Ein verkrüppelter Fuß und € 20,- Taschengeld!
Ein verkrüppelter Fuß und € 20,- Taschengeld!
Linz-Tour vom 11.4.2026:
Diese Linz-Tour heute, sollte eigentlich die letzte für die Wintersaison 2025/2026 sein, doch es hat mich gestern noch ein langjähriger Freund gefragt, ob er auch einmal mitfahren darf, und somit mache ich dann am 25.4.2026 die absolut letzte Linz-Tour für diese Wintersaison.
Wir trafen uns gestern Samstag, den 11.4.2026, nachdem ich seit 6.45 Uhr morgens im Lager im Lager war, weil wir Spendenannahme hatten, für die Linz-Tour um 17 Uhr in unserem Lager in Ansfelden. Max, Claudia, Hr. Aigner und Florian, der Kameramann, der heute einiges filmen wird. Und bevor sich wieder jemand aufregt: „Habt Ihr denn die Erlaubnis zu filmen, dürft Ihr die Menschen einfach filmen?“. JA, die Erlaubnis haben wir sogar schriftlich, wir fotografieren und filmen ja auch bei den Verteil-Donnerstagen und auf jeder Anmeldung, die unterschrieben werden muss, stimmen alle auch einer medialen Aufbereitung der Fotos und Filme zu. Wir müssen ja auch unseren Spendern zeigen, was wir mit den Spenden machen und wer diese bekommt, und deshalb veröffentlichen wir Fotos und Filme davon.
Der Vormittag im Lager war zäh und von ganz viel Arbeit durchsetzt, um 12.30 kam Niki mit den angekündigten Firmlingen, die in 4 verschiedenen Geschäften Spenden für uns sammelten und jetzt vorbeibringen. Es wurden ganz viele Bananenschachteln voll mit allem Wichtigen, was wir so brauchen. Danke an all die Firmlinge für diese großartige Aktion.
Danach ging es für mich nach Hause, kurz etwas essen und dann umziehen und ab, wieder ins Lager nach Ansfelden, um alles für die heutige Linz-Tour vorzubereiten. Die vollen Boxen habe ich zu Mittag schon eingeladen, das Meiste ist schon in den Bus geladen, es fehlt noch der heiße Tee, Taschenlampen die ich noch aufladen muss und ein paar wichtige Kleinigkeiten. Ich rechne heute mit mehreren Schützlingen, da es auch das B37 und die Evangelische Diakonie (Off’nstüberl) wissen, wann wir wo stehen und Lebensmittel ausgeben.
17 Uhr, Lager Ansfelden, alle sind da, ich gehe mit Hr. Aigner und Florian durch unser Lager und erzähle etwas über unseren Verein, was wir machen, warum und wo wir es machen. Hr. Aigner ist der Erste und bisher der Einzige der sich bisher für unseren Verein und unsere Arbeit interessiert und uns helfen möchte. Er wird diese Problematik ins O.Ö. Landhaus tragen und dort seine wegschauenden Kollegen darüber informieren, dass es nicht nur 20-30 Obdachlose in Linz gibt, wie immer erzählt wird und welche Probleme unsere Schützlinge haben, im täglichen Kampf beim Leben auf der Straße. Dafür danke ich Hr. Aigner, dass er sich überhaupt dafür interessiert und uns nicht im Regen stehen lässt, so wie alle Parteien im Linzer Gemeinderat, die sich allesamt durch wegschauen und dumme Kommentare auszeichnen.
17.35 Uhr, wir brechen auf, Max und Claudia fahren mit mir, Hr. Aigner und Florian mit der Kamera fahren hinter uns her. Ich wurde einige Male in den letzten Tagen angerufen dass in Haid bei der Autobushaltestelle ein Obdachloser schläft, wir vermuten G. dort, da er in Linz immerzu von Ordnungsdienst, Polizei und Passanten bzw. von Anrainern, vertrieben wurde. Wir fahren eine Runde rund um den Hauptplatz in Haid, finden aber niemanden, der auf einer Bank liegt oder schläft. Egal, wir müssen Richtung Linz aufbrechen, da ich vielen im Vorfeld sagte, dass wir um 18.30 Uhr bei der alten Post neben dem Finanzturm sind und dort Lebensmittel ausgeben. Und da haben wir vorher noch vor, bei Gaby vorbeizuschauen, im Volksgarten.
