Verteil-Donnerstag vom 16.1.2020 – immer mehr kommen!

Heute, Donnerstag, 16.1.2020 - Unser Verteil-Donnerstag stand auf dem Kalender. Der Tag begann um 6 Uhr früh mit Aussichten auf den 2. Tag meiner "Zuckerschulung" im Kepler Med Campus. Den gesamten Vormittag gut zuhören, in Wirklichkeit war ich bei all den Sachen die grade während dieser Schulung unerledigt bleiben und all die Vorbereitungen für den Verteil-Donnerstag heute Nachmittag. 11.15 Uhr - Schulung ist aus, schnell heim was essen, und schon geht es ab nach Haid Brot, Gebäck und Obst für Nachmittag abholen. Anschließend ins Lager, alles vorbereiten und herrichten zum einladen. Um 14 Uhr war ein Teil unseres Teams im Lager um gemeinsam anzupacken. Der Transporter war bald geladen und Barbara Schwingenschuh und Brigitte Stadler nehmen im Transporter Platz und fahren mit mir bei strahlendem Sonnenschein Richtung Linz. An unserem Platz angekommen standen schon etwa 25 Bedürftige und warteten auf uns. Hänger abgekoppelt und abgestellt, Transporter ebenso positioniert und von allen Seiten zugänglich gemacht. Recht bald stellte sich auch heute heraus dass wir wieder viele viele neue Gesichter zu Gast haben werden. Teilweise neue Obdachlose oder Menschen, die gerade delogiert wurden, wie auch schon die letzten Wochen viele neue Jugendliche bei uns zu Besuch waren. Die Zahlen bzw. die Anzahl der neuen Besucher bei unserem Bus erschreckt uns Woche für Woche wieder sehr. Unser Bus sollte abends leergeräumt sein, von unseren heutigen etwa 90 Besuchern. Die Schlange hörte nicht auf, immer neue Menschen kamen wieder und registrierten sich, ließen sich unsere Regeln erklären und stehen in der langen Schlange, um Lebensmittel, Hygieneartikel, neue Unterwäsche und Socken u.a. zu bekommen. Als es so gegen 17.30 Uhr schon dunkel war und wir eine kurze Verschnaufpause hatten, es uns schon fröstelte und fror, redeten wir von Besuchern, die schon lange nicht mehr da waren, da kam uns alle B. in den Sinn. B. war von Ihrem "Freund" der Kopf mit der Axt gespalten worden und kämpfte lange Zeit ums überleben. B. fehlt uns sehr und ihr Schicksal war heute Anlass für einige/viele Tränen im Team. Wir wollen sie nicht vergessen, warum nicht? Weil Sie es verdient hat, dass zumindest irgendjemand an Sie glaubt und hofft, dass Sie die Kurve ins Leben kriegt. Wir würden Ihr liebend gerne helfen dabei, aber wir können niemanden zwingen. Wir würden es uns so sehr wünschen. Auf Augenhöhe und mit ganz viel Wertschätzung reden wir über B., die keinen in unserem Team unberührt lässt. Es war viel los heute, und unser tolles Team meisterte heute wieder alles grandios. Ich bin richtig stolz auf unser GESAMTES TEAM! Schön dass es Euch gibt und schön dass wir gemeinsam diese schöne Aktion machen können. Um 18 Uhr zusammenpacken und Richtung Ansfelden/Lager fahren, heute müssen wir unsere Donnerstags-Wagerl im Bus angegurtet lassen und alles, was Flüssigkeiten betrifft, muss aus dem Bus ausgeladen werden und im warmen Lager zwischengelagert werden. Da unser Bus heute zur Werkstatt kam wo morgen und Montag eine große Reparatur gemacht werden muss, und der Bus lange im Freien steht, müssen wir dem einfrieren der Lebensmittel/Hygieneartikel vorbeugen. Ich sage wieder, so wie jeden Donnerstag, an all unsere Spender/innen und Gönner/innen, all unseren Wegbegleitern ein herzliches DANKE und VERGELT'S GOTT, dass wir heute fast 100 Menschen mit dem Nötigsten versorgen konnten. Danke Danke Danke an ALLE, die an uns glauben und uns immer so großartig moralisch unterstützen.

Donnerstag, 9.1.2020 – Beklemmend und Traurig!

