24.9.2020 – Helfen tut so gut!

Heute Donnerstag, 24.9.2020 ... ein strahlend schöner Verteil-Donnerstag, der eigentlich sehr unschön begann. Heute früh grau in grau, dicker Nebel und ziemlich aggressive Autofahrer. Um 8Uhr war abholen ausgemacht mit Christian, da wir noch nach Wels fahren mussten um Spenden abzuholen um diese anschließend ins Kühllager zur Spedition Transdanubia nach Pasching zu bringen. Anschließend nach Haid wie gewohnt, Brot...Gebäck...Obst und Gemüse holen. Hier wurde noch für's leibliche Wohl gesorgt in Form von Kaffee und Kuchen und gemütliches Ratschen. Fühle mich bei den Spendern in Haid immer sehr wohl. Sodale, alles einräumen, noch ein paar wichtige Telefonate, Besprechungen vereinbaren, Fragen am Telefon zur Spendenabsetzbarkeit beantworten bzw. an unsere Kassierin Astrid Meßthaler verweisen und...und...und! Kommt immer einiges auf uns zu wenn so ein dicht gedrängtes Programm am Verteil-Donnerstag geplant ist. Im Lager Ansfelden ein Anruf eines hohen Bundespolitikers, der wissen wollte ob er sich unsere Donnerstagsaktion einmal aus der Nähe anschauen dürfe, was ich leider ablehnen musste, da wir als überparteilich wahrgenommen werden wollen und somit keine Politiker mehr in unsere verschiedenen Aktionen einbinden wollen. Dazu möchte ich noch anmerken, dass es speziell hier um einen großen Film- und Fototermin seinerseits auf unserem Verteil-Donnerstag gegangen wäre, den wir nicht haben wollen, da wir uns von niemandem mehr instrumentalisieren lassen wollen. Jeder, absolut jeder kann uns im Lager besuchen, dort kann ich jedem/jeder von unserer Arbeit erzählen, auch Fotos zeigen, aber eine unserer Veranstaltungen für einen parteipolitischen Fernsehauftritt zu nutzen, ein NoGo! Sorry!
Christian widmete sich zur gleichen Zeit den gerade abgeholten Spenden und sah alles auf Genießbarkeit durch. Ich suchte in der Zwischenzeit die Eistee-Dosen im Lager, die nicht mehr gefunden wurden....grmlhmpf! Frust abbauen, ab mit uns zum Mittags(re)launch zum Mäcki, schnell zu Mittag gegessen und dann gleich wieder ab ins Lager. Alle Teammitglieder und Helferinnen die dann langsam eintrudelten waren schwer beeindruckt von unserer Arbeit vom Montag und Dienstag, gesamtes Lager adaptieren und umräumen, mit Lagerplätzen versehen und alles in die Lagersoftware eingeben, vieles passierte hier im Stillen, kommenden Samstag werden wir alles fertig arrangieren, so dass wir dann perfekt organisiert sind. Es ist schon toll, dass wir großartige Helferinnen haben, die viele viele ehrenamtliche Stunden in unsere Aktion, in unseren Verein investieren und dabei noch aufblühen, denn ein beliebter Spruch bei unseren Helferinnen ist "Es tut so gut, diesen Menschen zu helfen, man wird hier so geerdet und geht mit so einem guten Gefühl nach Hause." Diesen Satz höre ich sehr oft, und er tut richtig gut, tief im Herzerl. Als dann alle da waren um 14Uhr Wagerl einladen, verzurren, Getränke einräumen, Kühl- Gefrierkombi ebenfalls einladen, sie ist voll angeräumt mit Fischstäbchen, Grillwürstel, Käsegriller und Bratwürstel. Viele Spender fragen oft "Wo können die Menschen kochen?". Viele finden eine kleine Kochmöglichkeit in der Notschlafstelle vor, andere bekommen von uns einen Gaskocher (inkl. Kartusche) und braten dort ihre Würstel oder machen sich eine Dose Fertiggericht auf und stellen es auf den Gaskocher. Um 14.55 Uhr dann langsam den vollgeräumten Anhänger ausparken um ihn anzuhängen. Ingrid Strassl räumte noch schnell die benötigte Kleidung ein, ein 2-Mann Zelt für unseren Martin, der wieder in der Linzer Au "wohnt" und dort "glücklich" ist. Man sieht es ihm an dass es ihm gut geht, nur wurde er leider sehr Wortkarg, aber jeder darf sein wie er mag. Also Transporter umdrehen, Anhänger anhängen und ab geht es Richtung Linz, bei strahlendem Sonnenschein. Wir freuen uns schon sehr auf unsere Schützlinge, noch dazu müssen wir uns auf dem neuen ÖBB-Platz, wo wir stehen, keine Sorgen um Parkplätze machen, einfach großartig. Wir können nicht genug DANKE sagen an Hr. R. und Hr. S. von der ÖBB Immobilien Abteilung, die uns dieses Geschenk machten. Vergelt's Gott und Danke an dieser Stelle. Angekommen in Linz, beide Fahrzeuge positionieren, rot-weißes Absperr-Band spannen, damit keiner unserer Schützlinge außerhalb von einem LKW oder Bus zusammengefahren wird. Wir sind sehr vorsichtig und immer auf der Hut, damit hier nichts passiert. Gesamt werden es heute 66 Schützlinge werden, die sich bei uns Lebensmittel, Hygieneartikel und vieles andere holen. Ganz schön viele, da es ja nach verschiedenen öffentlichen Aussagen fast keine Obdach- und Wohnungslosen in Linz gibt, und die, die es gibt, sind eh selber Schuld. So leicht macht man es sich, das ist auch ein Grund, warum wir keine Politiker mehr dabei haben wollen. Ich hoffe ihr versteht unsere Intention, so zu reagieren. 66 Schützlinge, die irgendwo auf einer "Lebenskreuzung" falsch abgebogen sind, das, aber liebe Wegbegleiter, liebe Spender/innen, kann wirklich JEDEM/JEDER passieren. Niemand ist sicher vor so einem Schicksal, Niemand. Unser Verteil-Donnerstag war heute ruhig, gesittet und diszipliniert, und wir gaben allein heute 35 Jetons für die Notschlafstelle aus, die wir um € 4,- je Stück/Nacht genauso kaufen müssen wie die Obdachlosen, wenn sie in die Notschlafstelle wollen. Im Winter sind diese Jetons, die wir ausgeben, oft Lebensretter, nur wer einen hat, kann in die Notschlafstelle.
Die Zeit verging heute wieder im Flug, Punkt 18Uhr war alles zusammengeräumt, als noch die letzten 3 Nachzügler kamen und uns um Lebensmittel/Hygieneartikel baten und um Notschlafstellen-Jetons, die uns heute inzwischen leider ausgegangen waren. 18.10 Uhr, Abfahrt ins Lager Ansfelden, alles wie gehabt ausladen und wieder einlagern, natürlich wurde wieder unsere "Nachbesprechung bei Eis und Kakao" ins Spiel gebracht und fast alle waren dabei. Das sind immer so tolle Abschlüsse eines Tages, mit Menschen denen man ganz nah sein darf, unserem TEAM! DANKE dafür! Auch ein riesengroßer Dank all unseren Spendern, die es Woche für Woche ermöglichen, das machen zu dürfen, was wir machen! HELFEN! VERGELT'S GOTT! Mein Part heute ist noch lange nicht erledigt, es wartet noch einige Arbeit auf mich und eine kurze Nacht, Euch aber lieben Dank für's lesen unseres Beitrags von heute, alles liebe, schön dass es EUCH gibt, haltet uns bitte weiterhin die Treue! 🙂 ❤

