10.12.2020 – Schnee und ein langer Donnerstag!

Der Tag, der heute hoffentlich gut endet! Heute Donnerstag, 10.12.2020 fahren wir wieder nach Linz, um unsere Schützlinge mit dem Nötigsten zu versorgen. Lebensmittel, Hygieneartikel, warme Kleidung und warme Schuhe, ein Gespräch, ein kleines Lächeln und viele Nächtigungsjetons, die wir heute schenken werden. Die Woche begann nicht so schön, Christian verließ unseren Verein und viele Dinge funktionieren nicht immer so, wie sie geplant waren. Situationen entwickeln sich ungewollt gegensätzlich, viele Menschen überreagieren in dieser Zeit, in diesem Corona-auf und ab verlieren manche Menschen die gesellschaftliche Orientierung, beugen die soziale Ordnung und verstehen die Welt nicht mehr, wenn auf ihre Kosten wieder jemand anderer als letzter lacht. Wie so oft im Leben. Manchmal verstehe auch ich diese Welt nicht mehr. Wenn der Funke des Lebens zu erlöschen droht, werden normalerweise alle Geister wach die man in sich trägt, um nicht einen leisen Tod in dieser lauten Welt zu sterben!
Meine Tage beginnen seit einigen Wochen pünktlich um 6 Uhr früh, und meistens endet der Tag spät nachts, gegen Mitternacht. Ich merke deutlich wie mir die letzten Wochen in den Gliedern liegen, alles tut weh, oft ein wenig verkühlt und sehr oft überfordert. Aufgeben ist keine Option, da draußen verlassen sich so viele Menschen auf uns. 70 Wochenstunden sind zurzeit völlig „normal“. Diese Woche Dienstag, Feiertag, 8. Dezember, wir machen trotzdem Spendenannahme im Lager, dabei ist unsere Lagerware noch nicht einmal fertig in die neuen Regale eingeräumt, wir hatten noch keine Zeit dazu. Wir widmen uns gänzlich unseren Spendern/innen, und arbeiten die gebrachten Spenden gleich auf, lagern diese gleich ein. Wir sind glücklich über jede noch so kleine Spende, über jede Dose Gulaschsuppe, jedes Duschgel, jedes Stück Brot. Leider können wir mit den gespendeten Lebensmitteln nicht den Verteil-Donnerstag UND die Obdachlosen-Einrichtungen, die wir auch beliefern mit Spenden, bewerkstelligen, ohne Lebensmittel zuzukaufen mit Spendengelder. Diese Mengen an Lebensmittel, die an einem Donnerstag verteilt werden, werden nicht einmal zur Hälfte gespendet. Ich wollte Euch einmal eine Größe zum Vergleich geben, damit Ihr seht, was wir so an einem Donnerstag an Spenden verteilen. Dazu kommen dann, so wie jetzt, die Spendenlieferungen in die verschiedenen Einrichtungen…Frauenhäuser…Übergangswohnheime. So eine „normale“ Spendenlieferung hat, je nach Größe der Einrichtung, etwa einen Wert von etwa € 2000,- bis € 3000,-. Viel Geld für einen kleinen Verein wie dem unseren.
Gestern, Mittwoch, war früh morgens eine Spendenabholung in Marchtrenk auf dem Stundenplan, einmal den gesamten Transporter einladen, jeder der das schon einmal gemacht hat, weiß was ich meine. Im Lager dann ausladen, gottseidank helfen Dani und Robert. Die Beiden bleiben im Lager und beginnen mit Robert vom SWS Wels zu kommissionieren, deren Spendenlieferung zusammenzustellen, ich muss derweil ins Tiefkühllager, die Sachen für den Donnerstag holen, um diese noch auftauen zu können, danach gleich ins Kühllager, alles zusammenstellen und in den Transporter einladen. Zwischendurch ein Anruf, wieviel Christbäume braucht ihr? Hr. C. von Cafe & Co stattet heuer die Einrichtungen mit Christbäumen aus, UND, es ist ihm ein besonderes Anliegen, dem gesamten Team unseres Vereins einen Christbaum, eine Nordmanntanne, kostenlos ins Wohnzimmer zustellen. Vielen, herzlichen Dank für diese tolle Geste und wundervolle Spende. Wir bekommen etwa 50 Christbäume gespendet. Toll! Weiter geht’s, wieder zurück in unser Lager, den Beiden beim Zusammenstellen der verschiedenen anstehenden Spendenlieferungen zu helfen. Um 11 Uhr trifft unser neuestes Teammitglied ein, Sabine hilft uns heute auch. Am Nachmittag kommen noch Maria und Beate, also werden wir 2-3 Einrichtungen schaffen. Viel Arbeit. Ziemlich arbeitsintensiv der Tag zur Wochenteilung, aber auch toll mit einem solchen Team zusammenzuarbeiten. Es geht flott, das einzige was fehlt, ist Platz. Die bereits zusammengestellten Paletten stehen im Wege rum, und wir tänzeln zwischen den Bananenschachteln durch. Schnell noch in Leonding Bananenschachteln holen, Stefan hat 75 Stück für mich beiseite getan. Der Mittwoch dauert dann bis etwa 18.30 Uhr und wir haben heute gesamt 4 (!) Spendenlieferungen kommissioniert. Das war richtig harte Arbeit. Zuhause geht’s dann noch weiter mit all der Vereinsarbeit am PC, Dinge vorzubereiten, Hinweise ausdrucken, Bilder bearbeiten, Postings erstellen um Euch am Laufenden zu halten. Der heutige Donnerstag begann früh morgens mit einem weißen Schneekleid über dem grünen Gras in meinem Garten. Ui, und es schneit immer noch. Der Tag wird lang und der Wetterbericht sagt heute nicht viel Gutes. Es wird wohl den ganzen Tag regnen oder schneien, Mal schauen, unser Herr hat da schon oft kurzfristig anders entschieden. Also noch ein Stoßgebet Richtung Schneewolken, vielleicht hilft’s ja? Heute Morgen steht Bauhof am Plan, Einkauf abholen, Telefonieren und vielen Menschen zu antworten. 9.30 Uhr Treffpunkt Lager, mit Elke, Robert und Sabine. Elke und ich fahren nach Haid, wie üblich Brot und Gebäck holen, Obst und Gemüse ebenso. An dieser Stelle ein großes DANKE an Susanne, für die ganzen Sachen die wir bekommen. Eingeladen, ab geht es nach Ansfelden, alles ausladen, ui, mah, ich habe die gespendeten Kekse zuhause vergessen, dabei wollen wir heute heißen Tee und Kekse austeilen. Also ab Richtung Franzosenhausweg, Kekse holen und gleich wieder zurück. Die Post muss im Waren Eingang abgeholt werden, heute waren es 11 Packerl, die den Weg zu uns fanden. Alles auspacken und fotografieren. Telefon: „Ich habe Euch vor 2 Wochen einen Schlafsack via Amazon geschickt, ist der angekommen?