8.10.2020 – Verteil-Donnerstag und eine kurze Nacht!

Unser Verteil-Donnerstag heute, am 8.10.2020 begann wie jeder andere auch schon am Mittwoch, mit Christian war ich früh morgens unterwegs, zuerst Spenden abholen in Marchtrenk und anschgließend ins TK-Lager und ins Kühllager zu Hr. Günther L., Wurst, Grillgut und Schinken in Oberskren zurechtlegen und einiges an Kuchen, Ketchup u.a. herrichten und einpacken. Für Mittwoch hat sich Fiona Rukschcio angekündigt, sie macht eine Dokumentation über Obdachlosigkeit in verschiedenen Städten Europas. Sie nimmt uns Lebensmittelspenden aus Wien von Footpoint mit, die wir dankend annehmen. Fiona war aber gestern dann schon ziemlich geschafft, deswegen trafen wir uns erst heute Donnerstag Mittag, im Lager. Aber ich muss noch etwas loswerden, was sich gestern, Mittwoch, noch so abspielte. Und hier werde ich nicht ins Detail gehen, sondern lediglich beschreiben was gerade im Hintergrund so passiert. In der Nacht zum 26.9.2020 bekam ich, wie jedes Jahr so etwa 14-20 Mal, eine tolle Facebook Nachricht, in der mir "erzählt" wurde, dass "sie" mich kriegen würden, "sie" mir das Kreuz brechen werden usw., und gestern am späten Nachmittag bekam ich keine Facebook Nachricht, sondern einen Anruf, in dem ich auch beschimpft wurde, natürlich mit unterdrückter Nummer, so wie die FB-Nachricht mit gefaktem Account. Wenn ich diese Drohungen auch nicht sehr ernst nehme, so machen sie doch etwas mit mir, und das war gestern Abend nicht sehr schön, umso länger ich nachdachte und das Gespräch nochmal und nochmal Revue passieren ließ, umso unruhiger wurde ich. Ergo war meine Nacht eine kurze, sehr kurz. Angemerkt sei noch, die Polizei ist informiert, aber diese Fake-Accounts gibt es immer nur ganz kurze Zeit um eben 1 oder 2 Nachrichten zu versenden. So viel zu manchem, was so fernab unserer Öffentlichkeitsarbeit passiert. Also eine kurze Nacht, und einen langen Tag vor mir, das geht sich irgendwie aus, muss es! Heute Vormittag waren Christian und ich dann in Haid Brot und Gebäck holen, bei einem guten Kaffee und Krapfen ein gutes Gespräch, ich fühle mich dort so wohl. Und heute bekamen wir viele viele schöne Lebensmittel, die wir nachmittags an unsere Schützlinge ausgeben werden. Nach unserem Kaffee ab ins Lager, alles durchsortieren und schauen auf Genießbarkeit. Zwischendurch kam noch ein guter Freund ins Lager, der für eine Mutter von 2 Kindern, die nichts mehr hatte zu essen, vorbei und ich gab ihm Lebensmittel für sie mit. Natürlich liebe Spender/innen, wenn wir von einem Fall von Armut hören, wird ungefragt geholfen, hier schauen wir natürlich dass die Lebensmittel schnellstens zu der Familie kommen, danke Erwin und Eva dafür, nicht wegzuschauen und gemeinsam zu helfen. Zwischendurch musste ich mich hinsetzen, da ich in letzter Zeit oft an "Schlechtsein" leide, und keine Ahnung habe, woher das auf einmal kommt. Es kommt plötzlich und verschwindet auch so schnell wieder. Aber mein Körper möchte mir wohl sagen "mach mal langsam", tja. Bald gehts wieder besser und wir gehen zum Mäcki, Mittagessen, Rena ist auch dabei, was mich sehr freut. Unser 1er Menü für 2, danach wieder zurück ins Lager, Christian hat schon fleissig alle Brote, Gebäcke usw. geordnet, er ist eine große Hilfe! Bald schon kam dann Fiona mit Daniel, ihrem Schützling. Erstes Kennenlernen, erstes Abtasten, wir sind gleich auf Ebene 1 wo wir quatschen und über Erfahrungen reden, uns austauschen. Ich zeige ihr unser Lager, sie filmt und fordert ein paar Erklärungen von mir in die laufende Kamera, klar, kein Problem. Hier erkannte Fiona schnell, dass wir gut sortiert und sehr professionell für einen Verein unser Lager und das ganze Drumherum organisieren. Sie fragte immer wieder die gleichen Fragen und ich antwortete ihr mit den gleichen Antworten. Sie war sichtlich überfordert, auch als ich ihr die Strukturen unserer Aktion, unseres Vereins erklärte. Na gut, wir müssen beginnen den Transporter zu laden, den Anhänger fertig herzurichten. Unsere Wagerl rein, festzurren, Getränke, Kühl- Gefrierkombi reinladen und verzurren, alles notwendige einpacken, Tische, Klappsessel, Hocker, Plakatständer usw.. Als der Transporter voll war drehte ich um, um unseren großartigen Humer-Anhänger anzukoppeln. Um 15.07 Uhr Aufbruch Richtung Linz, Fiona mit ihrer Kamera fährt hinter uns los und filmt noch die Abfahrt, Ankunft in Linz, etwa 12 Schützlinge warten schon auf uns und das erste was ich tun muss, ich muss alle an die 2 Meter Abstand und an die Pflicht eine Maske zu tragen, erinnern. Danach Hänger umdrehen, positionieren, aufmachen und die Seitenklappe absichern, danach den Transporter ausladen, 6 Tische zwischen Transporter und Anhänger wollen befüllt werden mit vielen tollen Lebensmitteln. Marianne mit ihrem Mann teilen heute das Brot und Gebäck aus, Wolfgang und Gilbert sind bei der Wurst und den Kühlboxen, Brigitte bei den Lebensmitteln im Transporter, Wolfgang II bei den Getränken, Ingrid Strassl wie immer bei der Kleidung und Outdoor/Schuhe, Markus macht die Gustostückerl beim Anhänger. Beate musste ja heute Mittag zuerst absagen, weil ihre Tochter zur Entbindung ins KH musste. Die kleine Hannah kam mit 2,60kg zur Welt und wir wünschen Julia und Chris alles alles liebe und Gute, und dir liebe Beate wünschen wir eine großartige Omazeit. Es freut uns riesig. Ich hoffe es ist ok dass ich auch das hier einbinde, weil wir alle sahen welche Freude Beate mit ihrem Enkerl hat. Zwischendurch kamen liebe Spender zu uns und brachten (nicht zum 1.Mal) einen ganzen Karton voller frisch gebackener Mohn-Schnecken, Kuchen und € 50,- Spendengeld. Ganz lieben Dank für die köstliche Abwechslung, KLASSE! 36 Schützlinge sollen es am Ende des heutigen Verteil-Donnerstags werden, die sich von uns Lebensmittel, Hygieneartikel und alles andere was gebraucht wird, holen. Es ist eine ruhige Stimmung beim Bus, beim Anhänger, manchmal fordert Stefan (aus Niederbayern) mich heraus, aber er weiß, ich hab Nachsicht mit ihm ( 🙂 ). Fiona filmt den Verteil-Donnerstag und redet mit vielen über ihr Schicksal, ihr Leben. Fiona macht ja selbst in Wien "Das Frühstück im Park", eine Lebensmittelausgabe in Wien, die wir sicher bald besuchen werden. 17.50 Uhr, alles einpacken, Ingrid hat die Parkzeit übersehen und ich laufe noch quer über die Strasse um den Parksherriff 10 Sekunden zu warten, da wir schon quasi am einwerfen sind... "leider zu spät" kam zurück und der Strafzettel hing auch schon am Auto. Tja...liebe Ingrid, in Zukunft passen wir gemeinsam besser auf. Dann passiert sowas nimma, versprochen! !8 Uhr, alles fertig eingeräumt, Abfahrt, Verabschiedung von Fiona, vielleicht sehen wir uns morgen Vormittag nochmal um noch ein paar Sachen zusätzlich zu drehen, Mal schauen. Ankunft im Lager, alles ausladen und einlagern, die Nachbesprechung steht an. 3 Mal großes Eis mit Erdbeersoße beim Mäcki, ein Eis das wahrlich vorzüglich ist. Wir genießen es alle 3, Wolfgang musste ja wegen anderer Umstände schnell heimfahren. Beate, Ingrid und ich genossen aber sichtlich die gemeinsame Zeit, ich fühle mich so wohl mitten unter so großartigen Menschen. Schön dass es Euch gibt! Danke ans gesamte Team heute, ihr habt wieder einen großartigen Job gemacht und ein dickes DANKE und Vergelt's Gott unseren Spendern/innen, DANKE dass ihr uns diese, unsere Aktion jede Woche ermöglicht. Danke für Eure Treue und Loyalität, schön dass es auch Euch gibt...wir sind alle sehr stolz auf EUCH! Bei der Nachhause Fahrt vom Lager noch wirklich gefährlich rechts überholt worden, von einem dem es scheinbar egal war dass er sich und andere in Gefahr brachte. Tja...für mich geht der Tag auch langsam ins Finale, einiges noch an Vereinsarbeit machen und die Lagersoftware (neue Version) noch installierten und und und ... noch einiges zu tun...Euch aber eine gute Nacht und DANKE für alles! 🙂 ❤