17.9.2020 – Verliebt in den neuen Verteil-Platz!

Heute, Donnerstag 17.9.2020 ... unser 2. Verteil-Donnerstag auf unserem neuen Platz auf ÖBB Gelände stand heute auf dem Programm. Wie gewohnt wurden gestern Mittwoch schon alle Vorbereitungen in den Kühllagern getroffen und abgeholt und in Ansfelden eingelagert. Apropos, gestern Mittwoch, 12.25 Uhr Anruf vom Magistrat Linz, Zitat: " Frau K. schrieb Hr. Luger einen Brief in dem gefordert wird, künftig der Obdachlosenhilfsaktion einen Platz in Linz zur Verfügung zu stellen, wo sie ihre Spenden an die Bedürftigen austeilen können". Hr. F. vom Magistrat war freundlich und ich sagte ihm dass Frau K. eigenmächtig handelte und wir nun einen Platz von der ÖBB auf dem alten Bus-Terminal zur Verfügung gestellt bekommen, es aber noch nicht sicher sei wie lange wir hier bleiben können. Er meinte dann, es wäre gut wenn wir vorübergehend auf diesem ÖBB Gelände eine Bleibe hätten, dann könne er sich auf die Suche nach einem adäquaten Platz umschauen, den uns die Stadt Linz anbieten könnte. Ich war total sprachlos, da wir bis heute immer nur Abneigung und Gegenwind vom Linzer Magistrat bekamen. Auch meinte er "Wir wußten ja nichts von Ihrer Verteilung in der Kärntner bzw. Böhmerwaldstrasse, es gab nirgendwo einen Eintrag. Ja, weil wir nur eine mündliche Duldung hatten am alten Verteilplatz, und selbst diese wurde widerrufen. Hr. F. erwartet morgen Freitag einen Anruf von mir, um zu erfahren wie die Verantwortlichen der ÖBB, die zum teil heute bei unserer Verteilung anwesend waren und absolut überrascht waren dass es so diszipliniert und streng nach allen Vorgaben abläuft. Wir bekamen heute nur den erhobenen Daumen als Antwort, was uns sehr beruhigt, das werde ich morgen Früh an Hr. F. vom Magistrat weitergeben, so hat er genug Zeit für uns eine gute Alternative zu finden, das wäre einfach nur großartig, da ja auch das ÖBB Gelände auf dem wir jetzt sind, in absehbarer Zeit verkauft wird und wir dann ohnehin weg müssen dort. Trotzdem, es tut sich wirklich eine große Tür auf, die wir fest verschlossen glaubten, Hallellujah! 🙂 Ein Dankesgebet ging Richtung Himmel, manchmal bin ich einfach nur sprachlos, was unser Herr da oben alles möglich macht. In dieser Sache halte ich Euch am laufenden. Heute Vormittag dann mit Christian wie gewohnt aus Haid Brot, Gebäck, Obst und Gemüse geholt. Anschließend noch zur Transdanubia, als kleines Dankeschön Blumen für die Frau des Geschäftsführers abgeben und den Vormittag dem Hr. Lehner noch etwas versüßen, Hr. Lehner ermöglicht uns die Lagerung unserer Spenden im Kühllager und im Tiefkühl-Lager, das ist so eine großartige Geste dass ich nicht oft genug DANKE sagen kann. Heute eben mit Süßem und Blumen. 🙂 Anschließend ins Lager Ansfelden und alles durchschauen und durchsortieren. Zeitweise muss ich mich herausnehmen, weil mir derart schlecht war, schwindelig und einfach unwohl. Mit diesem unguten Gefühl dachte ich heute schon zu Mittag an einen Abbruch des Verteil-Donnerstags. Mir zitterten die Hände, die Beine und naja....bald aber verging diese Attacke und ich merkte wie es mir schnell wieder gut ging. Also auf mit Christian schnell Mittagspause machen beim Mäcki, mehr schnell als gut, wir brachen die Zelte bald wieder ab und gingen zurück ins Lager, wo Wolfgang schon wartete. Maria kam dann auch gleich und Maria kümmerte sich wie immer um das aufschneiden der Pizza-Salami und der Einteilung was wir alles mitnehmen heute. Sie macht das wirklich toll. Als wir dann zu 4. waren begannen wir mit dem einladen unserer Donnerstagswagerl, danach gleich die Getränke und alles andere ebenso gut sortiert alles sicher einräumen und verzurren. Danach wird noch der Anhänger fertig geladen und in Position zum anhängen gebracht. Um 15.10 Uhr Abfahrt vom Lager Ansfelden, Barbara Nowecki (ProntoPronto Show - Die Kellnersensation) nahm in ihrem Bus unsere Maria und Ingrid mit, Brigitte fuhr selbst und bei mir fuhren Rena und Wolfgang mit, wir fuhren einem bedeckten, nicht schön anzusehenden Himmel entgegen, das nächste Stoßgebet "Herr lass es bitte bitte nicht regnen", was soll ich sagen, es blieb trocken 🙂 . Um 15.25 Uhr Ankunft in Linz, altes Bus-Terminal, etwa 12-15 Schützlinge warteten schon auf uns. Wir waren zuerst beschäftigt mit der Positionierung der Fahrzeuge und anschließend mit der Absperrung, an der entlang unsere Schützlinge sich halten müssen. Ebenso an den gewohnten Abstand, an die Mund/Nasen Masken und an Disziplin. Punkt 16 Uhr Beginn der Ausgabe, man hört schon wieder Sätze wie: "Stell dich hinten an, ich war vor dir da und wer weiß wieviel sie heute an Lebensmittel dabei haben". Ich konnte alle beruhigen, wir hatten genug für alle. Unser Sortiment war auch heute wieder ein Breites und Gutes. Erinnern musste ich unsere Schützlinge immer nur an die 2m Abstand, die einzuhalten sind. Sonst wirklich alles ruhig, vorbildlich. Die Zeit verging im Flug, um etwa 17.30 Uhr kamen noch 2 Spenderinnen vorbei, die uns 2 volle Einkaufstaschen voller haltbarer Fertiggerichte brachten, Vergelt's Gott und Danke an dieser Stelle. 17.55 Uhr, zusammenräumen, einpacken und Aufbruch Richtung Lager Ansfelden, wie gewohnt alles ausräumen, alles wieder einlagern und nebenbei durchfragen wer denn bei der Nachbesprechung beim Mäckie wieder dabei sein wird...Ingrid Strassl, Barbara Nowecki ... Wolfgang aus St.Pölten, Rena Meinhart und ich. Ich freue mich immer riesig, wenn wir hinterher noch ein wenig den Tag ausklingen lassen bei einem Meinungsaustausch. Besser kann doch ein Tag nicht enden. Ich möchte mich hier wieder bei all unseren Spendern/innen bedanken, die uns auch heute den Verteil-Donnerstag wieder ermöglichten. Vielen herzlichen Dank und Vergelt's Gott für alles was Ihr macht für uns, und DANKE dass Ihr den Weg mit uns gemeinsam geht. Vielen Dank auch an dieser Stelle an die Firma Humer-Anhänger aus Gunskirchen, die uns den großartigen Anhänger an unsere Bedürfnisse anpasste und ihn uns stark vergünstigt zur Verfügung stellen. DANKESCHÖN! Danke auch an unser Team, das Donnerstag für Donnerstag, Samstag für Samstag und all die anderen Tage im Lager immer helfen und mit anpacken. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich! 🙂 ❤ Schön dass es EUCH gibt, liebe Spender/innen und liebes Team! Hier beginnt wie üblich die restliche Arbeit für mich, die niemand mehr sieht, Euch trotzdem noch einen schönen Abend und alles liebe. 🙂

