2.7.2020 – Engel haben immer kalte Füsse!

Heute, Donnerstag 2.7.2020 ... Der Tag heute begann früh mit diversen Telefonaten, mit künstlich erstellten Problemen die man uns andichtet und so manch komischer Aussage am Telefon, kein Problem, heute ist Verteil-Donnerstag und wir treffen unsere Schützlinge heute wieder, das zählt viel mehr. Gestern schon wurde mir eine etwas komische Ansicht einer Obdachlosen-Einrichtung Nahe gebracht bzw. deutlich gesagt, die meinte, Zitat: "Wir nehmen keine Lebensmittel mehr, die 3-4 Wochen VOR Ablauf des Mindeshaltbarkeitsdatums sind". Na BUMM, das saß, manche Lebensmittel bei uns sind abgelaufen, ja, aber wir würden niemals prekäre Lebensmittel weitergeben, wir geben ausschließlich jene weiter (wenn diese abgelaufen sind), wo uns der Hersteller zusichert dass auch 5-6 Monate nach Ablauf des MHD keine Gefahr für Leib und Leben besteht und das Lebensmittel absolut keinen Makel hat. Wir beliefern viele Einrichtungen mit solchen Lebensmitteln, aber niemand echauffierte sich je auf diese Weise. Dazu kommt immer wieder die Aussage von verschiedenen Sozialarbeitern in Obdachlosen-Einrichtungen, Zitat: " Wenn wir keine Lebensmittel zum ausgeben haben, mir ist das egal, dann haben die Wohnungs- und Obdachlosen halt weniger." Und das muss ich hier und heute einmal zum Ausdruck bringen, dass das schon eine Art der Aussage ist, die für uns ein absolutes NoGo darstellt. Wir wollen niemandem sagen, was er/sie zu tun, zu entscheiden hat, aber die oben angeführten Zitate hörte ich nun schon aus 2 verschiedenen Einrichtungen von 3 verschiedenen Sozialarbeitern. Diese Aussagen machen mich unendlich traurig und eigentlich sind wir machtlos dagegen, weil dann einfach nicht mehr mit uns geredet wird und auf alles lieber verzichtet wird. Diese Aussagen liegen mir schon einige Zeit als riesengroßer Brocken Stein in meiner Brust und nehmen mir oft die Luft zum atmen.
Heute früh nach all den Anrufen dann abfahrt nach Haid, wie immer Brot und Gebäck, etwas Obst und andere Süßigkeiten holen, anschließend ins Kühllager, Kuchen und Rolladen, Salate, Getränke und vieles andere noch zusammensuchen, einladen und einkaufen fahren. Nach dem Einkaufen noch schnell tanken vor 12 Uhr und ab, zu einem Snack nach Hause, um 13 Uhr ist Lager angesagt. Noch schnell den Wetterbericht angeschaut, ohjegale, ab 14 Uhr Regen und Gewitter, uiui, lieber Jesus bitte hilf, bitte halt für uns unseren Platz trocken. Ankunft 13 Uhr im Lager, Maria und Wolfgang aus St. Pölten waren schon da, Maria Fleischanderl hatte Schnitzelsemmerl für unsere Schützlinge gemacht, die Sie heute austeilen wird. Maria kümmert sich dann um die Wurst, die geschnitten und verpackt werden muss, um all die Kühlwaren und verpackt die Sachen gleich in unserem Kühlschrank und den Kühlboxen. Wolfgang sieht der weilen das Brot und Gebäck durch und sortiert aus. Als um 14 Uhr Ingrid Strassl und Brigitte Stadler kamen, legten wir wie jeden Donnerstag los, unsere Wagerl einzuladen, dazu müssen wir zu 4. sein um ein Kippen zu verhindern. Heute ging es Schlag auf Schlag und alles war im Nu verstaut, Aschenbecher, 5 Tische, 2 Sessel und 2 Hocker, Sonnensegel gegen Regen, Expander, Müllsäcke, starke Einkaufstaschen, Mund/Nasenmasken, Gesichtsschutz, Vinylhandschuhe, Desinfektionsmittel und vieles andere, alles eingepackt. Heute haben wir aufgrund der Geschehnisse wieder verstärkte Auflagen zu befolgen, jede/r im Team muss wieder Mundmaske UND Gesichtsschutz sowie Handschuhe tragen, unsere Schützlinge müssen 2m Abstand halten. 