13.8.2020 – Danke für diesen Verteil-Donnerstag!

Heute, Donnerstag 13.8.2020 ... eigentlich wären wir in der Sommerpause, aber da die meisten Linzer Obdachloseneinrichtungen Urlaub haben und zugesperrt sind, haben wir uns entschlossen, heute außerplanmäßig nach Linz zu fahren und an unsere Schützlinge Lebensmittel und Hygieneartikel auszuteilen. Die Vorbereitungen sollten eigentlich gestern schon beginnen, was aber durch meine Vergesslichkeit und meine Unkonzentriertheit torpediert wurde. Also fuhr ich heute früh ins -40° Tiefkühllager bei der Fa. Transdanubia um dort Käsepunkerl und Pizza-Salami abzuholen. Anschließend noch ins "normale" Kühllager, ebenfalls bei Hr. Lehner in der Transdanubia, dort noch Frischware zusammengesucht und gemeinsam mit Christian eingeladen. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an Hr. Lehner und der Fa. Transdanubia für diese tolle Geste, uns in den Kühllagern kostenlos Palettenplätze zur Verfügung zu stellen, Vergelt's Gott und vielen Dank! Anschließend nach Haid, Brot und Gebäck sowie Obst und Gemüse abholen. Noch ein nettes Gespräch bevor es dann ins Lager ging, um alle Lebensmittel auf Genießbarkeit überprüfen und sortieren. Christian Jung, vielen Dank für deine Hilfe immer, einfach toll. Mittlerweile wäre ich ohne Christian so gut wie hilflos, ich würde all die Arbeit nicht mehr schaffen. Eigentlich war geplant, JETZT Urlaub oder Sommerpause zu machen, um für die nächste Wintersaison wieder gerüstet zu sein, jedoch hatte ich seit Anfang Oktober 2019 erst 1 Woche wirklich frei, im Februar, seither im täglichen Einsatz, auch am Wochenende und oft Nachts. Aber jetzt, ja, jetzt müssen ein paar freie Tage her, egal wie. Es nützt niemandem wenn ich flach liege. Deshalb auch heute im Lager dann mit halber Kraft weiter gemacht. Maria kam um 12.30 Uhr und half uns die Pizza-Salami zu portionieren und zu schneiden, gar nicht so leicht als tiefgefrorene Wurst. Maria Fleischanderl, Christian & Wolfgang halfen dann im Lager auch noch zusammen und räumten alle Spenden der letzten Wochen und Tage in die Regale. Danke an dieser Stelle dafür. Als Gerlinde, Brigitte Stadler, Ingrid Strassl und Barbara Nowecki um 14 Uhr ins Lager kamen, wurlte es rundherum, jede/r brachte sich ein und half, wo Hilfe nötig war. Unser neuer Humer-Anhänger darf heute wieder in seinem Element sein und uns die ganzen Lebensmittel sicher nach Linz bringen. Dieser, unser neuer Anhänger ist für uns schon sehr, sehr wichtig und er erfüllt all unsere Anforderungen großartigst, die Firma Humer-Anhänger GmbH (Gunskirchen) baute hier einen Anhänger der Sonderklasse. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an die Firma Humer, Vergelt's Gott und Danke für die tolle Unterstützung, um auf Österreichs Strassen im Dienste der armen und obdachlosen Menschen unterwegs sein zu können.
Um 15.15 Uhr dann Abfahrt Richtung Linz, der Wetterbericht sagte gestern schon, Gewitter und Regen ab 16 Uhr, uiuiui, Jesus schau runter (ein Stoßgebet Richtung Himmel), wir haben heute etwas zu erledigen, und das lässt sich trocken besser erledigen, als nass. Der Himmel trug riesengroße Wolken aus dem Mühlviertel in unsere Richtung, was noch nichts heißen muss, mal schauen. Um 15.35 Uhr Ankunft in Linz, Wolfgang hielt uns wieder Parkplätze frei, 4 Stück nebeneinander, klasse. Alles ausladen und auf unseren mitgebrachten Tischen stellen, einige Fragen der schon etwa 15 wartenden Schützlinge beantworten. 16.05 Uhr, Auftakt zur Ausgabe mit den gleichen Sicherheitsauflagen der letzten Monate, Mund/Nasenmasken, Einweghandschuhe, Gesichtsschild und Desinfektionsmittel sowie 2 Meter Abstand zwischen jedem Schützling. Es kann losgehen, was gleich zu Beginn zu sehen war, es kommen heute viele, viele Jugendliche, die entweder in der Schuldenfalle sitzen oder schon Obdachlos sind. Ein trauriges Bild für uns. Manche haben Angst, keine oder zu wenig Lebensmittel und Hygieneartikel zu bekommen, wir mussten immer wieder beruhigen dass genug für alle da ist. Das ruft schon ein sehr befremdendes Gefühl bei unserem Team hervor, wenn solch extreme Existenzängste hier Begleiter im Leben sind und so einen starken Ausdruck finden. Egal ob ein Pensionist, der € 680,- Pension hat, eine kleine Wohnung noch hat, aber keinen Strom und kein Wasser mehr und eben keine Lebensmittel mehr oder die 22 jährige Punkrockerin mit ihren Freunden, die in ihren jungen Jahren schon vom Leben gezeichnet ist und langsam wieder den Glauben ans Leben finden möchte und vieles nachholen wird. Bei uns ist jeder gleich, wir begegnen all unseren Schützlingen auf Augenhöhe und mit höchster Wertschätzung, auch hat das Wort "Schuld" bei uns keine Relevanz, die Schuldfrage wird nicht gestellt und nicht diskutiert. Viele, viele Menschen biegen im Leben falsch ab, und bei manchen hat es drastische Auswirkungen, und glaubt mir, DAS KANN JEDER/JEDEM PASSIEREN, JEDER FRAU/JEDEM Menschen. Niemand ist wirklich sicher vor Armut, Obdachlosigkeit, vor einem Schicksal das seinesgleichen sucht. Es kann schon sein das in manchem Leben der Obdachlosen Alkohol oder Drogen eine Rolle spielt, aber es gab auch eine Lebens-Kreuzung, wo diese Frage durch links- oder rechtsabbiegen gestellt wurde, und wenn man falsch abbiegt, dreht sich das Karussel abwärts, immer und immer schneller und immer noch tiefer. Diese, unsere Schützlinge brauchen Hilfe um aus diesem Kreislauf wieder heraus zu kommen, sie brauchen Zuspruch und keine Schimpftiraden, sie brauchen Menschen die ihnen Mut machen und nicht noch auf sie draufsteigen. BITTE liebe Wegbegleiter, helft mit diesen Menschen zu zeigen, dass noch jemand an sie glaubt, ein kurzes Gespräch oder eine kleine Geste, sie sind so dankbar dafür! Das würd' ich mir wünschen, wenn mich eine Fee fragen würde um meinen Wunsch im Leben, dass die Menschen sich nicht umdrehen und wegschauen.
Die Zeit verging mit vielen Gesprächen im,Flug, um 17.45 Uhr packten wir langsam zusammen und wir hatten wieder 47 Schützlinge heute, die sich mit Lebensmittel und Hygieneartikel versorgten. Eigentlich dachte ich nicht dass heute so viele kommen werden, da wir wie gesagt eigentlich pausieren bis 27.8.2020. Erschreckend aber auch zu sehen, dass es immer mehr Menschen zunehmend finanziell schlechter geht. Punkt 18 Uhr Abfahrt und Jesus hielt sein Wort, als wir wegfuhren aus Linz begann es zu regnen! Seit Beginn unserer Donnerstagsaktion am 15.August 2018 hatten wir ganze 5 (!!!) Regentage, Hallellujah! Mehr sag ich nicht. Im Lager angekommen, schnell alles ausladen und mit
Barbara Nowecki Wolfgang und unserem heutigen Geburtstagskind Rena Meinhart zur Nachbesprechung zum Määcki, das muss heute sein. Die Eindrücke der heutigen Aktion waren bei allen gleich, große Dankbarkeit und auch wieder die eine oder andere Träne aus Dankbarkeit, dass wir heute doch noch außerplanmäßig nach Linz kamen. Vielen, lieben Dank ans gesamte Team, dass sich wieder großartig einsetzte und tolle Arbeit leistete. Ein großes, demütiges DANKE und VERGELT'S GOTT all unseren Spendenr/innen, dass wir auch heute unsere Aktion wieder machen durften. Danke für diese großartige, menschliche Geste der Nächstenliebe. Nun warten noch einige Stunden Arbeit am PC, die auch noch gemacht werden muss und dieser Text hier nahm auch seine Zeit, nämlich etwa 90 Minuten, in Anspruch. Wir wollen Euch ja einen realitätsnahen Bericht unseres Donnerstags präsentieren, ich hoffe, es gelang mir! Gute Nacht!

