10.4.2021 – Eine müde, nächtliche Linz-Tour!

UPDATE LINZ TOUR VOM 10.4.2021:

Nach einem langen Lagertag, wir hatten ja Spendenannahme im Lager, war es dann um 18 Uhr zuerst soweit, dass wir die Spenden der jungen SPÖ Linz-Land am Parkplatz der Metro umladen mussten, bevor wir loslegen konnten. Zuerst wie immer, ab nach Ebelsberg zu Thomas, Christian und Dominic, wir hatten haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Batterien, Isomatten u.a. mit dabei. Den Dreien geht es halbwegs gut und Dominic ist, seit er seine Tabletten wieder bekommt, wie ausgewechselt. Viel ruhiger, ausgeglichener und nicht mehr so depressiv. Anschließend geht es eigentlich zu A., die mir aber suggeriert uns nicht sehen zu wollen. Bumm, na gut! Dann fahren wir gleich zum Schillerpark, heute haben wir 20° und ich fürchte dieser Hotspot wird voller Menschen sein. So ist es dann auch wirklich. Wir drehen unsere Runde und treffen Oliver und seine Freunde. Sie kommen mit zum Bus und brauchen Nächtigungsjetons, haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, neue Unterwäsche und neue Socken. Die Dankbarkeit ist groß, sehr groß, bei allen. Nach dem Schillerpark fahren wir zum Volksgarten, der auch voll ist mit Menschen. Wir drehen eine Runde und treffen den Cousin von Daniel, der uns um Lebensmittel bittet: "Wir drehen eine schnelle Runde und dort drüben steht unser Bus, kommst rüber". Wir drehen die Runde und finden ihn nicht mehr, warten ein paar Minuten, Stefan geht nochmal zurück, kommt aber alleine wieder. OK, dann halt nicht. Weiter zum Terminal. Renate und Gaby sowie Elke und der junge Mann aus Wels sind noch wach, mittlerweile ist es ja schon nach 20.30 Uhr, wir drehen auch hier noch eine Runde zu Fuß nach der Ausgabe an all unsere Schützlinge. Die nächste Station ist Gerald bzw. Franziska, unter der Autobahnbrücke. Franziska hatte sich schon hingelegt und Emma, ihr Hund bellt aus dem Fußteil des Schlafsackes hervor und freut sich mit wedelndem Schwanz, uns zu sehen. Wir nehmen uns Zeit, Franziska hat eine schwere Hautkrankheit, von einer Salbe wo sie einen Bestandteil nicht verträgt, ihr Arm schaut nicht schön aus, und diese Schwellungen und Rötungen hat sie am ganzen Körper. Sie ist in Behandlung beim Help-Mobil und ich biete ihr an, ihre Unterwäsche und Socken zu waschen, auszukochen, da sie täglich die Unterwäsche wechseln muss. Ausnahmsweise nehme ich mich darum an. Von Franziska und Gerald fahren wir weiter zu Andy auf den Gründberg, mit dem wir heute reden müssen, Klartext reden müssen. Andy überspielt seine Situation, seine Lage mit großer Kunst, und wenn er wieder eine ruhige Phase hat, schickt er Selbstmordgedanken an Karin die sich großartig um ihn kümmert. Er ist in einer schweren Depression und kommt da auch allein nicht mehr raus, er braucht professionelle Hilfe, leider müssen wir Andy immer unter Druck setzen, damit er dann das tut, was wichtig für seine Gesundheit und seine Zukunft ist. Ich sag' ihm deutlich, dass diese Art von ihm künftig keinen Erfolg mehr haben wird, wir lassen uns nicht mehr drohen. Wir nehmen es aber auch nicht allzu ernst, nur, was wenn er seine Drohung wahr macht? Jedenfalls muss er schnellstens zu einem Arzt. Nachdem ich ihn vor die Entscheidung gestellt habe, willigt er ein kommende Woche mit Karin zu einem Arzt zu gehen. Na endlich! Er ist ein großer Schauspieler und glaubt immer noch, dass er alleine aus dieser Situation rauskommt! Niemals! Dass er am liebsten sofort arbeiten möchte, verstehe ich auch, aber wegen Corona gibt es zur Zeit halt keine Arbeitsstelle für ihn. Zu guter Letzt geht er noch mit zum Bus und holt sich Lebensmittel, er verabschiedet sich mit Tränen in den Augen. Es ist nicht schön wenn man jemanden zu seinem Glück "zwingen" muss, aber ich glaube Andy kann das selbst nicht mehr abschätzen und einordnen. Er vergisst alles, handelt absolut fahrlässig und ist zur Zeit nicht sehr .... vertrauenswürdig. Egal, wir halten fest an ihm, wir lassen ihn nicht fallen. Von Andy geht es noch zum Pleschingersee, nachschauen ob dort jemand nächtigt heute, und anschließend fahren wir noch ins Lager, um 22.30 Uhr, um alles wieder auszuladen und all die Spenden von der jungen SPÖ, die wir zu Beginn eingeladen haben, ins Lager zu stellen. Um 22..45 Uhr ist der Samstag gelaufen, mir tun meine Füße weh, der Fersensporn meldet sich, meine Sohlen brennen und Stefan und ich sind müde, vom langen Tag. So geht wieder eine Linz-Tour zu Ende, die mich noch lange zweifeln und nachdenken lassen wird. Alles wird gut, alles! Euch allen einen schönen Sonntag und passt auf Euch auf! 🙂 ❤

10.4.2021 – Die junge SPÖ Linz Land sammelte für uns!

Michael Mollner (SPÖ VzeBgm. aus St. Florian) und sein Team von der jungen SPÖ Linz-Land, sammelten gestern Samstag dem 10.4.2021 in Enns bei Billa Plus, haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel für unsere Obdachlosenhilfsaktion.at. Dieses tolle Team brachte sagenhafte 5 (!!!) große PKW voller Spenden zusammen. Von der Zahnpasta bis zur Damenhygiene war alles dabei. Wir bedanken uns herzlichst beim Team der jungen SPÖ Linz-Land und bei allen Spendern, die zu diesem großartigen Erfolg beigetragen haben. Großartig! Vergelt's Gott und habt großen Dank! 🙂 ❤ Übrigens, morgen Montag 12.4.2021, steht unser Team von 9.00 bis 18Uhr bei Billa Plus im Welser Welas Park und bittet dort ebenfalls um Spenden. Besucht uns doch, wir würden uns riesig freuen! Und am Montag den 19.4.2021 bitten wir im Billa Plus im Linzer Infracenter auch nochmal um Spenden. 🙂 ❤