10.9.2020 – Verteil-Donnerstag am neuen Platz!

Heute Donnerstag 10.9.2020...

...war nach 14 Tagen wieder unser Verteil-Donnerstag auf dem Programm. Mit dem heutigen Tag beenden wir unsere Sommerpause (die keine war, weil wir im Sommer noch nie so viel zu tun hatten) und fahren wieder jede Woche nach Linz zu unseren Schützlingen, um unter ihnen haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung, Schuhe, Schlafsäcke und Isomatten u.v.a.m. zu verteilen. Vor 14 Tagen waren wir ja zum 1. Mal an unserem neuen Verteilplatz, auf ÖBB Gelände beim alten Bus-Terminal, damals durften unsere Schützlinge lediglich am Gehsteig zwischen Kärntner Strasse und ÖBB Gelände stehen. Da neben dem Gehsteig die Busspur läuft, kommen die Busse sehr sehr nahe zum Gehsteig heran, und es wäre von meiner Seite verantwortungslos, in dieser Gefahrenzone so weiterzumachen. Wie gesagt, ich könnte das unseren Schützlingen nicht zumuten, denn wenn etwas passiert, würde ich mir mein Leben lang Vorwürfe machen. Also war ich diese Woche am Montag, nach dem 14 tägigen Urlaub des Hr. R. von der ÖBB Immobilienabteilung, der gemeinsam mit seinem Kollegen Hr. S. uns diesen Platz überhaupt erst zur Verfügung stellt, wieder bei Hr. R. und ersuchte um Verständnis und erklärte ihm auch die Gefahr, sofort sagte er "Dann drehen wir uns um, dass Ihre Schützlinge auf ÖBB Gelände stehen, ABER, HINTER einer Absperrung! Ich war überglücklich dass uns Hr. R. nicht sofort wieder die Erlaubnis entzog sondern gemeinsam mit uns diese Alternative gefunden hat. DANKE lieber Hr. R. und Hr. S. von der ÖBB Immobilienabteilung. Eine tiefe Verneigung und ein demütiges VERGELT'S GOTT für diese tolle Geste!
Unser Verteil-Donnerstag beginnt ja immer schon am Mittwoch davor, wo wir aus dem Kühllager und TK-Lager die Lebensmittel abholen, um diese aufzutauen und sie vorzubereiten, für die Weiterverarbeitung. Im Kühllager gehen unsere Lebensmittel langsam zur Neige, d.h. bald wird dort Ebbe sein. Aus dem TK-Lager holten wir noch Pizza-Salami, Grillwürstel, Käse-Kugeln u.a.. Viele von Euch werden sich fragen "Was tun unsere Schützlinge mit Grillwürstel", die meisten können sich diese in der Notschlafstelle abbraten, oder viele haben einen kleinen Camping-Gaskocher, auch hier sind kleine Speisen zu "kochen". Gestern dann gleich die ganzen Lebensmittel noch einkühlen in unserem Lager, um heute dann einzuteilen, wieviel wir von den verschiedenen Lebensmittel mitnehmen. Das erledigte heute Maria Fleischanderl. Heute Vormittag dann noch Brot, Gebäck, Obst und Gemüse aus Haid holen, dann noch schnell Autowaschen und dann ab in unser Lager. Christian half mir beim Abholen und durchschauen, ob alle Lebensmittel noch genießbar sind. Wolfgang aus St.Pölten kam um 11Uhr dazu und half auch gleich mit, alles für den Nachmittag herzurichten. Zu Mittag schnell zum Mäckie, eine Kleinigkeit essen, dann zurück ins Lager. Durch die Großspende von etwa 500 Stk. Winterjacken, Hoodies und Übergangsjacken platzt zur Zeit unser Lager aus allen Nähten. Also alle Jacken rausstellen, die Donnerstagswagerl ebenfalls rausfahren und bereitstellen zum einladen, die Getränke....Süßigkeiten....Kuchen....Schlafsäcke....alles muss raus vors Tor, um es dann einzuladen. Diese Arbeit wäre alleine nicht mehr zu schaffen, darum bin ich sehr sehr froh dass einige unserer Helfer/innen schon früher kommen und mithelfen an all den Vorbereitungen. Also dann alles einladen, verzurren, prüfen ob alles festgezurrt und sicher ist. Transporter umdrehen und den Anhänger, den Barbara und Gerlinde bestückten und auffüllten, anhängen. 15.10 Uhr, Abfahrt nach Linz, am Horizont dicke Wolken aus dem Mühlviertel, meine Bitte an unseren Herrn, es doch bitte nicht regnen zu lassen, half scheinbar, es blieb trocken und ab 17.30 Uhr war nur noch blauer Himmel zu sehen. Ankunft um 15.25 Uhr, ausprobieren wie wir uns heute positionieren, wir dürfen uns umdrehen haben aber eine Absperrung mit Bändern anzubringen. Die Richtung war klar ersichtlich und mir fiel ein Stein von Herzen, als ich sah das geht sich räumlich alles aus und alle LKW's und alle Busse haben genug Platz, um an uns vorbeizukommen. Also unsere mitgebrachten Plakatständer mit rot-weissen Bändern versehen und entlang dem Transporter und dem Anhänger spannen, innerhalb dieser Absperrung dürfen nun unsere Schützlinge doch auf ÖBB Gelände stehen und sich Lebensmittel abholen. Ich bin überglücklich, im wahrsten Sinne des Wortes. Es kamen heute etwa 40 Bedürftige, die allesamt diszipliniert und mit dem nötigen Abstand der Dinge harrten, wir haben ja immer noch die Corona-Auflagen des Landes OÖ und der Polizei, die strikt zu befolgen sind. Alle sind froh dass wir nach 14 Tagen wieder in Linz sind und Lebensmittel verteilen, einige erzählten, sie hatten große Probleme genügend Lebensmittel über diese Zeit zu bekommen. Jetzt sind wir ja wieder jede Woche da und vergessen Euch nicht. Die tiefgefrorenen Fischstäbchen waren heute das Highlight, die waren im Nu vergriffen. Viele kamen auch um sich neue Unterwäsche und neue Socken bei uns abzuholen, einige brauchten eine warme Jacke da die Nächte schon sehr frisch sind, einer kam ohne Schuhe und ohne Socken mit teilweise bereits blutigen Füßen. Es war heute ein relativ ruhiger Verteil-Donnerstag, um 17.50 Uhr einräumen und Abfahrt Richtung Lager Ansfelden, wo wir wieder alles ausladen und einlagern, fast alle Helfer waren dabei, mitzuhelfen. Anschließend ging es zur Nachbesprechung noch zum Mäckie, wo noch etwas Süßes dran glauben musste. So geht ein guter Tag mit einem guten Gefühl langsam zu Ende. Was bleibt ist wie immer die Arbeit am PC hier, 2 Facebook-Seiten zu betreuen, 1 Homepage und 1 Instagramseite, all diese Seiten wollen mit Fotos und Text bestückt werden. Nebenbei noch Vereinsarbeit und Vorbereitungen für unsere Lagersoftware treffen, das alles ist schon sehr Zeitintensiv, aber wichtig! Es sollte sehr bald fertig sein, also, Euch noch einen schönen Abend, ich muss ..... ! 🙂 ❤ Großen Dank an all unsere Spender/innen dass wir auch diesen Verteil-Donnerstag machen durften und ein großes DANKE unserem Team! 🙂 ❤ VERGELT'S GOTT UND habt großen Dank!

