22.10.2020 – Hilfe für 75 Menschen!

Heute, Donnerstag 22.10.2020 ...

... der Verteil-Donnerstag in Linz stand wieder auf dem Programm, und wir, das gesamte Team freute sich schon sehr auf unsere Schützlinge. Der Mittwoch begann mit einer großartigen Spende aus Pasching, die wir in Haidershofen abholen mussten. Aber dazu gibt es später ein gesondertes Posting. Wie üblich begannen unsere Vorbereitungen für den Donnerstag, gestern Mittwoch früh im Kühl- bzw. im Tiefkühllager bei -40°, das jede Woche so herrlich "erfrischend" ist für Christian und mich. Überhaupt wenn man nur leicht bekleidet in dieses Hochregallager geht und glaubt, die dortigen -40° wären zu überwinden. Spätestens hier bemerken Christian und ich jede Woche auf's Neue dass wir keine 20 mehr sind. Diese Kälte tut nach spätestens 5 Minuten ohne adäquate Kleidung richtig weh, in jeder Pore! Egal, da müssen wir durch. An dieser Stelle eine tiefe Verneigung und ein demütiges Vergelt's Gott für all die Lebensmittel die wir hier bekommen (Pizza, Dorschfilet, Chicken-Wings, Fischstäbchen u.a.), und für das kostenlose einstellen für Teile unserer Lebensmittel eine extra DANKE! Von -40° ins "normale" Kühllager bei etwa 0°, da ist es richtig "angenehm", zu arbeiten. Alles noch schnell zusammenstellen und ab geht's, in unser Lager nach Ansfelden. Alle tiefgefrorenen Lebensmittel in die Gefrierkombi geben, die Käsekugeln in den Kühlschrank damit diese auftauen, alles vorbereiten, um am Donnerstag nicht mehr allzu viel Zeit zu verlieren. Heute, Donnerstag zuerst bei MAN Ansfelden nachfragen, wegen Winterreifen und Felgen für unseren neuen Transporter, ja, "suchen Sie sich einen Reifenhändler ihres Vertrauens" war deren Antwort, ganz zu schweigen dass es nirgendwo Felgen in der gewünschten Dimension zu kaufen/bestellen gibt. Nur nicht ärgern, wir kriegen noch irgendwo Winterreifen, da bin ich mir sicher, nur, woher? Egal! Dann heute Vormittag weiter nach Haid, zuerst Kaffee trinken und einen Krapfen genießen, ein Plauscherl und ein paar Witze, schon ist der Vormittag gerettet. Wir fuhren aus Haid mit ganz viel Brot, Gebäck und viel Süßem weg. Nächstes Ziel heute Vormittag, Lager Ansfelden. Alles ausladen, kontrollieren auf Genießbarkeit, das jede Woche Christian verlässlich macht, in der Zwischenzeit kümmere ich mich um die Dinge drinnen in unserem Lager, alle Wagerl herrichten und auf Vollständigkeit prüfen. Im Innenlager nebenan werkt ein junger Mann der TAB, macht neue Gitter und Türen rein, hier werden wir in Kürze ein paar Quadratmeter Lagerfläche dazu bekommen, um die Kleidung von den Lebensmittel zu trennen, ein enorm wichtiger Schritt für uns. Ein wenig müssen wir noch Geduld haben. Zu Mittag geht's zum Schachtelwirt nebenan, Christian und ich sitzen uns ins Freie und genießen unser verdientes Mittagsmenü. Als Maria mit ihrem Transporter vorbeifährt wissen wir, Zeit aufzustehen und alles fertig zu machen, um unseren Transporter zu beladen. Die Beladung wie immer, zuerst unsere 2 Donnerstagswagerl, anschließend Getränke und Kühlboxen, zum Schluss unsere Kühl- Gefrierkombi und dann noch alle Tische...Sesseln und Hocker, und schon ist der Transporter voll. Umdrehen, um unseren Humer-Anhänger anzukoppeln, Gerlinde und Ingrid bestückten den Anhänger in der Zwischenzeit, eine neue Anordnung im Anhänger wird heute in Linz erprobt, die 2 Mädls machen das schon, ich verlass mich zu 100%. 15 Uhr, unser Gespann steht zur Abfahrt bereit. Als besondere Auflage haben wir heute bekommen, dass wir eine extra Person abstellen müssen, die sich auschließlich um Desinfektion, um alle Sicherheitsvorschriften vom Land OÖ und Polizei zu kontrollieren und dafür zu sorgen, dass alles reibungslos abläuft. Dazu muss ich sagen, wir bekamen als Auflage ... Gesichtsschild, Mund/Nasenmaske und Einweghandschuhe zu tragen. Das Gesichtsschild läuft aber dauernd an wenn man darunter eine M/N-Maske trägt, deshalb ist das Tragen beider Masken/Schilder eine schwere Einschränkung, weil man bald nichts mehr sieht. Wir wussten uns zu helfen. Rena übernimmt diesen Part, alles im Blickfeld zu haben. Als wir dann um 15.30 Uhr in Linz ankamen, standen schon 23 Schützlinge wartend auf unserem Platz. Wir mussten ihnen alle Auflagen erklären und alle bitten, 2 Meter Mindestabstand zu halten. Das funktionierte nicht immer, Kevin, ein junger Obdachloser sah nicht ein Abstand zu halten, als ich diesen aber einforderte begann er zu schimpfen und verließ unseren Platz trotzig. Tja, wir können es nicht riskieren, hier wegen solcher Vergehen einen Platzverweis zu bekommen, das wäre absolut niemandem dienlich, 75 Schützlinge waren es heute die bei uns waren, wenn wir diese wegschicken müssten, weil ein einzelner die Regeln nicht einhalten will, das geht gar nicht. Wir müssen manchmal auch mit Nachdruck die Corona-Regeln einfordern, in der Regel funktioniert das sehr gut, heute halt mit einem kleinen Vorbehalt. Alle anderen hielten sich aber toll an alle Vorgaben. Unsere Tische waren heute wieder prall gefüllt mit verschiedensten Lebensmitteln und Getränken. Jeder bekommt wirklich so viel dass er/sie 1 Woche über die Runden kommt, darauf legen wir unser Hauptaugenmerk. Niemand soll hungern. Unsere "Kleiderabteilung" bei Ingrid und Gerlinde wird jede Woche noch intensiver genutzt, neue Unterwäsche, neue Socken, warme Winterjacken, Sweater und warme Schuhe, sowie warme Schlafsäcke und Isomatten die Frost aushalten. Unser breites Angebot wird auch heute wie jede Woche in Anspruch genommen und jede/r bedankt sich nicht 1-Mal, sondern 3-4 Mal. Mit einer zufriedenen und glücklichen Mimik gehen alle von unserem Bus weg, das ist das schönste Gefühl das uns unsere Schützlinge geben können. Zu helfen tut so gut und ist gar nicht schwer. Am Ende werden es wie gesagt 75 Schützlinge sein die sich Spenden bei uns holten. Schon ein wenig hoch die Anzahl und es ist noch gar nicht Monatsende. Da "fürchte" ich schon den nächsten Verteil-Donnerstag, dann werden es noch mehr sein. Corona ist ein rasender Brandbeschleuniger in Sachen Armut/Obdachlosigkeit. Wir sehen es Woche für Woche, das macht uns traurig. Kurz nach 17 Uhr kommt Jürgen Seiler zu uns und bringt Kuchen und eine Bananenschachtel voller Äpfel vorbei, die wir gleich ausgeben. Vergelt's Gott für deine Spende! Um Punkt 18 Uhr wird zusammengepackt und das Gespann angekoppelt,  Barbara Nowecki chauffiert in Ihrem Pronto-Pronto Bus (DAS Event, das man gesehen haben muss) alle Helferinnen ins Lager, eine tolle Fahrgemeinschaft. Angekommen im Lager wird gleich der Hänger abgehängt und auf die Stützen gestellt, der Transporter ausgeladen, Gerlinde reinigt alle Kühlboxen inklusive die Kühl- Gefrierkombi, ein absolutes MUSS nach einem Verteil-Donnerstag. Alle Boxen und Kisten müssen sauber sein. Als wir alles fertig hatten war natürlich "Nachbesprechung" beim Mäcki angesagt. Hier wurden heute wichtige Eindrücke besprochen und auch gleich besprochen wie wir weiter vorgehen werden. Wird spannend. Um 19.45 Uhr brachen wir dann nach einem großen Eis mit Erdbeersoße (mein Diabetes wird es mir danken) ... verschiedensten Burgern und Salaten auf in Richtung Heimat. Auf mich wartet ein langer Abend mit den üblichen Arbeiten. Ich hab noch unseren Spendern/innen zu danken, dass wir auch diese Woche wieder unseren Verteil-Donnerstag machen durften, DANKESCHÖN 🙂 und unserem Team ein großes DANKE für all die ehrenamtliche Arbeit, unbezahlt, Zeitintensiv, ABER MIT VIEL HERZBLUT und RESPEKT unseren Schützlingen gegenüber! Liebe Wegbegleiter, ich bitte Euch auch heute wieder, nicht wegzuschauen und zu helfen, wo Hilfe nötig ist. Schaut nicht weg! 🙂 ❤ Schön dass es Euch gibt 🙂 ❤

19.10.2020 – Eine wahnsinnige Spende der Fa. SNP!

