25.6.2020 – “Ohne Euch gäbe es viele von uns nicht mehr!”

Heute Donnerstag, 25.6.2020 ... unser wöchentliches Hauptereignis, nach der gestrigen Spendenlieferung ins Welser Frauenhaus, stand heute wieder am Tagesplan, unser Verteil-Donnerstag in Linz. Der Tag begann stressig, da ich aus Eferding eine größere Spende abholen musste (es wird ein eigenes Posting dazu geben), die eigentlich für Freitag geplant war, es sich aber morgen nicht mehr ausgeht mangels dichtem Zeitplan und mehrerer geplanter Vorhaben. Also ab nach Eferding, von dort ins Kühllager, die gerade abgeholte Spende einkühlen und die ganzen Kühlwaren für den Nachmittag gleich zusammenrichten und einladen in unseren Transporter. Mit der Kühlware dann Richtung Haid, Brot und Gebäck abholen, noch ein wenig ratschen und Meinungen austauschen, dann ab ins Lager, all die Frischesachen sofort wieder einkühlen und auch gleich so einteilen um es nachmittags nur mehr einzupacken ohne viel zusätzlicher Arbeit. Zuerst aber die gesamten Lagertrolleys herausfahren und alles gleich so herzurichten, dass es übersichtlich und leicht erkenntlich ist für den Verteil-Donnerstag, d.h. welche Lebensmittel auf den Anhänger und welche in den Transporter geladen werden. Den ganzen Einkauf von gestern auch noch in einen Trolley laden und ebenfalls im Gang abstellen. Am Abend wenn wir retour kommen von Linz, wird alles wieder ins Lager reingeräumt. Nachdem ich im Lagergang ein völliges Chaos angerichtet habe, fahre ich schnell heim um eine Kleinigkeit zu essen und noch 40 Nächtigungsjetons à € 4,- für die Notschlafstelle Linz einzupacken, heute werden viele Schützlinge kommen, deshalb diese 40 Jetons im Wert von €160,-, vermutlich werden wir die heute alle brauchen damit die Leute wenigstens 1-2 Nächte ein trockenes, warmes Bett haben. Mehr als 2 Jetons pro Person können wir nicht weitergeben, da wir selbst die Jetons von Spendengeldern kaufen müssen und damit sparsam und sorgsam umgehen müssen. Nach der 2Kleinigkeit" fahre ich wieder ins Lager, Maria Fleischanderl und Wolfgang Wegener warteten schon auf mich. Maria stürzte sich gleich über die Salami, diese aufzuschneiden und abzupacken, die ganze Frischware nochmal umzuschlichten damit sich alle Helfer/innen bei der Ausgabe leichter tun und alles leicht auffindbar ist. Leider sagte dann Markus, der heute unserer Ausgabe beiwohnen wollte, ab, aber ein andermal klappt es sicher. Darauf freue ich mich schon. Es ist immer großartig, wenn sich verschiedene Menschen unsere Donnerstags-Aktion aus der Nähe vor Ort anschauen und vielleicht auch noch mithelfen und so Kontakt zu unseren Schützlingen bekommen, und die eine oder andere Lebensgeschichte, das eine oder andere Schicksal hören. Viele Menschen hatten wir auf diese Weise schon zu Gast bei unserem Bus, und ich glaube dass wirklich alle einiges für sich mitnehmen konnten, Erkenntnisse, Gedanken, Erzählungen oder einfach nur Bilder. Um 14Uhr kamen dann noch Barbara Nowecki, Brigitte Stadler & Ingrid Strassl, so war dann unser heutiges "Einlade-Team" zusammen. Wolfgang kümmerte sich ums Obst, Brot und Gebäck, dann ab den elektr. Hochhubwagen holen, unsere Donnerstagswagerl standen schon bereit, einer im Bus von oben das Gleichgewicht halten, und beidseitig vom Wagerl ebenfalls je eine Helferin zum balancieren und zur Sicherheit. Der Transporter war bald geladen, zum Schluss noch unseren neuen transportablen Kühlschrank laden, der auch mit Akku läuft, um die Kühlkette für die ganze Frischware einzuhalten. Den Transporter einmal umdrehen, den geliebten, neuen Anhänger, den uns die Fa. Humer GmbH aus Gunskirchen nach unseren Wünschen herstellen ließ und uns kostengünstigst zur Verfügung stellt, anhängen. An dieser Stelle nochmal ein ganz ganz großes DANKE der Fa. Humer, für diese tolle, menschliche Geste. Nach dem anhängen nochmal alles kontrollieren