1.10.2020 – 19° und 80 Schützlinge!

Heute, Donnerstag 1.10.2020
... unser wöchentlicher Verteil-Donnerstag war am Programm. Im Vorfeld der gewohnte Ablauf, am Vormittag Brot, Gebäck, Obst und Gemüse in Haid holen, bei Kaffee und Kuchen und einem Tratscherl geht alles viel besser nachher, also anschließend dann ins Kühllager fahren um dort die gestern Mittwoch hergerichteten Lebensmittel und Getränke abholen. Dann noch schnell einkaufen, für ein flottes Mittagsmenü ala Wiener Würstel in Gulaschsaft. Also dann heim, schnell kochen...schnell telefonieren....alles sollte jetzt schnell gehen, da ich heute alleine unterwegs bin und alle anderen erst um 14Uhr ins Lager kommen. Doch wie es kommen muss, geht auf einmal gar nichts mehr, wichtiges Telefonat mit einer Obdachlosen-Einrichtung, die dringend Lebensmittel bräuchte und sich diese aber selbst nicht holen kann. Wir sind leider immer noch nicht fertig mit unserer Lageradaptierung an die Lagersoftware, deshalb schieben wir alle Spendenlieferungen zur Zeit auf. Das Gefühl das sich dann breit machte in mir, war kein schönes. Da draußen sind viele viele Menschen, die sich zum Teil auf uns verlassen, viele verschiedene Dinge zu bekommen. Zu wissen, dass da draußen irgendwo Menschen sind, die hungern oder frieren weil wir zur Zeit keine Spendenlieferungen machen, ist ein unerträglicher Gedanke. Wir müssen fertig werden, schnellstens mit unserer Lagerräumung. Dieses beklemmende Gefühl, werde ich auch für den Rest des Tages nicht mehr los werden. Es drückt mir den Hals zu, wahrhaftig. Ich koche zwar die Würstel in Gulaschsaft, aber essen...geht jetzt gar nicht. Also auf, ins Lager, alle abgeholten Lebensmittel die wir nachmittags an unsere Schützlinge verteilen wollen, auf Genießbarkeit kontrollieren, durchsortieren und Stapeln. Um 14 Uhr wie jede Woche, trudelt unser heutiges Team ein, Barbara Schwingenschuh Maria Fleischanderl Ingrid Strassl Brigitte Stadler und Wolfgang aus St.Pölten. Noch kurz eine Diskussion über verschiedene Vorfälle, dann geht es aber flott ans einräumen. Transporter und Hänger sind schnell beladen, zusammenhängen und bis zur Abfahrt das Gespann zur Seite stellen. Mein Freund Helmut ruft noch vor Abfahrt an und instruiert mich, morgen einen altmodischen Zahlschein auszufüllen für einen seiner Freunde, der uns eine Geldspende zukommen lassen möchte, er hätte gerne alle relevanten Daten auf einem Blanko-Einzahlungsschein abfotografiert. Da wir ja seit 23.9.2020 Spendenbegünstigt sind, mach ich das liebend gerne morgen. Es tut aber auch so gut, meinen Freund am Telefon zu hören, ein großartiger Mensch mit einer tollen Familie, den ich viel zu selten sehe oder höre. 15.10 Uhr - Abfahrt Richtung Linz. Bei Sonnenschein und sonnigen 19° fahren wir gemütlich und ich sage noch zu Wolfgang, ich rechne heute, da Monatsanfang ist und einige aliquot die Mindestsicherung bekommen, so mit 20-30 Schützlinge, die heute kommen werden. Später werde ich eines Besseren belehrt, es werden heute 80 (!) Schützlinge kommen und sich Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung und Schlafsäcke holen. Die Nächtigungsjetons für die Notschlafstelle, die wir selbst ankaufen und am Donnerstag austeilen, sind schon sehr gefragt. Die Nächte sind nasskalt, feucht und wirklich teilweise schon kalt, da ist jeder Obdachlose froh wenn er eine Nacht in die Notschlafstelle gehen kann. Doch alle Schützlinge über mehr als 2 Nächte (2 Jetons à € 4,-) in die Notschlafstelle einzuladen, ist leider nicht drinnen. Donnerstag für Donnerstag verteilen wir etwa 35-45 Jetons à € 4,-, viel Geld für uns, da wir ja ein Verein sind, der ausschließlich mit privaten Spenden finanziert ist, wir bekommen ja keinen Cent öffentliche Förderung. Deshalb müssen wir gut haushalten mit den Jetons, und es bricht mir immer das Herz wenn dann so gegen Ende unseres Verteil-Donnerstags um 17.45 Uhr noch Menschen kommen, die auch in die Notschlafstelle wollen und ich aber keinen einzigen Jeton mehr habe. Dieses Gefühl liebe Leute, tut richtig tief drinnen, sehr sehr weh. Als wir ankamen den Hänger umdrehen, in Position bringen, Transporter ausladen, Tische aufsstellen und .... Punkt 16 Uhr...es kann losgehen. Der 1. Punkt der angesteuert werden muss ist bei Wolfgang, hier bekommen die Menschen Pizza-Salami, tiefgefrorenen Dorsch oder Fischstäbchen, Käsekugeln vom Schwein oder Pute, die nächste Station ist bei Brigitte, bei der Seitenausgabe des Transporters, wo es Nudeln, Reis, haltbare Milch, Konservendosen uva. gibt, dann weiter zu Barbara zum Schokolade und Süßigkeiten, Maria ist die nächste Station mit Obst, Brot, Gebäck und Gemüse, Wolfgang II gibt für uns die Getränke aus, Beate die in Linz zu uns gestoßen ist, teilt Knabbereien und alles andere vom Hänger aus, und die letzte Station für unsere Schützlinge ist Ingrid bei der Kleidung, wo sich jede/r neue Unterwäsche, neue Socken, warme Jacken und warme Schuhe, Schlafsäcke und Isomatten holen kann. Jede/r? NEIN! Nicht jeder. Heute haben wir