25.2.2021 – Spendenlieferung in die Welser Notschlafstelle!

Spendenlieferung SWS Wels 25.2.2021: Am Freitag kamen Katja Sarközi und Charly vom SWS Wels ins Lager und halfen uns ihre geplante Spendenlieferung zusammenzustellen und packten diese auch gleich in 2 Autos. Wir hatten haltbare Lebensmittel wie Sugo, Fertiggerichte wie Rinds-Gulasch, Fisolengulasch, Gemüsetortellini, Gulaschsuppe, div. andere Fertiggerichte, Zucker, haltbare Milch, Nudeln und Reis, Gemüse in Dosen, Tomatenfisch- und Thunfischdosen, ganz viele Knabbereien und Süßigkeiten, Hygieneartikel aller Art wie Shampoo, Duschgel, Zahnbürsten und Zahnpasta, Mundwasser, Rasierschaum und Rasierer, Deo's, Damenhygiene, Hautcremen, neue Socken und neue Unterwäsche, Waschmittel flüssig und Pulver, Allzweckreiniger und Geschirrspülmittel, Essigreiniger, Küchenrollen und Toilettenpapier und viele viele andere Sachen. Ein DANKE an all unsere Spender dass wir auch diese Spendenlieferung zusammenstellen durften. Vergelt's Gott! 🙂 ❤