und für die Abfahrt fertig machen. Ingrid Strassl und Wolfgang fahren im Transporter mit mir, die Wolken die mich aus dem Mühlviertel anlachen, schauen so feucht aus, aus der Ferne. Es waren Regenwolken. Ich betete zu Jesus "Bitte Bitte KEIN REGEN, ich hab doch extra deswegen zu Mittag zusammengegessen". In Linz angekommen waren 2x 2 Parkplätze wie für uns geschaffen. Wolfgang, unser Schützling vor Ort, der uns jede Woche hilft, hielt uns diese Plätze frei. Besser geht nicht. Anhänger positioniert, Transporter abgestellt, mittlerweile war es 15.45 Uhr, Zeit um langsam auszuladen und auf den Tischen aufzudecken. Andrea Dostl, Beate Loeffler & Markus Obermayr stießen heute noch in Linz zu uns um uns tatkräftigst zu unterstützen, da wir mit etwa 100 Schützlingen rechnen. Im Nu war alles aufgestellt, wir haben gerade begonnen mit der Ausgabe, begann es zu regnen und hörte bis etwa 17.30 Uhr nicht mehr auf. Nass bis auf die Haut, Hose, T-Shirt, Schuhe, Socken...hoffentlich wird das keine Verkühlung. Was solls, es muss weitergehen, 91 Schützlinge, die dann auch wirklich heute bei unserem Bus waren, wollen Lebensmittel, Hygieneartikel und Kleidung, wenn's geht ohne lange im regen stehen zu müssen. Bei dieser Anzahl geht es aber ohne Wartezeiten nicht, manche hatten einen Knirps dabei, manche wie z.B. Elvisa kamen gar nur in Stricksocken, ohne Schuhe zu uns, wir sorgten hier sofort für neue Socken und neue Schuhe für Elvisa. Ganz stolz zeigte sie die auch gleich in der wartenden Runde her. Viele viele Aussagen kamen auch heute wieder: z.B. "Wir sind echt so froh, dass ihr uns helft, wir wüßten nicht weiter wenn's Euch nicht gäbe" .... "Ohne Euch gäbe es einige von uns schon lange nicht mehr, DANKE dass Ihr uns helft und zu uns steht". Wenn das gestandene Mannsbilder sagen, bleibt dir ein riesengroßer Knoten im Hals stecken. Nicht alles wurde direkt zu mir gesagt, aber alles zu unserem Team. Natürlich wollen wir für unsere Schützlinge da sein, natürlich wollen wir helfen, und natürlich machen wir unsere Aktion aus tiefster Nächstenliebe mit ganz viel Herzblut von jedem Einzelnen. Das macht uns als TEAM...uns als Verein aus. DANKE dem gesamten TEAM für Eure Unterstützung, Eure Hilfe, es ist nicht selbstverständlich, ehrenamtlich so einen Dienst zu machen, manchmal gehen die Schicksale richtig an die Nieren. Wir begegnen unseren Schützlingen auf Augenhöhe mit aller Wertschätzung, und das spüren unsere Schützlinge und danken es mit vielen Aussagen, mit einem Lächeln oder einer anderen liebevollen Geste. Gegen 17.30 Uhr hörte der Regen auf und die letzten 2 Nachzügler wurden auch noch versorgt mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln, all unsere Frischware ging aus, viele Dinge im Bus waren ebenfalls weg und aus, selten das wir so leer zurückfahren. Aber wir sahen heute wieder deutlich, wie wichtig unsere Aktion ist. Danke allen Spendern/innen und Gönnern/innen dass wir jede Woche diese, unsere Aktion machen dürfen. Es tut so gut zu helfen. Zurück im Lager alles flott ausgeräumt und beschlossen, wir brauchen heute unbedingt ein "Nachbesprechungs-Eis" beim McDonalds nebenan. Was wir dann auch schlemmten. Bei diesen Nachbesprechungen werden immer wieder verschiedene Dinge, verschiedene Aussagen der Schützlinge diskutiert und drüber gelacht oder gar geweint. Es tut so gut so ein tolles TEAM zu haben, das Woche für Woche, sogar im strömenden Regen, aushält und an einem Strang zieht. DANKE dafür Und so kam ich gegen 20 Uhr heim und sichtete die Fotos und schreibe wie üblich den Text hier, trotzdem warten noch viele verschiedene Arbeiten heute auf mich. Morgen früh wieder Spendenliefern, Spendenabholen u.v.a.m., also die Arbeit geht uns nicht aus, in diesem Sinne danke dass Ihr mein ganzes Posting durchgelesen habt. Vergelt's Gott

18.6.2020 – ein toller Tag voller Dankbarkeit!