27.8.2020 – Unser Verteil-Donnerstag an neuer Stelle!

Heute, Donnerstag 27.8.2020: Zum 1. Mal stehen wir heute an unserem neuen Platz am alten Busterminal neben dem Hauptbahnhof. Dank der ÖBB dürfen wir unsere Aktion hier weitermachen, da an unserem alten Platz beim Hauserhof das große Nebengebäude geschliffen wird und dort schon alles voller großer Maschinen und Container hinter Absperrungen geparkt sind. Auf unserem neuer Platz dürfen wir NUR unseren Transporter und unseren Anhänger parken, unsere Schützlinge dürfen diese Seite des Grünstreifens nicht betreten, da das ÖBB Gelände ist und dort intensiver Bus- sowie schwer-LKW Verkehr von der Baustelle hinter dem Postverteilzentrum, stattfindet. Also viel zu gefährlich dort zu stehen, unsere Schützlinge müssen auf dem Gehsteig außerhalb des ÖBB-Geländes stehen und dürfen nur einzeln von der Seite der Kärntner Strasse in den Grünstreifen zu unserem Bus bzw. Anhänger gehen. So viel vorweg, wir sind sehr sehr dankbar für diesen Platz, damit wir überhaupt unsere Donnerstag-Verteilaktion machen können, ABER, es ist schon sehr, sehr gefährlich da von Seite der Kärntner Strasse gleich neben dem Gehsteig die Busspur ist und somit die Busse sehr nah an den Gehsteig kommen. Es ist hochgefährlich wenn dort Gruppen von Menschen stehen, da alles viel zu nahe am starken Verkehr passiert. Wir sind glücklich über diesen unseren Platz und die Möglichkeit unsere Aktion weiterzumachen, ABER wir suchen auch noch weiter, vielleicht finden wir einen Platz wo wir auch unsere Aktion machen dürfen der nicht so gefährlich ist. Wir möchten unsere Schützlinge nicht dieser hohen Gefahr aussetzen.
Für unseren Verteil-Donnerstag bin ich wie gewohnt gestern schon ins Tiefkühllager und ins Kühllager nach Pasching gefahren, um alles herzurichten und es dann heute Vormittag abzuholen. Dazu kam in den letzten Tagen etwas zusätzlicher Stress, da mein Computer neu aufgesetzt werden musste wegen zerschossenem Windows. Bis tief in die Nacht Daten gesichert und und und, Tagsüber dann Spenden abgeholt und Lager umgeräumt, volles Programm wo wir eigentlich "Sommerpause" hätten. Heute Vormittag dann in Haid wieder Brot und Gebäck, Obst und Gemüse abgeholt, anschließend Kühlllager die hergerichteten Waren abholen, dann noch schnell nach Hause und eine Kleinigkeit essen, um 13Uhr Treffpunkt Lager mit Maria Fleischanderl und Wolfgang Wegner. Pünktlich beginnen wir alle Waren durchzuschauen ob wir auch wirklich alles ausgeben können oder ob sich verdorbene Lebensmittel zwischendrinnen verstecken. Dazwischen wurden immer wieder Themen diskutiert die vergangenen Sonntag bei unserer Generalversammlung beschlossen wurden, ob das alles in der Praxis umsetzbar und angemessen ist. Um 14 Uhr kommen
Ingrid Strassl
und Gerlinde Körner dazu und wir können unsere Wagerl laden, alles in den Bus einräumen und den Anhänger füllen und anhängen. Der neue Platz wird uns später noch vieles abverlangen, da wir alles erst ausprobieren müssen wie es am Besten angelegt ist um alles flüssig zu halten. Wir müssen schauen dass unsere Schützlinge nicht zu lange beim Bus sind, damit die Menschenschlange möglichst schnell abgebaut wird und nichts passiert. Punkt 15 Uhr - auf los geht's los, Abfahrt Richtung Linz, zuerst fahren wir unseren alten Platz an um allen zu sagen dass wir dort nicht mehr stehen können, unsere Schützlinge wussten ja davon nichts dass wir einen neuen Standplatz haben, also blieb Wolfgang am alten Platz stehen und informierte alle 81(!!!) Schützlinge, die heute zu uns kamen. Dann rüber zum alten Busterminal, unser neuer Platz und Anhänger positionieren, wo stellen wir was hin um alles leichtgängig zu machen, wo kommt der Bus hin, wo die Tische .... 