begonnen wieder sporadisch Einkommensnachweise zu verlangen, und mussten 3 wegschicken, weil sie für unser Verständnis viel zu viel Pension/Rente bekommen. Hier müssen wir rigoros unsere Glaubwürdigkeit verteidigen, da wir ja auch unseren Spendern im Wort sind. Diese Einkommensnachweise bzw. Versicherungsdatenauszüge (wenn es kein Einkommen gibt) geben uns Orientierung, jeder Bedürftige und Obdachlose soll unsere Spenden in Anspruch nehmen können, aber hierzu muss es auch eine Grenze geben, ab der jemand nicht mehr als "arm" gilt, und diese Grenze kontrollieren wir, darum geht es uns. Es soll niemand durch unser Raster fallen, darauf achten wir sehr penibel, aber wir müssen uns auch vor Spenden-Missbrauch schützen. Unser Verteil-Donnerstag verlief ruhig, bis Herby und seine Freundin kamen, die sich an keine unserer Auflagen hielten, bis sie selbst das Weite suchten. Leider gibt es immer wieder jemanden, die aus der Reihe tanzen, nur, wir sind auf diesem neuen ÖBB-Verteilplatz noch in der Probezeit, und ich möchte nicht riskieren, plötzlich wieder ohne Platz dazustehen. Wir erinnern uns ein paar Wochen zurück, als am alten Verteilplatz in der Böhmerwaldstrasse von heute auf morgen die Maschinen vorgefahren sind und wir unseren Verteilplatz verloren haben, das möchte ich hier KEINESFALLS. Deshalb sind wir auch so auf Disziplin gebürstet, weil hier LKW, Busse und PKW's dicht an uns vorbeifahren. Wie schon erwähnt sollen es am Ende des Tages 80 Schützlinge werden die uns heute besuchten und sich mit Spenden eindeckten. 18 Uhr - unser Tag war ein Guter, ein ruhiger, ein erfüllender. Alles wieder einräumen, ins Lager fahren und alles bis nächste Woche wieder einlagern. Nachbesprechung beim Mäcki wurde schon fixiert, heute gabs Eis, zur Besprechung, das musste heute sein. 20 Uhr Abfahrt Richtung Heimat, auf mich wartet wie jeden Donnerstag der Text zum heutigen Tag, den ich noch schreiben darf, auf verschiedenen Seiten posten und aktualisieren. Ich sage dem heutigen Team ein herzliches DANKE für die großartige Arbeit die Ihr geleistet habt, und unseren Spendern/innen sage ich ein demütiges Vergelt's Gott und Danke, dass ihr uns jede Woche diesen Verteil-Donnerstag ermöglicht, ohne Euch wäre das alles unmöglich. Danke für alles und...schön dass es Euch gibt. Bleibt uns treu und gewogen, wir gehen diesen Weg weiter, solange ihr uns unterstützt. 🙂 <3

17.9.2020 – Verliebt in den neuen Verteil-Platz!

Heute, Donnerstag 17.9.2020 ... unser 2. Verteil-Donnerstag auf unserem neuen Platz auf ÖBB Gelände stand heute auf dem Programm. Wie gewohnt wurden gestern Mittwoch schon alle Vorbereitungen in den Kühllagern getroffen und abgeholt und in Ansfelden eingelagert. Apropos, gestern Mittwoch, 12.25 Uhr Anruf vom Magistrat Linz, Zitat: " Frau K. schrieb Hr. Luger einen Brief in dem gefordert wird, künftig der Obdachlosenhilfsaktion einen Platz in Linz zur Verfügung zu stellen, wo sie ihre Spenden an die Bedürftigen austeilen können". Hr. F. vom Magistrat war freundlich und ich sagte ihm dass Frau K. eigenmächtig handelte und wir nun einen Platz von der ÖBB auf dem alten Bus-Terminal zur Verfügung gestellt bekommen, es aber noch nicht sicher sei wie lange wir hier bleiben können. Er meinte dann, es wäre gut wenn wir vorübergehend auf diesem ÖBB Gelände eine Bleibe hätten, dann könne er sich auf die Suche nach einem adäquaten Platz umschauen, den uns die Stadt Linz anbieten könnte. Ich war total sprachlos, da wir bis heute immer nur Abneigung und Gegenwind vom Linzer Magistrat bekamen. Auch meinte er "Wir wußten ja nichts von Ihrer Verteilung in der Kärntner bzw. Böhmerwaldstrasse, es gab nirgendwo einen Eintrag. Ja, weil wir nur eine mündliche Duldung hatten am alten Verteilplatz, und selbst diese wurde widerrufen. Hr. F. erwartet morgen Freitag einen Anruf von mir, um zu erfahren wie die Verantwortlichen der ÖBB, die zum teil heute bei unserer Verteilung anwesend waren und absolut überrascht waren dass es so diszipliniert und streng nach allen Vorgaben abläuft. Wir bekamen heute nur den erhobenen Daumen als Antwort, was uns sehr beruhigt, das werde ich morgen Früh an Hr. F. vom Magistrat weitergeben, so hat er genug Zeit für uns eine gute Alternative zu finden, das wäre einfach nur großartig, da ja auch das ÖBB Gelände auf dem wir jetzt sind, in absehbarer Zeit verkauft wird und wir dann ohnehin weg müssen dort. Trotzdem, es tut sich wirklich eine große Tür auf, die wir fest verschlossen glaubten, Hallellujah! 🙂 Ein Dankesgebet ging Richtung Himmel, manchmal bin ich einfach nur sprachlos, was unser Herr da oben alles möglich macht. In dieser Sache halte ich Euch am laufenden. Heute Vormittag dann mit Christian wie gewohnt aus Haid Brot, Gebäck, Obst und Gemüse geholt. Anschließend noch zur Transdanubia, als kleines Dankeschön Blumen für die Frau des Geschäftsführers abgeben und den Vormittag dem Hr. Lehner noch etwas versüßen, Hr. Lehner ermöglicht uns die Lagerung unserer Spenden im Kühllager und im Tiefkühl-Lager, das ist so eine großartige Geste dass ich nicht oft genug DANKE sagen kann. Heute eben mit Süßem und Blumen. 