Heute, Donnerstag 18.6.2020 .... wir hatten heute natürlich wieder die an strenge Regeln gebundene Genehmigungen von Krisenstab des Landes O.Ö. und der Polizei, für unseren Verteil-Donnerstag. Der eigentliche Tag begann schon gestern mit der Einlagerung des gespendeten Obst und Gemüses, der vielen Schokolade und der ganzen Frischware aus Wien. Vielen Dank an dieser Stelle an den Sozialmarkt Foodpoint, der uns immer wieder im Abstand von 14 Tagen mit wertvollen und dringend notwendigen Lebensmitteln versorgt, lieben Dank an dieser Stelle an Marius Aigner 🙂 . Danke auch an unseren Christian Jung der mir immer Wochentags behilflich ist bei all der Lagerarbeit, bei all den Spendenabholungen oder Spendenlieferungen. Ich bin stolz dich in unserem Team zu haben. Hier möchte ich anmerken, dass wir großartige und tolle Helfer/innen haben, unser Team ist hochkompetent, einfühlsam und immer wertschätzend gegenüber unseren Schützlingen. Ich bin MEGASTOLZ auf EUCH ALLE. Schön dass es EUCH gibt! 🙂 <3 Heute Donnerstag früh wie gewohnt Brot und Gebäck in Haid abholen, dann weiter ins Kühllager zur Fa. Transdanubia, wo wir dank Hr. Lehner Günther kostenlose Palettenstellplätze im Kühl- sowie im Tiefkühllager nutzen dürfen. Eine so wertvolle Geste für die ich am liebsten täglich DANKE sage. Im Kühllager alles vor-kommissionieren und auf Palette schlichten, anschließend alles in unseren Bus räumen und auf zu meinem Lieblings-Hofer Mittagessen kaufen und auf dem Heimweg noch schnell volltanken und dann aber schnellstens den Herd für das schnelle Mittagessen wärmen. Manchmal, so wie heute, verdamme ich mein Handy, weil es mich oft nicht einmal fertig essen lässt, heute aber war es ein Anruf mit der Info über den Tod einer guten Freundin. Eine langjährige Spenderin und Wegbegleiterin unserer Obdachlosenhilfsaktion verstarb gestern während einer Routineoperation im Krankenhaus. Vielen lieben Dank an dieser Stelle, liebe Anita Zischka für all deine Unterstützung, deine Hilfe, deine Stunden in unserem Lager, deine Emotionen und deine immer gut gemeinten Ratschläge, Danke für deine Schützlinge die wir auch weiterhin gut versorgen werden. Wir werden dich nicht vergessen. 😢
Um 13 Uhr Ankunft im Lager, Maria Fleischanderl wartete schon auf mich, Wolfgang kam direkt nach Maria, wir luden den Transporter aus, die ganze Frischware in den Kühlboxen sowie in der neuen, transportablen Kühl- Gefrierkombi verstauen, Pizzasalami aufschneiden und verpacken, Ingrid Strassl war inzwischen schon am einpacken wichtiger Kleidungsstücke, Schuhe, Decken usw., Barbara Schwingenschuh half mit beim einladen und hatte den Überblick was an Gemüse und Obst wo eingeladen wird. Brigitte Stadler räumte ihr Hygiene-lager um und bestückte noch schnell die Wagerl mit notwendigen Sachen. Gerlinde Körner tauschte sich mit allen noch aus, einige Neuigkeiten werden noch abgeglichen und vervollständigt. Zu 4. wird alles aufgeteilt in Anhänger und Transporter, 15 Uhr, der Anhänger wird angekoppelt und Wolfgang vergattert um nachzuschauen dass wir nirgendwo schrammen. Barbara und Wolfgang fahren mit mir im Transporter und wir alle sind gespannt was heute los sein wird, wieviele Schützlinge heute kommen werden, ob es Vorfälle geben wird etc.. Um 15.15 Uhr sind wir auf unserem Platz, etwa 25 Schützlinge warten zu diesem Zeitpunkt schon auf uns, gesamt am Ende werden es 72 Schützlinge sein, die wir heute wieder mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, neuen Schuhen und Kleidung, Schlafsäcken und Isomatten sowie Decken und vielem anderen versorgen. Es macht große Freude tief drinnen im Herzen, helfen zu können, helfen zu dürfen. Alle sind diszipliniert, wie