“ Kann ich nicht beantworten, da Amazon den Absender nicht nennt, wenn nicht explizit eine Grußkarte ausgefüllt wurde. Keine zufriedenstellende Antwort, aber ich kann’s nicht ändern, ich weiß es leider nicht. Wer uns von der Amazon-Wishlist etwas schickt, wäre es fein, wenn Ihr eine Grußkarte ausfüllt damit wir auch Auskunft geben können, ob die Spende ankam. Wieder und wieder kommen große Packerl an mit Kleidung, obwohl wir immer noch Kleidungs-Stop haben, leider. Elke kümmert sich um die Weihnachts-Geschenke die ich zur morgigen Spendenlieferung mitnehmen werde, Robert und Sabine kontrollieren das ganze Gebäck und Obst auf Genießbarkeit. Sortieren es sortenrein in Bananenschachteln und verpacken das Gebäck gleich in 3-er Einheiten, damit wir es nachmittags nur noch ausgeben müssen. Käse, Wurst, Pizzen, Dorschfilets u.a. sind bereits seit gestern in unserer Gefrierkombi und frösteln dort vor sich hin (und her), also noch Salami aufschneiden, fast alle Kühlboxen sind voll, wohin mit der Salami und dem Brie? Eine Kühlbox finden wir noch. Alles gut. Um 13.30 Uhr begannen wir zum Laden unserer Donnerstagswagerl, der Humer-Anhänger muss sich noch ein wenig vom Camembert-Geruch lösen, sonst fällt unsere Ingrid in Ohnmacht. Um 15.15 Uhr Abfahrt bei Regen und 4° in Ansfelden, unser Transporter ist heute etwas schwerer als sonst, wir haben viele, viele tolle Sachen dabei. Der Wettergott heute dürfte wenig Einsehen haben, tiefe Wolken und kein heller Fleck am Himmel. Deshalb haben wir auch unsere neuen Pavillons eingepackt, aber auf die Plane, auf die Folie vergessen, Brigitte angerufen, sie war gottseidank erst vom Lager Richtung Linz aufgebrochen, wurde aber durch einen LKW behindert, sodass sie noch nicht weit kam und die Folien aus dem Lager holen konnte. Wir bauten langsam auf und warteten auf Brigitte und die Planen. 20 Schützlinge sind schon da, und Monika steht wie immer, als Erste vor unserem Bus. Brigitte kam und wir bauten die 2 Pavillons auf, damit das Team und die Lebensmittel vorm Schnee und Regen geschützt sind. Da kommt ein Flixbus-Fahrer und drückt mir € 50,- in die Hand, „das ist eine ganz tolle Sache die Ihr hier macht und obendrein absolut seriös“, DANKE das Ihr das macht. Wir sagen Danke für die Spende. J Keine 5 Minuten später wollte jemand etwas einkaufen bei uns, als er die Antwort bekam, dass man hier nicht einkaufen kann sondern dass wir hier Spenden verteilen, zückte er sein Portemonnaie und spendete uns € 20,-, auch hier ein Vergelt’s Gott und Dankeschön. Die Ausgabe läuft ruhig ab mit den schon gewohnten 2 Meter Abstand, mit heißem Tee und Kekse für unsere 79 Schützlinge, die uns heute besuchten. Es war ein ruhiger Verteil-Donnerstag, als Joe kam und mir seine Hand auf meine Schulter legte und meinte: „Ihr seid sooo Geil, dass ihr uns nicht vergesst und uns jede Woche, bei jedem Wetter helft, ich kann es nicht so sagen wie ich es gerne tun würde, drum sag ich einfach DANKE. Was Du machst für uns, hat noch nie jemand gemacht.“ Mir bleibt jedes Wort im Hals stecken und sag ihm: „Unserem Team musst Du danken, die stehen jede Woche hier und teilen die Spenden an Euch aus, nicht mir“. Ich mag es nicht, wenn ich immer im Fokus aller Schützlinge und Spender stehe, und wenn auf unser tolles Team vergessen wird. Unser gesamtes Team hat sich mindestens so ein großartiges Lob verdient, wie ich es oft bekomme. Das ist mir immens wichtig. Frau B. und ihr Freund, beide aus dem Ausland, seit über 20 Jahren hier in Österreich, wurde krank, verlor Job, Wohnung, verlor alles, seit einiger Zeit nächtigen die Beiden im Linzer Kanalsystem nahe dem Bahnhof, keine Adresse liebe Leute, die man sich als „Anschrift“ wünscht. Die Beiden tun mir leid, unendlich leid, weil hier wirklich das Schicksal erbärmlich zuschlug! Harry, ein Schützling von uns, bedankte sich heute 3 Mal bei mir und ich sagte ihm, er solle sich bei Ingrid bedanken, Ingrid hat ihm auch eine neuwertige Winterjacke und neue Schuhe gegeben. Was er dann auch machte. „Ich freue mich immer, wenn ich Ingrid sehe. Ihr seid schon ein toller Verein“, meint Harry. Gegen 17.45 Uhr sehe ich wie ein Parkwächter an Brigittes Auto schreibt, ich stürze über die Straße beim Wissensturm, und wollte ihm erklären, dass Brigitte gerade Spenden austeilt und sie die Zeit übersehen hat. „Pech gehabt“ meinte der Parkwächter mit lächelndem Gesicht. Tja, ich sag‘ besser nichts. Das Lächeln hätte er sich sparen können. Vor 14 Tagen erwischet es unsere Ingrid, die auch Strafe zahlen musste. Ich geh wieder zurück zu unserem Bus und weiß, dass ich mir hier etwas überlegen muss, es kann nicht sein, dass dauernd wer von uns Strafe zahlen muss. Mir wird eine Lösung einfallen, bestimmt. Um 18.25Uhr, wieder fast eine halbe Stunde länger als geplant, geht der letzte Schützling von unserem Bus weg, mit einem zufriedenen Gefühl und einem Schlafsack unterm Arm. 46 Nächtigungsjetons teilten wir auch heute wieder aus, damit unsere Schützlinge wenigstens die eine oder andere Nacht in der warmen Notschlafstelle verbringen können. Wir bauen die beiden Pavillons ab, alles wird eingepackt, ab nach Hause ins Lager, es wurde schon kalt an den Ohren, Fingerspitzen und Zehen. Der Platz noch schnell abgesucht ob der ganze Müll eingesammelt wurde. Abfahrt ins Lager, bei 1° kommen wir in Ansfelden an, unser Team wartet schon vorm Lager. Alles ausladen und wieder einlagern, wir teilen noch die übriggebliebenen Jour-Krapfen auf und teilen uns noch kurz aus, die verschiedenen Eindrücke werden kurz erwähnt und dann geht jeder seinen Weg in die Nacht. 20.30 Uhr – Daheim angekommen, bekomm ich vom Nachbarskater, der bei mir eingezogen ist, die Leviten gelesen, miau miau miau (ich habe Hunger) unaufhörlich. Der Tag hängt mir heute extrem nach und es wird 22 Uhr bis ich mich zum PC quäle und Euch den Donnerstag schildere. Jetzt um 23.38 Uhr stelle ich mein Posting Online und wünsche Euch allen eine gute Nacht. Und vielen lieben Dank an alle Spender/innen dass wir auch heute wieder nach Linz fahren durften, und ein besonderes Danke an unser Team, das heute bei Schnee und Regen tapfer ausgehalten hat. Bin richtig stolz auf EUCH! Schön dass es Euch gibt. Gott schütze Euch! J <3