Donnerstag, 9.1.2020 - Der Tag begann recht entspannt mit abholen von Brot und Gebäck in Haid, danach Kartons entsorgen, Schreib-kram erledigen, Mittagessen und ... um 13 Uhr Sandra in Traun abholen und ins Lager fahren. Unser Team kam um 14 Uhr und griff gleich vollgas zu um den Transporter und Anhänger schnellstens zu beladen. Barbara unser neuestes Mitglied, kam und erkundigte sich gleich was heute so passieren würde. In kurzen Details erklärte ich Ihr auf was sie ihr Augenmerk legen muss. Sie war gespannt und freute sich auf die Aufgabe. Um 15.30 Uhr waren wir dann in Linz, Wolfgang und Stefan warteten schon auf uns, hielten uns 4 Parkplätze frei, so war eine störungsfreie Verteilaktion eigentlich schon gesichert. Letzte Woche bedankten sich viele, viele Menschen bei uns, teilweise unter Tränen und Umarmungen. Heute, liebe Spender und Wegbegleiter, war ich es, der oft den Tränen nah war. Ein Obdachloser, nennen wir ihn Raimund (Name geändert), kommt seit Beginn an zu unserem Bus am Donnerstag, früher mit seiner Frau, jetzt lebt er alleine auf der Strasse, seine Frau hat sich an einen anderen Obdachlosen "angehängt". Raimund ist 42 und Drogensüchtig, im Verdacht auf Herzinfarkt wurde er vor 3 Tagen ins Krankenhaus eingeliefert, die Abklärung dort ergab Brust- und Lungenkarzinom, der Arzt meinte auf Raimunds Vorschlag, "dann mach ich jetzt einen Entzug damit ich die Krankheit chemotherapeuthisch überlebe" lediglich, "das zahlt sich nicht mehr aus", wer so mit seinem Körper umgeht und ihn derart mit Drogen vollstopft, hat jede medizinische Chance vergeben, meinte der Arzt, der ihn dann heute aus dem KH entließ. Ich bin vorsichtig solche Dinge zu glauben, jedoch bin ich mir fast sicher, dass Raimund mich nicht anlügt. Auf Raimunds Frage "Walter glaubst Du, man spürt es wenn seine Zeit abgelaufen ist?" antwortete ich ein leises JA, ich glaube schon. "Ich glaub' ich bekomm' keine Chance mehr in diesem Leben, irgendwie bin ich froh wenn diese Tortur, mein Leben vorbei ist", "ich wünsche mir nur noch, da rauf zu kommen und nicht dort hinunter". Da kämpft man, liebe Leute, ganz arg, wenn dir ein Mensch so was sagt und so antwortet. Egal wie oft er falsch abgebogen ist im Leben, er ist MENSCH und man hat mit ihm genauso WERTSCHÄTZEND umzugehen, wie mit jedem anderen Menschen! Das schnürte mir heute über weite Strecken den Hals zu. Im weiteren Verlauf kamen heute viele, neue Menschen zu unserem Bus, viele Junge, hochverschuldete und g'rade delogierte, die mit ihrem Leben und der Situation in der Obdachlosigkeit, so gar nicht umgehen können. Einige sind erst gestern delogiert worden. Schlimm, aber nach dem Hinfallen muss es ein schnelles Aufstehen geben, niemand kann den Weg für diese Menschen gehen, wir als Verein können den Weg nur leichter machen mit Lebensmittel, Hygieneartikel, warmer Kleidung u.a., aber gehen müssen sie selbst! Später kam noch Monika (Name geändert), eine 32 jährige Frau, die noch nie, nicht einmal als Kind die richtige Ampel im Leben erwischte. Als sie von uns heute wegging, hatten wir alle die sie beobachteten, ein trauriges Bild vor Augen...waren alle Helfer erschüttert, wie es einem Menschen überhaupt passieren kann, so hoffnungslos durch's Leben zu gehen...oder sollte man sagen, so hoffnungslos dahin zu vegetieren? Wir räumten den Bus ein und für unseren Dauerredner Andy, der zum Schluss noch mit einer heute delogierten Frau kam, öffneten wir natürlich nochmal den Bus, um auch ihn und die Begleitung noch versorgt zu wissen. So fuhren wir (ich mit einem beschissenen Gefühl) Richtung Lager, räumten alles aus und fuhren heim. Zuhause ein wichtiges Telefonat mit Sr. Tarcisia Valtingoier, das mich etwas beruhigte und mir auch ein Lächeln entlockte. Diese Frau hat so vieles geschaffen, so viel getan für unsere armen Menschen in Linz, ich bin glücklich, einen tollen Kontakt zu ihr zu haben. Danke an all unsere Helfer, unser tolles Team und Vergelt's Gott an all unsere Spender und Wegbegleiter, dass Ihr uns immer wieder einen moralischen Input gebt und uns eine große Stütze seid. DANKE dafür

02.01.2020 – Viele Tränen und noch mehr Dankbarkeit!

Unser heutiger Donnerstag begann um 5.45 Uhr bei -7° in Dörfla bei Graz! Nach der Spendenlieferung ins Grazer Vinzidorf vom 27.12.2019 blieben Rena und ich ein paar Tage in Ihrer alten Heimat um auszuspannen und dem Stress der vergangenen Wochen Adieu zu sagen. Vor der Heimfahrt ging es heute nochmal ins Vinzidorf, dort bekamen wir noch einige Spenden die wir in Linz an die Obdachlosen und Bedürftigen verteilen dürfen. Nach dem beladen ging es um 7.25 Uhr Richtung Linz. Nach dem Gleinalmtunnel auf der A9 zeigte unser Transporter eine Außentemperatur von - 10,5° an und die Natur entlang der Autobahn, spiegelte diese Temperatur wider. Der dicke Raureif hing an den Bäumen, an den Asten, in den Büschen, es war einfach schön anzusehen. Nach dem Bosrucktunnel in Oberösterreich zeigte die Temperaturnadel - 6,5° und die Umgebung leider keinerlei Naturschauspiel, außer ein wenig Schnee-zucker an den Berghauben. Um 9.45 Uhr in Linz angekommen, schnell die Formulare und Listen fertig machen für unseren Verteil-Donnerstag, schnell eine Kleinigkeit essen und dann in Haid Brot und Gebäck abholen (an dieser Stelle ein dickes Danke an Fr. Igel). Um 13 Uhr Ankunft im Lager, Kurt, unser neuestes aktives Mitglied, kommt auch gleich voller Elan und greift mächtig zu beim Ausladen unseres Transporters. Um 14 Uhr kommen alle anderen Helfer, um unsere Donnerstagswagen einzuladen, denn dazu müssen wir zu 4. sein. Der Transporter ist schnell geladen, voll und gut bestückt mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Winterjacken und Winterschuhen, warmen Schlafsäcken und tollen Isomatten, die keine Minusgrade durchlassen. Unsere Schützlinge kamen zu Beginn langsam und träge zum Bus, auf einmal kamen sie von allen Seiten und wir zählten wieder etwa 55 Menschen, die sich heute wieder mit dem Nötigsten eindeckten. Wir hatten wieder 2 große Thermoskannen mit heissem Tee und 1 Termoskanne mit heisser Gemüsesuppe ohne Einlage dabei, um vor Ort etwas warmes anzubieten, etwas Gebäck dazu, und das "Kaffee- oder Suppenkränzchen" bei frostigen - 2,5° kann beginnen. Um 17 Uhr kam ein weiterer großer Schwung an Menschen, die sich Jetons für die Notschlafstelle und/oder Lebensmittel und Hygieneartikel oder nur einen Schlafsack holten. Eines prägte den heutigen Verteil-Donnerstag zutiefst, von Beginn an um 16 Uhr bis zum zusammenpacken um 17.40 Uhr, es kamen heute wirklich fast jede Minute tiefe, tränen-erfüllte Aussagen von unseren Schützlingen wie z.B., Zitat: "Gäbe es die Obdachlosenhilfsaktion nicht, ich wäre längst nicht mehr auf dieser Welt, ich hätte mich schon längst umgebracht". Viele leise-laute Danksagungen und Umarmungen von gestandenen Männern, die heute Tränen in den Augen hatten und teilweise durch den zugeschnürten Hals kein Wort mehr herausbrachten, dann umarmten sie uns einfach, oder Handreichungen mit Tränen und einem stockendem Atem. All das muss....darf....soll Platz haben, in unserer Aktion. Menschliche Gesten sind uns einfach wichtig und müssen genug Platz haben. Aber alle wollten nur eines, DANKE sagen! DANKE an all unsere Spender, die diese, unsere Aktion jede Woche erst möglich machen. Auch wir möchten im neuen Jahr DANKE für Eure große Loyalität, Eure großartige Unterstützung sagen. Ein tief, demütiges Vergelt's Gott an alle, die an uns glauben und uns unterstützen, egal wie! Nach dem Ausladen im Lager war heute noch Vereins-Stammtisch, gemütliches Zusammensitzen in schöner Atmosphäre, zum Ausklang des Abends. Ich sitze noch hier, bearbeite Fotos und texte für Euch den langen Tag, da ich Euch den erzählerisch noch schuldig bin. Wie jede Woche sage ich Danke ans gesamte Team, Ihr seid großartige Menschen. Und an alle Wegbegleiter ein DANKE für Eure moralische Stütze vielleicht in Form eines "Likes". Euch noch einen schönen Abend und alles liebe!