Eine großartige Lebensmittelspende um mehrere tausend Euro's spendete uns die Fa. SNP aus Pasching, mittlerweile ein treuer Wegbegleiter und oftmaliger Spender! 🙂
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325 Dosen Tomatenfisch
528 Dosen Thunfisch
150 Dosen Bohnensuppe
330 Dosen Gulasch
180 Dosen Chili Con Carne
180 Dosen Gefüllte Paprika
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WAHNSINN! Vielen herzlichen Dank und eine tiefe Verneigung für diese überaus menschliche Geste und großartige Spende!
Vergelt's Gott 🙂 ❤
Spende von SNP

15.10.2020 – Ein durchwachsener Verteil-Donnerstag!

Heute, Donnerstag 15.10.2020 .... ein durchwachsener Tag mit vielen, vielen verschiedenen Spannungen und Entscheidungen, mit ein wenig Tragik, mit ganz viel Anerkennung und Lob, mit zahlreichen Versuchen uns zu veräppeln...uns nicht so ganz ernst zu nehmen und einem süßen Baby, dass uns alle für Sekunden sprachlos machte. Der Verteil-Donnerstag begann nicht wie üblich schon am Mittwoch mit abholen der TK Artikel, nein, das musste alles heute, Donnerstag früh erledigt werden. Aber eigentlich begann der Tag heute um 6 Uhr früh mit einem wunderschönen Mail, das mein Herz im wahrsten Sinne des Wortes höher schlagen ließ. Hier ein kleiner Auszug aus dem Original E-Mail:
"Hallo Herr Kreische,
Es freut uns, dass wir sie auch dieses Jahr etwas unterstützen konnten und hoffen, dass wir mit unserem Beitrag etwas zur Linderung der Probleme beisteuern konnten. Wir haben auch für nächstes Jahr ein gewisses Budget für sie und ihren Verein reserviert. Geld hilft natürlich, aber es ist nichts, wenn es nicht die vielen freiwilligen Helfer bei ihnen geben würde, die bei jedem Wetter und auch unter allen Anfeindungen den Obdachlosen helfen und auf der Straße stehen. Mein Kollege und ich wollen uns im Namen der Firma auch bedanken für ihr Engagement für diesen Bereich. Wir wollen uns auch bei Ihren Mitarbeitern bedanken und laden sie hiermit mit Ihren engsten Mitarbeitern (14 Personen) zu einem gemeinsamen Essen ein. Wir würden Sie ersuchen, dass sie sich ein schönes Restaurant aussuchen und mit ihren Mitarbeitern einen schönen Abend verbringen. Wo auch immer sie wollen und auch wann sie wollen."
Diese so großartige menschliche Geste kann ich immer noch in keine Worte kleiden, wir bedanken uns einfach mit einem dankendem VERGELT'S GOTT!
 Das war heute früh der 1. Grund, warum mir Tränen in den Augen standen. So eine Anerkennung für unsere Arbeit, für unser gesamtes TEAM zu bekommen bedeutet mir sehr viel. Denn es ist IMMER das gesamte TEAM, das hier engagiert und wertschätzend die ehrenamtliche Arbeit macht, bei Regen, Schnee, Sonne oder Sturm. Ich bin stolz auf unser gesamtes TEAM.
Der Tag ging dann um 8Uhr in die Vollen, Christian abholen, dann ab ins Lager, die Spende von gestern ausladen und auf geht's, Richtung Pasching zu der Spedition Transdanubia ins Tiefkühl- und ins Kühllager, tiefgefrorene Lebensmittel abholen die wir nachmittags austeilen wollen. Hr. Lehner, der uns dankenswerter Weise kostenlos sein Kühl- und TK-Lager zur Verfügung stellt, noch schnell begrüßt und Knabbergrüße dort gelassen. Dann sämtliche Sachen einladen und auf geht's nach Haid, Brot, Gebäck, Obst und Gemüse sowie viele Getränke holen. Zuerst ein guter Kaffee mit Krapfen und ein Tratscherl, Christian und ich fühlen uns so wohl dort, wir kommen jede Woche sehr gerne hierher. Dann alles einladen und ab Richtung unser Lager in Ansfelden, alles ausladen und durchschauen auf Genießbarkeit, Christian portioniert auch gleich die Brötchen und packt sie ein für unsere Schützlinge und ich kümmere mich um die Altkartons. Zu Mittag, wie gehabt, zum Mäcki, schnell ein Menü und um die Punkte noch Cola-Gläser mitgenommen, ab ins Lager, es ist 13 Uhr und die ersten Helfer/innen werden gleich kommen. Unvorhergesehen versperrt uns dann ein Wiener PKW die hintere Ladeklappe unseres Transporters, da sie einen Billardtisch auf den Hänger verladen. Es geht aber flott und sie sind dann auch gleich wieder weg. Maria Fleischanderl, Wolfgang, Barbara Nowecki waren die ersten, die heute ins Lager kamen. Also begannen wir auch gleich unsere Donnerstagswagerl in den Transporter zu laden und zu verzurren, die Kühl- Gefrierkombi gleich hintendran und all die Kühlboxen mit der ganzen Frisch- und Wurstware daneben. Wir hatten wieder viele tiefgefrorene Schmankerl mit, Schinken im Oberskren-Mantel, Dorsch-Filet, Chicken-Wings, Käsegriller, Grillwürstel uva.. Unsere Tische und Sessel sowie den großen Aschenbecher noch neben all den Kisten, Schachteln und Boxen reinstopfen. Dann war unser Transporter so ziemlich voll, gleichzeitig kümmerten sich Ingrid Strassl und Gerlinde Körner ums Befüllen unseres Humer-Anhängers, Gerlinde war ja heute zum 1. Mal wieder dabei nach Ihrer Reha, wir haben dich alle vermisst, Prinzessin! Als wir alles eingeladen hatten riefen wir noch unsere Beate Loeffler an, um Ihr gute Besserung und alles Gute zu wünschen, sie liegt frisch operiert im KH und wir denken oft an sie. An dieser Stelle liebe Grüße vom gesamten Team, wir sehen uns! 🙂 ❤ Sodale, alles war eingeladen, Transporter umdrehen um unseren tollen Humer-Anhänger, der alle Stückerln spielt, anzuhängen. Also es sei hier schon gesagt, unser Humer-Anhänger macht großartige Arbeit, und hat eine Qualität, sagenhaft, eben Humer. An dieser Stelle noch einmal ein riesengroßes Danke an die Firma Humer-Anhänger in Gunskirchen, wo die Kundenwünsche wirklich am Größten geschrieben werden. DANKE für diesen grandiosen Anhänger, er begleitet uns jede Woche und macht, wie gesagt, großartige Dienste.
Also das Gespann zusammenhängen und ... noch ein wenig quatschen, es gibt immer wieder viel zu besprechen vor einem Verteil-Donnerstag, und wir alle genießen das. Um 15 Uhr, mein Blick zuerst auf die Uhr und dann gleich hinauf zum Himmel, dicke Regenwolken hängen tief über Ansfelden, Richtung Linz sieht man einen etwas helleren Himmel, wir schöpfen Hoffnung. 15.15 Uhr Ankunft in Linz auf unserem Platz auf dem alten Bus-Terminal, 9 Schützlinge warten schon, zum Schluss werden es 77 Schützlinge sein, die heute zu uns kommen und sich mit Lebensmittel, Hygieneartikel, warmer Kleidung und warmer Schuhe sowie Schlafsäcke und Isomatten versorgen. Zu Beginn kamen 2 "Herren", die vor 3 Wochen schon bei uns waren, und damals im Nachhinein aufgefallen sind, durch ihr freches Verhalten. Fuhren damals auf den PVA Parkplatz mit einem BMW 525 vor und holten sich bei uns Spenden. Dem beugte ich gleich von beginn an heute vor und verlangte einen Einkommensnachweis, von Beiden! Zuerst kam von dem Einen "ich habe €300,- Notstandshilfe, ich habe keinen Einkommensnachweis hier, ich blieb ihnen gegenüber bei meiner Ansage "Keine Spende ohne Einkommensnachweis", schwupps nach 10 Minuten hatte dieser "Herr" auf einmal einen AMS-Zettel mit seinem Taggeld, auf einmal waren die €300,- Notstandshilfe....schwupps € 1033,- AMS Geld! Als ich ihm sagte dass unsere Grenze um einiges darunter liegt und er mit diesem Einkommensbescheid bei uns keinerlei Spenden bekommen würde, wurde er unflätig, frech, fordernd und beschimpfte mich! "Ich beschwere mich bei Ihrem Vorgesetztem, meinte er noch zu mir, um dann noch zu drohen "Wir kommen wieder". Tja, liebe Spender/innen und Gönner/innen, so geht's nicht. Zuerst lügen und dann noch frech werden, ein anderer Obdachloser bekam deshalb 4 Wochen zeit um nachzudenken, ob wir wirklich die sind, die er ärgern und ungut behandeln kann. Liebe Wegbegleiter, wir müssen uns manchmal vor allzu motivierten Schützlingen schützen, denn beschimpfen und unser Team zu erniedrigen, geht gar nicht! Kaum waren die 2 "Herren" weg, kam ein Vespafahrer zu unserem Transporter, den ich, noch bevor er abgestiegen war, fragte, bist Du obdachlos? Seine Antwort war "Ja, ich schlafe im Wald". Ich musste mich umdrehen und gehen, sonst wär ich vor seinen Augen in die Luft gegangen, nach 2 Minuten, fragte ich ihn nochmal "bist Du obdachlos?" Und ich merkte gleich noch an, lüg' mich nicht an, sag die Wahrheit, nur so werden wir "Freunde". Ich ließ ihn nicht zu Wort kommen ehe er mich nochmal anlügt und drückte ihn rhetorisch an die Wand mit: "Wie kannst Du im Wald leben und Vespa fahren, an welchem Hauptwohnsitz-Baum hast Du deine Vespa denn angemeldet? Will sagen: Er wohnt im Wald fährt aber eine angemeldete Vespa, geht wohl schlecht, da man wohl im Wald keinen Hauptwohnsitz zum Anmelden der Vespa haben kann. Ich redete nochmals auf ihn ein und machte ihm klar, dass jetzt zu lügen, gar keine gute Idee ist. Er meinte dann, er bekomme 870,- Pension, 300,- Heimrente und bekomme auch noch Pflegestufe 2. So, jetzt war ich überschlagsmäßig beim zusammenrechnen auf knapp €1500,-, worauf ich auch ihm sagen musste, "So NICHT"! Keine 5 Minuten später wurde ich zum Hänger gerufen, eine junge Frau wurde hier auf uns aufmerksam und spendete uns €10,- für 1 Lebensmittelpaket. Vielen DANK! 🙂 Kurze Zeit später kam noch eine weitere Spenderin zu uns und brachte Hygieneartikel sowie eine Bettwäsche vorbei, auch hier vielen Dank! 🙂 Um 18 Uhr war alles aufgebraucht, fast alles weg, fast alles ausgeteilt. Ein gutes Gefühl, liebe Spender/innen, 77 Schützlingen wieder geholfen zu haben, unserem Team kann ich wieder nur ein großes Danke sagen und...schön dass es Euch gibt! Auf nach Ansfelden ins Lager, ausräumen und wieder einlagern, und ab zur Nachbesprechung zum Mäcki, das muss schon sein, nach unserem Verteil-Donnerstag. Hier erzählt jede/r seine Erfahrungen, die er/sie machte heute, eine tolle Sache diese Gemeinschaft! Und als wir unsere Nachbesprechung eigentlich schon beenden wollte, kam ein junger Vater mit seinem Baby auf dem Arm, zu uns....niemand von uns wusste was er wollte, bis der Vater dem Kleinen zeigte, dass er die € 20,- die er in der Hand hält, fallen lassen soll. Der Kleine ließ den € 20,- Geldschein fallen, und wir waren alle sprachlos! Niemand wusste wie ... warum ... wir sagten nur mehr DANKESCHÖN! Wisst Ihr liebe Wegbegleiter, solche durchwachsenen Tage wie heute, wenn auch zwischendurch etwas unschönes passiert, machen uns dann am Ende doch unendlich reich, machen uns glücklich, machen uns als Team unendlich froh! Danke liebe Spender/innen dass wir jede Woche solche Erfahrungen machen dürfen, VERGELT'S GOTT....wir sind reich, wir sind glücklich, weil IHR den Weg mit uns geht! Um 20.15 Uhr dann ab nach Hause, jetzt geht es wie jede Woche ans texten, ans Foto hochladen und an die restliche Arbeit, die heute noch ansteht. Ich gehe heute mit einem Gefühl in die Nacht, das ich nicht oft habe, DANKE Du gütiger Herr da droben, dass ich all das auf diese Weise erleben darf! So endet hier mein Posting, die restliche Arbeit begleitet mich noch ein paar Stunden. Danke dass Ihr uns immer auch lesend begleitet, schön dass es Euch gibt! Vergelt's Gott für ALLES! Gute Nacht! 🙂 ❤