3.12.2020 – -2° und ein Lob aus dem Tesla!

Heute, Donnerstag 3.12.2020, der Tag beginnt mit dem ersten Schnee der Wintersaison 2020/2021, es lag heute Morgen nicht viel Schnee, aber doch so viel, dass es rundherum weiß war. Für uns steht heute wieder unser Verteil-Donnerstag am Programm. Wettertechnisch wurde heute trockenes Wetter vorhergesagt, bei etwa -2°! Diesmal nehme ich Euch mit in die Tage davor, an den Dienstag und Mittwoch, damit Ihr seht, was unser Team imstande ist, zu leisten. Ich muss, um es verständlich transportieren zu können, etwas ausholen. Wir haben Fachbodenregale in unserem Lager, mit einer Tragkraft von 100kg pro Fachboden. 2 Fachböden waren, wegen der schweren Hygieneartikel, geknickt und es bestand die Gefahr, dass das gesamte Regal instabil wird und umfällt. Dem mussten wir verantwortungsvoll Rechnung tragen, so wurden gebrauchte Schwerlastregale gekauft, die (fast) jede Last dieser Erde tragen könnten. Und diese Regale wurden in der Nähe von Eferding gekauft, wobei mir am Montag noch zugesichert wurde, alles fertig und steht bereit zur Abholung auf Paletten. Am Dienstag fuhren Christian und ich los, um die Regale abzuholen, um 8 Uhr waren wir in Eferding, erste Aussage vom Hallenmeister, „Deine Ware ist noch nicht einmal zugeschnitten, geschweige denn kommissioniert“. Na bumm! Montag bekam ich vom Verkäufer aber die fixe Zusage „Alles ist fertig“. Es wird wohl so ca. 1 Stunde dauern, bis deine Regale fertig sind. Gedauert hat es dann bis 11.30Uhr, und beim Abladen in Ansfelden erst sahen wir, dass uns falsche Regale, mit völlig falschen Maßen ausgehändigt wurden. Zu reklamieren kommt nicht in Frage, da viele Helfer gekommen sind, um alle Regale aus- und wieder einzuräumen, und die ausgeräumte Ware so viel Platz in Anspruch nahm, dass wir schnellstens die Regale ab- und aufbauen mussten, damit unser Vermieter, die Fa. TAB genug Platz hat, wenn jemand bei unserem Lager vorbeimuss. Also bauen wir die Regale auf, deren Maße völlig falsch sind. Gekommen zum Helfen sind auch die beiden Christians von den Linzer Lions Aliter. Christian Rachle kam mit seiner Tochter und Christian Palmetshofer, der diesjährige Leiter der Lions Aliter, der schon zum wiederholten Male bei uns im Lager mitgeholfen hat, stand uns mit Rat und Tat bei. Vielen Dank Euch dreien für Eure Hilfe. Angekommen im Lager räumen wir die ersten beiden Regale aus, stellen alles am Gang so dass niemand mehr durchkommt. Das erste Schwerlastregal steht innerhalb von 1 Stunde, dann noch die dicken Spanplatten ausladen und auf die Traversen legen. Wir kümmern uns um das 2. Regal gleich nebenan, Maria und Verena kümmern sich um das Einräumen im neuen Schwerlastregal. Das 2. Regal ist kürzer, aber ebenfalls ein Schwerlastregal, für die Getränke und Waschmittel. Was auch nach gut einer halben Stunde bereit ist, eingeräumt zu werden. Im Team ist eine tolle Stimmung, Spaß und ein großartiges Miteinander, Hand in Hand, es kann so toll sein, MITEINANDER zu arbeiten. So weiter, ins Hygieneartikellager, wo das Malheur passierte, das alte Regal abbauen und gleich das Neue aufbauen, was nicht ganz so einfach war, es spießte ein wenig, aber Christian hatte den Dreh gleich heraußen und alles ging dann viel schneller. Trotzdem war es bald knapp 20 Uhr abends, alle waren müde, geschafft vom Tagwerk. Wir unterbrachen das Einräumen und stapelten die Hygieneartikel, die nicht mehr eingeräumt wurden, auf Transportwagerl, sogenannte Hunde. Um 21 Uhr verließen wir dann gemeinsam unser Lager, völlig gerädert von der schweren Arbeit. Gestern, Mittwoch früh musste ich zuerst nach Asten, da ich eine größere Menge süßer Gebäcke als Spende bekam, das ich dann gleich ins Tiefkühllager brachte zum Einlagern, und von dort gleich die Lebensmittel für unseren Donnerstag, mitnahm. Pizzen, Fischfilets, Gemüseallerlei, Pizzasalami und Schinken im Oberskrenmantel. So, jetzt noch schnell ins Kühllager rüber, und dort auch noch alles zusammensuchen und einladen. Ab nach Ansfelden, alles ausladen und ein kühlen. Anschließend noch unsere Post vom Wareneingang holen, Wahnsinn was manchmal alles per Post kommt. Die Kartons warten auch drauf, entsorgt zu werden. Als ich zurückkam von der Kartonpresse, sah ich die Unordnung im gesamten Lager. Puh! Am Freitag kommt ein hoher Herr, der sich unser Lager anschauen möchte und mit uns reden möchte, da kann ich das Lager niemals in diesem Zustand herzeigen, geht gar nicht! Also dann noch knappe 5 Stunden im Lager sortiert und geordnet, bis mir die Puste ausging. Meine Arbeitstage haben mittlerweile eine Größenordnung von etwa 70 Wochenstunden angenommen, manchmal zu viel, da der Körper mir es schon einige Zeit zeigt, dass er auf Reserve ist. Also abends noch einen Aufruf in unserer WhatsApp-Gruppe gemacht, ob nicht zusätzlich jemand helfen möge, um diese Unordnung abzuarbeiten. Es meldeten sich viele Helferinnen und Helfer, Vergelt’s Gott und Danke dafür. Heute früh eine WhatsApp Nachricht von meinem Freund Pepi Hirt, seine Frau Christine hat für uns Blechkuchen und Schoko-Krapfen gemacht, wann ich gedenke diese abzuholen? Um 9.15Uhr! Also heute zuerst Kuchen abholen und erst dann ins Lager. Elke hatte heute früh absagen müssen wegen einem Vorfall in Ihrer Familie, Christian war aber schon da und bald schon kamen Dani, Verena, Barbara Nowecki und Maria Fleischanderl, um die ganze Unordnung aufzuarbeiten. Ich bin so stolz auf mein Team, ruhig und besonnen, überlegt und erfahren entwickeln die Teams ganze Schlachtpläne, um der Unordnung auf den Pelz zu rücken. Ich fahre in der Zwischenzeit mit unserem neuesten Mitglied Robert, nach Haid um Brot und Gebäck und Obst/Gemüse zu holen. Einen halben Transporter voll bekamen wir heute mit, für unsere Schützlinge. Wieder im Lager wird alles ausgeladen, gesichtet und sortiert. Elke kommt nun doch dazu, und hilft uns tatkräftigst. Drinnen im Lager arbeiteten alle so großartig zusammen, einfach toll! Wir hatten dann zwei Teams, das eine kümmerte sich um die Zusammenstellung der benötigten Dinge für den Verteil-Donnerstag und das zweite um die Regale. Ich bin so begeistert, selten sieht man so eine Harmonie, wenn Menschen zusammenarbeiten, zusammen an einem Strang ziehen. Großartig! Langsam lichten sich die Boxen, es werden immer weniger, die noch aufgeräumt werden müssen, wir müssen trotzdem unseren Transporter und den Anhänger beladen, Helmut Sandberger & Aida Su sind heute zum 3. Male bei der Verteilung dabei, mit 3 Mädels die ebenfalls tatkräftigst helfen wollen. Heute wird jede helfende Hand dringend gebraucht. Als wir dann alles beladen haben, zählten wir durch ob wir für den Verteil-Donnerstag genug Leute sind. So entschieden Maria, Barbara, Verena und Christian, dass sie im Lager weiterarbeiten während