2-3 Varianten wurden im Team diskutiert, bis wir uns dazu entschlossen die Tische zwischen Bus und Anhänger zu stellen und von dort in den Grünstreifen auszuteilen. Um 15.45 Uhr waren etwa 20 Schützlinge da und wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon große Angst wegen dem ganzen Verkehr. Unser Team musste heute auf mich gänzlich verzichten, da ich all unsere "Besucher" im Zaum halten musste und immer wieder auch wegen Corona auf die Sicherheitsmaßnahmen hinweisen und Disziplin einfordern musste. Zeitweise wären Kindergartenkinder disziplinierter gewesen, aber hier durfte ich nicht zurückstecken und im Minutentakt auf die strengen Vorgaben von ÖBB, Polizei und Krisenstab des Landes O.Ö. hinweisen. Wenn es sein muß wiederhole ich mich gerne auch im Minutentakt, wenn es der Sicherheit dient. Wie immer hatten wir auch heute wieder Menschen dabei die sich stritten um die Reihenfolge, da sie glaubten die letzten in der Reihe bekommen nichts mehr, ich konnte alle beruhigen, wir hatten genug für alle dabei, wohl gemerkt waren wir um 18 Uhr dann aber auch LEER! Aber zwischenzeitlich kamen heute auch Menschen, die von irgendwo gehört haben dass wir an die Obdach- und Wohnungslosen Lebensmittel verteilen, die dann ganz frech mit einem Audi A4 neues Baujahr bei der PVA parken und zu uns kamen und Spenden haben wollten. Gottseidank sind all unsere Schützlinge so ehrlich und loyal, dass sie uns auch wirklich sagen wenn jemand dabei ist der weder bedürftig noch obdachlos ist, das war heute wieder der Fall. Wir haben daraus gelernt und werden ab sofort unsere "Corona-Schonzeit" beenden und mit sofortiger Wirkung wieder alle Einkommensnachweise einfordern. Da wir vom Land OÖ die Auflage hatten dass unsere Schützlinge sich nicht zu lange in Gruppen aufhalten dürfen und wir schauen müssen, dass alles möglichst schnell und flüssig abläuft. Deshalb kontrollierten wir die letzten 3 Monate nicht, wie gesagt, bis heute und ab sofort wird wieder streng kontrolliert. Solche Dinge dürfen nicht sein, da fehlt uns jedes Verständnis wenn sich jemand so frech unsere Spenden aneignen möchte, das lassen wir nicht durchgehen und dieses Pärchen schickte ich auch OHNE Lebensmittel weg. Ein anderer neuer Besucher wollte mir erklären er wurde delogiert und brauche einen Schlafsack, ich erklärte ihm deutlich was wäre würde er diesen Schlafsack verkaufen um an Alkohol zu kommen. Er verstand mich und versprach mir, ihn selbst zu brauchen. Ein anderer Besucher hatte schon 2 volle Taschen Lebensmittel, als er dann frech wurde und mich beschimpfte, weil ich ihm keine 3. Tasche gab, auch dieses Problem wurde gelöst indem er bei den nächsten Ausgaben sich überlegen darf, ob es gut ist wenn man Lebensmittel gespendet bekommt und dann frech und laut ist und denjenigen beschimpft der ihm hilft. Seit Corona nimmt manchmal die Stimmung vor Ort komische Töne an, denen wir uns nicht aussetzen wollen und das auch nicht durchgehen lassen können und wollen. 17.55 Uhr haben wir alles zusammengepackt und waren fertig zur Heimfahrt, als noch ein Schützling dringend um ein Shirt bat, Anhänger auf und Shirt raus, Abfahrt! Im Lager wie gehabt, ausräumen und wegräumen, anschließend Nachbesprechung beim Mäcki nebenan, wo jede/r ihre/seine eigenen Eindrücke, Bedenken, Aussagen und Befürchtungen erzählte, diese Nachbesprechungen sind für uns als Team immens wichtig, weil nicht jede/r im Team vor Ort alles mitbekommt oder sieht. DANKE an unser heutiges Team, das sich großartigst an die neue Situation anpasste und absolut tolle Arbeit machte. Vielen herzlichen DANK an all unsere Spender/innen und Gönner/innen, die uns immer wieder diese Möglichkeiten erst möglich machen mit ihrer Unterstützung. VERGELT'S GOTT und DANKESCHÖN! So endet fürs Team heute der Tag mit dem Einbruch der Dunkelheit, für mich aber gibt es noch einiges zu tun, ich werde mich bemühen dass es nicht zu lange wird, da die Nacht um 4.30 Uhr zu Ende ist. 🙂 ❤

30.7.2020 – Disziplinierte Verteil-Aktion!

