreund. Er betreibt am Südbahnhofmarkt eine gut besuchte Kaffeerösterei und ermöglicht seinen Kunden, Obdachlose mit einem Kaffee zu beschenken, außerdem spendet er jede Woche 1 kg Kaffee, jede Woche eine andere Sorte. Auch sonst bekommen wir noch einiges was wir für die Spenden Direktausgabe brauchen können.
Hut ab – eine solche Großzügigkeit ist sehr zu loben.

Weiter geht’s nach Steyr in die Notschlafstelle. Es ist ein grauer, nebeliger Tag, eigentlich sollte man zu Hause bleiben und kuscheln, aber wir, Walter und ich, lassen uns davon nicht beeindrucken und machen uns sonnige Gedanken. Aus dem Auto heraus versuche ich einige brauchbare Fotos zu schießen; das erweist sich als ziemlich schwierig, denn, wenn ich ein Objekt sehe, bin ich auch schon daran vorbei….oder die Scheibe spiegelt sich derart im Foto, das es unbrauchbar ist….und…und…und…
In der Steyr Einrichtung kommen sofort ein paar Männer zum Helfen herbei. Sie helfen gerne und bedanken sich mehrmals für die guten Gaben. Einige sind nicht gut bei Kräften, dennoch lassen sie es sich nicht nehmen auch einige Dinge ins Haus zu tragen; ich mag ich sie.

Wir fahren nach St. Valentin, der Nebel hängt noch immer tief, aber hier und da blitzt es schon blau am Himmel auf, und besuchen  Peter (PEHA Medien), der uns einige Formulare und Plakate gratis gedruckt hat. Obwohl er ein schwer beschäftigter Geschäftsmann ist, nimmt er sich für uns Zeit, um mit uns zu plaudern und aus zu tauschen. Er ist ein gerader, aufrichtiger Mensch, der das Herz auf dem rechten Fleck hat.
Nach einem netten, inhaltsreichen Gespräch reiten wir mit unserem „Anton“, so heißt unser Transporter, fragt mich nicht, wieso er so heißt – auf einmal war er der „Herr Anton“ – heimwärts.
Die Sonne blinzelt nicht nur, nein, sie strahlt am Himmel; gleich hebt sich auch unser Stimmungsbarometer und wir singen  gemeinsam ein Lied im Radio mit.

Auf dem Weg liegt Asten mit dem  Action Markt und Lidl, dort kaufen wir einige Artikel ein, die uns ausgegangen sind – wir verbinden immer das Praktische mit dem Nützlichen – und, ab nach Hause, denn es ist bereits halb Zwei Uhr. Der Magen knurrt, er will etwas zum Arbeiten – ich kann ihn verstehen.

Heimkommen, kochen, essen – Bilder herunterladen und auf geht’s zum Lager die Einkäufe ausladen und zum nächsten Termin nach Haid –  die Sonne hängt wie ein rotgoldener Feuerball am Horizont – ein unvergleichlich schöner Anblick und ein ereignisreicher, aber befriedigender Tag geht zu Ende.

Donnerstag

Walter ist mit “ Anton“ voraus gefahren, da er im Lager noch ein Regal für heute zusammen bauen will, ich mache inzwischen unsere Wäsche fertig – der Alltagskram muss auch einmal gemacht werden – und fahre später nach.
Als ich ankomme, sind schon Walter, Brigitte, Henriette, die heute das 1. Mal dabei ist und Ingrid fest am Werkeln. Der Bus und der Hänger werden schnell beladen und schon können wir uns auf den Weg machen. Diesmal verläuft die Fahrt ohne Stau.

Kaum haben wir angefangen unsere Spenden für die Ausgabe her zu richten, kommen schon die ersten Männer an und wollen was. Inzwischen treffen Sanchez mit  Gatte Michael, Roswitha und Markus ein. Später kommt noch Sandra dazu.
Heute besuchen uns sehr viele Menschen. Die Stimmung ist gut, wir werden sogar mit Handschlag begrüßt – ich freu mich darüber immer sehr – die Zigarettenstummeln wandern in den bereit gestellten Aschenbecher, sie benehmen sich gut, bis sich ein Konflikt zwischen zwei Männern anbahnt, den ich dann rigoros unterbinden muss, da sonst ein handfester Streit im Gange wäre. Auch Walter ruft einen Mann zur Ordnung, der herumschreit, weil er einen gleichen Rucksack haben will, den ein Anderer erhalten hat. Das tut der guten Stimmung aber keinen Abbruch, alles läuft seinen gewohnten Gang.

