26.11.2020 – -2° und 97 Schützlinge!

Donnerstag, 26.11.2020 … unser Verteil-Donnerstag beginnt wie jede Woche bereits am Mittwoch. Gestern Mittwoch begann der Tag ganz besonders. Wir hatten einen Termin bei der Fa. Zauner-Group in Wallern/Trattnach (Dazu mehr in einem separaten Posting). Nach dem Termin in Wallern ging es auf direktem Wege nach Grieskirchen, zur Fa. Kröswang, Frau Hacklbauer rief mich an und spendete uns 680 Pkg. (340kg) Beinschinken, etwa 50kg Krakauer, 150 feinste Torten, 5 Brie-Torten. Eine tolle Spende! An dieser Stelle vielen, herzlichen Dank! Die Beladung dauerte ein wenig, da der Computer ausfiel und die Tür des Tiefkühllagers nicht mehr aufging, deshalb konnte auch der Roboter aus dem Hochregallager unsere Ware nicht mehr nach „draußen“ bringen. Es wurde mit Hochdruck an dem Problem gearbeitet, in der Zwischenzeit hat mich unser langjähriges Mitglied Ingrid Strassl angerufen, und hat uns, Christian und mich, zum Essen eingeladen. Wir freuten uns wie kleine Buben, Ingrid und Ihren Mann Herbert beim Mittagessen zu sehen. Hier fühlt man sich so gut aufgenommen und geborgen, so feine Menschen, großartige Familie. Vielen Dank an dieser Stelle für dieses tolle Mittagsmenü. Um 15.30 Uhr ging es dann Richtung Tiefkühllager nach Pasching, alles einfrieren und einlagern bei -40°. An dieser Stelle ein großes DANKE an Hr. Günther L. für die großartige Unterstützung, dass wir unsere Spenden kostenlos in den Lagern der Transdanubia ein kühlen dürfen. Vergelt’s Gott und DANKE! Wir lagern die frische Spende ein und holen Wurst, Pizza, Gemüse u.a. aus dem TK-Lager, um es dann am Donnerstag zu verteilen. Weiter ins Kühllager, Günther war gerade im Kühllager, Christian musste es Günther gleich sagen, dass wir bei seiner Schwiegermutter Ingrid eingeladen waren zum Mittagessen, wir konnten erkennen was uns Günther unter seiner Mund-Nasenmaske mitteilte, das ich hier nicht wiederhole, er quittierte es mit einem entspannten Schmunzeln. Dann drückte er uns noch 6 große Steigen roter Äpfel in die Arme „für Eure Schützlinge“, meinte er noch, ehe er wieder in den Katakomben der Transdanubia verschwand. Weiter in unser Lager und ausladen, ein kühlen und einfrieren, und dann ab durch die Mitte Richtung Heimat. Christian und ich waren ganz schön geschafft und wünschen uns nur noch einen ruhigen Abend, auf der Couch. Ein paar Minuten sollten es werden auf der Couch, geworden sind es dann ein paar Stunden, ehe noch jemand um 23.10 Uhr sich telefonisch erkundigt „ob man morgen Donnerstag Spenden abgeben könne?“. NEIN, leider, dazu haben wir am Donnerstag keine Zeit, tut mir leid. Auf in die Nacht, es wird eine kurze werden. Treffpunkt Donnerstag ist um 9.30 Uhr im Lager, auf der Hinfahrt nehme ich Christian mit, angekommen im Lager, holen wir beim TAB Wareneingang noch schnell unsere Post ab, 15 Packerl nur heute, toll. An dieser Stelle auch ein großes DANKE an die Fam. Stoyer, Hr. Hermann und die Fa. TAB, die uns seit 3 Jahren so großartig unterstützt mit dem beheizten Lager, mit ihrer Infrastruktur und mit vielen, vielen Möglichkeiten. Vergelt’s Gott an dieser Stelle. Um kurz vor 10 Uhr geht’s mit Elke nach Haid, Brot und Gebäck, Obst und Gemüse abholen, viele tolle Sachen die wir heute bekommen. Ab wieder ins Lager, alle Lebensmittel duschschauen und auf Genießbarkeit überprüfen. Elke kümmert sich zuerst um Ihren Kleidungsanhänger, den sie heute betreuen wird. Winterschuhe, Schlafsäcke, Winterjacken, alles nochmal kontrollieren und auffüllen. Zu Mittag gehen wir wie immer zum Mäcki, Elke und Christian wollen mit dem Hubwagen und einer Gitterbox zum Mäcki fahren und sich dort vorm Drive In einparken und bestellen. Ich breche das Vorhaben ab da wir eine große Rechnung bekommen würden, wenn wir wo anecken mit der Gitterbox in der Autoschlange. Dieses Risiko gehen wir nicht ein. Wir bekommen unser Schachtelmenü auch ohne Fahrzeug. Zu Mittag dann zurück ins warme Lager, ein neuerlicher Anruf „Wo finden wir Sie? Wir haben 200 Pkg. Essig & Öl für Sie“. Ich gehe rauf zum Parkplatz und ordere den LKW Fahrer. Gewerkschaft und Arbeiterkammer spendeten uns 200 Pkg. Rapsöl und Essig, vielen, herzlichen Dank. 10 Minuten später meldet sich Timmy telefonisch. Timmy war der beste Freund von Peter, der sich letzte Woche das Leben nahm. Timmy kümmert sich um die beiden Mädchen von Peter, die Ältere, 12 Jährige, trägt zur Zeit einen Liegegips und würde so gerne am 1.12.2020 am Begräbnis ihres einzigen Papas teilnehmen, dazu bräuchten wir dringend einen Kindgerechten Rollstuhl. Timmy weint und kommt mit dem Tod von Peter überhaupt nicht zurecht, er kümmert sich um Peters Familie. Bitte, bitte liebe Spender/innen, liebe Wegbegleiter/innen, wenn Ihr wisst wo man so einen Rollstuhl für 1 Tag ausleihen kann, bitte lasst es mich wissen. Wäre toll wenn uns bei diesem Problem jemand aushelfen könnte. 14 Uhr, Helmut, Aida, Brigitte kommen, Verena, Daniela und Birgit kommen auch gleich. Wir beginnen gemeinsam den Transporter zu beladen, das Obst, das Gemüse in den Anhänger, die Getränke, Gefrierbox und Kühlboxen in den Transporter, alles fest verzurren, sichern und gut verstauen. 15.10 Uhr, wir fahren ab Richtung Linz, unser Transporter zeigt hier -1° an, aber wenigstens trocken, nicht wie letzte Woche, dass wir klitschnass werden. Dafür ist halt heute der Eis Engel eingezogen, warm anziehen im Zwiebelsystem. Als wir ankommen stehen schon etwa 15 Schützlinge an unserem Verteilplatz. Anhänger positionieren und Transporter zurückfahren, dazwischen die Tische aufstellen und Hänger wie Transporter ausräumen, alles auf die Tische ausbreiten, die Begrenzungskette anbringen und dann noch ein kurzes Briefing, bevor wir beginnen, auszuteilen. 97 Schützlinge werden es heute werden. Eine stolze Zahl, Wahnsinn, diesen Monat schon zum 3. Mal mehr als 90 (!!!) Menschen bei unserem Bus. Ich werde heute 56 Nächtigungsjetons verteilen, da viele Menschen diese nächtlichen Temperaturen nicht mehr aushalten würden, und ich zumindest möchte, dass jede/r der/die in die Notschlafstelle darf, wenigstens 2 Mal dort schlafen kann, 2 Mal eine ganze Nacht lang aufwärmen, so gar nicht selbstverständlich für unsere Schützlinge. Mehr aber können wir nicht ausgeben, da uns sonst die Kosten erschlagen würden, da 1 Jeton € 4,- kostet. Als unsere Barbara nach gefühlten 2 Jahren heute wieder dabei ist beim Verteilen, freue ich mich sehr, sie hat einen Karton voller selbstgemachter Muffins mitgebracht, da sie morgen Geburtstag hat und das Team heute überraschen wollte. Sie hat auch eine Geldspende ihrer Jungs mitgebracht, € 24,- spendeten Barbaras Jungs und sie rundete den Betrag noch auf € 30,- auf, und es gab noch zusätzlich 10 Nächtigungsjetons für die Nowa. Vielen herzlichen Dank und Vergelt’s Gott für deine, für Eure Spende. DANKE! Zu Beginn der Ausgabe rumort es ein wenig in der hinteren Reihe, es habe sich jemand vorgedrängt, ich kann die Situation bereinigen und die Menschen beruhigen. Es kamen heute wieder viele Neue, 2 Menschen musste ich auch heute wieder wegschicken, da sie doppelt Leistung beziehen wollen, bei der Caritas und bei uns, das geht in dieser Form nicht. Nachdem die beiden Herren aus dem Iran eine Karte der Caritas vorzeigten, dass sie dort in Betreuung sind, müssen sie sich auch dort um Lebensmittel, um Bargeld und Kleidung kümmern. Bargeld dürften wir sowieso nicht hergeben, würden wir auch niemals machen. 5 Minuten später kommt eine bekannte Frau mit ihrem Kind zu uns, M. war schon lange nicht mehr da, ich freue mich riesig, sie gesund zu sehen. Andere Schützlinge wieder, muss ich leider regelmäßig daran erinnern, dass wir kein Interspar oder Metro sind, es macht halt schon auch der Ton aus, wie man uns begegnet, und wenn jemand sich des Öfteren Unterhosen, lange Unterhosen, neue Socken und Winterjacken u.a. bei uns holt, dann haben wir das zu unterbinden, damit niemand unsere Spenden verkauft um so an Alkohol zu kommen. Ich war ja selbst Säufer, bis 1995, ich kenne diese Droge Alkohol, aber ich kann sie in keinster Weise unterstützen. Manch unserer Schützlinge probiert es halt jede Woche, und jede Woche erwische ich sie dabei, wir können so etwas leider nicht durchgehen lassen. Also maximal dann eine neuerliche Winterjacke, wenn die alte zerrissen oder kaputt ist, neue Schuhe wenn die alten kaputt sind und nicht, weil sie nicht mehr gefallen. Wir müssen schon gut Acht geben um keinen Missbrauch unserer Spenden zu unterstützen. Einen „Herren“ haben wir immer wieder, dem wir so gar nichts recht machen können, er ärgert unsere Helferinnen, ist feindselig und teilweise frech, vor kurzer Zeit bekam er deshalb ein vierwöchiges Verbot bei uns, weil er richtig frech wurde, und jetzt, nachdem er seit 2 Wochen wiederkommt, erneut feindseliges losgelassen hat, habe ich ihm heute erneut deutlich machen müssen, dass wir seine Art nicht mehr dulden werden und das hier die letzte Aussprache mit ihm ist. Mal schauen, ob er uns verstanden hat. Vis à Vis sehe ich, dass wir von einem fremden Mann gefilmt werden, mit Helmut gehe ich hinüber zu ihm und frage ihn „Warum er uns filmt?“. Es kommt nichts als Ausreden, ich verbiete ihm, uns zu filmen, da er weder sagt wer er ist und für wen/was er uns filmt. Es kommt ja auch öfters vor, dass wir aus vorbeifahrenden Autos gefilmt oder fotografiert werden. Ich frag‘ mich oft, warum macht man das? Egal! 97 Menschen haben wir heute wieder versorgt, ganz schön viel für einen kleinen Verein wie uns, vor allem wissen wir nicht, wie lange wir solche Donnerstage noch durchhalten. So ein Donnerstag kostet nicht nur eine Menge Nerven, es kostet viel, viel Geld. Solange wir können, werden wir es machen und tun, wenn uns aber die Mittel ausgehen würden, müssten wir alles einstellen, wirklich alles, Verteil-Donnerstag, Spendenlieferungen, alles. Kein schöner Gedanke, er macht mich unendlich traurig. Um 18.15 Uhr bekommt der Letzte heute seine Lebensmittel, seine Jetons, und unser Lächeln sowie gute Wünsche. Mittlerweile hat es -2° und beim gesamten Team ist mittlerweile die Kälte in jede Pore eingezogen, allen ist es mittlerweile kalt, durch und durch! Also schnell zusammenräumen, alles einpacken, den Platz nach Müll absuchen, alles zusammensammeln und ab durch die Mitte, in unser Lager nach Ansfelden. Verena, Daniela, Birgit, Helmut, Aida & Martina helfen noch ausladen und alles wieder einzulagern. Ein ereignisreicher Tag geht der Neige zu und ich hadere mit einigen Vorkommnissen, bin nicht sicher ob ich richtig entschieden habe, ob ich nicht zu streng war, ob ich unfair war/bin, viele Fragen, viele Zweifel manchmal. Eine tiefe Verneigung geht heute wieder an all unsere Spender/innen, dass sie uns diesen Verteil-Donnerstag jede Woche ermöglichen. Ein großes Geschenk auf das wir sehr gut Acht geben. Eine tiefe Verneigung ergeht auch an unser großartiges Team, was ihr heute wieder geleistet habt, ist einfach nur….TOLL! Danke an alle Mädels aus Schwanenstadt. Ihr seid einfach…großartig! Schön dass es Euch gibt, schön dass Ihr Eure Freizeit bei uns im Verein, in unserer Aktion verbringt. Ich verneige mich vor einem großartigen Team. DANKE für alles! In meinem Kopfhörer klingt es nach Brunner & Brunner, „Für uns alle“, ein tolles Weihnachtslied was mir die eine oder andere Träne gerade herausholt, es gibt Momente, da ist auch das erlaubt. Ich erlaube es mir. Weinen, weil man einfach das Leid der Menschen am liebsten irgendwohin wünscht, weil man viele Schicksale, viele Leiden nicht einfach abstellen kann, darum bitte liebe Leute, schaut nicht weg, helft uns bitte beim Helfen! Wir können die Welt nicht retten, ABER, wir können in unserem Umfeld beginnen, die Welt ein wenig wärmer zu machen, den Menschen zu helfen und uns nicht einfach wegdrehen. DANKE, dass Ihr uns Woche für Woche unterstützt, uns helft und eine echte Stütze seid, dafür verneige ich mich demütigst! Euch eine gute Nacht und alles liebe! 🙂 <3

