Wir lassen euch nicht im Stich!
Wir lassen euch nicht im Stich!
Linz-Tour vom 25.4.2026:
Nachdem wir immer noch keinen neuen Verteilplatz haben und wir auch nicht wissen wie und ob es überhaupt mit unserem Verteil-Donnerstag weitergeht, haben wir gestern auch vorerst die letzte Linz-Tour geplant gehabt. Solange wir aber keinen neuen Verteilplatz haben, werden wir zumindest 1x im Monat eine Linz-Tour machen, damit unsere Schützlinge zumindest eine kleine Ration Hygieneartikel und haltbare Lebensmittel weiterhin bekommen. Dass wir nun eigentlich in die erste Sommerpause gehen, macht dem Vorhaben keinen Abbruch, aber so wie sich einige unserer Bedürftigen sich das vorstellen, dass wir 2-3 Mal im Monat eine Linz-Tour fahren könnten und einen „mobilen Verteil-Donnerstag“ machen könnten, ist für uns undenkbar, da ich aus der Wintersaison mehr als geschwächt hervorgehe und ich nun viel Zeit für mich brauche, um wieder halbwegs auf die Beine zu kommen.
Ich bin echt froh dass ich jetzt zumindest kleine und kurze Auszeiten haben werde, weil ich schlicht dieses Pensum nicht mehr bewältigen kann und jeden Tag Dinge gesagt und getan werden, die ich zurzeit mit einem „Wisch“ aus meinem Leben wischen muss, um daran nicht zugrunde zu gehen. Es werden Dinge erzählt und behauptet über mich, die an Bosheit und widerlichem Wichtigmachen nicht zu überbieten sind, von außen wie innen. Ich werde die Dinge für mich sortieren, einordnen und dann die Konsequenzen daraus ziehen. Ungeschönt und unwiderruflich!
Mein Tag gestern begann um 5.30 Uhr, da wir gestern Vormittag auch die vorerst letzte Spendenannahme hatten und wir neben der Spendenannahme die Boxen für die Linz-Tour auch noch befüllen mussten, wartete am Vormittag viel Arbeit im Lager und am Nachmittag brechen wir heute schon verfrüht um etwa 17 Uhr zur Linz-Tour auf die am Ende bis etwa 1.15 Uhr dauern wird.
Der Vormittag war gespickt mit ganz viel Zusammenräumen und logistische Lagerarbeit, zu Mittag haben wir dann den Bus beladen, manche Dinge wurden auf Bitten mit eingepackt und werden heute mitgenommen und ausgeteilt.
Ich fahre um 13 Uhr heim aus dem Lager, der Bus ist vollgepackt mit allem, was wir heute austeilen werden, ich aber muss zusehen dass ich noch eine kleine Mahlzeit in den Bauch bekomme und um 15.30 Uhr wieder im Lager bin, um die letzten Sachen fertig zu machen und einzuladen.
16.15 Uhr, der Tee ist fertig, die Stab-Lampen sind eingepackt, die gespendeten Zigaretten ebenso und da klingelt es am Lagertor und ich höre „Walter“ Rufe. Thomas Sageder, früherer LASK-Trainer und zuletzt neben Peter Stöger gekündigter Co-RAPID-Trainer, begleitet uns heute auf der Linz-Tour und ist gerade angekommen. Ich kenne Thomas schon sehr lange, aus der Zeit wo er noch bei Blau-Weiss-Linz war, ist lange her, aber der Mensch Thomas ist schon ein sehr besonderer. Er hat uns oft gespendet, geholfen und auch nach außen hin unterstützt, einfach ein toller Mensch. Für ihn habe ich noch einmal eine Linz-Tour angehängt, da wir sonst schon vor 14 Tagen die letzte gehabt hätten.
Thomas findet mich im Hygieneartikellager und ich freue mich riesig, ihn so entspannt zu sehen, das war nicht immer so, er bekam, wie es im Fußball oft ist, das ganze Fett ab obwohl er oftmals nichts dafür konnte. Aber die Fußballwelt braucht immer einen „schuldigen“ Trainer, den man dann z.B. bei Arbeitsverweigerung der Mannschaft kurzerhand auch rauswerfen kann. Thomas wird Max und mir einiges aus dem Profi-Fußball erzählen und Thomas wird heute einiges aus der Parallelwelt der Obdachlosigkeit sehen und hören, was ihm nicht so gefallen wird, aber er weiß worauf er sich einlässt.