Sogar ein Streetworker von der Just besucht uns. Einige seiner Schützlinge sind hier; sie haben ihm so viel von uns erzählt, dass er neugierig geworden ist. Wir unterhalten uns lange und er geht beruhigt wieder in sein Büro.
Wir laden die Leute zu unserer privaten „Weihnachtsfeier“, die am Pfarrplatz in einem Lokal stattfinden wird, ein. Am Hl. Abend sind alle Einrichtungen geschlossen, deshalb wollen Walter und ich damit einen Ausgleich schaffen. Nun werden sogar mehrere Leute bei diesem Vorhaben mitwirken.
Durch Gottes große Güte dürfen wir das Lokal sogar kostenfrei benützen, er stellt uns sogar noch mehrere Menschen an unsere Seite, die mithelfen; für Kuchen sorgen auch schon ein paar Frauen. Es wird sicher spannend.
Auf Günters Frage, was Weihnachten für mich bedeutet, wenn es nicht die Mette ist, sage ich: „Weihnachten ist für mich, wenn ich, wie am Hl. Abend, mit Menschen Gemeinschaft habe, die niemand  haben will, die am Rande der Gesellschaft ihr Dasein fristen.
Es gibt nichts Schlimmeres, als Weihnachten alleine zu verbringen?“

Viele Obdachlose und Bedürftige gehen heute mit einem gefüllten Sackerl und einem dankbaren Blick zurück, weg; wir sind erschöpft, aber glücklich.

Zum Schluss stehen wir ein wenig herum und unterhalten uns, die Anspannung fällt ein wenig ab, trinken und essen was, packen zusammen und fahren ins Lager.

Dort räumen wir die restlichen Spenden wieder ein und gehen nach nebenan ins „Schachtelrestaurant“. Diesmal sind wir sogar zu Acht, die sich bei einem guten Essen entspannen und den Tag ausklingen lassen. Unter Bla bla bla und vielem Gelächter verabschieden wir uns mit einem fröhlichen „Pfüati“.

Autorin: Rena

Donnerstag Direktausgabe 15 11 2018
Spenden verteilen Linz 15.11.2018

Donnerstag, 15.11.2018 …

... war der stärkste Verteil-Tag bisher! Heute kamen etwa 80-90 Obdachlose zu unserem Bus und holten sich Lebensmittel & Hygieneartikel, warme Winterjacken, neue Socken und neue Unterwäsche ab. Wir hatten heute nicht mit so einem riesigen Ansturm gerechnet. Heute ging uns frühzeitig fast alles aus. Lebensmittel und Hygieneartikel waren für die Bedürftigen das wichtigste. Einige warme Schuhe hätten wir gebraucht, und viele, viele lange Unterwäsche. Leider konnten wir damit nicht dienen!  ABER, wir haben alle Hauben, Handschuhe ausgegeben, was wir hatten, und alle freuten sich. Ebenso die ganzen Isomatten und Schlafsäcke. Wir haben in den nächsten Tagen eine Kaltfront zu erwarten...es wird richtig ungemütlich auf der Strasse. Die Obdachlosen sind einfallsreich, aber vor der Kälte flüchten, geht leider nicht. Ich wünsche jedem einzelnen Obdachlosen dass er sich in den nächsten Wochen und Monaten irgendwie vor der Kälte schützen kann und nichts passiert. Unser Team heute vor Ort waren Henriette Augustyn Ingrid StrasslBrigitte Stadler Rena Meinhart Sandra Schmidt Sandra HammerschmidMichael Hammerschmid Markus Empdorfer und dazugekommen ist Roswitha Krupa & Freundin. Vielen Dank für die tolle Arbeit und die große Hilfe! Vergelt's Gott!