15 Uhr, wir hängen unseren tollen, neuen Humer-Anhänger an und geben Gas. Auf dem Weg nach Linz waren schon tiefe Regenwolken im Mühlviertel zu sehen, ich betete nochmal still in mich hinein "Lieber Jesus, willst Du wirklich dass wir nass werden und uns vielleicht noch verkühlen?" Soviel kann ich hier vorweg nehmen, bis auf 2x kurzes Tröpfeln kam nichts vom Himmel, außer guter Spirit. Im Radio läuft der Titel "Engel haben immer kalte Füsse", ist das etwa die Vorhersage für den restlichen Nachmittag? BITTE, Jesus!!! Ankunft in Linz, Wahnsinn, fast alle Parkplätze frei, wir suchen uns die Besten aus und platzieren uns so, dass es Übersichtlich ist und niemand wo darüberstolpert. Bei der Ankunft waren schon etwa 12 Schützlinge da, was für einen Monatsanfang absolut ungewöhnlich ist, weil wir meistens am Monatsanfang gesamt etwa 20-30 Besucher haben. Heute sollen es insgesamt 56 Schützlinge werden, die sich Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Kleidung und Schuhe holen. Beim Beginn der Ausgabe mussten wir öfters dem Abstand von 2m einfordern, aber kein Problem, alle halten sich daran. Schnell den Hänger aufmachen und teilweise ausladen und auf den Tischen ausbreiten, beim Transporter das Gleiche, hier fahren wir gleich zu Beginn unsere Markise gegen den Regen aus und spannen unser Sonnensegel hinten über beide Türen damit kein Regen eindringen kann. 15.55 Uhr, bei unserem Team- Meeting letzten Sonntag haben wir beschlossen, VOR der Ausgabe noch auf die wichtigsten Dinge vor Ort einzugehen, was heute super-gut angenommen wurde, ich verweise noch auf die einzelnen Lebensmittel, auf einzelne Vorgehensweisen und Wünsche, was das ganze Team wirklich beherzigte. Ausgabe ab sofort hieß es dann um 16.05 Uhr, und die Schlange wurde immer länger. Vor einigen Wochen bekamen wir in Linz von einer unbekannten Dame 2 Stangen Zigaretten gespendet, davon hab ich auch heute wieder 3 Packungen an unsere Schützlinge ausgegeben, jeder 2-3 Stk., und außerdem gaben wir heute noch 34 Stk. Nächtigungsjetons à € 4,- für die Linzer Notschlafstelle aus. Alles verläuft absolut diszipliniert und ruhig, gefühlte 200 lautstarke DANKE quittieren wir mit einem Lächeln und einem "schon gut". Die Dankbarkeit ist wieder sehr groß, wenn man in die Gesichter unserer Schützlinge schaut, geht dort nicht eine, sondern gehen 10 Sonnen zugleich auf. Alle strahlen, alle glänzen und sind zufrieden. Um 17.45 Uhr wird alles eingeräumt...der Bus und Anhänger geschlossen, bis noch ein Schützling, Hr. Ing. P. kommt und noch dringend Lebensmittel braucht, na klar wird alles nochmal geöffnet und auch diese Tasche gefüllt. Wieder fertig gemacht zur Heimfahrt ins Lager, kommen noch 2 Schützlinge, also wieder alles auf und noch einmal 2 Rucksäcke füllen, kein Problem. Zum Schluss gingen alle mit gefüllten Taschen und Rucksäcken von unserem Bus. Ein gutes Gefühl, das bei jeder/jedem im Team bleibt. So, schnell ins Lager und ausräumen, da heute noch unser Vereins-Stammtisch ansteht. Ein gemütliches Zusammensein und über Gott und die Welt philosophieren, tut einfach gut mit so einem tollen Team auch außerhalb des Lagers Zeit zu verbringen. Also im Lager alles gut geübt ausgeladen, alles an die verschiedenen Plätze geräumt und ab, zum Strauss nach Freindorf. 19 Uhr, Stammtisch, es wird ein kurzer aber toller und intensiver Stammtisch werden. 20 Uhr, ab nach Hause, Bilder sichten, Text schreiben, Probleme in der Lagerverwaltung beheben und weiter an unsere Bedürfnisse anpassen, das alles wartet heute noch auf mich, bis tief in die Nacht. Eine tiefe Verneigung und ein dankbares VERGELT'S GOTT an all unsere Spender, die uns diese Aktion jede Woche erst ermöglichen.   Vielen DANK! Ein besonderer Dank ergeht auch heute wieder an unser tolles Team, das absolut tolle Arbeit leistete und mir immer wieder den Rücken stärkt. DANKE, und schön dass es EUCH gibt. Ihr seid großartige Menschen, ich bin richtig stolz auf JEDE/N von EUCH!   Ich gelobe Besserung in der Länge meiner Postings, ab nächste Woche werde ich mich kürzer halten (Nächste Woche ist unser 1. Donnerstag in diesem Sommer wo wir pausieren). Erst in 14 Tagen stehen wir wieder in Linz und verteilen Lebensmittel an unsere Schützlinge. Danke auch an alle Wegbegleiter hier in unserer Gruppe, die uns immer wieder die Moral und den Rücken stärken, immer einen prima Zuspruch für uns auf der Zunge haben!  🙏☀️

1.7.2020 – Spendenlieferung ins Linzer Of(f)nstüberl!

