30.12.2020 – Brotsüchtig und eine kleine Familie…

Das alte Jahr 2020 geht gebeutelt dem Ende entgegen, der Wunsch nach einem Corona freien, halbwegs „normalen“ Jahr 2021 ist groß, sehr groß. Nicht nur bei uns in der Obdachlosenhilfsaktion, auch draußen bei unseren Schützlingen wird die Hoffnung auf ein „besseres“ Jahr hochgehalten. Alle wünschen sich den normalen Alltag zurück, wo hoffentlich diverse willkürliche und absolut unverständliche Aktionen von Behörden und Ämter sowie von Politikern gegen unsere Schützlinge, ausbleiben werden. Um das Thema Wohnungs- und Obdachlosigkeit ranken sich mittlerweile viele unwahre Gerüchte, die es eigentlich nicht wert sind, kommentiert zu werden, jedoch werden diese subjektiven Meinungen ständig in ein öffentliches Bild „eingearbeitet“ und veröffentlicht, diverse Aussagen von Politikern, die wahrlich entbehrlich sind, weil diese einfach nur von Unwissenheit strotzen. Manchen Politikern und Entscheidungsträgern sollte man einen unserer Verteil-Donnerstage zum Pflichtbesuch auferlegen, damit sie eventuell sehen, über wen sie eigentlich urteilen und den Stab brechen. Jedoch fürchte ich, sie würden auch vor Ort nicht wirklich verstehen (wollen), wie es jemandem geht, der Obdachlos oder Wohnungslos wurde. Eigentlich ein ganz trauriges Bild das mich nicht ruhen lässt. Warum ich das hier schreibe? Weil ich erst vor ein paar Tagen ein Mail bekam, von einem Linzer Politiker, der uns als Aktion und als Verein stark in Frage stellte und einfach unverschämt und frech meinte, Zitat: „Die wären alle ja selbst schuld und keiner von denen bräuchte wirklich Hilfe bevor sie nicht zum Saufen aufhören“. Wie man so einen absolut boshaften Blödsinn schreiben kann, ist mir unverständlich, und diesen Blödsinn dann auch noch in ein Mail packen und auf „senden“ klicken. Solche Menschen, denke ich, haben jede Reputation als Politiker, verloren, solche Politiker disqualifizieren sich selbst. Das war nicht die einzige Aussage in dem A4-Seiten langen Mail, die anderen Aussagen erspar ich Euch, liebe Leute. Aber dieser „Herr“ scheint noch nichts begriffen zu haben und tobt sich rhetorisch auf dem Rücken der ärmsten Menschen aus. Mehr Platz möchte ich diesem Herrn hier nicht mehr widmen. Einfach arm!
Unseren Verteil-Mittwoch heute, haben wir wieder von Donnerstag auf Mittwoch vorgezogen, weil unser Team morgen Silvester zu Hause bei den Liebsten sein soll. Unser Team leistet so großartige Arbeit, EHRENAMTLICH! Ich bin so stolz auf jede/n von EUCH! Schön, dass es EUCH gibt. Künftig gibt es unseren Verteiltag wieder nur noch am Donnerstag.
Die letzten Tage war ich auch oft nachts in Linz unterwegs, bin die Hotspots abgefahren und nachgeschaut ob es unseren Schützlingen eh gut geht, ob etwas fehlt, ob jemand Hilfe braucht. Hl. Abend…Weihnachtsfeiertag…Stephanitag, alle hatten große Freude, dass ich immer mit unserem Notfallpaket unterwegs war. Inhalt hier sind Lebensmittel, Hygieneartikel, warme Schlafsäcke, winterfeste Isomatten, Winterjacken, warme Schuhe, neue Socken und neue Unterwäsche, und wir hatten immer Eure Weihnachtsgeschenke dabei, was jedem unserer Schützlinge ein zauberhaftes Lächeln entlockte. Es tut so unendlich gut, jemanden so glücklich zu sehen. Und hier stand bei weitem nicht der Warenwert im Vordergrund, sondern dass da draußen jemand an sie denkt und ihnen auch noch ein Weihnachtspackerl schenkt, für viele Bedürftige unbegreiflich, dass „fremde“ Menschen sie beschenken. Aber wer in diese glücklichen und zufriedenen Gesichter geschaut hat, hatte entweder Tränen in den Augenwinkeln oder schwer zu schlucken. Welche Emotionen hier frei werden, ist einfach unbeschreiblich. Dass ein Mensch sich so sehr über ein Weihnachtsgeschenk freuen kann, können viele erst glauben, wenn sie es selbst gesehen haben. Am 26.12.2020 hatte ich Spender dabei, bei meiner Linz-Tour. S. & E. haben am Vortag selbst Spenden an die Linzer Obdachlosen verteilt, jedoch fanden sie nicht viele an. Deshalb die Bitte an mich, sie mitzunehmen, um sich die Problematik und die Situation selbst von den Betroffenen anzuhören oder anzuschauen. Was ich gerne machte. Die Beiden waren von der Dankbarkeit unserer Schützlinge beeindruckt, und auch von der Freundlichkeit, obwohl manche schon alkoholisiert waren, wussten sie sich trotzdem zu benehmen und zu danken. Warum Menschen auf der Straße landen, dafür gibt es viele, viele plausible Gründe und Ursachen, aber es gibt KEINEN einzigen Obdachlosen der je gesagt hätte, was viele Politiker behaupten, Zitat: „Ich bin gern auf der Straße und möchte in keine Wohnung“. Solche Behauptungen kommen immer nur aus der Ecke der Verantwortlichen, um nicht in weiteren „Zahlungszwang“ zu kommen, heißt, wenn man die Zahlen der Obdachlosen herunterträumt und die Öffentlichkeit über die wahren Zahlen täuscht, kommt man nicht in den Zugzwang weitere Einrichtungen finanzieren zu müssen. Die in Linz zur Verfügung stehenden 59 Notschlafbetten reichen unseren Politikern aus, weil wir ja nach deren Aussagen nur sehr wenige Obdachlose haben und die finden „alle“ dort Platz. So, genug über Politiker geschrieben. Ich war dann mit S. & E. fast 4 Stunden unterwegs und wir haben viele Dinge diskutiert, viele Dinge, viele Umstände oder Ursachen waren