8.7.2020 – Die 2. Spendenlieferung ging in die Notschlafstelle!

Heute, Mittwoch 8.7.2020 ... die Zweite der 3 heutigen Spendenlieferungen ging in die Notschlafstelle Steyr. Wir brachten ganz viele Getränke wie Mineralwasser mit Zitronengeschmack, Cola Mix, normales Mineralwasser, Energydrinks, 18 Flaschen à 1,5l Verdünnsäfte, 60l haltbare Milch, 30kg Zucker, 40kg Nudeln, 20kg Reis, 150 verschiedene Fertiggerichte, 6kg gemahlenen Kaffee und 6kg Bohnenkaffee, Kuchen und Rolladen, Pastasnacks, Dosensuppen und Suppen in Gläsern, 12l Speiseöl, 12l Essig, viel unterschiedliches Dosengemüse, 180 Paar Cabanossi, WASA Knäckebrot, Chips und Erdnussflocken sowie Schokolade, Duschgels und Shampoos, Rasierer und Rasierschaum, flüssige Seifen, Deo's, 8 Fl. Geschirrspülmittel, 35kg Waschpulver, Essigreiniger, WC Reiniger, Desinfektionsmittel für Haut, 1 Jumbopackung Toilettenpapier (8x8 Rollen), 1 Jumbopackung Küchenrolle (8x4 Rollen), neue Socken und neue Unterwäsche u.v.a.m.. Vielen, herzlichen Dank wieder an all unser Spender/innen und Gönner/innen, dass wir auch diesmal die Notschlafstelle Steyr wieder mit dem Nötigsten versorgen durften. Vergelt's Gott und Danke

6.7.2020 – Spendenlieferung nach Kirchdorf!

Heute, Montag 6.7.2020 ... Spendenlieferung ins PM Kirchdorf/Krems .... wir hatten 20kg Waschpulver dabei, sowie Toilettenpapier, Küchenrollen, Taschentücher, viele viele Duschgels und Shampoos, Deos, Kämme & Bürsten, ganz viele verschiedene Getränke von Mineral bis zu Limonaden, Fertiggerichte wie Gemüse Curry, Mexicopfanne, Fisolengulasch, Gemüsetortellini, Gulasch- und Bohnensuppen, Packerlsuppen, 3kg Gebinde Gemüse, 3kg Gebinde Chilli Con Carne und Gulaschsuppen, Tomatenfischdosen und Thunfischdosen, 20kg Zucker, haltbare Milch, gem. Kaffee und Kaffeebohnen, Zitronensaftsticks, Kuchen und Knabbereien u.v.a.m.. Vergelt's Gott und Danke all unseren Spendern, die auch diese Spendenlieferung erst möglich machten. DANKE!  

2.7.2020 – Engel haben immer kalte Füsse!