18.2.2021 – Neue Schicksale, neue Gesichter …

VERTEIL-DONNERSTAG 18.2.2021: NEUE SCHICKSALE, NEUE GESICHTER...
...viele neue Menschen auf dem Weg in die Armut bzw. Obdachlosigkeit. Woche für Woche sehen wir und stellen immer wieder fest, dass Menschen zu unserem Bus kommen, die finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen. Einige davon haben vor Tagen, manche schon vor Wochen ihren Termin für die Delogierung/Rückgabe der Wohnung bekommen. Vielen Menschen sitzt die nackte Angst im Gesicht und der Gerichtsvollzieher auf Schritt und Tritt im Nacken. Wenn vor Corona das Geld gerade so reichte für das Notwendigste im Leben, so ist es durch Corona um eine gewichtige Spur schlechter geworden. Viele wurden 2020 wegen Corona gekündigt, viele wurden mit Lohnkürzungen in die Kurzarbeit geschickt und deshalb wissen zurzeit viele nicht mehr weiter. Lösungen gibt es so gut wie keine und die Aussichten werden auch immer trüber. Teile der Gesellschaft, viele, viele Menschen haben keine Ahnung wie es weitergeht. Teilweise sind die Menschen mit 4-5 Mieten im Rückstand, mit den Betriebskosten schaut es nicht anders aus. Die Menschen sind in die Ecke gedrängt, mit dem Rücken zur Wand und wissen buchstäblich nicht mehr weiter. Zuschüsse, einmalige Sonderzahlungen, Förderungen, all das gibt es für Otto-Normalverbraucher nicht, auf die Menschen und ihre Angst, vergisst man total. Arbeiten wollen alle, nur, in Zeiten wie diesen gibt es fast keine neue Arbeitsstelle von der man auch halbwegs leben könnte. Die Firmen die keine Kurzarbeit oder keine Auftragseinbußen durch Corona haben, haben ihr fixes Personal und stocken jetzt auch nicht auf. Fast die gesamte Gastronomie steht seit Monaten still, den Menschen die eigentlich immer Opfer brachten indem sie Samstag und Sonntag gearbeitet haben, die schickt man in Kurzarbeit oder kündigt sie. Dass die Gastronomie zum Teil von Trinkgeldern lebt, die jetzt natürlich ausbleiben, ist auch eine Tatsache. Es gibt so viele Branchen denen es jetzt an den „Kragen“ geht, aber warum lässt man die Menschen in ihrer Existenzangst und in ihrer Verzweiflung alleine? Wie soll jemand, der/die seit 4-5 Monaten keine Miete inkl. Betriebskosten zahlen KANN, jemals noch auf die Beine kommen? Wie sollen die Menschen diesen Spagat je schaffen? Auch wenn jetzt hoffentlich Corona bald einmal der Vergangenheit angehört, die Leute, so sie einen Job finden, verdienen ja nicht so viel, dass sie all diese Schulden schultern könnten. Sie hatten vor Corona nicht viel, konnten nichts auf die hohe Kante legen, aber es reichte zum Leben, und jetzt wird die Ecke immer enger, in die diese Menschen getrieben werden. Wir sehen es ganz oft, wie verzweifelt die Menschen sind, es kommen jede Woche viele neue Menschen zu unserem Bus und ich fürchte, die Fahnenstange ist noch längst nicht erreicht. Heute waren es 94 Menschen, die zu unserem Bus kamen, viele davon schämen sich, weil sie auf dem direkten Weg in die Armut sind und nicht mehr wissen, wie es weitergehen kann. Einige stehen kurz vor der Delogierung, manche sind schon delogiert und die Wenigsten können bei Freunden oder Familie unterkommen. Ab und zu kommen Eltern mit Kindern zu unserem Bus, die seit Tagen nichts gegessen haben und bedanken sich gefühlte 100-Mal bei uns. Natürlich liebe Leute, natürlich bekommen diese Menschen, denen es gerade richtig schlecht geht finanziell, von uns Lebensmittel, auch wenn sie (noch) nicht obdachlos sind, arm und vom Leben gebeutelt sind sie auf jeden Fall. 94 Menschen, die zur Monatsmitte zu unserem Bus kommen und sich Lebensmittel holen, erschreckend diese aktuelle Zahl. Und, glaubt mir liebe Spender/innen und Wegbegleiter, die Dunkelziffer ist höher, viel höher, denn diejenigen, die sich schämen ob ihrer Armut, kommen gar nicht oder nur sehr zaghaft zu unserem Bus. Wir geben unser Bestes, tun was wir immer machen, HELFEN! Aber die aktuelle Situation macht auch mir Angst, denn niemand sagt etwas, wie es für die Menschen in dieser Lage weitergeht. Corona ist das Eine, das Leben DURCH Corona, das Andere. Bitte liebe Leute, schaut hin, helft den Menschen, sie brauchen es wirklich dringendst. Dass wir keine 4-5 Monatsmieten inkl. Betriebskosten bezahlen können für eine Familie, ist leider so, dass würde unseren Rahmen sprengen, aber wir wollen niemanden hungern oder frieren lassen, wenngleich bei vielen schon Strom und Wasser abgedreht wurde und nur mehr das nackte Dach übern Kopf haben. Glaubt mir liebe Leute, echt schlimm wenn eine Frau, eine Familie vor dir steht mit Tränen in den Augen und um Hilfe bittet. Auch sie wollen wertschätzend behandelt werden, was wir ohnehin tun, aber in diese, unsere Wertschätzung mischt sich die Scham über die Armut der Betroffenen, ein widerlicher Gefühlszustand, sich für etwas schämen zu müssen, wofür man selbst nichts kann. 94 Menschen, die heute den Weg zu uns fanden, und wie viele kommen erst gar nicht zu uns? Deshalb fahre ich zurzeit fast jede Nacht aus und tauche in die Linzer Nacht ein, weil viele arme Menschen nachts unterwegs sind, die Mülleimer zu durchsuchen oder in die Container hinter den Geschäften klettern, obwohl es verboten ist, nur um etwas Essbares zu finden. Einige von den Menschen, die kurz vor der Delogierung stehen, holen sich auch Tipps von Obdachlosen, oder wandern teilweise mit ihnen durch die Nacht und lernen halt so auf schnellstem Wege die Möglichkeiten kennen, die es noch gibt, es sind nicht mehr viele, aber ein paar. Diese Woche begann mit einem Mail einer großen Firma, die wiederum große Firmen, ganze Ketten, mit Lebensmittel versorgen. Durch meinen Freund Christian Krainz, meldete sich eine Firma wo wir tolle Frischware bzw. Tiefkühlware gespendet bekommen. Am Montag bekam ich eine Mail mit all den Waren, die verteilt werden und heute, Donnerstag hat mir Hr. L. von Transdanubia schon gesagt, „deine Ware ist bei uns im Lager“. Klasse! Es ist einfach großartig, wenn wir von tollen Firmen Lebensmittel oder Spenden bekommen, die wir in all die Einrichtungen bringen können und diese auch jeden Donnerstag an unsere Schützlinge verteilen dürfen. Vergelt’s Gott an alle Unterstützer/innen, alle Firmen und alle Gönner/innen. Eine tiefe Verneigung vor EUCH! Der Dienstag war geprägt von Telefonaten, Mails und Terminen und am Abend mit der üblichen Linz Tour zu unseren Schützlingen, zu den Hotspots, zu den Obdachlosen die es nicht schaffen, am Donnerstag zu uns zu kommen. Die Tour begann wie immer um 18Uhr und endete um 22.30 Uhr. Sandra, die mich begleitete war sichtlich verwundert über die verschiedensten Schicksale, die Situationen der Obdachlosen, wenn sie wirklich in der Kälte schlafen müssen. Sandra