16.11.2020 – Die Fa. Humer schenkte uns ….

Update 16.11.2020 - Betrifft: Unser neuer, toller Humer-Anhänger: Heute früh, 8 Uhr, Termin in Gunskirchen bei der Fa. Humer, ohne zu wissen um was es geht wurde ich letzte Woche zum Gespräch eingeladen. Als um Punkt 8 Uhr früh, Herr und Frau Humer lächelnd auf mich zukamen, und mir sagten, Zitat: " Da wir heuer wegen Corona keine Weihnachtsfeiern machen und die gesamte Belegschaft der Fa. Humer einverstanden war, die dafür vorgesehene Summe 2 Einrichtungen zu spenden, nämlich Euch als Obdachlosenhilfsaktion und die Tafel O.Ö.. Solche Projekte muss man unterstützen" sagte Frau Humer lächelnd. Mir wurde heiß und kalt, war sprachlos, da vereinbart war, nach geraumer Zeit eine Abschlagszahlung von € 3500,- zu bezahlen, damit der neue, großartige Humer-Anhänger, dann in unser Eigentum übergeht. Diese Abschlagszahlung von € 3500,- wurde uns geschenkt und mit heutigem Datum geht der neue Anhänger in unser Eigentum über. Eine großartige, menschliche Geste und eine tolle Spende. Vergelt's Gott und vielen, herzlichen Dank für diese Spende. Wir verneigen uns zutiefst für diese Geste. DANKESCHÖN 🙂 ❤

29.10.2020 – Ein komischer Verteil-Donnerstag!

Heute, Donnerstag 29.10.2020 ... stand wieder unser wöchentlicher Treff mit unseren Schützlingen am Programm. Der Tag begann heute etwas widerspenstig, unrund und so gar nicht viel versprechend. Einiges war heute früh anders als sonst, ungewohnt und seltsam, ein komisch/flaues Gefühl begleitet diesen Morgen. Petrus scheint auch sein Versprechen zu halten und es den ganzen Tag regnen zu lassen. Der gesamte Vormittag war zumindest von Regen geprägt, die leise Hoffnung dass es wieder ein trockener Verteil-Donnerstag werden könnte, schwindet zusehend. Wir fahren seit 15. August 2018 nach Linz und verteilen dort Woche für Woche Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Kleidung und Schuhe, Schlafsäcke, Isomatten uva. an unsere Schützlinge. In diesen 2 Jahren und knapp 3 Monaten hatten wir ganze 4 Regentage, wo es wirklich nicht aufhörte zu schütten, ansonsten war es immer trocken, IMMER! Also passt schon unser Herr da droben auf uns auf, da bin ich mir ganz sicher. Der heutige Vormittag ging zuerst mit einer kleinen Auseinandersetzung los, weil jemand nicht einsah dass man mit einem VW Caddy nicht 3 (!!!) Parkplätze verstellen kann. Was soll's! Brot und Gebäck in Haid abholen, heute ohne Obst und Gemüse. Leider. Deshalb entscheiden wir uns Gemüse und Obst zuzukaufen, für den heutigen Nachmittag. Obst und Gemüse ist immens wichtig für die Menschen da draußen. Deshalb auf zum Hofer Ansfelden, die Geschäftsleitung erlaubt uns über eine verordnete Hofer-Haushaltsmenge einzukaufen. Bananen, Äpfel, Orangen, Gurken, Karotten und Zwiebeln. Die Kassa beim Hofer war etwas länger als normal blockiert, deshalb gab es bald schon einen Kommentar einer wartenden Frau, "Geht des ned schnölla? Bittschään a neiche Kassa". Die Kassierin quittierte den Kommentar mit einem Lächeln und widmete sich wieder uns. Dann gings ans einpacken, und ab ins Lager. Dort hat Christian heute viel zu tun, 3 4 große Säcke voller Brot und Gebäck durchschauen auf Genießbarkeit. Ich widme mich in der Zwischenzeit unserer neuen Anschaffung. Damit wir bei der Donnerstagsverteilung nicht mit den Lebensmitteln im Regen stehen, kauften wir 3 Partyzelte, die man in 2 Minuten aufstellt und die auch einiges aushalten. Den ersten Pavillion kontrollierten wir Samstags bei der Spendenannahme, die anderen 2 heute Vormittag. Leider sehe ich gleich auf den 1. Blick nach dem auspacken, ohjegale, kaputt, bei beiden Pavillions die Kunststoffraster abgebrochen. Tja, von 3 Artikeln 2 beschädigt, keine gute Quote. Also werde ich in den nächsten Tagen viel Zeit damit verbringen diese wieder zu verpacken und zurückzuschicken. Und, was noch dazukommt, wir haben nächste Woche nur einen Pavillion zur Verfügung, huch! Alles wird gut! Gestern und heute kamen etwa 10 Spenden per Postpaket, wie teilweise die Packerl ausschauen, möchte ich hier gar nicht beschreiben, furchtbar. Aufgebrochen, geöffnet und wieder zugeklebt, zerrissen usw.. An dieser Stelle liebe Post, es ist nicht dein Eigentum, mit dem Du auf grobe Weise umgehst. Bitte achte dass die Packerl unbeschädigt beim Empfänger ankommen, eine große BITTE! Weiter geht's mit meiner Mittagspause, heute alleine, Christian kontrolliert alleine das Brot. Doch macht heute auch Mäcki nicht viel Spaß , alleine. Also gleich wieder rüber ins Lager, kann doch Christian nicht alleine arbeiten lassen und ich sitz im "Wirtshaus", das geht gar nicht. Maria Fleischanderl kommt gerade an als ich ins Lager komme, sie kümmert sich gleich um die Wurst, um alle Frischware, die portioniert und eingepackt werden muss. Wolfgang kommt auch schon, er schnappt sich Kübel und Wischfetzen, der Bus muss rausgesaugt und rausgewischt werden bevor wir ihn beladen. Dann legen wir los, wie üblich mit den Donnerstagswagerl zuerst, fest verzurren, dann die Getränke, die proppevolle Kühl- Gefrierkombi, festschnallen, dann die neuen Pavillions ebenfalls sicher verstauen. In der Zwischenzeit kamen Gerlinde und unsere Ingrid Strassl, unsere beiden Kleidungsfeen, und füllen den Anhänger an. Unser neuestes Mitglied Verena, ist heute zum 1. Mal dabei und Barbara Nowecki kümmert sich ein wenig um Verena, erzählt ihr die Vorgehensweise. Eine kleine Einführung in den Nachmittag. Sodale, alles angefüllt, das Gespann wird zusammengehängt, übrigens sind wir mit Transporter und Anhänger ganze 12,70 Meter lang und 2,40 Meter breit. Ein tolles Gespann. 15.10 Uhr, es regnet wie aus Kübeln, Abfahrt Richtung Linz, angekommen sehen wir etwa 15 unserer Schützlinge beim alten Bus-Terminal stehen, unter dem Vordach. Wir stellen uns wie geplant mit dem Transporter hinten auf, steigen aus dem Transporter, und....es hört auf zu regnen. Gleich gegenüber über dem Hauptbahnhofsgebäude ein wunderschöner Regenbogen, und, unglaublich, es hat ganz aufgehört zu regnen. WAHNSINN! Nicht nur mir fällt das auf, dass solche Wünsche (Ende des Regens) prompt in Erfüllung gehen. Hallellujah! 🙂 ❤ Wir stellen trotzdem die 2 Pavillions auf, damit die Lebensmittel trocken bleiben, sollte es sich Petrus anders überlegen. Die 2 Pavillions werden mit insgesamt 8 Sandsäcken (100kg Sand) gegen wegfliegen gesichert. Hänger und Transporter ausräumen, dann noch eine kleine Teambesprechung, wichtiges wird noch kurz angesprochen. 16 Uhr, es geht los. Eine gute Stimmung in der Schlange, nur ich muss immer wieder an unsere Coronaauflagen erinnern, 2 Meter Abstand, M/N Masken tragen und ganz nahe bei der Leitschiene warten, damit die ein-/ausfahrenden PKW's nicht behindert werden. Das gleiche mit dem Schwerverkehr von der Baustelle. Ich bin dauernd am kontrollieren, es schmuggeln sich immer wieder Menschen in die Reihe, die absolut nicht bedürftig sind, oder die wir nicht betreuen DÜRFEN. So auch heute ein Vodkagetränkter Ukrainer mit Freundin, der in der Betreuung der Caritas ist, der keinen Pass und keine Manieren hat, mich einen "nicht guten Menschen" nennt und mir später noch sagt, ich sei nicht weit weg von einem "Ar......ch als Mensch". Hier muss ich einhaken, solche Ansagen werden nicht geduldet, ich mache ihm klar dass er eigentlich bei uns falsch ist und wir heute ein Auge zudrücken, ihm trotzdem Lebensmittel geben, um mir dann von ihm anzuhören "willst Du mich hungern lassen, du Ar......ch?" NEIN, ich will niemanden hungern lassen, aber solche Beschimpfungen dulden wir auch nicht. Also Disziplin in der wartenden Schlange, oder doch bitte bei der Caritas anstellen. Als ich dann noch sah dass er gegen seine Freundin die Faust erhob, war Schluss mit lustig, ich ließ ihn nicht mehr aus den Augen, die Schuhe, die er sich noch holen wollte, bleiben hier und wir wünschen ihm noch einen schönen Tag. Leider können wir nicht nur die Welt nicht retten, sondern auch Frauen nicht vor solchen Männern schützen. Tja, Gewalt beginnt dort wo der Verstand endet, und im Vodkasuff scheint er diesen schon abgegeben zu haben. Wir widmen uns wieder all unseren Schützlingen die so dankbar sind, dass es uns gibt, dass wir Woche für Woche für sie da sind. Manchmal bleibt uns bei den Danksagungen schon die Worte im Hals stecken, weil uns diese so stark berühren. Was mich heute sehr freute war, dass Roman wieder nach fast einem Jahr zu unserem Bus kam, er holte sich Winterschuhe und Socken, viele viele nächtliche Gespräche mit ihm am kalten Bus-Terminal, wo er schläft, waren nötig, wieder Vertrauen zu bilden. Auch Thomas kam heute wieder, nüchtern, auch das macht mich glücklich, wenn einer unserer Schützlinge dem Alkohol Goodbye sagen will und das auch schafft. Großartig. Liebe Leute, beim Leben auf der Straße kommt meist der Alkohol dazu, sonst übersteht man dieses Leben auf der Straße nicht. Gefällt mir, bin stolz auf die Beiden. 18 Uhr, ein gelungener Verteil-Donnerstag geht dem Ende entgegen, alles einräumen, Pavillions abbauen, Gespann wieder andocken, abfahren Richtung Lager Ansfelden. Dort angekommen, unser Team ist schon da und wartet auf uns, wir legen los im Eilzugtempo, es geht ja nachher wieder zur Nachbesprechung zum Mäcki. Bei der Nachbesprechung gleichen wir unsere Eindrücke ab, und jede/r hat fast das gleiche Gefühl, dass es ein toller Tag ohne Regen, und mit vielen schönen Begegnungen war. So beenden wir auch unsere "Sitzung" und brechen auf, nach Hause. Ich bin so stolz auf unser Team, wir sind ein wirklich toller Haufen der zusammenhält und nur an einem Ziel arbeitet, ZU HELFEN! Es ist schon ein großartiges Gefühl, all die Gesten, all die Aussagen zulassen zu können und sie auch so stehen zu lassen. Wir danken all unseren Spendern/innen und Gönnern/innen, Vergelt's Gott und Danke, dass wir auch heute wieder Spenden verteilen durften. Und ein großes DANKE an unser gesamtes TEAM, das so vieles bravourös meistert. Schön dass es EUCH ALLE gibt! Mein Tag wird noch etwas dauern, noch alles fertig machen und alles abschließen. Danke auch, dass ihr Euch immer die diversen Postings ganz durchlest und uns auf diese Weise begleitet. VERGELT'S GOTT 🙂 ❤

