13.2.2021: Linz Tour zu den Hotspots

LINZ TOUR SAMSTAG, 13.2.2021:

Nach einem langen Spendenannahmetag und einem anstrengenden Lager Tag, der von 7 Uhr früh bis 16 Uhr nachmittags dauerte, hieß es noch unser Not Paket mit allem drum und dran einzuladen, da wir um 18Uhr Richtung Linz fahren und die Hotspots abklappern. Um 17.40 Uhr heimgekommen, schnell umgezogen, warme Schuhe und dicke Socken, heißen Tee gemacht und dann draufgekommen, dass ich die Becher im Lager vergaß. Meine Nachbarn Walter Rosenthaler Roswitha Rosenthaler, die mich zuvor zum essen eingeladen hatten, halfen auch hier mit neuen Bechern aus. Um 18Uhr dann zur Metro-Tankstelle, Silvia Brandstätter und Karin Thalhammer abholen, und ab geht es Richtung Ebelsberg. Dort lebt unter einer Brücke immer noch Thomas. Christian, sein Bruder sitzt derzeit in Haft, noch etwa 1,5 Monate. Thomas ist schwer krank und fristet sein Dasein nun alleine in weiter Natur. Die vergangenen Wochen und Monate setzten ihm stark zu, aber er freute sich sehr, uns zu sehen. Wir hatten haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel sowie lange Thermo-Unterwäsche und neue Socken dabei. Heißen Tee gab es natürlich auch für Thomas. Anschließend fuhren wir zu A., die in ihrer Wohnung ist und alles herrichtet, um es gemütlich zu machen. Viele, viele Spender gaben uns etwas mit für A., was wir gestern gleich vorbeibrachten. Dann ging es weiter zum Terminal, wo Gaby, Andy, Renate, Francesco und Elke auf den Bänken sitzen und...frieren. Gaby war unsere Haltestation, da sie vor ein paar Wochen alles verloren hat, braucht sie nun wieder ein paar Sachen. Zu trinken, zu essen und verschiedene Dinge wie dicke Winterjacke, Thermo-Leggins, Socken, Unterwäsche usw., Andy, unser neuer Obdachloser von dem ich Euch am Donnerstag schon berichtete, schläft 3 Bänke neben Gaby und kann seine Situation immer noch nicht fassen, wie schnell es gehen kann dass man in so eine Situation kommt. Andy braucht eine dicke, warme Winterjacke mit einem Bodywarmer drunter, neue, warme Winterschuhe, und etwas zum essen und trinken. Andy ist uns ans Herz gewachsen und wir wollen ihm helfen, wieder auf die Beine zu kommen, Andy hat alle Kranscheine, Staplerscheine und ist eigentlich gelernter Maurer. Wir gehen am Terminal eine Runde und fragen alle, ob jemand etwas braucht. Der bekannte Herr der früher am Barbarafriedhof schlief und danach beim Lentos seine Zelte aufschlug, ist nun auch am Terminal, ich fragte ob er was braucht, er dürfte erschreckt sein weil er wie ein wilder aufstand und laut schimpfend uns verfolgte, weiter zu Elke und Renate, die Beide nichts brauchen, aber die Kälte tief in sich tragen, das sieht man schon von Weitem. Als wir zurück zum Bus kamen, war der Opa von Francesco beim Bus, der seit etwa 1 Jahr dort schläft, und nichts von den Eltern, die ihn ab und zu besuchen, und auch nichts von seinem Opa wissen will. Francesco nimmt keine Spenden an, er lässt sich nicht helfen und trotzt seiner Familie. Auf die Bitte seines Opas nach einer warmen Winterjacke hat Karin natürlich gleich eine rausgesucht und dem Opa mitgegeben. Bei der Haltstelle trafen wir dann noch Pascal, ein junger Salzburger Obdachloser, der immer lächelnd und zufrieden antwortet. Ein toller Mensch den auch aus heiterem Himmel traf. Er erzählte uns von Obdachlosen in einen Abbruchhaus über Linz. Vom Terminal, wo es für jede/n heißen Tee und Lebensmittel sowie warme Kleidung und Schlafsäcke gab, ging es weiter zum Volksgarten, zum Schillerpark und dann zur vereinbarten Adresse von Pascal. Er lotste uns da hin. Im Haus selber trafen wir Daniel, Heidi und Stefan (der mit dem Hund). In dem früheren Wohnzimmer dieses Abbruchhauses sah man die Spuren der letzten Tage, aber wenigstens geschützt vor der Kälte. Ich versprach Holz zu besorgen, um den offenen Kamin im Wohnzimmer füttern zu können. Die Drei gingen mit zum Bus und wir gaben ihnen Lebensmittel, einen Schlafsack und div. andere Sachen wie Schokolade. Ein Blick aus dem Wohnzimmer und man sah Linz aus einer Perspektive, die ich noch nie sah, Wahnsinn! Wir verabschiedeten uns wieder und fuhren zu Florian beim Brucknerhaus. Er fristet ein Dasein unter vielen, vielen Decken und Planen, und kommt vor Schmerzen fast nicht auf. Ich bitte ihn mit zum Bus zu kommen, er bekommt Socken, Trainingshose und andere Sachen. Humpelnd folgte er uns und lehnte die meisten unserer Angebote über Lebensmittel, warmer Winterschuhe, Winterjacke u.a. dankend ab. "Danke nein". Wir geben Florian was er haben mag und fahren weiter Richtung Hafenstraße, in einer kleinen Nebengasse sind ebenfalls Abbruchhäuser, wo sich Franziska aufhält. Doch an der Adresse ist ein neues Schloss was mich um kurz vor 22 Uhr, Sr. Martha anrufen ließ. Sr. Martha und Sr. Lydia kümmern sich intensiv um Franziska, versorgen sie mit dem Nötigsten, ich wollte heute Franziska besuchen um den Kontakt nicht zu verlieren. Aber Sr. Martha meinte nur, dass Franziska auch hier an dieser Adresse schon wieder drauf und dran wäre, alles kaputtzumachen, dass sie hier überwintern darf. Leider hat Franziska manchmal eine Art, mit der viele Menschen nicht umgehen können und wollen, auch ich habe oft Probleme mit ihr. Silvia, Karin und ich beschließen, noch zum Fernheizwerk zu fahren um nachzuschauen, und abschließend noch zum Pleschingersee. An beiden Plätzen fanden wir niemanden und fuhren um 22.45 Uhr Richtung Lager, um alles wieder im warmen einzulagern. Um etwa 23 Uhr setzte ich Karin und Silvia wieder bei der Metro ab und der Tag, ein langer Tag, war gelaufen. Danke auch an dieser Stelle dass wir diese Tour fahren dürfen und Spenden an die Menschen verteilen können. Vergelt's Gott und Danke! 🙂 ❤

12.2.2021 – Spendenlieferung ins Frauenhaus Wels

Freitag, 12.2.2021: Spendenlieferung ins Frauenhaus Wels. Wir hatten eine Mikrowelle, 2 neue Wasserkocher, viele, viele haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Waschpulver, Reinigungsmittel, Toilettenpapier, Küchenrollen und neue Unterwäsche und Socken dabei. Lieben Dank all unseren Spendern/innen dass wir auch diese Spenden ins Frauenhaus Wels bringen durften. Vergelt's Gott 🙂 ❤

4.2.2021 – Sonne und ein Rebell auf der Straße!

DONNERSTAG, 4.2.2021: DIE LAUFENDE WINTERSAISON...