wünschet sich diese Linz Tour, weil sie Thomas kennt und entfernt mit ihm verwandt ist. Beide waren froh, dass sie diese Möglichkeit des Treffens hatten. Der Mittwoch begann wie jede Woche im Kühllager und Tiefkühllager, dann bei uns im Lager noch viel Liegengebliebenes aufarbeiten, Postpakete öffnen und die Lebensmittel einlagern. Ein neues Kleiderwagerl für unseren Anhänger kam auch per Post, was ich dann gleich im Lager zusammenbaute, damit unsere Ingrid es heute Donnerstag gleich nutzen kann. Das alte Wagerl hatte ausgedient, war kaputtgegangen, deshalb das Neue. Mittwoch gleich noch Obst und Gemüse bei meinem Lieblings-Hofer in der Dauphine Straße bestellen, Karin nahm die Bestellung auf und sorgt dafür, dass wir es pünktlich bekommen. Klasse Service, wir haben bei diesem Hofer immer ein tolles Gefühl herzlich willkommen zu sein, was in anderen Filialen nicht immer so ist. Karin, Manuel, Martina und alle anderen, es sei hier einmal gesagt, DANKE für alles was Ihr für uns macht! Heute Donnerstag früh, wie erwähnt, die Bestellung beim Hofer abholen, ab Richtung Lager Ansfelden, wo Robert bald kommen wird. Markus hatte gestern Abend schon von Roman aus Sierning etwas Obst und Gemüse geholt und mir gebracht, alles jetzt aus dem Transporter ausladen und durchschauen. Alle Rollwagen aus dem Lager herausstellen, Kartonagen zerkleinern, die großen Kunststoffpaletten einladen und für die Fa. TAB im ASZ entsorgen und…und…und. Nachdem wir Brot und Gebäck holten kam auch unsere Verena ins Lager, um uns zu unterstützen bei der Durchsicht. Alles ging richtig Propper, eine gute Stimmung und die Vorfreude auf unseren Verteil-Donnerstag war deutlich zu spüren. Zu Mittag hatten wir schon +12,5° und Sonnenschein, um 15.16 Uhr Abfahrt nach Linz, heute zum 1. Mal dabei, Stefan, unser Neuzugang. Noch kurz ein paar Tipps und dann geht’s los. Ankunft in Linz, es warten schon etwa 20 Schützlinge, und unter diesen waren heute 3-4 Neue, die noch nie bei uns waren. Wir positionierten die Fahrzeuge, räumten alles aus und ich ging dann nach hinten um die 2 Meter Abstand einzufordern und denen, die Alkohol mitgebracht haben zu sagen, so NICHT! Beim Bus keinen Alkohol, wissen tun sie es ja alle, aber sie hoffen halt ich sehe es nicht. Ich weiß wie man tickt, wenn man eine Sucht in sich trägt, da ich ja auch trockener Säufer bin. Ich weiß was in dem Körper passiert, aber wir können und dürfen es nicht unterstützen, das geht gar nicht. Und bei unserem Bus gibt es halt absolut keinen Alkohol. Als wir alles ausgeräumt hatten, kam eine nette Bekannte mit einen riesen Topf voller Gummibärli vorbei: „Bitte austeilen“. Wird gemacht. Ich erinnere alle an die ffp2 Maskenpflicht und an die 2 Meter Abstand, manche grollen, manche murren, aber alle folgen. Robert teilt heißen Tee aus und die Besten Krapfen die wir je hatten, Beate macht heute Tiefkühlware, unsere Prinzessin Gerlinde teilt gemeinsam mit unserem Wiener Gast Fiona (Frühstück im Park), Brot und Gebäck aus. Verena macht Obst und Gemüse und Stefan kümmert sich um die Süßigkeiten und die Knabbereien. Ich achte auf ihn weil es wichtig ist, niemanden beim ersten Mal zu überfordern. Es geht ihm aber gut. Ingrid ist überglücklich mit ihrem neuen Wagerl, das Verena zu Mittag noch umräumte. Und unser Max, kümmert sich um alle Belange des Teams. Es läuft schleppend an, die Schlange wird immer länger und länger, und wie gesagt, einige neue Gesichter sind auch dabei. Unser Herr Ingenieur P. kam auch heute nach 2-Monatiger Pause wieder, wir waren alle erleichtert, da wir alle nicht wussten was mit ihm los war, wir wussten nur, dass er Risikopatient ist. Gottseidank ist er wieder da, und es geht ihm gut. In der Reihe gibt es Streit zwischen Daniel und einer neuen Frau die scheinbar in der Vergangenheit über uns schimpfte und nun selbst in der Reihe steht. Ich schlichtete den Streit und erklärte Daniel, dass es nicht wichtig ist was jemand voriges Jahr sagte oder glaubte, jede/r darf seine/ihre Meinung umstoßen und zu neuen Erkenntnissen gelangen. Deshalb bitte aufhören zu streiten. Auch unsere Nächtigungsjetons gingen wieder weg wie die warmen Semmeln, heute gaben wir 70 (!) Jetons aus, damit unsere Schützlinge wenigstens 2-3 Nächte im warmen Zimmer haben. Die Krapfen waren heute früh aus, zu früh. Der Tee war ebenfalls sehr gefragt, trotz der Plus-Grade. Unser Vereinsmitglied Barbara schaute dann noch vorbei bei uns, sie hatte Sehnsucht, weil sie seit Längerem nicht dabei sein kann, wegen Home-Schooling ihrer 3 Kinder. Sie vermisse uns so und freut sich, uns zu sehen, danke liebe Barbara für den Besuch, wir freuten uns auch alle sehr. Später kam noch der Rebell von vor ein paar Wochen, der den Parkplatz gegen den Bus, sitzend verteidigte. „Ich“? „Ich war letzte Woche zum 1. Mal da, ich war das nicht, ich bin doch richtig froh, dass es Euch gibt“. NoNa, natürlich war er es der sitzen blieb, ich hatte den Eindruck er schämt sich dafür und deshalb die Ausrede: „Das war nicht ich, das muss jemand gewesen sein der so ausschaut wie ich“. Na gut, lassen wir es gut sein, ich weiß, dass er es war aber, wenn er sich nun normal aufführt, hab‘ ich kein Problem mehr mit ihm. Christian ruft mich über Daniel an, ob er auch Lebensmittel haben darf, er schafft es aber nicht zum Bus da er ein Sorgenkind daheim hat, eine frisch obdachlos gewordene Frau die er beherbergt. Daniel nimmt auch Christian und dieser Frau etwas mit. Langsam werden die Tage wieder länger und ich übersehe fast die Zeit, dass es schon kurz vor 18Uhr ist. Gottseidank wird es wieder heller und freundlicher, wenn wir zusammenräumen müssen. Im Nu ist alles verstaut, ab Richtung Lager, wie gewohnt alles wieder ausräumen und einlagern, kurze Umfrage wie es das Team heute fand? Eben auch hier die Rückmeldung, dass viele neue Gesichter kommen und die Armut bei denen die zu uns kommen, greifbar ist. Stefan fand es heute toll, er wird uns weiterhin unterstützen als aktives Mitglied. Der Tag heute ist gelaufen, ein arbeitsintensiver Freitag steht vor der Tür, Samstag wieder Spendenannahme und abends dann Linz Tour usw.. Also alles ausgebucht. Ich bedanke mich wieder bei all unseren Spendern/innen und Gönnern/innen, bei allen Weg Begleitern und all jenen, die in uns etwas sehen was wir Woche für Woche sind, Hilfe für viele Menschen. An alle Menschen die an uns glauben, ein Vergelt’s Gott und Danke. Der Abend wird noch etwas dauern, die Nacht wird wieder kurz, aber wir sind gesegnet, helfen zu dürfen, durch EURE Unterstützung. Ein großes DANKE auch an unser gesamtes TEAM, schön, dass ihr immer wieder so großartiges vollbringt wie heute. STOLZ bin ich auf Euch! Gute Nacht und alles liebe! 🙂 <3