26.12.2019 – Weihnachten ist und wir verteilen Spenden!

Heute, Donnerstag 26.12.2019 - unser Verteildonnerstag am Feiertag! Der "Arbeitstag" beginnt heute erst gegen Mittag, da weder Brot, Gebäck noch Obst oder Gemüse abzuholen sind. Heute Mittag um 12.30Uhr auf dem Weg ins Lager, um die letzten Spuren vom heiligen Abend, unserer Weihnachtsfeier mit unseren Schützlingen, auszuladen und ins Lager zu bringen. Viele Limonaden und Getränke sowie Knabbereien sind noch da, die werden gleich mitgenommen, um diese heute in Linz zu verteilen. Kuchen und Kekse ebenfalls, von hl. Abend heute direkt zur Ausgabe nach Linz. Pünktlich um 14Uhr, wie vereinbart kommen unsere Helfer ins Lager, um den Transporter samt Anhänger zu beladen. Heute sind wir als Team gut aufgestellt und vollzählig, ein gutes Gefühl. Die Außentemperatur betrug bei der Fahrt nach Linz etwa +6°, aber aus Richtung Mühlviertel kamen dicke Regenwolken auf Linz zu, war irgendwie so gar nicht vielversprechend. Ankommen in Linz warteten schon die ersten 20 Bedürftigen, und...es gab keinen einzigen Parkplatz. Also so vor die Energie AG hingestellt, dass wir trotzdem Transporter und Hänger platzieren konnten, da ja Feiertag ist und hier heute kein Verkehr stattfindet. Kurze Besprechung noch wer wo eingeteilt wird und es geht los, heute ausnahmsweise mit 10 Min. Verspätung. Rena Meinhart ist heute auch dabei und ist für die Fotos zuständig, Ingrid Strassl für die Schuhe und Kleidung, Brigitte Stadler für die Lebensmittel, Renate und Gerlinde mit Markus beim Anhänger. Heidi Barczuk kam heute mit Mann Roland und Tochter Michelle sowie Freundin Melissa zu uns und wollten mithelfen. Heidi teilte Getränke aus, Roland war mit Markus beim Anhänger und Michelle und Melissa füllten heute die Formulare aus. Wahnsinn wie schnell heute eine relativ hohe Anzahl von Bedürftigen und Obdachlosen herbeikamen und in welchem Eilzugtempo heute gut 60 Menschen "versorgt" wurden. Um 17 Uhr waren nur noch wenige beim Bus, es gab noch heißen Tee mit Kuchen und Keksen, oder eine Gemüsesuppe ohne Einlage, alles ist willkommen, Hauptsache es wärmt. Die Stimmung ist etwas gedrückt, zum Teil wegen Weihnachten zum Teil wegen dem Tod von Erwin, dem ruhigen, leisen, besonnenen Erwin, der vergangenen Samstag nach versuchter Reanimation nicht mehr wiederbelebt werden konnte.  Viele kamen heute um sich Jetons für die Notschlafstelle zu holen, weil niemand mehr die € 3,50 hat, für ein "warmes" Bett. Wir kaufen um Spendengelder immer wieder Jetons ein und verteilen diese am Donnerstag an jene, die es wirklich brauchen. Heute alleine verteilte ich an 32 Menschen Jetons für die Notschlafstelle, jeder bekam 2 Jetons (für 2 Nächte). Die Freude war wirklich groß, und für all jene die leider nicht am hl. Abend dabei sein konnten, für diese Menschen gab es heute noch ein Weihnachtsgeschenk, auch da leuchteten die Augen groß. Wir bekamen vor Weihnachten viele, viele verschiedene Gutscheine von Frau Christa Wänke und ihrer Klasse aus dem Stiftgymnasium Wilhering, die verteilten wir heute. Friseurgutscheine, Eintrittskarten für Museen, Einkaufsgutscheine usw.. Hier leuchteten alle Augen, wirklich, es war ein Freude in die Gesichter zu schauen, mit welcher Freude hier die Geschenke entgegengenommen wurden. Ausnahmsweise packten wir heute 10 Minuten früher zusammen, da wir im Lager noch alles ausräumen müssen und...wir heute noch den ganzen Transporter beladen müssen, da wir morgen früh nach Graz ins Vinzidorf fahren und dort den ganzen Transporter voller Lebensmittel, Hygieneartikel, Winterjacken und Winterschuhe sowie viele Weihnachtsgeschenke hinbringen. Dank so vieler Hilfe heute waren wir um 19Uhr fertig mit aus- und beladen! Rekordzeit, dank unserem tollen Team. Der heutige Tag geht für uns langsam zu Ende, bei mir mit der Vorfreude auf die Spendenlieferung ins Vinzidorf morgen und danach ein paar freie Tage in Graz. An dieser Stelle allen Spendern/innen ein dickes, aufrichtiges DANKE und Vergelt's Gott, und unserem Team wünsche ich ein paar erholsame Tage ohne mich   Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles liebe und Gute! 🌞👍🍁🌹💥❤️