unbekannt, manche Schicksale gingen ihnen sehr nahe. Nach 22 Uhr waren wir wieder im Lager und haben das Not Paket wieder eingelagert. Gaby, Renate und Roman am Bus-Terminal äußerten den Wunsch nach einer warmen Thermo-Unterwäsche, nach Cabanossi und Streichkäse, nach neuen Socken und warmen Decken und wasserdichten Schuhen. Am nächsten Abend, am 27.12.2020 brachte ich dann die Sachen ins Terminal. Auch E. war da, sie nimmt Gaby die Spenden weg und verstreut diese am ganzen Terminal und verschenkt sie an fremde Menschen, die diese Sachen von Gaby, nicht haben möchten. E. ist schwer traumatisiert aus dem Bosnienkrieg, ertrinkt im Alkohol, legt sich nieder wo sie steht, wenn sie müde oder zu betrunken ist. E. wäre eine liebenswürdige Frau, wenn sie in ihrer Psychose nicht dauernd jemand „sehen“ würde, der ihr was gegen ihren Willen tun möchte. E. wurde schon viel Unschönes angetan, viele Verletzungen, körperlich und psychisch beigebracht. Ihre Beeinträchtigungen sind jedoch so massiv, dass ein normales Gespräch nicht mehr möglich ist. Wenn sie jemanden sieht vor dem sie Angst hat wird sie aggressiv und geht offensiv auf diesen Menschen zu, und macht Dinge die ihr dann Minuten später sehr leidtun. Ein Karussell, das kein jähes findet und noch lange dauern wird. Leider! E. zeigte uns auch ihren Fuß, der vor Pilz, Eiter und Blut nur so strotzte, Zitat E.: „Bis zum Heiraten ist es wieder gut, ich werde es überleben“. Von ihrem ungebetenen „Begleiter“ Ahmet berichtete ich schon in einem andere Posting. E., so hoffe ich wird hoffentlich zum Help-Mobil gehen, wo immer ein Arzt für die Obdachlosen dabei ist. Eine wunderbare Option, 2x je Woche für ein paar Stunden. Dort wäre E. gut aufgehoben. Auf allen Wegen hatte ich wieder das Notfallpaket und Weihnachtsgeschenke von Euch dabei. Und immer war es ein richtiges Erlebnis, diese an unsere Schützlinge verteilen zu dürfen. Dieses Lächeln, diese Freude, Momente des Glücks, aber auch Momente der Traurigkeit, weil das ganze Jahr nicht an sie gedacht wird, und zu Weihnachten denken irgendwie viele, viele Menschen an unsere Schützlinge. Sie fragen sich warum nur zu Weihnachten? Ich kann es nicht sagen, warum das so ist, Zitat: „Wir sind das ganze Jahr draußen auf der Straße“, ja, aber das ist halt so sage ich. Nachdenklich gehen einige in die dunkle Nacht und man hört sie leise weinen, und mir drückt es den Hals zu weil wir das Leid, das Leben auf der Straße nicht beenden können, aber wir können das Leid lindern mit Euren Spenden, können viele wertvolle Unterstützung geben, was auch sehr dankbar angenommen wird.
Irgendwie bin ich zu den Feiertagen jeden Tag in Linz um nachzuschauen, weil ich zu gut weiß, was diese Zeit mit Menschen macht, wenn man keine Hoffnung mehr hat. Ich versuche da zu sein, wenn sie reden möchten, da zu sein, wenn sie Hilfe brauchen, da zu sein, wenn jemand in seiner kleinen Welt nicht mehr weiterweiß, ich bemühe mich zu helfen, was mir auch nicht immer gelingt. Jedoch habe ich auch in diesen Tagen gemerkt, dass kleine Dinge wie ein einzelnes Merci ein großes Lächeln vielen auf die Lippen zeichnet. Oft sind es ganz kleines Dinge, die von der Traurigkeit, von der Situation ablenken. Und solche „kleinen“ Dinge hab ich immer im Notfallpaket dabei.
Gestern Dienstag ging es dann mit Robert ins Tiefkühl- und Kühllager, um wieder all die Sachen abzuholen, die wir für heute brauchten, Schinken im Oberskrenmantel, Pizzen, Gemüse, Schokolade, Ketchup und Gugelhupfe. Zu Mittag waren wir fertig mit den Besorgungen, anschließend kam noch eine junge Frau ins Lager, die künftig mithelfen wird bei uns. Bei den Spendenannahmen, so wie gestern Nachmittag, werde ich bis Ende Jänner nicht dabei sein, auch samstags nicht, da ich nach dieser anstrengenden Vorweihnachtszeit nun Zeit für mich brauche, dass sich mein Körper erholen kann, bitte verzeiht, wenn ich Euch bis Ende Jänner nicht im Lager begrüßen kann. Heute Mittwoch früh waren Robert und ich wieder nach Haid unterwegs, Brot und Gebäck, Obst und Gemüse abzuholen, um es anschließend mit Petra und Dani auf Genießbarkeit zu prüfen. Gerade hier bei solchen Arbeitsschritten merkt man, welch tolles Team wir sind, welches gemeinsame Ziel wir haben, unseren Schützlingen zu helfen, ohne Wenn und Aber! Markus (pastafani.at) kochte uns gestern ein Erdäpfelgulasch (Vielen, lieben Dank dafür) das er heute an die Menschen ausgibt. Markus und Verena und alle anderen bemühen sich noch vor der allgemeinen Ausgabe, Erdäpfelgulasch an die Menschen zu verteilen. Vielen Dank an dieser Stelle an Hr. Stefan Faschinger von der Fa. Brotsüchtig (www.brotsüchtig.at), der uns heute für die Ausgabe 100 Semmel und 30 Gebäck sponserte, vielen herzlichen Dank und Vergelt’s Gott an dieser Stelle, danke für die tolle Unterstützung. Vormittag kam dann auch noch Markus ins Lager um sein Auto nochmal mit Weihnachtsgeschenken anzufüllen, so bekommen diejenigen die letzte Woche nicht beim Bus waren, auch noch ein Geschenk von Euch. Wir sortieren derweil alle Lebensmittel aus Haid durch, portionieren sie und verpacken sie neu. Zu Mittag kommen heute fast alle Helfer/innen ins Lager. S., der am Stephanitag in Linz mit dabei war, möchte heute mit seiner Freundin M. dabei sein und wir die Geschenke an unsere Schützlinge