13.2.2021: Linz Tour zu den Hotspots

LINZ TOUR SAMSTAG, 13.2.2021:

Nach einem langen Spendenannahmetag und einem anstrengenden Lager Tag, der von 7 Uhr früh bis 16 Uhr nachmittags dauerte, hieß es noch unser Not Paket mit allem drum und dran einzuladen, da wir um 18Uhr Richtung Linz fahren und die Hotspots abklappern. Um 17.40 Uhr heimgekommen, schnell umgezogen, warme Schuhe und dicke Socken, heißen Tee gemacht und dann draufgekommen, dass ich die Becher im Lager vergaß. Meine Nachbarn Walter Rosenthaler Roswitha Rosenthaler, die mich zuvor zum essen eingeladen hatten, halfen auch hier mit neuen Bechern aus. Um 18Uhr dann zur Metro-Tankstelle, Silvia Brandstätter und Karin Thalhammer abholen, und ab geht es Richtung Ebelsberg. Dort lebt unter einer Brücke immer noch Thomas. Christian, sein Bruder sitzt derzeit in Haft, noch etwa 1,5 Monate. Thomas ist schwer krank und fristet sein Dasein nun alleine in weiter Natur. Die vergangenen Wochen und Monate setzten ihm stark zu, aber er freute sich sehr, uns zu sehen. Wir hatten haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel sowie lange Thermo-Unterwäsche und neue Socken dabei. Heißen Tee gab es natürlich auch für Thomas. Anschließend fuhren wir zu A., die in ihrer Wohnung ist und alles herrichtet, um es gemütlich zu machen. Viele, viele Spender gaben uns etwas mit für A., was wir gestern gleich vorbeibrachten. Dann ging es weiter zum Terminal, wo Gaby, Andy, Renate, Francesco und Elke auf den Bänken sitzen und...frieren. Gaby war unsere Haltestation, da sie vor ein paar Wochen alles verloren hat, braucht sie nun wieder ein paar Sachen. Zu trinken, zu essen und verschiedene Dinge wie dicke Winterjacke, Thermo-Leggins, Socken, Unterwäsche usw., Andy, unser neuer Obdachloser von dem ich Euch am Donnerstag schon berichtete, schläft 3 Bänke neben Gaby und kann seine Situation immer noch nicht fassen, wie schnell es gehen kann dass man in so eine Situation kommt. Andy braucht eine dicke, warme Winterjacke mit einem Bodywarmer drunter, neue, warme Winterschuhe, und etwas zum essen und trinken. Andy ist uns ans Herz gewachsen und wir wollen ihm helfen, wieder auf die Beine zu kommen, Andy hat alle Kranscheine, Staplerscheine und ist eigentlich gelernter Maurer. Wir gehen am Terminal eine Runde und fragen alle, ob jemand etwas braucht. Der bekannte Herr der früher am Barbarafriedhof schlief und danach beim Lentos seine Zelte aufschlug, ist nun auch am Terminal, ich fragte ob er was braucht, er dürfte erschreckt sein weil er wie ein wilder aufstand und laut schimpfend uns verfolgte, weiter zu Elke und Renate, die Beide nichts brauchen, aber die Kälte tief in sich tragen, das sieht man schon von Weitem. Als wir zurück zum Bus kamen, war der Opa von Francesco beim Bus, der seit etwa 1 Jahr dort schläft, und nichts von den Eltern, die ihn ab und zu besuchen, und auch nichts von seinem Opa wissen will. Francesco nimmt keine Spenden an, er lässt sich nicht helfen und trotzt seiner Familie. Auf die Bitte seines Opas nach einer warmen Winterjacke hat Karin natürlich gleich eine rausgesucht und dem Opa mitgegeben. Bei der Haltstelle trafen wir dann noch Pascal, ein junger Salzburger Obdachloser, der immer lächelnd und zufrieden antwortet. Ein toller Mensch den auch aus heiterem Himmel traf. Er erzählte uns von Obdachlosen in einen Abbruchhaus über Linz. Vom Terminal, wo es für jede/n heißen Tee und Lebensmittel sowie warme Kleidung und Schlafsäcke gab, ging es weiter zum Volksgarten, zum Schillerpark und dann zur vereinbarten Adresse von Pascal. Er lotste uns da hin. Im Haus selber trafen wir Daniel, Heidi und Stefan (der mit dem Hund). In dem früheren Wohnzimmer dieses Abbruchhauses sah man die Spuren der letzten Tage, aber wenigstens geschützt vor der Kälte. Ich versprach Holz zu besorgen, um den offenen Kamin im Wohnzimmer füttern zu können. Die Drei gingen mit zum Bus und wir gaben ihnen Lebensmittel, einen Schlafsack und div. andere Sachen wie Schokolade. Ein Blick aus dem Wohnzimmer und man sah Linz aus einer Perspektive, die ich noch nie sah, Wahnsinn! Wir verabschiedeten uns wieder und fuhren zu Florian beim Brucknerhaus. Er fristet ein Dasein unter vielen, vielen Decken und Planen, und kommt vor Schmerzen fast nicht auf. Ich bitte ihn mit zum Bus zu kommen, er bekommt Socken, Trainingshose und andere Sachen. Humpelnd folgte er uns und lehnte die meisten unserer Angebote über Lebensmittel, warmer Winterschuhe, Winterjacke u.a. dankend ab. "Danke nein". Wir geben Florian was er haben mag und fahren weiter Richtung Hafenstraße, in einer kleinen Nebengasse sind ebenfalls Abbruchhäuser, wo sich Franziska aufhält. Doch an der Adresse ist ein neues Schloss was mich um kurz vor 22 Uhr, Sr. Martha anrufen ließ. Sr. Martha und Sr. Lydia kümmern sich intensiv um Franziska, versorgen sie mit dem Nötigsten, ich wollte heute Franziska besuchen um den Kontakt nicht zu verlieren. Aber Sr. Martha meinte nur, dass Franziska auch hier an dieser Adresse schon wieder drauf und dran wäre, alles kaputtzumachen, dass sie hier überwintern darf. Leider hat Franziska manchmal eine Art, mit der viele Menschen nicht umgehen können und wollen, auch ich habe oft Probleme mit ihr. Silvia, Karin und ich beschließen, noch zum Fernheizwerk zu fahren um nachzuschauen, und abschließend noch zum Pleschingersee. An beiden Plätzen fanden wir niemanden und fuhren um 22.45 Uhr Richtung Lager, um alles wieder im warmen einzulagern. Um etwa 23 Uhr setzte ich Karin und Silvia wieder bei der Metro ab und der Tag, ein langer Tag, war gelaufen. Danke auch an dieser Stelle dass wir diese Tour fahren dürfen und Spenden an die Menschen verteilen können. Vergelt's Gott und Danke! 🙂 ❤

4.2.2021 – Sonne und ein Rebell auf der Straße!

DONNERSTAG, 4.2.2021: DIE LAUFENDE WINTERSAISON...