🙂 Anschließend ins Lager Ansfelden und alles durchschauen und durchsortieren. Zeitweise muss ich mich herausnehmen, weil mir derart schlecht war, schwindelig und einfach unwohl. Mit diesem unguten Gefühl dachte ich heute schon zu Mittag an einen Abbruch des Verteil-Donnerstags. Mir zitterten die Hände, die Beine und naja....bald aber verging diese Attacke und ich merkte wie es mir schnell wieder gut ging. Also auf mit Christian schnell Mittagspause machen beim Mäcki, mehr schnell als gut, wir brachen die Zelte bald wieder ab und gingen zurück ins Lager, wo Wolfgang schon wartete. Maria kam dann auch gleich und Maria kümmerte sich wie immer um das aufschneiden der Pizza-Salami und der Einteilung was wir alles mitnehmen heute. Sie macht das wirklich toll. Als wir dann zu 4. waren begannen wir mit dem einladen unserer Donnerstagswagerl, danach gleich die Getränke und alles andere ebenso gut sortiert alles sicher einräumen und verzurren. Danach wird noch der Anhänger fertig geladen und in Position zum anhängen gebracht. Um 15.10 Uhr Abfahrt vom Lager Ansfelden, Barbara Nowecki (ProntoPronto Show - Die Kellnersensation) nahm in ihrem Bus unsere Maria und Ingrid mit, Brigitte fuhr selbst und bei mir fuhren Rena und Wolfgang mit, wir fuhren einem bedeckten, nicht schön anzusehenden Himmel entgegen, das nächste Stoßgebet "Herr lass es bitte bitte nicht regnen", was soll ich sagen, es blieb trocken 🙂 . Um 15.25 Uhr Ankunft in Linz, altes Bus-Terminal, etwa 12-15 Schützlinge warteten schon auf uns. Wir waren zuerst beschäftigt mit der Positionierung der Fahrzeuge und anschließend mit der Absperrung, an der entlang unsere Schützlinge sich halten müssen. Ebenso an den gewohnten Abstand, an die Mund/Nasen Masken und an Disziplin. Punkt 16 Uhr Beginn der Ausgabe, man hört schon wieder Sätze wie: "Stell dich hinten an, ich war vor dir da und wer weiß wieviel sie heute an Lebensmittel dabei haben". Ich konnte alle beruhigen, wir hatten genug für alle. Unser Sortiment war auch heute wieder ein Breites und Gutes. Erinnern musste ich unsere Schützlinge immer nur an die 2m Abstand, die einzuhalten sind. Sonst wirklich alles ruhig, vorbildlich. Die Zeit verging im Flug, um etwa 17.30 Uhr kamen noch 2 Spenderinnen vorbei, die uns 2 volle Einkaufstaschen voller haltbarer Fertiggerichte brachten, Vergelt's Gott und Danke an dieser Stelle. 17.55 Uhr, zusammenräumen, einpacken und Aufbruch Richtung Lager Ansfelden, wie gewohnt alles ausräumen, alles wieder einlagern und nebenbei durchfragen wer denn bei der Nachbesprechung beim Mäckie wieder dabei sein wird...Ingrid Strassl, Barbara Nowecki ... Wolfgang aus St.Pölten, Rena Meinhart und ich. Ich freue mich immer riesig, wenn wir hinterher noch ein wenig den Tag ausklingen lassen bei einem Meinungsaustausch. Besser kann doch ein Tag nicht enden. Ich möchte mich hier wieder bei all unseren Spendern/innen bedanken, die uns auch heute den Verteil-Donnerstag wieder ermöglichten. Vielen herzlichen Dank und Vergelt's Gott für alles was Ihr macht für uns, und DANKE dass Ihr den Weg mit uns gemeinsam geht. Vielen Dank auch an dieser Stelle an die Firma Humer-Anhänger aus Gunskirchen, die uns den großartigen Anhänger an unsere Bedürfnisse anpasste und ihn uns stark vergünstigt zur Verfügung stellen. DANKESCHÖN! Danke auch an unser Team, das Donnerstag für Donnerstag, Samstag für Samstag und all die anderen Tage im Lager immer helfen und mit anpacken. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich! 🙂 ❤ Schön dass es EUCH gibt, liebe Spender/innen und liebes Team! Hier beginnt wie üblich die restliche Arbeit für mich, die niemand mehr sieht, Euch trotzdem noch einen schönen Abend und alles liebe. 🙂

14.7.2020 – Die 1. von 3 Spendenlieferungen heute fürs SWS Wels!

Heute, Dienstag 14.7.2020 ... die 1. von 3 Spendenlieferungen holte sich heute die Welser Notschlafstelle, das sws Wels aus unserem Lager ab. Wir verpackten 120 haltbare 400g Fertiggerichte, 140 Dosen- und Packerlsuppen, 20kg Zucker, 48l haltbare Milch, 25kg Kaffee, 40kg Nudeln, 15kg Reis, 20 Dosen à 3kg Fertiggerichte und Dosengemüse wie Linsen und Bohnen, 12l Essig und 10l Speiseöl, Wurstaufstriche, 40 Dosen Gemüse im 400g Gebinde, 50 Dosen Tomatenfisch, 40 Dosen Thunfisch, 14 Gläser Sauergemüse, 20 Gläser Sugo, 15 Pkg. à 8 Paar Cabanossi, 20 Pasta Snacks, viele, viele Süßigkeiten und Knabbereien, 60kg Waschpulver, je 1 Jumbopackung Toilettenpapier und Küchenrollen, 10 WC Reiniger, Essigreiniger, 10 Geschirrspülmittel, Damenhygiene, 70 Shampoos und 50 Duschgels, 30 Deo's, 30 Dosen Rasierschaum, 100 Einwegrasierer, Taschentücher und Wattestäbchen, Kämme und Bürsten, Feuchttücher, 4 Schlafsäcke und 4 neue, hochwertige Isomatten, 1 Zelt, 11 neue Rucksäcke u.v.a.m.. Vielen, lieben Dank all unseren Spendern/innen, die die heutigen Spendenlieferungen erst möglich machten. Eine tiefe Verneigung und ein demütiges Vergelt's Gott.