wir nach Linz zu unseren Schützlingen fahren. Toll. Robert äußert den Wunsch mit nach Linz fahren zu wollen, also fährt er mit mir im Transporter. Als wir ankommen in Linz warten schon etwa 15 unserer Schützlinge auf uns, die Einfahrt wird kurzzeitig von Bussen blockiert, der Stau löst sich aber schnell auf so, dass wir an unseren Platz können. Anhänger abhängen und positionieren, den Transporter auch so stellen, dass er wie immer gut und sicher steht. Alles ausladen und, Petrus hat einsehen, es ist wirklich trocken aber kalt, -2°, ab nächster Woche nehmen wir wieder heißen Tee mit zum Verteil-Donnerstag, immens wichtig! Auch für unser Team. Heute ist nach 2-wöchiger Abwesenheit wieder unser Kleidermädl Ingrid mit dabei, Elke hat ja die letzten Wochen die Kleidung ausgeteilt. Zur Zufriedenheit aller. Beim Ausräumen des Transporters bemerkte ich, dass ich die Nächtigungsjetons für die Notschlafstelle im Lager vergessen habe. Anruf bei Maria und sie schickt uns Christian nach Linz, um auch heute wieder welche austeilen zu können. Ein Donnerstag ohne Jetons – NoGo! Geht gar nicht. Manche unserer Schützlinge sind sterbenskrank, husten und bellen, wie in ärgsten Grippezeiten. Nein, Corona hat niemand von ihnen. Manche frieren den ganzen Tag, können sich gar nicht mehr erwärmen, kein Wunder. Am liebsten würde ich sie in den Arm nehmen und sie alle wärmen, es tut tief in der Seele so unendlich weh, diesen unmenschlichen Weg der Obdachlosigkeit nicht beenden zu können. Wir können das Leid ein wenig lindern, können warme Kleidung und warme Schuhe, warme Schlafsäcke und Lebensmittel austeilen, aber diesen mehr als steinigen Weg, den können wir niemandem abnehmen. Viele unserer Schützlinge sehen wir jede Woche, und man sieht ihnen deutlich an, dass wieder ein Teil in Ihnen gestorben ist. Jeden Tag stirbt ein Teil dieser Menschen mit der Kälte, mit dem Leben auf der Straße, mit. Viele ertränken ihr einsames Schicksal im Alkohol, sonst würde man dieses Leben auf der Straße vermutlich nicht überleben, zumindest macht es der Alkohol etwas erträglicher für unsere Schützlinge. Bitte liebe Wegbegleiter und Spender/innen, ich werde nicht müde anzumerken, dass dieses Schicksal wirklich JEDE/N treffen kann, Krankheit … Scheidung …. Arbeitsplatzverlust …. Psych. Defizite … an einer Kreuzung im Leben falsch abgebogen … wenn hinter einem Menschen das soziale Netz brüchig wird, die Unterstützung ausfällt, beginnt sich die Spirale zu drehen, unaufhörlich! Alleine schaffen es diese Menschen meist nicht mehr aus dieser endlosen Spirale zu kommen, ohne professionelle Hilfe ist man dem Schicksal hilflos ausgeliefert. Und, es kann wirklich jede/n treffen. 89 Schützlinge kommen heute zu unserem Bus, heute am Monatsbeginn, wo viele ein klein wenig Geld bekommen haben, schon wieder so hohe Zahlen unserer Besucher. In der Vergangenheit kamen am Monatsanfang maximal 30-40 Schützlinge, seit ein paar Monaten werden es immer mehr. 89 Schicksale, nach dem (fast) niemand fragt, sich niemand darum kümmert. Der Verteil-Donnerstag läuft friedlich, die Auflagen von der Polizei und Krisenstab des Landes OÖ werden zur Gänze erfüllt, Abstand 2 Meter, Mund/Nasenmaske, Einweghandschuhe. Um 17 Uhr fährt ein dunkelblauer Tesla vor unseren Humer-Anhänger, dreht eine Runde am Busbahnhof, öffnet das Fenster und schreit heraus „Weltklasse, was ihr hier macht“. Er parkte dann ein und holte sich Flyer von uns und fragte: „Kann man Euch finanziell unterstützen?“ Ja, klar, kann man, steht alles im Flyer der Kreativ-Werkstatt, den wir 2019 kostenlos gestaltet bekamen. Er stieg wieder ein, zeigte uns noch den erhobenen Daumen und verschwand in der Dunkelheit. Tut wirklich gut, so ein Lob, wenn wir Menschen auf das Schicksal anderer Menschen hinweisen können. Die Problematik der Obdach- und Wohnungslosigkeit bekannter zu machen, dann wäre schon viel Gutes geschehen. Der letzte unserer Schützlinge verließ um 18.25 Uhr unseren Bus, wieder fast eine halbe Stunde mehr geblieben als geplant. Die Kälte zog mittlerweile in jede Pore ein, lässt manche in unserem tollen Team frösteln, manche hüpfen weil die Zehen kalt sind und manche sind so dick eingemummt, dass sie es immer noch wohlig warm haben, aber das ist die Ausnahme. Alles einräumen, Abfahrt Richtung Lager Ansfelden, Barbara und Maria waren den ganzen Nachmittag im Lager und haben ein Schmuckstück daraus gemacht. Großartig! DANKE und Vergelt’s Gott an alle die im Lager geblieben sind. Ein großes DANKE aber auch an das gesamte Team, das sich in Linz der Kälte und unseren Schützlingen stellten. Vergelt’s Gott und großen Dank. Euch allen eine tiefe Verneigung für all die ehrenamtliche Arbeit, die ihr in unzähligen Stunden leistet. Ein dickes Vergelt’s Gott und Danke geht auch an all unsere Spender/innen, die uns diese wöchentliche Aktion erst möglich machen. DANKE für Eure Loyalität, Eure Hilfe und dass Ihr den Weg mit uns geht. Eine tiefe Verneigung an Euch alle! Als wir im Lager alles wieder eingeräumt hatten, besprachen wir noch kurz die verschiedenen Eindrücke aller Helfer heute. Anna Voglhuber war heute Teil unseres Teams, und spendete anschließend noch € 100,-, vielen lieben Dank für deine Geldspende. Das gesamte Team war heute wieder beeindruckt, wie leicht helfen geht und wie gut es der eigenen Seele tut, zu helfen. Danke EUCH allen, ich sitze noch da, seit 2 1/2 Stunden beim Text schreiben, beim Bilder bearbeiten und beim Bilden eines Resümees. Ich bin tief beeindruckt, von Menschen, denen es gar nicht gut geht, die nicht in ein warmes Bett krabbeln oder sich ein heißes Bad einlassen können, die nicht zum Kühlschrank gehen können um sich eine Spalte Käse zu holen, die sich nicht gerade einen Kaffee über den Vollautomat runterlassen können, die sich nicht ihre eigenen Hausschuhe anziehen können, die nicht zum Kasten gehen können um sich frische, gewaschene Unterwäsche zu holen. Kleinigkeiten, aber für unsere Schützlinge unmöglich. Heute teilten wir wieder 42 (à € 4,-) Nächtigungsjetons aus, um einigen unserer Bedürftigen wenigstens ein paar Stunden in einem warmen Bett zu ermöglichen. Heute haben wir beschlossen, da der hl. Abend ein Donnerstag ist, den Verteiltag auf Mittwoch den 23.12.2020 vorzuverlegen, da all unser gesamtes Team, Familie und Freunde haben und am Hl. Abend dort zu sein haben. An diesem Mittwoch dem 23.12. möchten wir gerne Gulaschsuppe austeilen an unsere Schützlinge, Michaela Durstberger vom Dachcafe in Linz sponsert uns diese Gulaschsuppe, wir suchen nun jemanden der/die und diese kochen würde. Vergelt’s Gott liebe Michaela für diese tolle Geste. Ich für meinen Teil stürze mich in die (Badewannen) Fluten und gönne mir einen wohligen Abschluss. Euch alles liebe, schön, dass es EUCH gibt. DANKE für alles. 🙂 <3