Heute, Donnerstag 2.7.2020 ... Der Tag heute begann früh mit diversen Telefonaten, mit künstlich erstellten Problemen die man uns andichtet und so manch komischer Aussage am Telefon, kein Problem, heute ist Verteil-Donnerstag und wir treffen unsere Schützlinge heute wieder, das zählt viel mehr. Gestern schon wurde mir eine etwas komische Ansicht einer Obdachlosen-Einrichtung Nahe gebracht bzw. deutlich gesagt, die meinte, Zitat: "Wir nehmen keine Lebensmittel mehr, die 3-4 Wochen VOR Ablauf des Mindeshaltbarkeitsdatums sind". Na BUMM, das saß, manche Lebensmittel bei uns sind abgelaufen, ja, aber wir würden niemals prekäre Lebensmittel weitergeben, wir geben ausschließlich jene weiter (wenn diese abgelaufen sind), wo uns der Hersteller zusichert dass auch 5-6 Monate nach Ablauf des MHD keine Gefahr für Leib und Leben besteht und das Lebensmittel absolut keinen Makel hat. Wir beliefern viele Einrichtungen mit solchen Lebensmitteln, aber niemand echauffierte sich je auf diese Weise. Dazu kommt immer wieder die Aussage von verschiedenen Sozialarbeitern in Obdachlosen-Einrichtungen, Zitat: " Wenn wir keine Lebensmittel zum ausgeben haben, mir ist das egal, dann haben die Wohnungs- und Obdachlosen halt weniger." Und das muss ich hier und heute einmal zum Ausdruck bringen, dass das schon eine Art der Aussage ist, die für uns ein absolutes NoGo darstellt. Wir wollen niemandem sagen, was er/sie zu tun, zu entscheiden hat, aber die oben angeführten Zitate hörte ich nun schon aus 2 verschiedenen Einrichtungen von 3 verschiedenen Sozialarbeitern. Diese Aussagen machen mich unendlich traurig und eigentlich sind wir machtlos dagegen, weil dann einfach nicht mehr mit uns geredet wird und auf alles lieber verzichtet wird. Diese Aussagen liegen mir schon einige Zeit als riesengroßer Brocken Stein in meiner Brust und nehmen mir oft die Luft zum atmen.
Heute früh nach all den Anrufen dann abfahrt nach Haid, wie immer Brot und Gebäck, etwas Obst und andere Süßigkeiten holen, anschließend ins Kühllager, Kuchen und Rolladen, Salate, Getränke und vieles andere noch zusammensuchen, einladen und einkaufen fahren. Nach dem Einkaufen noch schnell tanken vor 12 Uhr und ab, zu einem Snack nach Hause, um 13 Uhr ist Lager angesagt. Noch schnell den Wetterbericht angeschaut, ohjegale, ab 14 Uhr Regen und Gewitter, uiui, lieber Jesus bitte hilf, bitte halt für uns unseren Platz trocken. Ankunft 13 Uhr im Lager, Maria und Wolfgang aus St. Pölten waren schon da, Maria Fleischanderl hatte Schnitzelsemmerl für unsere Schützlinge gemacht, die Sie heute austeilen wird. Maria kümmert sich dann um die Wurst, die geschnitten und verpackt werden muss, um all die Kühlwaren und verpackt die Sachen gleich in unserem Kühlschrank und den Kühlboxen. Wolfgang sieht der weilen das Brot und Gebäck durch und sortiert aus. Als um 14 Uhr Ingrid Strassl und Brigitte Stadler kamen, legten wir wie jeden Donnerstag los, unsere Wagerl einzuladen, dazu müssen wir zu 4. sein um ein Kippen zu verhindern. Heute ging es Schlag auf Schlag und alles war im Nu verstaut, Aschenbecher, 5 Tische, 2 Sessel und 2 Hocker, Sonnensegel gegen Regen, Expander, Müllsäcke, starke Einkaufstaschen, Mund/Nasenmasken, Gesichtsschutz, Vinylhandschuhe, Desinfektionsmittel und vieles andere, alles eingepackt. Heute haben wir aufgrund der Geschehnisse wieder verstärkte Auflagen zu befolgen, jede/r im Team muss wieder Mundmaske UND Gesichtsschutz sowie Handschuhe tragen, unsere Schützlinge müssen 2m Abstand halten. 15 Uhr, wir hängen unseren tollen, neuen Humer-Anhänger an und geben Gas. Auf dem Weg nach Linz waren schon tiefe Regenwolken im Mühlviertel zu sehen, ich betete nochmal still in mich hinein "Lieber Jesus, willst Du wirklich dass wir nass werden und uns vielleicht noch verkühlen?" Soviel kann ich hier vorweg nehmen, bis auf 2x kurzes Tröpfeln kam nichts vom Himmel, außer guter Spirit. Im Radio läuft der Titel "Engel haben immer kalte Füsse", ist das etwa die Vorhersage für den restlichen Nachmittag? BITTE, Jesus!!! Ankunft in Linz, Wahnsinn, fast alle Parkplätze frei, wir suchen uns die Besten aus und platzieren uns so, dass es Übersichtlich ist und niemand wo darüberstolpert. Bei der Ankunft waren schon etwa 12 Schützlinge da, was für einen Monatsanfang absolut ungewöhnlich ist, weil wir meistens am Monatsanfang gesamt etwa 20-30 Besucher haben. Heute sollen es insgesamt 56 Schützlinge werden, die sich Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Kleidung und Schuhe holen. Beim Beginn der Ausgabe mussten wir öfters dem Abstand von 2m einfordern, aber kein Problem, alle halten sich daran. Schnell den Hänger aufmachen und teilweise ausladen und auf den Tischen ausbreiten, beim Transporter das Gleiche, hier fahren wir gleich zu Beginn unsere Markise gegen den Regen aus und spannen unser Sonnensegel hinten über beide Türen damit kein Regen eindringen kann. 15.55 Uhr, bei unserem Team- Meeting letzten Sonntag haben wir beschlossen, VOR der Ausgabe noch auf die wichtigsten Dinge vor Ort einzugehen, was heute super-gut angenommen wurde, ich verweise noch auf die einzelnen Lebensmittel, auf einzelne Vorgehensweisen und Wünsche, was das ganze Team wirklich beherzigte. Ausgabe ab sofort hieß es dann um 16.05 Uhr, und die Schlange wurde immer länger. Vor einigen Wochen bekamen wir in Linz von einer unbekannten Dame 2 Stangen Zigaretten gespendet, davon hab ich auch heute wieder 3 Packungen an unsere Schützlinge ausgegeben, jeder 2-3 Stk., und außerdem gaben wir heute noch 34 Stk. Nächtigungsjetons à € 4,- für die Linzer Notschlafstelle aus. Alles verläuft absolut diszipliniert und ruhig, gefühlte 200 lautstarke DANKE quittieren wir mit einem Lächeln und einem "schon gut". Die Dankbarkeit ist wieder sehr groß, wenn man in die Gesichter unserer Schützlinge schaut, geht dort nicht eine, sondern gehen 10 Sonnen zugleich auf. Alle strahlen, alle glänzen und sind zufrieden. Um 17.45 Uhr wird alles eingeräumt...der Bus und Anhänger geschlossen, bis noch ein Schützling, Hr. Ing. P. kommt und noch dringend Lebensmittel braucht, na klar wird alles nochmal geöffnet und auch diese Tasche gefüllt. Wieder fertig gemacht zur Heimfahrt ins Lager, kommen noch 2 Schützlinge, also wieder alles auf und noch einmal 2 Rucksäcke füllen, kein Problem. Zum Schluss gingen alle mit gefüllten Taschen und Rucksäcken von unserem Bus. Ein gutes Gefühl, das bei jeder/jedem im Team bleibt. So, schnell ins Lager und ausräumen, da heute noch unser Vereins-Stammtisch ansteht. Ein gemütliches Zusammensein und über Gott und die Welt philosophieren, tut einfach gut mit so einem tollen Team auch außerhalb des Lagers Zeit zu verbringen. Also im Lager alles gut geübt ausgeladen, alles an die verschiedenen Plätze geräumt und ab, zum Strauss nach Freindorf. 19 Uhr, Stammtisch, es wird ein kurzer aber toller und intensiver Stammtisch werden. 20 Uhr, ab nach Hause, Bilder sichten, Text schreiben, Probleme in der Lagerverwaltung beheben und weiter an unsere Bedürfnisse anpassen, das alles wartet heute noch auf mich, bis tief in die Nacht. Eine tiefe Verneigung und ein dankbares VERGELT'S GOTT an all unsere Spender, die uns diese Aktion jede Woche erst ermöglichen.   Vielen DANK! Ein besonderer Dank ergeht auch heute wieder an unser tolles Team, das absolut tolle Arbeit leistete und mir immer wieder den Rücken stärkt. DANKE, und schön dass es EUCH gibt. Ihr seid großartige Menschen, ich bin richtig stolz auf JEDE/N von EUCH!   Ich gelobe Besserung in der Länge meiner Postings, ab nächste Woche werde ich mich kürzer halten (Nächste Woche ist unser 1. Donnerstag in diesem Sommer wo wir pausieren). Erst in 14 Tagen stehen wir wieder in Linz und verteilen Lebensmittel an unsere Schützlinge. Danke auch an alle Wegbegleiter hier in unserer Gruppe, die uns immer wieder die Moral und den Rücken stärken, immer einen prima Zuspruch für uns auf der Zunge haben!  🙏☀️