3.4.2021 – Linz-Tour mit gefährlichem Vorfall

UPDATE LINZ-TOUR VOM 4.4.2021:
Die geplante Linz Tour vom Samstag fand in Begleitung unserer Silvia O. statt und begann wie üblich, um 18 Uhr bei der Metro. 1. Halt Ebelsberg, Sarah bat mich noch um Kapperl, Gürtel u.a. für Dominic, was ich dann heute Mittag gleich ins Auto legte. Ebenso die Sachen für Florian. Angekommen in Ebelsberg hörte man Dominic schon von Weitem laut reden, alle 3, Thomas, Christian und Dominic waren zusammen im großen Zelt. Wir haben Lebensmittel, Schoko-Osterhasen und Ostereier, die Silvia gekauft hat, dabei. Jede/r bekommt 3 Ostereier und 1 großen Schokohasen und mehrere Kleine. Alle freuen sich sichtlich über den österlichen Besuch, Dominic bedankt sich gefühlte 20 Mal, Christian ist froh wieder aus dem Gefängnis zu sein und weiß noch nicht, wie er seine Zukunft anpacken möchte. Bald schon geht es weiter zum nächsten Hotspot, Schillerpark, wo heute immens viele Menschen ferner Herkunft sind. Lautes Geschrei, Müll auf den Gehwegen und so manch böser Blick trifft mich total. An anderen Ende des Schillerparks entdecken wir Michi & Michi, beide absolut nette Menschen und freuen sich schon von Weitem auf uns, winken und strahlen uns entgegen. Zwischen den Beiden steht eine kleine Palette Dosenbier dass sie von einem Spaziergänger geschenkt bekamen, weil Ostern ist. Die Beiden Michi's gehen mit zum Bus, weil sie Lebensmittel, Hygieneartikel, Schlafsack und eine warme Winterjacke brauchen. Ich drehe mich um und auf der Bank vis a vis sitzt plötzlich Elvisa, die ich schon Monate nicht mehr gesehen habe. Ich freue mich riesig und Elvisa lächelt mich ebenso an. Ich bin glücklich Elvisa wieder einmal zu treffen, sie hat eine Verletzung am Kopf, die eigentlich medizinisch behandelt werden müsste, aber Elvisa spielt es herunter und sieht keine Notwendigkeit, da sie ja auch schon beim Help-Mobil war. Wir gehen alle gemeinsam zum Bus um die gewünschten Sachen in Plastiksackerl zu verstauen. Alle bekommen noch 5 Zigaretten von mir und dann geht's weiter, um die Ecke zum Volksgarten. Wir parken gleich am Anfang des Volksgartens und wandern Richtung Straßenbahnhaltestelle Volksgarten. Entlang den Bänken viele, viele Jugendliche die, wie im Schillerpark, ferner Herkunft sind, wir gehen gerade durch, werden dann direkter Zeuge einer Raufhandlung. 5-6 Jugendliche schubbsen einen alten Mann, der lediglich einen Rucksack in der Hand hat und eine Dose Bier. der Mann ist etwa 60 - 65 Jahre alt und liegt ziemlich schnell am Boden, die Jugendlichen gröhlen und holen mit den Füßen aus und treten mit voller Wucht auf das Gesicht des alten Mannes, der noch immer am Boden liegt, er schreit um Hilfe, etwa 15 Personen stehen rundherum und niemand greift ein oder wirkt auf die Jugendlichen ein. Von Weitem sehen wir wie hochaggressiv die Jugendlichen hier zuschlagen und mit dem alten Mann umgehen. ich drehe mich um und gehe schnellen Schrittes hin und hole mir einen vermeintlichen Jugendlichen heraus und frage was das soll? "Hey Alter, ich bin eine Sie also behandle mich auch so". Soso, da weiß die junge "Dame" dass sie weiblich ist, aber auf den alten Mann hintreten mit Bundesheerschuhe, das kann sie gut. Die gesamte Clique der Jugendlichen hat so etwa 10-15 Personen und dann noch die, die rundherum stehen und genau nichts machen oder nichts sagen. Um nicht Silvia und mich in Gefahr zu bringen hole ich die Polizei, die mit einem VW-Bus beim Musiktheater steht und 3 Mann Besatzung aufweisen. Ich erzähle dem Herrn was dort vorne, für die Polizei wegen einem großen Strauch nicht sichtbar, gerade passierte. Wir sollen mit Abstand zur Haltestelle auf die Polizei warten, sie selbst fahren sofort los und schreiten ein, der alte Mann fiel vorher noch ins Gleisbett der Straßenbahn und lief dann über die andere Straßenseite weg. Die Polizei war mit den frech pöbelnden Jugendlichen beschäftigt. Auf einmal zückte eine aus der Clique ein grünes Messer und meinte Richtung Polizei: "Das haben wir dem alten Mann abgenommen". Wir sahen vorher kein Messer, wir sahen lediglich wie 5-6 Jugendliche auf einen alten Mann eintraten, unaufhörlich, das sagten wir auch der Polizei. 1 junge Frau aus der Clique wurde dann abgeführt weil sie wiederholt die Polizisten aufs derbste beleidigte. Unsere Daten wurden aufgeschrieben und die, die vorher aussah wie ein Junge, tötete mich mit ihren Blicken als wir vorbeigingen. Hier wurde einfach ein Messer gezeigt und jemandem untergeschoben, denn das Messer hätten wir auch sehen müssen, wenn es der alte Mann gezogen hätte. Diese Aggressivität hat eine "Qualität", die uns Angst macht, ohne Rücksicht auf schwere Verletzungen und ohne belastbare Beweise so auf jemanden hinzudreschen, ist ein absolutes NoGo! Und ja, ich werde mich auch das Nächste Mal wieder einmischen, weil es hier um Leben geht, um Courage und um Menschen. Wir gehen aus dem Volksgarten und nehmen Udo und Mag. Laura mit zum Bus, Laura schläft draußen und hat nur eine dünne Jacke an und kaputte Turnschuhe. Sie ist schwer mitgenommen, weil sie auch schwer krank ist und Angst hat, die kalten Nächte nicht zu überleben. Wir geben ihr vieles was wärmt und trocken hält. Udo bekommt Lebensmittel und ein paar Zigaretten, ehe wir die Beiden auch in die Nacht entlassen und wir uns aufmachen zum Terminal. Gaby braucht wie immer Unterhosen, Socken und Lebensmittel sowie viel Schokolade, da es ihr psych. nicht gut geht zur Zeit. Gaby bekommt alles notwendige und wir stellen auch der normal sehr aggressiven Nachbarin von Gaby, Süßigkeiten und Ostereier zur Bank, sie nimmt sie lächelnd an und packt alles ein. Gegenüber der junge Mann aus Wels, dessen Eltern und Opa von Zeit zu Zeit Nächtelang bei ihm stehen und hoffen, dass der Junge vernünftig wird und wieder heimkommt. Ich fürchte der Zug ist abgefahren, leider. Elke schläft kopfüber auf ihren Koffern und Renate ist nicht da, komisch! Wir drehen die Runde fertig und fahren dann weiter zur nächsten Tiefgarage, in der sich heute niemand befindet. Also weiter zu Florian, dem unsere Ingrid neue Clogs gekauft hat und der heute von uns eine neue Plane bekommt. Florian hat schon geschlafen, bedankt sich und lehnt weitere Hilfe heute ab. Von Florian fahren wir zu Gerald und später Franziska. 🙂Gerald lehnt bei uns ebenfalls dankend ab, aber Franziska nimmt Süßigkeiten mit für Gerald und Florian und hinterlegt morgen früh ein Osternest für die Beiden. Ein kurzer, intensiver Plausch mit Franziska noch und wie sich Menschen am Besten verhalten sollen gegenüber Obdachlosen, all das erzählt uns heute Franziska. Spannend! Zwischendurch diskutieren Silvia und ich immer wieder die Vorfälle von heute Abend und kommen zum gleichen Schluss, dass die Jugendlichen dem alten Mann das Messer untergeschoben haben und er gottseidank flüchten konnte, ehe noch mehr passierte. Im Rückblick ein Wahnsinn, liebe Leute, wie manche Leute ticken. Lebendige Psycho-Bomben mit Drang zur absoluten Selbstjustiz. Was passiert hier gerade mit den jungen Leuten? Unfassbar. Von Franziska fahren wir noch auf den Gründberg zu Andy, der vergangene Woche den 2. Suizid Versuch machte. Andy ist da droben alleine und hat den ganzen Tag Zeit, zu sinnieren und nachzudenken. Und er ist schwer depressiv und ein Schönredner. Ich rede immer Klartext mit ihm, weil es nichts bringt wenn man die Probleme nicht anspricht oder vielleicht sogar verleugnet? Andy hat leider den Hang dazu. Nach einiger Zeit kommt Andy noch mit zum Bus, er hätte auch gerne Schokoladehasen, Ostereier und sonst noch etwas zum essen. Draußen wünschen wir ihm noch frohe Ostern und eine schöne Zeit. Von Andy geht es aufgrund meiner Müdigkeit zum letzten Hotspot, Pleschingersee, wo der Campingplatz jetzt zugesperrt ist und niemand dort mehr campen kann. Der Tag geht dem Ende entgegen und ich bin geschafft, auch nach allem was heute so passierte, Silvia und ich waren fix und fertig und beschlossen, die heutige Linz-Tour jetzt um 22.30 Uhr zu beenden. Ein aufrichtiger Dank an all unsere Spender/innen, dass wir auch heute wieder die Schützlinge versorgen zu dürfen. Vergelt's Gott und habt großen Dank. Und an Silvia ergeht ein großes Danke für die Hilfe. Frohe Ostern allen da draußen und schöne, erholsame Feiertage. Gott schütze Euch! ❤ 