ausgeben. Auch Frau O. von einer Firma die uns immer wieder großartig unterstützt ist heute mit dabei, möchte sich auch unsere Aktion aus der Nähe anschauen. Und der Enkel unserer Ingrid, Alexander, darf heute zum ersten Mal auch mit dabei sein, er hat eine riesen Freude, dass er mit mir im Transporter mitfahren darf und später helfen darf. Alexander ist Feuer und Flamme für unsere Aktion, er war schon 4-Mal bei Spendenlieferungen dabei und mag mich sehr, ich ihn auch. Die ganze Familie hier ist schon ganz im Banne unserer Aktion und unterstützen uns wirklich großartig. So, wir haben alles im Griff, Florian und Elvira haben gottseidank wieder ihren Anhänger dabei, um alles transportieren zu können, wir haben ganz viele Sachen dabei, großartige Sachen. Alles wird dank der Mitarbeit Aller in Bestzeit eingeladen und wir brechen punkt 15Uhr Richtung Linz auf. Der Wettergott hat lt. Wettervorhersage, einsehen und wird es heute nicht regnen lassen. 15.18Uhr, Ankunft in Linz, etwa 15 Menschen warten schon auf uns, alle PKWs positionieren, Gaskocher aufbauen, Anhänger und Transporter ausladen, Anruf von P., bitte seid vorsichtig, im Schillerpark wurden die ganzen Obdachlosen in einen Autobus gestopft und weggefahren, niemand weiß wohin. Nach Aussage von P. war ein Sonderkommando vor Ort, ich konnte leider nichts Genaues recherchieren, weiß bis jetzt nicht, was wirklich passierte. Die nächsten Tage werden es uns hoffentlich wissen lassen. Ein ungutes Gefühl macht sich breit, Hoffnungslosigkeit! Diese Vorkommnisse, ohne wirklich genau zu wissen was geschah, nur das Ergebnis zu kennen, zermürbt. Wir beginnen 16.15 Uhr mit der Ausgabe an all die 67 Besucher heute. Heute noch vorsichtiger wie sonst, weil wir nicht wissen wie die Polizei trotz Erlaubnis auf uns zukommt. Bis jetzt hatten wir noch nie ein Problem, erfüllten immer alle Anforderungen von Polizei und Krisenstab des Landes O.Ö.. Wir sind heute übergenau, um ja nicht ins Raster zu fallen. H., die vor 14 Tagen von uns neue Winterstiefel bekam und es damals nicht glauben konnte, war heute wieder bei uns, und sie bekam auch ein Weihnachtsgeschenk, konnte es nicht glauben, dass auch für sie ein Geschenk abgegeben wurde, ihre Tränen vor Freude sprachen auch heute wieder eine eigene Sprache. Später kam eine kleine Familie, Vater, Mutter und 1-jähriges Kind und 2 Hunde, einer davon wurde erst vor kurzem operiert wo ihm eine Vorderpfote abgenommen wurde. Der Vater wurde wegen Corona gekündigt, verdiente vorher € 2500,- und muss jetzt die Tierarztkosten von der Operation abstottern, was einen Weinkrampf bei ihm heute auslöste, er entschuldigt sich des Öfteren, dass er hier ist und sich wegen der Tierarztkosten keine Lebensmittel mehr kaufen könne, er bat uns um Hilfe. Natürlich bekommt auch er Lebensmittel und Weihnachtsgeschenke, für die Hunde haben wir etwa 3kg Wurstreste und normales Hundefutter, die Familie war überglücklich, wenn auch der Vater überschnell wegen seiner Tränen das Weite suchte, seine Frau mit dem Kind am Arm holte dann noch die Weihnachtsgeschenke bevor auch sie um die Ecke ging und wir sie aus den Augen verloren. Viele unserer Dauer-Schützlinge, die eigentlich jede Woche zu uns kommen, waren heute nicht da, niemand weiß warum, ob es der vorgezogene Mittwoch, der angekündigt war, war oder ob es an der Aktion am Schillerpark lag, keine Ahnung. Um 18.10 Uhr war zusammenräumen angesagt, gemeinsam waren die Sachen im Nu verstaut, Alexander fährt wieder mit der „Herrenrunde“ im Transporter ins Lager, wo er uns erzählt, er hätte schon eine Freundin die er im Schulgarten „geküsst“ hat, die Antwort seiner Freundin darauf war: „Du schmeckst gut“, man muss aber wissen, Alexander ist 7 Jahre alt. Schmunzelnd geht unser Tag dem Ende entgegen, alles ausladen und wieder einlagern, S. & M., die heutigen Gäste sagen zu, „dabei“ bleiben zu wollen, herzlich willkommen im Verein, großartig. Ingrid und Alexander sind geschafft, die letzten Tage waren anstrengend und traurig, Ingrid trug ihre beste Freundin zu Grabe und adoptierte nun unsere Prinzessin Gerlinde, die ihr nah ist, als „beste“ Freundin. Die Beiden sind einfach wunderbare Frauen und großartige Menschen und haben sich in unserem Verein gefunden. Langsam verabschieden sich alle im Lager und wünschen „einen guten Rutsch“, jetzt erst wird mir wieder klar, morgen ist der letzte Tag in diesem Jahr. 2021 kann nur besser werden, ich hoffe auch für EUCH alle, liebe Wegbegleiter, liebe Spender/innen! Wir wünschen EUCH von ganzem Herzen einen guten Rutsch, ein gesundes, zufriedenes und glückliches 2021! Bleibt uns gewogen und treu, bitte helft uns auch weiterhin, damit wir helfen können. DANKE und VERGELT’S GOTT für alles, was IHR für uns getan und gespendet habt, ihr seid einfach … GROSSARTIG, DANKE für jede einzelne menschliche Geste, für jede noch so „kleine“ Spende, für jedes liebe Wort und jede Stütze, wenn wieder jemand glaubte uns öffentlich angreifen oder beleidigen zu müssen, dann ward ihr da und habt uns Mut gemacht, habt uns den Rücken gestärkt. Dafür eine tiefe Verneigung und ein demütiges VERGELT’S GOTT! Wir wünschen EUCH allen NUR DAS BESTE! Danke für Euer Vertrauen, es bindet uns in die Verantwortung, den ärmsten Menschen weiterhin zu helfen. 🙂 ❤

