2.4.2020 – Ein sehr bescheidener Tag!

Donnerstag 2.4.2020 ... unser Verteil-Donnerstag begann heute mit abholen der Frischware (Aufstriche, Wurstsalat u.v.a.) aus dem Kühllager, danach ging es zum Brot abholen in Haid und kurz ins Lager. Umladen und heimfahren, noch alles fertig machen für den Nachmittag. Zu Hause am PC traf mich fast der Schlag als ich ein Posting von einem Menschen entdeckte, den ich weder kenne, noch nie gesprochen habe und der mich in diesem Posting öffentlich denunziert und diffamiert und Geschichten erfindet. Das passiert ja schon des öfteren dass ich zB beschimpft werde, nur heute trifft es mich besonders stark aus einem nicht genannten Umstand. Das Mittagessen ließ ich daraufhin aus, mir gings richtig schlecht....ok auf und trotzdem ins Lager, die Menschen warten heute Nachmittag wieder auf uns. Dort war unsere Maria schon fest am werken. Bus ausladen, Kisten mit den vorgefertigten Lebensmittelsackerln für heute Nachmittag einladen, ebenso Obst und alles was wir sonst noch austeilen wollen. Punkt 15Uhr abfahrt Richtung Linz, und es war wie in den letzten Wochen auch, fast kein Parkplatz frei, wir warten und nach 10 Minuten werden 2 frei. Punkt 16Uhr beginnen wir mit der Ausgabe, etwa 40 Schützlinge kamen heute zu uns und holten sich wieder eine Ration Lebensmittel für die kommende Woche. Viele Gedanken wegen dem Posting von Mittag! Keine guten Gedanken. Warum tu ich mir all das noch an? Hm, mich wieder ablenken, weitermachen und mir nichts anmerken lassen, gelingt nicht wirklich. Egal, wir packen um 17.30Uhr zusammen, fahren ins Lager um dort wieder alles einzulagern. Und so endet der heutige Donnerstag. Ein Danke an all unsere Spender/innen und ans gesamte Team. Vergelt's Gott 

19.3.2020 – Verteil-Donnerstag einmal anders!