22.10.2020 – Hilfe für 75 Menschen!

Heute, Donnerstag 22.10.2020 ...

... der Verteil-Donnerstag in Linz stand wieder auf dem Programm, und wir, das gesamte Team freute sich schon sehr auf unsere Schützlinge. Der Mittwoch begann mit einer großartigen Spende aus Pasching, die wir in Haidershofen abholen mussten. Aber dazu gibt es später ein gesondertes Posting. Wie üblich begannen unsere Vorbereitungen für den Donnerstag, gestern Mittwoch früh im Kühl- bzw. im Tiefkühllager bei -40°, das jede Woche so herrlich "erfrischend" ist für Christian und mich. Überhaupt wenn man nur leicht bekleidet in dieses Hochregallager geht und glaubt, die dortigen -40° wären zu überwinden. Spätestens hier bemerken Christian und ich jede Woche auf's Neue dass wir keine 20 mehr sind. Diese Kälte tut nach spätestens 5 Minuten ohne adäquate Kleidung richtig weh, in jeder Pore! Egal, da müssen wir durch. An dieser Stelle eine tiefe Verneigung und ein demütiges Vergelt's Gott für all die Lebensmittel die wir hier bekommen (Pizza, Dorschfilet, Chicken-Wings, Fischstäbchen u.a.), und für das kostenlose einstellen für Teile unserer Lebensmittel eine extra DANKE! Von -40° ins "normale" Kühllager bei etwa 0°, da ist es richtig "angenehm", zu arbeiten. Alles noch schnell zusammenstellen und ab geht's, in unser Lager nach Ansfelden. Alle tiefgefrorenen Lebensmittel in die Gefrierkombi geben, die Käsekugeln in den Kühlschrank damit diese auftauen, alles vorbereiten, um am Donnerstag nicht mehr allzu viel Zeit zu verlieren. Heute, Donnerstag zuerst bei MAN Ansfelden nachfragen, wegen Winterreifen und Felgen für unseren neuen Transporter, ja, "suchen Sie sich einen Reifenhändler ihres Vertrauens" war deren Antwort, ganz zu schweigen dass es nirgendwo Felgen in der gewünschten Dimension zu kaufen/bestellen gibt. Nur nicht ärgern, wir kriegen noch irgendwo Winterreifen, da bin ich mir sicher, nur, woher? Egal! Dann heute Vormittag weiter nach Haid, zuerst Kaffee trinken und einen Krapfen genießen, ein Plauscherl und ein paar Witze, schon ist der Vormittag gerettet. Wir fuhren aus Haid mit ganz viel Brot, Gebäck und viel Süßem weg. Nächstes Ziel heute Vormittag, Lager Ansfelden. Alles ausladen, kontrollieren auf Genießbarkeit, das jede Woche Christian verlässlich macht, in der Zwischenzeit kümmere ich mich um die Dinge drinnen in unserem Lager, alle Wagerl herrichten und auf Vollständigkeit prüfen. Im Innenlager nebenan werkt ein junger Mann der TAB, macht neue Gitter und Türen rein, hier werden wir in Kürze ein paar Quadratmeter Lagerfläche dazu bekommen, um die Kleidung von den Lebensmittel zu trennen, ein enorm wichtiger Schritt für uns. Ein wenig müssen wir noch Geduld haben. Zu Mittag geht's zum Schachtelwirt nebenan, Christian und ich sitzen uns ins Freie und genießen unser verdientes Mittagsmenü. Als Maria mit ihrem Transporter vorbeifährt wissen wir, Zeit aufzustehen und alles fertig zu machen, um unseren Transporter zu beladen. Die Beladung wie immer, zuerst unsere 2 Donnerstagswagerl, anschließend Getränke und Kühlboxen, zum Schluss unsere Kühl- Gefrierkombi und dann noch alle Tische...Sesseln und Hocker, und schon ist der Transporter voll. Umdrehen, um unseren Humer-Anhänger anzukoppeln, Gerlinde und Ingrid bestückten den Anhänger in der Zwischenzeit, eine neue Anordnung im Anhänger wird heute in Linz erprobt, die 2 Mädls machen das schon, ich verlass mich zu 100%. 15 Uhr, unser Gespann steht zur Abfahrt bereit. Als besondere Auflage haben wir heute bekommen, dass wir eine extra Person abstellen müssen, die sich auschließlich um Desinfektion, um alle Sicherheitsvorschriften vom Land OÖ und Polizei zu kontrollieren und dafür zu sorgen, dass alles reibungslos abläuft. Dazu muss ich sagen, wir bekamen als Auflage ... Gesichtsschild, Mund/Nasenmaske und Einweghandschuhe zu tragen. Das Gesichtsschild läuft aber dauernd an wenn man darunter eine M/N-Maske trägt, deshalb ist das Tragen beider Masken/Schilder eine schwere Einschränkung, weil man bald nichts mehr sieht. Wir wussten uns zu helfen. Rena übernimmt diesen Part, alles im Blickfeld zu haben. Als wir dann um 15.30 Uhr in Linz ankamen, standen schon 23 Schützlinge wartend auf unserem Platz. Wir mussten ihnen alle Auflagen erklären und alle bitten, 2 Meter Mindestabstand zu halten. Das funktionierte nicht immer, Kevin, ein junger Obdachloser sah nicht ein Abstand zu halten, als ich diesen aber einforderte begann er zu schimpfen und verließ unseren Platz trotzig. Tja, wir können es nicht riskieren, hier wegen solcher Vergehen einen Platzverweis zu bekommen, das wäre absolut niemandem dienlich, 75 Schützlinge waren es heute die bei uns waren, wenn wir diese wegschicken müssten, weil ein einzelner die Regeln nicht einhalten will, das geht gar nicht. Wir müssen manchmal auch mit Nachdruck die Corona-Regeln einfordern, in der Regel funktioniert das sehr gut, heute halt mit einem kleinen Vorbehalt. Alle anderen hielten sich aber toll an alle Vorgaben. Unsere Tische waren heute wieder prall gefüllt mit verschiedensten Lebensmitteln und Getränken. Jeder bekommt wirklich so viel dass er/sie 1 Woche über die Runden kommt, darauf legen wir unser Hauptaugenmerk. Niemand soll hungern. Unsere "Kleiderabteilung" bei Ingrid und Gerlinde wird jede Woche noch intensiver genutzt, neue Unterwäsche, neue Socken, warme Winterjacken, Sweater und warme Schuhe, sowie warme Schlafsäcke und Isomatten die Frost aushalten. Unser breites Angebot wird auch heute wie jede Woche in Anspruch genommen und jede/r bedankt sich nicht 1-Mal, sondern 3-4 Mal. Mit einer zufriedenen und glücklichen Mimik gehen alle von unserem Bus weg, das ist das schönste Gefühl das uns unsere Schützlinge geben können. Zu helfen tut so gut und ist gar nicht schwer. Am Ende werden es wie gesagt 75 Schützlinge sein die sich Spenden bei uns holten. Schon ein wenig hoch die Anzahl und es ist noch gar nicht Monatsende. Da "fürchte" ich schon den nächsten Verteil-Donnerstag, dann werden es noch mehr sein. Corona ist ein rasender Brandbeschleuniger in Sachen Armut/Obdachlosigkeit. Wir sehen es Woche für Woche, das macht uns traurig. Kurz nach 17 Uhr kommt Jürgen Seiler zu uns und bringt Kuchen und eine Bananenschachtel voller Äpfel vorbei, die wir gleich ausgeben. Vergelt's Gott für deine Spende! Um Punkt 18 Uhr wird zusammengepackt und das Gespann angekoppelt,  Barbara Nowecki chauffiert in Ihrem Pronto-Pronto Bus (DAS Event, das man gesehen haben muss) alle Helferinnen ins Lager, eine tolle Fahrgemeinschaft. Angekommen im Lager wird gleich der Hänger abgehängt und auf die Stützen gestellt, der Transporter ausgeladen, Gerlinde reinigt alle Kühlboxen inklusive die Kühl- Gefrierkombi, ein absolutes MUSS nach einem Verteil-Donnerstag. Alle Boxen und Kisten müssen sauber sein. Als wir alles fertig hatten war natürlich "Nachbesprechung" beim Mäcki angesagt. Hier wurden heute wichtige Eindrücke besprochen und auch gleich besprochen wie wir weiter vorgehen werden. Wird spannend. Um 19.45 Uhr brachen wir dann nach einem großen Eis mit Erdbeersoße (mein Diabetes wird es mir danken) ... verschiedensten Burgern und Salaten auf in Richtung Heimat. Auf mich wartet ein langer Abend mit den üblichen Arbeiten. Ich hab noch unseren Spendern/innen zu danken, dass wir auch diese Woche wieder unseren Verteil-Donnerstag machen durften, DANKESCHÖN 🙂 und unserem Team ein großes DANKE für all die ehrenamtliche Arbeit, unbezahlt, Zeitintensiv, ABER MIT VIEL HERZBLUT und RESPEKT unseren Schützlingen gegenüber! Liebe Wegbegleiter, ich bitte Euch auch heute wieder, nicht wegzuschauen und zu helfen, wo Hilfe nötig ist. Schaut nicht weg! 🙂 ❤ Schön dass es Euch gibt 🙂 ❤