1.7.2020 – Spendenlieferung ins Linzer Of(f)nstüberl!

Heute, Mittwoch 1.7.2020 ... Spendenlieferung ins Linzer Of(f)nstüberl, wo unsere Obdachlosen täglich am Vormittag frühstücken können. Wir brachten Nudeln, Gnocchi & Tortellini, Packerlsuppen, haltbare Fertiggerichte, Reis, Speiseöl & Essig u.v.a.m.. Vielen Dank an all unsere Spender, die auch diese Spendenlieferung erst möglich machten. Vergelt's Gott und Dankeschön  

25.6.2020 – “Ohne Euch gäbe es viele von uns nicht mehr!”

Heute Donnerstag, 25.6.2020 ... unser wöchentliches Hauptereignis, nach der gestrigen Spendenlieferung ins Welser Frauenhaus, stand heute wieder am Tagesplan, unser Verteil-Donnerstag in Linz. Der Tag begann stressig, da ich aus Eferding eine größere Spende abholen musste (es wird ein eigenes Posting dazu geben), die eigentlich für Freitag geplant war, es sich aber morgen nicht mehr ausgeht mangels dichtem Zeitplan und mehrerer geplanter Vorhaben. Also ab nach Eferding, von dort ins Kühllager, die gerade abgeholte Spende einkühlen und die ganzen Kühlwaren für den Nachmittag gleich zusammenrichten und einladen in unseren Transporter. Mit der Kühlware dann Richtung Haid, Brot und Gebäck abholen, noch ein wenig ratschen und Meinungen austauschen, dann ab ins Lager, all die Frischesachen sofort wieder einkühlen und auch gleich so einteilen um es nachmittags nur mehr einzupacken ohne viel zusätzlicher Arbeit. Zuerst aber die gesamten Lagertrolleys herausfahren und alles gleich so herzurichten, dass es übersichtlich und leicht erkenntlich ist für den Verteil-Donnerstag, d.h. welche Lebensmittel auf den Anhänger und welche in den Transporter geladen werden. Den ganzen Einkauf von gestern auch noch in einen Trolley laden und ebenfalls im Gang abstellen. Am Abend wenn wir retour kommen von Linz, wird alles wieder ins Lager reingeräumt. Nachdem ich im Lagergang ein völliges Chaos angerichtet habe, fahre ich schnell heim um eine Kleinigkeit zu essen und noch 40 Nächtigungsjetons à € 4,- für die Notschlafstelle Linz einzupacken, heute werden viele Schützlinge kommen, deshalb diese 40 Jetons im Wert von €160,-, vermutlich werden wir die heute alle brauchen damit die Leute wenigstens 1-2 Nächte ein trockenes, warmes Bett haben. Mehr als 2 Jetons pro Person können wir nicht weitergeben, da wir selbst die Jetons von Spendengeldern kaufen müssen und damit sparsam und sorgsam umgehen müssen. Nach der 2Kleinigkeit" fahre ich wieder ins Lager, Maria Fleischanderl und Wolfgang Wegener warteten schon auf mich. Maria stürzte sich gleich über die Salami, diese aufzuschneiden und abzupacken, die ganze Frischware nochmal umzuschlichten damit sich alle Helfer/innen bei der Ausgabe leichter tun und alles leicht auffindbar ist. Leider sagte dann Markus, der heute unserer Ausgabe beiwohnen wollte, ab, aber ein andermal klappt es sicher. Darauf freue ich mich schon. Es ist immer großartig, wenn sich verschiedene Menschen unsere Donnerstags-Aktion aus der Nähe vor Ort anschauen und vielleicht auch noch mithelfen und so Kontakt zu unseren Schützlingen bekommen, und die eine oder andere Lebensgeschichte, das eine oder andere Schicksal hören. Viele Menschen hatten wir auf diese Weise schon zu Gast bei unserem Bus, und ich glaube dass wirklich alle einiges für sich mitnehmen konnten, Erkenntnisse, Gedanken, Erzählungen oder einfach nur Bilder. Um 14Uhr kamen dann noch Barbara Nowecki, Brigitte Stadler & Ingrid Strassl, so war dann unser heutiges "Einlade-Team" zusammen. Wolfgang kümmerte sich ums Obst, Brot und Gebäck, dann ab den elektr. Hochhubwagen holen, unsere Donnerstagswagerl standen schon bereit, einer im Bus von oben das Gleichgewicht halten, und beidseitig vom Wagerl ebenfalls je eine Helferin zum balancieren und zur Sicherheit. Der Transporter war bald geladen, zum Schluss noch unseren neuen transportablen Kühlschrank laden, der auch mit Akku läuft, um die Kühlkette für die ganze Frischware einzuhalten. Den Transporter einmal umdrehen, den geliebten, neuen Anhänger, den uns die Fa. Humer GmbH aus Gunskirchen nach unseren Wünschen herstellen ließ und uns kostengünstigst zur Verfügung stellt, anhängen. An dieser Stelle nochmal ein ganz ganz großes DANKE der Fa. Humer, für diese tolle, menschliche Geste. Nach dem anhängen nochmal alles kontrollieren und für die Abfahrt fertig machen. Ingrid Strassl und Wolfgang fahren im Transporter mit mir, die Wolken die mich aus dem Mühlviertel anlachen, schauen so feucht aus, aus der Ferne. Es waren Regenwolken. Ich betete zu Jesus "Bitte Bitte KEIN REGEN, ich hab doch extra deswegen zu Mittag zusammengegessen". In Linz angekommen waren 2x 2 Parkplätze wie für uns geschaffen. Wolfgang, unser Schützling vor Ort, der uns jede Woche hilft, hielt uns diese Plätze frei. Besser geht nicht. Anhänger positioniert, Transporter abgestellt, mittlerweile war es 15.45 Uhr, Zeit um langsam auszuladen und auf den Tischen aufzudecken. Andrea Dostl, Beate Loeffler & Markus Obermayr stießen heute noch in Linz zu uns um uns tatkräftigst zu unterstützen, da wir mit etwa 100 Schützlingen rechnen. Im Nu war alles aufgestellt, wir haben gerade begonnen mit der Ausgabe, begann es zu regnen und hörte bis etwa 17.30 Uhr nicht mehr auf. Nass bis auf die Haut, Hose, T-Shirt, Schuhe, Socken...hoffentlich wird das keine Verkühlung. Was solls, es muss weitergehen, 91 Schützlinge, die dann auch wirklich heute bei unserem Bus waren, wollen Lebensmittel, Hygieneartikel und Kleidung, wenn's geht ohne lange im regen stehen zu müssen. Bei dieser Anzahl geht es aber ohne Wartezeiten nicht, manche hatten einen Knirps dabei, manche wie z.B. Elvisa kamen gar nur in Stricksocken, ohne Schuhe zu uns, wir sorgten hier sofort für neue Socken und neue Schuhe für Elvisa. Ganz stolz zeigte sie die auch gleich in der wartenden Runde her. Viele viele Aussagen kamen auch heute wieder: z.B. "Wir sind echt so froh, dass ihr uns helft, wir wüßten nicht weiter wenn's Euch nicht gäbe" .... "Ohne Euch gäbe es einige von uns schon lange nicht mehr, DANKE dass Ihr uns helft und zu uns steht". Wenn das gestandene Mannsbilder sagen, bleibt dir ein riesengroßer Knoten im Hals stecken. Nicht alles wurde direkt zu mir gesagt, aber alles zu unserem Team. Natürlich wollen wir für unsere Schützlinge da sein, natürlich wollen wir helfen, und natürlich machen wir unsere Aktion aus tiefster Nächstenliebe mit ganz viel Herzblut von jedem Einzelnen. Das macht uns als TEAM...uns als Verein aus. DANKE dem gesamten TEAM für Eure Unterstützung, Eure Hilfe, es ist nicht selbstverständlich, ehrenamtlich so einen Dienst zu machen, manchmal gehen die Schicksale richtig an die Nieren. Wir begegnen unseren Schützlingen auf Augenhöhe mit aller Wertschätzung, und das spüren unsere Schützlinge und danken es mit vielen Aussagen, mit einem Lächeln oder einer anderen liebevollen Geste. Gegen 17.30 Uhr hörte der Regen auf und die letzten 2 Nachzügler wurden auch noch versorgt mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln, all unsere Frischware ging aus, viele Dinge im Bus waren ebenfalls weg und aus, selten das wir so leer zurückfahren. Aber wir sahen heute wieder deutlich, wie wichtig unsere Aktion ist. Danke allen Spendern/innen und Gönnern/innen dass wir jede Woche diese, unsere Aktion machen dürfen. Es tut so gut zu helfen. Zurück im Lager alles flott ausgeräumt und beschlossen, wir brauchen heute unbedingt ein "Nachbesprechungs-Eis" beim McDonalds nebenan. Was wir dann auch schlemmten. Bei diesen Nachbesprechungen werden immer wieder verschiedene Dinge, verschiedene Aussagen der Schützlinge diskutiert und drüber gelacht oder gar geweint. Es tut so gut so ein tolles TEAM zu haben, das Woche für Woche, sogar im strömenden Regen, aushält und an einem Strang zieht. DANKE dafür Und so kam ich gegen 20 Uhr heim und sichtete die Fotos und schreibe wie üblich den Text hier, trotzdem warten noch viele verschiedene Arbeiten heute auf mich. Morgen früh wieder Spendenliefern, Spendenabholen u.v.a.m., also die Arbeit geht uns nicht aus, in diesem Sinne danke dass Ihr mein ganzes Posting durchgelesen habt. Vergelt's Gott

Verteilung 28.5.2020

28.5.2020 – Verteil-Donnerstag und die 1. Miete!