17 Uhr, wir brechen auf, zuerst nach Haid zu Gerald, den ich gottseidank in Haid wieder gefunden habe und der im Schneidersitz in der Wiese sitzt, als wir ankamen. Bevor wir die Böschung runtergehen die obligatorische Frage: „Gerald, dürfen wir bitte runterkommen zu dir?“. Der Respekt verlangt mir ab, Gerald um Erlaubnis zu fragen und nicht einfach in seine „Privat-Sphäre“ einzudringen. Wir haben für Gerald 2 Päckchen Zigaretten dabei, worüber er sich sehr freut und aber auch gleich sagt: „Na das zweite Päckchen nehmt ihr wieder mit, weil die Anderen auch ein paar Zigaretten wollen“. Genau das ist der Geist Geralds, der immer zuerst an die Anderen denkt, als an sich. Als Thomas ihm die Zigaretten übergibt kommt ein so nettes Lächeln von Gerald, das ich vorher noch nie so gesehen habe und es freut mich sehr. Leider erzählt er mir auch dass der Bürgermeister von Haid ihn da weghaben möchte und scheinbar ein Ultimatum gestellt hat, wo Gerald weg sein muss. Genau das Gleiche Bild wie in Linz, man treibt wieder Obdachlose wie ein Stück Vieh vor sich her, hier ein Aufenthaltsverbot, da ein Platzverbot, hier eine € 250,- Strafe und da drangsaliert man unsere Schützlinge auch noch. Alle erteilen Verbote aber niemand sagt wo sie bleiben dürfen. Es ist einfach echt widerlich was die Politik mit Obdachlosen in Linz und Umgebung veranstaltet, widerlich bis zum Anschlag. Gerald Weiß heute noch nicht, wohin er weiterziehen soll, in seiner psychischen Erkrankung kann er das auch gar nicht planen, er muss einen Platz finden wo er sich vor Ort halbwegs wohl fühlt und dort lässt er sich dann auch nieder.
Nach dem großartigen lächeln von Gerald gehe ich mit Freude über dieses Lächeln zurück zum Bus und wir fahren weiter, nach Linz in den Volksgarten und Schillerpark, wo sich viele der Obdachlosen heute aufgrund des schönen Wetters, aufhalten werden. Schon auf der Fahrt nach Linz merken wir heute stark erhöhten Verkehr Richtung Linz und schieben das auf das schöne Wetter.
Im Volksgarten angekommen sehen wir Gaby, wie sie sich ihre Habseligkeiten ordnet und etwas zu essen sucht. Wir grüßen sie von Weitem und sie quittiert unsere Ankunft ebenfalls mit einem erfreuten Lächeln. Gaby kommt zum Bus und holt sich Lebensmittel und neue Unterwäsche sowie neue Socken, eine gewünschte Jogginghose habe ich grade nicht dabei, die bringe ich Montag oder Dienstag vorbei.
Von Gaby gehen wir gleich weiter den Volksgarten ab, nach etwa 50 Meter treffen wir die nächsten Obdachlosen bei der Bank und lassen es sie wissen, dass wir um 18.30 Uhr bei der alten Post am Bahnhof sind und dort Lebensmittel austeilen. Alle wollen rüberkommen und wir gehen unsere Runde im Volksgarten und Schillerpark noch fertig, bevor wir dann zum Bahnhof fahren. Im Volksgarten tummeln sich viele Menschengruppen verschiedenster Herkunft, die Lautstärke und der Lärmpegel sind entsprechend hoch.
Nach einer gefühlten Viertelstunde sind wir zurück beim Bus und brechen auf, zum Bahnhof wo wir bei der alten Post parken und wo schon einige unserer Schützlinge auf uns warten. Thomas möchte heute all unsere Schützlinge auf eine warme Leberkäsesemmel einladen, also müssen die Wartenden noch ein wenig länger warten, bis wir mit den Leberkäse-Semmeln zurück sind.
Am Weg zum Bahnhof gehen wir durch den Bahnhofsvorpark und wir sehen hier heute eine wirklich große Menge, Obdachloser. Alle grüßen uns und rufen uns ein nettes "Hallo" zu, wir gehen weiter Richtung Leberkas-Pepi in der unteren Bahnhofshalle. Dort aber ist man nicht vorbereitet auf 30 warme Leberkäse-Semmeln, also zuerst TK-Semmeln aufbacken und warten. Nach etwa 15 Minuten hat Thomas fast € 120,- dafür bezahlt und wir schlendern wieder zurück, zum Bus.