Bei Gaby angekommen sehen wir dass sie die Gewebeplane zum Trocknen aufhängte, dass alles sehr ordentlich herumsteht, aber Gaby ist nicht da. Wir kommen später wieder. Also, auf zur alten Post.
Nach ein paar Minuten sind wir da, es warten etwa 10-12 Bedürftige und wir geben zuerst heißen Tee aus. Florian filmt von ganz hinten und nimmt auch keine Gesichter auf, sondern nur die Menschen von hinten. Hr. Aigner, Joachim, unterhält sich mit den Obdachlosen über deren Probleme und Situationen. Claudia und ich stehen im Bus und geben von dort Lebensmittel und Hygieneartikel aus, Max verteilt draußen 2 Zigaretten an jede/n und unterhält sich mit allen. Es geht sehr diszipliniert und ruhig ab, alle halten sich an die „Verteil-Donnerstagsregeln“, eine/r nach dem anderen und es geht gut voran.
Bei den Gesprächen kommt heraus dass viele bedürftige Menschen jetzt, da der Verteil-Donnerstag nicht stattfindet, hungern müssen und nichts zu essen haben. Das, liebe Leute, trifft mich mitten im Herz und tut richtig weh, dass hunderte Menschen jetzt nichts mehr zu essen haben. Wir suchen mit Hochdruck einen neuen Verteilplatz bzw. ein Geschäftslokal, von wo wir Lebensmittel und alles Nötige ausgeben können, aber leider hat die Stadt Linz keine Ambitionen, uns dabei zu helfen oder uns zu unterstützen, sie erteilen lieber Platzverbote an die Obdachlosen und denken sich das Problem klein oder weg, wie widerlich! Joachim macht auch bei den Obdachlosen Werbung für die Aktion bei den Würstelständen beim Schillerpark (Bosner Eck), wo sie am kommenden Dienstag, dem 14.4.2026 um 12 Uhr, Obdachlose und arme Menschen zum Essen und Trinken einladen werden. Eine großartige Aktion, niemand sonst aus den Linzer und O.Ö. Politbüros kam auf so eine Idee, nur Joachim und sein Team. Aber grundlos über Joachim hetzen, das können viele seit ein paar Tagen, auch viele Unwahrheiten verbreiten und Joachim in der Öffentlichkeit zu diffamieren, unter aller Kanone was sich einige erlauben. Ich werfe alle aus meinen Gruppen, die glauben Hetze und Lügen verbreiten zu müssen, ich dulde das nicht.
Um etwa 19.50 Uhr haben wir bei der alten Post alle mit dem Nötigsten versorgt, wir gehen noch durch den Bahnhofsvorpark Richtung Ankunftshalle, wo wir die ÖBB-Security treffen. Wir diskutieren zusammen über die gesamte Problematik „Obdachlosigkeit“ rund um den Linzer Bahnhof. Und auch heute zeige ich die teils menschenverachtenden Vorgehensweisen mancher Securitys auf und fordere eine würdige Umgehens Weise, ein menschliches Miteinander. Ich lasse die Securitys wissen, dass ich ein Video gemacht habe, wo sich 2 Securitys strafbar machten indem sie eine obdachlose Frau aus der Bahnhofshalle, einer links unterm Arm der andere rechts, tragen wollten, diese die Beine anhob und beim Ausgang ließ man diese Frau auf die Knie fallen. Einfach nicht zu erklären diese Art der Umgangsweise, ich werde solche Dinge, egal von wem, niemals dulden, aber wenn ich dieses Video wirklich veröffentliche, ist das ein sicheres Beben, das durch die ÖBB gehen würde. Auch dass man manche Obdachlose mit einem Tritt mit dem Schuh ins Gesicht aufweckt und sie dann wegjagt, aus dem Bahnhofsareal. Innerhalb der ÖBB scheint sich niemand um diese Gewaltexzesse zu interessieren, scheinbar ist es denen in den oberen ÖBB-Büros egal, was die eigene Security aufführt, quasi eine Freikarte für jede Gewaltanwendung durch die Security erteilt - Wahnsinn!