Heute, Mittwoch 1.7.2020 ... Spendenlieferung ins Linzer Of(f)nstüberl, wo unsere Obdachlosen täglich am Vormittag frühstücken können. Wir brachten Nudeln, Gnocchi & Tortellini, Packerlsuppen, haltbare Fertiggerichte, Reis, Speiseöl & Essig u.v.a.m.. Vielen Dank an all unsere Spender, die auch diese Spendenlieferung erst möglich machten. Vergelt's Gott und Dankeschön  

25.6.2020 – “Ohne Euch gäbe es viele von uns nicht mehr!”

Heute Donnerstag, 25.6.2020 ... unser wöchentliches Hauptereignis, nach der gestrigen Spendenlieferung ins Welser Frauenhaus, stand heute wieder am Tagesplan, unser Verteil-Donnerstag in Linz. Der Tag begann stressig, da ich aus Eferding eine größere Spende abholen musste (es wird ein eigenes Posting dazu geben), die eigentlich für Freitag geplant war, es sich aber morgen nicht mehr ausgeht mangels dichtem Zeitplan und mehrerer geplanter Vorhaben. Also ab nach Eferding, von dort ins Kühllager, die gerade abgeholte Spende einkühlen und die ganzen Kühlwaren für den Nachmittag gleich zusammenrichten und einladen in unseren Transporter. Mit der Kühlware dann Richtung Haid, Brot und Gebäck abholen, noch ein wenig ratschen und Meinungen austauschen, dann ab ins Lager, all die Frischesachen sofort wieder einkühlen und auch gleich so einteilen um es nachmittags nur mehr einzupacken ohne viel zusätzlicher Arbeit. Zuerst aber die gesamten Lagertrolleys herausfahren und alles gleich so herzurichten, dass es übersichtlich und leicht erkenntlich ist für den Verteil-Donnerstag, d.h. welche Lebensmittel auf den Anhänger und welche in den Transporter geladen werden. Den ganzen Einkauf von gestern auch noch in einen Trolley laden und ebenfalls im Gang abstellen. Am Abend wenn wir retour kommen von Linz, wird alles wieder ins Lager reingeräumt. Nachdem ich im Lagergang ein völliges Chaos angerichtet habe, fahre ich schnell heim um eine Kleinigkeit zu essen und noch 40 Nächtigungsjetons à € 4,- für die Notschlafstelle Linz einzupacken, heute werden viele Schützlinge kommen, deshalb diese 40 Jetons im Wert von €160,-, vermutlich werden wir die heute alle brauchen damit die Leute wenigstens 1-2 Nächte ein trockenes, warmes Bett haben. Mehr als 2 Jetons pro Person können wir nicht weitergeben, da wir selbst die Jetons von Spendengeldern kaufen müssen und damit sparsam und sorgsam umgehen müssen. Nach der 2Kleinigkeit" fahre ich wieder ins Lager, Maria Fleischanderl und Wolfgang Wegener warteten schon auf mich. Maria stürzte sich gleich über die Salami, diese aufzuschneiden und abzupacken, die ganze Frischware nochmal umzuschlichten damit sich alle Helfer/innen bei der Ausgabe leichter tun und alles leicht auffindbar ist. Leider sagte dann Markus, der heute unserer Ausgabe beiwohnen wollte, ab, aber ein andermal klappt es sicher. Darauf freue ich mich schon. Es ist immer großartig, wenn sich verschiedene Menschen unsere Donnerstags-Aktion aus der Nähe vor Ort anschauen und vielleicht auch noch mithelfen und so Kontakt zu unseren Schützlingen bekommen, und die eine oder andere Lebensgeschichte, das eine oder andere Schicksal hören. Viele Menschen hatten wir auf diese Weise schon zu Gast bei unserem Bus, und ich glaube dass wirklich alle einiges für sich mitnehmen konnten, Erkenntnisse, Gedanken, Erzählungen oder einfach nur Bilder. Um 14Uhr kamen dann noch Barbara Nowecki, Brigitte Stadler & Ingrid Strassl, so war dann unser heutiges "Einlade-Team" zusammen. Wolfgang kümmerte sich ums Obst, Brot und Gebäck, dann ab den elektr. Hochhubwagen holen, unsere Donnerstagswagerl standen schon bereit, einer im Bus von oben das Gleichgewicht halten, und beidseitig vom Wagerl ebenfalls je eine Helferin zum