...mit Abstand unsere schwerste seit Bestehen unseres Vereins. Viele Situationen die wir vorher in dieser Form oder Ausprägung noch nie hatten, und für uns absolutes Neuland ist. Ich nehme nur unsere nächtlichen Touren zu den Linzer Hotspots her, hier passiert so vieles im Kopf, in der Seele, im Herz. Vieles darf man nicht hinterfragen, nicht als selbstverständlich nehmen, kein Tag läuft wie der Andere, jeder ist anders. Menschen die auf der Straße schlafen sind durch Corona zusätzlich gestresst, da manche Einrichtungen zeitweise nur Notprogramm haben und die Menschen dann nur kurz in die Einrichtungen können. Aber nicht nur Corona verdreht unseren gesamten Alltag, die Zeiten sind einfach andere geworden, was noch vor kurzem galt, hat heute oft keine Bedeutung mehr, ein Versprechen das man sich vor ein paar Monaten noch machte, hielt nicht einmal einen Jahrestag lang. Die Menschen sollten viel öfter auf ihr Herz hören und ihrem Bauchgefühl folgen, dann wäre die Welt ein klein wenig wärmer, besser, glaube ich. Vielleicht ist es naiv, vielleicht dumm, vielleicht nicht mehr zeitgemäß an das Gute zu glauben, ich tu es trotzdem und haue mir oft die Nase an, aber was kann Hr. Mayr dafür, wenn mich Hr. Gruber belügt oder enttäuscht? Situationen auseinanderhalten und nicht alle Menschen in den gleichen Topf zu werfen, das sollten wir wieder öfters im realen Leben üben, bis wir es wieder können. Viele Menschen glauben ja teilweise nicht mehr an das Gute, sondern sehen schon dunkle Wolken, wenn jemand nur anderer Meinung ist oder die Dinge des Lebens anders sieht. Hier passieren viele, viele Verletzungen auf beiden Seiten wo ich mich jeden Tag Frage, wie sollen diese Verletzungen jemals wieder gut werden, wenn niemand bereit ist den ersten Schritt zu machen und vielleicht auch einmal ein „Bitte verzeih‘ mir“ sagen kann. Viele Menschen haben das verlernt, ist jeden Tag draußen im Leben zu beobachten, und das macht mich traurig, unendlich traurig. Wenn unsere Schützlinge beschimpft werden, ist das ebenfalls zu verurteilen, weil die Wenigsten die wahren Schicksale hinter den Menschen kennen, aber schimpfen, ja, das können viele Menschen sehr gut, schimpfen und verurteilen. Und genau das machen wir nicht, wir begegnen unseren Schützlingen auf Augenhöhe, wertschätzend und aufrichtig. Auch wenn das manchmal von Menschen die mit Armut oder Obdachlosigkeit nichts am Hut haben, belächelt wird, wir gehen unseren Weg als Team, als Verein, als Obdachlosenhilfsaktion. Sollen sie über uns lachen und hinter unserem Rücken über uns schimpfen, ich denke das darf jeder machen, nur, diese Menschen dann noch jemals ernst zu nehmen, obliegt auch uns alleine, uns, die man belächelt. Das passiert oft, aber mittlerweile können wir im Team gut damit umgehen und lassen uns nicht mehr spalten oder aufhetzen, Sorry, NoGo!

Diese Woche begann mit ein paar Entscheidungen, die zu treffen waren. Sich von Menschen (Vereine) verabschieden, die glauben uns auf der Nase herumtanzen zu können und uns nur ausnutzen. Wir geben solchen Menschen keinen Raum mehr uns auszunutzen oder zu hintergehen. Der Montag war aber auch ein toller Tag, weil wir ganz viele superleckere Palatschinken in allen Variationen von einer großartigen Firma in Wolfern bekamen (muss erst abklären ob ich den Namen veröffentlichen darf), Gemüsestrudel und Lebkuchen-Schmarren und viele andere tollen Lebensmittel gespendet bekamen. Wir dürfen diese tolle 14 Paletten Spende (insgesamt über 30 Paletten) bei der Fa. Transdanubia in Pasching im Tiefkühllager kostenlos lagern, danke an Hr. L. an dieser Stelle, ich kann nicht oft genug Danke sagen für alles was er tut für uns. Eine tiefe Verneigung und ein dankbares Vergelt’s Gott. Großartig! Nachmittags beginnen wir die Spendenlieferung nach Salzburg zu kommissionieren und zusammenzustellen, von 14.00-20.30 Uhr waren wir mit nur 1 Einrichtung beschäftigt, 7 Personen, ich denke das sagt Euch viel über den Umfang dieser Spendenlieferung, Bilder gibt es dann am Montagabend. Am Dienstag ging es dann die Spende sichten, im Tiefkühllager, und beim Aufheben einer Kiste fällt mir die etwa 20kg schwere Kiste auf den kleinen Finger, genau auf das Gelenk, irgendwie tut das höllisch weh, bis zum Heiraten im nächsten Leben ist es wieder gut, ganz sicher. Wenn man sich bei -40° nur kleine Dinge leistet, wird das binnen weniger Minuten bestraft, zu wenig warm angezogen hält man das nur 3-4 Minuten aus, Halbschuhe in diesem Lager zeigen dir sehr schnell was Du falsch gemacht hast, also immer warm angezogen, konzentriert und flott arbeiten, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Vom Tiefkühllager dann ins Kühllager, von -40° ins „warme“ 0° Lager, sichten was noch alles für diese Woche zusammenzustellen ist, für Donnerstag. Bananenschnitten, Tiramisu-Schnitten, Nougat-Roller, Bio-Zitronensaft, Essiggurkerl, 5kg Salat-Dosen, Chili Con Carne, Gulaschsuppe uvam.. Alles zusammengestellt, nur mehr abzuholen am Mittwoch. Weiter geht es nach Linz zu einer Besprechung mit A., die seit ein paar Wochen in Linz lebt und hierbleiben wird, alle Schritte festlegen damit es bald losgehen kann mit allen Aktivitäten. A. ist gut angekommen hier bei uns in Linz. Sie bedankt sich herzlichst bei den Spenderinnen, die gesamt 3 Monatsmieten für sie bezahlten, vielen herzlichen Dank auch von uns. Um 16 Uhr Termin wieder im Tiefkühllager, ein Team aus Traun das sich ebenfalls um arme Menschen kümmert, holt sich einige Schachteln Palatschinken und Gemüsestrudel, die sind gut aufgehoben dort, weil es dort auch direkt an die bedürftigen Menschen ausgegeben wird. Der Mittwoch beginnt mit einem Strafzettel wegen zu hoher Geschwindigkeit, direkt per Post und € 60,- „schwer“, puh, selber schuld. Dann geht’s los alles abholen im Kühllager, in unser Lager bringen und für Donnerstag vorbereiten. Auf dem Weg dahin ein Anruf von T., er geht wieder in die Nowa (Notschlafstelle) und bräuchte ein paar Jetons bitte, ja, klar, kannst Du haben, morgen Donnerstag beim Bus. Auf unser Posting was A. noch alles benötigt kommen dauernd Anrufe, ob wir nicht doch eventuell Hausräumungen machen wollen, NEIN, wollen wir und können wir nicht, mangels Lagerplatz. Wir haben ja eine Liste veröffentlicht was wir alles benötigen würden, und nein, wir bauen keine Küche ab und räumen auch keinen Keller aus, sorry, können wir nicht machen. Abends bringt mir Markus (pastafani) noch Obst und Gemüse aus Sierning vorbei, das er bei R. abgeholt hat. Der Mittwoch nimmt dann noch viel Zeit in Anspruch punkto Lagerverwaltung, die ich an unsere Bedürfnisse anpasse, um diese bestens nutzen zu können. So endet der Mittwoch irgendwann tief in der Nacht, und der Donnerstag beginnt nachdem ich meinem Wecker 6-Mal auf den Kopf drückte, der aber auch nach dem 6. Mal keine Ruhe gab und mich aus dem Bett kickte. Grade munter geworden, schon ruft eine liebe Frau an um ein gemeinsames Anliegen zu besprechen. Ab dann geht es aber im Eiltempo, Hofer, den georderten Einkauf abholen und dann ab ins Lager. Im Lager angekommen, uijeh, der Lagerschlüssel hängt zuhause an der Arbeitshose, und der digitale Ersatzschlüssel funktioniert nicht. M. sperrt unser Lager auf, dass Ulli und Martina weiter kommissionieren können, wenn wir nochmal zu mir nach Hause fahren Schlüssel holen und dann Brot, Gebäck und etwas Gemüse in Haid abholen. Robert und ich fahren nach Haid, wo wir mit einem „Vorwurf“ konfrontiert wurden, der einfach nicht wahr ist und erlogen ist. Daraufhin werden wir künftig nichts mehr abholen in Haid, weil wir uns nicht mehr für etwas rechtfertigen wollen, was nicht stimmt und was frei erfunden ist. Schade, aber wo ein Gespräch über 4 Ecken stattfindet und nur Dinge vorgehalten werden, die frei erfunden sind, ist auch keine Lösung in Sichtweite. Warum erfinden Menschen immer wieder Dinge, die Anderen schaden? Wir müssen uns hier leider distanzieren, weil es unserem Gemüt schadet, wenn wir uns immer wieder von Menschen etwas Boshaftes unterstellen lassen. Geht nicht! Künftig kaufen wir Brot und Gebäck sowie Obst und Gemüse ein, dann kann uns auch niemand beschuldigen, etwas Unrechtes getan zu haben. Mitten in diesem Gespräch überlegte ich kurz, das Brot und Gebäck heute schon nicht mehr mitzunehmen, aber ich hätte kurzfristig keine solche Menge woanders bekommen. Abfahrt ins Lager, wo Martina und Ulli schon quirlig Bananenschachteln rumstapeln und die 2. Einrichtung für kommenden Montag zusammenstellen. Das Gespräch in Haid sitzt tief und wird den ganzen Tag anhalten. Im Lager alles Brot und Gebäck durchschauen, Tee kochen, Wurst schneiden, Kühlboxen befüllen. Barbara, Ingrid und Gerlinde kümmern sich um die Kleidung, Schuhe, Schlafsäcke und vieles andere. Flott wurde der Transporter dann beladen, und bei +7,5° und strahlendem Sonnenschein fuhren wir los Richtung Linz, da kam noch ein SMS vom Obdachlosen Seelsorger Helmut Eder, dass er uns heute besuchen wird. Ich freu mich riesig. Ankunft in Linz, Hänger abkoppeln, Transporter aufstellen, alles auspacken, ein neuer, junger Obdachloser sitzt mitten auf der Straße und behindert den ÖBB-Bus der rückwärts einparken möchte, er blockiert auch den PKW-Verkehr aus dem gesperrten Parkplatz, er kommt sich stark vor, erst als ich ihm drohte, ihn von unserer Verteilung auszuschließen, stand er auf und machte Platz für den Verkehr. In der Reihe stänkerte er und beschimpfte dann andere, bis ich ihm ein 2. Mal die Rute ins Fenster stellen musste, er drängte sich dann zwar vor aber uns war es recht, wenn er so bald wie nur möglich von diesem, unseren Platz weg ist. Er war heute auch der einzige der wirklich feindselig und ungut war, zu mehreren Helferinnen, was mich für seinen nächsten Besuch bestimmt nicht positiv stimmt. Eine junge Frau kommt auf mich zu, Zitat: „Nehmen Sie Geldspenden an?“ Ja, und sie drückte mir € 20,- in die Hand, vielen Dank! Es ist ein feines Gefühl, wenn sich situierte Menschen über andere, arme, obdachlose Menschen Gedanken machen und spenden, großartig. Da wir Monatsanfang haben und viele ein klein wenig Geld bekamen, ist der heutige „Andrang“ nicht recht groß, die Schlange aber trotzdem lange. Dass uns Helmut Eder heute vor Ort besuchte, freute mich wirklich, ein paar Worte wechseln und ein toller Tipp über eine neue Initiative für arme Menschen in Linz. Als Helmut wieder fahren musste, ging ich zum Terminal rüber, weil mich heute früh ein Anruf aufwühlte, Zitat: „Gaby vom Terminal ist nicht mehr dort“. Ich konnte heute früh diese Aussage nicht ganz relativieren, denn wo sollte Gaby schon sein, als am Terminal? Gaby war am Terminal, aber all ihre Sachen wurden wieder einmal entsorgt, weggeworfen. Ich konnte Gaby überreden mit mir zum Bus zu gehen, um sich bei uns eine neue Jacke, warme Schuhe und alles Notwendige zu holen. Gaby geht es nicht gut, kränklich, diesem Kampf auf der Straße langsam nicht mehr gewachsen, der Willkür in Linz überdrüssig. Als ich mit Gaby zum Bus kam, zeigte die Uhr schon 17.45 Uhr, also langsam Zeit aufzuräumen, da hör ich einen Hund bellen, Emma, der Hund von Franziska. Sie brauche dringend frische Unterwäsche und ein paar Karotten, Bananen, Brot und eine Gaskartusche für ihren Gaskocher. Franziska muss wieder weg von ihrem Platz unter der Autobahnbrücke und weiß nicht, wohin sie gehen soll. Leider fällt auch mir kein Platz ein, an dem sie leben kann mit Emma, ihrem so liebenswürdigen Hund. Wir verabschieden uns und räumen alles ein und fahren nach Ansfelden. Alle helfen zusammen und wir sehen jetzt, welch tolle Arbeit Ulli, Martina und Petra leisteten, die gesamte Spendenlieferung für Salzburg ist fertig zusammengestellt. Klasse! Um 19.45 Uhr fahr ich heim und bin froh aus den Klamotten zu kommen. Die Beine schmerzen, der kleine Finger noch viel mehr, ein kleines Brot und dann ab, zum PC, und texten, wieder fast 4 Stunden. Im Kopfhörer trudelt mir Don McLean von seinem „Castles In The Air“ in mein Ohr, es war eine gänzlich andere Zeit als diese Musik gemacht wurde, als Menschen noch miteinander tanzten, miteinander sangen, und nicht mit dem Ellbogen gegeneinander vorgingen. Ich wünsche mir diese Zeit zurück, in der man respektvoll miteinander umging, wo jede/r seine eigene Meinung haben durfte ohne gleich beschimpft zu werden. Ich wünsche mir ….. ja, genau, DAS wünsche ich mir! Danke für Eure Aufmerksamkeit und DANKE an unser Team, das heute wieder tolle Arbeit leistete, und vielen, herzlichen Dank an all unsere Spender/innen, die uns Woche für Woche diese, unsere Aktion ermöglichen. Recht lieben Dank. Zum Ausklang gibt es für mich noch John Prine & Nanci Griffith „Speed Of The Sound Of Loneliness“, und somit gleite ich in die Nacht, die mir noch ein paar Stunden abnehmen wird, weil viel Arbeit anliegt. Danke für alles :-)<3 Gute Nacht