10.11.2020 – Spendenlieferung ins Frauenhaus Vöcklabruck!

Dienstag, 10.11.2020 ... Gestern ging es mit einer Spendenlieferung ins Frauenhaus Vöcklabruck! Wir hatten Hausrat wie Wasserkocher, Kaffeemaschine und Staubsauger, Geschirr und Besteck dabei, sowie viele Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel und alles was man im Alltag so braucht. Lieben Dank unseren Spendern/innen, dass wir auch diese Einrichtung mit Spenden versorgen durften. Vergelt's Gott 🙂 ❤

8.10.2020 – Verteil-Donnerstag und eine kurze Nacht!

Unser Verteil-Donnerstag heute, am 8.10.2020 begann wie jeder andere auch schon am Mittwoch, mit Christian war ich früh morgens unterwegs, zuerst Spenden abholen in Marchtrenk und anschgließend ins TK-Lager und ins Kühllager zu Hr. Günther L., Wurst, Grillgut und Schinken in Oberskren zurechtlegen und einiges an Kuchen, Ketchup u.a. herrichten und einpacken. Für Mittwoch hat sich Fiona Rukschcio angekündigt, sie macht eine Dokumentation über Obdachlosigkeit in verschiedenen Städten Europas. Sie nimmt uns Lebensmittelspenden aus Wien von Footpoint mit, die wir dankend annehmen. Fiona war aber gestern dann schon ziemlich geschafft, deswegen trafen wir uns erst heute Donnerstag Mittag, im Lager. Aber ich muss noch etwas loswerden, was sich gestern, Mittwoch, noch so abspielte. Und hier werde ich nicht ins Detail gehen, sondern lediglich beschreiben was gerade im Hintergrund so passiert. In der Nacht zum 26.9.2020 bekam ich, wie jedes Jahr so etwa 14-20 Mal, eine tolle Facebook Nachricht, in der mir "erzählt" wurde, dass "sie" mich kriegen würden, "sie" mir das Kreuz brechen werden usw., und gestern am späten Nachmittag bekam ich keine Facebook Nachricht, sondern einen Anruf, in dem ich auch beschimpft wurde, natürlich mit unterdrückter Nummer, so wie die FB-Nachricht mit gefaktem Account. Wenn ich diese Drohungen auch nicht sehr ernst nehme, so machen sie doch etwas mit mir, und das war gestern Abend nicht sehr schön, umso länger ich nachdachte und das Gespräch nochmal und nochmal Revue passieren ließ, umso unruhiger wurde ich. Ergo war meine Nacht eine kurze, sehr kurz. Angemerkt sei noch, die Polizei ist informiert, aber diese Fake-Accounts gibt es immer nur ganz kurze Zeit um eben 1 oder 2 Nachrichten zu versenden. So viel zu manchem, was so fernab unserer Öffentlichkeitsarbeit passiert. Also eine kurze Nacht, und einen langen Tag vor mir, das geht sich irgendwie aus, muss es! Heute Vormittag waren Christian und ich dann in Haid Brot und Gebäck holen, bei einem guten Kaffee und Krapfen ein gutes Gespräch, ich fühle mich dort so wohl. Und heute bekamen wir viele viele schöne Lebensmittel, die wir nachmittags an unsere Schützlinge ausgeben werden. Nach unserem Kaffee ab ins Lager, alles durchsortieren und schauen auf Genießbarkeit. Zwischendurch kam noch ein guter Freund ins Lager, der für eine Mutter von 2 Kindern, die nichts mehr hatte zu essen, vorbei und ich gab ihm Lebensmittel für sie mit. Natürlich liebe Spender/innen, wenn wir von einem Fall von Armut hören, wird ungefragt geholfen, hier schauen wir natürlich dass die Lebensmittel schnellstens zu der Familie kommen, danke Erwin und Eva dafür, nicht wegzuschauen und gemeinsam zu helfen. Zwischendurch musste ich mich hinsetzen, da ich in letzter Zeit oft an "Schlechtsein" leide, und keine Ahnung habe, woher das auf einmal kommt. Es kommt plötzlich und verschwindet auch so schnell wieder. Aber mein Körper möchte mir wohl sagen "mach mal langsam", tja. Bald gehts wieder besser und wir gehen zum Mäcki, Mittagessen, Rena ist auch dabei, was mich sehr freut. Unser 1er Menü für 2, danach wieder zurück ins Lager, Christian hat schon fleissig alle Brote, Gebäcke usw. geordnet, er ist eine große Hilfe! Bald schon kam dann Fiona mit Daniel, ihrem Schützling. Erstes Kennenlernen, erstes Abtasten, wir sind gleich auf Ebene 1 wo wir quatschen und über Erfahrungen reden, uns austauschen. Ich zeige ihr unser Lager, sie filmt und fordert ein paar Erklärungen von mir in die laufende Kamera, klar, kein Problem. Hier erkannte Fiona schnell, dass wir gut sortiert und sehr professionell für einen Verein unser Lager und das ganze Drumherum organisieren. Sie fragte immer wieder die gleichen Fragen und ich antwortete ihr mit den gleichen Antworten. Sie war sichtlich überfordert, auch als ich ihr die Strukturen unserer Aktion, unseres Vereins erklärte. Na gut, wir müssen beginnen den Transporter zu laden, den Anhänger fertig herzurichten. Unsere Wagerl rein, festzurren, Getränke, Kühl- Gefrierkombi reinladen und verzurren, alles notwendige einpacken, Tische, Klappsessel, Hocker, Plakatständer usw.. Als der Transporter voll war drehte ich um, um unseren großartigen Humer-Anhänger anzukoppeln. Um 15.07 Uhr Aufbruch Richtung Linz, Fiona mit ihrer Kamera fährt hinter uns los und filmt noch die Abfahrt, Ankunft in Linz, etwa 12 Schützlinge warten schon auf uns und das erste was ich tun muss, ich muss alle an die 2 Meter Abstand und an die Pflicht eine Maske zu tragen, erinnern. Danach Hänger umdrehen, positionieren, aufmachen und die Seitenklappe absichern, danach den Transporter ausladen, 6 Tische zwischen Transporter und Anhänger wollen befüllt werden mit vielen tollen Lebensmitteln. Marianne mit ihrem Mann teilen heute das Brot und Gebäck aus, Wolfgang und Gilbert sind bei der Wurst und den Kühlboxen, Brigitte bei den Lebensmitteln im Transporter, Wolfgang II bei den Getränken, Ingrid Strassl wie immer bei der Kleidung und Outdoor/Schuhe, Markus macht die Gustostückerl beim Anhänger. Beate musste ja heute Mittag zuerst absagen, weil ihre Tochter zur Entbindung ins KH musste. Die kleine Hannah kam mit 2,60kg zur Welt und wir wünschen Julia und Chris alles alles liebe und Gute, und dir liebe Beate wünschen wir eine großartige Omazeit. Es freut uns riesig. Ich hoffe es ist ok dass ich auch das hier einbinde, weil wir alle sahen welche Freude Beate mit ihrem Enkerl hat. Zwischendurch kamen liebe Spender zu uns und brachten (nicht zum 1.Mal) einen ganzen Karton voller frisch gebackener Mohn-Schnecken, Kuchen und € 50,- Spendengeld. Ganz lieben Dank für die köstliche Abwechslung, KLASSE! 36 Schützlinge sollen es am Ende des heutigen Verteil-Donnerstags werden, die sich von uns Lebensmittel, Hygieneartikel und alles andere was gebraucht wird, holen. Es ist eine ruhige Stimmung beim Bus, beim Anhänger, manchmal fordert Stefan (aus Niederbayern) mich heraus, aber er weiß, ich hab Nachsicht mit ihm ( 🙂 ). Fiona filmt den Verteil-Donnerstag und redet mit vielen über ihr Schicksal, ihr Leben. Fiona macht ja selbst in Wien "Das Frühstück im Park", eine Lebensmittelausgabe in Wien, die wir sicher bald besuchen werden. 17.50 Uhr, alles einpacken, Ingrid hat die Parkzeit übersehen und ich laufe noch quer über die Strasse um den Parksherriff 10 Sekunden zu warten, da wir schon quasi am einwerfen sind... "leider zu spät" kam zurück und der Strafzettel hing auch schon am Auto. Tja...liebe Ingrid, in Zukunft passen wir gemeinsam besser auf. Dann passiert sowas nimma, versprochen! !8 Uhr, alles fertig eingeräumt, Abfahrt, Verabschiedung von Fiona, vielleicht sehen wir uns morgen Vormittag nochmal um noch ein paar Sachen zusätzlich zu drehen, Mal schauen. Ankunft im Lager, alles ausladen und einlagern, die Nachbesprechung steht an. 3 Mal großes Eis mit Erdbeersoße beim Mäcki, ein Eis das wahrlich vorzüglich ist. Wir genießen es alle 3, Wolfgang musste ja wegen anderer Umstände schnell heimfahren. Beate, Ingrid und ich genossen aber sichtlich die gemeinsame Zeit, ich fühle mich so wohl mitten unter so großartigen Menschen. Schön dass es Euch gibt! Danke ans gesamte Team heute, ihr habt wieder einen großartigen Job gemacht und ein dickes DANKE und Vergelt's Gott unseren Spendern/innen, DANKE dass ihr uns diese, unsere Aktion jede Woche ermöglicht. Danke für Eure Treue und Loyalität, schön dass es auch Euch gibt...wir sind alle sehr stolz auf EUCH! Bei der Nachhause Fahrt vom Lager noch wirklich gefährlich rechts überholt worden, von einem dem es scheinbar egal war dass er sich und andere in Gefahr brachte. Tja...für mich geht der Tag auch langsam ins Finale, einiges noch an Vereinsarbeit machen und die Lagersoftware (neue Version) noch installierten und und und ... noch einiges zu tun...Euch aber eine gute Nacht und DANKE für alles! 🙂 ❤