25.6.2020 – “Ohne Euch gäbe es viele von uns nicht mehr!”

Heute Donnerstag, 25.6.2020 ... unser wöchentliches Hauptereignis, nach der gestrigen Spendenlieferung ins Welser Frauenhaus, stand heute wieder am Tagesplan, unser Verteil-Donnerstag in Linz. Der Tag begann stressig, da ich aus Eferding eine größere Spende abholen musste (es wird ein eigenes Posting dazu geben), die eigentlich für Freitag geplant war, es sich aber morgen nicht mehr ausgeht mangels dichtem Zeitplan und mehrerer geplanter Vorhaben. Also ab nach Eferding, von dort ins Kühllager, die gerade abgeholte Spende einkühlen und die ganzen Kühlwaren für den Nachmittag gleich zusammenrichten und einladen in unseren Transporter. Mit der Kühlware dann Richtung Haid, Brot und Gebäck abholen, noch ein wenig ratschen und Meinungen austauschen, dann ab ins Lager, all die Frischesachen sofort wieder einkühlen und auch gleich so einteilen um es nachmittags nur mehr einzupacken ohne viel zusätzlicher Arbeit. Zuerst aber die gesamten Lagertrolleys herausfahren und alles gleich so herzurichten, dass es übersichtlich und leicht erkenntlich ist für den Verteil-Donnerstag, d.h. welche Lebensmittel auf den Anhänger und welche in den Transporter geladen werden. Den ganzen Einkauf von gestern auch noch in einen Trolley laden und ebenfalls im Gang abstellen. Am Abend wenn wir retour kommen von Linz, wird alles wieder ins Lager reingeräumt. Nachdem ich im Lagergang ein völliges Chaos angerichtet habe, fahre ich schnell heim um eine Kleinigkeit zu essen und noch 40 Nächtigungsjetons à € 4,- für die Notschlafstelle Linz einzupacken, heute werden viele Schützlinge kommen, deshalb diese 40 Jetons im Wert von €160,-, vermutlich werden wir die heute alle brauchen damit die Leute wenigstens 1-2 Nächte ein trockenes, warmes Bett haben. Mehr als 2 Jetons pro Person können wir nicht weitergeben, da wir selbst die Jetons von Spendengeldern kaufen müssen und damit sparsam und sorgsam umgehen müssen. Nach der 2Kleinigkeit" fahre ich wieder ins Lager, Maria Fleischanderl und Wolfgang Wegener warteten schon auf mich. Maria stürzte sich gleich über die Salami, diese aufzuschneiden und abzupacken, die ganze Frischware nochmal umzuschlichten damit sich alle Helfer/innen bei der Ausgabe leichter tun und alles leicht auffindbar ist. Leider sagte dann Markus, der heute unserer Ausgabe beiwohnen wollte, ab, aber ein andermal klappt es sicher. Darauf freue ich mich schon. Es ist immer großartig, wenn sich verschiedene Menschen unsere Donnerstags-Aktion aus der Nähe vor Ort anschauen und vielleicht auch noch mithelfen und so Kontakt zu unseren Schützlingen bekommen, und die eine oder andere Lebensgeschichte, das eine oder andere Schicksal hören. Viele Menschen hatten wir auf diese Weise schon zu Gast bei unserem Bus, und ich glaube dass wirklich alle einiges für sich mitnehmen konnten, Erkenntnisse, Gedanken, Erzählungen oder einfach nur Bilder. Um 14Uhr kamen dann noch Barbara Nowecki, Brigitte Stadler & Ingrid Strassl, so war dann unser heutiges "Einlade-Team" zusammen. Wolfgang kümmerte sich ums Obst, Brot und Gebäck, dann ab den elektr. Hochhubwagen holen, unsere Donnerstagswagerl standen schon bereit, einer im Bus von oben das Gleichgewicht halten, und beidseitig vom Wagerl ebenfalls je eine Helferin zum balancieren und zur Sicherheit. Der Transporter war bald geladen, zum Schluss noch unseren neuen transportablen Kühlschrank laden, der auch mit Akku läuft, um die Kühlkette für die ganze Frischware einzuhalten. Den Transporter einmal umdrehen, den geliebten, neuen Anhänger, den uns die Fa. Humer GmbH aus Gunskirchen nach unseren Wünschen herstellen ließ und uns kostengünstigst zur Verfügung stellt, anhängen. An dieser Stelle nochmal ein ganz ganz großes DANKE der Fa. Humer, für diese tolle, menschliche Geste. Nach dem anhängen nochmal alles kontrollieren und für die Abfahrt fertig machen. Ingrid Strassl und Wolfgang fahren im Transporter mit mir, die Wolken die mich aus dem Mühlviertel anlachen, schauen so feucht aus, aus der Ferne. Es waren Regenwolken. Ich betete zu Jesus "Bitte Bitte KEIN REGEN, ich hab doch extra deswegen zu Mittag zusammengegessen". In Linz angekommen waren 2x 2 Parkplätze wie für uns geschaffen. Wolfgang, unser Schützling vor Ort, der uns jede Woche hilft, hielt uns diese Plätze frei. Besser geht nicht. Anhänger positioniert, Transporter abgestellt, mittlerweile war es 15.45 Uhr, Zeit um langsam auszuladen und auf den Tischen aufzudecken. Andrea Dostl, Beate Loeffler & Markus Obermayr stießen heute noch in Linz zu uns um uns tatkräftigst zu unterstützen, da wir mit etwa 100 Schützlingen rechnen. Im Nu war alles aufgestellt, wir haben gerade begonnen mit der Ausgabe, begann es zu regnen und hörte bis etwa 17.30 Uhr nicht mehr auf. Nass bis auf die Haut, Hose, T-Shirt, Schuhe, Socken...hoffentlich wird das keine Verkühlung. Was solls, es muss weitergehen, 91 Schützlinge, die dann auch wirklich heute bei unserem Bus waren, wollen Lebensmittel, Hygieneartikel und Kleidung, wenn's geht ohne lange im regen stehen zu müssen. Bei dieser Anzahl geht es aber ohne Wartezeiten nicht, manche hatten einen Knirps dabei, manche wie z.B. Elvisa kamen gar nur in Stricksocken, ohne Schuhe zu uns, wir sorgten hier sofort für neue Socken und neue Schuhe für Elvisa. Ganz stolz zeigte sie die auch gleich in der wartenden Runde her. Viele viele Aussagen kamen auch heute wieder: z.B. "Wir sind echt so froh, dass ihr uns helft, wir wüßten nicht weiter wenn's Euch nicht gäbe" .... "Ohne Euch gäbe es einige von uns schon lange nicht mehr, DANKE dass Ihr uns helft und zu uns steht". Wenn das gestandene Mannsbilder sagen, bleibt dir ein riesengroßer Knoten im Hals stecken. Nicht alles wurde direkt zu mir gesagt, aber alles zu unserem Team. Natürlich wollen wir für unsere Schützlinge da sein, natürlich wollen wir helfen, und natürlich machen wir unsere Aktion aus tiefster Nächstenliebe mit ganz viel Herzblut von jedem Einzelnen. Das macht uns als TEAM...uns als Verein aus. DANKE dem gesamten TEAM für Eure Unterstützung, Eure Hilfe, es ist nicht selbstverständlich, ehrenamtlich so einen Dienst zu machen, manchmal gehen die Schicksale richtig an die Nieren. Wir begegnen unseren Schützlingen auf Augenhöhe mit aller Wertschätzung, und das spüren unsere Schützlinge und danken es mit vielen Aussagen, mit einem Lächeln oder einer anderen liebevollen Geste. Gegen 17.30 Uhr hörte der Regen auf und die letzten 2 Nachzügler wurden auch noch versorgt mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln, all unsere Frischware ging aus, viele Dinge im Bus waren ebenfalls weg und aus, selten das wir so leer zurückfahren. Aber wir sahen heute wieder deutlich, wie wichtig unsere Aktion ist. Danke allen Spendern/innen und Gönnern/innen dass wir jede Woche diese, unsere Aktion machen dürfen. Es tut so gut zu helfen. Zurück im Lager alles flott ausgeräumt und beschlossen, wir brauchen heute unbedingt ein "Nachbesprechungs-Eis" beim McDonalds nebenan. Was wir dann auch schlemmten. Bei diesen Nachbesprechungen werden immer wieder verschiedene Dinge, verschiedene Aussagen der Schützlinge diskutiert und drüber gelacht oder gar geweint. Es tut so gut so ein tolles TEAM zu haben, das Woche für Woche, sogar im strömenden Regen, aushält und an einem Strang zieht. DANKE dafür Und so kam ich gegen 20 Uhr heim und sichtete die Fotos und schreibe wie üblich den Text hier, trotzdem warten noch viele verschiedene Arbeiten heute auf mich. Morgen früh wieder Spendenliefern, Spendenabholen u.v.a.m., also die Arbeit geht uns nicht aus, in diesem Sinne danke dass Ihr mein ganzes Posting durchgelesen habt. Vergelt's Gott

18.6.2020 – ein toller Tag voller Dankbarkeit!