 

12.11.2020 – Ein unrunder Verteil-Donnerstag!

DONNERSTAG 12.11.2020

... ein unrunder Tag, der eigentlich schon Gestern begann. Wie jeden Mittwoch besorgen wir am Vormittag die Sachen aus dem Tiefkühl- und dem Kühllager, damit manche Lebensmittel noch auftauen können, andere geben wir gefroren weiter. Dafür haben wir unsere Kühl- Gefrierkombi, wo wir die Lebensmittel gefroren halten können. Also Mittwoch früh diesmal schon ins -40° Tiefkühllager, Wurst, Dorschfilet und Pizzen sowie noch eingelegten Paprika aus dem Kühllager. Herrn L. Günther, Geschäftsführer von Transdanubia, wo wir kostenlos Paletten einstellen dürfen, immer wieder persönlich dafür zu danken, was er alles für uns macht. Nicht nur die Stellplätze kosten in den Lagern ein halbes Vermögen, nein, auch wenn wir eine Spende (wie gestern) aus dem Burgenland bekommen, holt er uns diese Paletten kostenlos ab und bringt diese nach Pasching ins Kühllager. Immer wieder - DANKE - DANKE - und Vergelt's Gott, für diese tolle Geste. Anschließend fuhren wir gestern Mittwoch, nach Bayern, um dort günstigst Hygieneartikel einzukaufen. Wir haben einen Deal mit der dortigen Geschäftsführung einer großen deutschen Drogeriekette. Wir bekommen von Haus aus 10% Vergünstigung, wenn wir über € 1000,- einkaufen bekommen wir noch zusätzlich 200-300 Fl. Shampoo oder Duschgel geschenkt. Wobei ein Duschgel 3in1 (300ml), in diesem Geschäft auch lediglich nur € 0,30 kostet. So günstig könnten wir nirgendwo in Österreich einkaufen, und die Einkaufsfahrten werden von mir privat bezahlt und nicht vom Verein, damit die Spendengelder für unsere Schützlinge erhalten bleiben. Also gestern viele Sachen die ausgegangen waren, eingekauft, dann schnell wieder zurück in unser Lager, ausladen und ... Feierabend machen. Erst beim Ausladen sah man richtig, welche Menge wir im Bus hatten. Gestern Abend dann, als ich heimkam und nachschaute was sich in FB so tat, bekam ich eh gleich eine drübergezogen (steht in meinem Posting von gestern), so dass mir hören und sehen verging. Heute früh aus Leonding 20 Bananenschachteln holen und anschließend gleich nochmal ins Paschinger Kühllager fahren, um nachzuschauen was gestern so ankam aus dem Burgenland. Wir werden das in einem separatem Posting bekanntgebenAnschließend nach Haid fahren, Brot/Gebäck und ganz viel Obst und Gemüse abholen. Heute gab's keinen Kaffee, dank Corona. Also alles einladen und ab, quer durch die Mitte in unser Lager nach Ansfelden. Dort alleine angekommen, begann ich gleich mit durchschauen der Lebensmittel auf Genießbarkeit, Rena Meinhart kam dann auch bald dazu und half mir brav, danke dafür. Hier merkte ich deutlich, dass mir die vergangenen Wochen und Monate ordentlich in den Knochen sitzen. Mein linkes Knie randaliert rebellisch, meine rechte Schulter ebenso, egal, nicht jammern, weitermachen! Irgendwie aber spüre ich heuer deutlich, dass nichts ist wie vorher, unsere Aktion und unser Verein, viele Menschen, die Gesellschaft schlechthin, die allgemeine Spendenfreudigkeit, man merkt deutlich, dass etwas massiv beschädigt ist. Ich wünsche mir nur eines aus tiefstem Herzen, liebe Wegbegleiter, dass wir BITTE ALLE zusammenhelfen, den Ärmsten der Armen, den Obdach- und Wohnungslosen die Not zu lindern und das Beste aus dieser Situation zu machen. BITTE BITTE - helft uns, damit wir helfen können! Unsere Schützlinge sind schon am Rand der Gesellschaft, geben wir acht, dass sie nicht runter fallen. Zu Mittag im Lager bei der Kontrolle bekam ich Hunger, Mäcki geht nur mit Auto, unser Auto/Transporter ist aber zu hoch um beim Mäcki durchzukommen. Also doch Banane, oder zwei. Als es dann 13.35 Uhr war, kommt's mir geschossen, um Gottes Willen, die Wurst ist noch nicht geschnitten, nicht eingepackt, die Käsekugeln auch nicht hergerichtet. Maria kümmert sich sonst um diese Sachen, Maria ist aber in Quarantäne, genauso wie Elke und unsere Barbara ist verkühlt, also heute halbe Anzahl der Helferinnen. Gottseidank haben wir die Zusagen von 2 neuen Mitgliedern, von Tina und Martina, sie helfen uns heute beim Verteil-Donnerstag, ansonsten wäre der heutige Verteil-Donnerstag vermutlich gar nicht durchgeführt worden. Leider brauchen wir eine große Anzahl von Helfern/innen am Donnerstag, 8 müssen es sein, besser wären 9-10! Ich wünsche mir alle Helferinnen, die krank oder in Quarantäne sind, schnell zurück, nicht nur um der Arbeit willen, sondern auch weil wir sonst als Team nicht vollständig sind. Auch unsere Beate Loeffler, die uns schon sehr abgeht, hoffentlich kommst Du bald wieder, gesund und munter, so wie alle anderen auch. Also heute Mittag dann schnell alles aufgeschnitten und in die Kühlboxen geräumt, alles draußen beim Transporter hergerichtet, um es dann einzuladen. Es geht flott dahin, im Eilzugstempo sind wir voll im Transporter, jetzt noch unseren tollen Humer-Anhänger anhängen und ... ab geht's! 15.15 Uhr - Abfahrt. Bei der Ankunft in Linz warten schon etwa 20 Schützlinge auf uns, wir räumen schnellstens aus, präparieren es richtig um dann schnell arbeiten zu können. Schließlich werden heute 76 Schützlinge kommen. Für noch nicht einmal Monatsmitte, ganz schön viel. Diese Anzahl haben wir normal in der 2. Monatshälfte, aber durch Corona ist alles anders. Beim aufbauen schreien 2 Araber vom Gehsteig rüber: Zitat: "muss man hier bezahlen?" Nein, muss man nicht, WENN man Obdachlos oder arm ist, die Botschaft kam bei den Beiden direkt an. Man sah auf den ersten Blick dass die Beiden nicht zu unseren Schützlingen zählen. Wir beginnen mit der Ausgabe, Rena und Wolfgang bei der Wurst bzw. bei der Gefrierware/Kühlware, Brigitte im Bus, Lebensmittelausgabe, Patrick unser Neuer, bei den Getränken, Tina und unsere Prinzessin Gerlinde beim Brot/Gebäck, und Martina, beim Knabbergebäck und beim Obst. Heute bleibe ich immer in der Nähe, damit unsere neuen Vereinsmitglieder und Helferinnen nicht erschrecken, damit ich in der Nähe bin wenn jemand glaubt, frech zu unseren Mädels sein zu müssen. Das geht gar nicht. Heute kommen viele alte Gesichter, die ich schon Monate nicht mehr gesehen habe. Ich freue mich zwar nicht, sie immer noch als Obdachlose zu sehen, aber es tut gut zu wissen, dass es ihnen halbwegs gut geht. Von einem dieser "alten" Bekannten erfuhr ich, dass unsere B., die bis vor kurzem noch in Gallspach war, jetzt nicht mehr dort ist, P. & B. haben ihre Wohnung verloren, und B. geht es gar nicht gut. Ich erzählte Euch B.'s Schicksal voriges Jahr, sie war das Mädl, dem der damalige Freund mit einer Axt den Schädel spaltete, die viele Monate ums Überleben kämpfte und dann in die Obdachlosenszene rutschte. Ein langes Schicksal eines so tollen, liebevollen Mädchens dass an vielen Lebenskreuzungen die falsche Richtung einschlug. Der "alte" Bekannte meinte, B. wäre total gelb in den Augen, am ganzen Körper, man könne ihr nicht mehr helfen, meinte er. Ich werde morgen selber schauen, Informationen zu bekommen, das darf so nicht enden, nicht für B.! Zum Schluss des heutigen Verteil-Donnerstags kamen einige, ich sage Mal so, von der Schwerkraft hin- und hergezogene Schützlinge. Die Anfrage nach den Nächtigungsjetons der Notschlafstelle war heute riesengroß, niemand will jetzt noch, bei dieser Kälte, auf der Straße schlafen. Wir verteilten heute 54 Jetons (à € 4,-) an unsere Schützlinge, einige Schlafsäcke, Isomatten, neue warme Schuhe und Jacken, warme Decken usw.. Unsere beiden Neuen heute waren sichtlich angetan vom heutigen Tag, es gefile ihnen sehr gut und sie machen weiter bei uns im Verein. Herzlichst willkommen im Team,  Tina Hennerbichler und  Schnegg Trallala ! 18 Uhr, in den letzten Minuten vorm einpacken fangen noch zwei zum streiten an, für uns Grund genug, sofort alles zu beenden, da die Beiden auch die letzten waren und wir uns diese Streiterei nicht anhören wollten. Einpacken und ins Lager fahren, um 19Uhr kommen Spender, die eine Scheckübergabe fotografieren wollen, also ab, flott ins Lager. Heute ohne Nachbesprechung alles schnell wieder ins Lager gebracht um dann gleich "Ready" für Michaela & Co zu sein. Der heutige Verteil-Donnerstag war...anstrengend, ungewohnt aber trotzdem toll. Vielen, herzlichen dank allen Spendern/innen, dass wir all die Donnerstage diese Aktion machen dürfen mit Eurer Unterstützung. DANKE und VERGELT'S GOTT! Ein großes DANKE auch an unser gesamtes Team von heute, ihr seid Spitze. Für mich dauert der Tag noch etwa 2-3 Stunden, für Euch wahrscheinlich nicht mehr so lange. Danke für Eure Aufmerksamkeit, Euer "Dabeisein" und ... schön dass es EUCH ALLE gibt.

9.11.2020 – Heute geht’s in 2 Einrichtungen in Salzburg!