immer streitet Harald (ein Schützling) um den 1. Platz bei Ausgabebeginn. Wir bauen den Anhänger um und schlichten alles aus Bus und Anhänger, machen uns fertig um pünktlich um 16 Uhr beginnen zu können. Da kommt mir grade noch M. recht, da ich in den letzten Wochen merkte dass M. nicht mehr an seine Chance im Leben glauben möchte, weil er nur gepiesackt wird von Behörden und Ämtern, nicht ernst genommen wird und eigentlich nur hier leben möchte. Man stellt ihm aus fadenscheinigen Gründen keine Papiere aus, nicht einmal einen Ausweis bekommt er, geschweige denn von Arbeitspapieren. M. ist weder Asylwerber noch Flüchtling, das Schicksal hat ihn nach Österreich gebracht. Er spricht sehr gutes Deutsch und bekommt keine Chance, sich zu etablieren, sich ein Leben aufzubauen. Er schläft in der Notschlafstelle und geht oft einen ganzen Vormittag in eine Linzer Sozial-Einrichtung arbeiten, um €12,- den ganzen Vormittag. Ich möchte ihm helfen, weil er ein großartiger Mensch, ein toller Mann ist. Nach dem Telefonat mit einem Freund von mir hat er Freudentränen in den Augen, er darf ihm helfen, darf kleine Dinge erledigen. Ich bin glücklich solche Freunde zu haben, die nicht wegschauen! M. bedankte sich gefühlte 100 Mal, ich musste mich dann wieder um die einzelnen Ausgabestellen kümmern und alles im Blick haben. Alles ruhig, alle zufrieden, alle glücklich und dankbar. Die Zeit verging im Flug, 17.50 Uhr, wir beginnen alles zusammenzuräumen und alles einzupacken. 18.05 Uhr Abfahrt ins Lager, dort alles ausräumen und wieder einlagern, anschließend gab es noch mit Beate Loeffler (die die ganze Frischware vorbildlich an den Mann/die Frau brachte), Gerlinde und Maria Fleischanderl eine von usn so geliebte Nachbesprechung beim McDonalds nebenan. Bis 21.15Uhr wurde die Besprechung ausgedehnt und viele Themen wurden nochmal besprochen, zerpflückt und wieder zusammengepuzzelt. Es war ein toller Tag mit Euch, DANKE! Vielen, vielen Dank wie immer an all unsere Spender/innen und Gönner/innen, das wir diese, unsere Aktion jede Woche in dieser Form machen dürfen und machen können, dank EURER Unterstützung. IHR SEID GROSSARTIG UND EINZIGARTIG! Schön dass Ihr den Weg mit uns geht und uns immer wieder so toll helft. DANKESCHÖN 🙂 <3 Was bleibt sind jetzt noch Stunden, die ich brauche um alles aufzuarbeiten was den ganzen Tag liegen blieb. 🙂

11.6.2020 – Ein Verteil-Donnerstag mit großer Dankbarkeit!

Heute Donnerstag, 11.6.2020 stand trotz Feiertags wieder unser Verteil-Donnerstag auf dem Programm. Im Vorfeld bekam ich eine E-Mail von Sr. Lydia, die sich in Ihrer Freizeit immer wieder um Obdachlosen kümmert, sie hätte jemanden der vor ein paar Tagen eine kleine Wohnung bekam aber nur ganz wenig Geld, um für sich sorgen zu können. Sr. Lydia sorgt immer wieder dafür, dass unsere Spenden auch wirklich die Ärmsten bekommen, deshalb unser großes Vertrauen und die heute übergebenen Lebensmittel für dieses Anliegen von ihr. Es ist uns wichtig, Menschen zu helfen die sich selbst nicht mehr versorgen können. Also wurde schon heute Mittag eine Einkaufstasche voller Lebensmittel sowie 1 Paar neuer Schuhe, neuer Socken und neuer Unterwäsche gepackt, um es später zu übergeben. Nach all den Vorbereitungen Gestern Mittwoch und heute Vormittag wurde nach Ankunft heute Mittag im Lager der Transporter ausgeladen, Brot und Gebäck, Süßigkeiten, Obst und Gemüse...alles raus, das kommt später in den neuen Anhänger. Unsere altbewährten Wagerl, die vollgestopft sind mit Lebensmittel und Hygieneartikel wurden als erstes geladen, dazu waren wieder insgesamt 4 Personen erforderlich, um das kippen der Wagerl zu verhindern. Alles fest verzurren, Getränke, Speiseöl