...mit Abstand unsere schwerste seit Bestehen unseres Vereins. Viele Situationen die wir vorher in dieser Form oder Ausprägung noch nie hatten, und für uns absolutes Neuland ist. Ich nehme nur unsere nächtlichen Touren zu den Linzer Hotspots her, hier passiert so vieles im Kopf, in der Seele, im Herz. Vieles darf man nicht hinterfragen, nicht als selbstverständlich nehmen, kein Tag läuft wie der Andere, jeder ist anders. Menschen die auf der Straße schlafen sind durch Corona zusätzlich gestresst, da manche Einrichtungen zeitweise nur Notprogramm haben und die Menschen dann nur kurz in die Einrichtungen können. Aber nicht nur Corona verdreht unseren gesamten Alltag, die Zeiten sind einfach andere geworden, was noch vor kurzem galt, hat heute oft keine Bedeutung mehr, ein Versprechen das man sich vor ein paar Monaten noch machte, hielt nicht einmal einen Jahrestag lang. Die Menschen sollten viel öfter auf ihr Herz hören und ihrem Bauchgefühl folgen, dann wäre die Welt ein klein wenig wärmer, besser, glaube ich. Vielleicht ist es naiv, vielleicht dumm, vielleicht nicht mehr zeitgemäß an das Gute zu glauben, ich tu es trotzdem und haue mir oft die Nase an, aber was kann Hr. Mayr dafür, wenn mich Hr. Gruber belügt oder enttäuscht? Situationen auseinanderhalten und nicht alle Menschen in den gleichen Topf zu werfen, das sollten wir wieder öfters im realen Leben üben, bis wir es wieder können. Viele Menschen glauben ja teilweise nicht mehr an das Gute, sondern sehen schon dunkle Wolken, wenn jemand nur anderer Meinung ist oder die Dinge des Lebens anders sieht. Hier passieren viele, viele Verletzungen auf beiden Seiten wo ich mich jeden Tag Frage, wie sollen diese Verletzungen jemals wieder gut werden, wenn niemand bereit ist den ersten Schritt zu machen und vielleicht auch einmal ein „Bitte verzeih‘ mir“ sagen kann. Viele Menschen haben das verlernt, ist jeden Tag draußen im Leben zu beobachten, und das macht mich traurig, unendlich traurig. Wenn unsere Schützlinge beschimpft werden, ist das ebenfalls zu verurteilen, weil die Wenigsten die wahren Schicksale hinter den Menschen kennen, aber schimpfen, ja, das können viele Menschen sehr gut, schimpfen und verurteilen. Und genau das machen wir nicht, wir begegnen unseren Schützlingen auf Augenhöhe, wertschätzend und aufrichtig. Auch wenn das manchmal von Menschen die mit Armut oder Obdachlosigkeit nichts am Hut haben, belächelt wird, wir gehen unseren Weg als Team, als Verein, als Obdachlosenhilfsaktion. Sollen sie über uns lachen und hinter unserem Rücken über uns schimpfen, ich denke das darf jeder machen, nur, diese Menschen dann noch jemals ernst zu nehmen, obliegt auch uns alleine, uns, die man belächelt. Das passiert oft, aber mittlerweile können wir im Team gut damit umgehen und lassen uns nicht mehr spalten oder aufhetzen, Sorry, NoGo!