Als Erstes werden an die etwa 35 Besucher die noch warmen Leberkäse-Semmeln ausgeteilt und wir freuen uns, mit welcher Freude diese Leberkäse-Semmeln angenommen werden. Im gleichen Atemzug gebe ich von hinten noch erst heute zubereitete Wurstsemmeln und Actimel, das wir gespendet bekamen, aus. Thomas fragt ob er noch Leberkäse-Semmeln holen soll, was ich verneine, da wir auch noch die Wurstsemmeln haben. Zusätzlich teilt Thomas auch 3 Zigaretten an alle Besucher aus, er macht das mit einer sehr großen Freude und ist beeindruckt, was hier gerade alles passiert.
An Frau M., für die ich heute Mittag erst im Lager noch von Klaus G. (Baron del Sel), als er uns wieder tolle Spenden brachte, € 200,- als Geldspende bekam, übergebe ich direkt und es kommt große Freude auf, bei Frau M., die keinen Cent Pension bekommt. „Herr Walter, Sie sind wie ein Vater für mich, darf ich das so sagen ohne Sie zu beleidigen?“. Sie dürfen!
Thomas unterhält sich mit einigen Obdachlosen, so auch mit D., der 27 Jahre jung ist und gerade aus einer 8-jährigen Haft wegen Körperverletzung heraus kam. Er kommt mit dem Leben zurzeit überhaupt nicht zurecht: „Im Gefängnis haben sie alles für dich gemacht, da musste man nicht nachdenken, aber jetzt macht das niemand mehr, jetzt muss ich das selbst machen und kriege es nicht auf die Reihe. Und ich möchte weg von den sch… Drogen, die machen mich kaputt, aber ich schaffe es nicht alleine und bin auch nicht krankenversichert, bekomme kein Geld und so wohl auch keine Zukunft.“ Ich sag‘ D. deutlich, dass es wohl an ihm selbst liegen wird, in welche Richtung sein Leben gehen wird, er hat es selbst in der Hand, ist aber ohnmächtig und weiß nicht wo er beginnen soll, sein kaputtes Leben aufzuräumen. Seine Tränen zeigen uns auch seine Offenheit und Ehrlichkeit, Thomas hört sich die Lebensgeschichte von D. an und sieht, wie schnell es gehen kann, dass man sein Leben vergeigt und in eine nie gewollte Richtung abdriftet. Etwa 35…40 Personen haben wir bis 20.15 Uhr jetzt versorgt, unsere nächste Station ist Urfahr, bei P. im DüK.
Auf nach Urfahr zur Pfarre wo P.‘s DüK steht, ich klopfe und Peter öffnet mit hochrotem Kopf und seinem Handy am Ohr seine DüK-Tür und schimpft lautstark wie ein Rohrspatz, weil jemand € 100,- von ihm zurückverlangt, die P. sich nie ausgeliehen hat. Nach dem Ende des Telefonats geht P. in Unterhose mit zum Bus, Anrainer schauen uns komisch an aber ja, P. ist halt so. Beim Bus richten wir ihm eine Einkaufstasche voller Lebensmittel, P. geht zurück zum DüK und wir fahren weiter zum Pleschingersee, zum 2. P..
Der 2. P. hat mir angeschafft, Akku-Packs bei Pearl zu besorgen, mit Solarpanel, damit er die Akku-Packs wieder aufladen kann. Ganz ehrlich, P. erzählt schon viele Monate von diesen Akku-Packs, die er unbedingt haben will, aber ich habe keine Ahnung wie ich 18 Stück schwere Akku-Packs à etwa 30kg zu ihm bringen sollte, da er total abgelegen lebt, wo ich nicht zufahren kann. Wir laden unseren Bollerwagen mit 3 Sackerl Lebensmittel voll und gehen Richtung Donau. Der Schein unserer Taschenlampe zeigt uns den Weg durch einen kleinen Wald, wo im Frühling und Sommer gerne Wildschweine lauern und gefährlich werden könnten, für uns. Ich achte auf jedes Geräusch und bin sehr angespannt. Auf dem Weg zu P. sehen wir eine Taschenlampe etwa 100 Meter vor P.‘s Verbau und er redet mit jemanden. Ich habe P. noch nie außerhalb seines Verbaus angetroffen, was mich aber heute sehr freut. Und schon legt P. los und erzählt hochintelligente Dinge und absolut nicht nachvollziehbare Floskeln in einem. Ich kann nur schwer folgen, weil: „Wenn der E28 kommt seid ihr alle dran“, meint P.. Wer immer E28 sein mag, lt. P. werden wir ständig vom Himmel aus beobachtet und bei größeren Fehlern eliminiert. Puh, ja! P. erzählt mir von all seinem Geld und seinen Vorhaben, unser Thomas gibt P. die 3 Sackerl mit den Lebensmitteln, wir hören P. noch ein wenig zu und verabschieden uns dann wieder. „Ich brauche noch dringend 12Stk. 5l Pump-Thermoskannen, damit ich Trinkwasser bunkern kann“, ich antworte ihm dass ich mich erkundigen werde und gehe Max und Thomas nach, zum Bus.