und Essig und all den Rest hinten reinladen, dann den Transporter umdrehen um den Anhänger anzukoppeln. Unsere Ingrid Strassl kümmerte sich um die Vervollständigung der Kleidung, die wir mit dem neuen Anhänger dorthin übersiedelten. Alle Schuhe die wir mitnehmen noch schnell umräumen und kontrollieren auf Vollständigkeit. Unser System im neuen Anhänger ist noch nicht perfekt, wir müssen noch viel probieren und adaptieren, um alles bestmöglich für unsere Arbeit einzurichten. Der Anhänger war dann auch bald bestückt mit der ganzen Kleidung und all den Dingen, die vom Anhänger aus ausgegeben werden. Verschiedene Knabbereien, Cabanossi, Hartwurst, Salate, verschiedenes Gebäck. Unsere Fahrt nach Linz war begleitet von Sonne und teilweise blauen Himmel, und ganz bestimmt auch von viel Vorfreude auf unsere Schützlinge. Einige Themen wurden auf der Fahrt noch besprochen, als wir dann angekommen waren, standen schon etwa 15 Schützlinge an unserem angestammten Platz. Anhänger gegenüber dem Transporter abstellen, alles herrichten und aufstellen, Anhänger öffnen und griffbereit herzurichten, Transporter genauso teilweise ausladen und all die Frischware, Aufstriche, Salami u.v.a. in den Kühlboxen griffbereit herrichten. Punkt 16 Uhr ist Start für die Ausgabe, begonnen wird am Transporter und enden wird die Runde für unsere Schützlinge bei Steffen und Ingrid beim Anhänger. Heute holten sich auch gleich zu Beginn der Ausgabe einige wieder T-Shirts, Jeans, Socken und Unterwäsche und Schuhe. Trotz allem achten wir auf die Sicherheitsabstände, manchmal müssen wir unsere Schützlinge an den Abstand erinnern, aber kein lautes Wort kein Murren, alles gut! Vorsicht ist trotz allem immens wichtig, da wir immer noch strenge Auflagen von Krisenstab des Landes OÖ und Polizei zu befolgen haben. Gleich nach Opening kam auch schon Sr. Lydia, die die vorbereiteten Einkaufstaschen gerne in Empfang nahm und wir uns noch ein paar Minuten austauschten, bevor sie sich bedankend verabschiedete. Immer wieder ein Erlebnis, Sr. Lydia sowie Sr. Tarcisia Valtingoier zu treffen und zu quatschen. Einige Minuten später ging ich zum Anhänger um nachzuschauen ob alles OK ist, kaum dort angekommen, kommt unsere Brigitte Stadler und drückt mir eine Einkaufstasche im Design-Outfit in die Hand, "das wurde gerade abgegeben". In der Tasche waren etwa 20 Pkg. Zigaretten im Extra großen Umfang mit 28 Stk. Zigaretten. Ich suchte aber fand die Dame leider nicht mehr um persönlich DANKE zu sagen, was ich hiermit gerne mache, VERGELT'S GOTT! Beim Bus waren heute extrem viele neue Jugendliche, insgesamt waren heute 43 Schützlinge bei uns die sich wieder mit allem Notwendigen versorgten. Die Zeit verging im Flug, es kamen heute wieder einige die seit Wochen nicht mehr da waren, es tat gut sie zu sehen. Insgesamt vergaben wir heute wieder 30 Nächtigungsjetons für die Linzer Notschlafstelle. Alle waren heute wieder wirklich dankbar und sagten auch des öfteren "DANKESCHÖN". Am Lächeln erkennt man wie dankbar alle sind, und uns tut es gut, dort zu helfen wo es dringend notwendig ist. DANKE und VERGELT'S GOTT all unseren Spendern/innen und Gönnern/innen, das wir auch heute wieder Spenden verteilen durften. Pünktlich ging es zurück ins Lager nach Ansfelden, alles ausladen, Anhänger abstellen, Transporter ausladen und alles verstauen. Vielen Dank an unser heutiges Team das wieder ganz großartig arbeitete, DANKE! So geht ein langer Tag langsam zu Ende, wobei das Ende noch nicht absehbar ist, da noch viel Arbeit am PC wartet, die getan werden muss. Lieben Dank allen Wegbegleitern/innen, Spendern/innen, Helfern/innen und Unterstützer/innen. IHR SEID KLASSE!