8.10.2020 – Verteil-Donnerstag und eine kurze Nacht!

Unser Verteil-Donnerstag heute, am 8.10.2020 begann wie jeder andere auch schon am Mittwoch, mit Christian war ich früh morgens unterwegs, zuerst Spenden abholen in Marchtrenk und anschgließend ins TK-Lager und ins Kühllager zu Hr. Günther L., Wurst, Grillgut und Schinken in Oberskren zurechtlegen und einiges an Kuchen, Ketchup u.a. herrichten und einpacken. Für Mittwoch hat sich Fiona Rukschcio angekündigt, sie macht eine Dokumentation über Obdachlosigkeit in verschiedenen Städten Europas. Sie nimmt uns Lebensmittelspenden aus Wien von Footpoint mit, die wir dankend annehmen. Fiona war aber gestern dann schon ziemlich geschafft, deswegen trafen wir uns erst heute Donnerstag Mittag, im Lager. Aber ich muss noch etwas loswerden, was sich gestern, Mittwoch, noch so abspielte. Und hier werde ich nicht ins Detail gehen, sondern lediglich beschreiben was gerade im Hintergrund so passiert. In der Nacht zum 26.9.2020 bekam ich, wie jedes Jahr so etwa 14-20 Mal, eine tolle Facebook Nachricht, in der mir "erzählt" wurde, dass "sie" mich kriegen würden, "sie" mir das Kreuz brechen werden usw., und gestern am späten Nachmittag bekam ich keine Facebook Nachricht, sondern einen Anruf, in dem ich auch beschimpft wurde, natürlich mit unterdrückter Nummer, so wie die FB-Nachricht mit gefaktem Account. Wenn ich diese Drohungen auch nicht sehr ernst nehme, so machen sie doch etwas mit mir, und das war gestern Abend nicht sehr schön, umso länger ich nachdachte und das Gespräch nochmal und nochmal Revue passieren ließ, umso unruhiger wurde ich. Ergo war meine Nacht eine kurze, sehr kurz. Angemerkt sei noch, die Polizei ist informiert, aber diese Fake-Accounts gibt es immer nur ganz kurze Zeit um eben 1 oder 2 Nachrichten zu versenden. So viel zu manchem, was so fernab unserer Öffentlichkeitsarbeit passiert. Also eine kurze Nacht, und einen langen Tag vor mir, das geht sich irgendwie aus, muss es! Heute Vormittag waren Christian und ich dann in Haid Brot und Gebäck holen, bei einem guten Kaffee und Krapfen ein gutes Gespräch, ich fühle mich dort so wohl. Und heute bekamen wir viele viele schöne Lebensmittel, die wir nachmittags an unsere Schützlinge ausgeben werden. Nach unserem Kaffee ab ins Lager, alles durchsortieren und schauen auf Genießbarkeit. Zwischendurch kam noch ein guter Freund ins Lager, der für eine Mutter von 2 Kindern, die nichts mehr hatte zu essen, vorbei und ich gab ihm Lebensmittel für sie mit. Natürlich liebe Spender/innen, wenn wir von einem Fall von Armut hören, wird ungefragt geholfen, hier schauen wir natürlich dass die Lebensmittel schnellstens zu der Familie kommen, danke Erwin und Eva dafür, nicht wegzuschauen und gemeinsam zu helfen. Zwischendurch musste ich mich hinsetzen, da ich in letzter Zeit oft an "Schlechtsein" leide, und keine Ahnung habe, woher das auf einmal kommt. Es kommt plötzlich und verschwindet auch so schnell wieder. Aber mein Körper möchte mir wohl sagen "mach mal langsam", tja. Bald gehts wieder besser und wir gehen zum Mäcki, Mittagessen, Rena ist auch dabei, was mich sehr freut. Unser 1er Menü für 2, danach wieder zurück ins Lager, Christian hat schon fleissig alle Brote, Gebäcke usw. geordnet, er ist eine große Hilfe! Bald schon kam dann Fiona mit Daniel, ihrem Schützling. Erstes Kennenlernen, erstes Abtasten, wir sind gleich auf Ebene 1 wo wir quatschen und über Erfahrungen reden, uns austauschen. Ich zeige ihr unser Lager, sie filmt und fordert ein paar Erklärungen von mir in die laufende Kamera, klar, kein Problem. Hier erkannte Fiona schnell, dass wir gut sortiert und sehr professionell für einen Verein unser Lager und das ganze Drumherum organisieren. Sie fragte immer wieder die gleichen Fragen und ich antwortete ihr mit den gleichen Antworten. Sie war sichtlich überfordert, auch als ich ihr die Strukturen unserer Aktion, unseres Vereins erklärte. Na gut, wir müssen beginnen den Transporter zu laden, den Anhänger fertig herzurichten. Unsere Wagerl rein, festzurren, Getränke, Kühl- Gefrierkombi reinladen und verzurren, alles notwendige einpacken, Tische, Klappsessel, Hocker, Plakatständer usw.. Als der Transporter voll war drehte ich um, um unseren großartigen Humer-Anhänger anzukoppeln. Um 15.07 Uhr Aufbruch Richtung Linz, Fiona mit ihrer Kamera fährt hinter uns los und filmt noch die Abfahrt, Ankunft in Linz, etwa 12 Schützlinge warten schon auf uns und das erste was ich tun muss, ich muss alle an die 2 Meter Abstand und an die Pflicht eine Maske zu tragen, erinnern. Danach Hänger umdrehen, positionieren, aufmachen und die Seitenklappe absichern, danach den Transporter ausladen, 6 Tische zwischen Transporter und Anhänger wollen befüllt werden mit vielen tollen Lebensmitteln. Marianne mit ihrem Mann teilen heute das Brot und Gebäck aus, Wolfgang und Gilbert sind bei der Wurst und den Kühlboxen, Brigitte bei den Lebensmitteln im Transporter, Wolfgang II bei den Getränken, Ingrid Strassl wie immer bei der Kleidung und Outdoor/Schuhe, Markus macht die Gustostückerl beim Anhänger. Beate musste ja heute Mittag zuerst absagen, weil ihre Tochter zur Entbindung ins KH musste. Die kleine Hannah kam mit 2,60kg zur Welt und wir wünschen Julia und Chris alles alles liebe und Gute, und dir liebe Beate wünschen wir eine großartige Omazeit. Es freut uns riesig. Ich hoffe es ist ok dass ich auch das hier einbinde, weil wir alle sahen welche Freude Beate mit ihrem Enkerl hat. Zwischendurch kamen liebe Spender zu uns und brachten (nicht zum 1.Mal) einen ganzen Karton voller frisch gebackener Mohn-Schnecken, Kuchen und € 50,- Spendengeld. Ganz lieben Dank für die köstliche Abwechslung, KLASSE! 36 Schützlinge sollen es am Ende des heutigen Verteil-Donnerstags werden, die sich von uns Lebensmittel, Hygieneartikel und alles andere was gebraucht wird, holen. Es ist eine ruhige Stimmung beim Bus, beim Anhänger, manchmal fordert Stefan (aus Niederbayern) mich heraus, aber er weiß, ich hab Nachsicht mit ihm ( 🙂 ). Fiona filmt den Verteil-Donnerstag und redet mit vielen über ihr Schicksal, ihr Leben. Fiona macht ja selbst in Wien "Das Frühstück im Park", eine Lebensmittelausgabe in Wien, die wir sicher bald besuchen werden. 17.50 Uhr, alles einpacken, Ingrid hat die Parkzeit übersehen und ich laufe noch quer über die Strasse um den Parksherriff 10 Sekunden zu warten, da wir schon quasi am einwerfen sind... "leider zu spät" kam zurück und der Strafzettel hing auch schon am Auto. Tja...liebe Ingrid, in Zukunft passen wir gemeinsam besser auf. Dann passiert sowas nimma, versprochen! !8 Uhr, alles fertig eingeräumt, Abfahrt, Verabschiedung von Fiona, vielleicht sehen wir uns morgen Vormittag nochmal um noch ein paar Sachen zusätzlich zu drehen, Mal schauen. Ankunft im Lager, alles ausladen und einlagern, die Nachbesprechung steht an. 3 Mal großes Eis mit Erdbeersoße beim Mäcki, ein Eis das wahrlich vorzüglich ist. Wir genießen es alle 3, Wolfgang musste ja wegen anderer Umstände schnell heimfahren. Beate, Ingrid und ich genossen aber sichtlich die gemeinsame Zeit, ich fühle mich so wohl mitten unter so großartigen Menschen. Schön dass es Euch gibt! Danke ans gesamte Team heute, ihr habt wieder einen großartigen Job gemacht und ein dickes DANKE und Vergelt's Gott unseren Spendern/innen, DANKE dass ihr uns diese, unsere Aktion jede Woche ermöglicht. Danke für Eure Treue und Loyalität, schön dass es auch Euch gibt...wir sind alle sehr stolz auf EUCH! Bei der Nachhause Fahrt vom Lager noch wirklich gefährlich rechts überholt worden, von einem dem es scheinbar egal war dass er sich und andere in Gefahr brachte. Tja...für mich geht der Tag auch langsam ins Finale, einiges noch an Vereinsarbeit machen und die Lagersoftware (neue Version) noch installierten und und und ... noch einiges zu tun...Euch aber eine gute Nacht und DANKE für alles! 🙂 ❤