19.12.2019 – Spenden und Geschenke verteilen an unsere Schützlinge!

Donnerstag, 19.12.2019 ... unser Verteil-Donnerstag hatte heute ein paar Hürden eingebaut, die wir alle meisterten. Vormittags 2 Spendenlieferungen, Nachmittags Spenden verteilen, dazwischen Spenden abholen und schnell was essen, warm anziehen, alles prüfen und dann im Lager die "Spuren" (Leerboxen) vom Vormittag ausräumen und unsere komissionierten Donnerstagswagerl zum Bus stellen. Es ist 13Uhr, Sandra und ich staunen weil unser fleißiges Bienchen Maria schon das ganze Lager umräumt und zusammenräumt. Die anderen kommen um 14Uhr und bis dahin sollten wir zum einladen bereit sein. Ich bin wieder einmal auf der Suche nach etwas, was unauffindbar ist, aber grade jetzt wichtig wäre, es ist nicht zu finden - grmlhmpf. Die Wagerl sind eingeladen, müssen noch verzurrt werden, auf einmal macht es einen Knall und der Gurt den ich gerade spannte, riss die Kette ab an der der Gurt eingehängt war. Glück gehabt, wenn der Gurt zurückschnellt hab ich ihn mitten im Gesicht, mit schwersten Verletzungen. Schnell die Kette sicher wieder anbringen, so dass der Spanngurt das Wagerl während der Fahrt auch zuverlässig seinen Dienst macht. Angekommen in Linz um 15.35 Uhr, standen wir vor dem Dilemma dass für unseren Transporter und unseren Anhänger kein Parkplatz frei war. Sein Privatauto hat Gilbert sofort umgestellt, damit wir mit unserem Bus einparken konnten und gleich daneben parkten wir den Anhänger. Heute hatten wir außerdem noch 2 Privatautos dabei, die gefüllt waren mit vielen, vielen Weihnachtsgeschenken. Auch diese Autos müssen in der nähe geparkt sein, damit unsere Schützlinge sich jede/r ein Packerl holen kann. Wir fanden auf der anderen Seite Platz. Es kamen nach und nach etwa 60 Menschen, die sich zuerst das "Berechtigt" Markerl abholen mussten, danach durften sie sich ein Weihnachtsgeschenk holen, und dann ging es zum Bus um Lebensmittel und zu guter Letzt zur Kleidung und zum Anhänger. Es war eine gute Stimmung heute, freundlich, ruhig, aber in vielen Augen sah man auch deutlich, dass sie es gerade nicht so leicht haben. Manche baten um Winterschuhe weil ihre Turnschuhe den Geist aufgaben, manche holten sich Winterjacken weil es kalt ist wenn man viele viele Stunden täglich auf der Strasse ist. Am Wichtigsten zur Zeit sind die Notschlafstellenjetons, die wir einkaufen und kostenlos verteilen. Für viele ist es nach jahrelangem Leben auf der Strasse, inzwischen ein Martyrium geworden. Sie sind anfällig für Krankheiten, Verkühlungen und höchst empfindlich geworden für wenig Nächstenliebe, die ihnen auf der Strasse direkt begegnet. Wenn jeden Tag Menschen mit dem Finger auf dich zeigen und dir lauter Bosheiten entgegenbringen, prägt das fürs ganze Leben, das kenne ich aus meinem eigenen Leben. Alle waren heute glücklich mit ihrem Weihnachtspackerl, mit ihrem Geschenk, und viele haben gefragt ob sie es auch wirklich nur für sich haben dürfen: "JA KLAR, teilen muss es niemand", es sind heute genug Geschenke für jeden einzelnen dabei. Einige erzählten mir, sie wollen das Geschenk aufheben und es am hl. Abend zu unserer Weihnachtsfeier mitbringen, dass sie abends auch eine Bescherung machen können. Das braucht niemand, denn am hl. Abend gibt es nochmal für alle Schützlingen die kommen, ein Päckchen. Ich freue mich schon auf den gemeinsamen hl. Abend mit unseren Schützlingen und Besuchern. Unser Abend ging heute ruhig zu Ende, und ich hatte meine Kamera und ein Formular im Lager Ansfelden vergessen, also nochmal ins Auto und ab ins Lager. Daheim angekommen, ruft um 20.40Uhr die ÖBB Security an, ich aber leider absagen muss, weil ich den Dienst heute Nacht am Bahnhof nicht mehr schaffen würde. Ich bitte um Verständnis! Ich bin in den letzten Wochen und Monaten weit über meine Grenzen gegangen und muss, besonders heute nach so einem Tag, gut aufpassen um nicht gänzlich zusammenzubrechen. Riesengroßes Danke an unser tolles Team heute: Andrea Dostl Ingrid Strassl Gilbert Zimmerbauer Maria Fleischanderl Brigitte Stadler Eva Biermair Gerlinde Körner, Renate Peterseil & Tochter, Julie Mayer, Sandra Baumgartner, Bettina Schachinger - Vergelt's Gott und Danke! Riesengroßes Danke auch an dieser Stelle wieder all unseren Gönnern/innen und Spendern/innen, die immerzu uns diese Aktion jede Woche erst ermöglichen. DANKESCHÖN! Wir, das gesamte Team der Obdachlosenhilfsaktion steht kommenden Samstag noch zur Spendenannahme zur Verfügung, Dienstag 24.12.2019 und Dienstag 31.12.2019 finden KEINE Spendenannahmen statt. Bitte um Verständnis! Sind aber trotz Feiertag nächsten Donnerstag, dem 26.12.2019 wieder in Linz, um Spenden an unsere Schützlinge auszugeben.