Heute, Donnerstag 18.6.2020 .... wir hatten heute natürlich wieder die an strenge Regeln gebundene Genehmigungen von Krisenstab des Landes O.Ö. und der Polizei, für unseren Verteil-Donnerstag. Der eigentliche Tag begann schon gestern mit der Einlagerung des gespendeten Obst und Gemüses, der vielen Schokolade und der ganzen Frischware aus Wien. Vielen Dank an dieser Stelle an den Sozialmarkt Foodpoint, der uns immer wieder im Abstand von 14 Tagen mit wertvollen und dringend notwendigen Lebensmitteln versorgt, lieben Dank an dieser Stelle an Marius Aigner 🙂 . Danke auch an unseren Christian Jung der mir immer Wochentags behilflich ist bei all der Lagerarbeit, bei all den Spendenabholungen oder Spendenlieferungen. Ich bin stolz dich in unserem Team zu haben. Hier möchte ich anmerken, dass wir großartige und tolle Helfer/innen haben, unser Team ist hochkompetent, einfühlsam und immer wertschätzend gegenüber unseren Schützlingen. Ich bin MEGASTOLZ auf EUCH ALLE. Schön dass es EUCH gibt! 🙂 <3 Heute Donnerstag früh wie gewohnt Brot und Gebäck in Haid abholen, dann weiter ins Kühllager zur Fa. Transdanubia, wo wir dank Hr. Lehner Günther kostenlose Palettenstellplätze im Kühl- sowie im Tiefkühllager nutzen dürfen. Eine so wertvolle Geste für die ich am liebsten täglich DANKE sage. Im Kühllager alles vor-kommissionieren und auf Palette schlichten, anschließend alles in unseren Bus räumen und auf zu meinem Lieblings-Hofer Mittagessen kaufen und auf dem Heimweg noch schnell volltanken und dann aber schnellstens den Herd für das schnelle Mittagessen wärmen. Manchmal, so wie heute, verdamme ich mein Handy, weil es mich oft nicht einmal fertig essen lässt, heute aber war es ein Anruf mit der Info über den Tod einer guten Freundin. Eine langjährige Spenderin und Wegbegleiterin unserer Obdachlosenhilfsaktion verstarb gestern während einer Routineoperation im Krankenhaus. Vielen lieben Dank an dieser Stelle, liebe Anita Zischka für all deine Unterstützung, deine Hilfe, deine Stunden in unserem Lager, deine Emotionen und deine immer gut gemeinten Ratschläge, Danke für deine Schützlinge die wir auch weiterhin gut versorgen werden. Wir werden dich nicht vergessen. 😢
Um 13 Uhr Ankunft im Lager, Maria Fleischanderl wartete schon auf mich, Wolfgang kam direkt nach Maria, wir luden den Transporter aus, die ganze Frischware in den Kühlboxen sowie in der neuen, transportablen Kühl- Gefrierkombi verstauen, Pizzasalami aufschneiden und verpacken, Ingrid Strassl war inzwischen schon am einpacken wichtiger Kleidungsstücke, Schuhe, Decken usw., Barbara Schwingenschuh half mit beim einladen und hatte den Überblick was an Gemüse und Obst wo eingeladen wird. Brigitte Stadler räumte ihr Hygiene-lager um und bestückte noch schnell die Wagerl mit notwendigen Sachen. Gerlinde Körner tauschte sich mit allen noch aus, einige Neuigkeiten werden noch abgeglichen und vervollständigt. Zu 4. wird alles aufgeteilt in Anhänger und Transporter, 15 Uhr, der Anhänger wird angekoppelt und Wolfgang vergattert um nachzuschauen dass wir nirgendwo schrammen. Barbara und Wolfgang fahren mit mir im Transporter und wir alle sind gespannt was heute los sein wird, wieviele Schützlinge heute kommen werden, ob es Vorfälle geben wird etc.. Um 15.15 Uhr sind wir auf unserem Platz, etwa 25 Schützlinge warten zu diesem Zeitpunkt schon auf uns, gesamt am Ende werden es 72 Schützlinge sein, die wir heute wieder mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, neuen Schuhen und Kleidung, Schlafsäcken und Isomatten sowie Decken und vielem anderen versorgen. Es macht große Freude tief drinnen im Herzen, helfen zu können, helfen zu dürfen. Alle sind diszipliniert, wie immer streitet Harald (ein Schützling) um den 1. Platz bei Ausgabebeginn. Wir bauen den Anhänger um und schlichten alles aus Bus und Anhänger, machen uns fertig um pünktlich um 16 Uhr beginnen zu können. Da kommt mir grade noch M. recht, da ich in den letzten Wochen merkte dass M. nicht mehr an seine Chance im Leben glauben möchte, weil er nur gepiesackt wird von Behörden und Ämtern, nicht ernst genommen wird und eigentlich nur hier leben möchte. Man stellt ihm aus fadenscheinigen Gründen keine Papiere aus, nicht einmal einen Ausweis bekommt er, geschweige denn von Arbeitspapieren. M. ist weder Asylwerber noch Flüchtling, das Schicksal hat ihn nach Österreich gebracht. Er spricht sehr gutes Deutsch und bekommt keine Chance, sich zu etablieren, sich ein Leben aufzubauen. Er schläft in der Notschlafstelle und geht oft einen ganzen Vormittag in eine Linzer Sozial-Einrichtung arbeiten, um €12,- den ganzen Vormittag. Ich möchte ihm helfen, weil er ein großartiger Mensch, ein toller Mann ist. Nach dem Telefonat mit einem Freund von mir hat er Freudentränen in den Augen, er darf ihm helfen, darf kleine Dinge erledigen. Ich bin glücklich solche Freunde zu haben, die nicht wegschauen! M. bedankte sich gefühlte 100 Mal, ich musste mich dann wieder um die einzelnen Ausgabestellen kümmern und alles im Blick haben. Alles ruhig, alle zufrieden, alle glücklich und dankbar. Die Zeit verging im Flug, 17.50 Uhr, wir beginnen alles zusammenzuräumen und alles einzupacken. 18.05 Uhr Abfahrt ins Lager, dort alles ausräumen und wieder einlagern, anschließend gab es noch mit Beate Loeffler (die die ganze Frischware vorbildlich an den Mann/die Frau brachte), Gerlinde und Maria Fleischanderl eine von usn so geliebte Nachbesprechung beim McDonalds nebenan. Bis 21.15Uhr wurde die Besprechung ausgedehnt und viele Themen wurden nochmal besprochen, zerpflückt und wieder zusammengepuzzelt. Es war ein toller Tag mit Euch, DANKE! Vielen, vielen Dank wie immer an all unsere Spender/innen und Gönner/innen, das wir diese, unsere Aktion jede Woche in dieser Form machen dürfen und machen können, dank EURER Unterstützung. IHR SEID GROSSARTIG UND EINZIGARTIG! Schön dass Ihr den Weg mit uns geht und uns immer wieder so toll helft. DANKESCHÖN 🙂 <3 Was bleibt sind jetzt noch Stunden, die ich brauche um alles aufzuarbeiten was den ganzen Tag liegen blieb. 🙂

11.6.2020 – Ein Verteil-Donnerstag mit großer Dankbarkeit!