1.10.2020 – 19° und 80 Schützlinge!

Heute, Donnerstag 1.10.2020
... unser wöchentlicher Verteil-Donnerstag war am Programm. Im Vorfeld der gewohnte Ablauf, am Vormittag Brot, Gebäck, Obst und Gemüse in Haid holen, bei Kaffee und Kuchen und einem Tratscherl geht alles viel besser nachher, also anschließend dann ins Kühllager fahren um dort die gestern Mittwoch hergerichteten Lebensmittel und Getränke abholen. Dann noch schnell einkaufen, für ein flottes Mittagsmenü ala Wiener Würstel in Gulaschsaft. Also dann heim, schnell kochen...schnell telefonieren....alles sollte jetzt schnell gehen, da ich heute alleine unterwegs bin und alle anderen erst um 14Uhr ins Lager kommen. Doch wie es kommen muss, geht auf einmal gar nichts mehr, wichtiges Telefonat mit einer Obdachlosen-Einrichtung, die dringend Lebensmittel bräuchte und sich diese aber selbst nicht holen kann. Wir sind leider immer noch nicht fertig mit unserer Lageradaptierung an die Lagersoftware, deshalb schieben wir alle Spendenlieferungen zur Zeit auf. Das Gefühl das sich dann breit machte in mir, war kein schönes. Da draußen sind viele viele Menschen, die sich zum Teil auf uns verlassen, viele verschiedene Dinge zu bekommen. Zu wissen, dass da draußen irgendwo Menschen sind, die hungern oder frieren weil wir zur Zeit keine Spendenlieferungen machen, ist ein unerträglicher Gedanke. Wir müssen fertig werden, schnellstens mit unserer Lagerräumung. Dieses beklemmende Gefühl, werde ich auch für den Rest des Tages nicht mehr los werden. Es drückt mir den Hals zu, wahrhaftig. Ich koche zwar die Würstel in Gulaschsaft, aber essen...geht jetzt gar nicht. Also auf, ins Lager, alle abgeholten Lebensmittel die wir nachmittags an unsere Schützlinge verteilen wollen, auf Genießbarkeit kontrollieren, durchsortieren und Stapeln. Um 14 Uhr wie jede Woche, trudelt unser heutiges Team ein, Barbara Schwingenschuh Maria Fleischanderl Ingrid Strassl Brigitte Stadler und Wolfgang aus St.Pölten. Noch kurz eine Diskussion über verschiedene Vorfälle, dann geht es aber flott ans einräumen. Transporter und Hänger sind schnell beladen, zusammenhängen und bis zur Abfahrt das Gespann zur Seite stellen. Mein Freund Helmut ruft noch vor Abfahrt an und instruiert mich, morgen einen altmodischen Zahlschein auszufüllen für einen seiner Freunde, der uns eine Geldspende zukommen lassen möchte, er hätte gerne alle relevanten Daten auf einem Blanko-Einzahlungsschein abfotografiert. Da wir ja seit 23.9.2020 Spendenbegünstigt sind, mach ich das liebend gerne morgen. Es tut aber auch so gut, meinen Freund am Telefon zu hören, ein großartiger Mensch mit einer tollen Familie, den ich viel zu selten sehe oder höre. 15.10 Uhr - Abfahrt Richtung Linz. Bei Sonnenschein und sonnigen 19° fahren wir gemütlich und ich sage noch zu Wolfgang, ich rechne heute, da Monatsanfang ist und einige aliquot die Mindestsicherung bekommen, so mit 20-30 Schützlinge, die heute kommen werden. Später werde ich eines Besseren belehrt, es werden heute 80 (!) Schützlinge kommen und sich Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung und Schlafsäcke holen. Die Nächtigungsjetons für die Notschlafstelle, die wir selbst ankaufen und am Donnerstag austeilen, sind schon sehr gefragt. Die Nächte sind nasskalt, feucht und wirklich teilweise schon kalt, da ist jeder Obdachlose froh wenn er eine Nacht in die Notschlafstelle gehen kann. Doch alle Schützlinge über mehr als 2 Nächte (2 Jetons à € 4,-) in die Notschlafstelle einzuladen, ist leider nicht drinnen. Donnerstag für Donnerstag verteilen wir etwa 35-45 Jetons à € 4,-, viel Geld für uns, da wir ja ein Verein sind, der ausschließlich mit privaten Spenden finanziert ist, wir bekommen ja keinen Cent öffentliche Förderung. Deshalb müssen wir gut haushalten mit den Jetons, und es bricht mir immer das Herz wenn dann so gegen Ende unseres Verteil-Donnerstags um 17.45 Uhr noch Menschen kommen, die auch in die Notschlafstelle wollen und ich aber keinen einzigen Jeton mehr habe. Dieses Gefühl liebe Leute, tut richtig tief drinnen, sehr sehr weh. Als wir ankamen den Hänger umdrehen, in Position bringen, Transporter ausladen, Tische aufsstellen und .... Punkt 16 Uhr...es kann losgehen. Der 1. Punkt der angesteuert werden muss ist bei Wolfgang, hier bekommen die Menschen Pizza-Salami, tiefgefrorenen Dorsch oder Fischstäbchen, Käsekugeln vom Schwein oder Pute, die nächste Station ist bei Brigitte, bei der Seitenausgabe des Transporters, wo es Nudeln, Reis, haltbare Milch, Konservendosen uva. gibt, dann weiter zu Barbara zum Schokolade und Süßigkeiten, Maria ist die nächste Station mit Obst, Brot, Gebäck und Gemüse, Wolfgang II gibt für uns die Getränke aus, Beate die in Linz zu uns gestoßen ist, teilt Knabbereien und alles andere vom Hänger aus, und die letzte Station für unsere Schützlinge ist Ingrid bei der Kleidung, wo sich jede/r neue Unterwäsche, neue Socken, warme Jacken und warme Schuhe, Schlafsäcke und Isomatten holen kann. Jede/r? NEIN! Nicht jeder. Heute haben wir begonnen wieder sporadisch Einkommensnachweise zu verlangen, und mussten 3 wegschicken, weil sie für unser Verständnis viel zu viel Pension/Rente bekommen. Hier müssen wir rigoros unsere Glaubwürdigkeit verteidigen, da wir ja auch unseren Spendern im Wort sind. Diese Einkommensnachweise bzw. Versicherungsdatenauszüge (wenn es kein Einkommen gibt) geben uns Orientierung, jeder Bedürftige und Obdachlose soll unsere Spenden in Anspruch nehmen können, aber hierzu muss es auch eine Grenze geben, ab der jemand nicht mehr als "arm" gilt, und diese Grenze kontrollieren wir, darum geht es uns. Es soll niemand durch unser Raster fallen, darauf achten wir sehr penibel, aber wir müssen uns auch vor Spenden-Missbrauch schützen. Unser Verteil-Donnerstag verlief ruhig, bis Herby und seine Freundin kamen, die sich an keine unserer Auflagen hielten, bis sie selbst das Weite suchten. Leider gibt es immer wieder jemanden, die aus der Reihe tanzen, nur, wir sind auf diesem neuen ÖBB-Verteilplatz noch in der Probezeit, und ich möchte nicht riskieren, plötzlich wieder ohne Platz dazustehen. Wir erinnern uns ein paar Wochen zurück, als am alten Verteilplatz in der Böhmerwaldstrasse von heute auf morgen die Maschinen vorgefahren sind und wir unseren Verteilplatz verloren haben, das möchte ich hier KEINESFALLS. Deshalb sind wir auch so auf Disziplin gebürstet, weil hier LKW, Busse und PKW's dicht an uns vorbeifahren. Wie schon erwähnt sollen es am Ende des Tages 80 Schützlinge werden die uns heute besuchten und sich mit Spenden eindeckten. 18 Uhr - unser Tag war ein Guter, ein ruhiger, ein erfüllender. Alles wieder einräumen, ins Lager fahren und alles bis nächste Woche wieder einlagern. Nachbesprechung beim Mäcki wurde schon fixiert, heute gabs Eis, zur Besprechung, das musste heute sein. 20 Uhr Abfahrt Richtung Heimat, auf mich wartet wie jeden Donnerstag der Text zum heutigen Tag, den ich noch schreiben darf, auf verschiedenen Seiten posten und aktualisieren. Ich sage dem heutigen Team ein herzliches DANKE für die großartige Arbeit die Ihr geleistet habt, und unseren Spendern/innen sage ich ein demütiges Vergelt's Gott und Danke, dass ihr uns jede Woche diesen Verteil-Donnerstag ermöglicht, ohne Euch wäre das alles unmöglich. Danke für alles und...schön dass es Euch gibt. Bleibt uns treu und gewogen, wir gehen diesen Weg weiter, solange ihr uns unterstützt. 🙂 <3

17.9.2020 – Verliebt in den neuen Verteil-Platz!