Donnerstag, 12.12.2019 – Bitte nicht krank werden!

Heute, Donnerstag 12.12.2019 ... unser Verteil-Donnerstag stand heute wieder auf dem Programm. Der Tag begann heute mit einem "Lehrgang" "wie beschimpfe ich am effektivsten jemanden, der nicht meine Meinung in einen bestimmten Bereich teilt". Mein Posting löschte ich, nicht aber was hier gesagt wurde und die Beschimpfungen. Vormittags holte ich wieder Gebäck- und Brotspenden, Salate und Obst, zu Mittag war unsere Maria Fleischanderl zum Essen eingeladen, versprochen waren Spaghetti und gekocht von mir, Rena kochte inzwischen unsere 11l Teewasser für Nachmittag auf. Darf man Maria Urteil "glauben", hat es ihr geschmeckt.  Nach den Essen, gings schnurstracks ins Lager, um alles vorzubereiten, dass, wenn die anderen Helferinnen um 14 Uhr kommen, alles bereit steht zum einladen. Renate, Gerlinde und Brigitte Stadler kamen dann rechtzeitig, um alles wie gewohnt einzuladen. Abfahrt um 15.30 Uhr, wir sind spät dran, viel Verkehr auf der Autobahn, da heute das Spiel LASK - Sporting Lissabon stattfindet. Angekommen um 15.45 Uhr warten schon die ersten 20 Menschen, die sich heute wieder Lebensmittelspenden/Hygieneartikel, Schuhe, Schlafsäcke und Winterjacken abholen wollen. Der Anhänger abgehängt und daneben den Transporter gestellt, Markise wegen eventuellen Regen/Schnee ausgefahren und Punkt 16 Uhr kann es losgehen. Etwa 55 Menschen waren inzwischen beim Bus und bildeten eine lange Reihe um sich nach Prüfung den Berechtigt-Zettel abzuholen. Gleich zu Beginn merkte ich, ui, heute wird es kalt, es fröstelt jetzt schon nach 15 Minuten fast das gesamte Team. Wir haben heute 8l Tee und 3l Gemüsesuppe dabei, um uns aufzuwärmen. Ein willkommenes Geschenk, dieser heiße Tee. Alles ging absolut ruhig und gesittet vorüber, alle sind dankbar und haben ein lächeln auf den Lippen. Och lieber Gott, es tut so gut wenn man helfen kann. Bis 17.30 Uhr waren wir alle nun durchgefroren bis in die letzte Pore, wir packten langsam zusammen, der Großteil der Lebensmittel war ausgegeben und unser Resümee war, wir können jetzt nach Hause nach 2 Stunden frieren, die Obdachlosen aber müssen bei diesen Temperaturen draußen bleiben. Es jagt mir einen Schauer durch Mark und Bein und lasse Möglichkeiten vor meinem geistigen Auge vorbeirattern, ob es nicht irgendeine Möglichkeit gibt, den obdachlosen Menschen diese Temperaturen im Freien zu ersparen. Mir fällt einfach keine ein, die zufriedenstellend und befriedigend wäre, die ein warmes Bett und etwas Wertschätzung für unsere Schützlinge bereitstellen würde. Es macht mich unendlich traurig und tut mir weh, nicht mehr tun zu können, kein warmes, kuscheliges Bett bereitstellen zu können. Ich verspreche, künftig viel mehr nachzudenken, mehrere Gedanken weiter zu spinnen um vielleicht einer Lösung etwas näher zu kommen. Viele heute sind schon krank, zittern und bibbern vor sich hin, ich wünsche mir so sehr, dass davon niemand Schaden davonträgt. Angekommen im Lager alles schnell ausgeräumt, und da morgen früh eine Spendenlieferung ansteht, entschied ich kurzfristig, die Lieferung erst morgen früh um 6.30 Uhr einzuladen, das nichts kaputt wird bei diesen frostigen Temperaturen. Ein Donnerstag, der uns allen wieder einmal zeigte, wie wichtig unsere Arbeit ist, es aber langfristig andere Lösungen braucht, damit unsere Schützlinge ein Leben führen können, das auch diesen Namen verdient. Danke und Vergelt's Gott dem gesamten Team und allen Spendern, die uns Woche für Woche diese Möglichkeit geben, zu helfen! DANKE!  

5.12.2019 – Unsere Donnerstagsaktion für unsere Schützlinge!