Spenden verteilen Linz 15.11.2018
Spenden verteilen Linz 15.11.2018
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Rena

Donnerstag, Spenden Direktausgabe Linz 08 11 2018

Dienstag
Wie üblich treffen wir uns um 15 Uhr im Lager Ansfelden, um die Spenden für die Direktausgabe am Donnerstag in Linz her zu richten.
Wir haben mittlerweile ein heilloses Durcheinander bei der Kleidung, also  werden alle neuen T-Shirts, Jacken, Sweater usw neu sortiert und in Bananenschachteln gepackt.
Maria und Brigitte ist es tatsächlich gelungen Ordnung in das Chaos zu bringen.
Brigitte wird von der „Schachteltante“ zur „Kleidertante“ befördert und ich steige vom „Mädchen für alles“ zur „Schachteltante auf. Hahahaha, so ist am Ende jeder zufrieden.
Walter, Beate und ich komplettieren die Donnerstaglieferung, dann schlichten wir viele Artikel um, damit wir Platz für weitere Spenden bekommen, machen Ordnung, schlichten wieder um und verstauen noch die, am Vormittag von Walter geholten, Getränke. Alles in Allem dauert das Ganze mehr als 3 Stunden.

Zum  Abschluss gehen Walter, Beate und ich nach nebenan, um endlich unser „Mittagessen“ ein zu nehmen. Beate labt sich an einem, nein, zwei Eis.
Eines muss ich euch noch erzählen: Ein paar Tische weiter sitzt ein Mann mittleren Alters, der ebenfalls ein Eis, eines mit Schoko oben drauf, mit solchem Genuss isst, dass es uns auffällt. Er liest und hat ständig ein Lächeln im Gesicht, schleckt den Löffel zweimal ab und hat anscheinend den Genuss seines Lebens.
Ihr hättet Beate sehen sollen, ihr ist das Wasser im Mund zusammen gelaufen und
wir konnten sie nur mit Mühe abhalten zu ihm zu gehen und ihn zu fragen, ob er mit ihr die Schokosoße teilen würde. Es ist schön zu sehen, dass jemand ein Eis so genießen kann.

Jeder von uns hat ein breites Grinsen im Gesicht und unter großem Gelächter verabschieden wir uns.

Donnerstag
Schon seit Tagen quält mich ein Stimmungstief und findet heute anscheinend seinen Höhepunkt.
Um 13 Uhr kommt Astrid, unsere Kassiererin und liebe Freundin, zu uns, um mit Walter die Kassa ab zu stimmen. Die Zeit wird knapp; wir sollen um 14 Uhr im Lager sein und ich muss noch Sandra in Traun abholen, die heute mit uns mitarbeiten möchte. Also fahre ich los und hole sie ab, wir fahren ins Lager, wo die anderen auch schon warten. Als ich ein paar Spenden fotografieren will, suche ich meine Kamera – überall. Es ist zum Verzweifeln, sie taucht nirgends auf; ob sie noch zu Hause in der Tasche liegt“, denke ich?
Es ist noch Zeit bis zur Abfahrt, also fahre ich mit meinem privaten Pkw nach Hause. Auf dem Weg stelle ich fest, ich habe meine Handtasche in den Transporter getan und fahre gerade ohne Führerschein, ohne Handy und ohne Hausschlüssel durch die Gegend.
Grrrrrrrrrrrrrr, neiiiiiin schreie ich im Auto auf und habe eine ziemliche Wut auf mich. Wie kann man so vergesslich sein; das ist wirklich nicht mein Tag. Daheim angekomen, schaue ich nach, ob die Tasche vielleicht im  Carport stehen geblieben ist – nein, natürlich nicht – ich fühle mich scheußlich und fahre unverrichteter Dinge wieder nach Ansfelden. Dort angekommen empfängt mich Walter mit den Worten:“ Na, hast du die Kamera?“ „Nein“, sage ich, ohne Hausschlüssel komme ich nicht zur Türe hinein, ich habe meine Handtasche im Transporter vergessen, heute ist nicht mein Tag, das habe ich gründlich vermasselt, „mache die Fotos bitte mit dem Handy“.
Sandra muss wieder arbeiten, sie hat nur eine Stunde Zeit, die fast um ist, deshalb fahre ich sie wieder heim, wobei ich nochmals bei mir zu Hause vorbei fahre und meine Kamera hole.

Eilig mache ich mich wieder auf den Weg ins Lager, wo ich noch rechtzeitig ankomme, denn die anderen sind fast fertig mit dem Beladen.
Unser „Beladeteam“ besteht aus Walter, Brigitte, Sanchez und Michael, Ingrid und ich, wobei ich ja ausgefallen bin.
Heute fangen die „Donnerstag – Demonstrationen“ an und wir befürchten, dass wir keinen Parkplatz bekommen werden, aber, oh, Wunder, es ist genügend Platz vorhanden. Wir stellen uns wie gewohnt auf und die Leute strömen auch schon herbei.

