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Was bedeutet Obdachlosigkeit wirklich?

26. Februar 2026
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Was bedeutet Obdachlosigkeit wirklich?

Verteil-Donnerstag vom 26.2.2026:

Menschlichkeit beginnt dort, wo jemand nicht mehr weiterweiß!

Es gibt Schicksale unter obdachlosen Menschen, die man nicht auf den ersten und auch nicht auf den zweiten Blick erkennt. Das schlimme daran ist sehr oft, dass sich außenstehende Menschen, die mit dem Thema „Obdachlosigkeit“ nicht umgehen wollen oder können, sehr oft negativ über diese Menschen und Schicksale äußern, ohne auch nur 1 Meter in deren Schuhen gegangen zu sein. Eine widerliche Anmaßung nenne ich das, auf diese Weise den Stab der Be- bzw. der Verurteilung über einen fremden Menschen zu brechen. Deren Schicksal man nicht kennt und diese Menschen immerzu mit Floskeln und Phrasen, die nur auf Beleidigungen abzielen, beschimpft.

Ein Mann, der früher 20 Jahre lang gearbeitet hat und nach einer Krankheit seine Wohnung verlor. Eine Frau, die vor häuslicher Gewalt fliehen musste und plötzlich ohne sicheres Dach über dem Kopf dastand. Ein junger Mensch, der aus dem familiären Umfeld gefallen ist und keinen Halt mehr findet. Ein älterer Mensch mit keiner oder nur einer Minimalpension, für den steigende Mieten, exorbitante Betriebskosten und maximal gestiegene Lebenshaltungskosten das Aus bedeuten.

Obdachlosigkeit ist selten eine bewusste Entscheidung. Sie ist das Ergebnis einer Kette von Brüchen, einer Kette an Schicksalsschlägen oder psychischen Tiefschlägen. Ein Ereignis kommt selten allein, es ist fast immer ein multiples Verkennen der eigenen Situation.
Arbeitsplatzverlust führt zu finanziellen Engpässen. Schulden führen zu Kündigungen. Psychische Belastungen erschweren neue Bewerbungen, da eine Bewerbung ohne Hauptwohnsitz nichts bringt, weil ein möglicher Arbeitgeber unbedingt eine Hauptwohnsitzadresse zur Anmeldung braucht. Scham und Isolation verstärken die Abwärtsspirale zusätzlich. Und irgendwann steht man ohne Wohnung da. Ohne Sicherheit, ohne Perspektive, ohne Schutz.

Unsere Obdachlosenhilfsaktion hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau an diesem Punkt nicht wegzuschauen und nicht die „Straßenseite“ zu wechseln.

Was Obdachlosigkeit jenseits von Zahlen wirklich bedeutet!

Obdachlosigkeit bedeutet nicht nur, keinen festen Wohnsitz zu haben.

Sie bedeutet:

  • Nächte im Freien oder in provisorischen Unterkünften
  • Schlaf in eisiger Kälte, tödlicher Hitze oder Nässe
  • permanente Unsicherheit
  • fehlende Hygiene
  • keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung
  • totale soziale Isolation
  • Verlust von Selbstwertgefühl

Was viele unterschätzen: Der psychische Druck ist enorm.

Wer jeden Tag darum kämpft, die grundlegendsten Bedürfnisse zu sichern, hat kaum Kraft, langfristige Perspektiven zu entwickeln. Ohne sicheren und festen Schlafplatz fehlt Erholung, ohne Dusche fehlt Würde, ohne saubere Kleidung fehlt jede Chance auf ein klein wenig Respekt und Wertschätzung. Der Kreislauf ist brutal und er lässt sich alleine kaum durchbrechen.

Hier setzt unsere Arbeit an.

Hilfe, die unmittelbar wirkt!

Unsere Unterstützung ist nicht abstrakt. Sie ist konkret. Greifbar. Sofort wirksam.