Heute, Donnerstag 5.12.2019 ... unser Verteil-Donnerstag stand heute wieder im Mittelpunkt. Heute halte ich mich kurz und prägnant, weil auch mir noch die Kälte in allen Gliedern sitzt. -1° in Linz, gefühlte -7°-8°, die Kälte war heute unser größter Gegner. Etwa 30 Bedürftige kamen heute wieder zu uns und holten sich Lebensmittel/Hygieneartikel für eine ganze Woche. Unser toller, heißer Tee war leider schon nach 30 Minuten leer, ergo fiel die 1.Möglichkeit sich aufzuwärmen, aus. Heute war alles unterdimensioniert, Schuhe, Jacke, Haube usw.. Naja, wir haben ja auch Winter. Heute besuchte uns die ehrenwerte Frau Uschi Ragailler (Sedda Werke Wallern), aber dazu etwas später mehr. Unser heutiger Nachmittag verlief ruhig, und ich durfte Sandra Höller, bisher eine brave Spenderin, als Helferin begrüßen. Beheimatet in Wagrain aber aufgewachsen in Bad Hall, vergisst Sandra bei ihren Spendensammlungen im Pongau nie auf ihre Mitmenschen in Oberösterreich. Sie kam auch heute nicht mit leeren Händen, sondern einem ganzen PKW voller Schlafsäcke, Winterschuhe und Hygieneartikel/Lebensmittel und obendrein noch € 220,- Geldspende. Vergelt's Gott und Danke liebe Sandra. Wir verteilten heute wieder unsere Spenden und alle waren wirklich dankbar, das spiegelte sich in deren Augen und Gesicht. Es macht einfach große Freude, direkt zu helfen. Danke allen Spendern und Gönnern, die uns auch heute wieder diese Möglichkeit boten, zu helfen. Danke an unser heutiges Team Maria Fleischanderl Sandra Höller Sandra Baumgartner Renate Peterseil Ingrid Strassl und Brigitte Stadler. Vielen herzlichen Dank!  

Donnerstagsverteilung in Linz – Zu Gast das BRG-Kirchdorf

Heute, Donnerstag 28.11.2019 ... Gestern Mittwoch Abend in Sierning Gemüse und Obst für den heutigen Verteil-Donnerstag geholt (vielen Dank immer für das tolle gratis Gemüse), heute Vormittag noch Brot und Gebäck und viele Süßigkeiten von einer tollen Spenderin bekommen und in Haid abgeholt. Heute Mittag dann 8l Wasser kochen, um für heute Nachmittag Wasser für Tee zu haben. Um 13Uhr im Lager angekommen, war unser Helferlein Maria Fleischanderl schon da und wartete gespannt auf mich. Da sie mit dem Einpacken der Weihnachtsgeschenke für all unsere aktiven Helferleins beginnen wollte. Zuerts noch schnell den ganzen Transporter ausräumen, um wieder Platz für unsere Wagerl zu haben. Alle Kombies und Wagerl rausfahren aus dem Lager, positionieren um sie alle mit dem elektr. Hochhubwagen in den Transporter zu heben, dazu müssen wir zu 4. sein, um die Balance halten zu können und vorzubeugen, dass die Wagerl kippen. Der Transporter war bald eingeräumt dann noch schnell den Anhänger mit dem ganzen Obst und Gemüse, dem Brot und Gebäck anfüllen und los geht's dann. 15.25Uhr, wir sind spät dran. Waltraud Ziegert, unser neues Helferlein heute zum 1. Mal dabei, fährt mit mir nach Linz und wir reden noch über die wichtigsten Vorgangsweisen (z.B. dass sich niemand selbst bedienen darf, wir uns von niemanden beschimpfen lassen vor Ort usw.). Auf dem Weg nach Linz hängen tiefe Regenwolken am Himmel, mein Blick nach oben jagt mir schon Starkregen in meinen Gedanken über den Rücken. Angekommen in Linz, warteten schon etwa 20 Schützlinge auf uns um uns einzuweisen, und um uns zu helfen alles aufzubauen. Zu allererst wird die Markise (als Regenschutz) ausgefahren, die Getränke bei Brigitte Stadler's Ausgabe plaziert und dann kamen....ja, dann kamen die angekündigten 20 Schüler des BRG-Kirchdorf (Oberstufe), wo wir vor ein paar Wochen die Vorträge hatten, um die Ecke mit neuen Handschuhen, Hartwürsten, mit 15kg frischem, noch warmen Schwarzbrot und Hygieneartikeln. Mit dabei waren 3 Lehrkräfte, ich begrüßte die Klasse samt Lehrerinnen und schlug vor, die Klasse zu teilen, 1 Teil zum Bus und der andere Teil zum Anhänger. Ich habe 2 Obdachlose gebeten, aus ihrem Leben, ihrem Schicksal zu erzählen, um den Schülern die andere Seite des Lebens auch zu zeigen. Wolfgang, der ältere der Beiden blieb beim Bus und Daniel,. der 2.Obdachlose ging zum Anhänger, die Schüler legten gleich los mit Fragen, und Wolfgang erzählte, beantwortete Fragen, erklärte Umstände, was wie warum in seinem Leben geschah. Die Schüler waren still, waren "geflasht" und hatten es sich total anders vorgestellt, schweigsam folgten sie den Erzählungen von unseren beiden Schützlingen. Die Lehrkräfte passten gut auf damit es keinem Schüler zu viel wurde, das war auch mein dringender Appell, hier sorgsam mit den Erklärungen umzugehen, damit die Jugendlichen alles gut verarbeiten können. Nach Halbzeit kam der Wunsch einer Lehrerin, die "Schlafplätze" im Terminal sehen zu wollen. Wir gingen mit 5 Schülerinnen ins Terminal, und wir trafen einige Altbekannte an und die Schüler waren zusehend beeindruckt, wie ein Leben auf der Strasse aussieht. Auch die Lehrerin ging nur mehr Kopfschüttelnd neben mir, "unbegreiflich" war noch eines ihrer schönsten "Feststellungen". Zurück beim Bus war die Dunkelheit zur Gänze ausgebreitet und viele Obdachlose kamen nun auf mich zu, um von mir Nächtigungsjetons, die wir Donnerstags ausgeben, für die Notschlafstelle zu erbitten. Wir geben jeden Donnerstag so etwa 30 Jetons für die NOWA (Notschlafstelle) aus, an jene Menschen, die diese € 3,50 je Nacht nicht selbst haben. 17.45Uhr, die Klasse verabschiedet sich zum Zug und bedankt sich für diese einzigartige Erfahrung, dass sie mit "dabei" sein durften und ganz viele Eindrücke mitnehmen zu dürfen. Etwa 90 (+-5) Schützlinge kamen heute wieder zum Bus und deckten sich mit Lebensmittel und Hygieneartikel, Winterjacken und Winterschuhe ein. Die Kälte zog schon über die Schuhe in die Beine, die meisten unserer Helferleins froren schon und sehnten das Ende herbei. Punkt 18Uhr war alles finster und eingeräumt, fertig zur Abfahrt ins Lager, um dort wieder alles aus dem Transporter auszuräumen und im Lager wieder so einzuordnen, das wir es nächste Woche wieder finden und nichts vergessen. Es war ein stressiger Tag, eine stressige, aber tolle Donnerstags-Verteilung, auch für uns gibt es jede Woche dazuzulernen, jede Woche kommen neue Menschen dazu, neue Schicksale und neue Lebenswege, Lösungen und Ergebnisse (wie sie zurück ins Leben können) werden ein wenig warten auf unsere Bedürftigen. Sie alle sind bei uns herzlichst willkommen, und wirklich alle bedanken sich immer wieder, dass sie bei uns auf Augenhöhe und mit ganz viel Wertschätzung begrüßt werden. Und wir bedanken uns für all das Vertrauen, das uns entgegengebracht wird in all den zahlreichen Gesprächen, wo uns ganz viel Schicksale erzählt werden. Vergelt's Gott und lieben Dank unseren Helferleins heute... Beate Loeffler Maria Fleischanderl Waltraud Ziegert Andrea Dostl Ingrid Strassl Brigitte Stadler - lieben Dank auch an die gesamte Klasse des BRG-Kirchdorf, und eine tiefe Verneigung all unseren Spendern, die Woche für Woche und diese Verteilung erst ermöglichen. LIEBEN DANK!  