Nachdem ich Euch letzte Woche keinen Bericht schreiben konnte, weil ich im Krankenhaus lag, gibt es nun wieder einen aktuellen, von heute 28.5.2020! Nicht nur der Ärger mit der verbogenen Transportertür von gestern liegt mir im nicht mehr vorhandenen Magen, sondern all die Einstellungen der Unterstützungszahlungen für unser Lager und viele, viele Entscheidungen, die zu treffen sind in den nächsten Wochen. Aber es gibt auch eine gute, eine tolle Neuigkeit, die wir morgen enthüllen werden. Der Tag heute begann mit einem Arztbesuch, weil mir wichtige Tabletten ausgingen. Vom Arzt direkt ins Lager, wo ich leere Boxen eingeladen habe, fürs Kühllager. Zuerst aber Brot und Gebäck holen in Haid, dann Anruf, jemand holt Kunststoffpaletten ab, also wieder zurück ins Lager, dann nach Pasching ins Kühllager und ins Tiefkühllager. Frischeware kommissionieren und einladen, das gesamte Sortiment etwas aufräumen und den Transporter beladen. Ist nicht immer leicht die richtige Menge zusammenzustellen, wir wissen ja nie wie viele Schützlinge kommen werden. Alles im Transporter, 11.30Uhr, also am schnellsten Weg nach Hause, mein Dasein als Strohwitwer begann heute. Kurz noch etwas zum essen holen und ab...direkt heim. Schnell essen, 13.05 Uhr, Zeit ins Lager zu fahren. Zu Mittag sagten leider 2 Helfer ab, dafür 4 Linzer Lions zu, uns zu helfen und sich von unserer Aktion einmal ein Gesamtbild zu machen. Mit Spenden geholfen haben sie ja schon öfters, aber die Löwen wollten es selbst einmal sehen, wie das alles von Statten geht, was wir machen. Christian & Christian, Kovios und David begleiteten uns durch den trockenen Donnerstag Nachmittag. Im Lager alle Waren noch schnell durchgesichtet, geordnet, und in den Transporter gehoben, durch die nicht ganz so gute Wettervorhersage entschieden wir uns, den alten Anhänger (den wir eigentlich nicht mehr benützen dürfen) an unseren Transporter zu hängen, um bei einem Regenschauer nur die Plane des Anhängers über die Lebensmittel zu ziehen, als alles auf Tische auszubreiten und dann wird alles nass beim Regen. Also Variante 1 mit Anhänger! Zwischendurch zeigte ich den Lions noch unser Lager, ein paar Details zu all den verschiedenen Spendenlieferungen/Ausgaben, die wir so machen, was wichtig ist aus unseren Augen und um z.B. Spendenmißbrauch vorzubeugen. 15Uhr, der Transporter ist voll, Barbara Schwingenschuh & Andrea Dostl fahren mit mir im Transporter, Ingrid Strassl Brigitte Stadler & Bettina Schachinger fahren separat. Die Lions sind noch beim Kebabstand und wir fahren vor, nach Linz. Bahnhofsnähe, unsere Schützlinge schauen schon um die Ecke, Gottseidank heute genug Platz für Transporter und Hänger, Hänger positionieren und Transporter ausräumen geht im Eilzugtempo. Natürlich unter all den wichtigen Sicherheitsvorkehrungen, die wir vom Krisenstab des Landes O.Ö. und der Polizei bekommen haben. Bis zu diesem Zeitpunkt waren etwa 30-35 Schützlinge da, wir sind noch am einteilen der verschiedenen Aufgaben dann legen wir los. Die Markise des Transporters ausgefahren als Regenschutz, und die gesamten 2 Stunden gab es einmal kurz 5 Tropfen Regenwasser auf meine Glatze, Jesus hat auch heute Mitgefühl mit uns und lässt es nicht regnen. Toll, Hallelujah und Danke! Den Lions macht es sichtlich Spaß, Spenden auszugeben und unserem gesamten Team sag' ich ohnehin jedesmal immer wieder, das ich auf sie sehr stolz bin, weil wir so eine "coole und geile Truppe" sind. Ohne unser Team wäre das alles unmöglich, liebe Wegbegleiter und Spender. Patrick, unser Staplerfahrer-Schützling besuchte uns heute ebenfalls und holte sich Lebensmittel für kommende Woche. Wir verteilten heute wieder 23 Jetons (à €4,-) für die Notschlafstelle, damit manche Menschen nicht auf der Strasse schlafen müssen, sondern in die Notschlafstelle gehen können. Heute kam auch "Otto", der Pensionist wieder zum Bus, der zur Zeit von €680,- Pension lebt mit seiner Frau und €510,- Miete bezahlen muss. Ein lieber Spender, der mich gestern Abend per WhatsApp angeschrieben hat und sich erkundigte, wie es uns geht, dem erzählte ich Otto's Schicksal. Seine Reaktion? Er hat uns sofort € 500,- überwiesen für Otto's Miete. Doch leider möchte Otto diese €500,- nicht, es sei viel zu viel für ihn usw.. Er nimmt die Hilfe leider nicht an, so können wir einer jungen Mutti mit der ersten Miete in der neuen Wohnung helfen. Der Tag ging dann relativ schnell zu Ende, wir räumten flott zusammen und verabschiedeten uns von den Löwen, die einen tollen Job mit unserem Team gemacht haben. Danke und eine tiefe Verneigung an alle Helfer heute. Ja, der Tag geht zu Ende und wir wissen wieder wie gut es tut, Menschen zu helfen. Ein großartiges Gefühl der Nächstenliebe. Danke an alle Spender/innen und Gönner/innen, das wir das in dieser Form machen dürfen, mit Eurer Unterstützung. Vergelt's Gott und Danke!
Update 29.5.2020: Eine anonyme Familie aus dem Raum Steyr spendet für diese junge Mutti und ihrem Sohn, einen € 100,- Gutschein für den MacDonalds! Das kommt obendrauf noch dazu! Vielen lieben Dank der großartigen Spenderin für diese tolle, menschliche Geste! 🙂 

Verteilung 28.5.2020
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28.4.2020 – Spendenlieferung ins Welser SWS!

Heute, Dienstag 28.4.2020 ... wir (Maria Fleischanderl und ich) haben heute früh um 8Uhr gemeinsam mit 2 Mitarbeitern des SWS Wels die Spendenlieferung in Ihre Einrichtung kommissioniert und aufgeladen. Wir packten ein: 60kg Waschpulver, 10l flüss. Waschmittel, Weichspüler, Hygienespüler, Geschirrspülmittel, Essigreiniger, WC Reiniger, Desinfektionsmittel, Allzweckreiniger, 8 Gr.Pkg. Toilettenpapier, 8 Gr.Pkg. Küchenrollen, 18 Fl. à 1,5l Verdünnsäfte, 25 Fl. à 1,5l Limonaden, 80 Fl. à 1,5l Mineralwasser, Packerlsuppen, 60 Mal Suppen in Dosen 400g (Kartoffel-, Bohnen- u. Gulaschsuppen), 10 Mal 3kg Hütten- und Zwiebelsuppen, 60 Dosen 400g Fertiggerichte (Gemüsetortellini, Fisolengulasch, Rindsragout Esterhazy usw.), 60 Dosen 800g Fertiggerichte (Gefüllte Paprika, Ravioli, Chilli Con Carne, Rindsgulasch etc.), 30kg Nudeln, 30 Mal Suppe im Glas, versch. Gemüsedosen wie Mais, Kidney Bohnen, Linsen 3kg, franz. Mischgemüse 3kg, Schwarzwurzeln 3kg 4 Dosen, 80 Dosen Aufstriche, 160 Paar Cabanossi, 10l Speiseöl, 12l Essig, 20kg Zucker, 20kg Kaffeebohnen, 72l haltbare Milch, 20kg gemahlener Kaffee, 20 Pkg. Löskaffee, viele Süßigkeiten und Knabbereien, 30 Gläser Rote Rüben Salat und Russenkraut, 40 Tomatenfischdosen und 40 Thunfischdosen, 30 Gläser Sugo 500g, sowie 60 Fl. Duschgel, 20 Fl. Cremeseife, 50 Dosen Deo, 20 Dosen Rasierschaum, 300 Stk. Rasierer, 15 Tuben Handcreme, viele viele Packungen Damenhygiene, Wattestäbchen, 10 Großpackungen Tempo, neue Socken für D & H, neue Unterwäsche für D & H, 30 T-Shirts, 10 Jeans, 2 Stk. 2-Mann Zelte, Isomatten, 10 Rucksäcke und vieles, vieles andere mehr! Lieben Dank an unsere Spender, die diese Spendenlieferung erst möglich machten. Vergelt's Gott und eine tiefe Verneigung.  

23.4.2020 – “Otto” und unsere Schützlinge!