Wir versorgen Menschen mit:

  • haltbaren Lebensmitteln
  • frischen Produkten
  • heißen Tee
  • Alkoholfreien Getränken
  • Diversen Hygieneartikeln
  • warmer Kleidung
  • warmen Schuhen
  • Winter-Schlafsäcken
  • warmen Decken
  • Isomatten
  • Zelten, Gewebeplanen usw.

Doch wir verteilen nicht einfach nur Dinge, wir nehmen uns Zeit, wir hören zu und wir begegnen besonders diesen Menschen mit großer Wertschätzung und großem Respekt.

Viele unserer Gespräche sind genauso wichtig wie die materiellen Hilfen. Denn wer jahrelang direkte und persönliche Ausgrenzung erlebt, verliert das Gefühl, noch Teil der Gesellschaft zu sein. Ein respektvolles Gespräch kann Hoffnung zurückgeben, ein freundlicher Blick kann Vertrauen wiederherstellen. Ein ehrliches „Wie geht es dir?“ kann mehr bewirken, als man denkt. Wir merken und spüren es fast jeden Verteil-Donnerstag, wie wichtig für die Meisten die Gespräche bei uns in der Warteschlange, wirklich sind. Diese Gespräche sind oft wichtiger als die Lebensmittel selbst.

Deine Spende schafft Stabilität!

Effiziente und direkte Hilfe braucht große zuverlässige Ressourcen.

Jede Ausgabe von haltbaren Lebensmitteln, jedes Schlafsackes, aller Hygieneartikel muss organisiert, zwischengelagert, transportiert und schließlich auch an unsere Schützlinge verteilt werden. Hinter jeder Verteilung bzw. hinter jeder Spendenlieferung steht zum Teil eine hochkomplexe Planung mit großer Vorlaufszeit, einer hohen logistischen Planung und ein riesengroßes, ehrenamtliches Engagement aller ehrenamtlicher Helfer*innen in unserem Verein.

Deine regelmäßige finanzielle Unterstützung ermöglicht uns:

  • den Einkauf dringend benötigter Waren
  • das Auffüllen unserer leergeräumten Regale
  • mögliche schnelle Reaktion bei Kälte- oder Regenperioden
  • langfristige Planungssicherheit
  • Transport- und Treibstoffkosten für alle Spendenfahrten bzw. für den Verteil-Donnerstag
  • Lagerhaltung und Lagerversicherungen (Wasser, Feuer etc.)
  • Mitgliederversicherungen
  • strukturelle Stabilität

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten steigt die Zahl der Menschen in Not, während gleichzeitig jede Spendenbereitschaft an uns unter Druck gerät und oftmals ganz wegfällt. Steigende Preise treffen nicht nur Privathaushalte, sondern auch soziale Vereine, auch uns. Umso wichtiger ist kontinuierliche, regelmäßige Unterstützung.

100 % für die Menschen, unser klares Prinzip!

Vertrauen entsteht durch eine große Transparenz, die wir schon viele Jahre an den Tag legen. Wir wissen, dass Menschen und Unternehmen bewusst entscheiden, wem sie ihre Unterstützung anvertrauen. Deshalb legen wir größten Wert darauf, dass Spenden zielgerichtet und verantwortungsvoll eingesetzt werden.

Unsere Zusage ist verbindlich und genauso eindeutig:

Deine Spende kommt zu 100 % direkt bei den Menschen an!

Das bedeutet:

  • kein unnötiger Verwaltungsapparat
  • keine undurchsichtigen Strukturen
  • kein Versickern von Mitteln oder Spenden

Was Du uns anvertraust, wird zu 100% für die Betroffenen eingesetzt, Punkt. Dieses Prinzip ist für uns kein Marketing, es ist eine große Verantwortung für jene Menschen, die z.B. ohne unsere Hilfe teilweise ganz ohne Hilfe leben müssten.

Geldspenden ermöglichen uns maximale Flexibilität in akuten Situationen!