21.11.2019 – Unser Donnerstag für unsere Schützlinge!

Heute, Donnerstag 21.11.2019 ... heute Vormittag spendete uns der Landhof etwa 2500 Pkg. 50g Streichwurst, die wir dankenswerter Weise im Kühllager einer großen Spedition einstellen und kühlen dürfen.
Nach all den Stressfaktoren des Vormittags kam ich gegen 11.10Uhr zu Hause an, für 2 Thermoskannen 9l Wasser per Wasserkocher aufkochen, für den Tee den wir Nachmittags am Verteil-Donnerstag ausschenken werden. Noch schnell Mittagessen ins Kochwasser werfen, umziehen und ins Lager, um 12Uhr kommen Anita Moser (Linz isst) und Peter Schmidt (Keiner ist perfekt, aber als Linzerin bist Du nahe dran) zu einer außertourlichen Spendenannahme. Um 11.55 Uhr öffnete ich das Lagertor, als der 1. Spender € 50,- Geldspende abgeben wollte. An dieser Stelle lieben Dank dafür. Wenige Minuten nach dem Spender traf Anita ein und Sie überreichte mir 2 große Plastiklagen, voll mit Kuchen, Guglhupf & Gebäck. Grandios! Da werden sich unsere Schützlinge freuen, wenn es heute zum Tee noch frischen Kuchen gibt. Wahnsinn eigentlich . Anita machte ein paar Fotos im Lager für Ihren Blog, ich räumte langsam all unsere im Wege stehenden Wagerl aus dem Lager, Richtung Transporter. Kurz danach kam auch Peter aus dem Stau bei uns an. Gleich zu Beginn tauchten viele Fragen auf, die ich versuchte bestmöglichst zu beantworten, wobei viele Antworten die nächsten Fragen aufgeworfen haben. Ich erzählte aus dem täglichen Programm unserer Aktion bzw. unseres Vereins, über manche Vorkommnisse oder Menschen, die wir wöchentlich bei unserem Bus begrüßen dürfen. Die Rede kam auch auf den 2017 von uns gewonnen Ehrenamtspreis Florian 2017 als Bezirkssieger Linz-Land und O.Ö. Landessieger. Anita machte Fotos von den "Florianijüngern" für ihre Seite und Peter erinnerte mich, bald den Antrag beim Finanzamt 23 auf Spendenabsetzbarkeit einzureichen. Das geht leider erst im Dezember, denn dann gibt es unseren Verein 3 volle Jahre und erst dann darf ein ext. Wirtschaftsprüfer, prüfen. Ich zeigte Anita und Peter unser gut gefülltes Lager, Lebensmittel, Fertiggerichte, dann unser Hygieneartikellager wobei ich immer die Dimensionen unserer Aktion (wir beliefern fast alle O.Ö. Obdachloseneinrichtungen, Notschlafstellen und Frauenhäuser) dazusagen musste, um deutlich zu machen, welche Mengen an Lebensmittel und Hygieneartikel wir hier in die Einrichtungen jede Woche bringen, und welche Größe unser Verteil-Donnerstag inzwischen erreicht hat. Um kurz vor 14 Uhr verließen mich Anita und Peter, wir mussten nur noch ein paar Fotos machen von Peter's Spendenübergabe. Zu diesem Zeitpunkt waren Gerlinde und Renate, 2 unserer heutigen Helferleins, schon im Lager angekommen und räumten Peter's Spenden in die Regale. Brigitte Stadler & Maria Fleischanderl, unsere weiteren Helferleins trudelten auch ein und wir konnten loslegen, den Transporter zu befüllen. Das ging heute ziemlich flott und gut, um 14.45 Uhr war der Transporter samt Anhänger befüllt und wir waren bereit, für Linz und unsere Schützlinge. Auf dem Weg nach Linz war unüblich viel Verkehr für diese Zeit, aber wir kamen schnell an unseren Platz, wo wir schon erwartet wurden von unseren Bedürftigen, die uns auch gleich einwiesen. Getränke ausgepackt, Anhänger ausgezogen und Plane abgedeckt, Tee und Anita's Kuchen präsentativ positioniert, und heute kamen gleich zu Beginn ganze Trauben an Bedürftigen, zum Schluss hatten wir heute etwa 85 Menschen, die sich Lebensmittel und Hygieneartikel sowie warme Winterschuhe/Winterjacken, Schlafsäcke und Isomatten holten. Es war ein gediegener Nachmittag, unterhaltsam, ruhig und besonnen, gänzlich ohne Störefriede. Ein toller Nachmittag und nach unserer großartigen, gestrigen Salzburg-tour, pure Erholung für mich. Der Kuchen von Anita war wahnsinnig schmackhaft, passte gut zum Tee und schmeckte jedem Einzelnen. Der Tag war um 18 Uhr wieder gelaufen, zufrieden und glücklich räumten wir all die Sachen wieder ein und fuhren Richtung Lager, wo wir alles ausräumten und noch schnell 120l haltbare Milch in den Transporter einluden, die ich morgen Früh ins Of(f)nstüberl bringe. Lieben Dank allen Helferleins, allen Spender/innen und Gönner/innen, das wir jede Woche diese Erfahrung machen dürfen, direkt zu helfen. Ein sehr gutes Gefühl, das fast unschlagbar ist. Immer im Dienste der Nächstenliebe und der Wertschätzung, immer auf Augenhöhe mit unseren Schützlingen. Wir lieben unsere Besucher.