Diese Woche begann mit ein paar Entscheidungen, die zu treffen waren. Sich von Menschen (Vereine) verabschieden, die glauben uns auf der Nase herumtanzen zu können und uns nur ausnutzen. Wir geben solchen Menschen keinen Raum mehr uns auszunutzen oder zu hintergehen. Der Montag war aber auch ein toller Tag, weil wir ganz viele superleckere Palatschinken in allen Variationen von einer großartigen Firma in Wolfern bekamen (muss erst abklären ob ich den Namen veröffentlichen darf), Gemüsestrudel und Lebkuchen-Schmarren und viele andere tollen Lebensmittel gespendet bekamen. Wir dürfen diese tolle 14 Paletten Spende (insgesamt über 30 Paletten) bei der Fa. Transdanubia in Pasching im Tiefkühllager kostenlos lagern, danke an Hr. L. an dieser Stelle, ich kann nicht oft genug Danke sagen für alles was er tut für uns. Eine tiefe Verneigung und ein dankbares Vergelt’s Gott. Großartig! Nachmittags beginnen wir die Spendenlieferung nach Salzburg zu kommissionieren und zusammenzustellen, von 14.00-20.30 Uhr waren wir mit nur 1 Einrichtung beschäftigt, 7 Personen, ich denke das sagt Euch viel über den Umfang dieser Spendenlieferung, Bilder gibt es dann am Montagabend. Am Dienstag ging es dann die Spende sichten, im Tiefkühllager, und beim Aufheben einer Kiste fällt mir die etwa 20kg schwere Kiste auf den kleinen Finger, genau auf das Gelenk, irgendwie tut das höllisch weh, bis zum Heiraten im nächsten Leben ist es wieder gut, ganz sicher. Wenn man sich bei -40° nur kleine Dinge leistet, wird das binnen weniger Minuten bestraft, zu wenig warm angezogen hält man das nur 3-4 Minuten aus, Halbschuhe in diesem Lager zeigen dir sehr schnell was Du falsch gemacht hast, also immer warm angezogen, konzentriert und flott arbeiten, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Vom Tiefkühllager dann ins Kühllager, von -40° ins „warme“ 0° Lager, sichten was noch alles für diese Woche zusammenzustellen ist, für Donnerstag. Bananenschnitten, Tiramisu-Schnitten, Nougat-Roller, Bio-Zitronensaft, Essiggurkerl, 5kg Salat-Dosen, Chili Con Carne, Gulaschsuppe uvam.. Alles zusammengestellt, nur mehr abzuholen am Mittwoch. Weiter geht es nach Linz zu einer Besprechung mit A., die seit ein paar Wochen in Linz lebt und hierbleiben wird, alle Schritte festlegen damit es bald losgehen kann mit allen Aktivitäten. A. ist gut angekommen hier bei uns in Linz. Sie bedankt sich herzlichst bei den Spenderinnen, die gesamt 3 Monatsmieten für sie bezahlten, vielen herzlichen Dank auch von uns. Um 16 Uhr Termin wieder im Tiefkühllager, ein Team aus Traun das sich ebenfalls um arme Menschen kümmert, holt sich einige Schachteln Palatschinken und Gemüsestrudel, die sind gut aufgehoben dort, weil es dort auch direkt an die bedürftigen Menschen ausgegeben wird. Der Mittwoch beginnt mit einem Strafzettel wegen zu hoher Geschwindigkeit, direkt per Post und € 60,- „schwer“, puh, selber schuld. Dann geht’s los alles abholen im Kühllager, in unser Lager bringen und für Donnerstag vorbereiten. Auf dem Weg dahin ein Anruf von T., er geht wieder in die Nowa (Notschlafstelle) und bräuchte ein paar Jetons bitte, ja, klar, kannst Du haben, morgen Donnerstag beim Bus. Auf unser Posting was A. noch alles benötigt kommen dauernd Anrufe, ob wir nicht doch eventuell Hausräumungen machen wollen, NEIN, wollen wir und können wir nicht, mangels Lagerplatz. Wir haben ja eine Liste veröffentlicht was wir alles benötigen würden, und nein, wir bauen keine Küche ab und räumen auch keinen Keller aus, sorry, können wir nicht machen. Abends bringt mir Markus (pastafani) noch Obst und Gemüse aus Sierning vorbei, das er bei R. abgeholt hat. Der Mittwoch nimmt dann noch viel Zeit in Anspruch punkto Lagerverwaltung, die ich an unsere Bedürfnisse anpasse, um diese bestens nutzen zu können. So endet der Mittwoch irgendwann tief in der Nacht, und der Donnerstag beginnt nachdem ich meinem Wecker 6-Mal auf den Kopf drückte, der aber auch nach dem 6. Mal keine Ruhe gab und mich aus dem Bett kickte. Grade munter geworden, schon ruft eine liebe Frau an um ein gemeinsames Anliegen zu besprechen. Ab dann geht es aber im Eiltempo, Hofer, den georderten Einkauf abholen und dann ab ins Lager. Im Lager angekommen, uijeh, der Lagerschlüssel hängt zuhause an der Arbeitshose, und der digitale Ersatzschlüssel funktioniert nicht. M. sperrt unser Lager auf, dass Ulli und Martina weiter kommissionieren können, wenn wir nochmal zu mir nach Hause fahren Schlüssel holen und dann Brot, Gebäck und etwas Gemüse in Haid abholen. Robert und ich fahren nach Haid, wo wir mit einem „Vorwurf“ konfrontiert wurden, der einfach nicht wahr ist und erlogen ist. Daraufhin werden wir künftig nichts mehr abholen in Haid, weil wir uns nicht mehr für etwas rechtfertigen wollen, was nicht stimmt und was frei erfunden ist. Schade, aber wo ein Gespräch über 4 Ecken stattfindet und nur Dinge vorgehalten werden, die frei erfunden sind, ist auch keine Lösung in Sichtweite. Warum erfinden Menschen immer wieder Dinge, die Anderen schaden? Wir müssen uns hier leider distanzieren, weil es unserem Gemüt schadet, wenn wir uns immer wieder von Menschen etwas Boshaftes unterstellen lassen. Geht nicht! Künftig kaufen wir Brot und Gebäck sowie Obst und Gemüse ein, dann kann uns auch niemand beschuldigen, etwas Unrechtes getan zu haben. Mitten in diesem Gespräch überlegte ich kurz, das Brot und Gebäck heute schon nicht mehr mitzunehmen, aber ich hätte kurzfristig keine solche Menge woanders bekommen. Abfahrt ins Lager, wo Martina und Ulli schon quirlig Bananenschachteln rumstapeln und die 2. Einrichtung für kommenden Montag zusammenstellen. Das Gespräch in Haid sitzt tief und wird den ganzen Tag anhalten. Im Lager alles Brot und Gebäck durchschauen, Tee kochen, Wurst schneiden, Kühlboxen befüllen. Barbara, Ingrid und Gerlinde kümmern sich um die Kleidung, Schuhe, Schlafsäcke und vieles andere. Flott wurde der Transporter dann beladen, und bei +7,5° und strahlendem Sonnenschein fuhren wir los Richtung Linz, da kam noch ein SMS vom Obdachlosen Seelsorger Helmut Eder, dass er uns heute besuchen wird. Ich freu mich riesig. Ankunft in Linz, Hänger abkoppeln, Transporter aufstellen, alles auspacken, ein neuer, junger Obdachloser sitzt mitten auf der Straße und behindert den ÖBB-Bus der rückwärts einparken möchte, er blockiert auch den PKW-Verkehr aus dem gesperrten Parkplatz, er kommt sich stark vor, erst als ich ihm drohte, ihn von unserer Verteilung auszuschließen, stand er auf und machte Platz für den Verkehr. In der Reihe stänkerte er und beschimpfte dann andere, bis ich ihm ein 2. Mal die Rute ins Fenster stellen musste, er drängte sich dann zwar vor aber uns war es recht, wenn er so bald wie nur möglich von diesem, unseren Platz weg ist. Er war heute auch der einzige der wirklich feindselig und ungut war, zu mehreren Helferinnen, was mich für seinen nächsten Besuch bestimmt nicht positiv stimmt. Eine junge Frau kommt auf mich zu, Zitat: „Nehmen Sie Geldspenden an?“ Ja, und sie drückte mir € 20,- in die Hand, vielen Dank! Es ist ein feines Gefühl, wenn sich situierte Menschen über andere, arme, obdachlose Menschen Gedanken machen und spenden, großartig. Da wir Monatsanfang haben und viele ein klein wenig Geld bekamen, ist der heutige „Andrang“ nicht recht groß, die Schlange aber trotzdem lange. Dass uns Helmut Eder heute vor Ort besuchte, freute mich wirklich, ein paar Worte wechseln und ein toller Tipp über eine neue Initiative für arme Menschen in Linz. Als Helmut wieder fahren musste, ging ich zum Terminal rüber, weil mich heute früh ein Anruf aufwühlte, Zitat: „Gaby vom Terminal ist nicht mehr dort“. Ich konnte heute früh diese Aussage nicht ganz relativieren, denn wo sollte Gaby schon sein, als am Terminal? Gaby war am Terminal, aber all ihre Sachen wurden wieder einmal entsorgt, weggeworfen. Ich konnte Gaby überreden mit mir zum Bus zu gehen, um sich bei uns eine neue Jacke, warme Schuhe und alles Notwendige zu holen. Gaby geht es nicht gut, kränklich, diesem Kampf auf der Straße langsam nicht mehr gewachsen, der Willkür in Linz überdrüssig. Als ich mit Gaby zum Bus kam, zeigte die Uhr schon 17.45 Uhr, also langsam Zeit aufzuräumen, da hör ich einen Hund bellen, Emma, der Hund von Franziska. Sie brauche dringend frische Unterwäsche und ein paar Karotten, Bananen, Brot und eine Gaskartusche für ihren Gaskocher. Franziska muss wieder weg von ihrem Platz unter der Autobahnbrücke und weiß nicht, wohin sie gehen soll. Leider fällt auch mir kein Platz ein, an dem sie leben kann mit Emma, ihrem so liebenswürdigen Hund. Wir verabschieden uns und räumen alles ein und fahren nach Ansfelden. Alle helfen zusammen und wir sehen jetzt, welch tolle Arbeit Ulli, Martina und Petra leisteten, die gesamte Spendenlieferung für Salzburg ist fertig zusammengestellt. Klasse! Um 19.45 Uhr fahr ich heim und bin froh aus den Klamotten zu kommen. Die Beine schmerzen, der kleine Finger noch viel mehr, ein kleines Brot und dann ab, zum PC, und texten, wieder fast 4 Stunden. Im Kopfhörer trudelt mir Don McLean von seinem „Castles In The Air“ in mein Ohr, es war eine gänzlich andere Zeit als diese Musik gemacht wurde, als Menschen noch miteinander tanzten, miteinander sangen, und nicht mit dem Ellbogen gegeneinander vorgingen. Ich wünsche mir diese Zeit zurück, in der man respektvoll miteinander umging, wo jede/r seine eigene Meinung haben durfte ohne gleich beschimpft zu werden. Ich wünsche mir ….. ja, genau, DAS wünsche ich mir! Danke für Eure Aufmerksamkeit und DANKE an unser Team, das heute wieder tolle Arbeit leistete, und vielen, herzlichen Dank an all unsere Spender/innen, die uns Woche für Woche diese, unsere Aktion ermöglichen. Recht lieben Dank. Zum Ausklang gibt es für mich noch John Prine & Nanci Griffith „Speed Of The Sound Of Loneliness“, und somit gleite ich in die Nacht, die mir noch ein paar Stunden abnehmen wird, weil viel Arbeit anliegt. Danke für alles :-)<3 Gute Nacht

 

14.1.2021 – Eine tote Taube und die Konsequenz!

DONNERSTAG 14.1.2021:

Die letzten Tage, die letzten Wochen waren stressig, anstrengend, grenzwertig ABER auch auf eine bestimmte Art einfach wunderbar. Wunderbar deshalb, weil wir sehr viel Zustimmung, ganz viel moralische Unterstützung und enormen Zuspruch von Euch bekamen. Wir machen unsere Aktion, und da spreche ich wirklich vom GESAMTEN TEAM, weil es UNS ALLEN eine wirkliche Herzensangelegenheit ist, die ärmsten Menschen am Rande der Gesellschaft mit dem Nötigsten versorgt zu wissen. Arme Menschen, Obdach- oder Wohnungslose, die nicht immer, oder viel zu wenig oft auf die Butterseite des Lebens gefallen sind, diesen Menschen haben wir uns verschrieben. Unsere Verteil-Donnerstage sind gute Möglichkeiten für Menschen, die unsere Aktion einmal aus der Nähe kennenlernen möchten und einmal dabei sein möchten, sie können sich selbst ein Bild von unserer Arbeit machen, von unserer Wertschätzung, von unserem „Auftritt“ unseren Schützlingen gegenüber. Jeder kann sehen wer die Spenden bekommt, wem wir helfen und wem wir z.B. nicht helfen dürfen oder können. Viele Emotionen werden hier wach gerüttelt für jene Menschen die einmal dabei sind, und deren Resümees sind für uns wichtig, weil wir immer noch lernen können und vieles vielleicht nicht mehr sehen oder falsch sehen oder einfach nur irritiert sind, also sind diese Menschen die einmalig dabei sind, immer auch ein großartiger Spiegel für uns und unsere Arbeit. Wir hatten viele, viele großartige Menschen dabei an unseren Donnerstagen, ich denke gerne an jede einzelne Begegnung zurück, weil wir in der Vergangenheit auch schon erkennen konnten, dass unsere Aktion wichtig und richtig ist und leider gibt es zu viele Menschen, die unsere Hilfe dringend benötigen. Wir wissen nicht was das noch relativ neue Jahr bringen wird, ich weiß auch nicht wie lange ich diese Anstrengungen noch bringen kann, das Jahr 2020 zeigte mir die körperlichen Grenzen auf indem ich zwei Mal K.O. ging. Ich werde nicht gesünder und hab keine Ahnung wie viel Zeit mir bleibt, für unsere Schützlinge da zu sein. Ich hoffe noch ganz, ganz viel, kann aber nichts versprechen. Ich möchte keine einzige Minute missen, wo wir an den Donnerstagen bei strömenden Regen, bei Schneechaos, bei eisigen Minus 6° oder bei unerträglichen 40° in der Sonne dahingeschmolzen sind. Bei JEDEM Wetter standen wir an den Donnerstagen in den letzten Jahren. Seit 15.8.2018 machen wir nun diese Donnerstage mit den Spendenverteilungen an unsere Schützlinge, und dass mit viel Engagement, mit ganz viel Herzblut, mit noch mehr Liebe und dazu dem größten Segen, direkt vom Herrn. Der uns jede Woche zeigt, was er von unserer Aktion hält indem er viele, viele normal fest verschlossene Türen zu Gönnern und Spendern öffnet, die auf uns aufmerksam wurden und uns unterstützen möchten. Das ist ein ganz großes Geschenk und auch eine große Verantwortung, der wir jede Woche gerecht werden möchten. Wir bemühen uns Woche für Woche, Tag für Tag für ein besseres Leben für unsere Menschen, die irgendwo im Leben einfach nur die falsche Richtung erwischten und falsch abgebogen sind. Und glaubt mir liebe Leute, DAS kann wirklich JEDER/JEDEM passieren, wirklich allen. Zum Absturz braucht es nicht wirklich viel, 2…3 Dinge die im Leben schieflaufen, Krankheit, Scheidung, Insolvenz usw., hinter dir bricht vielleicht wegen Schulden der Freundeskreis oder die Familie als „Helfer“ weg und schon beginnt der Abstieg, und glaubt mir, der geht ganz, ganz schnell. Viele blitzgescheite Menschen, Doktoren, Ingenieure, Magistra haben wir unter unseren Schützlingen, die alleine keinen Fuß mehr ins Leben bekommen. Dieser Strudel nach unten tut nicht nur dem Betroffenen weh, es tut auch sehr weh, diesen Abstieg mitanschauen zu müssen ohne wirklich helfen zu können. Wir sind keine Psychologen, keine Sozialarbeiter, wir sind einfache Menschen mit dem Herz am rechten Fleck, die das Leben da draußen auf der Straße ein klein wenig besser und leichter machen wollen, dank EURER Hilfe dürfen wir das auch tun. Manchmal würden auch Teile unseres Teams Hilfe brauchen, wenn wir von Schicksalen erfahren, die einfach unerträglich sind und einfach nicht hinzunehmen sind. Daran sind schon 2 Helferinnen zerbrochen, weil sie die Schicksale nicht verarbeiten konnten. Auch das zu erkennen und gegenzusteuern ist meine Aufgabe als Obmann unseres Vereins. Alle neuen Mitglieder auf das vorzubereiten was an einem Donnerstag passiert oder geschehen kann, alle Möglichkeiten aufzeigen und alle Eventualitäten in einen engen Rahmen aufzählen, wir werfen niemanden ins kalte Wasser, wir wollen das all unsere Team Mitglieder gute Erfahrungen machen, egal an welchen Tagen oder an welchen Orten, ob bei Spendenlieferungen oder bei gemeinsamen Arbeiten im Lager, der überaus wertschätzende Umgang miteinander in unserer Aktion zeichnet jede/n Einzelne/n unserer Vereinsmitglieder aus, und deshalb bin ich so gerne Obmann dieses Vereins, obwohl die Aufgaben jedes Jahr, jede neue Wintersaison noch umfassender werden, aber wir schaffen alles, GEMEINSAM! Der heutige Verteil-Donnerstag begann diese Woche auch wieder schon am Montag. Da ich ja zur Zeit Auszeit habe von den Spendenannahmen, die unser Team zurzeit bravourös alleine macht und ich eigentlich einen Urlaubszettel ausgefüllt habe bis Ende Jänner, so kann ich dann, wenn etwas anfällt nicht einfach absagen und tauche dann doch wieder auf, bemühe mich aber mich nicht einzumischen und mein Team selbstständig arbeiten zu lassen, sie machen es ja toll. Am vergangenen Montag war morgens MAN-Werkstatt angesagt, da der gesamte Laderaum voller Wasser am Innendach war, der Mechaniker merkte an, dass er sowas noch nie sah, aber wie üblich kamen vom Service-Berater wieder nur Aussagen über ihre Ahnungslosigkeit wo das Wasser herkommen könnte, und leider nicht in Form von „Das richten wir her“. Ich fühle mich in dieser Werkstatt einfach zunehmend nicht mehr ernst genommen, deshalb werden wir eine andere, kompetente Werkstatt suchen. Spenden abholen in Wels und Hörsching ist angesagt, Robert half mir dankenswerter Weise dabei. Abholen und auch gleich im Kühllager einlagern, gesamte 5 Stunden die wir brauchten dafür. Gut angelegte Zeit für großartige Spenden. Nachmittags dann all die Schreibarbeiten die in den Monaten vor Weihnachten liegen blieben und jetzt nach und nach abgearbeitet werden müssen. Viele Dinge gerieten wieder einmal in Vergessenheit, mein