Heute, Donnerstag 30.7.2020 ... nach 1 Woche Pause stand heute wieder unser Verteil-Donnerstag auf dem Kalender. Ein Wiedersehen mit unseren Schützlingen, auf das sich das gesamte Team heute freute. Die Vorbereitungen begannen ja gestern schon mit den Verpackungen im Kühllager in Pasching, das wir dank Hr. Lehner G. kostenlos nutzen dürfen, an dieser Stelle eine tiefe Verneigung und ein herzliches DANKESCHÖN für diese tolle Geste. Ohne dieses Kühllager und Tiefkühllager wäre vieles unmöglich, deshalb ist es für unsere Donnerstagsaktion immens wichtig. Also gestern schon vorbereiten und auch genug Käsekugeln (Käsewurst) und Pizzasalami aus dem -40° Tiefkühllager, ebenfalls bei der Spedition Transdanubia, holen und auftauen lassen. Die ganze Aktion planen, wieviel Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel u.a. wir einpacken und mitnehmen. Unsere Helferinnen Ingrid Strassl, Brigitte Stadler und Maria Fleischanderl sowie Barbara Schwingenschuh planen am Donnerstag Nachmittag vor der Abfahrt nach Linz auch teilweise noch selbstständig die Lebensmittel, die sie selbst ausgeben werden. Dann gingen wir den Donnerstag heute früh um 9 Uhr an, Christian Jung, der an vielen, vielen Tagen mit mir im Lager steht und bei den meisten Arbeiten dabei ist, schickte schon um 8.40Uhr ein sms "bin schon da". Also auf und hurra in den Tag hinein, kurz vor 9 Uhr früh im Lager, dann zuerst ein neues Regal zusammenbauen und aufstellen, einräumen, bevor es um 9.45 Uhr nach Haid ging, Obst, Gemüse, Brot und Gebäck abzuholen. Anschließend auf ins Kühllager, alles Vorbereitete von gestern abholen, zwischendurch noch tanken, einkaufen und ab ins Lager nach Ansfelden. Dort angekommen den ganzen Bus ausladen, sämtliche Rollwagen aus dem Lager bereitstellen für den Nachmittag, um dann alles flott einzuladen. Zwischendurch noch Mittagessen beim Mäcki nebenan und dann geht es ans Transporter einladen, durchschauen und aussortieren. Maria und Wolfgang waren schon um 13 Uhr im Lager, so konnten wir alle wichtigen Arbeiten im Ansfeldener Lager noch machen, bevor alle anderen Helfer heute um 14 Uhr ins Lager kamen. Zuerst kommen unsere ehemaligen Eierwagerl in den Transporter, hier müssen wir unbedingt zu 4. sein, um diese einzuladen, wegen großer Kipp- und Verletzungsgefahr. Wir sind schon großartig eingeübt, eingespielt, sodass das Beladen des Transporters ziemlich schnell geht. Dann noch unseren tollen, neuen Humer-Anhänger bestücken und ab geht’s ans anhängen an den Transporter. Punkt 15 Uhr, Abfahrt mit unserem Gespann nach Linz bei genau 32° und blauen Himmel, fast schon kitschig, wir genießen die Vorfreude auf unsere Schützlinge. Ankunft in Linz, etwa 10-12 unserer Schützlinge warten schon und Wolfgang hält uns immer wieder die benötigten Parkplätze frei. Heute haben wir wieder verschärfte Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen, die Auflagen von Polizei und Krisenstab des Landes O.Ö. werden auf Punkt und Beistrich befolgt, die heißen, Mund/Nasenmaske, Gesichtsschild und Einweg-Handschuhe. Bei dieser Hitze wird das heute eine Tortur mit diesen Masken und Schildern. Aber Regeln und Gesetze sind zu befolgen, das sind wir unserem Team und all unseren Schützlingen schuldig. Ebenso musste wieder ein Abstand von 2 Meter eingehalten werden. Bei den Vorbereitungen in Linz schwoll die Schlange ziemlich schnell an und wurde ziemlich unübersichtlich, wir mussten heute des öfteren Disziplin einfordern und auch das eine oder andere Mal auch sagen, dass es nun genug ist, da manche Besucher eh schon 2-3 Sackerl voller Lebensmittel hatten. Der Transporter war proppenvoll, auch der Anhänger war übervoll, wir waren gut gerüstet, aber bei 88 Besuchern, die es heute gesamt waren, geht uns das Sortiment auch Mal aus, da alle Lebensmittel für 2-3 Wochen mitnehmen möchten. Da wir erst wieder in 4 Wochen am Donnerstag in Linz Lebensmittel verteilen, wird es für manche knapp werden. Aber auch wir müssen auf uns achten und da es seit der Wintersaison (1. Okt.- 2019 - 1.5.2020) erst 1 freie Woche gab, müssen wir eine kurze Sommerpause einlegen, da es niemandem helfen würde, wenn auch wir am Boden liegen würden, deshalb eine Sommerpause. Einige Schützlinge hatten dann auch wirklich schon große Angst, nicht genug Lebensmittel zu bekommen, wobei ich auch einmal sagen muss, dass eine Donnerstagsaktion etwa € 1000,- - € 1500,- (je nach Datum) ausmacht. Für einen kleinen Verein wie unseren, eine ganze Menge, und gerechnet übers ganze Jahr, muss das auch gerechnet werden. Eigentlich hätten wir heute die doppelte Menge an Lebensmitteln gebraucht, aber der Transporter hat eben nicht mehr Platz und unser Anhänger ebenso nicht. Viele neue Gesichter waren heute wieder dabei, auch Menschen die noch eine kleine Wohnung haben und die gesamte Rente für diese Wohnung/Zimmer aufwenden, aber keinen Strom mehr, kein Wasser und keine Lebensmitteln mehr haben. Auch diesen Menschen helfen wir, der Hunger dieser Menschen fühlt sich nicht anders an als der, der Obdachlosen. Trotzdem mussten wir auch 2 Schützlinge darauf hinweisen, dass sie bei uns Kleidung und neue Schuhe bekommen, wenn sie diese auch wirklich BRAUCHEN! Ein paar Besucher haben uns mit einer Boutique verwechselt, denen mussten wir halt deutlich sagen dass sie alles bekommen was sie brauchen, ABER nicht im Stil und im Lifestyle ihrer Wünsche, das geht nicht, das wollen wir auch gar nicht durchgehen lassen. Wenn jemand eine Unterhode benötigt, darf das keine Rolle spielen ob diese rot oder schwarz ist, ein T-Shirt einen V-Ausschnitt oder Rundkragen hat. Solche Dinge können wir nicht durchgehen lassen, sonst werden wir nicht fertig mit den Sonderwünschen. Aber wie gesagt, das waren 2-3 Ausrutscher, und denen haben wir es verdeutlicht dass das nicht geht. 88 Münder zu versorgen, das sahen wir heute deutlich, wird immer schwieriger, aber solange wir halbwegs unsere Verteilaktion machen können, machen wir diese auch. Die Hitze in Linz setzte uns allen enorm zu, unser Team leistete heute wieder großartige Arbeit, ich bin richtig stolz auf unsere Helfer und Helferinnen, IHR SEID KLASSE! Um 18 Uhr ging's dann ab Richtung Lager Ansfelden, wo alles schnell ausgeladen wurde, um der Nachbesprechung beim Mäcki nichts mehr in den Weg zu legen. Zu 5. trafen wir uns zum Nachgespräch bei Eis, Cola und Pommes. Ich danke jedem Tag den Herrgott, dass wir diese, unsere Aktion machen dürfen und können, und so treue Spender/innen wie EUCH als Wegbegleiter haben. Dafür eine tiefe Verneigung und ein demütiges Vergelt's Gott. Bei uns wird nun etwas Ruhe einkehren, wie gesagt, wegen einer kurzen Sommerpause, ich danke Euch allen für Eure Treue und Loyalität. Liebe Grüße an alle Spender/inner und an alle die uns begleiten. Schön dass es EUCH gibt!