13.8.2020 – Danke für diesen Verteil-Donnerstag!

Heute, Donnerstag 13.8.2020 ... eigentlich wären wir in der Sommerpause, aber da die meisten Linzer Obdachloseneinrichtungen Urlaub haben und zugesperrt sind, haben wir uns entschlossen, heute außerplanmäßig nach Linz zu fahren und an unsere Schützlinge Lebensmittel und Hygieneartikel auszuteilen. Die Vorbereitungen sollten eigentlich gestern schon beginnen, was aber durch meine Vergesslichkeit und meine Unkonzentriertheit torpediert wurde. Also fuhr ich heute früh ins -40° Tiefkühllager bei der Fa. Transdanubia um dort Käsepunkerl und Pizza-Salami abzuholen. Anschließend noch ins "normale" Kühllager, ebenfalls bei Hr. Lehner in der Transdanubia, dort noch Frischware zusammengesucht und gemeinsam mit Christian eingeladen. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an Hr. Lehner und der Fa. Transdanubia für diese tolle Geste, uns in den Kühllagern kostenlos Palettenplätze zur Verfügung zu stellen, Vergelt's Gott und vielen Dank! Anschließend nach Haid, Brot und Gebäck sowie Obst und Gemüse abholen. Noch ein nettes Gespräch bevor es dann ins Lager ging, um alle Lebensmittel auf Genießbarkeit überprüfen und sortieren. Christian Jung, vielen Dank für deine Hilfe immer, einfach toll. Mittlerweile wäre ich ohne Christian so gut wie hilflos, ich würde all die Arbeit nicht mehr schaffen. Eigentlich war geplant, JETZT Urlaub oder Sommerpause zu machen, um für die nächste Wintersaison wieder gerüstet zu sein, jedoch hatte ich seit Anfang Oktober 2019 erst 1 Woche wirklich frei, im Februar, seither im täglichen Einsatz, auch am Wochenende und oft Nachts. Aber jetzt, ja, jetzt müssen ein paar freie Tage her, egal wie. Es nützt niemandem wenn ich flach liege. Deshalb auch heute im Lager dann mit halber Kraft weiter gemacht. Maria kam um 12.30 Uhr und half uns die Pizza-Salami zu portionieren und zu schneiden, gar nicht so leicht als tiefgefrorene Wurst. Maria Fleischanderl, Christian & Wolfgang halfen dann im Lager auch noch zusammen und räumten alle Spenden der letzten Wochen und Tage in die Regale. Danke an dieser Stelle dafür. Als Gerlinde, Brigitte Stadler, Ingrid Strassl und Barbara Nowecki um 14 Uhr ins Lager kamen, wurlte es rundherum, jede/r brachte sich ein und half, wo Hilfe nötig war. Unser neuer Humer-Anhänger darf heute wieder in seinem Element sein und uns die ganzen Lebensmittel sicher nach Linz bringen. Dieser, unser neuer Anhänger ist für uns schon sehr, sehr wichtig und er erfüllt all unsere Anforderungen großartigst, die Firma Humer-Anhänger GmbH (Gunskirchen) baute hier einen Anhänger der Sonderklasse. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an die Firma Humer, Vergelt's Gott und Danke für die tolle Unterstützung, um auf Österreichs Strassen im Dienste der armen und obdachlosen Menschen unterwegs sein zu können.
Um 15.15 Uhr dann Abfahrt Richtung Linz, der Wetterbericht sagte gestern schon, Gewitter und Regen ab 16 Uhr, uiuiui, Jesus schau runter (ein Stoßgebet Richtung Himmel), wir haben heute etwas zu erledigen, und das lässt sich trocken besser erledigen, als nass. Der Himmel trug riesengroße Wolken aus dem Mühlviertel in unsere Richtung, was noch nichts heißen muss, mal schauen. Um 15.35 Uhr Ankunft in Linz, Wolfgang hielt uns wieder Parkplätze frei, 4 Stück nebeneinander, klasse. Alles ausladen und auf unseren mitgebrachten Tischen stellen, einige Fragen der schon etwa 15 wartenden Schützlinge beantworten. 16.05 Uhr, Auftakt zur Ausgabe mit den gleichen Sicherheitsauflagen der letzten Monate, Mund/Nasenmasken, Einweghandschuhe, Gesichtsschild und Desinfektionsmittel sowie 2 Meter Abstand zwischen jedem Schützling. Es kann losgehen, was gleich zu Beginn zu sehen war, es kommen heute viele, viele Jugendliche, die entweder in der Schuldenfalle sitzen oder schon Obdachlos sind. Ein trauriges Bild für uns. Manche haben Angst, keine oder zu wenig Lebensmittel und Hygieneartikel zu bekommen, wir mussten immer wieder beruhigen dass genug für alle da ist. Das ruft schon ein sehr befremdendes Gefühl bei unserem Team hervor, wenn solch extreme Existenzängste hier Begleiter im Leben sind und so einen starken Ausdruck finden. Egal ob ein Pensionist, der € 680,- Pension hat, eine kleine Wohnung noch hat, aber keinen Strom und kein Wasser mehr und eben keine Lebensmittel mehr oder die 22 jährige Punkrockerin mit ihren Freunden, die in ihren jungen Jahren schon vom Leben gezeichnet ist und langsam wieder den Glauben ans Leben finden möchte und vieles nachholen wird. Bei uns ist jeder gleich, wir begegnen all unseren Schützlingen auf Augenhöhe und mit höchster Wertschätzung, auch hat das Wort "Schuld" bei uns keine Relevanz, die Schuldfrage wird nicht gestellt und nicht diskutiert. Viele, viele Menschen biegen im Leben falsch ab, und bei manchen hat es drastische Auswirkungen, und glaubt mir, DAS KANN JEDER/JEDEM PASSIEREN, JEDER FRAU/JEDEM Menschen. Niemand ist wirklich sicher vor Armut, Obdachlosigkeit, vor einem Schicksal das seinesgleichen sucht. Es kann schon sein das in manchem Leben der Obdachlosen Alkohol oder Drogen eine Rolle spielt, aber es gab auch eine Lebens-Kreuzung, wo diese Frage durch links- oder rechtsabbiegen gestellt wurde, und wenn man falsch abbiegt, dreht sich das Karussel abwärts, immer und immer schneller und immer noch tiefer. Diese, unsere Schützlinge brauchen Hilfe um aus diesem Kreislauf wieder heraus zu kommen, sie brauchen Zuspruch und keine Schimpftiraden, sie brauchen Menschen die ihnen Mut machen und nicht noch auf sie draufsteigen. BITTE liebe Wegbegleiter, helft mit diesen Menschen zu zeigen, dass noch jemand an sie glaubt, ein kurzes Gespräch oder eine kleine Geste, sie sind so dankbar dafür! Das würd' ich mir wünschen, wenn mich eine Fee fragen würde um meinen Wunsch im Leben, dass die Menschen sich nicht umdrehen und wegschauen.
Die Zeit verging mit vielen Gesprächen im,Flug, um 17.45 Uhr packten wir langsam zusammen und wir hatten wieder 47 Schützlinge heute, die sich mit Lebensmittel und Hygieneartikel versorgten. Eigentlich dachte ich nicht dass heute so viele kommen werden, da wir wie gesagt eigentlich pausieren bis 27.8.2020. Erschreckend aber auch zu sehen, dass es immer mehr Menschen zunehmend finanziell schlechter geht. Punkt 18 Uhr Abfahrt und Jesus hielt sein Wort, als wir wegfuhren aus Linz begann es zu regnen! Seit Beginn unserer Donnerstagsaktion am 15.August 2018 hatten wir ganze 5 (!!!) Regentage, Hallellujah! Mehr sag ich nicht. Im Lager angekommen, schnell alles ausladen und mit
Barbara Nowecki Wolfgang und unserem heutigen Geburtstagskind Rena Meinhart zur Nachbesprechung zum Määcki, das muss heute sein. Die Eindrücke der heutigen Aktion waren bei allen gleich, große Dankbarkeit und auch wieder die eine oder andere Träne aus Dankbarkeit, dass wir heute doch noch außerplanmäßig nach Linz kamen. Vielen, lieben Dank ans gesamte Team, dass sich wieder großartig einsetzte und tolle Arbeit leistete. Ein großes, demütiges DANKE und VERGELT'S GOTT all unseren Spendenr/innen, dass wir auch heute unsere Aktion wieder machen durften. Danke für diese großartige, menschliche Geste der Nächstenliebe. Nun warten noch einige Stunden Arbeit am PC, die auch noch gemacht werden muss und dieser Text hier nahm auch seine Zeit, nämlich etwa 90 Minuten, in Anspruch. Wir wollen Euch ja einen realitätsnahen Bericht unseres Donnerstags präsentieren, ich hoffe, es gelang mir! Gute Nacht!