8.10.2020 – Verteil-Donnerstag und eine kurze Nacht!

Unser Verteil-Donnerstag heute, am 8.10.2020 begann wie jeder andere auch schon am Mittwoch, mit Christian war ich früh morgens unterwegs, zuerst Spenden abholen in Marchtrenk und anschgließend ins TK-Lager und ins Kühllager zu Hr. Günther L., Wurst, Grillgut und Schinken in Oberskren zurechtlegen und einiges an Kuchen, Ketchup u.a. herrichten und einpacken. Für Mittwoch hat sich Fiona Rukschcio angekündigt, sie macht eine Dokumentation über Obdachlosigkeit in verschiedenen Städten Europas. Sie nimmt uns Lebensmittelspenden aus Wien von Footpoint mit, die wir dankend annehmen. Fiona war aber gestern dann schon ziemlich geschafft, deswegen trafen wir uns erst heute Donnerstag Mittag, im Lager. Aber ich muss noch etwas loswerden, was sich gestern, Mittwoch, noch so abspielte. Und hier werde ich nicht ins Detail gehen, sondern lediglich beschreiben was gerade im Hintergrund so passiert. In der Nacht zum 26.9.2020 bekam ich, wie jedes Jahr so etwa 14-20 Mal, eine tolle Facebook Nachricht, in der mir "erzählt" wurde, dass "sie" mich kriegen würden, "sie" mir das Kreuz brechen werden usw., und gestern am späten Nachmittag bekam ich keine Facebook Nachricht, sondern einen Anruf, in dem ich auch beschimpft wurde, natürlich mit unterdrückter Nummer, so wie die FB-Nachricht mit gefaktem Account. Wenn ich diese Drohungen auch nicht sehr ernst nehme, so machen sie doch etwas mit mir, und das war gestern Abend nicht sehr schön, umso länger ich nachdachte und das Gespräch nochmal und nochmal Revue passieren ließ, umso unruhiger wurde ich. Ergo war meine Nacht eine kurze, sehr kurz. Angemerkt sei noch, die Polizei ist informiert, aber diese Fake-Accounts gibt es immer nur ganz kurze Zeit um eben 1 oder 2 Nachrichten zu versenden. So viel zu manchem, was so fernab unserer Öffentlichkeitsarbeit passiert. Also eine kurze Nacht, und einen langen Tag vor mir, das geht sich irgendwie aus, muss es! Heute Vormittag waren Christian und ich dann in Haid Brot und Gebäck holen, bei einem guten Kaffee und Krapfen ein gutes Gespräch, ich fühle mich dort so wohl. Und heute bekamen wir viele viele schöne Lebensmittel, die wir nachmittags an unsere Schützlinge ausgeben werden. Nach unserem Kaffee ab ins Lager, alles durchsortieren und schauen auf Genießbarkeit. Zwischendurch kam noch ein guter Freund ins Lager, der für eine Mutter von 2 Kindern, die nichts mehr hatte zu essen, vorbei und ich gab ihm Lebensmittel für sie mit. Natürlich liebe Spender/innen, wenn wir von einem Fall von Armut hören, wird ungefragt geholfen, hier schauen wir natürlich dass die Lebensmittel schnellstens zu der Familie kommen, danke Erwin und Eva dafür, nicht wegzuschauen und gemeinsam zu helfen. Zwischendurch musste ich mich hinsetzen, da ich in letzter Zeit oft an "Schlechtsein" leide, und keine Ahnung habe, woher das auf einmal kommt. Es kommt plötzlich und verschwindet auch so schnell wieder. Aber mein Körper möchte mir wohl sagen "mach mal langsam", tja. Bald gehts wieder besser und wir gehen zum Mäcki, Mittagessen, Rena ist auch dabei, was mich sehr freut. Unser 1er Menü für 2, danach wieder zurück ins Lager, Christian hat schon fleissig alle Brote, Gebäcke usw. geordnet, er ist eine große Hilfe! Bald schon kam dann Fiona mit Daniel, ihrem Schützling. Erstes Kennenlernen, erstes Abtasten, wir sind gleich auf Ebene 1 wo wir quatschen und über Erfahrungen reden, uns austauschen. Ich zeige ihr unser Lager, sie filmt und fordert ein paar Erklärungen von mir in die laufende Kamera, klar, kein Problem. Hier erkannte Fiona schnell, dass wir gut sortiert und sehr professionell für einen Verein unser Lager und das ganze Drumherum organisieren. Sie fragte immer wieder die gleichen Fragen und ich antwortete ihr mit den gleichen Antworten. Sie war sichtlich überfordert, auch als ich ihr die Strukturen unserer Aktion, unseres Vereins erklärte. Na gut, wir müssen beginnen den Transporter zu laden, den Anhänger fertig herzurichten. Unsere Wagerl rein, festzurren, Getränke, Kühl- Gefrierkombi reinladen und verzurren, alles notwendige einpacken, Tische, Klappsessel, Hocker, Plakatständer usw.. Als der Transporter voll war drehte ich um, um unseren großartigen Humer-Anhänger anzukoppeln. Um 15.07 Uhr Aufbruch Richtung Linz, Fiona mit ihrer Kamera fährt hinter uns los und filmt noch die Abfahrt, Ankunft in Linz, etwa 12 Schützlinge warten schon auf uns und das erste was ich tun muss, ich muss alle an die 2 Meter Abstand und an die Pflicht eine Maske zu tragen, erinnern. Danach Hänger umdrehen, positionieren, aufmachen und die Seitenklappe absichern, danach den Transporter ausladen, 6 Tische zwischen Transporter und Anhänger wollen befüllt werden mit vielen tollen Lebensmitteln. Marianne mit ihrem Mann teilen heute das Brot und Gebäck aus, Wolfgang und Gilbert sind bei der Wurst und den Kühlboxen, Brigitte bei den Lebensmitteln im Transporter, Wolfgang II bei den Getränken, Ingrid Strassl wie immer bei der Kleidung und Outdoor/Schuhe, Markus macht die Gustostückerl beim Anhänger. Beate musste ja heute Mittag zuerst absagen, weil ihre Tochter zur Entbindung ins KH musste. Die kleine Hannah kam mit 2,60kg zur Welt und wir wünschen Julia und Chris alles alles liebe und Gute, und dir liebe Beate wünschen wir eine großartige Omazeit. Es freut uns riesig. Ich hoffe es ist ok dass ich auch das hier einbinde, weil wir alle sahen welche Freude Beate mit ihrem Enkerl hat. Zwischendurch kamen liebe Spender zu uns und brachten (nicht zum 1.Mal) einen ganzen Karton voller frisch gebackener Mohn-Schnecken, Kuchen und € 50,- Spendengeld. Ganz lieben Dank für die köstliche Abwechslung, KLASSE! 36 Schützlinge sollen es am Ende des heutigen Verteil-Donnerstags werden, die sich von uns Lebensmittel, Hygieneartikel und alles andere was gebraucht wird, holen. Es ist eine ruhige Stimmung beim Bus, beim Anhänger, manchmal fordert Stefan (aus Niederbayern) mich heraus, aber er weiß, ich hab Nachsicht mit ihm ( 🙂 ). Fiona filmt den Verteil-Donnerstag und redet mit vielen über ihr Schicksal, ihr Leben. Fiona macht ja selbst in Wien "Das Frühstück im Park", eine Lebensmittelausgabe in Wien, die wir sicher bald besuchen werden. 17.50 Uhr, alles einpacken, Ingrid hat die Parkzeit übersehen und ich laufe noch quer über die Strasse um den Parksherriff 10 Sekunden zu warten, da wir schon quasi am einwerfen sind... "leider zu spät" kam zurück und der Strafzettel hing auch schon am Auto. Tja...liebe Ingrid, in Zukunft passen wir gemeinsam besser auf. Dann passiert sowas nimma, versprochen! !8 Uhr, alles fertig eingeräumt, Abfahrt, Verabschiedung von Fiona, vielleicht sehen wir uns morgen Vormittag nochmal um noch ein paar Sachen zusätzlich zu drehen, Mal schauen. Ankunft im Lager, alles ausladen und einlagern, die Nachbesprechung steht an. 3 Mal großes Eis mit Erdbeersoße beim Mäcki, ein Eis das wahrlich vorzüglich ist. Wir genießen es alle 3, Wolfgang musste ja wegen anderer Umstände schnell heimfahren. Beate, Ingrid und ich genossen aber sichtlich die gemeinsame Zeit, ich fühle mich so wohl mitten unter so großartigen Menschen. Schön dass es Euch gibt! Danke ans gesamte Team heute, ihr habt wieder einen großartigen Job gemacht und ein dickes DANKE und Vergelt's Gott unseren Spendern/innen, DANKE dass ihr uns diese, unsere Aktion jede Woche ermöglicht. Danke für Eure Treue und Loyalität, schön dass es auch Euch gibt...wir sind alle sehr stolz auf EUCH! Bei der Nachhause Fahrt vom Lager noch wirklich gefährlich rechts überholt worden, von einem dem es scheinbar egal war dass er sich und andere in Gefahr brachte. Tja...für mich geht der Tag auch langsam ins Finale, einiges noch an Vereinsarbeit machen und die Lagersoftware (neue Version) noch installierten und und und ... noch einiges zu tun...Euch aber eine gute Nacht und DANKE für alles! 🙂 ❤

1.10.2020 – 19° und 80 Schützlinge!