Heute, Montag 9.11.2020 ... wir brachten wieder Spenden in die Obdachloseneinrichtung "Soziale Arbeit", von wo aus die ganzen Spenden an die Menschen verteilt werden. Da wir nun schon längere Zeit nicht mehr in Salzburg Stadt waren, war die Freude groß, weil das gesamte Lager seit Wochen leergefegt war. Heute mit dabei, Patrick, der mir sehr behilflich war beim ausladen. Gestern Sonntag haben Christian und ich die Spendenlieferung noch im Lager beladen und heute war "Zustellung". Danke Christian, dass Du mir am Sonntag Abend so behilflich warst. Heute früh, 6 Uhr Abfahrt Richtung Salzburg Stadt, den ersten Halt machten wir in Lindach, mir war nach "Kaffee" und Patrick wollte eine Zigarette rauchen. Nach kurzem halt geht's weiter, bis zur Raststelle Salzburg Nord, dort kehren wir nochmal ein zum 2. Kaffee und Pommes für Patrick! 🙂 Der frühmorgendliche Stau in der Voglweiderstrasse in Salzburg, lässt nichts Gutes erahnen, doch geht es dann doch viel schneller in Richtung Innenstadt als gedacht, in kürzester Zeit waren wir, pünktlich um 8Uhr wie angekündigt, in der 1. Einrichtung. In diese Einrichtung kommen täglich etwa 150-200 Menschen, Obdach- und Wohnungslose sowie Rentner, die nur ganz wenig Rente haben, also arme Menschen die noch ein Dach über dem Kopf haben, sich aber das Leben nicht mehr leisten können. Frau W. erwartete uns schon und die Helfer zum Ausladen waren auch schon in den Startlöchern. Alles aus dem Bus raus, in den Lift rein und ab in den 2. Stock. 🙂 Dort alles aufgestellt zum fotografieren und anschließend zum ausräumen. Mit dabei hatten wir z.B.: 120l haltbare Milch, 30kg Kaffee, 30kg Zucker, 40kg Nudeln und 30kg Reis, 100 Dosen Aufstriche, ca. 200 Dosen haltbare Fertiggerichte, 150 Packerlsuppen, 150 Suppen im Glas, Tomatenfisch- und Thunfischdosen, fertige Salate im Glas, 100 Dosen verschiedenes Gemüse in Dosen, eingelegtes Obst in Dosen, 50 Gläser Sugo, Tortelloni, 20l Speiseöl, 15l Essig, Ketchup, ganz viele Süßigkeiten sowie viele, viele verschiedene Knabbereien, ganz viele Hygieneartikel wie Duschgel, Shampoo, Zahnbürsten und Zahnpasta, Deo's für D/H, Handcremen, flüssige Seifen, feste Seifen, Damenhygiene und 60l flüssiges sowie 30kg pulverisiertes Waschmittel, Geschirrspülmittel, 1 Jumbopackung Toilettenpapier sowie 1 Jumbopackung Küchenrollen u.v.a.m.. Die Freude bei den Verantwortlichen war ehrlich und riesengroß, wir sagen DANKE und VERGELT'S GOTT all unseren Spendern, die uns auch diese große Spendenlieferung erst möglich machten. Und bei all unseren ehrenamtlichen Helfern/innen bedanken wir uns ebenso aufrichtig, die diese Spendenlieferung außerhalb der "Normalzeit" zusammengestellt haben und ganz viel Freizeit geopfert haben. 🙂 ❤ Vergelt's Gott 🙂 ❤

8.10.2020 – Verteil-Donnerstag und eine kurze Nacht!

Unser Verteil-Donnerstag heute, am 8.10.2020 begann wie jeder andere auch schon am Mittwoch, mit Christian war ich früh morgens unterwegs, zuerst Spenden abholen in Marchtrenk und anschgließend ins TK-Lager und ins Kühllager zu Hr. Günther L., Wurst, Grillgut und Schinken in Oberskren zurechtlegen und einiges an Kuchen, Ketchup u.a. herrichten und einpacken. Für Mittwoch hat sich Fiona Rukschcio angekündigt, sie macht eine Dokumentation über Obdachlosigkeit in verschiedenen Städten Europas. Sie nimmt uns Lebensmittelspenden aus Wien von Footpoint mit, die wir dankend annehmen. Fiona war aber gestern dann schon ziemlich geschafft, deswegen trafen wir uns erst heute Donnerstag Mittag, im Lager. Aber ich muss noch etwas loswerden, was sich gestern, Mittwoch, noch so abspielte. Und hier werde ich nicht ins Detail gehen, sondern lediglich beschreiben was gerade im Hintergrund so passiert. In der Nacht zum 26.9.2020 bekam ich, wie jedes Jahr so etwa 14-20 Mal, eine tolle Facebook Nachricht, in der mir "erzählt" wurde, dass "sie" mich kriegen würden, "sie" mir das Kreuz brechen werden usw., und gestern am späten Nachmittag bekam ich keine Facebook Nachricht, sondern einen Anruf, in dem ich auch beschimpft wurde, natürlich mit unterdrückter Nummer, so wie die FB-Nachricht mit gefaktem Account. Wenn ich diese Drohungen auch nicht sehr ernst nehme, so machen sie doch etwas mit mir, und das war gestern Abend nicht sehr schön, umso länger ich nachdachte und das Gespräch nochmal und nochmal Revue passieren ließ, umso unruhiger wurde ich. Ergo war meine Nacht eine kurze, sehr kurz. Angemerkt sei noch, die Polizei ist informiert, aber diese Fake-Accounts gibt es immer nur ganz kurze Zeit um eben 1 oder 2 Nachrichten zu versenden. So viel zu manchem, was so fernab unserer Öffentlichkeitsarbeit passiert. Also eine kurze Nacht, und einen langen Tag vor mir, das geht sich irgendwie aus, muss es! Heute Vormittag waren Christian und ich dann in Haid Brot und Gebäck holen, bei einem guten Kaffee und Krapfen ein gutes Gespräch, ich fühle mich dort so wohl. Und heute bekamen wir viele viele schöne Lebensmittel, die wir nachmittags an unsere Schützlinge ausgeben werden. Nach unserem Kaffee ab ins Lager, alles durchsortieren und schauen auf Genießbarkeit. Zwischendurch kam noch ein guter Freund ins Lager, der für eine Mutter von 2 Kindern, die nichts mehr hatte zu essen, vorbei und ich gab ihm Lebensmittel für sie mit. Natürlich liebe Spender/innen, wenn wir von einem Fall von Armut hören, wird ungefragt geholfen, hier schauen wir natürlich dass die Lebensmittel schnellstens zu der Familie kommen, danke Erwin und Eva dafür, nicht wegzuschauen und gemeinsam zu helfen. Zwischendurch musste ich mich hinsetzen, da ich in letzter Zeit oft an "Schlechtsein" leide, und keine Ahnung habe, woher das auf einmal kommt. Es kommt plötzlich und verschwindet auch so schnell wieder. Aber mein Körper möchte mir wohl sagen "mach mal langsam", tja. Bald gehts wieder besser und wir gehen zum Mäcki, Mittagessen, Rena ist auch dabei, was mich sehr freut. Unser 1er Menü für 2, danach wieder zurück ins Lager, Christian hat schon fleissig alle Brote, Gebäcke usw. geordnet, er ist eine große Hilfe! Bald schon kam dann Fiona mit Daniel, ihrem Schützling. Erstes Kennenlernen, erstes Abtasten, wir sind gleich auf Ebene 1 wo wir quatschen und über Erfahrungen reden, uns austauschen. Ich zeige ihr unser Lager, sie filmt und fordert ein paar Erklärungen von mir in die laufende Kamera, klar, kein Problem. Hier erkannte Fiona schnell, dass wir gut sortiert und sehr professionell für einen Verein unser Lager und das ganze Drumherum organisieren. Sie fragte immer wieder die gleichen Fragen und ich antwortete ihr mit den gleichen Antworten. Sie war sichtlich überfordert, auch als ich ihr die Strukturen unserer Aktion, unseres Vereins erklärte. Na gut, wir müssen beginnen den Transporter zu laden, den Anhänger fertig herzurichten. Unsere Wagerl rein, festzurren, Getränke, Kühl- Gefrierkombi reinladen und verzurren, alles notwendige einpacken, Tische, Klappsessel, Hocker, Plakatständer usw.. Als der Transporter voll war drehte ich um, um unseren großartigen Humer-Anhänger anzukoppeln. Um 15.07 Uhr Aufbruch Richtung Linz, Fiona mit ihrer Kamera fährt hinter uns los und filmt noch die Abfahrt, Ankunft in Linz, etwa 12 Schützlinge warten schon auf uns und das erste was ich tun muss, ich muss alle an die 2 Meter Abstand und an die Pflicht eine Maske zu tragen, erinnern. Danach Hänger umdrehen, positionieren, aufmachen und die Seitenklappe absichern, danach den Transporter ausladen, 6 Tische zwischen Transporter und Anhänger wollen befüllt werden mit vielen tollen Lebensmitteln. Marianne mit ihrem Mann teilen heute das Brot und Gebäck aus, Wolfgang und Gilbert sind bei der Wurst und den Kühlboxen, Brigitte bei den Lebensmitteln im Transporter, Wolfgang II bei den Getränken, Ingrid Strassl wie immer bei der Kleidung und Outdoor/Schuhe, Markus macht die Gustostückerl beim Anhänger. Beate musste ja heute Mittag zuerst absagen, weil ihre Tochter zur Entbindung ins KH musste. Die kleine Hannah kam mit 2,60kg zur Welt und wir wünschen Julia und Chris alles alles liebe und Gute, und dir liebe Beate wünschen wir eine großartige Omazeit. Es freut uns riesig. Ich hoffe es ist ok dass ich auch das hier einbinde, weil wir alle sahen welche Freude Beate mit ihrem Enkerl hat. Zwischendurch kamen liebe Spender zu uns und brachten (nicht zum 1.Mal) einen ganzen Karton voller frisch gebackener Mohn-Schnecken, Kuchen und € 50,- Spendengeld. Ganz lieben Dank für die köstliche Abwechslung, KLASSE! 36 Schützlinge sollen es am Ende des heutigen Verteil-Donnerstags werden, die sich von uns Lebensmittel, Hygieneartikel und alles andere was gebraucht wird, holen. Es ist eine ruhige Stimmung beim Bus, beim Anhänger, manchmal fordert Stefan (aus Niederbayern) mich heraus, aber er weiß, ich hab Nachsicht mit ihm ( 🙂 ). Fiona filmt den Verteil-Donnerstag und redet mit vielen über ihr Schicksal, ihr Leben. Fiona macht ja selbst in Wien "Das Frühstück im Park", eine Lebensmittelausgabe in Wien, die wir sicher bald besuchen werden. 17.50 Uhr, alles einpacken, Ingrid hat die Parkzeit übersehen und ich laufe noch quer über die Strasse um den Parksherriff 10 Sekunden zu warten, da wir schon quasi am einwerfen sind... "leider zu spät" kam zurück und der Strafzettel hing auch schon am Auto. Tja...liebe Ingrid, in Zukunft passen wir gemeinsam besser auf. Dann passiert sowas nimma, versprochen! !8 Uhr, alles fertig eingeräumt, Abfahrt, Verabschiedung von Fiona, vielleicht sehen wir uns morgen Vormittag nochmal um noch ein paar Sachen zusätzlich zu drehen, Mal schauen. Ankunft im Lager, alles ausladen und einlagern, die Nachbesprechung steht an. 3 Mal großes Eis mit Erdbeersoße beim Mäcki, ein Eis das wahrlich vorzüglich ist. Wir genießen es alle 3, Wolfgang musste ja wegen anderer Umstände schnell heimfahren. Beate, Ingrid und ich genossen aber sichtlich die gemeinsame Zeit, ich fühle mich so wohl mitten unter so großartigen Menschen. Schön dass es Euch gibt! Danke ans gesamte Team heute, ihr habt wieder einen großartigen Job gemacht und ein dickes DANKE und Vergelt's Gott unseren Spendern/innen, DANKE dass ihr uns diese, unsere Aktion jede Woche ermöglicht. Danke für Eure Treue und Loyalität, schön dass es auch Euch gibt...wir sind alle sehr stolz auf EUCH! Bei der Nachhause Fahrt vom Lager noch wirklich gefährlich rechts überholt worden, von einem dem es scheinbar egal war dass er sich und andere in Gefahr brachte. Tja...für mich geht der Tag auch langsam ins Finale, einiges noch an Vereinsarbeit machen und die Lagersoftware (neue Version) noch installierten und und und ... noch einiges zu tun...Euch aber eine gute Nacht und DANKE für alles! 🙂 ❤