1.4.2021 – Was man so Armut nennt!

VERTEIL-DONNERSTAG VOM 1.4.2021:
In den vergangenen Tagen…Wochen…Monaten, sagten immer wieder Menschen zu mir: „Walter, Du musst Pause machen, Du musst auf dich aufpassen, wenn’s dich umhaut steht alles und niemand hat etwas davon“. Ja, stimmt, und ich spür' es jeden Tag, dass mein Körper nicht mehr mitspielt, mein Geist den Geist aufgibt und sonst noch einiges mit mir im Argen liegt. Aber was nützt es, wenn ich Pause mache und die Arbeit bleibt ungetan oder liegen und ich hinterher durch die Mehrarbeit mehr Stress habe? Niemandem, auch mir nicht. Es ist legitim zu sagen: „Pass auf dich auf“, aber für mich wäre es DER Super Gau, wenn wegen mir da draußen jemand friert oder hungert, das geht gar nicht! Deshalb, und NUR deshalb bin ich alle 2-3 Tage nachts in Linz zu den Hotspots unterwegs, deshalb machen wir jede Woche unseren Verteil-Donnerstag, deshalb beliefern wir Einrichtungen mit Spenden und deshalb übersehen wir die armen Menschen in Linz nicht. Auch wenn von vielen Seiten die Aussage kommt: „In Linz verhungert niemand“. Verhungern nicht, nein, aber es reicht, wenn jemand hungern muss, ein durch und durch unerträglicher Gedanke, genauso mit dem frieren, Erfrieren wird vermutlich nicht wieder so schnell jemand, aber es reicht, wenn jemand friert, ebenso unerträglich dieser Gedanke. Es ist kein Leben liebe Leute, wenn die Menschen auf dem kalten Beton, auf nasser Wiese, in dunklen, dreckigen mit Ratten besetzten Ecken ihr Dasein fristen müssen und keinen Fuß mehr ins Leben bringen. Vielleicht ist es mein ausgeprägtes „Helfersyndrom“, vielleicht meine große Angst, jemanden zu übersehen der Hilfe braucht?! Ich weiß es nicht, vermutliche eine Mischung aus Beidem. Ich aber habe gestern und heute ein Versprechen abgegeben, dass ich kürzertreten werde, weil ich es mir schuldig bin und damit nicht eines Tages alles stillsteht, weil ich nicht hören wollte. Ich gelobe Besserung.
Ich wurde heute gefragt, wann ist jemand „arm“? Nun, hierzu gibt es eine klare Aussage von der Statistik Austria (Quelle: Bild Ö3 Artikel). €1185,- ist die Armutsgrenze in Österreich für eine Einzelperson (Den Artikel gibt es bei den Fotos zu lesen).
Auszug:
150.000 Personen leben in einem Haushalt, wo mindestens ein Mitglied einen Arzt oder Zahnarzt benötigen würde, diesen aber aus finanziellen Gründen nicht aufgesucht hat
• Knapp 400.000 Personen im Land können sich keine neue Kleidung leisten
• Ein Drittel der Kinder von arbeitslosen Eltern bekommen bei Bedarf keine neuen Kleider
• Etwa 300.000 Personen (53.000 Kinder) leben in Wohnungen, die nicht angemessen warmgehalten werden können bzw. haben Zahlungsrückstände, etwa bei der Miete
• Rund 90.000 Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 14 Jahren leben in einer überbelegten Wohnung
Das tut weh, sehr weh, weil es zuerst Alleinerziehende und Kinder trifft. Und die Verantwortlichen schauen weg und diskutieren und beschließen auf dem Rücken der Ärmsten weitere Einschränkungen. Wann gilt der Mensch endlich wieder als Mensch? Wann werden Verantwortliche endlich mit Ihren gelogenen Phrasen aufhören, dass die Obdachlosen Großteils keine Hilfe wollen, sie nicht mehr zu integrieren sind und im Großen und Ganzen eh selber schuld sind?! Kann schon sein, dass der Eine oder Andere auch Schuld hat, zu seiner/ihrer Situation beigetragen zu haben, hat er/sie deshalb keinen Anspruch mehr, als Mensch behandelt zu werden? Über weite Strecken wird hierzulande auf diese Menschen auch noch rhetorisch draufgehaut, statt ihnen zu helfen. Oft hören wir:“ Die sollen zuerst einmal arbeiten gehen, sollen aufhören zu trinken, sollen dies und das machen“. Wenn ein Mensch keinen Wohnsitz hat, wird sich der „neue“ Arbeitgeber schwertun, ihn anzumelden. Alkohol ist bei vielen ständiger Begleiter, ja, aber ohne Alkohol das Leben auf der Straße zu ertragen, geht noch weniger. Wobei wir viele Schützlinge haben, die weder trinken, noch irgendwas mit Drogen am Hut haben. Wir haben Akademiker, Menschen mit Titeln wie Ing., Dr. oder Mag. auf der Straße, die sich auch ihr Schicksal nicht ausgesucht haben. Niemand ist gerne auf der Straße und ich habe in meinen 7,5 Jahren, die ich mittlerweile mit Obdachlosen „arbeite“, NIEMANDEN gehört der sagte „Ich bin gerne auf der Straße, das Leben auf der Straße gefällt mir“. Glaubt mir liebe Leute, das ist absoluter Nonsens, wenn jemand so einen Schmarrn behauptet, dass Obdachlose keine Hilfe annehmen. Sie nehmen alle Hilfe an, nur halt die Art Hilfe, die für sie erträglich ist, sie wollen sich in kein System mehr pressen lassen. Viele sind psych. Krank und schaffen es aus diesem Grund in keine Zukunft, schaffen es in keine Wohnung/Zimmer. Wenn man die 4 Wände als Bedrohung empfindet und man permanent Angst hat, sollte man andere Wege der Hilfe ausarbeiten und nicht einfach behaupten: „Die wollen keine Hilfe“. Es muss ehrliche, an den Menschen angepasste Hilfe sein und nicht einfach eine, von ahnungslosen Schreibtischtätern verfügte Metapher die selbst nach Hilfe schreit. DAS, liebe Leute passiert gerade häufig, fast täglich. Unsere Schützlinge sind vielen ein Dorn im Auge und es ist Wahljahr in Linz, deshalb werden vielerorts Aufenthaltsverbote ohne Alternative ausgesprochen. Keine Aufenthalts-Alternativen anzubieten ist nicht nur nicht OK, sondern fast schon eine Hetze, sie von einem Park in den anderen zu verfolgen, von einer Bank zur nächsten verweisen, von einer Tiefgarage zur nächsten verfrachten. Gaby, unserer Gaby geht es zurzeit so, in ihrer Abwesenheit werden ihre Dinge entsorgt, einfach weggeworfen, Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Schlafsack und Isomatten, immer, wenn Gaby kurz einmal weg ist von ihrem Schlafplatz am Terminal, wirft man ihre Sachen ungefragt weg. So eine Vorgehensweise ist einfach Menschenverachtend! Die Menschen, wie Gaby und andere Schützlinge, auf diese Weise am Terminal loswerden zu wollen. Warum werden 2 Obdachlose aus der 3. Etage Untergrund in einer absolut verlassenen Tiefgarage verjagt, obwohl sie nichts getan haben, niemandem geschadet haben, sie haben dort nur genächtigt. Warum tut man so etwas in Linz? Manchmal kommt es mir vor als müsse man sich all der Obdachlosen schämen, und deshalb haben sie jedes Recht auf „Leben“ verwirkt. Beschämend und fremd und alles andere als Wertschätzend. Wir haben viele Menschen auf der Straße, die keinen Ausweis mehr haben, keinen Staatsbürgerschaftsnachweis, keine Geburtsurkunde oder ein sonstiges Dokument. Hier einen Ausweis machen zu lassen gleicht einem Spießroutenlauf. Es muss eine Person gefunden werden, der/die die Identität bestätigt. Und das ist nicht so leicht wie es sich anhört. Das kann und darf auch nicht jede/r machen, aber ohne Ausweis droht wieder eine Strafe, wenn eine Personenkontrolle gemacht wird und man kann sich nicht ausweisen. Ein Teufelskreis. So einen Fall haben wir gerade, den wir täglich versuchen zu lösen. Hier werden seitens der Verwaltung haarsträubende Aussagen über denjenigen gemacht, der die Identität bestätigen möchte. Manche werden erst gar nicht akzeptiert und auch nicht gehört, andere gibt es aber oft gar nicht die das leisten könnten oder wollten. Es gäbe so vieles zu tun für unsere Verantwortlichen in Linz, nur, es scheint, dass all diese Anliegen nicht wichtig genug sind und da unsere Schützlinge auch keine Wähler sind, wird auf sie „vergessen“. Das wollte ich einmal anmerken, weil es anders auch ginge, wenn man wirklich will.