balancieren und zur Sicherheit. Der Transporter war bald geladen, zum Schluss noch unseren neuen transportablen Kühlschrank laden, der auch mit Akku läuft, um die Kühlkette für die ganze Frischware einzuhalten. Den Transporter einmal umdrehen, den geliebten, neuen Anhänger, den uns die Fa. Humer GmbH aus Gunskirchen nach unseren Wünschen herstellen ließ und uns kostengünstigst zur Verfügung stellt, anhängen. An dieser Stelle nochmal ein ganz ganz großes DANKE der Fa. Humer, für diese tolle, menschliche Geste. Nach dem anhängen nochmal alles kontrollieren und für die Abfahrt fertig machen. Ingrid Strassl und Wolfgang fahren im Transporter mit mir, die Wolken die mich aus dem Mühlviertel anlachen, schauen so feucht aus, aus der Ferne. Es waren Regenwolken. Ich betete zu Jesus "Bitte Bitte KEIN REGEN, ich hab doch extra deswegen zu Mittag zusammengegessen". In Linz angekommen waren 2x 2 Parkplätze wie für uns geschaffen. Wolfgang, unser Schützling vor Ort, der uns jede Woche hilft, hielt uns diese Plätze frei. Besser geht nicht. Anhänger positioniert, Transporter abgestellt, mittlerweile war es 15.45 Uhr, Zeit um langsam auszuladen und auf den Tischen aufzudecken. Andrea Dostl, Beate Loeffler & Markus Obermayr stießen heute noch in Linz zu uns um uns tatkräftigst zu unterstützen, da wir mit etwa 100 Schützlingen rechnen. Im Nu war alles aufgestellt, wir haben gerade begonnen mit der Ausgabe, begann es zu regnen und hörte bis etwa 17.30 Uhr nicht mehr auf. Nass bis auf die Haut, Hose, T-Shirt, Schuhe, Socken...hoffentlich wird das keine Verkühlung. Was solls, es muss weitergehen, 91 Schützlinge, die dann auch wirklich heute bei unserem Bus waren, wollen Lebensmittel, Hygieneartikel und Kleidung, wenn's geht ohne lange im regen stehen zu müssen. Bei dieser Anzahl geht es aber ohne Wartezeiten nicht, manche hatten einen Knirps dabei, manche wie z.B. Elvisa kamen gar nur in Stricksocken, ohne Schuhe zu uns, wir sorgten hier sofort für neue Socken und neue Schuhe für Elvisa. Ganz stolz zeigte sie die auch gleich in der wartenden Runde her. Viele viele Aussagen kamen auch heute wieder: z.B. "Wir sind echt so froh, dass ihr uns helft, wir wüßten nicht weiter wenn's Euch nicht gäbe" .... "Ohne Euch gäbe es einige von uns schon lange nicht mehr, DANKE dass Ihr uns helft und zu uns steht". Wenn das gestandene Mannsbilder sagen, bleibt dir ein riesengroßer Knoten im Hals stecken. Nicht alles wurde direkt zu mir gesagt, aber alles zu unserem Team. Natürlich wollen wir für unsere Schützlinge da sein, natürlich wollen wir helfen, und natürlich machen wir unsere Aktion aus tiefster Nächstenliebe mit ganz viel Herzblut von jedem Einzelnen. Das macht uns als TEAM...uns als Verein aus. DANKE dem gesamten TEAM für Eure Unterstützung, Eure Hilfe, es ist nicht selbstverständlich, ehrenamtlich so einen Dienst zu machen, manchmal gehen die Schicksale richtig an die Nieren. Wir begegnen unseren Schützlingen auf Augenhöhe mit aller Wertschätzung, und das spüren unsere Schützlinge und danken es mit vielen Aussagen, mit einem Lächeln oder einer anderen liebevollen Geste. Gegen 17.30 Uhr hörte der Regen auf und die letzten 2 Nachzügler wurden auch noch versorgt mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln, all unsere Frischware ging aus, viele Dinge im Bus waren ebenfalls weg und aus, selten das wir so leer zurückfahren. Aber wir sahen heute wieder deutlich, wie wichtig unsere Aktion ist. Danke allen Spendern/innen und Gönnern/innen dass wir jede Woche diese, unsere Aktion machen dürfen. Es tut so gut zu helfen. Zurück im Lager alles flott ausgeräumt und beschlossen, wir brauchen heute unbedingt ein "Nachbesprechungs-Eis" beim