Heute, Donnerstag 23.4.2020 ... nachdem wir vergangenen Montag zum wiederholten Male von Polizei und Krisenstab des Landes O.Ö. wieder die Erlaubnis bekamen, unseren Verteil-Donnerstag mit den inzwischen gewohnten Sicherheitsvorkehrungen machen zu dürfen, trafen wir bereits gestern Mittwoch die ersten Vorkehrungen für heute. Die Kühlware kommissionieren und in Boxen lagern, danach die tiefgefrorene Pizzasalami aus dem -40° Tiefkühllager holen, um sie bis heute aufzutauen und zu portionieren. Danach ins Lager und unseren Kühlschrank bis obenhin anfüllen, alles bis Donnerstag kühlen. Zwischendurch Fragen am Telefon beantworten, da ja heute die neue Tips Zeitung (Linz Stadt) mit einer ganzen Seite über unsere Aktion auf den Markt kam, dann weitermachen und mich nicht beirren lassen, wenngleich auch viele Vorurteile am Telefon geäußert werden, ich lasse unsere Schützlinge in kein schlechtes Licht rücken und lasse mir aber auch nichts anmerken, dass ich diese unehrliche Art der Kommunikation so gar nicht mag. Heute dann das aufschneiden der Wurst und gleich im Lager die logistische Anordnung diverser Kühlwaren in verschiedenen Boxen. Heute vormittags dann die restlichen hergerichteten Spenden aus dem Kühllager holen und anschließend Brot und Gebäck holen und ab nach vorne, es ist schon spät geworden, 11.45Uhr. In 1 Stunde muss ich wieder im Lager sein und alles in den Bus laden. Schnell heim....was essen und ab wieder ins Lager. Noch schnell telefonisch die Kommissionierung einer Spendenlieferung für nächste Woche vereinbart, und ab geht's. Bei 22° und Bilderbuch-Himmel geht es wieder Richtung Ansfelden, Bus ausräumen, alle hergerichteten Boxen mit den vorgefertigten Lebensmittelbeutel raus stellen, wenn unser heutiges Team kommt, können wir loslegen mit einladen. Punkt 14Uhr war dann unser Team heute vollständig, es kann losgehen....mit Vollgas und toller Unterstützung unserer Helferinnen waren wir im Nu geladen und wir konnten loslegen. 15.15 Uhr...normaler Verkehr auf der Autobahn, als gäbe es Corona nicht, soll uns auch recht sein, die staumachenden Vermessungen auf der Autobahn sind fertig, nichts hält uns noch, vorher im Lager haben wir noch diskutiert, dass es heute vermutlich ein starker Tag werden würde, und ich hab irgendwie "Angst", es könnte sich der Trend der letzten Wochen fortführen, dass sich immer mehr Pensionisten und arme Menschen zusätzlich zu unseren Obdachlosen und Bedürftigen zu unserem Bus einfinden könnten. Ich erzählte euch ja vor kurzem von "Otto" und seiner Gattin, die nicht mehr weiter wissen. Ankunft um 15.30 Uhr, 2 freie nebeneinander liegende Parkplätze, ich bin glücklich...Bus ausräumen und alles ausbreiten. 15.50 Uhr, wir sind bereit müssen jedoch bis Punkt 16 Uhr warten mit der Ausgabe. Eine der ersten Gäste beim Bus heute war eine "alte Bekannte", die sich sichtlich schwer tat, sich auf den Beinen zu halten, Rena gab ihr einen Hocker zum setzen, ihre Erzählung warum sie seit Monaten nicht mehr beim Bus war, hörte sich tragisch an, 2-fache Herz OP und monatelanger Krankenhausaufenthalt. Jetzt wußten wir das auch. Auf Ihr Ersuchen ihre Taschen gleich mit Lebensmittel zu füllen, gingen wir ein weil wir die Geschichte glaubten und sie ja sagte "ich werde nach Anruf von einem Hr. Doktor hier abgeholt, der mich heim bringt". Nachdem ihre Taschen gefüllt waren, stand diese Frau auf vom Hocker und machte sich mit ihren Taschen und dem Trolley auf den Weg und ging stolzen Schrittes weg vom Bus. Aha! Soso, naja, wieder einmal reingefallen, man merkte von dieser 2-fachen Herz OP auf einmal gar nichts mehr. Egal - abhaken! Später kam "Otto" (der Pensionist) wieder bei uns vorbei, und er war so dankbar und zugleich traurig, weil er nicht weiß wie's weitergeht, mit ihm und seiner Frau. Ich versuchte Mut zu machen, aber was kam, waren Tränen. "Otto" bekam heute etwas mehr Lebensmittel, eben für 2 Personen und für eine ganze Woche. Ich finde, es muss hier auch gesagt werden, dass wir natürlich neben unseren Schützlingen auch für diese Menschen da sind und da sein wollen, das ist unser Vereinszweck, so steht es in unseren Statuten. 90 Menschen kamen heute zu unserem Bus, 90 Existenzen, die alles andere als ein normales, geregeltes Leben haben, und die Wenigsten sind wirklich selber Schuld, die Wenigsten! Wie wir immer zu sagen pflegen, es kann JEDEN treffen, JEDEN, das geht schneller als man glaubt! Beim Bus heute eine tolle, ruhige Stimmung, keine Drängler, keine Stänkerer, alles ruhig. Zwischendurch kommt eine Hauptamtskraft der Pro Mente Linz (nach Vorankündigung am Mittwoch) und holt für 4 ihrer Klienten ebenso Lebensmittel, Obst, Gemüse, Süßes und Getränke. Eine überaus nette Danksagung überzeugte uns anschließend, dass auch hier die Hilfe nötig ist und diese Hilfe 1:1 bei den Bedürftigen ankommt. Um 17.45 haben wir das meiste unserer mitgebrachten Spenden an den Mann, an die Frau gebracht und packen zusammen. Ich hatte das Gefühl, es kann noch nicht so spät sein, wo sind die letzten 2 Stunden nur hin, aber wie jeder weiß, wenn man etwas gern und mit dem ganzen Herzblut macht, so wie unser gesamtes Team die Donnerstagsverteilung, dann vergeht die Zeit wie im Flug. Abfahrt Richtung Lager, alles ausladen...das übergebliebene Frischegut noch nach Pasching ins Kühllager bringen, und dann schnell heim, der zuhause frisch gestreute Rasensamen lechzt nach Wasser, also schnell den Turbo schalten und so kommt noch ein langer Abend, lange Nacht auf mich zu. Die Software für Lagerverwaltung noch an unsere Bedürfnisse anpassen, damit wir inventieren können. Das liebe Gönner, liebe Wegbegleiter, steht auf dem heutigen Programm, so wie die letzten 4 Nächte auch. Ein großes VERGELT'S GOTT all unseren Spendern und Gönnern, die auch diesen Verteil-Donnerstag ermöglichten, DANKE für all die Hilfe und Unterstützung. Ein herzliches DANKE auch an unser gesamtes TEAM, das wie immer großartiges leistete, heute wie in der Vergangenheit, IHR SEID GROSSARTIG!