Heute, Donnerstag 1.10.2020
... unser wöchentlicher Verteil-Donnerstag war am Programm. Im Vorfeld der gewohnte Ablauf, am Vormittag Brot, Gebäck, Obst und Gemüse in Haid holen, bei Kaffee und Kuchen und einem Tratscherl geht alles viel besser nachher, also anschließend dann ins Kühllager fahren um dort die gestern Mittwoch hergerichteten Lebensmittel und Getränke abholen. Dann noch schnell einkaufen, für ein flottes Mittagsmenü ala Wiener Würstel in Gulaschsaft. Also dann heim, schnell kochen...schnell telefonieren....alles sollte jetzt schnell gehen, da ich heute alleine unterwegs bin und alle anderen erst um 14Uhr ins Lager kommen. Doch wie es kommen muss, geht auf einmal gar nichts mehr, wichtiges Telefonat mit einer Obdachlosen-Einrichtung, die dringend Lebensmittel bräuchte und sich diese aber selbst nicht holen kann. Wir sind leider immer noch nicht fertig mit unserer Lageradaptierung an die Lagersoftware, deshalb schieben wir alle Spendenlieferungen zur Zeit auf. Das Gefühl das sich dann breit machte in mir, war kein schönes. Da draußen sind viele viele Menschen, die sich zum Teil auf uns verlassen, viele verschiedene Dinge zu bekommen. Zu wissen, dass da draußen irgendwo Menschen sind, die hungern oder frieren weil wir zur Zeit keine Spendenlieferungen machen, ist ein unerträglicher Gedanke. Wir müssen fertig werden, schnellstens mit unserer Lagerräumung. Dieses beklemmende Gefühl, werde ich auch für den Rest des Tages nicht mehr los werden. Es drückt mir den Hals zu, wahrhaftig. Ich koche zwar die Würstel in Gulaschsaft, aber essen...geht jetzt gar nicht. Also auf, ins Lager, alle abgeholten Lebensmittel die wir nachmittags an unsere Schützlinge verteilen wollen, auf Genießbarkeit kontrollieren, durchsortieren und Stapeln. Um 14 Uhr wie jede Woche, trudelt unser heutiges Team ein, Barbara Schwingenschuh Maria Fleischanderl Ingrid Strassl Brigitte Stadler und Wolfgang aus St.Pölten. Noch kurz eine Diskussion über verschiedene Vorfälle, dann geht es aber flott ans einräumen. Transporter und Hänger sind schnell beladen, zusammenhängen und bis zur Abfahrt das Gespann zur Seite stellen. Mein Freund Helmut ruft noch vor Abfahrt an und instruiert mich, morgen einen altmodischen Zahlschein auszufüllen für einen seiner Freunde, der uns eine Geldspende zukommen lassen möchte, er hätte gerne alle relevanten Daten auf einem Blanko-Einzahlungsschein abfotografiert. Da wir ja seit 23.9.2020 Spendenbegünstigt sind, mach ich das liebend gerne morgen. Es tut aber auch so gut, meinen Freund am Telefon zu hören, ein großartiger Mensch mit einer tollen Familie, den ich viel zu selten sehe oder höre. 15.10 Uhr - Abfahrt Richtung Linz. Bei Sonnenschein und sonnigen 19° fahren wir gemütlich und ich sage noch zu Wolfgang, ich rechne heute, da Monatsanfang ist und einige aliquot die Mindestsicherung bekommen, so mit 20-30 Schützlinge, die heute kommen werden. Später werde ich eines Besseren belehrt, es werden heute 80 (!) Schützlinge kommen und sich Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung und Schlafsäcke holen. Die Nächtigungsjetons für die Notschlafstelle, die wir selbst ankaufen und am Donnerstag austeilen, sind schon sehr gefragt. Die Nächte sind nasskalt, feucht und wirklich teilweise schon kalt, da ist jeder Obdachlose froh wenn er eine Nacht in die Notschlafstelle gehen kann. Doch alle Schützlinge über mehr als 2 Nächte (2 Jetons à € 4,-) in die Notschlafstelle einzuladen, ist leider nicht drinnen. Donnerstag für Donnerstag verteilen wir etwa 35-45 Jetons à € 4,-, viel Geld für uns, da wir ja ein Verein sind, der ausschließlich mit privaten Spenden finanziert ist, wir bekommen ja keinen Cent öffentliche Förderung. Deshalb müssen wir gut haushalten mit den Jetons, und es bricht mir immer das Herz wenn dann so gegen Ende unseres Verteil-Donnerstags um 17.45 Uhr noch Menschen kommen, die auch in die Notschlafstelle wollen und ich aber keinen einzigen Jeton mehr habe. Dieses Gefühl liebe Leute, tut richtig tief drinnen, sehr sehr weh. Als wir ankamen den Hänger umdrehen, in Position bringen, Transporter ausladen, Tische aufsstellen und .... Punkt 16 Uhr...es kann losgehen. Der 1. Punkt der angesteuert werden muss ist bei Wolfgang, hier bekommen die Menschen Pizza-Salami, tiefgefrorenen Dorsch oder Fischstäbchen, Käsekugeln vom Schwein oder Pute, die nächste Station ist bei Brigitte, bei der Seitenausgabe des Transporters, wo es Nudeln, Reis, haltbare Milch, Konservendosen uva. gibt, dann weiter zu Barbara zum Schokolade und Süßigkeiten, Maria ist die nächste Station mit Obst, Brot, Gebäck und Gemüse, Wolfgang II gibt für uns die Getränke aus, Beate die in Linz zu uns gestoßen ist, teilt Knabbereien und alles andere vom Hänger aus, und die letzte Station für unsere Schützlinge ist Ingrid bei der Kleidung, wo sich jede/r neue Unterwäsche, neue Socken, warme Jacken und warme Schuhe, Schlafsäcke und Isomatten holen kann. Jede/r? NEIN! Nicht jeder. Heute haben wir begonnen wieder sporadisch Einkommensnachweise zu verlangen, und mussten 3 wegschicken, weil sie für unser Verständnis viel zu viel Pension/Rente bekommen. Hier müssen wir rigoros unsere Glaubwürdigkeit verteidigen, da wir ja auch unseren Spendern im Wort sind. Diese Einkommensnachweise bzw. Versicherungsdatenauszüge (wenn es kein Einkommen gibt) geben uns Orientierung, jeder Bedürftige und Obdachlose soll unsere Spenden in Anspruch nehmen können, aber hierzu muss es auch eine Grenze geben, ab der jemand nicht mehr als "arm" gilt, und diese Grenze kontrollieren wir, darum geht es uns. Es soll niemand durch unser Raster fallen, darauf achten wir sehr penibel, aber wir müssen uns auch vor Spenden-Missbrauch schützen. Unser Verteil-Donnerstag verlief ruhig, bis Herby und seine Freundin kamen, die sich an keine unserer Auflagen hielten, bis sie selbst das Weite suchten. Leider gibt es immer wieder jemanden, die aus der Reihe tanzen, nur, wir sind auf diesem neuen ÖBB-Verteilplatz noch in der Probezeit, und ich möchte nicht riskieren, plötzlich wieder ohne Platz dazustehen. Wir erinnern uns ein paar Wochen zurück, als am alten Verteilplatz in der Böhmerwaldstrasse von heute auf morgen die Maschinen vorgefahren sind und wir unseren Verteilplatz verloren haben, das möchte ich hier KEINESFALLS. Deshalb sind wir auch so auf Disziplin gebürstet, weil hier LKW, Busse und PKW's dicht an uns vorbeifahren. Wie schon erwähnt sollen es am Ende des Tages 80 Schützlinge werden die uns heute besuchten und sich mit Spenden eindeckten. 18 Uhr - unser Tag war ein Guter, ein ruhiger, ein erfüllender. Alles wieder einräumen, ins Lager fahren und alles bis nächste Woche wieder einlagern. Nachbesprechung beim Mäcki wurde schon fixiert, heute gabs Eis, zur Besprechung, das musste heute sein. 20 Uhr Abfahrt Richtung Heimat, auf mich wartet wie jeden Donnerstag der Text zum heutigen Tag, den ich noch schreiben darf, auf verschiedenen Seiten posten und aktualisieren. Ich sage dem heutigen Team ein herzliches DANKE für die großartige Arbeit die Ihr geleistet habt, und unseren Spendern/innen sage ich ein demütiges Vergelt's Gott und Danke, dass ihr uns jede Woche diesen Verteil-Donnerstag ermöglicht, ohne Euch wäre das alles unmöglich. Danke für alles und...schön dass es Euch gibt. Bleibt uns treu und gewogen, wir gehen diesen Weg weiter, solange ihr uns unterstützt. 🙂 <3