21.7.2020 – Salzburgs 1.Spendenlieferung heute!

Heute, Dienstag 21.7.2020 ... 1. von zwei Spendenlieferungenheute ging in die Obdachlosen-Einrichtung Soziale Arbeit gGmbH....der Tag heute begann um 5.30, da wir gestern Montag schon alles in den Transporter geladen haben, brauchten wir heute nur noch einsteigen und wegfahren. Wir, das waren heute Christian und Walter. Um 6.30 Uhr Christian abholen, dann fuhren wir direkt auf die Autobahn Richtung Salzburg, bei wenig Verkehr kamen wir relativ schnell in Salzburg Nord an, die Raststelle dort wurde direkt anvisiert. Ein Toast und Kakao zum Frühstück, bevor es in die 1. Einrichtung geht. Um 8.15 Uhr Ankunft, Parkplatz zum Ausladen wurde extra freigemacht, dann geht's ans anpacken. Die Mannschaft der Soz. Arbeit war fleissig und half mit alles in den 2. Stock zu bringen. Wir hatten heute dabei: 20kg Zucker, 15kg Bohnen-Kaffee, 30kg Nudeln, 20kg Reis, 25kg Fertiggerichte im 3kg Gebinde, 120Stk. 400g Dosen Fertiggerichte, 60 Stk. Dosensuppen, 80 Packerlsuppen, 84l haltbare Milch, Löskaffee und gem. Kaffee, 12l Speiseöl, 12l Essig, 50 Fertiggerichte für die Mikrowelle, 80 Wurstaufstriche, 60 Leberaufstriche, 40 Gläser Marmelade, 40 Dosen Tomatenfisch, 40 Dosen Thunfisch, 80 Suppen im Glas, 20 Pkg. Tortelloni und 20 Pkg. Gnocchi, Roladen und Guglhupf, Knabbereien und Süßigkeiten, viele, viele Getränke sowie Hygieneartikel wie Shampoos, Duschgels, Bodymilks, Cremeseifen und Nachfüllpacks, Handseifen, Deo's, Zahnbürsten und Zahnpasta, Rasierer und Rasierschaum, 1 Jumbopackung Toilettenpapier und 5 Pkg. Küchenrollen, Waschpulver, Essigreiniger, WC Reiniger, Feuchttücher, Wattestäbchen, Taschentücher und und und ... wir danken all unseren Spendern/innen und Gönnern/innen, die uns auch diese Spendenlieferung erst möglich machten. Vergelt's Gott und Dankeschön! Von der Sozialen Arbeit ging es ein paar Kilometer weiter in die Salzburger Wärmestube. Dazu im anderen Posting mehr.  

21.7.2020 – Die 2. Spendenlieferung für Salzburg!

Heute, Dienstag 21.7.2020 ... die 2. Spendenlieferung ging in Salzburg heute in die Salzburger Wärmestube in der Ignaz-Harrer-Strasse. Auchhier hatten wir jede Menge haltbare Lebensmittel wie z.B. 40kg verschiedenste Nudeln, 30kg Reis, 84l haltbare Milch, 40 Gläser Marmelade, 240 Fertiggerichte in der 400g Dose und im 3kg Gebinde, 40kg Sauerkraut, Linsen und Dosengemüse in kleinen Gebinden, 100 Packerlsuppen, 160 Dosensuppen, 160 Suppen im Glas, 20kg Bohnen-Kaffee, Lös- und gemahlener Kaffee, 30 kg Zucker, 20l Speiseöl, 20l Essig, 120 Aufstriche, 50 Dosen Tomatenfisch, 50 Dosen Thunfisch, je 30 Pkg. Tortelloni und Gnocchi, Dosen-Gemüse im 3kg Gebinde, viele Knabbereien und Süßigkeiten, Hygieneartikel wie Duschgel, Shampoos, Deo's, Zahnbürsten und Zahnpasta, Rasierschaum und Rasierer, Bodymilk, Cremeseifen und Nachfüllpacks, Kämme und Bürsten, Feuchttücher, Toilettenpapier, Küchenrollen, Wattestäbchen, Taschentücher, neue Schuhe, neue T-Shirts und neue Jeans, Decken, Isomatten und Schlafsäcke u.v.a.m.. Recht lieben Dank an alle unsere Spender/innen und Gönner/innen, die auch diese 2. Spendenlieferung nach Salzburg heute, ermöglichten. Vergelt's Gott und DANKESCHÖN! Um 10 Uhr fuhren wir von Salzburg, Richtung Heimat und machten noch einen Halt bei unserer Helferin Sandra in Seewalchen. Dort gab es Kaffee und Jause und ein wiedersehen für uns. Danke an dieser Stelle für die tolle Bewirtung. Lieben Dank an alle die immer wieder dazu beitragen, dass wir solchen Spendenlieferungen machen dürfen und können. Wir sind richtig stolz auf unsere Spender/innen! Schön dass Ihr den Weg mit uns geht.

16.7.2020 – Linz im Regen und trotzdem gute Laune!