Finanzielle Unterstützung ist besonders wertvoll, weil sie uns erlaubt, flexibel zu reagieren, wir können jene Lebensmittel und Hygieneartikel einkaufen, die uns ausgehen oder kurz vorm ausgehen sind. Wenn bestimmte Lebensmittel fehlen, können wir mit Geldspenden gezielt einkaufen, denn es hilft uns das 2000. Kilo Nudeln, das gespendet wird, nicht viel, wenn viele andere Lebensmittel nicht oder nur ganz selten gespendet werden.

Wenn plötzlich ein besonders harter und kalter Winter- bzw. Frosteinbruch zum täglichen Überlebenskampf wird, können wir sofort zusätzliche Schlafsäcke und warme Kleidung organisieren bzw. zukaufen, und das ist oft das Wichtigste, um zu überleben. Auch wenn z.B. Hygieneprodukte knapp werden, können wir rasch nachkaufen. Geldspenden ermöglichen uns verlässliche Planung statt reiner Improvisation. Geldspenden schaffen Sicherheit für uns und für all jene Menschen, die wir seit Jahren immer wieder Tag für Tag und Woche für Woche unterstützen.

Zudem können Geldspenden steuerlich geltend gemacht werden. Das bedeutet, Du hilfst nicht nur effektiv, sondern auch transparent und absolut nachvollziehbar.

Sach- und Lebensmittelspenden - Hilfe, die zu 100% direkt ankommt!

Lebensmittel- und Sachspenden sind eine unmittelbare Form der Unterstützung.

Besonders benötigt werden:

  • haltbare Lebensmittel
  • haltbare Konserven
  • Reis, Nudeln
  • Zucker
  • Kaffee in allen Variationen
  • Diverse Hygieneartikel
  • Zahnbürsten & Zahnpasta
  • Shampoo & Duschgel
  • Feste und flüssige Seife
  • Damenhygieneprodukte
  • NEUE Socken
  • NEUE Unterwäsche
  • warme Schlafsäcke
  • Rucksäcke

Viele Menschen unterschätzen, wie sehr selbst scheinbar kleine Dinge den Alltag unserer Schützlinge erleichtern. Ein Paar trockene Socken können gesundheitliche Probleme verhindern, ein Hygieneartikel kann z.T. verlorenes Selbstwertgefühl zurückgeben, haltbare Lebensmittel können Hunger überbrücken.

Geschäfte und Unternehmen als starke Partner!

Unternehmen tragen gesellschaftliche Verantwortung. Nicht nur gegenüber Kundinnen und Mitarbeiter:innen, sondern auch gegenüber der gesamten Gemeinschaft.

Eine Kooperation mit der Obdachlosenhilfsaktion kann vielfältig aussehen:

  • regelmäßige finanzielle Unterstützung
  • Sponsorings
  • Projektpartnerschaften
  • Mitarbeiterspendenaktionen
  • Sachspenden aus Überschussbeständen
  • logistische oder tatkräftige Hilfe
  • Transportleistungen
  • gemeinsame Aktionen

Soziale Verantwortung stärkt Unternehmenskultur. Sie schafft Identifikation und sie zeigt Haltung. In einer Zeit, in der Werteorientierung zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist glaubwürdiges Engagement ein starkes Zeichen nach außen.

Warum wir nicht wegsehen!

Wegschauen ist einfach, handeln erfordert Entscheidung.

Wir haben uns entschieden, respektvoll Verantwortung zu übernehmen. Nicht, weil es bequem ist und nicht, weil es einfach ist, sondern weil es dringend notwendig ist. Doch wir können diese Aufgabe und Verantwortung nicht alleine tragen. Jede Unterstützung, ob privat oder unternehmerisch ist ein Teil eines größeren Ganzen, und nur dann kann regelmäßige Hilfe auch wirklich greifen und den obdachlosen und armen Menschen dienlich sein.

Jeder Mensch verdient Würde!

Am Ende geht es um viel mehr als bloße Versorgung, es geht um Würde, um Menschlichkeit und um Solidarität. Niemand sollte sich dafür schämen müssen, in Not geraten zu sein. Niemand sollte das Gefühl haben, vergessen worden zu sein, niemand sollte sich für Armut und Obdachlosigkeit schämen müssen. Niemand sollte frieren, hungern oder isoliert bleiben müssen.