7.5.2020 – Zu helfen ist eine große Verantwortung!

Donnerstag 7.5.2020 ... Nach den 5 Spendenlieferungen vom Montag und Mittwoch, stand heute unser Verteil-Donnerstag auf dem Programm. Da unsere Inventur immer noch nicht abgeschlossen ist, wir aber nicht mehr viel Zeit haben, war heute 10Uhr Treffpunkt Lager Ansfelden vereinbart um weiter der Inventur nachzugehen und gleichzeitig den Donnerstag Nachmittag vorzubereiten. Es kamen viele viele aktive Vereinsmitglieder um alles zu zählen und aufzuschreiben, und es kamen 2 neue Vereinsmitglieder die ich hiermit herzlichst begrüße, Petra und Sohn Dominik, auch sie halfen gleich mit und scheuten ebenfalls keine Mühe oder Schwere. Ich fuhr dann gleich mit Dominik nach Haid, Brot und Gebäck zu holen, anschließend noch ins Kühllager um die gestern dort eingestellten Gemüsekisten und Aufstriche abzuholen. Salate bekamen wir ebenfalls von der Fa. Transdanubia zu Hauf geschenkt, sowie gestern schon für die Notschlafstelle Steyr viele, viele Sandwiches. Vielen Dank für diese tollen Spenden Hr. Lehner G.. Alles geladen, also auf zurück ins Lager um dort den anderen Teammitgliedern zu helfen. Alles heikle, was eingekühlt werden musste wurde umgehend kühl gestellt und dann gings wieder ans zählen der verschiedensten Artikel. Um 12 Uhr lud ich alle zu einem Mittagessen von McDonalds ein, Steffen (ebenfalls neu und ein toller, neuer Helfer) fuhr mit mir rüber, um es abzuholen. Gemeinsam wurde im Stehen gegessen und das Eine oder Andere Späßchen gemacht, eine lockere Stimmung die jedem gefallen hat. Nach dem Essen noch diverse Zählungen, Notizen und Dokumente zusammenheften. Sodale, Zeit alles in den Bus zu schlichten, Wolfgang und Steffen übernehmen das gewissenhaft, der Bus ist heute voller als sonst, weil wir viel Gemüse bekamen. 15.05 Uhr - auf geht's Richtung Linz. Parkplätze gibt es Gottseidank genug, wir warten noch mit ausladen, ein Bekannter ruft an er komme mit dem Präsidenten der Mondseeländer Rotarier, mit denen ich vor 2 Wochen eine Videokonferenz hatte und erklärte, worum es bei unserer Aktion geht. Dieser Vortrag kam sehr gut an, und deshalb heute der Besuch. Als die Beiden dann vor Ort waren und sahen was wir so machen an den Donnerstagen, waren beide erstaunt und positiv gestimmt, sparten nicht mit Lob und zogen einen Lieferschein aus der Tasche, wo die Rotarier einen Lebensmitteleinkauf für uns beim Großhändler F. Willibald um €1296,- orderten. Eine sensationelle Spende, vielen Dank an dieser Stelle für diese tolle Geste der Menschlichkeit. Dann kam ein "altbekannter" Schützling, der einige Wochen nicht da war. Mindi (Namen geändert), schläft in der Nowa (Notschlafstelle B37), dort behauptete vor wenigen Wochen ein anderer Obdachloser, "Mindi" hätte ihm € 400,- gestohlen um sich anschließend einen Kapuzen-Sweater (Hoodie) von "Calvin Klein" kaufen zu können. Nun, dieser "Calvin Klein" Kapuzen-Sweater, und das weiß ich so gut als wär es gestern gewesen, bekam "Mindi" im Jänner von uns ausgehändigt, und hat "Mindi" nicht selbst gekauft. Der Obdachlose zeigte ihn an, und der wurde deshalb jetzt fast 14 Tage in U-Haft genommen, wegen Diebstahl. Wir werden mit einer Bestätigung bezeugen, dass dieser Kapuzen-Sweater aus unserem Lager stammt, und somit die ganze Sache hoffentlich erledigt ist (Aufzeichnungen gibt es ebenfalls dazu). Das Kleidungsstück wurde beschlagnahmt und ich werde morgen am Posten Lenaupark das ganze aufklären und "Mindi" entlasten. Dass er deshalb fast aus der Fassung flog, war klar. Er war total aufgelöst, weil er nichts unrechtmäßiges getan hat. Weitere 10 Minuten später besuchte uns die zuständige Dame des Krisenstabes des Landes O.