26.11.2020 – -2° und 97 Schützlinge!

Donnerstag, 26.11.2020 … unser Verteil-Donnerstag beginnt wie jede Woche bereits am Mittwoch. Gestern Mittwoch begann der Tag ganz besonders. Wir hatten einen Termin bei der Fa. Zauner-Group in Wallern/Trattnach (Dazu mehr in einem separaten Posting). Nach dem Termin in Wallern ging es auf direktem Wege nach Grieskirchen, zur Fa. Kröswang, Frau Hacklbauer rief mich an und spendete uns 680 Pkg. (340kg) Beinschinken, etwa 50kg Krakauer, 150 feinste Torten, 5 Brie-Torten. Eine tolle Spende! An dieser Stelle vielen, herzlichen Dank! Die Beladung dauerte ein wenig, da der Computer ausfiel und die Tür des Tiefkühllagers nicht mehr aufging, deshalb konnte auch der Roboter aus dem Hochregallager unsere Ware nicht mehr nach „draußen“ bringen. Es wurde mit Hochdruck an dem Problem gearbeitet, in der Zwischenzeit hat mich unser langjähriges Mitglied Ingrid Strassl angerufen, und hat uns, Christian und mich, zum Essen eingeladen. Wir freuten uns wie kleine Buben, Ingrid und Ihren Mann Herbert beim Mittagessen zu sehen. Hier fühlt man sich so gut aufgenommen und geborgen, so feine Menschen, großartige Familie. Vielen Dank an dieser Stelle für dieses tolle Mittagsmenü. Um 15.30 Uhr ging es dann Richtung Tiefkühllager nach Pasching, alles einfrieren und einlagern bei -40°. An dieser Stelle ein großes DANKE an Hr. Günther L. für die großartige Unterstützung, dass wir unsere Spenden kostenlos in den Lagern der Transdanubia ein kühlen dürfen. Vergelt’s Gott und DANKE! Wir lagern die frische Spende ein und holen Wurst, Pizza, Gemüse u.a. aus dem TK-Lager, um es dann am Donnerstag zu verteilen. Weiter ins Kühllager, Günther war gerade im Kühllager, Christian musste es Günther gleich sagen, dass wir bei seiner Schwiegermutter Ingrid eingeladen waren zum Mittagessen, wir konnten erkennen was uns Günther unter seiner Mund-Nasenmaske mitteilte, das ich hier nicht wiederhole, er quittierte es mit einem entspannten Schmunzeln. Dann drückte er uns noch 6 große Steigen roter Äpfel in die Arme „für Eure Schützlinge“, meinte er noch, ehe er wieder in den Katakomben der Transdanubia verschwand. Weiter in unser Lager und ausladen, ein kühlen und einfrieren, und dann ab durch die Mitte Richtung Heimat. Christian und ich waren ganz schön geschafft und wünschen uns nur noch einen ruhigen Abend, auf der Couch. Ein paar Minuten sollten es werden auf der Couch, geworden sind es dann ein paar Stunden, ehe noch jemand um 23.10 Uhr sich telefonisch erkundigt „ob man morgen Donnerstag Spenden abgeben könne?“. NEIN, leider, dazu haben wir am Donnerstag keine Zeit, tut mir leid. Auf in die Nacht, es wird eine kurze werden. Treffpunkt Donnerstag ist um 9.30 Uhr im Lager, auf der Hinfahrt nehme ich Christian mit, angekommen im Lager, holen wir beim TAB Wareneingang noch schnell unsere Post ab, 15 Packerl nur heute, toll. An dieser Stelle auch ein großes DANKE an die Fam. Stoyer, Hr. Hermann und die Fa. TAB, die uns seit 3 Jahren so großartig unterstützt mit dem beheizten Lager, mit ihrer Infrastruktur und mit vielen, vielen Möglichkeiten. Vergelt’s Gott an dieser Stelle. Um kurz vor 10 Uhr geht’s mit Elke nach Haid, Brot und Gebäck, Obst und Gemüse abholen, viele tolle Sachen die wir heute bekommen. Ab wieder ins Lager, alle Lebensmittel duschschauen und auf Genießbarkeit überprüfen. Elke kümmert sich zuerst um Ihren Kleidungsanhänger, den sie heute betreuen wird. Winterschuhe, Schlafsäcke, Winterjacken, alles nochmal kontrollieren und auffüllen. Zu Mittag gehen wir wie immer zum Mäcki, Elke und Christian wollen mit dem Hubwagen und einer Gitterbox zum Mäcki fahren und sich dort vorm Drive In einparken und bestellen. Ich breche das Vorhaben ab da wir eine große Rechnung bekommen würden, wenn wir wo anecken mit der Gitterbox in der Autoschlange. Dieses Risiko gehen wir nicht ein. Wir bekommen unser Schachtelmenü auch ohne Fahrzeug. Zu Mittag dann zurück ins warme Lager, ein neuerlicher Anruf „Wo finden wir Sie? Wir haben 200 Pkg. Essig & Öl für Sie“. Ich gehe rauf zum Parkplatz und ordere den LKW Fahrer. Gewerkschaft und Arbeiterkammer spendeten uns 200 Pkg. Rapsöl und Essig, vielen, herzlichen Dank. 10 Minuten später meldet sich Timmy telefonisch. Timmy war der beste Freund von Peter, der sich letzte Woche das Leben nahm. Timmy kümmert sich um die beiden Mädchen von Peter, die Ältere, 12 Jährige, trägt zur Zeit einen Liegegips und würde so gerne am 1.12.2020 am Begräbnis ihres einzigen Papas teilnehmen, dazu bräuchten wir dringend einen Kindgerechten Rollstuhl. Timmy weint und kommt mit dem Tod von Peter überhaupt nicht zurecht, er kümmert sich um Peters Familie. Bitte, bitte liebe Spender/innen, liebe Wegbegleiter/innen, wenn Ihr wisst wo man so einen Rollstuhl für 1 Tag ausleihen kann, bitte lasst es mich wissen. Wäre toll wenn uns bei diesem Problem jemand aushelfen könnte. 14 Uhr, Helmut, Aida, Brigitte kommen, Verena, Daniela und Birgit kommen auch gleich. Wir beginnen gemeinsam den Transporter zu beladen, das Obst, das Gemüse in den Anhänger, die Getränke, Gefrierbox und Kühlboxen in den Transporter, alles fest verzurren, sichern und gut verstauen. 15.10 Uhr, wir fahren ab Richtung Linz, unser Transporter zeigt hier -1° an, aber wenigstens trocken, nicht wie letzte Woche, dass wir klitschnass werden. Dafür ist halt heute der Eis Engel eingezogen, warm anziehen im Zwiebelsystem. Als wir ankommen stehen schon etwa 15 Schützlinge an unserem Verteilplatz. Anhänger positionieren und Transporter zurückfahren, dazwischen die Tische aufstellen und Hänger wie Transporter ausräumen, alles auf die Tische ausbreiten, die Begrenzungskette anbringen und dann noch ein kurzes Briefing, bevor wir beginnen, auszuteilen. 