Diesmal ist der Andrang groß. Sie stellen sich bei den Lebensmitteln zwar nicht in einer Reihe auf, sind aber diszipliniert. Wenn sie  fast in den Transporter hineinkriechen, sagen wir, dass wir das nicht mögen und sie Abstand halten müssen – klappt.
Ich suche einen Aschenbecher und bitte die Raucher ihn zu benutzen und keine Kippen auf den Boden zu werfen, das tun sie dann auch. Überhaupt sind die meisten sehr nett und wir können einen gepflegten small talk machen. Ich unterhalte mich gerne mit den Menschen, die herumstehen oder warten. Sie warten an der Seitentüre des Transporters auf Lebensmittel und Hygieneartikel, die Walter oder Beate mit vollen Händen ausgeben oder an der Rückseite, wo Kleidung, Rucksäcke, Isomatten und Schlafsäcke von Ingrid verteilt werden. Sie berät die Leute auch bezüglich Kleidergröße und Funktionalität der einzelnen Stücke und gibt ihnen was sie brauchen.
Etwas später taucht Markus auf und klinkt sich bei der Lebensmittelvergabe beim Anhänger ein, wo auch Brigitte, Sanchez und Michael tätig sind. Unser gesamtes Team kommt ins Schwitzen, soviel ist zu tun.

Als der erste Ansturm zu Ende ist, geht Markus zum Bahnhof und holt noch einige Nachzügler von dort ab, damit sie auch in den Genuss der guten Gaben kommen.
Niemand soll vergessen werden, niemand soll zu kurz kommen.

Meine Zuständigkeit beschränkt sich am Donnerstag aufs Fotografieren, damit ihr seht, was bei uns abgeht. Zwischendurch plaudere ich, höre zu oder helfe geschwind mal hier, mal da aus, sorge für Ordnung und habe alles im Blick. Wer von uns Pause macht, unterhaltet sich mit den Umstehenden und oft hallt lautes Gelächter über die Straße. Ja, die Stimmung ist wirklich gut.
Unsere Sandra, wieder eine andere Sandra, wir haben mittlerweile ja mehrere davon, schafft es dann doch noch nach der Arbeit bei uns vorbei zu schauen und wird mit großem Hallo begrüßt. Ihre Jungs sind schon vor ihr angekommen.

Um 18 Uhr, es ist dunkel, die Lampen brennen schon lange, als wir zusammen packen, aufbrechen und ins Lager fahren. Dort entladen wir gemeinsam – wenn viele Hände helfen, geht’s viel schneller – die verbliebenen Spenden.

Der „harte Rest“, Walter, Sanchez (Sandra) Michael und ich setzen uns zusammen und besprechen den vergangenen Tag, aber da wir alle rechtschaffen müde sind, brechen wir bald auf und fahren mit einem zufriedenem Gefühl nach Hause.

Ich danke Gott dafür, dass er uns die Möglichkeit gibt, den armen Menschen
helfen zu können und ich danke den Spendern, dass sie ihr Herz von Gott berühren lassen.
Autorin: Rena

Donnerstag, Direktausgabe Linz 08 11 2018
Wels

KW 44 Spendenlieferung Wels Vöcklabruck

Montag
Der Transporter steht in der Werkstatt und lädt die Batterie auf, wir können den ganzen Tag Däumchen drehen und warten. Müssen alles auf Dienstag verschieben

Dienstag
Walter und ich sind um 8 Uhr auf der Laderampe einer bekannten Firma und holen 2 Paletten Coffee Lemon und noch einige Schachteln Bruschetta ab (mehr Platz haben wir im Transporter nicht, da die Waschmaschine und der Trockner für Vöcklabruck drinnen stehen; im Lager haben wir keinen Platz dafür), fahren ins Lager, entladen, fahren dann in den Bauhof unseren Müll entsorgen und holen uns die restlichen 2 Paletten ins Lager.
Als wir wieder mal auf die Uhr schauen, ist es nach Mittag; Zeit unserem Körper was Gutes zu tun; wir müssen doch bei Kräften bleiben.
Ab nach Hause, kochen brauchen wir nicht mehr, denn wir wärmen die Krautfleckerl von gestern auf; die schmecken aufgewärmt besser als frisch gekocht. Eine halbe Stunde power nap ist auch noch drinnen – Be- und Entladen ist doch recht anstrengend – und ab ins Lager.