Die laufende Woche ist geprägt von viel Hintergrundarbeit, Spenden abholen, Lagerarbeit, ganz viel Arbeit am PC und, und, und. Am Dienstag rief mich ein Herr an, er hätte eine Tabak Trafik und wolle jetzt, nachdem er erfahren hat, dass eine große überregionale Institution, an die er seit Jahren Geld und Zigaretten gespendet hat, das Spenden-Geld anders eingesetzt hat und die Zigaretten gewinnbringend verkauft hat, nicht mehr dorthin spenden. Er hat sich unsere Aktion angeschaut und wolle künftig uns die Spenden zukommen lassen. Erfreulich für uns, aber ich frage mich schon auch, warum man Spender auf diese Weise so enttäuschen muss? Ich werde so etwas niemals verstehen, niemals verstehen wollen. Darum gibt es bei uns diese Transparenz, dass wir alles offenlegen und zeigen, was wir mit Euren Spenden machen, wohin diese gehen und wer davon profitiert. Das ist uns immens wichtig!
Der Donnerstag begann wie üblich mit Einkauf beim Hofer abholen, Lager, in Haid Gebäck und Brot abholen. Barbara und Matej helfen mir heute ab 9.30 Uhr, ich bin glücklich, alleine wäre das alles nicht mehr zu schaffen. Zu Mittag kommen dann weitere Vereinsmitglieder, um zu helfen bei all den Vorbereitungen. Heute verspricht es ein absoluter Sonnentag zu werden, tut gut nach all den grauen Tagen in den letzten Wochen und Monaten. Heute dabei ist auch der Enkelsohn unserer Ingrid, Alexander, der ebenfalls ab Mittag mithilft und mindestens so begeistert ist wie alle anderen auch. Er bringt frischen Wind ins Lager, huscht umher, kehrt zusammen, fährt mit dem Hubwagen. Toll, was er mit 8 Jahren schon alles kann. Um 15.09 Uhr fahren wir los Richtung Linz, neben mir Alexander und Matej, alle anderen fahren mit Barbara. Als wir ankommen warten schon gut 15 Schützlinge, alles ausräumen, einige unserer Schützlinge helfen uns alles auszuräumen und zu verteilen. Im Nu ist alles am richtigen Platz, heute haben wir Kaffeetorten dabei, gesponsert von der Gourmeteria, ein tolles Produkt das wir nicht jeden Tag bekommen. Nachdem 5 unserer alten Stammmannschaft nicht dabei sind heute, müssen wir heute improvisieren. Aber alle arbeiten verantwortungsvoll und gewissenhaft, also können wir alle Stationen belegen. Um 16.10 Uhr geht es los, die lange Schlange wird zum Schluss 69 Personen lang gewesen sein. An einem 1. des Monats hatten wir noch nie so viele Besucher. Erschreckend. Und wieder einige neue Gesichter, die letzte Woche auf die Straße gesetzt und delogiert wurden. Und das sind Menschen wie Du und Ich, Menschen die keine finanziellen Börsenspiele machten sondern in die Fänge von Corona geraten sind, Kurzarbeit, Kündigung, Mietrückstand, Betriebskosten konnten nicht mehr bezahlt werden und schon ist man, so das soziale Netz hinter dir wegbricht und nicht helfen kann/will, in der Abwärtsspirale. Alleine schafft man es fast nicht mehr hier heraus, hier kommen so viele Faktoren zusammen die man irgendwann alleine nicht mehr beherrschen kann. Nach etwa 1 Stunde kam die Polizei vorbei und fragte ob wir mit der Volkshilfe zusammenarbeiten würden, was ich verneinte. Es gehe um einen Verkehrsunfall mit einem Transporter der einen großen Schaden verursachte. Die Polizei ging durch die Reihe und frug alle Schützlinge ob jemandem der Mann am Bild bekannt wäre, was alle verneinten. Auch heute wollten sich wieder Menschen bei uns Spenden holen, die in der Betreuung anderer Organisationen sind, dort Geld, Kleidung und Unterkunft bekommen, und es nicht verstehen, wenn wir sagen, dass unsere Aktion für Obdachlose und Wohnungslose bzw. arme Menschen ist. Es ist auch nicht gerade fair, sich bei allen Möglichkeiten anzustellen und um Sachen zu bitten, die dann vor unseren Augen verkauft werden. Wenn jemand neue Turnschuhe trägt und bei uns nun „schönere“ sieht und diese unbedingt haben möchte, ist niemand verlegen um eine Ausrede. Wenn ich aber Einkommensnachweis und Ausweis verlange, kommt meist heraus, dass die meisten weder bedürftig noch arm sind, sondern einfach nur gierig. Dem beugen wir an jedem Donnerstag vor, erfolgreich. Später kommt noch ein rumänischer Roma, den ich seit 2 Jahren halbwegs gut kenne, er besitzt ein großes Auto, hat eine Wohnung und greift alles ab, was ihm so bietet. Letztens parkte er frech sein Auto hinter unserem Transporter im Terminal, als wir die Nachttour fuhren und bat uns um Spenden, um Schlafsack und Isomatte, auf meine Bitte den Zulassungsschein herzuzeigen, lehnte er ab, er behauptete immer nur „Das Auto gehört mir nicht“, er war aber nicht bereit die Situation aufzulösen, so ging er letztens schon fluchend und schimpfend zurück zu seinem Auto, heute war er mit Fahrrad bei unserem Bus und schimpfte mich ebenso derb wie letztes Mal. Ich bin nicht mehr gewillt, mir solche Räubergeschichten anzuhören und vielleicht auch noch Spenden auszugeben. Er ist weder arm, noch obdachlos, er ist meines Erachtens einfach nur unfair und handelt aus reiner Gier. Um 18 Uhr waren alle Schützlinge mit Lebensmittel und Hygieneartikel versorgt, in Rekordzeit räumten wir alles ein und begaben uns auf die Rückfahrt nach Ansfelden, wo alles ebenso flott wieder eingelagert wurde. Der kleine Alexander ist glücklich, dabei gewesen zu sein, Matej, der heute zum 1. Mal dabei war, auch. Für mich fühlt sich jeder Donnerstag anders an, der heutige war endlos. Wenn man frühmorgens nach 3 Stunden Schlaf müde aufsteht und man weiß, dass man heute bis Mitternacht sitzen wird um alles fertig zu haben, lässt die Motivation an der einen oder anderen Stelle auf sich warten. Ich weiß aber zu genau, für wen und was wir das alles getan haben heute, es war wichtig, es war richtig, und es war gut so. Seit gut 3,5 Stunden schreibe ich an diesem Text, im Kopfhörer gerade „Dreams Made To Last Forever“ von Dana Winner, sie holt mich zurück auf den Boden, zurück in mein Herzblut, lässt meine Seele lächeln. Langsam fällt nun der Stress ab, die Nacht und die Musik tut das Ihrige dazu und ich lasse den Tag ausklingen bei einem demütigen Danke und Vergelt’s Gott an all unsere Spender/innen, Danke, dass ihr uns auf unseren Wegen begleitet und uns so großartig unterstützt. Ein großer Dank ergeht auch an unser Team das heute wieder großartige Arbeit machte. Danke an jede/n Einzelne/n der/die heute wieder sein/ihr Bestes gab und zum „Erfolg“ beigetragen hat. Danke dass ihr alle den gleichen Fokus habt und wir alle wissen, warum und für wen wir diese Aktion machen. Danke und gute Nacht! 🙂 ❤