Heute, Donnerstag 19.3.2020 ... ein absolut ungewöhnlicher Verteil-Donnerstag! Corona hält die Welt, hält Österreich, hält auch uns in Atem. Absolute Vorsicht ist geboten, keine Leichtsinnigkeiten, keine Fehltritte, alles muss stimmen. Vergangenen Montag als das Versammlungsverbot ausgerufen wurde, war mein erster Anruf bei der Polizei am Bahnhof, ob wir unsere Verteilaktion unter massiven Sicherheitsvorkehrungen am Donnerstag machen dürfen... JA, war die Antwort, Ja, das ist ja Hilfe für Menschen, und die ist erlaubt. Danke Herr Oberinspektor E.. Als sich im Laufe der Woche die Situation zunehmend verschärfte fuhr ich gestern, Mittwoch nochmal persönlich zur Polizei am Bahnhof, und fragte nochmal nach, mit Verweis auf die Erlaubnis vom Montag, erlaubte auch Hr. Inspektor P. unsere Aktion, mit der Ansage, unseren Verteil-Donnerstag beim Krisenmanagement des Landes O.Ö. anzumelden, damit wir keinen Ärger bekommen. Also ging ich auf direktem Wege von der Polizei zum Landesdienstleistungszentrum, wo mich der Portier eine ganze Stunde hinhielt bis ich ihm über die Fernsprechanlage sagte "ich muss jetzt fahren", worauf er mir entgegenete "bitte fahren Sie zum Landhaus und verlangen Sie das Krisenmanagement". Gesagt - Getan! Nach 1 Stunde warten am LDZ nun ins Landhaus, der Portier dort schickte mich einmal ums ganze Landhaus, um mich dann per Handy zu lotsen. Beim Portier angekommen, wurden Name, Anliegen und Telefonnummer aufgeschrieben und ich wurde mit der Bemerkung "Sie bekommen im Laufe der Woche einen Rückruf" weggeschickt. Dass wir dringend eine Antwort brauchen von jemand kompetenten, der/die auch Zugeständnisse machen darf, verhallte im Vorraum. Kopfschüttelnd ging ich zum Auto und fuhr heim. Genehmigung von der Polizei in der Tasche, Landesregierung....tja, na vielleicht kommt ja der Anruf noch rechtzeitig. Am Dienstag haben wir ja schon entschieden dass wir nicht unser "normales" Programm am Donnerstag fahren würden, sondern vorgefertigte Taschen mit Hygieneartikel und Lebensmittel ausgeben werden, und die Taschen haben wir in einer Sonderschicht Dienstag Nachmittag gepackt. Heute Donnerstag Vormittag, zuerst in die Apotheke Wiener Strasse Hand-Desinfektionsmittel kaufen, Mundmasken organisierte ich die letzten Tage schon. Wir bekamen von der Fa. Elfin 32 Gläser Heringshappen mit Zwiebel, vielen herzlichen Dank an dieser Stelle, die ich heute gleich abholte, anschließend wollte ich noch beim Hofer den bestellten Einkauf von 300 Dosen Tomatenfisch abholen. Leider ist der Tomatenfisch nicht lieferbar, tja, die Leibspeise unserer Schützlinge leider aus, so wie schon viele andere Sachen auch. Das Team vom Hofer Dauphinestrasse, das Beste das ich kenne und wirklich immer bemüht unsere Bestellungen zu unserer Zufriedenheit zu erledigen, aber wenn die Zentrale nicht liefern kann, ist das Team dort machtlos. Ohne Tomatenfisch Richtung Auto - Anruf Landesregierung O.Ö., kurze Erklärung unseres Anliegen, die zuständige Dame Fr. L. sagte uns sofort zu, ja klar dürfen Sie, bitte Sicherheitsvorkehrungen treffen, niemanden in Gefahr bringen und dann wünsch' ich Ihnen gutes gelingen und sagen Sie Ihrem Team liebe Grüße, schön von Ihrer Aktion zu hören. Also nun auch Zusage von der obersten Behörde, vom Krisenmanagement des Landes O.