97 Schützlinge werden es heute werden. Eine stolze Zahl, Wahnsinn, diesen Monat schon zum 3. Mal mehr als 90 (!!!) Menschen bei unserem Bus. Ich werde heute 56 Nächtigungsjetons verteilen, da viele Menschen diese nächtlichen Temperaturen nicht mehr aushalten würden, und ich zumindest möchte, dass jede/r der/die in die Notschlafstelle darf, wenigstens 2 Mal dort schlafen kann, 2 Mal eine ganze Nacht lang aufwärmen, so gar nicht selbstverständlich für unsere Schützlinge. Mehr aber können wir nicht ausgeben, da uns sonst die Kosten erschlagen würden, da 1 Jeton € 4,- kostet. Als unsere Barbara nach gefühlten 2 Jahren heute wieder dabei ist beim Verteilen, freue ich mich sehr, sie hat einen Karton voller selbstgemachter Muffins mitgebracht, da sie morgen Geburtstag hat und das Team heute überraschen wollte. Sie hat auch eine Geldspende ihrer Jungs mitgebracht, € 24,- spendeten Barbaras Jungs und sie rundete den Betrag noch auf € 30,- auf, und es gab noch zusätzlich 10 Nächtigungsjetons für die Nowa. Vielen herzlichen Dank und Vergelt’s Gott für deine, für Eure Spende. DANKE! Zu Beginn der Ausgabe rumort es ein wenig in der hinteren Reihe, es habe sich jemand vorgedrängt, ich kann die Situation bereinigen und die Menschen beruhigen. Es kamen heute wieder viele Neue, 2 Menschen musste ich auch heute wieder wegschicken, da sie doppelt Leistung beziehen wollen, bei der Caritas und bei uns, das geht in dieser Form nicht. Nachdem die beiden Herren aus dem Iran eine Karte der Caritas vorzeigten, dass sie dort in Betreuung sind, müssen sie sich auch dort um Lebensmittel, um Bargeld und Kleidung kümmern. Bargeld dürften wir sowieso nicht hergeben, würden wir auch niemals machen. 5 Minuten später kommt eine bekannte Frau mit ihrem Kind zu uns, M. war schon lange nicht mehr da, ich freue mich riesig, sie gesund zu sehen. Andere Schützlinge wieder, muss ich leider regelmäßig daran erinnern, dass wir kein Interspar oder Metro sind, es macht halt schon auch der Ton aus, wie man uns begegnet, und wenn jemand sich des Öfteren Unterhosen, lange Unterhosen, neue Socken und Winterjacken u.a. bei uns holt, dann haben wir das zu unterbinden, damit niemand unsere Spenden verkauft um so an Alkohol zu kommen. Ich war ja selbst Säufer, bis 1995, ich kenne diese Droge Alkohol, aber ich kann sie in keinster Weise unterstützen. Manch unserer Schützlinge probiert es halt jede Woche, und jede Woche erwische ich sie dabei, wir können so etwas leider nicht durchgehen lassen. Also maximal dann eine neuerliche Winterjacke, wenn die alte zerrissen oder kaputt ist, neue Schuhe wenn die alten kaputt sind und nicht, weil sie nicht mehr gefallen. Wir müssen schon gut Acht geben um keinen Missbrauch unserer Spenden zu unterstützen. Einen „Herren“ haben wir immer wieder, dem wir so gar nichts recht machen können, er ärgert unsere Helferinnen, ist feindselig und teilweise frech, vor kurzer Zeit bekam er deshalb ein vierwöchiges Verbot bei uns, weil er richtig frech wurde, und jetzt, nachdem er seit 2 Wochen wiederkommt, erneut feindseliges losgelassen hat, habe ich ihm heute erneut deutlich machen müssen, dass wir seine Art nicht mehr dulden werden und das hier die letzte Aussprache mit ihm ist. Mal schauen, ob er uns verstanden hat. Vis à Vis sehe ich, dass wir von einem fremden Mann gefilmt werden, mit Helmut gehe ich hinüber zu ihm und frage ihn „Warum er uns filmt?“. Es kommt nichts als Ausreden, ich verbiete ihm, uns zu filmen, da er weder sagt wer er ist und für wen/was er uns filmt. Es kommt ja auch öfters vor, dass wir aus vorbeifahrenden Autos gefilmt oder fotografiert werden. Ich frag‘ mich oft, warum macht man das? Egal! 97 Menschen haben wir heute wieder versorgt, ganz schön viel für einen kleinen Verein wie uns, vor allem wissen wir nicht, wie lange wir solche Donnerstage noch durchhalten. So ein Donnerstag kostet nicht nur eine Menge Nerven, es kostet viel, viel Geld. Solange wir können, werden wir es machen und tun, wenn uns aber die Mittel ausgehen würden, müssten wir alles einstellen, wirklich alles, Verteil-Donnerstag, Spendenlieferungen, alles. Kein schöner Gedanke, er macht mich unendlich traurig. Um 18.15 Uhr bekommt der Letzte heute seine Lebensmittel, seine Jetons, und unser Lächeln sowie gute Wünsche. Mittlerweile hat es -2° und beim gesamten Team ist mittlerweile die Kälte in jede Pore eingezogen, allen ist es mittlerweile kalt, durch und durch! Also schnell zusammenräumen, alles einpacken, den Platz nach Müll absuchen, alles zusammensammeln und ab durch die Mitte, in unser Lager nach Ansfelden. Verena, Daniela, Birgit, Helmut, Aida & Martina helfen noch ausladen und alles wieder einzulagern. Ein ereignisreicher Tag geht der Neige zu und ich hadere mit einigen Vorkommnissen, bin nicht sicher ob ich richtig entschieden habe, ob ich nicht zu streng war, ob ich unfair war/bin, viele Fragen, viele Zweifel manchmal. Eine tiefe Verneigung geht heute wieder an all unsere Spender/innen, dass sie uns diesen Verteil-Donnerstag jede Woche ermöglichen. Ein großes Geschenk auf das wir sehr gut Acht geben. Eine tiefe Verneigung ergeht auch an unser großartiges Team, was ihr heute wieder geleistet habt, ist einfach nur….TOLL! Danke an alle Mädels aus Schwanenstadt. Ihr seid einfach…großartig! Schön dass es Euch gibt, schön dass Ihr Eure Freizeit bei uns im Verein, in unserer Aktion verbringt. Ich verneige mich vor einem großartigen Team. DANKE für alles! In meinem Kopfhörer klingt es nach Brunner & Brunner, „Für uns alle“, ein tolles Weihnachtslied was mir die eine oder andere Träne gerade herausholt, es gibt Momente, da ist auch das erlaubt. Ich erlaube es mir. Weinen, weil man einfach das Leid der Menschen am liebsten irgendwohin wünscht, weil man viele Schicksale, viele Leiden nicht einfach abstellen kann, darum bitte liebe Leute, schaut nicht weg, helft uns bitte beim Helfen! Wir können die Welt nicht retten, ABER, wir können in unserem Umfeld beginnen, die Welt ein wenig wärmer zu machen, den Menschen zu helfen und uns nicht einfach wegdrehen. DANKE, dass Ihr uns Woche für Woche unterstützt, uns helft und eine echte Stütze seid, dafür verneige ich mich demütigst! Euch eine gute Nacht und alles liebe! 🙂 <3