24.9.2020 – Helfen tut so gut!

Heute Donnerstag, 24.9.2020 ... ein strahlend schöner Verteil-Donnerstag, der eigentlich sehr unschön begann. Heute früh grau in grau, dicker Nebel und ziemlich aggressive Autofahrer. Um 8Uhr war abholen ausgemacht mit Christian, da wir noch nach Wels fahren mussten um Spenden abzuholen um diese anschließend ins Kühllager zur Spedition Transdanubia nach Pasching zu bringen. Anschließend nach Haid wie gewohnt, Brot...Gebäck...Obst und Gemüse holen. Hier wurde noch für's leibliche Wohl gesorgt in Form von Kaffee und Kuchen und gemütliches Ratschen. Fühle mich bei den Spendern in Haid immer sehr wohl. Sodale, alles einräumen, noch ein paar wichtige Telefonate, Besprechungen vereinbaren, Fragen am Telefon zur Spendenabsetzbarkeit beantworten bzw. an unsere Kassierin Astrid Meßthaler verweisen und...und...und! Kommt immer einiges auf uns zu wenn so ein dicht gedrängtes Programm am Verteil-Donnerstag geplant ist. Im Lager Ansfelden ein Anruf eines hohen Bundespolitikers, der wissen wollte ob er sich unsere Donnerstagsaktion einmal aus der Nähe anschauen dürfe, was ich leider ablehnen musste, da wir als überparteilich wahrgenommen werden wollen und somit keine Politiker mehr in unsere verschiedenen Aktionen einbinden wollen. Dazu möchte ich noch anmerken, dass es speziell hier um einen großen Film- und Fototermin seinerseits auf unserem Verteil-Donnerstag gegangen wäre, den wir nicht haben wollen, da wir uns von niemandem mehr instrumentalisieren lassen wollen. Jeder, absolut jeder kann uns im Lager besuchen, dort kann ich jedem/jeder von unserer Arbeit erzählen, auch Fotos zeigen, aber eine unserer Veranstaltungen für einen parteipolitischen Fernsehauftritt zu nutzen, ein NoGo! Sorry!
Christian widmete sich zur gleichen Zeit den gerade abgeholten Spenden und sah alles auf Genießbarkeit durch. Ich suchte in der Zwischenzeit die Eistee-Dosen im Lager, die nicht mehr gefunden wurden....grmlhmpf! Frust abbauen, ab mit uns zum Mittags(re)launch zum Mäcki, schnell zu Mittag gegessen und dann gleich wieder ab ins Lager. Alle Teammitglieder und Helferinnen die dann langsam eintrudelten waren schwer beeindruckt von unserer Arbeit vom Montag und Dienstag, gesamtes Lager adaptieren und umräumen, mit Lagerplätzen versehen und alles in die Lagersoftware eingeben, vieles passierte hier im Stillen, kommenden Samstag werden wir alles fertig arrangieren, so dass wir dann perfekt organisiert sind. Es ist schon toll, dass wir großartige Helferinnen haben, die viele viele ehrenamtliche Stunden in unsere Aktion, in unseren Verein investieren und dabei noch aufblühen, denn ein beliebter Spruch bei unseren Helferinnen ist "Es tut so gut, diesen Menschen zu helfen, man wird hier so geerdet und geht mit so einem guten Gefühl nach Hause." Diesen Satz höre ich sehr oft, und er tut richtig gut, tief im Herzerl. Als dann alle da waren um 14Uhr Wagerl einladen, verzurren, Getränke einräumen, Kühl- Gefrierkombi ebenfalls einladen, sie ist voll angeräumt mit Fischstäbchen, Grillwürstel, Käsegriller und Bratwürstel. Viele Spender fragen oft "Wo können die Menschen kochen?". Viele finden eine kleine Kochmöglichkeit in der Notschlafstelle vor, andere bekommen von uns einen Gaskocher (inkl. Kartusche) und braten dort ihre Würstel oder machen sich eine Dose Fertiggericht auf und stellen es auf den Gaskocher. Um 14.55 Uhr dann langsam den vollgeräumten Anhänger ausparken um ihn anzuhängen. Ingrid Strassl räumte noch schnell die benötigte Kleidung ein, ein 2-Mann Zelt für unseren Martin, der wieder in der Linzer Au "wohnt" und dort "glücklich" ist. Man sieht es ihm an dass es ihm gut geht, nur wurde er leider sehr Wortkarg, aber jeder darf sein wie er mag. Also Transporter umdrehen, Anhänger anhängen und ab geht es Richtung Linz, bei strahlendem Sonnenschein. Wir freuen uns schon sehr auf unsere Schützlinge, noch dazu müssen wir uns auf dem neuen ÖBB-Platz, wo wir stehen, keine Sorgen um Parkplätze machen, einfach großartig. Wir können nicht genug DANKE sagen an Hr. R. und Hr. S. von der ÖBB Immobilien Abteilung, die uns dieses Geschenk machten. Vergelt's Gott und Danke an dieser Stelle. Angekommen in Linz, beide Fahrzeuge positionieren, rot-weißes Absperr-Band spannen, damit keiner unserer Schützlinge außerhalb von einem LKW oder Bus zusammengefahren wird. Wir sind sehr vorsichtig und immer auf der Hut, damit hier nichts passiert. Gesamt werden es heute 66 Schützlinge werden, die sich bei uns Lebensmittel, Hygieneartikel und vieles andere holen. Ganz schön viele, da es ja nach verschiedenen öffentlichen Aussagen fast keine Obdach- und Wohnungslosen in Linz gibt, und die, die es gibt, sind eh selber Schuld. So leicht macht man es sich, das ist auch ein Grund, warum wir keine Politiker mehr dabei haben wollen. Ich hoffe ihr versteht unsere Intention, so zu reagieren. 66 Schützlinge, die irgendwo auf einer "Lebenskreuzung" falsch abgebogen sind, das, aber liebe Wegbegleiter, liebe Spender/innen, kann wirklich JEDEM/JEDER passieren. Niemand ist sicher vor so einem Schicksal, Niemand. Unser Verteil-Donnerstag war heute ruhig, gesittet und diszipliniert, und wir gaben allein heute 35 Jetons für die Notschlafstelle aus, die wir um € 4,- je Stück/Nacht genauso kaufen müssen wie die Obdachlosen, wenn sie in die Notschlafstelle wollen. Im Winter sind diese Jetons, die wir ausgeben, oft Lebensretter, nur wer einen hat, kann in die Notschlafstelle.
Die Zeit verging heute wieder im Flug, Punkt 18Uhr war alles zusammengeräumt, als noch die letzten 3 Nachzügler kamen und uns um Lebensmittel/Hygieneartikel baten und um Notschlafstellen-Jetons, die uns heute inzwischen leider ausgegangen waren. 18.10 Uhr, Abfahrt ins Lager Ansfelden, alles wie gehabt ausladen und wieder einlagern, natürlich wurde wieder unsere "Nachbesprechung bei Eis und Kakao" ins Spiel gebracht und fast alle waren dabei. Das sind immer so tolle Abschlüsse eines Tages, mit Menschen denen man ganz nah sein darf, unserem TEAM! DANKE dafür! Auch ein riesengroßer Dank all unseren Spendern, die es Woche für Woche ermöglichen, das machen zu dürfen, was wir machen! HELFEN! VERGELT'S GOTT! Mein Part heute ist noch lange nicht erledigt, es wartet noch einige Arbeit auf mich und eine kurze Nacht, Euch aber lieben Dank für's lesen unseres Beitrags von heute, alles liebe, schön dass es EUCH gibt, haltet uns bitte weiterhin die Treue! 🙂 ❤