Heute, Donnerstag, 16.7.2020 ... nach 14 Tagen stand wieder unser Verteil-Donnerstag auf dem Programm. Der Tag begann heute Früh mit Regen und wechselweise mit verdeckter Sonne. Um 9 Uhr unseren "prafen" Süffi (Name abgeändert , ein überaus braver, süffisanter aber effektiver Helfer, der seit er bei uns im Verein ist, über Muskelkater lamentiert) abgeholt, dann gemeinsam ins Lager um den Einkauf der letzten Tage einzuräumen. Ehrlich gesagt, ich hätte die letzten Wochen ohne Christian alias Süffi körperlich nicht mehr geschafft. Er leistet großartige Arbeit, ist Kumpel, Freund und unentbehrlicher Helfer geworden. Danke dass Du in unserem Team so tolle Arbeit leistest. Wir fahren seit 2 Wochen fast täglich Spenden liefern in verschiedene o.Ö. Einrichtungen, und diese Spendenlieferungen müssen ja zuerst zusammengestellt werden, was die meiste Arbeit und der größte Aufwand ist. Dann auf nach Haid, Brot und Gebäck holen, Obst und Gemüse und Getränke für heute Nachmittag, für unsere Schützlinge. Von Haid direkt nach Pasching ins Kühllager, von wo wir noch verschiedene Lebensmittel holen mussten. Um 11.15 Uhr dann noch schnell ins Tiefkühllager fahren, die dort eingelagerten Kühlakkus aus dem -40° Kühlhaus holen, dann ab wieder Richtung Lager Ansfelden. Den ganzen Bus ausräumen und sortieren, durchschauen der Lebensmittel die wir aussortieren müssen. Heute sind so viel Vorarbeiten zu erledigen, dass ein nach Hause fahren zum Mittagessen einfach nicht drinnen ist, also schnell zum MacDonalds und das 1er Menü für Süffi (Becher Eis mit Schokopops) und für mich etwas Huhn. Die ersten Tropfen Regen fielen Süffi schon ins Eis als er erst bei der Hälfte war. Es hörte aber gleich wieder auf, dunkle Regenwolken ließen für heute Nachmittag nichts gutes Erahnen, aber wir wollten auch nichts schlecht reden, also abwarten und Tee trinken. Nach dem Mäcki ab, zurück ins Lager, wo Wolfgang schon wartete. Maria kam auch ein paar Minuten später, und wir begannen heute früher unsere Donnerstagswagerl zu einzuladen. Sagenhaft, es war noch keine 14.15 Uhr und unser Transporter war voll beladen. Jetzt fehlte noch der Anhänger. Durchschauen was noch fehlt, fertig befüllen, Hänger anhängen, das Gespann macht uns schon sehr viel Freude, der neue Hänger von der Fa. Humer Anhängerbau GmbH aus Gunskirchen entlastet uns schon sehr und ist von der Bauweise genau das, was wir dringend benötigen. Einfach ein großartiger Anhänger der alle Stückchen spielt, die wir brauchen für unseren Verteil-Donnerstag. Hier nochmals vielen Dank an die Fa. Humer GmbH. Um 15.00 Uhr fahren wir ab Richtung Linz, bei strömenden Regen und einer gefährlich dichten Gischt auf der Strasse. Maria holt noch schnell die Übernachtungsjetons für die Notschlafstelle von mir daheim, die ich heute früh vergessen habe und bringt sie mit nach Linz. Markus B., der uns mit seiner Firma "Attraktion" viel Geld für unseren Hänger spendete, seine Kumpels und Freunde von den Round Tables in Oberösterreich auch noch um Spenden gebeten hat, wollte sich heute unsere Donnerstagsaktion aus der Nähe ansehen und mithelfen. Um sich ein Bild unseres Wirkens anzuschauen. Wir kamen in Linz an und es warteten etwa 15 Schützlinge auf uns, genug Parkplätze sind frei wir können Transporter und Anhänger gegenüber stellen und uns so optimal positionieren. Wir begannen alles auszuladen und aufzuteilen, kurze Teambesprechung noch vor Beginn. Um 16.05 Uhr gings los, die erste holte sich beim Bus ihre Lebensmittel für die nächsten 14 Tage, da wir im Sommer nur 14-tägig den Verteil-Donnerstag machen. Bals schon war die Schlange angewachsen bis zur Kärntner Strasse und ich hatte Angst, wegen dem dichten Verkehr. Und ich musste alle Schützlinge wieder darauf aufmerksam machen dass wir Sicherheitsauflagen von Polizei und Krisenstab des Landes OÖ bekommen haben, Abstand 2 Meter, für uns galt Mund/Nasenmaske, Gesichtsschutz, Einweghandschuhe und rege Aufmerksamkeit. Alle folgten brav und der Regen wurde zwischendurch etwas intensiver und stärker, unsere Lebensmittel haben wir mit Markise und Sonnensegel das wir als Regensegel verwendeten, geschützt. Unser Patrick drückte mir zwischendurch 2 Bilder in die Hand und meinte "Die kannst Du gerne versteigern". DANKE lieber Patrick, ich werde die Bilder in einem anderen Posting präsentieren und auf Vorschläge warten. Die Zeit verging wie im Flug bis 17 Uhr, wir hatten immer was zu tun, dann 10 Minuten Pause und dann der nächste Schub Schützlinge. Insgesamt waren es heute 65 an der Zahl die zu uns kamen und sich Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung und Schuhe holten. Für Sommer und Monatsmitte ist diese hohe Anzahl erstaunlich. Im Vergleich zum Sommer 2019, da hatten wir am gleichen Zeitraum 39 Schützlinge. 2020 läuft alles anders ab, ganz anders. All meine Stoßgebete Richtung Himmel nutzten heute auch nichts. Jesus! Um 17.50 Uhr endete der heutige Tag in Linz, alle waren durchnässt, nur die Laune war die ganze Zeit gut, einfach ein tolles Gefühl in diesem Team zu sein, ich danke Gott jeden Tag dafür. Im Lager alles wieder ausladen, alles wieder einlagern, der nächste Verteil-Donnerstag findet erst am 30.7.2020 statt, bis dahin fristen die Spenden im Lager. Nachdem die Lagertür zugesperrt war wurde natürlich beschlossen, noch ein Donnerstagsnachgespräch beim MacDonalds einzuberufen. Was wir alle gerne machten, diese Nachgespräche sind immens wichtig und stärken den Zusammenhalt im Team. Viele verschiedene Eindrücke von jedem Einzelnen, jeder Einzelnen werden hier geteilt und besprochen. Langsam fällt bei diesen Gesprächen dann der Druck auf Normalniveau, heute noch etwas durchnässt aber mit einem großartigen Gefühl. Mit diesem Gefühl fuhren wir alle dann heim. Danke an all unsere Spender/innen, dass wir diese unsere Aktion immer wieder machen dürfen und auf diese Weise Hilfe leisten dürfen. Vergelt's Gott und DANKE! Danke auch an unser gesamtes Team, das wie immer großartige Arbeit leistete und diesen Regen mit dem gesamten Team durchstand und die gute Laune nicht verloren hat. Vergelt's Gott