Mittlerweile ist es 21.50 Uhr geworden und ich habe Lust auf einen Kaffee, auf unserer üblichen Pause-Tankstelle bei der Abfahrt Hafenstraße. Dort angekommen bestellen wir uns neben einem Cappuccino auch ein Käsestangerl. Wenig los heute, aber die nette Dame hinterm Tresen unterhält sich mit uns und erzählt uns auch von einem Obdachlosen ganz in der Nähe, den wir scheinbar noch nicht kennen. Ich werde herumfragen, wer das ist. Thomas ist mittlerweile nachdenklich geworden und ist sehr nach innen gekehrt. Ich frage nach ob alles O.K. ist und wie es bei ihm nun als Fußballtrainer weitergeht. Thomas möchte wieder als Trainer arbeiten, wird ihm aber aktuell von RAPID verwehrt, weil er sich aus dem noch 1 Jahr gültigen Vertrag mit RAPID nicht rauskaufen kann, die Wiener wollen Thomas nicht freigeben. Nach etwa 30 Minuten geht’s weiter unter die Autobahnbrücke, zu S. und F..
Gleich in der Nähe der Tankstelle ist diese Brücke und wir gehen die Böschung hinauf, F. scheint nicht da zu sein sonst hätte Emma, ihr Hund schon lange angeschlagen. Wir gehen ein paar Schritte weiter zu S., die auf einem Gästebett am Gehsteig liegt und uns mit einem „gottseidank seid ihr da“ begrüßt. S. hat einen hochroten Kopf, anscheinend einen Sonnenbrand in wirklich ausgeprägter Form. S. erzählt mir dass ich einen kleinen Affen beerdigen muss für sie, sie könne das nicht weil sie: „eine Kaiserschnittgeburt sei“. Ich verstehe gerade gar nichts und merke dass S., die noch vor kurzem 2 gebrochene Füße hatte und wo ein Fuß total falsch zusammengewachsen ist und S. deshalb fast nicht gehen kann, einen tiefen Schub in ihrer psychischen Erkrankung hat und Dinge erzählt, dich ich nicht verstehen und nicht nachvollziehen kann, ich nehme S. wie sie ist, auf Augenhöhe und mit der ganzen gebotenen Wertschätzung.
Als wir bei S. stehen, hören wir von Weitem schon F. und Emma, wir gehen Richtung Bus, S. mit ihrem wehen Fuß kommt langsam nach. Beim Bus erzähle ich S. dass ein Spender aus Tirol, Florian S. für sie € 200,- spendete und ich ihr dieses Geld heute gebe, ich brauche nur eine Bestätigung, die mir S. dann unterschreibt. Sie freut sich riesig über die € 200,-, da sie eine Salbe für den kaputten Fuß braucht und etwas gegen Schmerzen. S. kann leider auch nicht zum Arzt gehen, ihr Erwachsenenvertreter kümmert sich gar nicht um S., sie bekommt in der Woche € 20,- für Lebensmittel in der Woche, absolut lächerlich so ein „Erwachsenenvertreter“ der seiner Verantwortung in keinster Form nachkommt. S. freut sich und erzählt mir weiter von einem toten Affen, den ich: „in die Donau werfen soll und ihm 1 Kg Bananen mitgeben soll, dass er auf dem Weg in sein Grab nicht verhungert.“ Tja, S. ist heute schwer angeschlagen und beginnt zu weinen, weil es ihr so weh tut, dass sie als „Kaiserschnittgeburt“ niemanden beerdigen darf, und schon gar nicht den geliebten Affen. Ich tröste S. und rede ihr gut zu, worauf sie zurück zu ihrem Schlafplatz geht. F. ist ebenfalls beim Bus und erzählt mir von M., der sie immer noch drangsaliert und belästigt, der aber auch heute wieder nicht da ist, damit ich mit ihm Tacheles reden kann. F. hat große Angst, weil vor ein paar Tagen unweit von hier, nachts jemand laut um Hilfe schrie, und daraufhin einen Mann mit großen Blutungen am Kopf vorgefunden hat. F. kann keine Rettung oder Polizei rufen, sie hat kein Handy, aber das werde ich ändern, es kann nicht sein, dass man in Ausnahmefällen keine Hilfe rufen kann. Wir finden einen Weg.