Ö., Mag. L. bei unserem Bus. Es ist die Dame, die uns jede Woche diesen Verteil-Donnerstag erst möglich macht, gemeinsam mit den Kommandanten der Polizei Bahnhof. Sie überzeugte sich von unserer Arbeit und sah auch dass wir alle die Sicherheitsauflagen einhalten, was ihr ein großes Lob wert war. Dieser Besuch hat mich echt gefreut, weil man sich sonst nur am Telefon hört, nun hat die Dame auch ein Gesicht zur Stimme. Als wir dann so gegen 17.40 Uhr zum zusammenräumen begannen, den Bus schließen wollten, sprang unsere Seitentür aus der Führung und konnte nicht mehr geschlossen werden. Steffen, Thomas und Wolfgang spielten sich solange, bis das Führungsrad wieder in der Führungsschiene war, dann konnten wir Richtung Ansfelden aufbrechen. Dort alles ausladen, die Kühlware wieder ins Kühllager bringen, dann heim und Rasen gießen, damit der Samen weiterhin gedeiht. Vielen herzlichen Dank ans gesamte Team, das heute wieder großartige Arbeit leistete, und eine tiefe Verneigung all unseren Spendern, die uns Woche für Woche unterstützen und begleiten. VERGELT'S GOTT UND DANKESCHÖN! Jetzt noch den text fertig schreiben und dann all die Zählungen in die Lagerverwaltung eintragen, wird wieder eine lange Nacht mit wenig Schlaf. Euch noch einen schönen Abend uns alles liebe!

Spendenlieferung Soziale Arbeit Salzburg

4.5.2020 – Die erste der heutigen Spendenlieferungen!

Heute, Montag 4.5.2020 ... Der Arbeitstag begann heute um 7.15Uhr mit der Beladung unseres Transporters im Lager. Heute mit dabei Gerlinde Körner. Die ersten beiden Spendenlieferungen gingen heute nach Vöcklabruck! Zuerst das Frauenhaus, das sich haltbare Lebensmittel und Fertiggerichte, Nudeln, Reis, Sugo, haltbare Milch, Hygieneartikel wie Duschgel, Shampoo, Damenhygiene, Cremeseifen und Reinigungsmittel wie Boden- und Allzweckreiniger, Glasreiniger, Toilettenpapier, Küchenrollen, 30kg Waschpulver, WC Reiniger u.v.a.m. wünschte. Lieben Dank allen Spendern, die diese Spendenlieferung erst möglich machten! Vergelt's Gott und Danke!  

30.4.2020 – Der Verteil-Donnerstag, wie er sich heute zeigt!

Heute, Donnerstag 30.4.2020 ... der Tag beginnt eigentlich schon am Mittwoch mit allen Vorbereitungen. Im Kühllager alles vorkommissionieren und zusammenstellen, aus dem Tiefkühllager eingefrorene Pizza-Salami holen und zum auftauen ins Lager bringen, logistisch alles vorbereiten damit wir am Donnerstag starten können. Nach einer 5 Stunden Nacht, ziemlich geschlaucht und mit einem starken Tag als Aussicht, werden um 7 Uhr früh die Knochen in geregelte Bahnen gedrückt. Gleich heute früh noch 3 Einrichtungen angerufen und um die Liste gebeten, was gebraucht wird. Dann in 3 Salzburger Einrichtungen die schon 2 Monate fertig kommissionierte Spendenlieferung für 11.5.2020 angekündigt, Termin fixieren und und und. Logistisch wird es immer schwerer alles unter einen Hut zu bringen und all den Anforderungen gerecht zu werden. Aber wir schaffen das, noch! Heute Vormittag Brot und Gebäck geholt, wie jeden Donnerstag, dann Kühllager die Waren geholt, schnell heim, was essen und dann ins Lager und den Transporter laden. ja, genau, denkste! Zu Hause angekommen ruft Maria Fleischanderl an ob ich auf Sie vergessen hätte, sie wolle ins Lager um alles fertig zu machen für den Nachmittag, JA! Ich habe vergessen, rein in die Schuhe, Aufbruch Richtung Lager...schnell alles ausladen, weil's nicht gut ist wenn die Sonne auf den Transporter scheint. Maria macht unsere Inventur weiter nachdem Sie alles hergerichtet hat, wir müssen grade eine Lagerverwaltung mit Inventur in Rekordzeit aus dem Boden stampfen. Übrigens, wenn jemand Lust und Laune hat mitzuhelfen, ist hiermit gerne