schlechtes Gewissen beim jetzt durchgeführten Rückruf oder Rückfrage ist deutlich zu spüren, nicht nur bei mir, auch beim Gegenüber. Es tut mir aufrichtig leid wenn ich Dinge, vielleicht noch wichtige Dinge vergesse und dadurch vielleicht der Eindruck entsteht, wir gehen mit unseren Spendern und deren Spenden nicht wertschätzend um, ganz im Gegenteil liebe Spender/innen, nur bei teilweise 60-70 Anrufe täglich und jede/r möchte einen Termin oder Auskunft über zurzeit notwendige Sachen oder einfach nur irgendwelche Informationen, die eigentlich allesamt auf der Homepage oder der Facebook Seite stehen, bei diesem geordneten Chaos an Anrufen und Auskünften steigt oft der Geist aus, auch wenn man glaubt alles noch im Griff zu haben. Ich habe mich in den letzten Monaten oft überschätzt und geglaubt, mir alles gemerkt zu haben, aber diese Menge an Terminen und Vereinbarungen sind in dieser Form nicht mehr zu verarbeiten. Ich entschuldige mich bei ALLEN, die durch meine Nachlässigkeiten oder meine Vergesslichkeit diesen Eindruck bekamen, ich gehe nicht wertschätzend (genug) mit ihnen und ihren Spenden um. BITTE AUFRICHTIG UM ENTSCHULDIGUNG! Der Dienstag diese Woche gehörte MIR und Rena, wir fuhren ins Mühlviertel fotografieren und gingen spazieren, es war eine Wohltat die Natur so intensiv zu spüren. Unser gemeinsames Hobby, die Fotografie (als Laie) ist uns schon sehr ans Herz gewachsen und ich habe mir vorgenommen, 2021 öfters meine Kameras wieder umzuhängen. Darauf freue ich mich schon sehr. Zu Mittag waren wir dann noch bei unserer Maria zum Essen eingeladen und bei großartigen Gesprächen, dieser Tag hat einfach gutgetan, tief drinnen. Der nächste Tag, der Mittwoch begann damit, dass ich Robert im Lager abholte, weil wir ins Tiefkühllager und Kühllager fahren mussten, die Lebensmittel für heute Donnerstag abzuholen. An dieser Stelle wieder ein dankbares VERGELT’S GOTT der Spedition Transdanubia und Hr. L. der uns nicht nur Kühlplätze kostenlos zur Verfügung stellt, sondern uns auch viele, viele Lebensmittel schenkt. Danke für diese tolle Geste. Wir nahmen diesmal ein wenig zu viele Lebensmittel wie Pizzen, Chicken-Nuggets, Paella, Gemüse u.a. mit, hatten dann in unserem Lager ein Problem mit dem tiefkühlen, der Platz war leider voll, und so ließ uns Frau S. von unserem Vermieter TAB die Firmeneigene Tiefkühltruhe mitbenutzen. Herzlichen Dank an dieser Stelle. Vieles, was nur mehr ein gekühlt werden musste damit es auftaut bis heute, gaben wir in all die Kühlmöglichkeiten und in unseren tollen Humer-Anhänger, da es draußen kalt genug ist. Es wurde aber, nachdem um 13 Uhr noch ein Herr ins Lager kam, wieder 15 Uhr bis ich wieder nach Hause fahren konnte. Und wieder wartete mein Computer auf mich. Abends noch eine Runde am Bahnhof, im Terminal, zurzeit schlafen dort 9 Menschen, die teilweise nicht einmal Decken haben. Ein absolut unhaltbarer Zustand. Wenn sich Menschen wie Herr H. von einem Linzer Online-Medium NUR 1-Mal Gedanken machen würde über die wahre Situation der Obdachlosen in Linz (und nicht immer nur die Meinung einer Linzer Politikerin veröffentlichen würde), wäre viel „Gutes“ passiert. Aber so schreibt er halt im Auftrag mancher Linzer liberaler Wirtschaftspolitiker falsche Tatsachen und regt sich dann auch noch in einem Mail auf, weil ich ihn darauf aufmerksam machte, dass er gerade instrumentalisiert wird, auf Kosten der Ärmsten. Erbärmlich! Aber er schreibt ohne sich je die Situation bei den Menschen direkt angehört oder angeschaut zu haben, genauso wie einige Politiker, er verurteilt und schreibt halt seine eingeschränkte Sicht vom Hörensagen. Was Solls! Nur, wenn man am Terminal steht und hilflos vor den dortigen Menschen steht, gibt es dir einen Stich ins Herz und Du verstehst die Welt nicht mehr. Ich habe schon viele Politiker eingeladen zu unserem Donnerstagsbus, aber KEIN EINZIGER kam um mit unseren Schützlingen selbst zu reden. Traurig genug. Der Donnerstag heute begann mit den üblichen Vorarbeiten, in Haid Gemüse und Obst sowie Brot und Gebäck abholen, heute mussten wir Gemüse und Obst zukaufen, das machten wir gleich auf dem Rückweg ins Lager in Ansfelden. Verena, die uns heute beim Sichten der Lebensmittel hilft ruft gegen 10.45 Uhr an wo wir bleiben, da 10.30 Uhr vereinbart war. „Sind schon im Anflug aufs Lager“. Heute waren wir schon sehr glücklich, Robert und ich, dass wir Hilfe von Verena hatten beim Durchschauen der Lebensmittel. Bei dieser monotonen Arbeit kann man sich gut unterhalten und sich noch besser kennenlernen. So kam auch heraus, dass unsere neuen Teammitglieder gerne eine Sitzung hätten, wo vieles näher erklärt wird, was wir wo warum machen. Das wird nächste Woche nachgeholt. Darauf freue ich mich schon. Um 13 Uhr kam heute Martina, die heute als Helferin in Linz dabei sein wird. Martina gehört der Beste Würstelstand in Wels und sie ist eine Spenderin der ersten Stunde. Sie war eine der ersten Spenderinnen, die uns 2014, als wir noch gar kein Verein, sondern private Initiative waren, ihre Spenden anvertraute, und seither besuche ich Martina immer wenn wir in Wels sind, sie hat halt die Besten … Käse Krainer! Ich bin gespannt auf Martinas Resümee heute Abend. Um 14 Uhr kommen Barbara mit ihrem ProntoPronto-Bus (die Beste Show die ich in all den letzten Jahren sah), sie lädt auch Brot und die Kühlboxen in ihrem Bus ein und nimmt uns somit Gewicht ab im Transporter. Unsere Prinzessin Gerlinde und unsere Herzens-Dame Ingrid, die unsere Schützlinge gemeinsam neu und warm einkleiden, kommen heute fast gemeinsam im Lager an. 17 Liter Teewasser kochen und Maria, die zuerst die Wurst geschnitten hat und alle Lebensmittel in die Kühlboxen verstaut hat, richtet jetzt den Tee an für heute. Wir reichen heute Tee und Kekse. Um 15 Uhr Abfahrt, bei 1,5° in Ansfelden und Schneegrieseln, die Straße ist schmierig und mit dem Anhänger doppelt gefährlich. Aufpassen! Ankunft in Linz, wir haben die 2 gelben Gurte im Lager vergessen und die Schneeschaufel. Brigitte anrufen und sie bitten, die Sachen mitzunehmen. Wir stellen den Anhänger und den Transporter ab und bauen die Tische auf, den Teekessel und die Kekse. H., dem wir am Montag die Stromrechnung bezahlten damit er keine weiteren Probleme bekommt und in der kleinen Wohnung bleiben kann, half uns heute den Schnee zur Seite räumen. Kurz vor 16 Uhr kam dann noch Kathi mit der Oma ihres Kindes, die heute beide mithelfen. Kathi meinte es zu gut mit dem Schneeräumen, die Schaufel war der „Kraft“ von Kathies Hand nicht gewachsen. Nein, die Schaufel war eine Notlösung, wir müssen eine neue anschaffen, dringend. Inzwischen sind etwa 30 Menschen bei unserem Bus und ich sehe, dass 2 „Herren“ Alkohol konsumieren bei unserem Bus, ein absolutes NoGo! Die Flaschen werden ausgeleert, das geht gar nicht, das lassen wir auch niemals durchgehen. Und die 2 Meter Abstand, auf die muss ich jede Woche pochen, immer wieder, manche machen es absichtlich, aber mir ist es nicht zu dumm, sie wieder und wieder an unsere Regeln zu erinnern. Eine Frau, die heute zum 1.Mal bei uns und sichtlich nicht ganz nüchtern ist, protestiert gleich zu Beginn „Warum denn so viel Abstand und wieviel sind 2 Meter?