McDonalds nebenan. Was wir dann auch schlemmten. Bei diesen Nachbesprechungen werden immer wieder verschiedene Dinge, verschiedene Aussagen der Schützlinge diskutiert und drüber gelacht oder gar geweint. Es tut so gut so ein tolles TEAM zu haben, das Woche für Woche, sogar im strömenden Regen, aushält und an einem Strang zieht. DANKE dafür Und so kam ich gegen 20 Uhr heim und sichtete die Fotos und schreibe wie üblich den Text hier, trotzdem warten noch viele verschiedene Arbeiten heute auf mich. Morgen früh wieder Spendenliefern, Spendenabholen u.v.a.m., also die Arbeit geht uns nicht aus, in diesem Sinne danke dass Ihr mein ganzes Posting durchgelesen habt. Vergelt's Gott

24.6.2020 – Spendenlieferung ins Welser Frauenhaus!

Heute, Mittwoch 24.6.2020 ... Spendenlieferung ins Welser Frauenhaus. Wir hatten verschiedene Lebensmitteln wie Nudeln, Reis, Fertiggerichte, Kaffee, Zucker, Speiseöl, Essig, haltbare Milch uva. sowie Hygieneartikel in zahlreicher Menge dabei. Getränke und Süßigkeiten sowie diverse Reinigungsartikel, Toilettenpapier und Küchenrollen rundeten unsere Lieferung ab. Danke an all unsere Spender, die auch diese Spendenlieferung erst möglich machten. Vergelt's Gott  

18.6.2020 – ein toller Tag voller Dankbarkeit!

Heute, Donnerstag 18.6.2020 .... wir hatten heute natürlich wieder die an strenge Regeln gebundene Genehmigungen von Krisenstab des Landes O.Ö. und der Polizei, für unseren Verteil-Donnerstag. Der eigentliche Tag begann schon gestern mit der Einlagerung des gespendeten Obst und Gemüses, der vielen Schokolade und der ganzen Frischware aus Wien. Vielen Dank an dieser Stelle an den Sozialmarkt Foodpoint, der uns immer wieder im Abstand von 14 Tagen mit wertvollen und dringend notwendigen Lebensmitteln versorgt, lieben Dank an dieser Stelle an Marius Aigner 🙂 . Danke auch an unseren Christian Jung der mir immer Wochentags behilflich ist bei all der Lagerarbeit, bei all den Spendenabholungen oder Spendenlieferungen. Ich bin stolz dich in unserem Team zu haben. Hier möchte ich anmerken, dass wir großartige und tolle Helfer/innen haben, unser Team ist hochkompetent, einfühlsam und immer wertschätzend gegenüber unseren Schützlingen. Ich bin MEGASTOLZ auf EUCH ALLE. Schön dass es EUCH gibt! 🙂 <3 Heute Donnerstag früh wie gewohnt Brot und Gebäck in Haid abholen, dann weiter ins Kühllager zur Fa. Transdanubia, wo wir dank Hr. Lehner Günther kostenlose Palettenstellplätze im Kühl- sowie im Tiefkühllager nutzen dürfen. Eine so wertvolle Geste für die ich am liebsten täglich DANKE sage. Im Kühllager alles vor-kommissionieren und auf Palette schlichten, anschließend alles in unseren Bus räumen und auf zu meinem Lieblings-Hofer Mittagessen kaufen und auf dem Heimweg noch schnell volltanken und dann aber schnellstens den Herd für das schnelle Mittagessen wärmen. Manchmal, so wie heute, verdamme ich mein Handy, weil es mich oft nicht einmal fertig essen lässt, heute aber war es ein Anruf mit der Info über den Tod einer guten Freundin. Eine langjährige Spenderin und Wegbegleiterin unserer Obdachlosenhilfsaktion verstarb gestern während einer Routineoperation im Krankenhaus. Vielen lieben Dank an dieser Stelle, liebe Anita Zischka für all deine Unterstützung, deine Hilfe, deine Stunden in unserem Lager, deine Emotionen und deine immer gut gemeinten Ratschläge, Danke für deine Schützlinge die wir auch weiterhin gut versorgen werden. Wir werden dich nicht vergessen. 😢