17.3.2021 – Spendenlieferung nach Kirchdorf!

Spendenlieferung, heute 17.3.2021: Wir, Silvia E. und ich, waren heute unterwegs nach Kirchdorf/Krems ins PM Kirchdorf. Schnee, Regen, Sonne, Wind und Glätte waren unsere Begleiter. Wir hatten viele, viele Lebensmittel wie haltbare Fertiggerichte, Speiseöl, Essig, Zucker, Packerlsuppen, Marmelade, Kaffee, Nudeln, Reis, Süßigkeiten und viele. viele Hygieneartikel uvam. dabei. Danke an all unsere Spender/innen dass wir auch diese Spenden an bedürftige Menschen verschenken durften. Vergelt's Gott und vielen Dank! 🙂 <3

15.3.2021: Anonyme Großspende!

Update vom 15.3.2021: Eine überaus großzügige anonyme Spende wurde uns zuteil. 1 Palette Bio-Zitronensaft, 1 Palette Sauce Hollandaise und 1 Palette Rasierschaum und Duschgel. KLASSE! Vielen, lieben Dank für diese tolle menschliche Geste und großartige Spende. Vergelt's Gott und habe großen Dank! 🙂 ❤

9.3.2021 – Linz-Tour mit viel Dankbarkeit!

Update vom 9.3.2021: Heute stand wieder unsere Linz-Tour auf dem Programm. Das heißt wir fahren wieder viele Plätze an, wo unsere Schützlinge schlafen/wohnen/vegetieren. Treffpunkt war heute 17 Uhr in unserem Lager Ansfelden. Stefan hilft mir alle am Samstag leer gewordenen Boxen wieder zu befüllen. 17.40 Uhr Abfahrt Richtung Linz, Hauptbahnhof, Sr. Lydia abholen, die heute neben Stefan meine Begleiter sein werden. Vom Bahnhof geht es dann zu dritt Richtung Ebelsberg, zu Thomas und seinem neuen Mitbewohner, Dominik. Dominik schläft zur Zeit in Christians Zelt, dass dieser wieder braucht wenn er übernächste Woche aus der Haft kommt, deshalb bekommt kommenden Samstag Dominik ein eigenes Zelt von uns. Dominik ist knapp 30 Jahre jung und krank, psych. schwer angeschlagen und sieht eigentlich keine Zukunft mehr. Wir bauen ihn ein wenig auf und zeigen die positiven Seiten auf, er beginnt zu weinen und versteht die Welt nicht mehr, warum gerade er keine wirkliche Chance im Leben bekommt. Wir können es auch nicht sagen warum das Leben mit manchen Menschen derart grob umgeht und andere nur auf die Butterseite fallen, das weiß gottseidank niemand, warum das so ist. Wir können auch nicht Dominik's Leben leben, aber wir können ihm helfen, dass das Leben das er jetzt lebt, erträglicher wird und ab und zu Sonne in sein Herz lässt. Dominik lächelt als wir ihm sagen er bekommt einen neuen Winterschlafsack, sein derzeitiger Sommerschlafsack hat ausgedient und ab heute wird es auch Nachts etwas "kuscheliger". Eine extra Isomatte bekommt er obendrein. Thomas meldet sich aus dem Nebenzelt, etwas unverständlich, murmelnd, Thomas geht es nicht gut, auch er ist schwer krank und nun auch noch zusätzlich mit einem Infekt ziemlich bedient. Thomas schafft es heute nicht einmal aus seinem Zelt herauszulächeln. Dominik geht dann auch noch mit zum Bus da er für sich und Thomas noch Unterwäsche und Socken mitnimmt, und seinen versprochenen Gaskocher nimmt er ebenfalls ganz stolz entgegen. Danke Danke Danke, ihr seid ...... (Tränen). Von Ebelsberg geht es direkt zu A. aus Hallein, vorm Wirt zur ew'gen Ruh' wo A. ihre Wohnung hat dank Dieter Nöbauer, treffen wir auch noch Daniel. Er jammert ebenfalls, dass es zur Zeit auf den Ämtern ziemlich rigoros zugeht, Ansprüche werden einfach gestrichen, auch Dominik wurde einfach die Leistung gestrichen und niemand gibt ihm Auskunft, wie er wieder in den Genuss der Leistung kommt. Jetzt bekommt er €318,- ausbezahlt, kein Mensch kann mit dieser Summe ein ganzes Monat um die Runden kommen, geht gar nicht. Und, Dominik bräuchte dringend seine Tabletten, doch er bekommt das Rezept nicht mehr, vieles geht gerade schief und viele werden im Regen stehen gelassen. Auch ich konnte nicht eruieren wie Dominik zu seinen dringend notwendigen Tabletten kommen könnte. Ich werde es morgen weiter versuchen, an verschiedenen Stellen. Daniel kommt anschließend noch mit zum Bus und nimmt sich ein paar Dosen mit die er warm machen kann. Vom Wirt zur ew'gen Ruh' geht es weiter zum Schillerpark, dort sagte uns Daniel, wartet jemand auf uns. Wir sind gespannt und fahren direkt hin. Eine Geh Runde durch den Schillerpark offenbart eine kleine Gruppe hinter dem Würstelstand. Ein paar Obdachlose, ein paar Unbekannte, und Udo! Der sich eigentlich noch mit seinen letzten Euro's beim Würstelstand etwas warmes zum essen kaufen wollte, doch die Dame hatte schon zugesperrt. Somit konnten wir Udo nur unsere Jausenecke im Bus anbieten, wo Cabanossi, Fischdosen, Käse usw. gelagert sind. Nachdem mich noch einer der Unbekannten mit dummen Aussagen erniedrigen wollte, gingen wir mit Udo zum Bus. Ein ganzes Sackerl voll gaben wir ihm mit auf seinen Heimgang. Ob wir noch eine Zigarette haben? Nein leider, aber ich gebe dir 3,- aus meiner Privattasche damit Du dir Zigaretten kaufen kannst. Udo war der glücklichste Mensch, Essen, Geld für Zigaretten und er ist guter Stimmung. Wir sind es ebenso und fahren weiter zum Terminal. Wie immer parken wir bei Gaby, die wieder davon erzählt dass ihr die vorbeigehenden Bettelbanden einfach Dinge wegnehmen, ohne zu fragen. Gaby kann sich natürlich nicht wehren, insofern ist es eine tiefe Erniedrigung für Gaby, weil sie zusehen muss, wie alles einfach mitgenommen wird, ihr gestohlen wird. Wir versorgen Gaby und gehen unsere Terminalrunde. Kommen zuerst zu Elke, die heute gut drauf ist und mit uns ausführlich redet, uns ihre Träume erzählt und sagt, dass sie auf eine Wohnung wartet, seit 2 Jahren. Sie sei gelistet bei der Genossenschaft und würde es dann wohl mithilfe der Wohnbeihilfe zusätzlich zu ihrer Mindestpension finanziell schaffen. Aber es hat sich halt seit 2 Jahren niemand gemeldet von der Genossenschaft. Tja, hier sage ich nichts mehr dazu. Von Elke gehen wir weiter zu Renate, deren extreme Venenentzündungen nun zu einem teilweise Platzen der Venen führte, ihre Beine sind eingewickelt in Verband und sie kann erst Donnerstag zu einem Arzt gehen, der sie anschaut. Eigentlich kann man daran verbluten, warum hier zugewartet werden muss, verstehe ich so überhaupt nicht. Auch erzählt mir Renate noch, dass ein Mann von der Security ziemlich böse mit den Obdachlosen am Bahnhof umgeht, so schreit er lautstark herum, Zitat (das von mehreren Anwesenden bestätigt wurde): "Ihr dreckiges Gesindel schleichts Euch von hier, ihr Abschaum habt hier nichts verloren, ihr Dreckswarzen ihr elendigen ..... (weiter mag ich nicht sagen was sonst noch geschrien wird von diesem Herrn")". Ich verspreche Renate, aktiv zu werden, solche Beschimpfungen sind ein absolutes NoGo! Also flott Richtung Bus und ab, zum Eingang Hauptbahnhof von wo wir zu den Security's gehen. Nach dem Eintritt verlange ich den Capo und den kenne ich sehr gut aus der Vergangenheit, wir haben schon oft zusammengearbeitet, er hat mich schon oft mitten in der Nacht, 2...3Uhr früh angerufen, weil er wieder einen Obdachlosen irgendwo fand und Hilfe brauchte. Ihm sage ich die mehrmals bestätigten Ausschreie dieses einen besagten Mitarbeiters, und sage auch gleich dazu, dass das ein absolutes NoGo ist, so menschenverachtend geht man mit niemanden um, und solche Sachen was dieser Mensch durch die Gegend schreit, gehen so gar nicht! Der Capo stimmt mir zu und sagt immer wieder "Da mische ich mich nicht ein". Er gibt mir den Namen des Vorgesetzten dieses Schreihalses, den ich in den nächsten Tagen kontaktieren werde und ihm ebenfalls sagen werde, was einer seiner Mitarbeiter so den ganzen Tag herumschreit, denn das muss an die Öffentlichkeit. "Dreckiger Abschaum" sagt niemand zu meinen Schützlingen, das lasse ich nicht zu und werde weitere Schritte überlegen. Wir haben es an der richtigen Stelle deponiert was geschah und jetzt geht es in den nächsten Tagen weiter, wir werden sehen was passiert. Vom Terminal fahren wir auf den Freinberg zu Stefan und Heidi, die in einem Abbruchhaus leben dürfen, bis es abgerissen wird. Stefans Hund ist in der "Küche" eingesperrt, Heidi von ihrem "Heimaturlaub in Niederösterreich" zurück, nur "ihr" Daniel, der hat sich eine andere gefunden und hat Heidi einfach stehen gelassen. Ich bin erstaunt wie gelassen es Heidi nimmt, ich könnte das nicht, denke ich noch. Wir nehmen den großen 50l Kanister mit, um am kommenden Samstag diesen wieder vollgefüllt hier abzugeben. Heidi kommt noch mit zum Bus, sie wünscht sich noch eine Decke und nimmt auch gleich die Unterwäsche für Stefan mit. Süßigkeiten und Getränke geben wir Heidi ebenfalls noch mit, strahlend verabschiedet sich Heidi, ein sonniges Wesen, eine tolle Frau! Vom Abbruchhaus geht es Richtung Gründberg zu Andy, dem es heute sichtlich besser geht. Gestern gab er seinen Lebenslauf und seine Bewerbung in der Voest ab, mal schauen was daraus wird. Wir sind aber positiv gestimmt und alles wird gut. Mittlerweile ist es 21.30 Uhr und Andy bietet uns Kaffee an, unmöglich um diese Zeit. Wir plaudern noch eine Weile bevor wir dann weiterziehen zum Pleschingersee und zum Fernheizwerk, unsere beiden letzten Stationen für heute. Um 22.20 Uhr setzen wir Sr. Lydia bei ihrer Herberge ab und Stefan und ich fahren ins Lager Ansfelden, wobei wir erst morgen früh den Bus ausräumen werden. So endet eine Linz Tour um 22.40 Uhr mit schönen Erlebnissen und guter Hoffnung, dass vieles wieder gut wird. Hoffentlich! Ich bete dafür. ❤ 🙂 Danke und Gute Nacht 🙂

1.3.2021 – Andy’s Ende der Obdachlosigkeit!