12.11.2020 – Ein unrunder Verteil-Donnerstag!

DONNERSTAG 12.11.2020

... ein unrunder Tag, der eigentlich schon Gestern begann. Wie jeden Mittwoch besorgen wir am Vormittag die Sachen aus dem Tiefkühl- und dem Kühllager, damit manche Lebensmittel noch auftauen können, andere geben wir gefroren weiter. Dafür haben wir unsere Kühl- Gefrierkombi, wo wir die Lebensmittel gefroren halten können. Also Mittwoch früh diesmal schon ins -40° Tiefkühllager, Wurst, Dorschfilet und Pizzen sowie noch eingelegten Paprika aus dem Kühllager. Herrn L. Günther, Geschäftsführer von Transdanubia, wo wir kostenlos Paletten einstellen dürfen, immer wieder persönlich dafür zu danken, was er alles für uns macht. Nicht nur die Stellplätze kosten in den Lagern ein halbes Vermögen, nein, auch wenn wir eine Spende (wie gestern) aus dem Burgenland bekommen, holt er uns diese Paletten kostenlos ab und bringt diese nach Pasching ins Kühllager. Immer wieder - DANKE - DANKE - und Vergelt's Gott, für diese tolle Geste. Anschließend fuhren wir gestern Mittwoch, nach Bayern, um dort günstigst Hygieneartikel einzukaufen. Wir haben einen Deal mit der dortigen Geschäftsführung einer großen deutschen Drogeriekette. Wir bekommen von Haus aus 10% Vergünstigung, wenn wir über € 1000,- einkaufen bekommen wir noch zusätzlich 200-300 Fl. Shampoo oder Duschgel geschenkt. Wobei ein Duschgel 3in1 (300ml), in diesem Geschäft auch lediglich nur € 0,30 kostet. So günstig könnten wir nirgendwo in Österreich einkaufen, und die Einkaufsfahrten werden von mir privat bezahlt und nicht vom Verein, damit die Spendengelder für unsere Schützlinge erhalten bleiben. Also gestern viele Sachen die ausgegangen waren, eingekauft, dann schnell wieder zurück in unser Lager, ausladen und ... Feierabend machen. Erst beim Ausladen sah man richtig, welche Menge wir im Bus hatten. Gestern Abend dann, als ich heimkam und nachschaute was sich in FB so tat, bekam ich eh gleich eine drübergezogen (steht in meinem Posting von gestern), so dass mir hören und sehen verging. Heute früh aus Leonding 20 Bananenschachteln holen und anschließend gleich nochmal ins Paschinger Kühllager fahren, um nachzuschauen was gestern so ankam aus dem Burgenland. Wir werden das in einem separatem Posting bekanntgebenAnschließend nach Haid fahren, Brot/Gebäck und ganz viel Obst und Gemüse abholen. Heute gab's keinen Kaffee, dank Corona. Also alles einladen und ab, quer durch die Mitte in unser Lager nach Ansfelden. Dort alleine angekommen, begann ich gleich mit durchschauen der Lebensmittel auf Genießbarkeit, Rena Meinhart kam dann auch bald dazu und half mir brav, danke dafür. Hier merkte ich deutlich, dass mir die vergangenen Wochen und Monate ordentlich in den Knochen sitzen. Mein linkes Knie randaliert rebellisch, meine rechte Schulter ebenso, egal, nicht jammern, weitermachen! Irgendwie aber spüre ich heuer deutlich, dass nichts ist wie vorher, unsere Aktion und unser Verein, viele Menschen, die Gesellschaft schlechthin, die allgemeine Spendenfreudigkeit, man merkt deutlich, dass etwas massiv beschädigt ist. Ich wünsche mir nur eines aus tiefstem Herzen, liebe Wegbegleiter, dass wir BITTE ALLE zusammenhelfen, den Ärmsten der Armen, den Obdach- und Wohnungslosen die Not zu lindern und das Beste aus dieser Situation zu machen. BITTE BITTE - helft uns, damit wir helfen können! Unsere Schützlinge sind schon am Rand der Gesellschaft, geben wir acht, dass sie nicht runter fallen. Zu Mittag im Lager bei der Kontrolle bekam ich Hunger, Mäcki geht nur mit Auto, unser Auto/Transporter ist aber zu hoch um beim Mäcki durchzukommen. Also doch Banane, oder zwei. Als es dann 13.35 Uhr war, kommt's mir geschossen, um Gottes Willen, die Wurst ist noch nicht geschnitten, nicht eingepackt, die Käsekugeln auch nicht hergerichtet. Maria kümmert sich sonst um diese Sachen, Maria ist aber in Quarantäne, genauso wie Elke und unsere Barbara ist verkühlt, also heute halbe Anzahl der Helferinnen. Gottseidank haben wir die Zusagen von 2 neuen Mitgliedern, von Tina und Martina, sie helfen uns heute beim Verteil-Donnerstag, ansonsten wäre der heutige Verteil-Donnerstag vermutlich gar nicht durchgeführt worden. Leider brauchen wir eine große Anzahl von Helfern/innen am Donnerstag, 8 müssen es sein, besser wären 