Ö.. Vergelt's Gott und vielen herzlichen Dank für die Erlaubnis. Die ARGE-Obdachlose und die Sozialplattform haben ja auf ihren Facebookseiten publik gemacht dass auch ihre Schützlinge zu uns kommen können und sich Lebensmittel holen dürfen, deshalb rechneten wir mit 150-250 Menschen. Danke an dieser Stelle für die Zusammenarbeit ARGE-Obdachlose (Hr. W.Z.). Maria war heute vormittag schon im Lager, Salami aufschneiden, einpacken, Gebäck und Brot sortieren und einpacken, sie machte alles fertig, dass wir nur noch laden mussten. Ging schnell, dank der Hilfe von Barbara Nowecki Beate Loeffler Rena Meinhart und Maria Fleischanderl. Strahlender Sonnenschein auf dem Weg nach Linz, angekommen, warteten schon 5-6 Schützlinge auf uns. Wir sagten allen, worum es heute geht, nämlich um Abstand, um Disziplin und um Vorsicht. Jeder hielt sich daran. Um 16Uhr Ausgabe der ersten Lebensmitteltaschen, wir wickelten es vorne im Eilverfahren ab, hinten bei den Extrazugaben gings ebenso flott weiter. Wir hatten die Auflage nicht mehr als 5 (!!!) Personen gleichzeitig beim Bus, also mussten wir unsere Schützlinge dorthin leiten, wo sie noch Zugaben bekommen, und immer 2 Meter Abstand zu den anderen Schützlingen halten. Nicht leichtsinnig sondern absolut diszipliniert geht alles. Toll! Markus Obermayr regelte vorne den "Kundenverkehr", ich den hinteren, Dieter Nöbauer half uns heute auch, die Menschen im Auge zu behalten und notfalls einzugreifen. Vielen Dank lieber Dieter für deine Unterstützung und lieben Dank Markus. Großartig! Es ging alles toll und im Eilzugtempo von Statten, es kamen aber doch um viele weniger als wir rechneten. Auch gut so. Die heutigen 43 Schützlinge, die bei uns waren, dankten es mit einem Lächeln und einem aufrichtigen "DANKE, dass Ihr nicht auf uns vergesst!" Nein, wir vergessen Euch nicht, nicht heute und nicht in Zukunft! Kränklich und mit Mundmaske kam einer der nettesten Menschen die ich je kennenlernen durfte, lieber Herr Ingenieur P., wir lassen Sie und Ihre Freunde nicht im Stich! Auch Renate vom Bahnsteig 12 kam heute und holte sich Lebensmittel, das freute mich irgendwie, wenn sie auch voriges Jahr unser Angebot einer Wohnung ausgeschlagen hatte. Sie schaut gut aus, erholt und nicht mehr so kränklich wie voriges Jahr. Um 17.30 Uhr packten wir zusammen und beendeten unseren heutigen Verteil-Donnerstag früher als gewohnt, aber es war nirgendwo noch ein Schützling zu sehen. Ins Lager und Bus ausräumen und dann nach Hause. Die Situation wird zunehmend belastender, da das Vincistüberl ganz zugesperrt hat, und die anderen Einrichtungen auf Notprogramm runterschraubten. Die Bewohner des B37, der Notschlafstelle, das ist absolut positiv anzuerkennen, weil's einfach toll ist, dürfen nun 24 Stunden dort bleiben, müssen das Haus nicht wie gewohnt verlassen. DANKE B37 für diese menschliche Geste! Grossartig! Wir haben unseren Spendern aufrichtig zu danken, dass wir auch diesen Verteil-Donnerstag machen durften mit Eurer Unterstützung. Vergelt's Gott und lieben Dank allen Beteiligten, die den heutigen Tag erst möglich machten. Polizei Bahnhof, Krisenmanagement Land O.Ö., unser Team und alle Helfer. IHR SEID GROSSARTIG!