17.9.2020 – Verliebt in den neuen Verteil-Platz!

Heute, Donnerstag 17.9.2020 ... unser 2. Verteil-Donnerstag auf unserem neuen Platz auf ÖBB Gelände stand heute auf dem Programm. Wie gewohnt wurden gestern Mittwoch schon alle Vorbereitungen in den Kühllagern getroffen und abgeholt und in Ansfelden eingelagert. Apropos, gestern Mittwoch, 12.25 Uhr Anruf vom Magistrat Linz, Zitat: " Frau K. schrieb Hr. Luger einen Brief in dem gefordert wird, künftig der Obdachlosenhilfsaktion einen Platz in Linz zur Verfügung zu stellen, wo sie ihre Spenden an die Bedürftigen austeilen können". Hr. F. vom Magistrat war freundlich und ich sagte ihm dass Frau K. eigenmächtig handelte und wir nun einen Platz von der ÖBB auf dem alten Bus-Terminal zur Verfügung gestellt bekommen, es aber noch nicht sicher sei wie lange wir hier bleiben können. Er meinte dann, es wäre gut wenn wir vorübergehend auf diesem ÖBB Gelände eine Bleibe hätten, dann könne er sich auf die Suche nach einem adäquaten Platz umschauen, den uns die Stadt Linz anbieten könnte. Ich war total sprachlos, da wir bis heute immer nur Abneigung und Gegenwind vom Linzer Magistrat bekamen. Auch meinte er "Wir wußten ja nichts von Ihrer Verteilung in der Kärntner bzw. Böhmerwaldstrasse, es gab nirgendwo einen Eintrag. Ja, weil wir nur eine mündliche Duldung hatten am alten Verteilplatz, und selbst diese wurde widerrufen. Hr. F. erwartet morgen Freitag einen Anruf von mir, um zu erfahren wie die Verantwortlichen der ÖBB, die zum teil heute bei unserer Verteilung anwesend waren und absolut überrascht waren dass es so diszipliniert und streng nach allen Vorgaben abläuft. Wir bekamen heute nur den erhobenen Daumen als Antwort, was uns sehr beruhigt, das werde ich morgen Früh an Hr. F. vom Magistrat weitergeben, so hat er genug Zeit für uns eine gute Alternative zu finden, das wäre einfach nur großartig, da ja auch das ÖBB Gelände auf dem wir jetzt sind, in absehbarer Zeit verkauft wird und wir dann ohnehin weg müssen dort. Trotzdem, es tut sich wirklich eine große Tür auf, die wir fest verschlossen glaubten, Hallellujah! 🙂 Ein Dankesgebet ging Richtung Himmel, manchmal bin ich einfach nur sprachlos, was unser Herr da oben alles möglich macht. In dieser Sache halte ich Euch am laufenden. Heute Vormittag dann mit Christian wie gewohnt aus Haid Brot, Gebäck, Obst und Gemüse geholt. Anschließend noch zur Transdanubia, als kleines Dankeschön Blumen für die Frau des Geschäftsführers abgeben und den Vormittag dem Hr. Lehner noch etwas versüßen, Hr. Lehner ermöglicht uns die Lagerung unserer Spenden im Kühllager und im Tiefkühl-Lager, das ist so eine großartige Geste dass ich nicht oft genug DANKE sagen kann. Heute eben mit Süßem und Blumen. 🙂 Anschließend ins Lager Ansfelden und alles durchschauen und durchsortieren. Zeitweise muss ich mich herausnehmen, weil mir derart schlecht war, schwindelig und einfach unwohl. Mit diesem unguten Gefühl dachte ich heute schon zu Mittag an einen Abbruch des Verteil-Donnerstags. Mir zitterten die Hände, die Beine und naja....bald aber verging diese Attacke und ich merkte wie es mir schnell wieder gut ging. Also auf mit Christian schnell Mittagspause machen beim Mäcki, mehr schnell als gut, wir brachen die Zelte bald wieder ab und gingen zurück ins Lager, wo Wolfgang schon wartete. Maria kam dann auch gleich und Maria kümmerte sich wie immer um das aufschneiden der Pizza-Salami und der Einteilung was wir alles mitnehmen heute. Sie macht das wirklich toll. Als wir dann zu 4. waren begannen wir mit dem einladen unserer Donnerstagswagerl, danach gleich die Getränke und alles andere ebenso gut sortiert alles sicher einräumen und verzurren. Danach wird noch der Anhänger fertig geladen und in Position zum anhängen gebracht. Um 15.10 Uhr Abfahrt vom Lager Ansfelden, Barbara Nowecki (ProntoPronto Show - Die Kellnersensation) nahm in ihrem Bus unsere Maria und Ingrid mit, Brigitte fuhr selbst und bei mir fuhren Rena und Wolfgang mit, wir fuhren einem bedeckten, nicht schön anzusehenden Himmel entgegen, das nächste Stoßgebet "Herr lass es bitte bitte nicht regnen", was soll ich sagen, es blieb trocken 🙂 . Um 15.25 Uhr Ankunft in Linz, altes Bus-Terminal, etwa 12-15 Schützlinge warteten schon auf uns. Wir waren zuerst beschäftigt mit der Positionierung der Fahrzeuge und anschließend mit der Absperrung, an der entlang unsere Schützlinge sich halten müssen. Ebenso an den gewohnten Abstand, an die Mund/Nasen Masken und an Disziplin. Punkt 16 Uhr Beginn der Ausgabe, man hört schon wieder Sätze wie: "Stell dich hinten an, ich war vor dir da und wer weiß wieviel sie heute an Lebensmittel dabei haben". Ich konnte alle beruhigen, wir hatten genug für alle. Unser Sortiment war auch heute wieder ein Breites und Gutes. Erinnern musste ich unsere Schützlinge immer nur an die 2m Abstand, die einzuhalten sind. Sonst wirklich alles ruhig, vorbildlich. Die Zeit verging im Flug, um etwa 17.30 Uhr kamen noch 2 Spenderinnen vorbei, die uns 2 volle Einkaufstaschen voller haltbarer Fertiggerichte brachten, Vergelt's Gott und Danke an dieser Stelle. 17.55 Uhr, zusammenräumen, einpacken und Aufbruch Richtung Lager Ansfelden, wie gewohnt alles ausräumen, alles wieder einlagern und nebenbei durchfragen wer denn bei der Nachbesprechung beim Mäckie wieder dabei sein wird...Ingrid Strassl, Barbara Nowecki ... Wolfgang aus St.Pölten, Rena Meinhart und ich. Ich freue mich immer riesig, wenn wir hinterher noch ein wenig den Tag ausklingen lassen bei einem Meinungsaustausch. Besser kann doch ein Tag nicht enden. Ich möchte mich hier wieder bei all unseren Spendern/innen bedanken, die uns auch heute den Verteil-Donnerstag wieder ermöglichten. Vielen herzlichen Dank und Vergelt's Gott für alles was Ihr macht für uns, und DANKE dass Ihr den Weg mit uns gemeinsam geht. Vielen Dank auch an dieser Stelle an die Firma Humer-Anhänger aus Gunskirchen, die uns den großartigen Anhänger an unsere Bedürfnisse anpasste und ihn uns stark vergünstigt zur Verfügung stellen. DANKESCHÖN! Danke auch an unser Team, das Donnerstag für Donnerstag, Samstag für Samstag und all die anderen Tage im Lager immer helfen und mit anpacken. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich! 🙂 ❤ Schön dass es EUCH gibt, liebe Spender/innen und liebes Team! Hier beginnt wie üblich die restliche Arbeit für mich, die niemand mehr sieht, Euch trotzdem noch einen schönen Abend und alles liebe. 🙂