Um 13 Uhr Ankunft im Lager, Maria Fleischanderl wartete schon auf mich, Wolfgang kam direkt nach Maria, wir luden den Transporter aus, die ganze Frischware in den Kühlboxen sowie in der neuen, transportablen Kühl- Gefrierkombi verstauen, Pizzasalami aufschneiden und verpacken, Ingrid Strassl war inzwischen schon am einpacken wichtiger Kleidungsstücke, Schuhe, Decken usw., Barbara Schwingenschuh half mit beim einladen und hatte den Überblick was an Gemüse und Obst wo eingeladen wird. Brigitte Stadler räumte ihr Hygiene-lager um und bestückte noch schnell die Wagerl mit notwendigen Sachen. Gerlinde Körner tauschte sich mit allen noch aus, einige Neuigkeiten werden noch abgeglichen und vervollständigt. Zu 4. wird alles aufgeteilt in Anhänger und Transporter, 15 Uhr, der Anhänger wird angekoppelt und Wolfgang vergattert um nachzuschauen dass wir nirgendwo schrammen. Barbara und Wolfgang fahren mit mir im Transporter und wir alle sind gespannt was heute los sein wird, wieviele Schützlinge heute kommen werden, ob es Vorfälle geben wird etc.. Um 15.15 Uhr sind wir auf unserem Platz, etwa 25 Schützlinge warten zu diesem Zeitpunkt schon auf uns, gesamt am Ende werden es 72 Schützlinge sein, die wir heute wieder mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, neuen Schuhen und Kleidung, Schlafsäcken und Isomatten sowie Decken und vielem anderen versorgen. Es macht große Freude tief drinnen im Herzen, helfen zu können, helfen zu dürfen. Alle sind diszipliniert, wie immer streitet Harald (ein Schützling) um den 1. Platz bei Ausgabebeginn. Wir bauen den Anhänger um und schlichten alles aus Bus und Anhänger, machen uns fertig um pünktlich um 16 Uhr beginnen zu können. Da kommt mir grade noch M. recht, da ich in den letzten Wochen merkte dass M. nicht mehr an seine Chance im Leben glauben möchte, weil er nur gepiesackt wird von Behörden und Ämtern, nicht ernst genommen wird und eigentlich nur hier leben möchte. Man stellt ihm aus fadenscheinigen Gründen keine Papiere aus, nicht einmal einen Ausweis bekommt er, geschweige denn von Arbeitspapieren. M. ist weder Asylwerber noch Flüchtling, das Schicksal hat ihn nach Österreich gebracht. Er spricht sehr gutes Deutsch und bekommt keine Chance, sich zu etablieren, sich ein Leben aufzubauen. Er schläft in der Notschlafstelle und geht oft einen ganzen Vormittag in eine Linzer Sozial-Einrichtung arbeiten, um €12,- den ganzen Vormittag. Ich möchte ihm helfen, weil er ein großartiger Mensch, ein toller Mann ist. Nach dem Telefonat mit einem Freund von mir hat er Freudentränen in den Augen, er darf ihm helfen, darf kleine Dinge erledigen. Ich bin glücklich solche Freunde zu haben, die nicht wegschauen! M. bedankte sich gefühlte 100 Mal, ich musste mich dann wieder um die einzelnen Ausgabestellen kümmern und alles im Blick haben. Alles ruhig, alle zufrieden, alle glücklich und dankbar. Die Zeit verging im Flug, 17.50 Uhr, wir beginnen alles zusammenzuräumen und alles einzupacken. 18.05 Uhr Abfahrt ins Lager, dort alles ausräumen und wieder einlagern, anschließend gab es noch mit Beate Loeffler (die die ganze Frischware vorbildlich an den Mann/die Frau brachte), Gerlinde und Maria Fleischanderl eine von usn so geliebte Nachbesprechung beim McDonalds nebenan. Bis 21.15Uhr wurde die Besprechung ausgedehnt und viele Themen wurden nochmal besprochen, zerpflückt und wieder zusammengepuzzelt. Es war ein toller Tag mit Euch, DANKE! Vielen, vielen Dank wie immer an all unsere Spender/innen und Gönner/innen, das wir diese, unsere Aktion jede Woche in dieser Form machen dürfen und machen können, dank EURER Unterstützung. IHR SEID GROSSARTIG UND EINZIGARTIG! Schön dass Ihr den Weg mit uns geht und uns immer wieder so toll helft. DANKESCHÖN 🙂 <3 Was bleibt sind jetzt noch Stunden, die ich brauche um alles aufzuarbeiten was den ganzen Tag liegen blieb. 🙂

11.6.2020 – Ein Verteil-Donnerstag mit großer Dankbarkeit!