13.3.2020 – Gratis Vereinskleidung von Peha_Medien!

Freitag, 13.3.2020 .. Peter Hartlauer (www.peha.at ) spendete uns zum "X-ten" und wiederholten Male zahlreiche Vereinsjacken für unsere Teammitglieder und Helfer. Damit wir alle es an den Verteil-Donnerstagen schön warm haben, spendete uns Peter Hartlauer insgesamt schon sehr, sehr viele Jacken, Sweater und Bodywarmer im Bereich einiger tausend Euro's! Vielen, herzlichen Dank und eine tiefe Verneigung für deine großartige Unterstützung, lieber Peter!   Vergelt's Gott und DANKE!

12.3.2020 – Sicherheit am Verteil-Donnerstag geht vor!

Heute, Donnerstag 12.3.2020, der Tag beginnt mit Regen und tief hängenden Regenwolken. Manchmal blinzelt die liebe Sonne durch, aber leider immer nur für Sekunden. Mein Vormittag ist ausgebucht, Kamera und Objektive aus der Reparatur holen, Brot & Gebäck in Haid abholen, in der Metro Desinfektionsmittel kaufen, Mundmasken organisieren und telefonisch Essen für Mittag ordern. Dann noch 1 Stunde auf die Couch und rasten. Alleine das rastlose Telefon hält mich von einem kurzen Mittagsschlaf ab..."nein, leider, wir können aus Platzmangel keine Kleider-spenden mehr annehmen...und nein, ich weiß nicht, wo man Altkleidung abgeben kann, wo diese nicht verkauft wird". Manchmal hab' ich das Gefühl, meine Postings in Facebook sind eigentlich umsonst, weil mich so viele Spender anrufen, die uns Kleidung spenden wollen, obwohl wir seit Monaten ein STOP haben. 2 Teammitglieder fallen aus heute, leider hatte ich keine Zeit mehr Ersatz zu suchen und zu finden. Um 13Uhr auf ins Lager, der Bus ist voll mit Obst, Gemüse und Gebäck....alles ausräumen....zwischendurch telefonieren und mich rechtfertigen müssen warum ich etwas gesagt habe...egal! Um 14 Uhr sind wir zu 4. und können den Bus laden, unsere Eierwagerl (in denen wir die Lebensmittel lagern am Verteil-Donnerstag) werden mit dem Hochhub-wagen geladen, fest verzurrt und der Rest ebenfalls in den Bus geräumt. Der Hänger wird in Position gebracht, um ihn anzuhängen wenn ich mit dem Bus umgedreht habe. Das ganze Obst und Gemüse findet Platz im Hänger, den wir eigentlich nicht mehr benützen dürften...weil die Schäden derart groß sind, dass es mir den Angstschweiß auf die Stirn treibt, wir haben leider noch keine Alternative, keinen Ersatz. Um 15.25 Uhr fahren wir los Richtung Linz, im Bus fahren Barbara Schwingenschuh und Eva Biermair mit, und besprechen nochmal den Plan für heute Nachmittag. Angekommen in Linz warteten schon etwa 15 Schützlinge, und als ich den Hänger abkoppelte kam Martin um die Ecke, unser Martin ist wieder in Linz, vorübergehend, das musste ich natürlich sofort unserer daheim gebliebenen Ingrid Strassl mit Foto berichten. Ingrid kümmerte sich immer mit dem ganzem Herzen um Martin, er war Ingrid immer ein ganz großes Anliegen. Als wir begannen den Bus und Hänger zu richten für die Ausgabe, redete ich noch auf unsere Schützlinge ein, Abstand zu halten und nicht unbedingt in die Richtung husten, in der andere Menschen stehen. Brigitte Stadler und Gerlinde, unsere beiden Bus-Damen, die aus dem Inneren des Busses die Lebensmittel bzw. Kleidung ausgeben, wurden von mir dazu "vergattert", eine Mundmaske zu tragen. Es wäre zu gefährlich wenn jemand in den Bus reinhustet und meine Helferinnen wären dem schutzlos ausgeliefert. Alles bleibt ruhig, besonnen und jede/r hält Abstand. Alle 65 Schützlinge von heute hatten Verständnis für diese Situation. Zwischendurch immer wieder mit Martin...mit Wolfgang....mit Franz und anderen geredet, und ja, alles im Auge zu behalten ist auch nicht immer leicht, aber jeden Donnerstag meine Aufgabe. Wir hatten heute ganz viele Mini-Frankfurter, Schinken, Streichwurst u.v.a. mit, die wir zur Gänze verteilen wollen. Das gelang uns. Punkt 18 Uhr verließen wir unseren Platz in Linz und machten uns auf den Weg Richtung Lager, ausräumen und wegräumen. Um 18.50 Uhr fertig, kurzes Plauscherl noch vor unserer Lagertür und dann gehen Beate und ich noch zum Mäckie, um zu "sündigen". Dieses Nachgespräch mit Beate ist mir immens wichtig, weil Sie eine durch und durch geerdete Frau ist, mit der ich viele Dinge im Verein oder Aktion besprechen kann. Es tut einfach gut, sich austauschen zu können. Danke liebe Beate Loeffler  Vielen Dank dem ganzen Team heute, ihr ward wieder großartig. Vergelt's Gott und großen Dank an all unsere tollen und treuen Spender, die uns diese Aktion jede Woche ermöglichen. DANKE!   Und jetzt an Euch alle noch einen erholsamen Abend und eine schöne Zeit.

Mittwoch, 11.3.2020 – Spendenlieferung in die Notschlafstelle Steyr!

Heute, Mittwoch 11.3.2020 ... Spendenlieferung in die Notschlafstelle Steyr ... wir hatten haltbare Fertiggerichte, Nudeln, Reis, Kaffeebohnen, Löskaffee, Verdünnsäfte, Essig, Speiseöl, haltbare Milch, Marmelade, Kuchen, Chips, Schokolade und Lions-Riegel, viele Reinigungsmittel, Waschmaschinen- und Geschirrspülreiniger, Waschpulver, Toilettenpapier, Küchenrollen, Mineralwasser uva. mit dabei. Vielen Dank allen Spendern, die auch diese Spendenlieferung nach Steyr erst möglich machten. DANKE!