“. Meine Antwort kam prompt und sie murmelte mir nur noch ein „A…….ch“ nach, worauf ich ihr schon noch sagen musste, dass ich das gehört habe und sie gleich gehen könne, OHNE Lebensmittel. Beschimpfen geht gar nicht, egal ob mich oder ein anderes Teammitglied. Da gibt es KEINE Gnade, hier gibt es von uns sofort eine Ansage, das geht gar nicht. Wir nahmen dann beim Beginn der Ausgabe diese Frau vor, weil sie in der ganzen Reihe Unruhe stiftete und wir sie nicht mehr an unserem Platz haben wollten. Egal wo sie gerade war, sie redete in einem nicht akzeptablen Ton und ich forderte dann auch gleich einen Einkommensnachweis, da ich ja diese Frau nicht kannte und nicht wusste ob sie unter unser „Klientel“ fällt, da bekam ich wieder eine süffisante, erniedrigende Antwort, worauf ich sie wissen ließ, dass sie wiederkommen kann, wenn sie nachgedacht hat ob ihr Ton angemessen ist. So lange wird sie nun keinen Platz mehr in unseren Reihen finden. Gleich zu Beginn kam Verena vorbei und brachte uns einen Korb voller Spenden, lieben Dank dafür. Und zeitnah ging ein ÖBB-Mitarbeiter vorbei, der des Öfteren schon am Donnerstag vorbeiging und von unserer Aktion begeistert ist, drückte mir € 100,- in die Hand und sagte noch „Macht bitte weiter so, großartig“! Ja, wir werden weitermachen, solange es irgendwie möglich ist. Danke und Vergelt’s Gott für die Geldspende. Inzwischen spürte schon das gesamte Team die Unruhe heute bei unseren Schützlingen, teilweise frech, unruhig und ungehalten. Einige Diskussionen gab es dann mit S., der auf seiner Facebook-Seite ein Bild gepostet hat vor einigen Wochen, dass ich letzte Woche zugespielt bekam, wie er eine Taube umbringt. Ich habe ihn gefragt was oder wen er als nächstes umbringt? Und warum man solch ein Bild noch öffentlich postet? Ich habe ihm deutlich gemacht, dass wir solche Menschen nicht bei unserem Bus haben möchten, die Tiere umbringen und dazu noch lachen. Er wird künftig bei uns nichts mehr bekommen, solche Menschen sind gefährlich, überhaupt als ich ihn gefragt habe wen oder welches Tier er jetzt umbringt? „Ich bin Metzger“ war seine dumme Antwort. Hier gibt es von unserer Seite kein Pardon, er wird sich künftig die Lebensmittel woanders holen müssen. Bei uns sicher nicht mehr. Das ist ein absolutes NoGo! Das wir keinesfalls dulden oder fördern. Diese Aussage ist ja fast schon krank. Ja, wir können leider auch nicht jedem sagen wie er/sie sein/ihr Leben zu leben hat, aber, wenn so etwas vorkommt, gibt es NULL TOLLERANZ! Magistra B. schüttete auch heute Ihr Herz aus bei mir, sie ist leider beruflich gescheitert und lebt getrennt von ihren 3 Kindern. Sie ist mir ebenfalls ans Herz gewachsen. All die 63 anderen Schützlinge heute waren zwar unruhig und ungehalten, aber Covid setzt allen in unserer Reihe derartig zu, viele wissen nicht wie es weitergehen soll…kann. Einen gültigen Einkommensnachweis verlangte ich auch von einem Afrikaner, der heute auch aggressiv war und sich noch nie ausgewiesen hat. Ob ich nun aufgrund seiner Hautfarbe einen Einkommensnachweis verlange, frug er? NEIN, den müssen ALLE bringen, ALLE! Er wollte mir dann noch Rassismus vorwerfen, weil ich von ihm einen Einkommensnachweis verlange. Ich bin der allerletzte der mit Rassismus etwas am Hut hätte, aber es muss erlaubt sein, zu überprüfen wem wir die Spenden anvertrauen. Und das machen wir zurzeit leider nur stichhaltig, weil wir lt. Auflage zuschauen müssen, die Menschen schnellst möglichst vom Bus wegzubekommen. Wir werden baldmöglichst wieder genauestens prüfen, das sind wir EUCH Spender/innen, schuldig. Aber die Auflage von Polizei und Krisenstab des Landes OÖ lassen uns dazu zurzeit keine Chance. Um 18 Uhr räumen wir zusammen und schauen schnellstens ins Warme zu kommen, allen ist mittlerweile kalt geworden. Auch mir, ich spür meine Finger nicht mehr. Gemeinsam haben wir im Nu alles eingeräumt und ab, ins Lager. An alle Spender/innen, die unserem Aufruf von letzter Woche folgten, die uns warme Kleidung für die 2 Mädels spendeten, soll ich von Timmy und Claudia ein herzliches Dankeschön ausrichten. Sie sind überglücklich über die tollen Spenden. Im Lager schnell den Anhänger abhängen, ausräumen, und gleichzeitig den Transporter ausräumen, die ganzen Kühlboxen mit Essigwasser auswaschen, den Teekessel auswaschen und wieder einlagern. Gemeinsam haben wir alles binnen kürzester Zeit geschafft und ich bin so glücklich, dass wirklich jede/r mitanpackt und alles aufräumt. Zum Schluss noch eine kleine Runde im Lager (natürlich mit Abstand) und alle Eindrücke abgefragt, wie unser Team den Tag erlebte? Gemischte Aussagen aber alle im Rahmen der (meist) guten Eindrücke. Für mich war der Tag heute etwas …. Chaotisch, weil dauernd wer nach mir geschrien hat weil so eine Unruhe in der Reihe war. Deshalb kam ich heute nie in einen „guten“ Modus, sondern war völlig durcheinandergewirbelt. Aber auch das darf manchmal sein, ist ja die Ausnahme heute gewesen. Nächste Woche schaut es wieder ganz anders aus. Ich sitze nun schon wieder 3,5 Stunden hier beim Texten und Bilder bearbeiten, und bin froh, wenn ich nun in eine Dusche komme und endlich ein paar Minuten finde, die MIR gehören. Im Kopfhörer läuft „My Name ist Mighty Mighty, Roly Poly“, ein Uraltschinken aus den 70ern, der Gas gibt. Danke an unser gesamtes TEAM, ihr ward wieder großartig. Schön dass es EUCH gibt. Eine tiefe Verneigung gilt unseren Spendern/innen, dass wir auch heute wieder in Linz unsere Aktion machen durften. Habt großen DANK und Vergelt’s Gott! Danke für Eure Aufmerksamkeit und ich wünsche Euch eine gesegnete Nacht, schlaft gut! 🙂 <3