Heute, Donnerstag 17.9.2020 ... unser 2. Verteil-Donnerstag auf unserem neuen Platz auf ÖBB Gelände stand heute auf dem Programm. Wie gewohnt wurden gestern Mittwoch schon alle Vorbereitungen in den Kühllagern getroffen und abgeholt und in Ansfelden eingelagert. Apropos, gestern Mittwoch, 12.25 Uhr Anruf vom Magistrat Linz, Zitat: " Frau K. schrieb Hr. Luger einen Brief in dem gefordert wird, künftig der Obdachlosenhilfsaktion einen Platz in Linz zur Verfügung zu stellen, wo sie ihre Spenden an die Bedürftigen austeilen können". Hr. F. vom Magistrat war freundlich und ich sagte ihm dass Frau K. eigenmächtig handelte und wir nun einen Platz von der ÖBB auf dem alten Bus-Terminal zur Verfügung gestellt bekommen, es aber noch nicht sicher sei wie lange wir hier bleiben können. Er meinte dann, es wäre gut wenn wir vorübergehend auf diesem ÖBB Gelände eine Bleibe hätten, dann könne er sich auf die Suche nach einem adäquaten Platz umschauen, den uns die Stadt Linz anbieten könnte. Ich war total sprachlos, da wir bis heute immer nur Abneigung und Gegenwind vom Linzer Magistrat bekamen. Auch meinte er "Wir wußten ja nichts von Ihrer Verteilung in der Kärntner bzw. Böhmerwaldstrasse, es gab nirgendwo einen Eintrag. Ja, weil wir nur eine mündliche Duldung hatten am alten Verteilplatz, und selbst diese wurde widerrufen. Hr. F. erwartet morgen Freitag einen Anruf von mir, um zu erfahren wie die Verantwortlichen der ÖBB, die zum teil heute bei unserer Verteilung anwesend waren und absolut überrascht waren dass es so diszipliniert und streng nach allen Vorgaben abläuft. Wir bekamen heute nur den erhobenen Daumen als Antwort, was uns sehr beruhigt, das werde ich morgen Früh an Hr. F. vom Magistrat weitergeben, so hat er genug Zeit für uns eine gute Alternative zu finden, das wäre einfach nur großartig, da ja auch das ÖBB Gelände auf dem wir jetzt sind, in absehbarer Zeit verkauft wird und wir dann ohnehin weg müssen dort. Trotzdem, es tut sich wirklich eine große Tür auf, die wir fest verschlossen glaubten, Hallellujah! 🙂 Ein Dankesgebet ging Richtung Himmel, manchmal bin ich einfach nur sprachlos, was unser Herr da oben alles möglich macht. In dieser Sache halte ich Euch am laufenden. Heute Vormittag dann mit Christian wie gewohnt aus Haid Brot, Gebäck, Obst und Gemüse geholt. Anschließend noch zur Transdanubia, als kleines Dankeschön Blumen für die Frau des Geschäftsführers abgeben und den Vormittag dem Hr. Lehner noch etwas versüßen, Hr. Lehner ermöglicht uns die Lagerung unserer Spenden im Kühllager und im Tiefkühl-Lager, das ist so eine großartige Geste dass ich nicht oft genug DANKE sagen kann. Heute eben mit Süßem und Blumen. 🙂 Anschließend ins Lager Ansfelden und alles durchschauen und durchsortieren. Zeitweise muss ich mich herausnehmen, weil mir derart schlecht war, schwindelig und einfach unwohl. Mit diesem unguten Gefühl dachte ich heute schon zu Mittag an einen Abbruch des Verteil-Donnerstags. Mir zitterten die Hände, die Beine und naja....bald aber verging diese Attacke und ich merkte wie es mir schnell wieder gut ging. Also auf mit Christian schnell Mittagspause machen beim Mäcki, mehr schnell als gut, wir brachen die Zelte bald wieder ab und gingen zurück ins Lager, wo Wolfgang schon wartete. Maria kam dann auch gleich und Maria kümmerte sich wie immer um das aufschneiden der Pizza-Salami und der Einteilung was wir alles mitnehmen heute. Sie macht das wirklich toll. Als wir dann zu 4. waren begannen wir mit dem einladen unserer Donnerstagswagerl, danach gleich die Getränke und alles andere ebenso gut sortiert alles sicher einräumen und verzurren. Danach wird noch der Anhänger fertig geladen und in Position zum anhängen gebracht. Um 15.10 Uhr Abfahrt vom Lager Ansfelden, Barbara Nowecki (ProntoPronto Show - Die Kellnersensation) nahm in ihrem Bus unsere Maria und Ingrid mit, Brigitte fuhr selbst und bei mir fuhren Rena und Wolfgang mit, wir fuhren einem bedeckten, nicht schön anzusehenden Himmel entgegen, das nächste Stoßgebet "Herr lass es bitte bitte nicht regnen", was soll ich sagen, es blieb trocken 🙂 . Um 15.25 Uhr Ankunft in Linz, altes Bus-Terminal, etwa 12-15 Schützlinge warteten schon auf uns. Wir waren zuerst beschäftigt mit der Positionierung der Fahrzeuge und anschließend mit der Absperrung, an der entlang unsere Schützlinge sich halten müssen. Ebenso an den gewohnten Abstand, an die Mund/Nasen Masken und an Disziplin. Punkt 16 Uhr Beginn der Ausgabe, man hört schon wieder Sätze wie: "Stell dich hinten an, ich war vor dir da und wer weiß wieviel sie heute an Lebensmittel dabei haben". Ich konnte alle beruhigen, wir hatten genug für alle. Unser Sortiment war auch heute wieder ein Breites und Gutes. Erinnern musste ich unsere Schützlinge immer nur an die 2m Abstand, die einzuhalten sind. Sonst wirklich alles ruhig, vorbildlich. Die Zeit verging im Flug, um etwa 17.30 Uhr kamen noch 2 Spenderinnen vorbei, die uns 2 volle Einkaufstaschen voller haltbarer Fertiggerichte brachten, Vergelt's Gott und Danke an dieser Stelle. 17.55 Uhr, zusammenräumen, einpacken und Aufbruch Richtung Lager Ansfelden, wie gewohnt alles ausräumen, alles wieder einlagern und nebenbei durchfragen wer denn bei der Nachbesprechung beim Mäckie wieder dabei sein wird...Ingrid Strassl, Barbara Nowecki ... Wolfgang aus St.Pölten, Rena Meinhart und ich. Ich freue mich immer riesig, wenn wir hinterher noch ein wenig den Tag ausklingen lassen bei einem Meinungsaustausch. Besser kann doch ein Tag nicht enden. Ich möchte mich hier wieder bei all unseren Spendern/innen bedanken, die uns auch heute den Verteil-Donnerstag wieder ermöglichten. Vielen herzlichen Dank und Vergelt's Gott für alles was Ihr macht für uns, und DANKE dass Ihr den Weg mit uns gemeinsam geht. Vielen Dank auch an dieser Stelle an die Firma Humer-Anhänger aus Gunskirchen, die uns den großartigen Anhänger an unsere Bedürfnisse anpasste und ihn uns stark vergünstigt zur Verfügung stellen. DANKESCHÖN! Danke auch an unser Team, das Donnerstag für Donnerstag, Samstag für Samstag und all die anderen Tage im Lager immer helfen und mit anpacken. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich! 🙂 ❤ Schön dass es EUCH gibt, liebe Spender/innen und liebes Team! Hier beginnt wie üblich die restliche Arbeit für mich, die niemand mehr sieht, Euch trotzdem noch einen schönen Abend und alles liebe. 🙂

10.9.2020 – Verteil-Donnerstag am neuen Platz!

Heute Donnerstag 10.9.2020...