Update 1.3.2021: Unser aktives Mitglied Karin Thalhammer besorgte in den letzten tagen in Urfahr ein Zimmer für unseren Andy, der seit gut 4 Wochen am Terminal geschlafen hat. Andy muss weg von der Straße, nach all den Vorfällen (Suizidversuch usw.) und all den Vorfällen am Terminal (Papiere, Schlafsack und viele andere Sachen wurden gestohlen) war es dringend an der Zeit, Andy zu helfen. Karin besorgte das Zimmer bei ihrem Nachbarn und wir finanzieren die ersten 2 Mieten. Andy kann nun endlich einen Hauptwohnsitz anmelden und um AMS-Geld ansuchen bzw. Sozialhilfe, und er ist endlich wieder Krankenversichert. Andy wollte heute weg vom Terminal da ihn die Polizei des Terminals verwiesen hat, er wollte heute Abend nach Wien oder Salzburg fahren und woanders sein Glück versuchen. Gottseidank hab ich nicht bis morgen gewartet und fuhr heute noch rein um ihm die Nachricht, gemeinsam mit Karin, zu überbringen. Andy konnte sein Glück nicht fassen und begann zu weinen und er bedankte sich gefühlte 100-Mal für die Hilfe. Jetzt brauchen wir noch eine Arbeitsstelle für ihn, dann wäre das Glück perfekt. Andy ist gelernter Maurer, hat alle Kranscheine und Staplerscheine usw.. Fürs Erste sind wir überglücklich, einen Menschen von der Straße weggeholt zu haben. Und wieder hat uns unser alter Herr da droben begleitet, er drängte mich heute noch ins Terminal zu fahren, morgen wäre es zu spät gewesen, da wär Andy schon ganz woanders angekommen, aber wieder auf der Straße. Vergelt's Gott unserem alten Herrn und eine tiefe Verneigung all unseren Spendern gegenüber, die uns immer wieder die Möglichkeit geben, auf unsere Art sinnvoll zu helfen. 🙂 ❤

25.2.2021 – Spendenlieferung in die Welser Notschlafstelle!

Spendenlieferung SWS Wels 25.2.2021: Am Freitag kamen Katja Sarközi und Charly vom SWS Wels ins Lager und halfen uns ihre geplante Spendenlieferung zusammenzustellen und packten diese auch gleich in 2 Autos. Wir hatten haltbare Lebensmittel wie Sugo, Fertiggerichte wie Rinds-Gulasch, Fisolengulasch, Gemüsetortellini, Gulaschsuppe, div. andere Fertiggerichte, Zucker, haltbare Milch, Nudeln und Reis, Gemüse in Dosen, Tomatenfisch- und Thunfischdosen, ganz viele Knabbereien und Süßigkeiten, Hygieneartikel aller Art wie Shampoo, Duschgel, Zahnbürsten und Zahnpasta, Mundwasser, Rasierschaum und Rasierer, Deo's, Damenhygiene, Hautcremen, neue Socken und neue Unterwäsche, Waschmittel flüssig und Pulver, Allzweckreiniger und Geschirrspülmittel, Essigreiniger, Küchenrollen und Toilettenpapier und viele viele andere Sachen. Ein DANKE an all unsere Spender dass wir auch diese Spendenlieferung zusammenstellen durften. Vergelt's Gott! 🙂 ❤

25.2.2021: 105 VERSCHIEDENE MENSCHEN, 105-MAL DIE GLEICHE ARMUT!