Deine Spende ist ein klares Signal:

Wir sehen dich. Du bist Teil unserer Gesellschaft und du bist es „wert“, dass dir geholfen wird.

Jetzt handeln und konkret helfen!

Vielleicht überlegst Du noch, vielleicht fragst du dich auch, ob deine Unterstützung wirklich einen Unterschied macht? Die Antwort lautet – Ja, sie macht einen großen Unterschied aus.

Nicht theoretisch und nicht symbolisch, sondern ganz konkret.

Ein Mensch schläft wärmer, ein Mensch isst eine Mahlzeit und ein Mensch fühlt sich gesehen. So beginnt Veränderung.

Wir laden dich ein, Teil dieser Veränderung zu werden. Als Privatperson, als Familie, als Unternehmen oder als Gemeinschaft.

Gemeinsam können wir zeigen, dass Solidarität stärker ist als Gleichgültigkeit. Gemeinsam können wir Stabilität schaffen, wo Unsicherheit herrscht. Gemeinsam können wir Menschlichkeit leben und zum Erlebnis machen.

Und genau dafür danken wir EUCH, von ganzem Herzen. Danke dass Ihr uns schon viele Jahre so großartig unterstützt, dass wir vielen tausend Menschen jedes Jahr direkt helfen konnten und weiterhin können.

Der Verteil-Donnerstag diese Woche ist für mich der Erste nach meiner 14-tägigen Auszeit, wegen Krankheit. Es fühlt sich noch nicht ganz gut an, aber wesentlich besser. Nicht nur diese Magen/Darmgrippe hatte mich flachgelegt.

Von Montag bis Donnerstag war ich jetzt nur damit beschäftigt, das allerwichtigste das in den letzten Wochen liegen blieb, aufzuarbeiten. Das hat mich Montag und Dienstag fast aus den Schuhen gekippt, mein Kreislauf war immer wieder nahe am Aufgeben, Schwindel, Brechreiz, Unwohlsein, aber da muss ich durch, es wird alles gut, bis zum „heiraten“ im nächsten Leben.

Am Dienstag kam Peter aus Tirol, um mit mir und Marco ein Gespräch zu führen. Peter sah den ORF Beitrag im TV und reagierte am gleichen Tag noch. Peter und seine beiden Freunde bieten Marco an, beide aus Hopfgarten (Tirol), eine Wohnung, eine Arbeit und eine stabile Betreuung über einige Jahre an, Marco müsste nur noch „ja“ sagen und sich an alle Abmachungen halten. Ich versuchte auch Marco zu erklären, dass er so eine Chance nie wieder bekommen würde, aber seine Träume, seine Ziele, seine Zukunft kann nur er selbst formulieren, und dabei tut sich Marco zurzeit sehr schwer, weil man auch ihm alle Hoffnung genommen hat, und jetzt auf einmal so eine Chance. Marco muss zuerst an diese Chance glauben und ihr vertrauen, dann erst kann diese Chance auch leben, für Marco.

Der Donnerstagvormittag war gezeichnet von viel Arbeit, von Dingen die liegen blieben, in den letzten Wochen, und jetzt langsam aufgearbeitet werden müssen. Das ganze Team heute hilft mir dabei, einfach grandios. Ich konnte die letzten 14 Tage auch wirklich gesund werden, weil mir mein Team diese Möglichkeit gab, dafür sage ich herzlichst DANKE!

Nach allen normalen Vorbereitungen am Donnerstag, saßen wir zum Mittagstisch zusammen, unsere Anni kochte gefüllte Paprika, total lecker. Danke liebe Anni! Nach dem Mittagstisch haben Tommy, Günther und ich den Bus eingeladen und fertig gemacht, für Linz.

Um 14 Uhr Abfahrt nach Linz und dann gleich alles im Linzer „Büro“ in die Regale einräumen. Der Wettergott belässt es heute trocken, das heißt wir müssen heute nicht mit Regen oder Schnee rechnen, schon mal ein großer Stein der da von der Brust fällt. Keine Plane aufhängen, alles nur aufbauen.