Nach ein paar Minuten gehen wir weiter in die Bahnhofstiefgarage, wo wir weitere Obdachlose vermuten. In der Garage angekommen sehen wir von Weitem 2 junge Männer, wie sie reden. Wir gehen hin und fragen, ob sie etwas brauchen, Lebensmittel, Hygieneartikel. Sie antworten mit „ja“ und gehen Richtung Bus, wir kommen gleich nach rufen wir ihnen nach. Wir gehen noch durch die Garage und dann zurück zum Bus, die Beiden aus der Tiefgarage kommen nie beim Bus an, schade.
Zum Bus, es ist mittlerweile 20.16 Uhr, eigentlich wollten wir zuerst noch zum Brucknerhaus und Nibelungenbrücke fahren, aber wir wollen zuerst noch zu Peter fahren, der in Urfahr in einem DüK „wohnt“ und der nach 21 Uhr nicht mehr gestört werden möchte. Also auf nach Urfahr. Peter öffnet und sagt uns gleich dass er nichts braucht, er hat alles, da ihn der Pfarrer auch großartig unterstützt. Auch gut, also weiter, an die Donau, zum anderen Peter.
Peter gab mir vor einigen Wochen, beim letzten Besuch, € 500,- mit, um mehrere Batterien, einige Taschenlampen und 12 Packungen à 2 Paar 100% Alpaka-Socken zu kaufen, und das haben wir heute alles mit dabei. Unser Bollerwagen ist mit dem Gewicht leicht überfordert, aber gemeinsam schaffen wir das. Das Losungswort ist immer noch „Weihnachtsmann“ und Peter meldet sich auch gleich, als Max das Losungswort laut sagt: „Komme schon, klingt es aus dem Zelt“. Nach einigen Minuten hebt sich die Gewebeplane und ein Büschel grauer Haare schenkt uns seine Aufmerksamkeit.
Peter legt los und ist total aggressiv, wie ich ihn noch nie gesehen habe, er wird von jenem Mann, der ihn bei sich zuhause in Leonding angemeldet hat, damit Peter einen Hauptwohnsitz hat und die Pension ausbezahlt bekommt, erpresst. Dieser Mann möchte scheinbar viel Geld dafür, dass er ihn angemeldet hat, und das sieht Peter so gar nicht ein da er ihm ohnehin Geld für die Anmeldung gibt, aber eben scheinbar zu wenig. „Ich hole die Russen, die metzgern ihn dann ab, sie schauen mir eh schon tagelang zu von da droben (zeigt mit den Fingern in den Himmel)“. Peter ist total aufgewühlt und fühlt sich diesen Forderungen hilflos ausgeliefert, immer wieder wiederholt Peter diese Drohung, dass er diesem Herrn ein paar Typen heimschicken will.
Nach ein paar Minuten beruhigt sich Peter einigermaßen, wir reichen ihm einen heißen Tee, den er dankend ablehnt, weil wenn er jetzt nach wochenlanger Kaltgetränkekur etwas Warmes trinkt, Zitat: „glaubt der Körper dass es warm ist und fährt sein System weiter herunter und dann friert mich“. Peters Logik! Wir geben ihm all die Batteriepackungen, die Socken und die Taschenlampen, er schüttet alles einfach unter die Gewebsplane und widmet sich wieder uns. Er droht mir jetzt auch, Zitat: „Ich brauche ein Solarpaneel mit einem 6000 Watt Akkupack, damit er einen Laptop und eine Lampe im Zelt betreiben kann. Er möchte gerne etwas lesen, er hätte gerne einige wissenschaftliche Bücher in Englisch, keine Ahnung wo ich so etwas bekomme, werde mich kundig machen. Nach einer gefühlten halben Stunde brechen wir wieder zum Bus auf, um die Linz-Tour weiterzufahren. Mittlerweile ist es 21.45 Uhr geworden und wir peilen als nächstes Ziel die Tankstelle in der Hafenstraße an, weil uns nach einem Kaffee ist, also auf nach Linz rüber wieder.
Dort angekommen feiern einige Blau-Weiß Linz Fans den Erfolg ihrer Mannschaft, wir aber wollen nur einen Kaffee trinken. Einige Bekannte grüßen uns auf der Tankstelle und zeigen uns den Daumen nach oben. Nach 10 Minuten brechen wir wieder auf, um die Ecke zu Franziska, unter die Autobahnbrücke.