Ein richtig frischer Verteil-Donnerstag 14.11.2019

Heute, Donnerstag 14.11.2019 ... nach meinem gestrigen Schneefall-Besuch beim Biobauer in Sierning, wo wir sehr oft tolles Gemüse und Obst geschenkt bekommen, das wir dann Donnerstags verteilen, war es heute notwendig, all das Gemüse zuerst zu sichten und dann auszuladen, um unsere beladenen Lebensmittelwagerl in den Transporter laden zu können. Heute Vormittag bekam ich noch bei Susanne in Haid Brot, Gebäck und Krapfen die wir ebenfalls nachmittag verteilen wollen. Um 14Uhr begannen wir unser Programm für den Verteil-Donnerstag abzuspulen. Maria FleischanderlElfriede SchwarzmüllerIngrid Strassl und Brigitte Stadler machten alles bereit um dann den elektr. Hochhubwagen zu starten und den Transporter zu befüllen. Gestern Schneegestöber, heute 6,5° auf der Fahrt Richtung Linz. Angekommen in Linz begrüßten uns die Obdachlosen, die jede Woche schon auf uns warten. Die Fahrzeuge positioniert und alles ausgeräumt, Tisch aufgebaut und Hänger gesichert. Es kann losgehen. Punkt 16Uhr ging's los, etwa 45 Bedürftige kamen zu uns und holten sich Lebensmittel & Hygieneartikel, für eine ganze Woche. Viele brauchten eine warme Winterjacke, Winterschuhe, Schlafsäcke und Isomatten, Rucksäcke, Hauben, Handschuhe und Schals, alles was wärmt ist zur Zeit sehr gefragt. Einige neue Gesichter waren auch wieder in der wartenden Schlange, und holten sich Tipps von den regelmäßigen Besuchern. Leider passiert es ab und zu dass ich, so wie heute auch wieder, Menschen wegschicken muss, weil wir Auflagen haben, die wir erfüllen müssen, da wir sonst massive Probleme wegen Verstoßes gegen div. Gesetze bekommen würden, und das möchte ich erst gar nicht riskieren. Aber diese Menschen sind nicht alleine und werden auch nicht hilflos zurückgelassen, man kümmert sich an anderer Stelle um die Probleme dieser Menschen. Sonst verlief der heutige Donnerstag recht ruhig. Unser heißer Tee und das Gebäck, wird von den Bedürftigen gerne angenommen, wenn es so wie heute kalt-windig ist, ist es wirklich willkommen. Wir sind mitten in der "kalten Hauptsaison" angekommen, grade jetzt brauchen unsere Schützlinge jede Hilfe, die wir organisieren können. Bitte schaut nicht weg, BITTE helft uns, damit wir helfen können! Als sich die Zeit der 18Uhr Marke zuwandte, waren heute alle froh, aus dem kalten Eck entfliehen zu können. Es war wieder ein "gelungener" Donnerstag, der uns wieder zeigte dass wir vieles richtig machen. Dass es richtig ist, jede Woche diese viele Arbeit auf sich zu nehmen, um den schwächsten Menschen da draußen zu helfen, und einfach am "Ball" zu bleiben und niemanden zu vergessen. Vergelt's Gott und vielen Dank allen Gönnern und Spendern, die uns diesen Donnerstag Woche für Woche ermöglichen. DANKE!   Nachdem ich schon ein paar Tage an Husten, Halsweh usw. laboriere, morgen aber wieder eine Spendenlieferung ansteht, werde ich jetzt zusehen, in die gefüllte Badewanne zu kommen. Schönen Abend Euch und .... schön dass es Euch gibt!