8.7.2020 – Die 2. Spendenlieferung ging in die Notschlafstelle!

Heute, Mittwoch 8.7.2020 ... die Zweite der 3 heutigen Spendenlieferungen ging in die Notschlafstelle Steyr. Wir brachten ganz viele Getränke wie Mineralwasser mit Zitronengeschmack, Cola Mix, normales Mineralwasser, Energydrinks, 18 Flaschen à 1,5l Verdünnsäfte, 60l haltbare Milch, 30kg Zucker, 40kg Nudeln, 20kg Reis, 150 verschiedene Fertiggerichte, 6kg gemahlenen Kaffee und 6kg Bohnenkaffee, Kuchen und Rolladen, Pastasnacks, Dosensuppen und Suppen in Gläsern, 12l Speiseöl, 12l Essig, viel unterschiedliches Dosengemüse, 180 Paar Cabanossi, WASA Knäckebrot, Chips und Erdnussflocken sowie Schokolade, Duschgels und Shampoos, Rasierer und Rasierschaum, flüssige Seifen, Deo's, 8 Fl. Geschirrspülmittel, 35kg Waschpulver, Essigreiniger, WC Reiniger, Desinfektionsmittel für Haut, 1 Jumbopackung Toilettenpapier (8x8 Rollen), 1 Jumbopackung Küchenrolle (8x4 Rollen), neue Socken und neue Unterwäsche u.v.a.m.. Vielen, herzlichen Dank wieder an all unser Spender/innen und Gönner/innen, dass wir auch diesmal die Notschlafstelle Steyr wieder mit dem Nötigsten versorgen durften. Vergelt's Gott und Danke

6.7.2020 – Spendenlieferung nach Kirchdorf!

Heute, Montag 6.7.2020 ... Spendenlieferung ins PM Kirchdorf/Krems .... wir hatten 20kg Waschpulver dabei, sowie Toilettenpapier, Küchenrollen, Taschentücher, viele viele Duschgels und Shampoos, Deos, Kämme & Bürsten, ganz viele verschiedene Getränke von Mineral bis zu Limonaden, Fertiggerichte wie Gemüse Curry, Mexicopfanne, Fisolengulasch, Gemüsetortellini, Gulasch- und Bohnensuppen, Packerlsuppen, 3kg Gebinde Gemüse, 3kg Gebinde Chilli Con Carne und Gulaschsuppen, Tomatenfischdosen und Thunfischdosen, 20kg Zucker, haltbare Milch, gem. Kaffee und Kaffeebohnen, Zitronensaftsticks, Kuchen und Knabbereien u.v.a.m.. Vergelt's Gott und Danke all unseren Spendern, die auch diese Spendenlieferung erst möglich machten. DANKE!  

2.7.2020 – Engel haben immer kalte Füsse!