Nachdem auch F. 5 Becher Tee getrunken hat und 2 Einkaufssackerl vollgepackt hat, fahren wir unsere Tour weiter.
Es ist mittlerweile 23.20 Uhr geworden, auf zum Brucknerhaus, wo heute eine große Veranstaltung ist und entsprechend viele Leute stehen. Eine Runde rundherum zeigt uns einen versteckten Schlafsack, er zeigt uns das hier wieder jemand schläft aber zurzeit nicht da ist. Vom Brucknerhaus zur Nibelungenbrücke, wo in einem Verschlag immer wieder Obdachlose schlafen. Heute aber sind Bauzäune aufgebaut, wegen dem anstehenden Urfahrmarkt. Also ohne nachzuschauen geht es weiter, ich merke wie die Müdigkeit mir zu schaffen macht. Thomas stellt immer wieder hochkomplexe Fragen, die ich gerne beantworte und die ihn sehr verwundern. Synergien für Obdachlose gibt es so gut wie keine in Linz, zumindest nicht mit unserem Verein, wir dürfen nur die Arbeit für andere erledigen, weil alle anderen Vereine und Einrichtungen pünktlich das Handy ausschalten und nicht mehr erreichbar sind. Thomas hat kein Verständnis dafür, ich auch nicht. Die Arbeit dürfen wir machen aber bezahlt werden andere dafür. Welch ein Fauxpas!
Die heutige Linz-Tour geht langsam in die Endphase, wir haben „heute“ noch 2 Stationen, 3 DüK’s, zuerst Tony in der Neuen Heimat, der sich sehr freut uns zu sehen, und der uns voller Stolz seine Schimmelbearbeitung zeigt er aber im gleichen Atemzug erklärt, dass er damit noch nicht zufrieden ist. Ich werde Schimmelmittel kaufen und Tony geben, es kann nicht sein dass Tony hier gesundheitliche Probleme aufgrund des Schimmels bekommt. Tony bedankt sich auch für die Gas-Kartuschen, die er für seinen Gas-Kocher braucht, um sich Wasser warm machen zu können.
Es ist schon nach Mitternacht und für uns geht es heute ins Finale dieser Tour, zu O. und H., in die letzten DüK’s für heute. Wir haben auch wirklich allen gesagt dass wir sie nicht im Stich lassen und bis wir einen neuen Verteilplatz haben, zumindest 1x im Monat eine Tour fahren wo wir genug Lebensmittel für alle mit dabei haben werden. Großes Aufatmen geht durch die Menschen.
Bei der letzten Station angekommen, stapfen wir zuerst zu den DüK’s und machen uns bemerkbar, H. lacht und sagt dass er schon sehnsüchtig auf uns wartete, im gleichen Augenblick schaut O. aus dem kleinen Fenster im DüK. „Ich komme schon“ klingt es von O., ich muss mich nur noch anziehen. Danach gehen wir zum Bus und packen alles was sie brauchen, in ein paar Einkaufstaschen. H. bedankt sich mehrmals, auch O. ist sehr, sehr dankbar, dass wir wieder mit Lebensmitteln hier sind. Smalltalk noch beim Bus und es ist 00.40 Uhr, Aufbruch ins Lager nach Ansfelden, die Müdigkeit ist mittlerweile richtig unangenehm weil ich in Minutenabständen gähnen muss, es wird Zeit, für heute Schluss zu machen.
Wir brechen auf ins Lager Ansfelden, räumen dort den ganzen Bus aus und lagern alles wieder ins Lager ein, waschen den Teebehälter und alles, was wir benutzt haben. Um 1.10 Uhr sind wir mit allem fertig, Thomas hat noch 1 Stunde Autofahrt vor sich, Max und ich etwa 5 Minuten.
Es war eine lehrreiche, eine gute Tour, aber es war auch die letzte für die Wintersaison 2025/2026. Jetzt wird erstmal unser Lager auf Ordnung getrimmt, und dann ab in die kurzen Sommerpausen.
Alle Termine entnehmt ihr bitte unserer Homepage, Spendenannahmen und Linz-Touren.
Ich sitze heute Sonntag seit 8.30 Uhr hier und schreibe an diesem Posting, nachdem ich erst um 6 Uhr früh schlafen ging. Bin kaputt und streichfähig, deshalb wünsche ich euch jetzt noch einen erholsamen Sonntag und alles liebe.
Gott segne euch!
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