Manuel hat heute einen Freund mitgenommen, der sich unseren Verteil-Donnerstag aus der Nähe anschauen möchte. Wäre toll wenn er sich dahingehend entscheiden würde, dass er uns künftig helfen möchte. Wir sind über jede helfende Hand sehr, sehr dankbar.

Um Punkt 16 Uhr, der Laptop ist hochgefahren und die virtuelle Datenbank ist geladen, in die wir alle Eingaben machen. Wir wissen über jeden Einzelnen, wann er was bekommen hat, und deshalb kann uns niemand belügen oder uns etwas vormachen, was er bekam und was nicht.

Max ist heute ausnahmsweise im Büro und schaut dass es dort etwas schneller geht und nicht jede/r 10 Minuten braucht, und dass sich nicht jede/r 3 große Einkaufstaschen anfüllt, denn auch das lassen wir nicht mehr zu, alle bekommen Lebensmittel und Hygieneartikel für 1 Woche, das muss reichen. Dass jemand Freunde oder Familie mit versorgen möchte, ist ja toll, aber, wenn jemand unsere Hilfe braucht muss er/sie selbst kommen, sich registrieren und sich erklären, alles andere akzeptieren wir nicht mehr.

In der Warteschlange ist heute eine große Unruhe zu spüren, manche wollen sich vordrängen, andere wollen nicht neben dem oder dem stehen, manchmal denke ich mir: „Was für ein Kindergarten“. Alle bekommen was, es ist genug für alle da, niemand geht ohne Lebensmittel heim. Andere sagen dann wieder zu uns: „Na, gib mir nicht so viel, die Anderen brauchen auch noch etwas“. Tja, so sind sie, unsere Schützlinge.

S.*, die junge Frau, deren Erwachsenenvertreter ihr nur € 20,- pro Woche für Lebensmittel gibt, steht vor mir und bittet um eine ganze Garnitur Kleidung. Sie hat sich angemacht, und die Schuhe sind kaputt gegangen und die Winterjacke hat ihr jemand einfach weggenommen. In ihrer Hilflosigkeit steht sie vor uns wie ein Häufchen menschliches Elend, dem man einfach helfen muss, es geht gar nicht anders und ehrlich gesagt, gerade für solche Menschen habe ich 2016 diesen Verein gegründet. Keine Wohnung, kein Geld und niemand der wirklich zuständig ist, wenn man Probleme hat und sich selbst nicht helfen kann. Und gerade dieser „Erwachsenenvertreter“ scheint ein besonderes Früchtchen zu sein, da er S.* nicht einmal eine Kopie des Pensionsbescheids gibt, damit wir sie ordentlich anlegen können. Gerade in solchen Situation frage ich mich, ob die Gerichte überhaupt wissen, wem sie diese Erwachsenenvertretungen zuschanzen? Ärgerlich! Natürlich bekommt S.* eine Garnitur Kleidung, weil sie Hilfe braucht, ohne Frage.

Zwischendurch, es staut sich vor dem Eingang zum Büro, nehme ich mir Zeit um mit unserem Daniel zu reden. Ihm meine Sicht der Dinge zu erklären, warum alle nach 2 Verteil-Donnerstage einen Samstagvormittag einschieben müssen, aber Daniel versteht es einfach nicht, dass ich nun für 50 Mitglieder insgesamt, Strukturen schaffen muss und dass alle die gleichen Rechte und auch die gleichen Pflichten haben. Ich bemühe mich sehr, ihm meine Gedanken zu erklären, aber irgendwie steigt er nicht ein auf das Thema. Ich sage ihm auch unverblümt, dass ich niemanden mehr überrede, im Verein zu bleiben, oder dass ich niemanden mehr von mir/uns überzeugen werde. Alle müssen selbst wissen, warum sie bei uns sind, nur, eines darf nicht sein, dass jemand wegen mir bei meinem Verein ist, das einzige Ansinnen kann nur sein, armen und obdachlosen Menschen zu helfen. Alles andere sehe ich sehr gespalten und goutiere es nicht.