Max geht als Erster die Böschung hinauf, zu Franziskas Zelt und ruft ihren Namen. Emma, der kleine Hund von Franziska bellt laut und gibt ihrer Freude größten Ausdruck. Franziska windet sich aus dem Zelt, da kommt Emma schon mit der Leine zu uns und freut sich sichtlich, über unseren Besuch. Leider habe ich heute auf Leckerlies vergessen, aber ich habe Emma versprochen, beim nächsten Mal bekommt sie die doppelte Portion. Franziska braucht noch, ich gehe kurz rüber, wo früher Gerald lag, dort sind jetzt 4 Betten aufgebaut, und wir treffen S., die 2 gebrochenen Beine hatte und das rechte Bein ist nun so schmerzhaft schief zusammengewachsen ohne Operation, dass man von Weitem die Schiefstellung des Fußes sieht, und wie schmerzhaft das sein muss. S. ist 23 Jahre jung, hat einen Erwachsenenvertreter, der ihr wöchentlich € 20,- Taschengeld ausbezahlt, mit dem muss S. über eine ganze Woche kommen, was einfach lächerlich ist. Joachim wird sich bei einem befreundeten Rechtsanwalt erkundigen, was man hier gegen den Erwachsenenvertreter machen kann, wenn der seine Fürsorgepflicht missachtet. Wir bleiben sicher an diesem Fall, wo einer jungen obdachlosen Frau die ganze Verachtung gezeigt wird, dran.
Zurück zu Franziska, sie ging mit Max und Claudia zum Bus, trinkt heißen Tee und unterhält sich mit Max, weil ihr Nachbar M., ihr immer wieder Angst macht und stundenlang vor ihrem Zelt sitzt und nicht weggeht, das macht Franziska Angst, doch auch die von ihr gerufenen Polizei unternimmt nichts, wie schwach. S. holt sich beim Bus ebenfalls eine Tasche voll Lebensmittel und ist mehr als überglücklich dafür, sie hat nach eigenen Aussagen einige Tage nichts gegessen und ist dementsprechend hungrig. Ihre Füße sieht man, da S. keine Socken trägt, und ich denke mir noch: „Mädel, du musst noch ein Leben lang mit diesen Beinen durchs Leben gehen, bitte pass gut auf dich auf“. Dieser verkrüppelte Fuß, der nicht und nicht zusammenwachsen will, steht komplett schief und das tut schon beim Hinschauen so weh, dass es mich schaudert. Wahnsinn, was sich unser System hier denkt oder besser gesagt nicht denkt, sondern menschenverachtend S. leiden lässt. Man sollte gegen diese Gleichgültigkeit echt entschieden vorgehen, weil es nicht sein darf und nicht sein kann, aber auch für S. selbst interessiert sich keine Politnase, ist ja nicht attraktiv, ist kein Wähler-Klientel und somit nicht interessant für jemanden der helfen könnte, aber nicht will.
Joachim, Florian und ich gehen zum Bus, wo immer noch Franziska und Emma stehen und mit unserem Team reden. „Es wird Zeit“, drängle ich, es ist schon 23.55 Uhr und wir haben noch einige Stationen vor uns. Wir starten den Rest der Linz-Tour mit dem jetzigen Ziel „Gaby“, beim Volksgarten. Am Abend war Gaby nicht an ihrem Platz anzutreffen, wir hoffen dass sie jetzt dort ist, unterm Baum mitten im Dreck und auf nasser Erde. Bus abgestellt und von Weitem sehen wir Gaby liegen. Wir warten zusammen und gehen dann gemeinsam zu Gaby, ich wecke sie auf und sag ihr: „Gaby, wir haben alles was du uns angeschafft hast, besorgt und tun es in eines der Einkaufswägen“. Schlafsack, Thermo-Leggins, neue Unterwäsche und neue Socken, neue Schuhe, eine neue Winterjacke, Haube und Handschuhe und einige Getränke sowie einige Lebensmittel. Gaby lächelt und bedankt sich mehrmals und entschuldigt sich: „Ich habe schon geschlafen“, na dann schlaf weiter, pass aber auf das dir die Rumänen nicht wieder alles stehlen. Rumänen Banden stehlen Gaby seit Wochen alles verwertbare, Lebensmittel, Decken von uns und viele, viele Dinge, die wir für Gaby zusammenstellten. Ich verstehe es nicht, wenn man selbst GAST in einem Land ist, dass man dann die Menschen des jeweiligen Landes bestiehlt, bedroht und verächtlich macht? Diese „Gäste“ haben in meinen Augen jedes Gastrecht verwirkt, JEDES!