16.12.2020 – Frauenhaus Wels und viele Weihnachtsgeschenke!

Heute, Mittwoch 16.12.2020 ... Spendenlieferung ins Frauenhaus Wels! Viele haltbare Lebensmittel wie z.B. haltbare Milch, Nudeln, Reis, Kaffee, Fertiggerichte, Süßigkeiten und Knabbereien, viele verschiedene Hygieneartikel, Waschpulver, Toilettenpapier, Küchenrollen, Küchen- und Badreiniger, Allzweckreiniger und Geschirrspülmittel uvam.. Auch viele Eurer Weihnachtsgeschenke durften wir heute hier abgeben, für die Kinder und Frauen. Vielen Dank all unseren Spendern/innen dass wir auch hierher Eure Spenden bringen durften. Vergelt's Gott und Danke 🙂 ❤

1.10.2020 – 19° und 80 Schützlinge!

Heute, Donnerstag 1.10.2020
... unser wöchentlicher Verteil-Donnerstag war am Programm. Im Vorfeld der gewohnte Ablauf, am Vormittag Brot, Gebäck, Obst und Gemüse in Haid holen, bei Kaffee und Kuchen und einem Tratscherl geht alles viel besser nachher, also anschließend dann ins Kühllager fahren um dort die gestern Mittwoch hergerichteten Lebensmittel und Getränke abholen. Dann noch schnell einkaufen, für ein flottes Mittagsmenü ala Wiener Würstel in Gulaschsaft. Also dann heim, schnell kochen...schnell telefonieren....alles sollte jetzt schnell gehen, da ich heute alleine unterwegs bin und alle anderen erst um 14Uhr ins Lager kommen. Doch wie es kommen muss, geht auf einmal gar nichts mehr, wichtiges Telefonat mit einer Obdachlosen-Einrichtung, die dringend Lebensmittel bräuchte und sich diese aber selbst nicht holen kann. Wir sind leider immer noch nicht fertig mit unserer Lageradaptierung an die Lagersoftware, deshalb schieben wir alle Spendenlieferungen zur Zeit auf. Das Gefühl das sich dann breit machte in mir, war kein schönes. Da draußen sind viele viele Menschen, die sich zum Teil auf uns verlassen, viele verschiedene Dinge zu bekommen. Zu wissen, dass da draußen irgendwo Menschen sind, die hungern oder frieren weil wir zur Zeit keine Spendenlieferungen machen, ist ein unerträglicher Gedanke. Wir müssen fertig werden, schnellstens mit unserer Lagerräumung. Dieses beklemmende Gefühl, werde ich auch für den Rest des Tages nicht mehr los werden. Es drückt mir den Hals zu, wahrhaftig. Ich koche zwar die Würstel in Gulaschsaft, aber essen...geht jetzt gar nicht. Also auf, ins Lager, alle abgeholten Lebensmittel die wir nachmittags an unsere Schützlinge verteilen wollen, auf Genießbarkeit kontrollieren, durchsortieren und Stapeln. Um 14 Uhr wie jede Woche, trudelt unser heutiges Team ein, Barbara Schwingenschuh Maria Fleischanderl Ingrid Strassl Brigitte Stadler und Wolfgang aus St.Pölten. Noch kurz eine Diskussion über verschiedene Vorfälle, dann geht es aber flott ans einräumen. Transporter und Hänger sind schnell beladen, zusammenhängen und bis zur Abfahrt das Gespann zur Seite stellen. Mein Freund Helmut ruft noch vor Abfahrt an und instruiert mich, morgen einen altmodischen Zahlschein auszufüllen für einen seiner Freunde, der uns eine Geldspende zukommen lassen möchte, er hätte gerne alle relevanten Daten auf einem Blanko-Einzahlungsschein abfotografiert. Da wir ja seit 23.9.2020 Spendenbegünstigt sind, mach ich das liebend gerne morgen. Es tut aber auch so gut, meinen Freund am Telefon zu hören, ein großartiger Mensch mit einer tollen Familie, den ich viel zu selten sehe oder höre. 15.10 Uhr - Abfahrt Richtung Linz. Bei Sonnenschein und sonnigen 19° fahren wir gemütlich und ich sage noch zu Wolfgang, ich rechne heute, da Monatsanfang ist und einige aliquot die Mindestsicherung bekommen, so mit 20-30 Schützlinge, die heute kommen werden. Später werde ich eines Besseren belehrt, es werden heute 80 (!) Schützlinge kommen und sich Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung und Schlafsäcke holen. Die Nächtigungsjetons für die Notschlafstelle, die wir selbst ankaufen und am Donnerstag austeilen, sind schon sehr gefragt. Die Nächte sind nasskalt, feucht und wirklich teilweise schon kalt, da ist jeder Obdachlose froh wenn er eine Nacht in die Notschlafstelle gehen kann. Doch alle Schützlinge über mehr als 2 Nächte (2 Jetons à € 4,-) in die Notschlafstelle einzuladen, ist leider nicht drinnen. Donnerstag für Donnerstag verteilen wir etwa 35-45 Jetons à € 4,-, viel Geld für uns, da wir ja ein Verein sind, der ausschließlich mit privaten Spenden finanziert ist, wir bekommen ja keinen Cent öffentliche Förderung. Deshalb müssen wir gut haushalten mit den Jetons, und es bricht mir immer das Herz wenn dann so gegen Ende unseres Verteil-Donnerstags um 17.45 Uhr noch Menschen kommen, die auch in die Notschlafstelle wollen und ich aber keinen einzigen Jeton mehr habe. Dieses Gefühl liebe Leute, tut richtig tief drinnen, sehr sehr weh. Als wir ankamen den Hänger umdrehen, in Position bringen, Transporter ausladen, Tische aufsstellen und .... Punkt 16 Uhr...es kann losgehen. Der 1. Punkt der angesteuert werden muss ist bei Wolfgang, hier bekommen die Menschen Pizza-Salami, tiefgefrorenen Dorsch oder Fischstäbchen, Käsekugeln vom Schwein oder Pute, die nächste Station ist bei Brigitte, bei der Seitenausgabe des Transporters, wo es Nudeln, Reis, haltbare Milch, Konservendosen uva. gibt, dann weiter zu Barbara zum Schokolade und Süßigkeiten, Maria ist die nächste Station mit Obst, Brot, Gebäck und Gemüse, Wolfgang II gibt für uns die Getränke aus, Beate die in Linz zu uns gestoßen ist, teilt Knabbereien und alles andere vom Hänger aus, und die letzte Station für unsere Schützlinge ist Ingrid bei der Kleidung, wo sich jede/r neue Unterwäsche, neue Socken, warme Jacken und warme Schuhe, Schlafsäcke und Isomatten holen kann. Jede/r? NEIN! Nicht jeder. Heute haben wir begonnen wieder sporadisch Einkommensnachweise zu verlangen, und mussten 3 wegschicken, weil sie für unser Verständnis viel zu viel Pension/Rente bekommen. Hier müssen wir rigoros unsere Glaubwürdigkeit verteidigen, da wir ja auch unseren Spendern im Wort sind. Diese Einkommensnachweise bzw. Versicherungsdatenauszüge (wenn es kein Einkommen gibt) geben uns Orientierung, jeder Bedürftige und Obdachlose soll unsere Spenden in Anspruch nehmen können, aber hierzu muss es auch eine Grenze geben, ab der jemand nicht mehr als "arm" gilt, und diese Grenze kontrollieren wir, darum geht es uns. Es soll niemand durch unser Raster fallen, darauf achten wir sehr penibel, aber wir müssen uns auch vor Spenden-Missbrauch schützen. Unser Verteil-Donnerstag verlief ruhig, bis Herby und seine Freundin kamen, die sich an keine unserer Auflagen hielten, bis sie selbst das Weite suchten. Leider gibt es immer wieder jemanden, die aus der Reihe tanzen, nur, wir sind auf diesem neuen ÖBB-Verteilplatz noch in der Probezeit, und ich möchte nicht riskieren, plötzlich wieder ohne Platz dazustehen. Wir erinnern uns ein paar Wochen zurück, als am alten Verteilplatz in der Böhmerwaldstrasse von heute auf morgen die Maschinen vorgefahren sind und wir unseren Verteilplatz verloren haben, das möchte ich hier KEINESFALLS. Deshalb sind wir auch so auf Disziplin gebürstet, weil hier LKW, Busse und PKW's dicht an uns vorbeifahren. Wie schon erwähnt sollen es am Ende des Tages 80 Schützlinge werden die uns heute besuchten und sich mit Spenden eindeckten. 18 Uhr - unser Tag war ein Guter, ein ruhiger, ein erfüllender. Alles wieder einräumen, ins Lager fahren und alles bis nächste Woche wieder einlagern. Nachbesprechung beim Mäcki wurde schon fixiert, heute gabs Eis, zur Besprechung, das musste heute sein. 20 Uhr Abfahrt Richtung Heimat, auf mich wartet wie jeden Donnerstag der Text zum heutigen Tag, den ich noch schreiben darf, auf verschiedenen Seiten posten und aktualisieren. Ich sage dem heutigen Team ein herzliches DANKE für die großartige Arbeit die Ihr geleistet habt, und unseren Spendern/innen sage ich ein demütiges Vergelt's Gott und Danke, dass ihr uns jede Woche diesen Verteil-Donnerstag ermöglicht, ohne Euch wäre das alles unmöglich. Danke für alles und...schön dass es Euch gibt. Bleibt uns treu und gewogen, wir gehen diesen Weg weiter, solange ihr uns unterstützt. 🙂 <3

17.9.2020 – Verliebt in den neuen Verteil-Platz!