am Samstag ab 7Uhr früh eingeladen in unserem Lager mitzuhelfen, wir sind über jede einzelne helfende Hand wirklich glücklich. Ich fuhr dann noch schnell heim, eine Kleinigkeit essen und wieder auf, Richtung Lager. Heute kommt ein neuer Helfer, Wolfgang aus St.Pölten möchte bei uns mitmachen und schaut sich unseren Verteil-Donnerstag heute an. Pünktlich wie vereinbart um 13 Uhr steht er vor mir, und ist voller Tatendrang, ganz im Gegenteil zu mir, mir hängt die kurze Nacht in den Gliedern und hoffe, dieser Tag geht irgendwie schnell und gut vorüber. Das restliche Team kommt um 14Uhr, Beate Loeffler besorgte uns noch 200 Nächtigungsjetons für die Notschlafstelle, nachdem diese Morgen preislich von € 3,50 je Nacht, auf € 4,00 angehoben werden, und bringt sie uns ins Lager. Danke dafür. Barbara Nowecki und Barbara Schwingenschuh sowie Jung Susanne, Brigitte Stadler und Rena Meinhart komplettieren unser Team ab Lager Ansfelden. In Linz kommt noch unser Markus dazu, und unser heutiges Team wird in dieser Formation wieder klasse Arbeit leisten. Um 15 Uhr starten wir Richtung Linz, mit einem vollen Transporter und einem 9-Sitzer von Barbara Nowecki wo wir die ganzen Kühlschränke und Kühlboxen eingeladen haben. Ankunft an unserem Platz, wenig Platz, wir finden wieder einen, wir haben noch Zeit und diskutieren ein wenig die ganzen Problematiken durch Covid19 und wer wie betroffen ist. Hier trifft es unsere Barbara Nowecki mit Ihrer absolut genialen Kellnershow "Pronto Pronto" am stärksten, manche Künstler sind "arbeitslos", ohne Einkommen, ein Problem das Barbara sehr nahe geht, weil sie auch nicht weiß wie lange das Arbeitsverbot gilt. Derweil hilft Barbara jede Woche bei uns mit und ich bin wirklich froh, solche Menschen im Team zu haben. Ich bin ohnehin auf unser gesamtes Team richtig stolz, weil es nicht selbstverständlich ist, sein ganzes Herzblut einzusetzen und unseren Schützlingen Mut zu machen, wenn es einem selbst nicht so gut geht. Kurz nach Beginn der Ausgabe bekamen wir Besuch von Frau Ingrid Hageneder und Ihrem Gatten, wir bekamen frisch zubereitete, sehr, sehr schmackhafte Küchlein für unsere Schützlinge, vielen, lieben Dank für diese tolle Spende. Heute kamen etwa 45 Menschen zu uns und holten sich wieder Lebensmittelbeutel für die nächsten Tage. Manche "Wünsche" wurden geäußert, es fehlt zur Zeit an neuer Unterwäsche, neuen Socken! Seit Covid19 geben wir aufgrund des Erlasses des Krisenstabes keinerlei Kleidung aus. Manche "Wünsche" dürfen wir nicht erfüllen, da uns lediglich die Ausgabe von Lebensmitteln erlaubt wurde. Auch einige Neue Schützlinge kamen wieder, aber die meisten sind alte Bekannte. Um 17.50 Uhr packen wir in Linz alles wieder ein, um es anschließend im Lager wieder aus dem Transporter zu räumen. Einiges bleibt noch für das Kühllager, also auf und gemeinsam alles ausräumen...mich verabschieden und auf ins Kühllager, die Waren gut versorgen und dann schnell heim, den frisch gesäten Rasen gießen, die Bilder sichten und jetzt den Text schreiben. Nachher wirds wieder eine lange Nacht, die Lagerverwaltung weiter adaptieren/umschreiben auf unsere Abläufe und die Zahlen von Marias Zählung heute eintragen. Es wird wieder eine lange Nacht, aber es war auch ein erfüllter Tag, wir wissen nach unserem Verteil-Donnerstag immer zu gut, dass wir nicht aufgeben werden, weil's da draussen Menschen gibt, die uns brauchen und die sehr, sehr dankbar sind, dass es uns gibt. Wir sind sehr, sehr froh, Euch liebe Spender, auf unserer Seite zu wissen und Eure tollen Spenden an die Bedürftigen weitergeben zu können. Vergelt's Gott und Danke! Ein großer Dank dem gesamten Team heute, ihr seid Klasse!