9-10! Ich wünsche mir alle Helferinnen, die krank oder in Quarantäne sind, schnell zurück, nicht nur um der Arbeit willen, sondern auch weil wir sonst als Team nicht vollständig sind. Auch unsere Beate Loeffler, die uns schon sehr abgeht, hoffentlich kommst Du bald wieder, gesund und munter, so wie alle anderen auch. Also heute Mittag dann schnell alles aufgeschnitten und in die Kühlboxen geräumt, alles draußen beim Transporter hergerichtet, um es dann einzuladen. Es geht flott dahin, im Eilzugstempo sind wir voll im Transporter, jetzt noch unseren tollen Humer-Anhänger anhängen und ... ab geht's! 15.15 Uhr - Abfahrt. Bei der Ankunft in Linz warten schon etwa 20 Schützlinge auf uns, wir räumen schnellstens aus, präparieren es richtig um dann schnell arbeiten zu können. Schließlich werden heute 76 Schützlinge kommen. Für noch nicht einmal Monatsmitte, ganz schön viel. Diese Anzahl haben wir normal in der 2. Monatshälfte, aber durch Corona ist alles anders. Beim aufbauen schreien 2 Araber vom Gehsteig rüber: Zitat: "muss man hier bezahlen?" Nein, muss man nicht, WENN man Obdachlos oder arm ist, die Botschaft kam bei den Beiden direkt an. Man sah auf den ersten Blick dass die Beiden nicht zu unseren Schützlingen zählen. Wir beginnen mit der Ausgabe, Rena und Wolfgang bei der Wurst bzw. bei der Gefrierware/Kühlware, Brigitte im Bus, Lebensmittelausgabe, Patrick unser Neuer, bei den Getränken, Tina und unsere Prinzessin Gerlinde beim Brot/Gebäck, und Martina, beim Knabbergebäck und beim Obst. Heute bleibe ich immer in der Nähe, damit unsere neuen Vereinsmitglieder und Helferinnen nicht erschrecken, damit ich in der Nähe bin wenn jemand glaubt, frech zu unseren Mädels sein zu müssen. Das geht gar nicht. Heute kommen viele alte Gesichter, die ich schon Monate nicht mehr gesehen habe. Ich freue mich zwar nicht, sie immer noch als Obdachlose zu sehen, aber es tut gut zu wissen, dass es ihnen halbwegs gut geht. Von einem dieser "alten" Bekannten erfuhr ich, dass unsere B., die bis vor kurzem noch in Gallspach war, jetzt nicht mehr dort ist, P. & B. haben ihre Wohnung verloren, und B. geht es gar nicht gut. Ich erzählte Euch B.'s Schicksal voriges Jahr, sie war das Mädl, dem der damalige Freund mit einer Axt den Schädel spaltete, die viele Monate ums Überleben kämpfte und dann in die Obdachlosenszene rutschte. Ein langes Schicksal eines so tollen, liebevollen Mädchens dass an vielen Lebenskreuzungen die falsche Richtung einschlug. Der "alte" Bekannte meinte, B. wäre total gelb in den Augen, am ganzen Körper, man könne ihr nicht mehr helfen, meinte er. Ich werde morgen selber schauen, Informationen zu bekommen, das darf so nicht enden, nicht für B.! Zum Schluss des heutigen Verteil-Donnerstags kamen einige, ich sage Mal so, von der Schwerkraft hin- und hergezogene Schützlinge. Die Anfrage nach den Nächtigungsjetons der Notschlafstelle war heute riesengroß, niemand will jetzt noch, bei dieser Kälte, auf der Straße schlafen. Wir verteilten heute 54 Jetons (à € 4,-) an unsere Schützlinge, einige Schlafsäcke, Isomatten, neue warme Schuhe und Jacken, warme Decken usw.. Unsere beiden Neuen heute waren sichtlich angetan vom heutigen Tag, es gefile ihnen sehr gut und sie machen weiter bei uns im Verein. Herzlichst willkommen im Team,  Tina Hennerbichler und  Schnegg Trallala ! 18 Uhr, in den letzten Minuten vorm einpacken fangen noch zwei zum streiten an, für uns Grund genug, sofort alles zu beenden, da die Beiden auch die letzten waren und wir uns diese Streiterei nicht anhören wollten. Einpacken und ins Lager fahren, um 19Uhr kommen Spender, die eine Scheckübergabe fotografieren wollen, also ab, flott ins Lager. Heute ohne Nachbesprechung alles schnell wieder ins Lager gebracht um dann gleich "Ready" für Michaela & Co zu sein. Der heutige Verteil-Donnerstag war...anstrengend, ungewohnt aber trotzdem toll. Vielen, herzlichen dank allen Spendern/innen, dass wir all die Donnerstage diese Aktion machen dürfen mit Eurer Unterstützung. DANKE und VERGELT'S GOTT! Ein großes DANKE auch an unser gesamtes Team von heute, ihr seid Spitze. Für mich dauert der Tag noch etwa 2-3 Stunden, für Euch wahrscheinlich nicht mehr so lange. Danke für Eure Aufmerksamkeit, Euer "Dabeisein" und ... schön dass es EUCH ALLE gibt.