...war nach 14 Tagen wieder unser Verteil-Donnerstag auf dem Programm. Mit dem heutigen Tag beenden wir unsere Sommerpause (die keine war, weil wir im Sommer noch nie so viel zu tun hatten) und fahren wieder jede Woche nach Linz zu unseren Schützlingen, um unter ihnen haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung, Schuhe, Schlafsäcke und Isomatten u.v.a.m. zu verteilen. Vor 14 Tagen waren wir ja zum 1. Mal an unserem neuen Verteilplatz, auf ÖBB Gelände beim alten Bus-Terminal, damals durften unsere Schützlinge lediglich am Gehsteig zwischen Kärntner Strasse und ÖBB Gelände stehen. Da neben dem Gehsteig die Busspur läuft, kommen die Busse sehr sehr nahe zum Gehsteig heran, und es wäre von meiner Seite verantwortungslos, in dieser Gefahrenzone so weiterzumachen. Wie gesagt, ich könnte das unseren Schützlingen nicht zumuten, denn wenn etwas passiert, würde ich mir mein Leben lang Vorwürfe machen. Also war ich diese Woche am Montag, nach dem 14 tägigen Urlaub des Hr. R. von der ÖBB Immobilienabteilung, der gemeinsam mit seinem Kollegen Hr. S. uns diesen Platz überhaupt erst zur Verfügung stellt, wieder bei Hr. R. und ersuchte um Verständnis und erklärte ihm auch die Gefahr, sofort sagte er "Dann drehen wir uns um, dass Ihre Schützlinge auf ÖBB Gelände stehen, ABER, HINTER einer Absperrung! Ich war überglücklich dass uns Hr. R. nicht sofort wieder die Erlaubnis entzog sondern gemeinsam mit uns diese Alternative gefunden hat. DANKE lieber Hr. R. und Hr. S. von der ÖBB Immobilienabteilung. Eine tiefe Verneigung und ein demütiges VERGELT'S GOTT für diese tolle Geste!
Unser Verteil-Donnerstag beginnt ja immer schon am Mittwoch davor, wo wir aus dem Kühllager und TK-Lager die Lebensmittel abholen, um diese aufzutauen und sie vorzubereiten, für die Weiterverarbeitung. Im Kühllager gehen unsere Lebensmittel langsam zur Neige, d.h. bald wird dort Ebbe sein. Aus dem TK-Lager holten wir noch Pizza-Salami, Grillwürstel, Käse-Kugeln u.a.. Viele von Euch werden sich fragen "Was tun unsere Schützlinge mit Grillwürstel", die meisten können sich diese in der Notschlafstelle abbraten, oder viele haben einen kleinen Camping-Gaskocher, auch hier sind kleine Speisen zu "kochen". Gestern dann gleich die ganzen Lebensmittel noch einkühlen in unserem Lager, um heute dann einzuteilen, wieviel wir von den verschiedenen Lebensmittel mitnehmen. Das erledigte heute Maria Fleischanderl. Heute Vormittag dann noch Brot, Gebäck, Obst und Gemüse aus Haid holen, dann noch schnell Autowaschen und dann ab in unser Lager. Christian half mir beim Abholen und durchschauen, ob alle Lebensmittel noch genießbar sind. Wolfgang aus St.Pölten kam um 11Uhr dazu und half auch gleich mit, alles für den Nachmittag herzurichten. Zu Mittag schnell zum Mäckie, eine Kleinigkeit essen, dann zurück ins Lager. Durch die Großspende von etwa 500 Stk. Winterjacken, Hoodies und Übergangsjacken platzt zur Zeit unser Lager aus allen Nähten. Also alle Jacken rausstellen, die Donnerstagswagerl ebenfalls rausfahren und bereitstellen zum einladen, die Getränke....Süßigkeiten....Kuchen....Schlafsäcke....alles muss raus vors Tor, um es dann einzuladen. Diese Arbeit wäre alleine nicht mehr zu schaffen, darum bin ich sehr sehr froh dass einige unserer Helfer/innen schon früher kommen und mithelfen an all den Vorbereitungen. Also dann alles einladen, verzurren, prüfen ob alles festgezurrt und sicher ist. Transporter umdrehen und den Anhänger, den Barbara und Gerlinde bestückten und auffüllten, anhängen. 15.10 Uhr, Abfahrt nach Linz, am Horizont dicke Wolken aus dem Mühlviertel, meine Bitte an unseren Herrn, es doch bitte nicht regnen zu lassen, half scheinbar, es blieb trocken und ab 17.30 Uhr war nur noch blauer Himmel zu sehen. Ankunft um 15.25 Uhr, ausprobieren wie wir uns heute positionieren, wir dürfen uns umdrehen haben aber eine Absperrung mit Bändern anzubringen. Die Richtung war klar ersichtlich und mir fiel ein Stein von Herzen, als ich sah das geht sich räumlich alles aus und alle LKW's und alle Busse haben genug Platz, um an uns vorbeizukommen. Also unsere mitgebrachten Plakatständer mit rot-weissen Bändern versehen und entlang dem Transporter und dem Anhänger spannen, innerhalb dieser Absperrung dürfen nun unsere Schützlinge doch auf ÖBB Gelände stehen und sich Lebensmittel abholen. Ich bin überglücklich, im wahrsten Sinne des Wortes. Es kamen heute etwa 40 Bedürftige, die allesamt diszipliniert und mit dem nötigen Abstand der Dinge harrten, wir haben ja immer noch die Corona-Auflagen des Landes OÖ und der Polizei, die strikt zu befolgen sind. Alle sind froh dass wir nach 14 Tagen wieder in Linz sind und Lebensmittel verteilen, einige erzählten, sie hatten große Probleme genügend Lebensmittel über diese Zeit zu bekommen. Jetzt sind wir ja wieder jede Woche da und vergessen Euch nicht. Die tiefgefrorenen Fischstäbchen waren heute das Highlight, die waren im Nu vergriffen. Viele kamen auch um sich neue Unterwäsche und neue Socken bei uns abzuholen, einige brauchten eine warme Jacke da die Nächte schon sehr frisch sind, einer kam ohne Schuhe und ohne Socken mit teilweise bereits blutigen Füßen. Es war heute ein relativ ruhiger Verteil-Donnerstag, um 17.50 Uhr einräumen und Abfahrt Richtung Lager Ansfelden, wo wir wieder alles ausladen und einlagern, fast alle Helfer waren dabei, mitzuhelfen. Anschließend ging es zur Nachbesprechung noch zum Mäckie, wo noch etwas Süßes dran glauben musste. So geht ein guter Tag mit einem guten Gefühl langsam zu Ende. Was bleibt ist wie immer die Arbeit am PC hier, 2 Facebook-Seiten zu betreuen, 1 Homepage und 1 Instagramseite, all diese Seiten wollen mit Fotos und Text bestückt werden. Nebenbei noch Vereinsarbeit und Vorbereitungen für unsere Lagersoftware treffen, das alles ist schon sehr Zeitintensiv, aber wichtig! Es sollte sehr bald fertig sein, also, Euch noch einen schönen Abend, ich muss ..... ! 🙂 ❤ Großen Dank an all unsere Spender/innen dass wir auch diesen Verteil-Donnerstag machen durften und ein großes DANKE unserem Team! 🙂 ❤ VERGELT'S GOTT UND habt großen Dank!

30.7.2020 – Disziplinierte Verteil-Aktion!

Heute, Donnerstag 30.7.2020 ... nach 1 Woche Pause stand heute wieder unser Verteil-Donnerstag auf dem Kalender. Ein Wiedersehen mit unseren Schützlingen, auf das sich das gesamte Team heute freute. Die Vorbereitungen begannen ja gestern schon mit den Verpackungen im Kühllager in Pasching, das wir dank Hr. Lehner G. kostenlos nutzen dürfen, an dieser Stelle eine tiefe Verneigung und ein herzliches DANKESCHÖN für diese tolle Geste. Ohne dieses Kühllager und Tiefkühllager wäre vieles unmöglich, deshalb ist es für unsere Donnerstagsaktion immens wichtig. Also gestern schon vorbereiten und auch genug Käsekugeln (Käsewurst) und Pizzasalami aus dem -40° Tiefkühllager, ebenfalls bei der Spedition Transdanubia, holen und auftauen lassen. Die ganze Aktion planen, wieviel Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel u.a. wir einpacken und mitnehmen. Unsere Helferinnen Ingrid Strassl, Brigitte Stadler und Maria Fleischanderl sowie Barbara Schwingenschuh planen am Donnerstag Nachmittag vor der Abfahrt nach Linz auch teilweise noch selbstständig die Lebensmittel, die sie selbst ausgeben werden. Dann gingen wir den Donnerstag heute früh um 9 Uhr an, Christian Jung, der an vielen, vielen Tagen mit mir im Lager steht und bei den meisten Arbeiten dabei ist, schickte schon um 8.40Uhr ein sms "bin schon da". Also auf und hurra in den Tag hinein, kurz vor 9 Uhr früh im Lager, dann zuerst ein neues Regal zusammenbauen und aufstellen, einräumen, bevor es um 9.45 Uhr nach Haid ging, Obst, Gemüse, Brot und Gebäck abzuholen. Anschließend auf ins Kühllager, alles Vorbereitete von gestern abholen, zwischendurch noch tanken, einkaufen und ab ins Lager nach Ansfelden. Dort angekommen den ganzen Bus ausladen, sämtliche Rollwagen aus dem Lager bereitstellen für den Nachmittag, um dann alles flott einzuladen. Zwischendurch noch Mittagessen beim Mäcki nebenan und dann geht es ans Transporter einladen, durchschauen und aussortieren. Maria und Wolfgang waren schon um 13 Uhr im Lager, so konnten wir alle wichtigen Arbeiten im Ansfeldener Lager noch machen, bevor alle anderen Helfer heute um 14 Uhr ins Lager kamen. Zuerst kommen unsere ehemaligen Eierwagerl in den Transporter, hier müssen wir unbedingt zu 4. sein, um diese einzuladen, wegen großer Kipp- und Verletzungsgefahr. Wir sind schon großartig eingeübt, eingespielt, sodass das Beladen des Transporters ziemlich schnell geht. Dann noch unseren tollen, neuen Humer-Anhänger bestücken und ab geht’s ans anhängen an den Transporter. Punkt 15 Uhr, Abfahrt mit unserem Gespann nach Linz bei genau 32° und blauen Himmel, fast schon kitschig, wir genießen die Vorfreude auf unsere Schützlinge. Ankunft in Linz, etwa 10-12 unserer Schützlinge warten schon und Wolfgang hält uns immer wieder die benötigten Parkplätze frei. Heute haben wir wieder verschärfte Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen, die Auflagen von Polizei und Krisenstab des Landes O.Ö. werden auf Punkt und Beistrich befolgt, die heißen, Mund/Nasenmaske, Gesichtsschild und Einweg-Handschuhe. Bei dieser Hitze wird das heute eine Tortur mit diesen Masken und Schildern. Aber Regeln und Gesetze sind zu befolgen, das sind wir unserem Team und all unseren Schützlingen schuldig. Ebenso musste wieder ein Abstand von 2 Meter eingehalten werden. Bei den Vorbereitungen in Linz schwoll die Schlange ziemlich schnell an und wurde ziemlich unübersichtlich, wir mussten heute des öfteren Disziplin einfordern und auch das eine oder andere Mal auch sagen, dass es nun genug ist, da manche Besucher eh schon 2-3 Sackerl voller Lebensmittel hatten. Der Transporter war proppenvoll, auch der Anhänger war übervoll, wir waren gut gerüstet, aber bei 88 Besuchern, die es heute gesamt waren, geht uns das Sortiment auch Mal aus, da alle Lebensmittel für 2-3 Wochen mitnehmen möchten. Da wir erst wieder in 4 Wochen am Donnerstag in Linz Lebensmittel verteilen, wird es für manche knapp werden. Aber auch wir müssen auf uns achten und da es seit der Wintersaison (1. Okt.- 2019 - 1.5.2020) erst 1 freie Woche gab, müssen wir eine kurze Sommerpause einlegen, da es niemandem helfen würde, wenn auch wir am Boden liegen würden, deshalb eine Sommerpause. Einige Schützlinge hatten dann auch wirklich schon große Angst, nicht genug Lebensmittel zu bekommen, wobei ich auch einmal sagen muss, dass eine Donnerstagsaktion etwa € 1000,- - € 1500,- (je nach Datum) ausmacht. Für einen kleinen Verein wie unseren, eine ganze Menge, und gerechnet übers ganze Jahr, muss das auch gerechnet werden. Eigentlich hätten wir heute die doppelte Menge an Lebensmitteln gebraucht, aber der Transporter hat eben nicht mehr Platz und unser Anhänger ebenso nicht. Viele neue Gesichter waren heute wieder dabei, auch Menschen die noch eine kleine Wohnung haben und die gesamte Rente für diese Wohnung/Zimmer aufwenden, aber keinen Strom mehr, kein Wasser und keine Lebensmitteln mehr haben. Auch diesen Menschen helfen wir, der Hunger dieser Menschen fühlt sich nicht anders an als der, der Obdachlosen. Trotzdem mussten wir auch 2 Schützlinge darauf hinweisen, dass sie bei uns Kleidung und neue Schuhe bekommen, wenn sie diese auch wirklich BRAUCHEN! Ein paar Besucher haben uns mit einer Boutique verwechselt, denen mussten wir halt deutlich sagen dass sie alles bekommen was sie brauchen, ABER nicht im Stil und im Lifestyle ihrer Wünsche, das geht nicht, das wollen wir auch gar nicht durchgehen lassen. Wenn jemand eine Unterhode benötigt, darf das keine Rolle spielen ob diese rot oder schwarz ist, ein T-Shirt einen V-Ausschnitt oder Rundkragen hat. Solche Dinge können wir nicht durchgehen lassen, sonst werden wir nicht fertig mit den Sonderwünschen. Aber wie gesagt, das waren 2-3 Ausrutscher, und denen haben wir es verdeutlicht dass das nicht geht. 88 Münder zu versorgen, das sahen wir heute deutlich, wird immer schwieriger, aber solange wir halbwegs unsere Verteilaktion machen können, machen wir diese auch. Die Hitze in Linz setzte uns allen enorm zu, unser Team leistete heute wieder großartige Arbeit, ich bin richtig stolz auf unsere Helfer und Helferinnen, IHR SEID KLASSE! Um 18 Uhr ging's dann ab Richtung Lager Ansfelden, wo alles schnell ausgeladen wurde, um der Nachbesprechung beim Mäcki nichts mehr in den Weg zu legen. Zu 5. trafen wir uns zum Nachgespräch bei Eis, Cola und Pommes. Ich danke jedem Tag den Herrgott, dass wir diese, unsere Aktion machen dürfen und können, und so treue Spender/innen wie EUCH als Wegbegleiter haben. Dafür eine tiefe Verneigung und ein demütiges Vergelt's Gott. Bei uns wird nun etwas Ruhe einkehren, wie gesagt, wegen einer kurzen Sommerpause, ich danke Euch allen für Eure Treue und Loyalität. Liebe Grüße an alle Spender/inner und an alle die uns begleiten. Schön dass es EUCH gibt!