Heute, Donnerstag 17.9.2020 ... unser 2. Verteil-Donnerstag auf unserem neuen Platz auf ÖBB Gelände stand heute auf dem Programm. Wie gewohnt wurden gestern Mittwoch schon alle Vorbereitungen in den Kühllagern getroffen und abgeholt und in Ansfelden eingelagert. Apropos, gestern Mittwoch, 12.25 Uhr Anruf vom Magistrat Linz, Zitat: " Frau K. schrieb Hr. Luger einen Brief in dem gefordert wird, künftig der Obdachlosenhilfsaktion einen Platz in Linz zur Verfügung zu stellen, wo sie ihre Spenden an die Bedürftigen austeilen können". Hr. F. vom Magistrat war freundlich und ich sagte ihm dass Frau K. eigenmächtig handelte und wir nun einen Platz von der ÖBB auf dem alten Bus-Terminal zur Verfügung gestellt bekommen, es aber noch nicht sicher sei wie lange wir hier bleiben können. Er meinte dann, es wäre gut wenn wir vorübergehend auf diesem ÖBB Gelände eine Bleibe hätten, dann könne er sich auf die Suche nach einem adäquaten Platz umschauen, den uns die Stadt Linz anbieten könnte. Ich war total sprachlos, da wir bis heute immer nur Abneigung und Gegenwind vom Linzer Magistrat bekamen. Auch meinte er "Wir wußten ja nichts von Ihrer Verteilung in der Kärntner bzw. Böhmerwaldstrasse, es gab nirgendwo einen Eintrag. Ja, weil wir nur eine mündliche Duldung hatten am alten Verteilplatz, und selbst diese wurde widerrufen. Hr. F. erwartet morgen Freitag einen Anruf von mir, um zu erfahren wie die Verantwortlichen der ÖBB, die zum teil heute bei unserer Verteilung anwesend waren und absolut überrascht waren dass es so diszipliniert und streng nach allen Vorgaben abläuft. Wir bekamen heute nur den erhobenen Daumen als Antwort, was uns sehr beruhigt, das werde ich morgen Früh an Hr. F. vom Magistrat weitergeben, so hat er genug Zeit für uns eine gute Alternative zu finden, das wäre einfach nur großartig, da ja auch das ÖBB Gelände auf dem wir jetzt sind, in absehbarer Zeit verkauft wird und wir dann ohnehin weg müssen dort. Trotzdem, es tut sich wirklich eine große Tür auf, die wir fest verschlossen glaubten, Hallellujah! 🙂 Ein Dankesgebet ging Richtung Himmel, manchmal bin ich einfach nur sprachlos, was unser Herr da oben alles möglich macht. In dieser Sache halte ich Euch am laufenden. Heute Vormittag dann mit Christian wie gewohnt aus Haid Brot, Gebäck, Obst und Gemüse geholt. Anschließend noch zur Transdanubia, als kleines Dankeschön Blumen für die Frau des Geschäftsführers abgeben und den Vormittag dem Hr. Lehner noch etwas versüßen, Hr. Lehner ermöglicht uns die Lagerung unserer Spenden im Kühllager und im Tiefkühl-Lager, das ist so eine großartige Geste dass ich nicht oft genug DANKE sagen kann. Heute eben mit Süßem und Blumen. 🙂 Anschließend ins Lager Ansfelden und alles durchschauen und durchsortieren. Zeitweise muss ich mich herausnehmen, weil mir derart schlecht war, schwindelig und einfach unwohl. Mit diesem unguten Gefühl dachte ich heute schon zu Mittag an einen Abbruch des Verteil-Donnerstags. Mir zitterten die Hände, die Beine und naja....bald aber verging diese Attacke und ich merkte wie es mir schnell wieder gut ging. Also auf mit Christian schnell Mittagspause machen beim Mäcki, mehr schnell als gut, wir brachen die Zelte bald wieder ab und gingen zurück ins Lager, wo Wolfgang schon wartete. Maria kam dann auch gleich und Maria kümmerte sich wie immer um das aufschneiden der Pizza-Salami und der Einteilung was wir alles mitnehmen heute. Sie macht das wirklich toll. Als wir dann zu 4. waren begannen wir mit dem einladen unserer Donnerstagswagerl, danach gleich die Getränke und alles andere ebenso gut sortiert alles sicher einräumen und verzurren. Danach wird noch der Anhänger fertig geladen und in Position zum anhängen gebracht. Um 15.10 Uhr Abfahrt vom Lager Ansfelden, Barbara Nowecki (ProntoPronto Show - Die Kellnersensation) nahm in ihrem Bus unsere Maria und Ingrid mit, Brigitte fuhr selbst und bei mir fuhren Rena und Wolfgang mit, wir fuhren einem bedeckten, nicht schön anzusehenden Himmel entgegen, das nächste Stoßgebet "Herr lass es bitte bitte nicht regnen", was soll ich sagen, es blieb trocken 🙂 . Um 15.25 Uhr Ankunft in Linz, altes Bus-Terminal, etwa 12-15 Schützlinge warteten schon auf uns. Wir waren zuerst beschäftigt mit der Positionierung der Fahrzeuge und anschließend mit der Absperrung, an der entlang unsere Schützlinge sich halten müssen. Ebenso an den gewohnten Abstand, an die Mund/Nasen Masken und an Disziplin. Punkt 16 Uhr Beginn der Ausgabe, man hört schon wieder Sätze wie: "Stell dich hinten an, ich war vor dir da und wer weiß wieviel sie heute an Lebensmittel dabei haben". Ich konnte alle beruhigen, wir hatten genug für alle. Unser Sortiment war auch heute wieder ein Breites und Gutes. Erinnern musste ich unsere Schützlinge immer nur an die 2m Abstand, die einzuhalten sind. Sonst wirklich alles ruhig, vorbildlich. Die Zeit verging im Flug, um etwa 17.30 Uhr kamen noch 2 Spenderinnen vorbei, die uns 2 volle Einkaufstaschen voller haltbarer Fertiggerichte brachten, Vergelt's Gott und Danke an dieser Stelle. 17.55 Uhr, zusammenräumen, einpacken und Aufbruch Richtung Lager Ansfelden, wie gewohnt alles ausräumen, alles wieder einlagern und nebenbei durchfragen wer denn bei der Nachbesprechung beim Mäckie wieder dabei sein wird...Ingrid Strassl, Barbara Nowecki ... Wolfgang aus St.Pölten, Rena Meinhart und ich. Ich freue mich immer riesig, wenn wir hinterher noch ein wenig den Tag ausklingen lassen bei einem Meinungsaustausch. Besser kann doch ein Tag nicht enden. Ich möchte mich hier wieder bei all unseren Spendern/innen bedanken, die uns auch heute den Verteil-Donnerstag wieder ermöglichten. Vielen herzlichen Dank und Vergelt's Gott für alles was Ihr macht für uns, und DANKE dass Ihr den Weg mit uns gemeinsam geht. Vielen Dank auch an dieser Stelle an die Firma Humer-Anhänger aus Gunskirchen, die uns den großartigen Anhänger an unsere Bedürfnisse anpasste und ihn uns stark vergünstigt zur Verfügung stellen. DANKESCHÖN! Danke auch an unser Team, das Donnerstag für Donnerstag, Samstag für Samstag und all die anderen Tage im Lager immer helfen und mit anpacken. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich! 🙂 ❤ Schön dass es EUCH gibt, liebe Spender/innen und liebes Team! Hier beginnt wie üblich die restliche Arbeit für mich, die niemand mehr sieht, Euch trotzdem noch einen schönen Abend und alles liebe. 🙂

14.7.2020 – Die 1. von 3 Spendenlieferungen heute fürs SWS Wels!

Heute, Dienstag 14.7.2020 ... die 1. von 3 Spendenlieferungen holte sich heute die Welser Notschlafstelle, das sws Wels aus unserem Lager ab. Wir verpackten 120 haltbare 400g Fertiggerichte, 140 Dosen- und Packerlsuppen, 20kg Zucker, 48l haltbare Milch, 25kg Kaffee, 40kg Nudeln, 15kg Reis, 20 Dosen à 3kg Fertiggerichte und Dosengemüse wie Linsen und Bohnen, 12l Essig und 10l Speiseöl, Wurstaufstriche, 40 Dosen Gemüse im 400g Gebinde, 50 Dosen Tomatenfisch, 40 Dosen Thunfisch, 14 Gläser Sauergemüse, 20 Gläser Sugo, 15 Pkg. à 8 Paar Cabanossi, 20 Pasta Snacks, viele, viele Süßigkeiten und Knabbereien, 60kg Waschpulver, je 1 Jumbopackung Toilettenpapier und Küchenrollen, 10 WC Reiniger, Essigreiniger, 10 Geschirrspülmittel, Damenhygiene, 70 Shampoos und 50 Duschgels, 30 Deo's, 30 Dosen Rasierschaum, 100 Einwegrasierer, Taschentücher und Wattestäbchen, Kämme und Bürsten, Feuchttücher, 4 Schlafsäcke und 4 neue, hochwertige Isomatten, 1 Zelt, 11 neue Rucksäcke u.v.a.m.. Vielen, lieben Dank all unseren Spendern/innen, die die heutigen Spendenlieferungen erst möglich machten. Eine tiefe Verneigung und ein demütiges Vergelt's Gott.