Wir packen zusammen und fahren weiter, zu Tony ins DüK. Es ist mittlerweile 00.55 Uhr, ab zu Tony in die neue Heimat. Wir klopfen leise, und Tony meldet sich und öffnet lächelnd die Tür. „Hey Walter, Grüß Gott“ kommt von Tony, er begrüßt unser gesamtes Team per Handschlag und lächelnd. Wir haben 1 Pkg. Zigaretten mitgebracht und 2 Kartuschen Gas, damit Tony sich etwas warm machen kann mit dem Camping-Kocher. Tony ist ein froh mutiger 78 jähriger Mann, der grundehrlich ist und immer gerade seinen Lebensweg geht, ohne jemanden anzulügen. Nach einigen Minuten lassen wir auch Tony wieder weiterschlafen und haben nun noch 2 Ziele vor uns, einmal die DüK’s in der Salzburger Straße bei O. und H. und später nochmal eine Runde in Haid, um G. zu suchen.
Vorerst aber zu H. und O., die beide noch warten auf uns. O. schaut beim Fenster heraus und freut sich sichtlich über unsere Ankunft, und H. war gerade eingeschlafen und er kommt aber trotzdem mit zum Bus, um sich Lebensmittel zu holen. O. lächelt und H. zwidert herum, wie gewohnt. Beim Bus sagen beide was sie brauchen, dann noch etwas Smalltalk, O. und H. gehen zu ihren DüK’s zurück, wir aber bleiben noch einige Minuten stehen und resümieren über diesen Platz und den Zustand dieser DüK’s, der alles andere als „gut“ ist. Joachim möchte im Landtag weitere Hilfe für dieses Projekt locker machen, mal schauen welche Ausreden die anderen Parteien hierzu finden werden. Um 1.45 Uhr haben wir auch diese beiden Schützlinge versorgt, wir fahren noch einmal nach Haid und schauen uns um, ob wir G. irgendwo finden, er liegt uns echt am Herzen.
In Haid bei der besagten Autobus-Haltestelle liegt jedoch noch immer niemand, keine Spur von G., auch nicht annähernd dass wir z.B. seinen Schlafsack gefunden hätten, nein, nichts! Ich wurde in den letzten Tagen 4-Mal angerufen weil dort ein Obdachloser schläft, und grade heute finden wir niemanden, ärgerlich. Wenn mich nochmal jemand anruft wegen diesem Obdachlosen in Haid, breche ich sofort auf weil ich echt wissen möchte ob es auch wirklich G. ist oder jemand anderer.
Unser „Auftrag“ ist abgearbeitet und erledigt, es ist 2.10 Uhr und im Lager räumen wir alles aus dem Bus, reinigen den Warmhaltebehälter wo wir den Tee transportierten, reinigen die Thermoskanne und alles, was in Gebrauch war. Noch alle Lebensmittel- und Hygieneartikel-Boxen ausladen und in die Trolleys schlichten, Joachim und Florian verabschieden sich in der Zwischenzeit mit großer Dankbarkeit, dass wir sie mitgenommen haben, auf diese Linz-Tour.
Es war eine tolle Tour, mit ganz vielen positiven Eindrücken und einigen rüpelhaften Aussagen, aber durchwachsen von einer steten „Erdung“, die uns als Menschen trifft. Wir alle fahren nach einer Linz-Tour in großer Demut nach Hause, mit dem Wissen dass ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit keine Selbstverständlichkeiten sind, und dass es ganz, ganz schnell gehen kann, so einem oder einem ähnlichen Schicksal ausgeliefert zu sein.
Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und wünsche euch einen erholsamen Sonntag und alles liebe!
Gott segne euch!
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