2.7.2020 – Engel haben immer kalte Füsse!

Heute, Donnerstag 2.7.2020 ... Der Tag heute begann früh mit diversen Telefonaten, mit künstlich erstellten Problemen die man uns andichtet und so manch komischer Aussage am Telefon, kein Problem, heute ist Verteil-Donnerstag und wir treffen unsere Schützlinge heute wieder, das zählt viel mehr. Gestern schon wurde mir eine etwas komische Ansicht einer Obdachlosen-Einrichtung Nahe gebracht bzw. deutlich gesagt, die meinte, Zitat: "Wir nehmen keine Lebensmittel mehr, die 3-4 Wochen VOR Ablauf des Mindeshaltbarkeitsdatums sind". Na BUMM, das saß, manche Lebensmittel bei uns sind abgelaufen, ja, aber wir würden niemals prekäre Lebensmittel weitergeben, wir geben ausschließlich jene weiter (wenn diese abgelaufen sind), wo uns der Hersteller zusichert dass auch 5-6 Monate nach Ablauf des MHD keine Gefahr für Leib und Leben besteht und das Lebensmittel absolut keinen Makel hat. Wir beliefern viele Einrichtungen mit solchen Lebensmitteln, aber niemand echauffierte sich je auf diese Weise. Dazu kommt immer wieder die Aussage von verschiedenen Sozialarbeitern in Obdachlosen-Einrichtungen, Zitat: " Wenn wir keine Lebensmittel zum ausgeben haben, mir ist das egal, dann haben die Wohnungs- und Obdachlosen halt weniger." Und das muss ich hier und heute einmal zum Ausdruck bringen, dass das schon eine Art der Aussage ist, die für uns ein absolutes NoGo darstellt. Wir wollen niemandem sagen, was er/sie zu tun, zu entscheiden hat, aber die oben angeführten Zitate hörte ich nun schon aus 2 verschiedenen Einrichtungen von 3 verschiedenen Sozialarbeitern. Diese Aussagen machen mich unendlich traurig und eigentlich sind wir machtlos dagegen, weil dann einfach nicht mehr mit uns geredet wird und auf alles lieber verzichtet wird. Diese Aussagen liegen mir schon einige Zeit als riesengroßer Brocken Stein in meiner Brust und nehmen mir oft die Luft zum atmen.
Heute früh nach all den Anrufen dann abfahrt nach Haid, wie immer Brot und Gebäck, etwas Obst und andere Süßigkeiten holen, anschließend ins Kühllager, Kuchen und Rolladen, Salate, Getränke und vieles andere noch zusammensuchen, einladen und einkaufen fahren. Nach dem Einkaufen noch schnell tanken vor 12 Uhr und ab, zu einem Snack nach Hause, um 13 Uhr ist Lager angesagt. Noch schnell den Wetterbericht angeschaut, ohjegale, ab 14 Uhr Regen und Gewitter, uiui, lieber Jesus bitte hilf, bitte halt für uns unseren Platz trocken. Ankunft 13 Uhr im Lager, Maria und Wolfgang aus St. Pölten waren schon da, Maria Fleischanderl hatte Schnitzelsemmerl für unsere Schützlinge gemacht, die Sie heute austeilen wird. Maria kümmert sich dann um die Wurst, die geschnitten und verpackt werden muss, um all die Kühlwaren und verpackt die Sachen gleich in unserem Kühlschrank und den Kühlboxen. Wolfgang sieht der weilen das Brot und Gebäck durch und sortiert aus. Als um 14 Uhr Ingrid Strassl und Brigitte Stadler kamen, legten wir wie jeden Donnerstag los, unsere Wagerl einzuladen, dazu müssen wir zu 4. sein um ein Kippen zu verhindern. Heute ging es Schlag auf Schlag und alles war im Nu verstaut, Aschenbecher, 5 Tische, 2 Sessel und 2 Hocker, Sonnensegel gegen Regen, Expander, Müllsäcke, starke Einkaufstaschen, Mund/Nasenmasken, Gesichtsschutz, Vinylhandschuhe, Desinfektionsmittel und vieles andere, alles eingepackt. Heute haben wir aufgrund der Geschehnisse wieder verstärkte Auflagen zu befolgen, jede/r im Team muss wieder Mundmaske UND Gesichtsschutz sowie Handschuhe tragen, unsere Schützlinge müssen 2m Abstand halten. 15 Uhr, wir hängen unseren tollen, neuen Humer-Anhänger an und geben Gas. Auf dem Weg nach Linz waren schon tiefe Regenwolken im Mühlviertel zu sehen, ich betete nochmal still in mich hinein "Lieber Jesus, willst Du wirklich dass wir nass werden und uns vielleicht noch verkühlen?" Soviel kann ich hier vorweg nehmen, bis auf 2x kurzes Tröpfeln kam nichts vom Himmel, außer guter Spirit. Im Radio läuft der Titel "Engel haben immer kalte Füsse", ist das etwa die Vorhersage für den restlichen Nachmittag? BITTE, Jesus!!! Ankunft in Linz, Wahnsinn, fast alle Parkplätze frei, wir suchen uns die Besten aus und platzieren uns so, dass es Übersichtlich ist und niemand wo darüberstolpert. Bei der Ankunft waren schon etwa 12 Schützlinge da, was für einen Monatsanfang absolut ungewöhnlich ist, weil wir meistens am Monatsanfang gesamt etwa 20-30 Besucher haben. Heute sollen es insgesamt 56 Schützlinge werden, die sich Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Kleidung und Schuhe holen. Beim Beginn der Ausgabe mussten wir öfters dem Abstand von 2m einfordern, aber kein Problem, alle halten sich daran. Schnell den Hänger aufmachen und teilweise ausladen und auf den Tischen ausbreiten, beim Transporter das Gleiche, hier fahren wir gleich zu Beginn unsere Markise gegen den Regen aus und spannen unser Sonnensegel hinten über beide Türen damit kein Regen eindringen kann. 15.55 Uhr, bei unserem Team- Meeting letzten Sonntag haben wir beschlossen, VOR der Ausgabe noch auf die wichtigsten Dinge vor Ort einzugehen, was heute super-gut angenommen wurde, ich verweise noch auf die einzelnen Lebensmittel, auf einzelne Vorgehensweisen und Wünsche, was das ganze Team wirklich beherzigte. Ausgabe ab sofort hieß es dann um 16.05 Uhr, und die Schlange wurde immer länger. Vor einigen Wochen bekamen wir in Linz von einer unbekannten Dame 2 Stangen Zigaretten gespendet, davon hab ich auch heute wieder 3 Packungen an unsere Schützlinge ausgegeben, jeder 2-3 Stk., und außerdem gaben wir heute noch 34 Stk. Nächtigungsjetons à € 4,- für die Linzer Notschlafstelle aus. Alles verläuft absolut diszipliniert und ruhig, gefühlte 200 lautstarke DANKE quittieren wir mit einem Lächeln und einem "schon gut". Die Dankbarkeit ist wieder sehr groß, wenn man in die Gesichter unserer Schützlinge schaut, geht dort nicht eine, sondern gehen 10 Sonnen zugleich auf. Alle strahlen, alle glänzen und sind zufrieden. Um 17.45 Uhr wird alles eingeräumt...der Bus und Anhänger geschlossen, bis noch ein Schützling, Hr. Ing. P. kommt und noch dringend Lebensmittel braucht, na klar wird alles nochmal geöffnet und auch diese Tasche gefüllt. Wieder fertig gemacht zur Heimfahrt ins Lager, kommen noch 2 Schützlinge, also wieder alles auf und noch einmal 2 Rucksäcke füllen, kein Problem. Zum Schluss gingen alle mit gefüllten Taschen und Rucksäcken von unserem Bus. Ein gutes Gefühl, das bei jeder/jedem im Team bleibt. So, schnell ins Lager und ausräumen, da heute noch unser Vereins-Stammtisch ansteht. Ein gemütliches Zusammensein und über Gott und die Welt philosophieren, tut einfach gut mit so einem tollen Team auch außerhalb des Lagers Zeit zu verbringen. Also im Lager alles gut geübt ausgeladen, alles an die verschiedenen Plätze geräumt und ab, zum Strauss nach Freindorf. 19 Uhr, Stammtisch, es wird ein kurzer aber toller und intensiver Stammtisch werden. 20 Uhr, ab nach Hause, Bilder sichten, Text schreiben, Probleme in der Lagerverwaltung beheben und weiter an unsere Bedürfnisse anpassen, das alles wartet heute noch auf mich, bis tief in die Nacht. Eine tiefe Verneigung und ein dankbares VERGELT'S GOTT an all unsere Spender, die uns diese Aktion jede Woche erst ermöglichen.   Vielen DANK! Ein besonderer Dank ergeht auch heute wieder an unser tolles Team, das absolut tolle Arbeit leistete und mir immer wieder den Rücken stärkt. DANKE, und schön dass es EUCH gibt. Ihr seid großartige Menschen, ich bin richtig stolz auf JEDE/N von EUCH!   Ich gelobe Besserung in der Länge meiner Postings, ab nächste Woche werde ich mich kürzer halten (Nächste Woche ist unser 1. Donnerstag in diesem Sommer wo wir pausieren). Erst in 14 Tagen stehen wir wieder in Linz und verteilen Lebensmittel an unsere Schützlinge. Danke auch an alle Wegbegleiter hier in unserer Gruppe, die uns immer wieder die Moral und den Rücken stärken, immer einen prima Zuspruch für uns auf der Zunge haben!  🙏☀️