Heute Donnerstag, 11.6.2020 stand trotz Feiertags wieder unser Verteil-Donnerstag auf dem Programm. Im Vorfeld bekam ich eine E-Mail von Sr. Lydia, die sich in Ihrer Freizeit immer wieder um Obdachlosen kümmert, sie hätte jemanden der vor ein paar Tagen eine kleine Wohnung bekam aber nur ganz wenig Geld, um für sich sorgen zu können. Sr. Lydia sorgt immer wieder dafür, dass unsere Spenden auch wirklich die Ärmsten bekommen, deshalb unser großes Vertrauen und die heute übergebenen Lebensmittel für dieses Anliegen von ihr. Es ist uns wichtig, Menschen zu helfen die sich selbst nicht mehr versorgen können. Also wurde schon heute Mittag eine Einkaufstasche voller Lebensmittel sowie 1 Paar neuer Schuhe, neuer Socken und neuer Unterwäsche gepackt, um es später zu übergeben. Nach all den Vorbereitungen Gestern Mittwoch und heute Vormittag wurde nach Ankunft heute Mittag im Lager der Transporter ausgeladen, Brot und Gebäck, Süßigkeiten, Obst und Gemüse...alles raus, das kommt später in den neuen Anhänger. Unsere altbewährten Wagerl, die vollgestopft sind mit Lebensmittel und Hygieneartikel wurden als erstes geladen, dazu waren wieder insgesamt 4 Personen erforderlich, um das kippen der Wagerl zu verhindern. Alles fest verzurren, Getränke, Speiseöl und Essig und all den Rest hinten reinladen, dann den Transporter umdrehen um den Anhänger anzukoppeln. Unsere Ingrid Strassl kümmerte sich um die Vervollständigung der Kleidung, die wir mit dem neuen Anhänger dorthin übersiedelten. Alle Schuhe die wir mitnehmen noch schnell umräumen und kontrollieren auf Vollständigkeit. Unser System im neuen Anhänger ist noch nicht perfekt, wir müssen noch viel probieren und adaptieren, um alles bestmöglich für unsere Arbeit einzurichten. Der Anhänger war dann auch bald bestückt mit der ganzen Kleidung und all den Dingen, die vom Anhänger aus ausgegeben werden. Verschiedene Knabbereien, Cabanossi, Hartwurst, Salate, verschiedenes Gebäck. Unsere Fahrt nach Linz war begleitet von Sonne und teilweise blauen Himmel, und ganz bestimmt auch von viel Vorfreude auf unsere Schützlinge. Einige Themen wurden auf der Fahrt noch besprochen, als wir dann angekommen waren, standen schon etwa 15 Schützlinge an unserem angestammten Platz. Anhänger gegenüber dem Transporter abstellen, alles herrichten und aufstellen, Anhänger öffnen und griffbereit herzurichten, Transporter genauso teilweise ausladen und all die Frischware, Aufstriche, Salami u.v.a. in den Kühlboxen griffbereit herrichten. Punkt 16 Uhr ist Start für die Ausgabe, begonnen wird am Transporter und enden wird die Runde für unsere Schützlinge bei Steffen und Ingrid beim Anhänger. Heute holten sich auch gleich zu Beginn der Ausgabe einige wieder T-Shirts, Jeans, Socken und Unterwäsche und Schuhe. Trotz allem achten wir auf die Sicherheitsabstände, manchmal müssen wir unsere Schützlinge an den Abstand erinnern, aber kein lautes Wort kein Murren, alles gut! Vorsicht ist trotz allem immens wichtig, da wir immer noch strenge Auflagen von Krisenstab des Landes OÖ und Polizei zu befolgen haben. Gleich nach Opening kam auch schon Sr. Lydia, die die vorbereiteten Einkaufstaschen gerne in Empfang nahm und wir uns noch ein paar Minuten austauschten, bevor sie sich bedankend verabschiedete. Immer wieder ein Erlebnis, Sr. Lydia sowie Sr. Tarcisia Valtingoier zu treffen und zu quatschen. Einige Minuten später ging ich zum Anhänger um nachzuschauen ob alles OK ist, kaum dort angekommen, kommt unsere Brigitte Stadler und drückt mir eine Einkaufstasche im Design-Outfit in die Hand, "das wurde gerade abgegeben". In der Tasche waren etwa 20 Pkg. Zigaretten im Extra großen Umfang mit 28 Stk. Zigaretten. Ich suchte aber fand die Dame leider nicht mehr um persönlich DANKE zu sagen, was ich hiermit gerne mache, VERGELT'S GOTT! Beim Bus waren heute extrem viele neue Jugendliche, insgesamt waren heute 43 Schützlinge bei uns die sich wieder mit allem Notwendigen versorgten. Die Zeit verging im Flug, es kamen heute wieder einige die seit Wochen nicht mehr da waren, es tat gut sie zu sehen. Insgesamt vergaben wir heute wieder 30 Nächtigungsjetons für die Linzer Notschlafstelle. Alle waren heute wieder wirklich dankbar und sagten auch des öfteren "DANKESCHÖN". Am Lächeln erkennt man wie dankbar alle sind, und uns tut es gut, dort zu helfen wo es dringend notwendig ist. DANKE und VERGELT'S GOTT all unseren Spendern/innen und Gönnern/innen, das wir auch heute wieder Spenden verteilen durften. Pünktlich ging es zurück ins Lager nach Ansfelden, alles ausladen, Anhänger abstellen, Transporter ausladen und alles verstauen. Vielen Dank an unser heutiges Team das wieder ganz großartig arbeitete, DANKE! So geht ein langer Tag langsam zu Ende, wobei das Ende noch nicht absehbar ist, da noch viel Arbeit am PC wartet, die getan werden muss. Lieben Dank allen Wegbegleitern/innen, Spendern/innen, Helfern/innen und Unterstützer/innen. IHR SEID KLASSE!

7.5.2020 – Zu helfen ist eine große Verantwortung!