10.9.2020 – Verteil-Donnerstag am neuen Platz!

Heute Donnerstag 10.9.2020...

...war nach 14 Tagen wieder unser Verteil-Donnerstag auf dem Programm. Mit dem heutigen Tag beenden wir unsere Sommerpause (die keine war, weil wir im Sommer noch nie so viel zu tun hatten) und fahren wieder jede Woche nach Linz zu unseren Schützlingen, um unter ihnen haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung, Schuhe, Schlafsäcke und Isomatten u.v.a.m. zu verteilen. Vor 14 Tagen waren wir ja zum 1. Mal an unserem neuen Verteilplatz, auf ÖBB Gelände beim alten Bus-Terminal, damals durften unsere Schützlinge lediglich am Gehsteig zwischen Kärntner Strasse und ÖBB Gelände stehen. Da neben dem Gehsteig die Busspur läuft, kommen die Busse sehr sehr nahe zum Gehsteig heran, und es wäre von meiner Seite verantwortungslos, in dieser Gefahrenzone so weiterzumachen. Wie gesagt, ich könnte das unseren Schützlingen nicht zumuten, denn wenn etwas passiert, würde ich mir mein Leben lang Vorwürfe machen. Also war ich diese Woche am Montag, nach dem 14 tägigen Urlaub des Hr. R. von der ÖBB Immobilienabteilung, der gemeinsam mit seinem Kollegen Hr. S. uns diesen Platz überhaupt erst zur Verfügung stellt, wieder bei Hr. R. und ersuchte um Verständnis und erklärte ihm auch die Gefahr, sofort sagte er "Dann drehen wir uns um, dass Ihre Schützlinge auf ÖBB Gelände stehen, ABER, HINTER einer Absperrung! Ich war überglücklich dass uns Hr. R. nicht sofort wieder die Erlaubnis entzog sondern gemeinsam mit uns diese Alternative gefunden hat. DANKE lieber Hr. R. und Hr. S. von der ÖBB Immobilienabteilung. Eine tiefe Verneigung und ein demütiges VERGELT'S GOTT für diese tolle Geste!
Unser Verteil-Donnerstag beginnt ja immer schon am Mittwoch davor, wo wir aus dem Kühllager und TK-Lager die Lebensmittel abholen, um diese aufzutauen und sie vorzubereiten, für die Weiterverarbeitung. Im Kühllager gehen unsere Lebensmittel langsam zur Neige, d.h. bald wird dort Ebbe sein. Aus dem TK-Lager holten wir noch Pizza-Salami, Grillwürstel, Käse-Kugeln u.a.. Viele von Euch werden sich fragen "Was tun unsere Schützlinge mit Grillwürstel", die meisten können sich diese in der Notschlafstelle abbraten, oder viele haben einen kleinen Camping-Gaskocher, auch hier sind kleine Speisen zu "kochen". Gestern dann gleich die ganzen Lebensmittel noch einkühlen in unserem Lager, um heute dann einzuteilen, wieviel wir von den verschiedenen Lebensmittel mitnehmen. Das erledigte heute Maria Fleischanderl. Heute Vormittag dann noch Brot, Gebäck, Obst und Gemüse aus Haid holen, dann noch schnell Autowaschen und dann ab in unser Lager. Christian half mir beim Abholen und durchschauen, ob alle Lebensmittel noch genießbar sind. Wolfgang aus St.Pölten kam um 11Uhr dazu und half auch gleich mit, alles für den Nachmittag herzurichten. Zu Mittag schnell zum Mäckie, eine Kleinigkeit essen, dann zurück ins Lager. Durch die Großspende von etwa 500 Stk. Winterjacken, Hoodies und Übergangsjacken platzt zur Zeit unser Lager aus allen Nähten. Also alle Jacken rausstellen, die Donnerstagswagerl ebenfalls rausfahren und bereitstellen zum einladen, die Getränke....Süßigkeiten....Kuchen....Schlafsäcke....alles muss raus vors Tor, um es dann einzuladen. Diese Arbeit wäre alleine nicht mehr zu schaffen, darum bin ich sehr sehr froh dass einige unserer Helfer/innen schon früher kommen und mithelfen an all den Vorbereitungen. Also dann alles einladen, verzurren, prüfen ob alles festgezurrt und sicher ist. Transporter umdrehen und den Anhänger, den Barbara und Gerlinde bestückten und auffüllten, anhängen. 15.10 Uhr, Abfahrt nach Linz, am Horizont dicke Wolken aus dem Mühlviertel, meine Bitte an unseren Herrn, es doch bitte nicht regnen zu lassen, half scheinbar, es blieb trocken und ab 17.30 Uhr war nur noch blauer Himmel zu sehen. Ankunft um 15.25 Uhr, ausprobieren wie wir uns heute positionieren, wir dürfen uns umdrehen haben aber eine Absperrung mit Bändern anzubringen. Die Richtung war klar ersichtlich und mir fiel ein Stein von Herzen, als ich sah das geht sich räumlich alles aus und alle LKW's und alle Busse haben genug Platz, um an uns vorbeizukommen. Also unsere mitgebrachten Plakatständer mit rot-weissen Bändern versehen und entlang dem Transporter und dem Anhänger spannen, innerhalb dieser Absperrung dürfen nun unsere Schützlinge doch auf ÖBB Gelände stehen und sich Lebensmittel abholen. Ich bin überglücklich, im wahrsten Sinne des Wortes. Es kamen heute etwa 40 Bedürftige, die allesamt diszipliniert und mit dem nötigen Abstand der Dinge harrten, wir haben ja immer noch die Corona-Auflagen des Landes OÖ und der Polizei, die strikt zu befolgen sind. Alle sind froh dass wir nach 14 Tagen wieder in Linz sind und Lebensmittel verteilen, einige erzählten, sie hatten große Probleme genügend Lebensmittel über diese Zeit zu bekommen. Jetzt sind wir ja wieder jede Woche da und vergessen Euch nicht. Die tiefgefrorenen Fischstäbchen waren heute das Highlight, die waren im Nu vergriffen. Viele kamen auch um sich neue Unterwäsche und neue Socken bei uns abzuholen, einige brauchten eine warme Jacke da die Nächte schon sehr frisch sind, einer kam ohne Schuhe und ohne Socken mit teilweise bereits blutigen Füßen. Es war heute ein relativ ruhiger Verteil-Donnerstag, um 17.50 Uhr einräumen und Abfahrt Richtung Lager Ansfelden, wo wir wieder alles ausladen und einlagern, fast alle Helfer waren dabei, mitzuhelfen. Anschließend ging es zur Nachbesprechung noch zum Mäckie, wo noch etwas Süßes dran glauben musste. So geht ein guter Tag mit einem guten Gefühl langsam zu Ende. Was bleibt ist wie immer die Arbeit am PC hier, 2 Facebook-Seiten zu betreuen, 1 Homepage und 1 Instagramseite, all diese Seiten wollen mit Fotos und Text bestückt werden. Nebenbei noch Vereinsarbeit und Vorbereitungen für unsere Lagersoftware treffen, das alles ist schon sehr Zeitintensiv, aber wichtig! Es sollte sehr bald fertig sein, also, Euch noch einen schönen Abend, ich muss ..... ! 🙂 ❤ Großen Dank an all unsere Spender/innen dass wir auch diesen Verteil-Donnerstag machen durften und ein großes DANKE unserem Team! 🙂 ❤ VERGELT'S GOTT UND habt großen Dank!