Wie schnell und wie steil Bergab es im Leben gehen kann, sieht man erst, wenn man selbst betroffen ist. Viele Menschen können ein „Lied“ davon singen, wie schnell es geht, wenn hinter einem Menschen das soziale Netz wie Familie oder Freunde wegbrechen und man im freien Fall Richtung Armut/Obdachlosigkeit aufwacht. Und glaubt mir liebe Leute, niemand ist sicher vor dieser Spirale, niemand, es kann jede/n treffen. 2-3 unglückliche Begebenheiten auf einmal und schon fällt man durch den Rost, ist man in einer tiefen Abwärtsspirale. Zurzeit haben wir bei Andy das lebende Beispiel, wie schnell es gehen kann, und warum sich dann die Probleme nicht einfach so beseitigen lassen. Andy ist weder Alkoholiker noch Junkie, er ist ein Mann der Mitten im Leben steht und dem das Leben zurzeit bitterböse mitspielt. Andy möchte arbeiten, auf dem schnellsten Weg, doch dafür braucht er einen Hauptwohnsitz, den er nicht hat, für den Hauptwohnsitz braucht er Geld, das er NOCH nicht hat und auch keinen Zugang zum eigenen Konto mehr hat, bis er der Bank einen Meldezettel bringen kann. Reisepass reicht nicht! Sein Konto ist weder überzogen noch sonst etwas, er hat keine Schulden und fällt doch durch den Rost. Andy hat in der Nacht zum Dienstag einen Suizidversuch gemacht, weil er nicht mehr weiterweiß und dieses Leben auf der Straße nicht aushält. Der Magistrat rief mich am Dienstagvormittag an und bat um Spenden für einen Obdachlosen der im Magistrat ist, Stefan und ich packten das Nötigste ein und fuhren nach Urfahr zum Rathaus. Als ich Andy sah wusste ich noch nichts von seinem Suizidversuch, ich war erstaunt Andy hier anzutreffen. Die Dame am Schalter telefonierte geschlagene 1,5 Stunden um Andys Probleme etwas zu lichten, auch diese Dame meinte, Zitat: Hier fällt jemand durch den Rost, der niemals durchfallen dürfte, es tut ihr so sehr leid, aber sie können ihm nicht weiterhelfen“. Ich rief Didi Mayr, Streetworker vom B37 an und bat ihn um einen Termin, Didi meinte nur komm vor 12Uhr ins Büro, dann schauen wir was wir tun können. Also vom Magistrat direkt in die Starhembergstrasse zu den Streetworkern. Didi stand mit Thomas draußen und schickte Andy gleich zu seiner Kollegin, alles abklären zu lassen. Nach 10 Minuten kam Andy mit einem Lächeln heraus und hatte wieder Mut gefasst. „Schaut gut aus“. Na dann! Also weiter zur Gesundheitskassa, dort einen Auszahlungsschein holen, da Andy krankgeschrieben ist. Er muss ihn von der Hausärztin bestätigen lassen, dann wird das Geld angewiesen, was ihm aber durch den fehlenden Wohnsitz nicht hilft, an sein Konto zu kommen. Ein Teufelskreis. Ich machte Andy klar, dass wir ihm helfen werden, dass wir alles tun werden was wir können, ob das reichen wird, wissen wir nicht. Ich gab Andy das Zug Geld für die Fahrt zu seiner Hausärztin, er versprach mir gleich Mittwochfrüh zu ihr zu fahren, was er nachweislich auch tat. Wie wir aber all die Probleme für Andy in den Griff bekommen werden, wissen wir noch nicht genau. Zuerst war wichtig diese Bestätigung der Hausärztin, jetzt ist wichtig einen Hauptwohnsitz mit Wohnadresse zu besorgen, wie wir den finanzieren könnten, keine Ahnung. Ich wüsste auch zurzeit keine Wohnung, in die ich Andy stecken könnte. Ich kann nichts versprechen, nur so viel, dass ich auch hier mein Bestes geben werde um Andy zurück ins Leben zu helfen. Andy sagt immer, Zitat: „Wahnsinn, wie schnell das gegangen ist, ich habe es in diesen 14 Tagen auf der Straße immer noch nicht verinnerlicht, nicht begriffen, wo ich jetzt bin und was aus mir binnen kürzester Zeit wurde“. Solche „Andys“ gibt es viele, liebe Wegbegleiter, ganz, ganz viele, und in letzter Zeit immer mehr und immer geht es noch schneller, dass sich die Spirale beginnt zu drehen, Abwärts!
Heute waren 105 Menschen bei unserem Bus, die sich Lebensmittel, Hygieneartikel, neue Unterwäsche und neue Socken, warme Schuhe und Jacken holten. Eine Zahl die mich heute nicht sehr überrascht, und mich doch mitten ins Herz trifft.
Die Woche war bisher geprägt von tollen, großartigen Spenden von tollen Spendern/innen. An dieser Stelle eine tiefe Verneigung für die große Hilfe. Montag bei Efko, Hr. Grün spendete uns etwa 300 Aufstriche und Salate. Anonyme Spender spendeten am gleichen Tag 1 große Palette Kekse, am Dienstag ging es dann weiter mit 5000 Packungen Zuckerl, Servietten, Rasierschäume etc.. Aus Wien kommen morgen Freitag 8 Paletten Jour-Gebäck, die Spedition Transdanubia holt uns die Paletten gratis ab und stellt sie kostenlos ins Tiefkühllager. In Kürze kommt eine große Anzahl frisch produzierter Torten dazu, die wir ebenfalls gespendet bekommen. Wahnsinn, all dieser Spendenumfang. Vergelt’s Gott und vielen Dank!