Heute Donnerstag, 11.6.2020 stand trotz Feiertags wieder unser Verteil-Donnerstag auf dem Programm. Im Vorfeld bekam ich eine E-Mail von Sr. Lydia, die sich in Ihrer Freizeit immer wieder um Obdachlosen kümmert, sie hätte jemanden der vor ein paar Tagen eine kleine Wohnung bekam aber nur ganz wenig Geld, um für sich sorgen zu können. Sr. Lydia sorgt immer wieder dafür, dass unsere Spenden auch wirklich die Ärmsten bekommen, deshalb unser großes Vertrauen und die heute übergebenen Lebensmittel für dieses Anliegen von ihr. Es ist uns wichtig, Menschen zu helfen die sich selbst nicht mehr versorgen können. Also wurde schon heute Mittag eine Einkaufstasche voller Lebensmittel sowie 1 Paar neuer Schuhe, neuer Socken und neuer Unterwäsche gepackt, um es später zu übergeben. Nach all den Vorbereitungen Gestern Mittwoch und heute Vormittag wurde nach Ankunft heute Mittag im Lager der Transporter ausgeladen, Brot und Gebäck, Süßigkeiten, Obst und Gemüse...alles raus, das kommt später in den neuen Anhänger. Unsere altbewährten Wagerl, die vollgestopft sind mit Lebensmittel und Hygieneartikel wurden als erstes geladen, dazu waren wieder insgesamt 4 Personen erforderlich, um das kippen der Wagerl zu verhindern. Alles fest verzurren, Getränke, Speiseöl und Essig und all den Rest hinten reinladen, dann den Transporter umdrehen um den Anhänger anzukoppeln. Unsere Ingrid Strassl kümmerte sich um die Vervollständigung der Kleidung, die wir mit dem neuen Anhänger dorthin übersiedelten. Alle Schuhe die wir mitnehmen noch schnell umräumen und kontrollieren auf Vollständigkeit. Unser System im neuen Anhänger ist noch nicht perfekt, wir müssen noch viel probieren und adaptieren, um alles bestmöglich für unsere Arbeit einzurichten. Der Anhänger war dann auch bald bestückt mit der ganzen Kleidung und all den Dingen, die vom Anhänger aus ausgegeben werden. Verschiedene Knabbereien, Cabanossi, Hartwurst, Salate, verschiedenes Gebäck. Unsere Fahrt nach Linz war begleitet von Sonne und teilweise blauen Himmel, und ganz bestimmt auch von viel Vorfreude auf unsere Schützlinge. Einige Themen wurden auf der Fahrt noch besprochen, als wir dann angekommen waren, standen schon etwa 15 Schützlinge an unserem angestammten Platz. Anhänger gegenüber dem Transporter abstellen, alles herrichten und aufstellen, Anhänger öffnen und griffbereit herzurichten, Transporter genauso teilweise ausladen und all die Frischware, Aufstriche, Salami u.v.a. in den Kühlboxen griffbereit herrichten. Punkt 16 Uhr ist Start für die Ausgabe, begonnen wird am Transporter und enden wird die Runde für unsere Schützlinge bei Steffen und Ingrid beim Anhänger. Heute holten sich auch gleich zu Beginn der Ausgabe einige wieder T-Shirts, Jeans, Socken und Unterwäsche und Schuhe. Trotz allem achten wir auf die Sicherheitsabstände, manchmal müssen wir unsere Schützlinge an den Abstand erinnern, aber kein lautes Wort kein Murren, alles gut! Vorsicht ist trotz allem immens wichtig, da wir immer noch strenge Auflagen von Krisenstab des Landes OÖ und Polizei zu befolgen haben. Gleich nach Opening kam auch schon Sr. Lydia, die die vorbereiteten Einkaufstaschen gerne in Empfang nahm und wir uns noch ein paar Minuten austauschten, bevor sie sich bedankend verabschiedete. Immer wieder ein Erlebnis, Sr. Lydia sowie Sr. Tarcisia Valtingoier zu treffen und zu quatschen. Einige Minuten später ging ich zum Anhänger um nachzuschauen ob alles OK ist, kaum dort angekommen, kommt unsere Brigitte Stadler und drückt mir eine