21.7.2020 – Die 2. Spendenlieferung für Salzburg!

Heute, Dienstag 21.7.2020 ... die 2. Spendenlieferung ging in Salzburg heute in die Salzburger Wärmestube in der Ignaz-Harrer-Strasse. Auchhier hatten wir jede Menge haltbare Lebensmittel wie z.B. 40kg verschiedenste Nudeln, 30kg Reis, 84l haltbare Milch, 40 Gläser Marmelade, 240 Fertiggerichte in der 400g Dose und im 3kg Gebinde, 40kg Sauerkraut, Linsen und Dosengemüse in kleinen Gebinden, 100 Packerlsuppen, 160 Dosensuppen, 160 Suppen im Glas, 20kg Bohnen-Kaffee, Lös- und gemahlener Kaffee, 30 kg Zucker, 20l Speiseöl, 20l Essig, 120 Aufstriche, 50 Dosen Tomatenfisch, 50 Dosen Thunfisch, je 30 Pkg. Tortelloni und Gnocchi, Dosen-Gemüse im 3kg Gebinde, viele Knabbereien und Süßigkeiten, Hygieneartikel wie Duschgel, Shampoos, Deo's, Zahnbürsten und Zahnpasta, Rasierschaum und Rasierer, Bodymilk, Cremeseifen und Nachfüllpacks, Kämme und Bürsten, Feuchttücher, Toilettenpapier, Küchenrollen, Wattestäbchen, Taschentücher, neue Schuhe, neue T-Shirts und neue Jeans, Decken, Isomatten und Schlafsäcke u.v.a.m.. Recht lieben Dank an alle unsere Spender/innen und Gönner/innen, die auch diese 2. Spendenlieferung nach Salzburg heute, ermöglichten. Vergelt's Gott und DANKESCHÖN! Um 10 Uhr fuhren wir von Salzburg, Richtung Heimat und machten noch einen Halt bei unserer Helferin Sandra in Seewalchen. Dort gab es Kaffee und Jause und ein wiedersehen für uns. Danke an dieser Stelle für die tolle Bewirtung. Lieben Dank an alle die immer wieder dazu beitragen, dass wir solchen Spendenlieferungen machen dürfen und können. Wir sind richtig stolz auf unsere Spender/innen! Schön dass Ihr den Weg mit uns geht.

14.7.2020 – Die 1. von 3 Spendenlieferungen heute fürs SWS Wels!

Heute, Dienstag 14.7.2020 ... die 1. von 3 Spendenlieferungen holte sich heute die Welser Notschlafstelle, das sws Wels aus unserem Lager ab. Wir verpackten 120 haltbare 400g Fertiggerichte, 140 Dosen- und Packerlsuppen, 20kg Zucker, 48l haltbare Milch, 25kg Kaffee, 40kg Nudeln, 15kg Reis, 20 Dosen à 3kg Fertiggerichte und Dosengemüse wie Linsen und Bohnen, 12l Essig und 10l Speiseöl, Wurstaufstriche, 40 Dosen Gemüse im 400g Gebinde, 50 Dosen Tomatenfisch, 40 Dosen Thunfisch, 14 Gläser Sauergemüse, 20 Gläser Sugo, 15 Pkg. à 8 Paar Cabanossi, 20 Pasta Snacks, viele, viele Süßigkeiten und Knabbereien, 60kg Waschpulver, je 1 Jumbopackung Toilettenpapier und Küchenrollen, 10 WC Reiniger, Essigreiniger, 10 Geschirrspülmittel, Damenhygiene, 70 Shampoos und 50 Duschgels, 30 Deo's, 30 Dosen Rasierschaum, 100 Einwegrasierer, Taschentücher und Wattestäbchen, Kämme und Bürsten, Feuchttücher, 4 Schlafsäcke und 4 neue, hochwertige Isomatten, 1 Zelt, 11 neue Rucksäcke u.v.a.m.. Vielen, lieben Dank all unseren Spendern/innen, die die heutigen Spendenlieferungen erst möglich machten. Eine tiefe Verneigung und ein demütiges Vergelt's Gott.

14.7.2020 – Die 2. Spendenlieferung heute fürs Frauenhaus Wels!

Heute Dienstag, 14.7.2020 ... die 2. Spendenlieferung ging heute ins Frauenhaus Wels! Wir hatten viele verschiedene Fertiggerichte und Dosensuppen dabei, Guglhupf und Marmorkuchen, haltbare Milch und Zucker, Reis und Nudeln, Speiseöl und Essig, Sauergemüse, Löskaffee und gemahlener Kaffee, Waschpulver flüssig und in Pulverform, Damenhygiene und Shampoos, Duschgels, Deo's, Zahnbürsten und Zahnpasta, Mineralwasser und Erdbeershakes, Limonaden und Verdünnsäfte, Knabbereien und Süßigkeiten u.v.a.m.. Vielen Dank auch hier an unsere Spender/innen, dass wir auch hier gemeinsam helfen durften. Vergelt's Gott