Brigitte kommt und strahlt uns an und dann trifft auch noch überraschend Sandra ein.
Begeistert erzählt sie, dass sie eine neue Arbeit bei einem Arzt gefunden hat, bei dem sie am 5.11.2018 anfangen kann. Wir freuen uns mit ihr, aber wir sind auch ein wenig traurig, denn wir verlieren sie, aber nicht ganz, sie wird am Donnerstag dabei sein.
Als Beate noch dazu kommt, gibt es großes Theater. Sie hatte solche Sehnsucht nach uns, dass sie früher Dienstschluss gemacht hat. Wie schön, wir freuen uns sehr sie zu sehen. Auf einen Sprung kommt noch Maria mit Äpfeln vorbei. Gemeinsam räumen wir die Reste vom Samstag auf, ebenso die neue Lieferung und ergänzen die Waren für die Direktauslieferung am Donnerstag.

Mittwoch
Heute beginnt ein stressiger, aber interessanter Tag mit vielen Eindrücken. SWS Wels ist unsere (Walter und ich) 1. Anlaufstelle. Sie bekommen 1 Palette von den gestern eingelagerten Pfanner Limonaden. Als wir zufahren, warten schon die ersten Männer vor der Tagesstätte auf das Frühstück. Sie gehen auf und ab, da es an diesem Morgen zwar sonnig, aber ziemlich kalt ist. Einige kommen eilig herbei und helfen beim Ausladen, sie sind immer sehr hilfsbereit und lieb.
Mir ist kalt, ich friere beim Fotografieren: meine Jacke ist nicht warm genug – dummerweise habe ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört. Naja, ist nicht so schlimm, bald kann ich wieder im warmen Auto sitzen. Schnell noch ein paar Fotos geschossen und schon geht es wieder weiter; wir haben noch viel vor.
Wir kommen zügig voran, das Radio spielt einige schöne Lieder, die bunte Landschaft fliegt vorbei; man sieht sogar den Traunstein von der Ferne. Die Zeit vergeht wie im Flug.
Wir nähern uns jetzt unserem 2. Ziel, Vöcklabruck. Im Mosaik werden wir bereits erwartet, denn wir liefern ihnen die heiß ersehnte Waschmaschine und als Draufgabe sogar einen Trockner.
Rene freut sich sehr und bedankt sich vielmals. Walter gibt noch schnell eine Telefonnummer weiter, damit sie sich eine weitere Waschmaschine in der Nähe holen können. Wir helfen immer gerne, wenn wir können.
Im Gespräch stellen wir fest, dass Walter, ein Sozialarbeiter, in der Nähe von Regina, einer lieben Spenderin und Freundin wohnt. Die Welt ist ein Dorf!

Nach ein paar freundlichen Worten, verabschieden wir uns in Richtung Linz.
Die Fahrt verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Beim Bilgro angekommen, laden wir 4 Paletten Getränke, die wir ins Lager bringen und dort ausladen.

Kaum fertig, machen wir uns auf den Weg nach St. Valentin zu Peter Hartlauer, der uns unsere georderten Clubjacken geben will. Peter ist ein vielbeschäftigter Mann, nimmt sich aber immer Zeit für ein kleines Gespräch. Er schenkt uns nicht nur die Vereinsjacken, sondern packt auch noch viele neue Jacken drauf. Auf die Frage, warum er das tut, zuckt er nur die Schultern – weil er es gerne tut. Respekt Peter!
Nach einer halben Stunde Aufenthalt fahren wir in Richtung Leonding weiter. Die Sonne steht schon ziemlich tief am Himmel und der Magen knurrt vernehmlich.

Ihr fragt euch sicher schon, wann essen die eigentlich – warm gar nicht, dafür bleibt keine Zeit – Cabanossi und Leberkäs Semmerl müssen für diesmal reichen.
Durch die Stadt quält uns der übliche Stau im Bindermichl – der Verkehr ist ein Wahnsinn.
In Leonding bekommen wir von Monika 100 Pizzabrötchen, die wir morgen gleich vor Ort verteilen werden.
Fertig, ab nach Hause – was glaubt ihr, wie spät es ist? Um 16.27 Uhr stellt Walter den Crafter ab.
Ganz fertig sind wir allerdings nicht. Walter stellt noch die Spendenlieferungen und Geldspenden usw ins Netz und ich schreibe noch diesen Bericht nieder, damit ihr bei unseren Unternehmungen auch dabei sein könnt.

Autorin: Rena

KW 44 Spendenlieferung Wels Vöcklabruck