Heute, Donnerstag 2.7.2020 ... Der Tag heute begann früh mit diversen Telefonaten, mit künstlich erstellten Problemen die man uns andichtet und so manch komischer Aussage am Telefon, kein Problem, heute ist Verteil-Donnerstag und wir treffen unsere Schützlinge heute wieder, das zählt viel mehr. Gestern schon wurde mir eine etwas komische Ansicht einer Obdachlosen-Einrichtung Nahe gebracht bzw. deutlich gesagt, die meinte, Zitat: "Wir nehmen keine Lebensmittel mehr, die 3-4 Wochen VOR Ablauf des Mindeshaltbarkeitsdatums sind". Na BUMM, das saß, manche Lebensmittel bei uns sind abgelaufen, ja, aber wir würden niemals prekäre Lebensmittel weitergeben, wir geben ausschließlich jene weiter (wenn diese abgelaufen sind), wo uns der Hersteller zusichert dass auch 5-6 Monate nach Ablauf des MHD keine Gefahr für Leib und Leben besteht und das Lebensmittel absolut keinen Makel hat. Wir beliefern viele Einrichtungen mit solchen Lebensmitteln, aber niemand echauffierte sich je auf diese Weise. Dazu kommt immer wieder die Aussage von verschiedenen Sozialarbeitern in Obdachlosen-Einrichtungen, Zitat: " Wenn wir keine Lebensmittel zum ausgeben haben, mir ist das egal, dann haben die Wohnungs- und Obdachlosen halt weniger." Und das muss ich hier und heute einmal zum Ausdruck bringen, dass das schon eine Art der Aussage ist, die für uns ein absolutes NoGo darstellt. Wir wollen niemandem sagen, was er/sie zu tun, zu entscheiden hat, aber die oben angeführten Zitate hörte ich nun schon aus 2 verschiedenen Einrichtungen von 3 verschiedenen Sozialarbeitern. Diese Aussagen machen mich unendlich traurig und eigentlich sind wir machtlos dagegen, weil dann einfach nicht mehr mit uns geredet wird und auf alles lieber verzichtet wird. Diese Aussagen liegen mir schon einige Zeit als riesengroßer Brocken Stein in meiner Brust und nehmen mir oft die Luft zum atmen.
Heute früh nach all den Anrufen dann abfahrt nach Haid, wie immer Brot und Gebäck, etwas Obst und andere Süßigkeiten holen, anschließend ins Kühllager, Kuchen und Rolladen, Salate, Getränke und vieles andere noch zusammensuchen, einladen und einkaufen fahren. Nach dem Einkaufen noch schnell tanken vor 12 Uhr und ab, zu einem Snack nach Hause, um 13 Uhr ist Lager angesagt. Noch schnell den Wetterbericht angeschaut, ohjegale, ab 14 Uhr Regen und Gewitter, uiui, lieber Jesus bitte hilf, bitte halt für uns unseren Platz trocken. Ankunft 13 Uhr im Lager, Maria und Wolfgang aus St. Pölten waren schon da, Maria Fleischanderl hatte Schnitzelsemmerl für unsere Schützlinge gemacht, die Sie heute austeilen wird. Maria kümmert sich dann um die Wurst, die geschnitten und verpackt werden muss, um all die Kühlwaren und verpackt die Sachen gleich in unserem Kühlschrank und den Kühlboxen. Wolfgang sieht der weilen das Brot und Gebäck durch und sortiert aus. Als um 14 Uhr Ingrid Strassl und Brigitte Stadler kamen, legten wir wie jeden Donnerstag los, unsere Wagerl einzuladen, dazu müssen wir zu 4. sein um ein Kippen zu verhindern. Heute ging es Schlag auf Schlag und alles war im Nu verstaut, Aschenbecher, 5 Tische, 2 Sessel und 2 Hocker, Sonnensegel gegen Regen, Expander, Müllsäcke, starke Einkaufstaschen, Mund/Nasenmasken, Gesichtsschutz, Vinylhandschuhe, Desinfektionsmittel und vieles andere, alles eingepackt. Heute haben wir aufgrund der Geschehnisse wieder verstärkte Auflagen zu befolgen, jede/r im Team muss wieder Mundmaske UND Gesichtsschutz sowie Handschuhe tragen, unsere Schützlinge müssen 2m Abstand halten. 15 Uhr, wir hängen unseren tollen, neuen Humer-Anhänger an und geben Gas. Auf dem Weg nach Linz waren schon tiefe Regenwolken im Mühlviertel zu sehen, ich betete nochmal still in mich hinein "Lieber Jesus, willst Du wirklich dass wir nass werden und uns vielleicht noch verkühlen?" Soviel kann ich hier vorweg nehmen, bis auf 2x kurzes Tröpfeln kam nichts vom Himmel, außer guter Spirit. Im Radio läuft der Titel "Engel haben immer kalte Füsse", ist das etwa die Vorhersage für den restlichen Nachmittag? BITTE, Jesus!!! Ankunft in Linz, Wahnsinn, fast alle Parkplätze frei, wir suchen uns die Besten aus und platzieren uns so, dass es Übersichtlich ist und niemand wo darüberstolpert. Bei der Ankunft waren schon etwa 12 Schützlinge da, was für einen Monatsanfang absolut ungewöhnlich ist, weil wir meistens am Monatsanfang gesamt etwa 20-30 Besucher haben. Heute sollen es insgesamt 56 Schützlinge werden, die sich Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Kleidung und Schuhe holen. Beim Beginn der Ausgabe mussten wir öfters dem Abstand von 2m einfordern, aber kein Problem, alle halten sich daran. Schnell den Hänger aufmachen und teilweise ausladen und auf den Tischen ausbreiten, beim Transporter das Gleiche, hier fahren wir gleich zu Beginn unsere Markise gegen den Regen aus und spannen unser Sonnensegel hinten über beide Türen damit kein Regen eindringen kann. 15.55 Uhr, bei unserem Team- Meeting letzten Sonntag haben wir beschlossen, VOR der Ausgabe noch auf die wichtigsten Dinge vor Ort einzugehen, was heute super-gut angenommen wurde, ich verweise noch auf die einzelnen Lebensmittel, auf einzelne Vorgehensweisen und Wünsche, was das ganze Team wirklich beherzigte. Ausgabe ab sofort hieß es dann um 16.05 Uhr, und die Schlange wurde immer länger. Vor einigen Wochen bekamen wir in Linz von einer unbekannten Dame 2 Stangen Zigaretten gespendet, davon hab ich auch heute wieder 3 Packungen an unsere Schützlinge ausgegeben, jeder 2-3 Stk., und außerdem gaben wir heute noch 34 Stk. Nächtigungsjetons à € 4,- für die Linzer Notschlafstelle aus. Alles verläuft absolut diszipliniert und ruhig, gefühlte 200 lautstarke DANKE quittieren wir mit einem Lächeln und einem "schon gut". Die Dankbarkeit ist wieder sehr groß, wenn man in die Gesichter unserer Schützlinge schaut, geht dort nicht eine, sondern gehen 10 Sonnen zugleich auf. Alle strahlen, alle glänzen und sind zufrieden. Um 17.45 Uhr wird alles eingeräumt...der Bus und Anhänger geschlossen, bis noch ein Schützling, Hr. Ing. P. kommt und noch dringend Lebensmittel braucht, na klar wird alles nochmal geöffnet und auch diese Tasche gefüllt. Wieder fertig gemacht zur Heimfahrt ins Lager, kommen noch 2 Schützlinge, also wieder alles auf und noch einmal 2 Rucksäcke füllen, kein Problem. Zum Schluss gingen alle mit gefüllten Taschen und Rucksäcken von unserem Bus. Ein gutes Gefühl, das bei jeder/jedem im Team bleibt. So, schnell ins Lager und ausräumen, da heute noch unser Vereins-Stammtisch ansteht. Ein gemütliches Zusammensein und über Gott und die Welt philosophieren, tut einfach gut mit so einem tollen Team auch außerhalb des Lagers Zeit zu verbringen. Also im Lager alles gut geübt ausgeladen, alles an die verschiedenen Plätze geräumt und ab, zum Strauss nach Freindorf. 19 Uhr, Stammtisch, es wird ein kurzer aber toller und intensiver Stammtisch werden. 20 Uhr, ab nach Hause, Bilder sichten, Text schreiben, Probleme in der Lagerverwaltung beheben und weiter an unsere Bedürfnisse anpassen, das alles wartet heute noch auf mich, bis tief in die Nacht. Eine tiefe Verneigung und ein dankbares VERGELT'S GOTT an all unsere Spender, die uns diese Aktion jede Woche erst ermöglichen.   Vielen DANK! Ein besonderer Dank ergeht auch heute wieder an unser tolles Team, das absolut tolle Arbeit leistete und mir immer wieder den Rücken stärkt. DANKE, und schön dass es EUCH gibt. Ihr seid großartige Menschen, ich bin richtig stolz auf JEDE/N von EUCH!   Ich gelobe Besserung in der Länge meiner Postings, ab nächste Woche werde ich mich kürzer halten (Nächste Woche ist unser 1. Donnerstag in diesem Sommer wo wir pausieren). Erst in 14 Tagen stehen wir wieder in Linz und verteilen Lebensmittel an unsere Schützlinge. Danke auch an alle Wegbegleiter hier in unserer Gruppe, die uns immer wieder die Moral und den Rücken stärken, immer einen prima Zuspruch für uns auf der Zunge haben!  🙏☀️

1.7.2020 – Spendenlieferung ins Linzer Of(f)nstüberl!

Heute, Mittwoch 1.7.2020 ... Spendenlieferung ins Linzer Of(f)nstüberl, wo unsere Obdachlosen täglich am Vormittag frühstücken können. Wir brachten Nudeln, Gnocchi & Tortellini, Packerlsuppen, haltbare Fertiggerichte, Reis, Speiseöl & Essig u.v.a.m.. Vielen Dank an all unsere Spender, die auch diese Spendenlieferung erst möglich machten. Vergelt's Gott und Dankeschön