Mittwoch war wie immer geprägt von Kühl- und Tiefkühllager, alles abholen und in unser Lager bringen, alles vorbereiten für Donnerstag. Heute Donnerstag wie immer, früh raus und ab ins Lager, Markus brachte mir gestern schon das Gemüse und Obst von Roman aus Sierning, der uns jede Woche mit vielen Spenden hilft. Auch hier ein herzliches Dankeschön für deine Hilfe. Markus fährt nach einem langen Arbeitstag jeden Dienstag und Mittwoch nach Sierning um für uns die Sachen abzuholen. DANKE Markus! Also heute früh alles ausladen, Robert ist heute nicht dabei vormittags, er hat einen anderen Termin. Also muss ich schauen alles irgendwie gestemmt zu bekommen, alleine! Nachdem ich alles Brot und Gebäck abgeholt habe und wieder im Lager war, kam Aida mit Spenden vorbei und half mir Brot und Gebäck zu sortieren. Zu Mittag kam dann Susanne mit 2 Helferinnen, die mir auch halfen alles zusammenzustellen, alles einzupacken und zu portionieren. Das Teewasser kochte schon und Maria kam heute aus ihrem Kur-Urlaub zurück. Sie ist wieder mit im Team. Welcome back! Als alle anderen dann um 14 Uhr auch im Lager waren, kamen von mir unüberlegte, überflüssige, dumme Aussagen, gegenüber meinem Team, das ich sehr bereue und mich auch mehrmals entschuldigte. Aus diesen dummen Aussagen von mir, wäre bald was noch viel Schlimmeres entstanden, auch hier möchte ich öffentlich noch einmal beim Team um ENTSCHULDIGUNG BITTEN! Es tut mir aufrichtig leid. Als wir dann um 15.20 Uhr Richtung Linz aufbrachen, war zwar am Himmel die Sonne, in meinem Herz und meinem Kopf zogen tiefdunkle Wolken auf, mein schlechtes Gewissen dem Team gegenüber.
15.30 Uhr Ankunft in Linz, etwa 25 Schützlinge warten schon, wie gesagt, 105 werden es heute werden. Alles abstellen, zurechtrücken und auspacken, aufstellen. Um 16.10 Uhr, Beginn der Ausgabe. Wie immer muss ich die 2 Meter Disziplin immer wieder einfordern, Masken rauf und keinen Alkohol bei unserem Bus. Jede Woche die gleichen Ansagen. Die Schlange wächst binnen ein paar Minuten auf eine Länge an, die wir nur selten haben. Und es kommen immer mehr, viele Unbekannte, viele Altbekannte, viele vertraute Gesichter, was heute anders ist, in den Augen vieler Schützlinge ist die große Angst vor weiteren Kürzungen, Einbußen, deutlich zu sehen. Immer wieder werde ich gebeten um Nächtigungsjetons, zum Schluss sind es heute pro Person nur mehr 2 Jetons, insgesamt verteilen wir heute 68 Jetons à € 4,-. Zur Kältewelle vor ein paar Wochen konnten wir noch 3 Jetons pro Person ausgeben, aber auch wir müssen gut vorbereitet sein, wenn Corona uns wie jetzt gerade, auch künftig noch viel mehr Menschen zum Bus schickt. Ich befürchte einen Megatrend Richtung Abwärts, viele können sich jetzt schon die Miete nicht mehr leisten, wie letzte Woche schon angemerkt, viele wurden schon delogiert und viele stehen kurz davor, und wissen nicht mehr weiter. Dank der Dame vom Magistrat kenne ich aber nun ein paar weitere Anlaufstellen, die jede/r nutzen kann. DANKE liebe Magistrats-Dame, dass Sie uns solch wertvolle Tipps gaben.
Sr. Lydia kommt vorbei, auf ein Schwätzchen, sie sucht auch für eine Mutter von 2 Kindern eine Wohnung, dringend! Auch hier werde ich versuchen etwas in Bewegung zu setzen, versprechen aber kann ich nichts, leider. Es wäre halt schon sehr dringend, hakt Sr. Lydia nochmal nach, und sie weiß, dass ich mein Bestes geben werde. Die Schlange wird und wird nicht kürzer, Eveline, der ich vor ein paar Tagen am Terminal den Trolley versprach kam heute und holte ihn ab, überglücklich. Herr S. von der ÖBB Immo, der uns diesen Platz mit Hr. R. ermöglicht, kam vorbei und wie immer ein kurzer Plausch und immer mit einem DANKE auf der Zunge. Wo wären wir, wenn wir von diesen beiden Herren der ÖBB diese Möglichkeit nicht bekommen hätten? Ich weiß es nicht. Noch bevor ich lange nach der Uhrzeit fragen konnte, hieß es zusammenräumen, 18.15 Uhr, poah, die Zeit verging im Flug. Alles schnellstens einräumen, ab ins Lager, alles ausräumen, einlagern, und dem Team sagen, BITTE UM ENTSCHULDIGUNG, Tränen und Zusprüche, und von mir große Dankbarkeit, dass meine Entschuldigung angenommen wurde. Der Verteil-Donnerstag endet an dieser Stelle für das Team, für mich wie immer erst viel später. Seit 3 Stunden sitze ich hier und schreibe den Bericht für Euch und bin tieftraurig, weil nicht abzusehen ist, wie weit Corona noch Opfer schürt, um die sich die Politik keinerlei Gedanken machen dürfte, wie sonst kann man in vielen Bereichen so handeln oder „argumentieren“ wie es die Politiker gerade tun. Unverständlich! Ich wünsche Euch jetzt eine gute Nacht, lieben Dank, dass ihr uns so treu bleibt und Woche für Woche „dabei“ seid. Vergelt’s Gott und Danke an alle Spender/innen, Gönner/innen, all unseren Wegbegleitern und auch an all unsere Neider, schön, dass es Euch gibt! Eine tiefe Verneigung und alles Gute. 🙂 ❤