Einkaufstasche im Design-Outfit in die Hand, "das wurde gerade abgegeben". In der Tasche waren etwa 20 Pkg. Zigaretten im Extra großen Umfang mit 28 Stk. Zigaretten. Ich suchte aber fand die Dame leider nicht mehr um persönlich DANKE zu sagen, was ich hiermit gerne mache, VERGELT'S GOTT! Beim Bus waren heute extrem viele neue Jugendliche, insgesamt waren heute 43 Schützlinge bei uns die sich wieder mit allem Notwendigen versorgten. Die Zeit verging im Flug, es kamen heute wieder einige die seit Wochen nicht mehr da waren, es tat gut sie zu sehen. Insgesamt vergaben wir heute wieder 30 Nächtigungsjetons für die Linzer Notschlafstelle. Alle waren heute wieder wirklich dankbar und sagten auch des öfteren "DANKESCHÖN". Am Lächeln erkennt man wie dankbar alle sind, und uns tut es gut, dort zu helfen wo es dringend notwendig ist. DANKE und VERGELT'S GOTT all unseren Spendern/innen und Gönnern/innen, das wir auch heute wieder Spenden verteilen durften. Pünktlich ging es zurück ins Lager nach Ansfelden, alles ausladen, Anhänger abstellen, Transporter ausladen und alles verstauen. Vielen Dank an unser heutiges Team das wieder ganz großartig arbeitete, DANKE! So geht ein langer Tag langsam zu Ende, wobei das Ende noch nicht absehbar ist, da noch viel Arbeit am PC wartet, die getan werden muss. Lieben Dank allen Wegbegleitern/innen, Spendern/innen, Helfern/innen und Unterstützer/innen. IHR SEID KLASSE!

4.6.2020 – Ein langer Tag geht zu Ende!

Heute, Donnerstag 4.6.2020 war unsere erste Ausfahrt mit unserem neuen Hänger, er musste einfach getestet werden. Ein großartiger Anhänger mit großartiger Unterstützung der Fa. Humer Anhänger GmbH. Vergelt's Gott für diese tolle Geste.
Heute Vormittag wie üblich Brot und Gebäck abgeholt, aus dem Kühllager ebenfalls alles vorsortierte für heute Nachmittag einladen und immer wieder gut nachdenken ob ja nichts vergessen wurde. Zu Mittag schnell heim, eine Kleinigkeit essen, um 12.30 Uhr ins Lager, um den neuen Hänger auch wirklich so zu beladen, wie wir ihn brauchen. Vormittag noch Stapelboxen bei Hornbach gekauft um alle Spenden unterzubringen. jetzt muss es schnell gehen um zeitlich im Plan zu bleiben. Alles umsortieren, umräumen und einladen. Unser Team ist flott und schafft alles rechtzeitig. Um 15.20 Uhr geht's los Richtung Linz. Heute sind viele Parkplätze frei, gut für uns um uns einfach praktikabel einzuparken. Wir beginnen gleich mit ausräumen, aufräumen, Tische und Hocker auszupacken. Punkt 16Uhr legen wir los. Es sind aufgrund des Datums nicht so viele Schützlinge da, mal schauen wieviele heute noch kommen werden. Das gesamte Team ist glücklich über den Anhänger und die neue Arbeitsweise. Heute hatten wir mit Erlaubnis der Polizei und Krisenstab Land OÖ auch wieder Kleidung und Schuhe dabei. Wir waren gut und reichlich sortiert, nur das persönliche Befinden war irgendwie...nicht besonders. Einige Schützlinge kommen um sich Jetons für die Notschlafstelle zu holen, andere um sich mit Lebensmittel einzudecken....aber alle waren nett und diszipliniert. Kurz vor 18Uhr wurde zusammengepackt und wir brechen Richtung Lager auf. Dort alles ausladen im Eilzugstempo, da heute unser Vereinsstammtisch auf dem Programm stand. So geht um 22.30Uhr ein langer Tag zu Ende und ich schreibe hier noch "kurz" die Zeilen und wünsche Euch allen eine gute Nacht. Vielen herzlichen Dank an alle Spender, dass wir auch heute wieder unsere Verteilaktion machen durften, und vielen Dank ans gesamte Team für die tolle Unterstützung. DANKE!