19.10.2020 – Eine wahnsinnige Spende der Fa. SNP!

Eine großartige Lebensmittelspende um mehrere tausend Euro's spendete uns die Fa. SNP aus Pasching, mittlerweile ein treuer Wegbegleiter und oftmaliger Spender! 🙂
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325 Dosen Tomatenfisch
528 Dosen Thunfisch
150 Dosen Bohnensuppe
330 Dosen Gulasch
180 Dosen Chili Con Carne
180 Dosen Gefüllte Paprika
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WAHNSINN! Vielen herzlichen Dank und eine tiefe Verneigung für diese überaus menschliche Geste und großartige Spende!
Vergelt's Gott 🙂 ❤
Spende von SNP

Geldspenden von 7.12.2018-12.12.2018

12.12.2018: Hermengild Öhlinger spendete uns € 20,- für 2 Lebensmittelpakete à 10,- ... vielen, lieben Dank Hermi!  Vergelt's Gott!

Paket 1 € 10,-
Paket 1 € 10,-


12.12.2018: Irene Maria Graf spendete uns € 45,- für Lebensmittel und Hygieneartikel...herzlichen Dank! 

€40,- Geldspende

€5,- Geldspende

12.12.2018: Frau Stolz Judith spendete uns € 50,- für Lebensmittel & Hygieneartikel...vielen, lieben Dank! 

€50,- Geldspende

12.12.2018: Renate Fuchs spendete uns € 25,- für Lebensmittel & Hygieneartikel ... herzlichen Dank! 

€25,- Geldspende

11.12.2018: Natascha (OMS Objekt Management Service GmbH) spendete uns € 40,- für Lebensmittel & Hygieneartikel...lieben Dank! 

€40,- Geldspende

11.12.2018: Karl Dallner spendete uns via PayPal € 144,55 (150,- vor Abzug der PayPal Gebühren) für Lebensmittel & Hygieneartikel ... herzlichen Dank! 

€150 Geldspende

10.12.2018: Mag. Stefan Hindinger spendete uns € 50,- für Lebensmittel & Hygieneartikel...herzlichen Dank! 

€50,- Geldspende

10.12.2018: Jerôme Pointinger spendete uns € 25,- für Lebensmittel & Hygieneartikel...recht lieben Dank! 

€25,- Geldspende


5.12.2018: Klaus Lindgren spendete uns via PayPal € 51,06 (€ 53,22 vor Abzug der PP Gebühren) für Lebensmittel & Hygieneartikel! Vielen Dank!

€50,- Geldspende

Herzlichen Dank!