Die Tage werden gottseidank immer länger, wir brauchen bald keine Lampen mehr, darauf freue ich mich sehr. Keine Akkus mehr zum Aufladen, eine Arbeit weniger am Samstagvormittag.

Auch heute wieder die Erinnerungen, dass alle gültige Einkommensnachweise bringen müssen, es ist oft mühsam, weil wir manche Leute 3…4-Mal daran erinnern müssen, und erst wenn wir ihnen die Rute ins Fenster stellen und ihnen sagen dass sie beim nächsten Mal nichts mehr bekommen, erst dann bringen sie einen gültigen Einkommensnachweis. Aber gleiche Rechte und gleiche Pflichten für alle, niemand wird willkürlich oder unfair behandelt. Aber eine „Dame“ haben wir jede Woche dabei, die vor einigen Monaten einen Rucksack stehlen wollte und wir sie dabei erwischten, sie ist schon richtig frech jede Woche, wo ich echt nachdenke, ihr eine Auszeit zu verpassen, weil Dankbarkeit und Demut für sie absolute Fremdwörter sind. Und wenn man in dieser Art mit uns umgeht, wie diese Frau das tut, dann ist das Fass bald voll, und das ist jetzt der Fall. Unverschämt, frech und fordernd, deshalb wird sie nächste Woche eine Nachdenkzeit bekommen, ob das der richtige Ton und die richtige Art ist, wie man mit uns umgeht.

Es wird langsam dunkel, das heißt im Umkehrschluss dass es schon ziemlich spät geworden ist, an diesem Verteil-Donnerstag, genau ist es 17.42 Uhr, die Warteschlange ist abgearbeitet, wir stehen als Team noch zusammen, bevor wir alles zusammenräumen. Um 18 Uhr beginnen wir alles zusammenzuräumen und siehe da, um 18.10 Uhr kommen noch zwei Nachzügler, schnell bekommen sie noch etwas aus dem Büro, alles andere ist schon im Bus.

Gottseidank ist es heute auch nicht so kalt, ich freue mich wieder auf die warme Zeit, auf den Sommer, wenn wir dann genug Zeit haben, uns von der anstrengenden Zeit im Winter zu erholen.

102 Personen waren auch heute wieder bei unserem Verteil-Donnerstag, 102 Menschen die Woche für Woche dringend Hilfe brauchen, unsere Hilfe! Unser Tommy fährt mit Alin nach Ansfelden und Anni fährt mit mir, ohne Stau geht es nach Ansfelden. In Ansfelden sind wir genug Leute, um alles schnell auszuladen und wieder einzulagern, auch Daniel kam heute mit nach Ansfelden, obwohl ich deutlich merkte, dass es heute ein Abschied für immer wurde, ich merkte dass auch er meinem Verein den Rücken kehren wird, weil ein ehrenamtlicher Einsatz am Samstagvormittag nicht in seine „Lebensplanung“ passt, schade, weil ich Daniel wirklich mochte und weil er mir wichtig war, aber ich kann ihn nicht halten, schade.

Nachdem alles eingelagert war reden wir noch ein wenig, über den Verteil-Donnerstag und unseren Verein, und ich merke wieder, welch tolles Team wir wahrlich haben. Wir alle folgten dann der Dunkelheit und brachen auf, nach Hause, wir waren alle geschafft, vor allem ich.

Danke für Eure Hilfe und Unterstützung, beim Verteil-Donnerstag.

Und euch, liebe Leser*innen und Wegbegleiter*innen, sage ich DANKE und VERGELT’S GOTT, dass Ihr uns immer wieder moralisch und spendentechnisch mit allem ausstattet, was wir für unsere Aktionen brauchen.

Ich saß nun die letzten 7 ½ Stunden bei diesem Posting und habe vieles herausgestrichen, umformuliert, neu geschrieben um euch alle rhetorisch abzuholen. Danke für eure Aufmerksamkeit, und, schön dass es euch gibt!

Gott segne euch!

S.* = Name geändert

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