Donnerstag 7.5.2020 ... Nach den 5 Spendenlieferungen vom Montag und Mittwoch, stand heute unser Verteil-Donnerstag auf dem Programm. Da unsere Inventur immer noch nicht abgeschlossen ist, wir aber nicht mehr viel Zeit haben, war heute 10Uhr Treffpunkt Lager Ansfelden vereinbart um weiter der Inventur nachzugehen und gleichzeitig den Donnerstag Nachmittag vorzubereiten. Es kamen viele viele aktive Vereinsmitglieder um alles zu zählen und aufzuschreiben, und es kamen 2 neue Vereinsmitglieder die ich hiermit herzlichst begrüße, Petra und Sohn Dominik, auch sie halfen gleich mit und scheuten ebenfalls keine Mühe oder Schwere. Ich fuhr dann gleich mit Dominik nach Haid, Brot und Gebäck zu holen, anschließend noch ins Kühllager um die gestern dort eingestellten Gemüsekisten und Aufstriche abzuholen. Salate bekamen wir ebenfalls von der Fa. Transdanubia zu Hauf geschenkt, sowie gestern schon für die Notschlafstelle Steyr viele, viele Sandwiches. Vielen Dank für diese tollen Spenden Hr. Lehner G.. Alles geladen, also auf zurück ins Lager um dort den anderen Teammitgliedern zu helfen. Alles heikle, was eingekühlt werden musste wurde umgehend kühl gestellt und dann gings wieder ans zählen der verschiedensten Artikel. Um 12 Uhr lud ich alle zu einem Mittagessen von McDonalds ein, Steffen (ebenfalls neu und ein toller, neuer Helfer) fuhr mit mir rüber, um es abzuholen. Gemeinsam wurde im Stehen gegessen und das Eine oder Andere Späßchen gemacht, eine lockere Stimmung die jedem gefallen hat. Nach dem Essen noch diverse Zählungen, Notizen und Dokumente zusammenheften. Sodale, Zeit alles in den Bus zu schlichten, Wolfgang und Steffen übernehmen das gewissenhaft, der Bus ist heute voller als sonst, weil wir viel Gemüse bekamen. 15.05 Uhr - auf geht's Richtung Linz. Parkplätze gibt es Gottseidank genug, wir warten noch mit ausladen, ein Bekannter ruft an er komme mit dem Präsidenten der Mondseeländer Rotarier, mit denen ich vor 2 Wochen eine Videokonferenz hatte und erklärte, worum es bei unserer Aktion geht. Dieser Vortrag kam sehr gut an, und deshalb heute der Besuch. Als die Beiden dann vor Ort waren und sahen was wir so machen an den Donnerstagen, waren beide erstaunt und positiv gestimmt, sparten nicht mit Lob und zogen einen Lieferschein aus der Tasche, wo die Rotarier einen Lebensmitteleinkauf für uns beim Großhändler F. Willibald um €1296,- orderten. Eine sensationelle Spende, vielen Dank an dieser Stelle für diese tolle Geste der Menschlichkeit. Dann kam ein "altbekannter" Schützling, der einige Wochen nicht da war. Mindi (Namen geändert), schläft in der Nowa (Notschlafstelle B37), dort behauptete vor wenigen Wochen ein anderer Obdachloser, "Mindi" hätte ihm € 400,- gestohlen um sich anschließend einen Kapuzen-Sweater (Hoodie) von "Calvin Klein" kaufen zu können. Nun, dieser "Calvin Klein" Kapuzen-Sweater, und das weiß ich so gut als wär es gestern gewesen, bekam "Mindi" im Jänner von uns ausgehändigt, und hat "Mindi" nicht selbst gekauft. Der Obdachlose zeigte ihn an, und der wurde deshalb jetzt fast 14 Tage in U-Haft genommen, wegen Diebstahl. Wir werden mit einer Bestätigung bezeugen, dass dieser Kapuzen-Sweater aus unserem Lager stammt, und somit die ganze Sache hoffentlich erledigt ist (Aufzeichnungen gibt es ebenfalls dazu). Das Kleidungsstück wurde beschlagnahmt und ich werde morgen am Posten Lenaupark das ganze aufklären und "Mindi" entlasten. Dass er deshalb fast aus der Fassung flog, war klar. Er war total aufgelöst, weil er nichts unrechtmäßiges getan hat. Weitere 10 Minuten später besuchte uns die zuständige Dame des Krisenstabes des Landes O.Ö., Mag. L. bei unserem Bus. Es ist die Dame, die uns jede Woche diesen Verteil-Donnerstag erst möglich macht, gemeinsam mit den Kommandanten der Polizei Bahnhof. Sie überzeugte sich von unserer Arbeit und sah auch dass wir alle die Sicherheitsauflagen einhalten, was ihr ein großes Lob wert war. Dieser Besuch hat mich echt gefreut, weil man sich sonst nur am Telefon hört, nun hat die Dame auch ein Gesicht zur Stimme. Als wir dann so gegen 17.40 Uhr zum zusammenräumen begannen, den Bus schließen wollten, sprang unsere Seitentür aus der Führung und konnte nicht mehr geschlossen werden. Steffen, Thomas und Wolfgang spielten sich solange, bis das Führungsrad wieder in der Führungsschiene war, dann konnten wir Richtung Ansfelden aufbrechen. Dort alles ausladen, die Kühlware wieder ins Kühllager bringen, dann heim und Rasen gießen, damit der Samen weiterhin gedeiht. Vielen herzlichen Dank ans gesamte Team, das heute wieder großartige Arbeit leistete, und eine tiefe Verneigung all unseren Spendern, die uns Woche für Woche unterstützen und begleiten. VERGELT'S GOTT UND DANKESCHÖN! Jetzt noch den text fertig schreiben und dann all die Zählungen in die Lagerverwaltung eintragen, wird wieder eine lange Nacht mit wenig Schlaf. Euch noch einen schönen Abend uns alles liebe!

Spendenlieferung Soziale Arbeit Salzburg