30.7.2020 – Disziplinierte Verteil-Aktion!

Heute, Donnerstag 30.7.2020 ... nach 1 Woche Pause stand heute wieder unser Verteil-Donnerstag auf dem Kalender. Ein Wiedersehen mit unseren Schützlingen, auf das sich das gesamte Team heute freute. Die Vorbereitungen begannen ja gestern schon mit den Verpackungen im Kühllager in Pasching, das wir dank Hr. Lehner G. kostenlos nutzen dürfen, an dieser Stelle eine tiefe Verneigung und ein herzliches DANKESCHÖN für diese tolle Geste. Ohne dieses Kühllager und Tiefkühllager wäre vieles unmöglich, deshalb ist es für unsere Donnerstagsaktion immens wichtig. Also gestern schon vorbereiten und auch genug Käsekugeln (Käsewurst) und Pizzasalami aus dem -40° Tiefkühllager, ebenfalls bei der Spedition Transdanubia, holen und auftauen lassen. Die ganze Aktion planen, wieviel Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel u.a. wir einpacken und mitnehmen. Unsere Helferinnen Ingrid Strassl, Brigitte Stadler und Maria Fleischanderl sowie Barbara Schwingenschuh planen am Donnerstag Nachmittag vor der Abfahrt nach Linz auch teilweise noch selbstständig die Lebensmittel, die sie selbst ausgeben werden. Dann gingen wir den Donnerstag heute früh um 9 Uhr an, Christian Jung, der an vielen, vielen Tagen mit mir im Lager steht und bei den meisten Arbeiten dabei ist, schickte schon um 8.40Uhr ein sms "bin schon da". Also auf und hurra in den Tag hinein, kurz vor 9 Uhr früh im Lager, dann zuerst ein neues Regal zusammenbauen und aufstellen, einräumen, bevor es um 9.45 Uhr nach Haid ging, Obst, Gemüse, Brot und Gebäck abzuholen. Anschließend auf ins Kühllager, alles Vorbereitete von gestern abholen, zwischendurch noch tanken, einkaufen und ab ins Lager nach Ansfelden. Dort angekommen den ganzen Bus ausladen, sämtliche Rollwagen aus dem Lager bereitstellen für den Nachmittag, um dann alles flott einzuladen. Zwischendurch noch Mittagessen beim Mäcki nebenan und dann geht es ans Transporter einladen, durchschauen und aussortieren. Maria und Wolfgang waren schon um 13 Uhr im Lager, so konnten wir alle wichtigen Arbeiten im Ansfeldener Lager noch machen, bevor alle anderen Helfer heute um 14 Uhr ins Lager kamen. Zuerst kommen unsere ehemaligen Eierwagerl in den Transporter, hier müssen wir unbedingt zu 4. sein, um diese einzuladen, wegen großer Kipp- und Verletzungsgefahr. Wir sind schon großartig eingeübt, eingespielt, sodass das Beladen des Transporters ziemlich schnell geht. Dann noch unseren tollen, neuen Humer-Anhänger bestücken und ab geht’s ans anhängen an den Transporter. Punkt 15 Uhr, Abfahrt mit unserem Gespann nach Linz bei genau 32° und blauen Himmel, fast schon kitschig, wir genießen die Vorfreude auf unsere Schützlinge. Ankunft in Linz, etwa 10-12 unserer Schützlinge warten schon und Wolfgang hält uns immer wieder die benötigten Parkplätze frei. Heute haben wir wieder verschärfte Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen, die Auflagen von Polizei und Krisenstab des Landes O.Ö. werden auf Punkt und Beistrich befolgt, die heißen, Mund/Nasenmaske, Gesichtsschild und Einweg-Handschuhe. Bei dieser Hitze wird das heute eine Tortur mit diesen Masken und Schildern. Aber Regeln und Gesetze sind zu befolgen, das sind wir unserem Team und all unseren Schützlingen schuldig. Ebenso musste wieder ein Abstand von 2 Meter eingehalten werden. Bei den Vorbereitungen in Linz schwoll die Schlange ziemlich schnell an und wurde ziemlich unübersichtlich, wir mussten heute des öfteren Disziplin einfordern und auch das eine oder andere Mal auch sagen, dass es nun genug ist, da manche Besucher eh schon 2-3 Sackerl voller Lebensmittel hatten. Der Transporter war proppenvoll, auch der Anhänger war übervoll, wir waren gut gerüstet, aber bei 88 Besuchern, die es heute gesamt waren, geht uns das Sortiment auch Mal aus, da alle Lebensmittel für 2-3 Wochen mitnehmen möchten. Da wir erst wieder in 4 Wochen am Donnerstag in Linz Lebensmittel verteilen, wird es für manche knapp werden. Aber auch wir müssen auf uns achten und da es seit der Wintersaison (1. Okt.- 2019 - 1.5.2020) erst 1 freie Woche gab, müssen wir eine kurze Sommerpause einlegen, da es niemandem helfen würde, wenn auch wir am Boden liegen würden, deshalb eine Sommerpause. Einige Schützlinge hatten dann auch wirklich schon große Angst, nicht genug Lebensmittel zu bekommen, wobei ich auch einmal sagen muss, dass eine Donnerstagsaktion etwa € 1000,- - € 1500,- (je nach Datum) ausmacht. Für einen kleinen Verein wie unseren, eine ganze Menge, und gerechnet übers ganze Jahr, muss das auch gerechnet werden. Eigentlich hätten wir heute die doppelte Menge an Lebensmitteln gebraucht, aber der Transporter hat eben nicht mehr Platz und unser Anhänger ebenso nicht. Viele neue Gesichter waren heute wieder dabei, auch Menschen die noch eine kleine Wohnung haben und die gesamte Rente für diese Wohnung/Zimmer aufwenden, aber keinen Strom mehr, kein Wasser und keine Lebensmitteln mehr haben. Auch diesen Menschen helfen wir, der Hunger dieser Menschen fühlt sich nicht anders an als der, der Obdachlosen. Trotzdem mussten wir auch 2 Schützlinge darauf hinweisen, dass sie bei uns Kleidung und neue Schuhe bekommen, wenn sie diese auch wirklich BRAUCHEN! Ein paar Besucher haben uns mit einer Boutique verwechselt, denen mussten wir halt deutlich sagen dass sie alles bekommen was sie brauchen, ABER nicht im Stil und im Lifestyle ihrer Wünsche, das geht nicht, das wollen wir auch gar nicht durchgehen lassen. Wenn jemand eine Unterhode benötigt, darf das keine Rolle spielen ob diese rot oder schwarz ist, ein T-Shirt einen V-Ausschnitt oder Rundkragen hat. Solche Dinge können wir nicht durchgehen lassen, sonst werden wir nicht fertig mit den Sonderwünschen. Aber wie gesagt, das waren 2-3 Ausrutscher, und denen haben wir es verdeutlicht dass das nicht geht. 88 Münder zu versorgen, das sahen wir heute deutlich, wird immer schwieriger, aber solange wir halbwegs unsere Verteilaktion machen können, machen wir diese auch. Die Hitze in Linz setzte uns allen enorm zu, unser Team leistete heute wieder großartige Arbeit, ich bin richtig stolz auf unsere Helfer und Helferinnen, IHR SEID KLASSE! Um 18 Uhr ging's dann ab Richtung Lager Ansfelden, wo alles schnell ausgeladen wurde, um der Nachbesprechung beim Mäcki nichts mehr in den Weg zu legen. Zu 5. trafen wir uns zum Nachgespräch bei Eis, Cola und Pommes. Ich danke jedem Tag den Herrgott, dass wir diese, unsere Aktion machen dürfen und können, und so treue Spender/innen wie EUCH als Wegbegleiter haben. Dafür eine tiefe Verneigung und ein demütiges Vergelt's Gott. Bei uns wird nun etwas Ruhe einkehren, wie gesagt, wegen einer kurzen Sommerpause, ich danke Euch allen für Eure Treue und Loyalität. Liebe Grüße an alle Spender/inner und an alle die uns begleiten. Schön dass es EUCH gibt!